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CD-Player Digitalklangunterschiede

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Autor
Beitrag
Sal
Hat sich gelöscht
#103 erstellt: 03. Apr 2026, 14:20

in dem Fred niemanden

Eben.
Hüb'
Moderator
#104 erstellt: 04. Apr 2026, 09:47
Bitte zurück zum Thema.
Diskutiert darüber – oder lasst es bleiben.

Radiowaves
Inventar
#105 erstellt: 04. Apr 2026, 11:28

Sal (Beitrag #50) schrieb:
Hört man doch was, so ist es ein Fehler wie ein Aussetzer, oder das in diesem Thread beschriebene Fehlen der De-Emphasis.
Wobei ich nicht weiß, ob das das Signal korrigert über SPDIF ausgegeben wird, ich denke eher nein.

Richtig. Es wird "unkorrigiert" ausgegeben und per Flag mitgeteilt, dass dem nachfolgenden Gerät da noch was zu tun übrig bleibt (so es ein D/A-Wandler ist). Dann ist dessen Deemphasis in der Pflicht. Aufzeichnungsgeräte zeichnen am S/PDIF hängend wieder die "verbogenen" Originaldaten auf und speichern ihrerseits das Flag mit. Da liegt das Problem bei der Computerwelt: i.d.R. geht beim Einspielen das Emphasis-Flag verloren. Die Audiodaten werden dann später mit massiver Höhenanhebung abgespielt.
hifi_raptor
Inventar
#106 erstellt: 04. Apr 2026, 12:08
Morgähn
Wo steht das jedes Album mit Emphasis produziert wird?
Früher gab es da einen Hinweis auf der CD Hülle. Und gefühlt die meisten CD Player - Anzahl kennen wir nicht - haben das ignoriert.
Krame jetzt nicht alle meine CD's raus, aber die Anzahl dürfte ohne Relevanz sein.
Vor allem wie hört sich das an? Ein Vergleichshören habe ich nie gemacht.
Ob das bei einer Handvoll Alben überhaupt eine Rolle spielt?
Alles Spekulation.
Schöne Feiertage
RoA
Inventar
#107 erstellt: 04. Apr 2026, 14:00

Früher gab es da einen Hinweis auf der CD Hülle.


nope. Man erkennt das beim Rippen der CD im .cue-file, wenn man z.B. mit EAC arbeitet. Viele Klassik-CDs von Denon wurden mit Emphasis produziert. Ich erinnere mich auch noch gut an eine Best-of von Black Sabbath. Von einigen 1000 geripten CDs waren bei mir ca. 20 betroffen. Ähnlich wie bei der RIAA-Kennlinie kann man auch bei Emphasis das Signal entzerren. Für foobar gibt es ein plug-in, ich habe das damals mit SOX gelöst. Ohne De-Emphasis klingen die Files ansonsten extrem höhen-betont. Das hört auch jedes Holzohr.
hifi_raptor
Inventar
#108 erstellt: 04. Apr 2026, 14:21
Morgen
Doch auf der CD Hülle gab es einen Hinweis .....egal, ich habe doch vorhin vor einem CD Rack gesessen und "gesucht". Keine einzige mit dem Hinweis gefunden.
Gerippt habe ich 99% mit dem Naim HDX. Was der mit Emphasis CD gemacht hat weiß ich nicht. Mein Naim CD5i hatte keine Deimphasis Funktion.
Wie auch immer, das mit der Höhenbetonung ist mir nicht aufgefallen.
Vergleichen kann ich nicht, ei di wei meinereiner keinen CD Player mehr hat.
Meine Altertumsblurayplayer sowieso nicht.
Bin bestimmt nicht in der Lage die Höhenanhebung auszumachen, aber da ich generell ein "helles" Klangbild bevorzuge, wäre mir das eh Wurscht.
Grundsätzlich nehme ich jede Aufnahme so wie die vorliegt.
Mein Lebtag noch nie Klangregler am Amp benutzt.
Schöne Feiertage

P.S. Wenn mir doch noch eine in die Hände fällt kann ich ja mal EAC nutzen.


[Beitrag von hifi_raptor am 04. Apr 2026, 14:32 bearbeitet]
RoA
Inventar
#109 erstellt: 04. Apr 2026, 14:36

hifi_raptor (Beitrag #108) schrieb:
Bin bestimmt nicht in der Lage die Höhenanhebung auszumachen




Das sollte eigentlich jeder hören.

There is a way by using the built-in component Equalizer with the following settings:
55; 77; 110; 156; 220; 311; 440; 622; 880 Hz : 0 dB
1200 Hz : -1 dB
1800 Hz : -1 dB
2500 Hz : -2 dB
3500 Hz : -3 dB
5000 Hz : -5 dB
7000 Hz : -6 dB
10000 Hz : -8 dB
14000 Hz : -9 dB
20000 Hz : -9 dB

https://hydrogenaudi....msg512528#msg512528


[Beitrag von RoA am 04. Apr 2026, 14:37 bearbeitet]
hifi_raptor
Inventar
#110 erstellt: 04. Apr 2026, 14:53
Das sagt die KI zum Thema:
Pre-Emphasis (eine Art Höhenanhebung bei der Aufnahme, gefolgt von einer Absenkung bei der Wiedergabe) hat sich bei der Compact Disc nicht dauerhaft durchgesetzt, weil die Technologie mit der Weiterentwicklung der CD-Player weitgehend überflüssig wurde.
Hier sind die Hauptgründe:
Technische Verbesserung der Wandler: Pre-Emphasis wurde eingeführt, um das Rauschen in den hohen Frequenzen bei den frühen, rauschigeren 14- oder 16-Bit-Digital-Analog-Wandlern zu kaschieren [10, 18]. Mit der Einführung von besseren 16-Bit-Chips und später Delta-Sigma-Wandlern wurde dieses Rauschen vernachlässigbar [22].
Komplexität und Kompatibilität: Die Handhabung von Emphasis war fehleranfällig. Die Information über die aktivierte Pre-Emphasis musste korrekt im Inhaltsverzeichnis (TOC) oder in den Subcodes der CD hinterlegt sein. Wurde dies beim Mastering vergessen oder vom Player nicht korrekt erkannt, klangen die CDs extrem höhenlastig und scharf [12, 16].
Wiedergabe-Probleme: Viele CD-Player – besonders tragbare Geräte oder günstigere Modelle – verfügten gar nicht über die notwendige De-Emphasis-Schaltung (Filter) im Ausgang [11].
Digitales Kopieren: Beim direkten digitalen Kopieren (Rippen) auf den PC wird das Emphasis-Flag oft ignoriert oder nicht erkannt, was zu einer inkorrekten Wiedergabe führt (der Klang bleibt "verfälscht" höhenlastig) [11, 14].
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der technische Fortschritt bei den CD-Playern das Rauschproblem löste, während die Emphasis-Technik mehr Probleme bei der Kompatibilität und korrekten Wiedergabe verursachte, als sie klanglichen Nutzen brachte.

Das meiste haben wir hier ja schon konstatiert.

Ich werde mit etwaigen 1% bis 2% Emphasis CD leben können. CD kaufe ich eh keine mehr. Bei Download gibts das Problem nicht.

Fröhliches Ostereier suchen.

P.S. Falls mir mal so ein Album ans Ohr kommt und sich unangenehm bemerkbar machen würde, kann ich immer noch eine Download Version kaufen.


[Beitrag von hifi_raptor am 04. Apr 2026, 15:11 bearbeitet]
Sal
Hat sich gelöscht
#111 erstellt: 04. Apr 2026, 18:02
Da fällt mir die YEDS-18 Test CD von 1984 ein, einer der Tracks beinhaltet - Stille.
Also abgespielt und in den 60 Sekunden die Anlage bis Anschlag aufgedreht:
Philips CD-304 ca. 1985 - Stille, aber die Laufwerkselektronik streut ein, vielleicht sogar mikrofonie.
Sony CDP-X5000 ca. 1996 - Deutliches Rauschen, wahrscheinlich wegen der 1-Bit Wandlung.
Soviel zum Ki Wissen.
Radiowaves
Inventar
#112 erstellt: 04. Apr 2026, 18:15
Ja, TOC oder Subcode oder beides. Das ist das Fiese. Soweit mir bekannt mal so, mal so. Ein Freund von mir hat sich extra noch einen CD-Player hingestellt, der Tracks mit Preemphasis über eine LED an der Gerätefront anzeigt. Das wäre die zuverlässigste ihm bekannte Auswertung.

Als ich vor paar Tagen wegen eines zu schreibenden Beitrages alte Tests von 1991-1992 aus HiFi-Magazinen raussuchte, fand ich den Frequenzgang von CDs mit Emphasis routinemäßig mit getestet. Es gab meist eine geringfügige Welligkeit, aber korrigiert haben das um 1991 / 1992 auch die 400-Mark-Geräte. Alle, die ich in Tests sah.

Wenn das heute moderne Geräte bis in die Premiumklasse hoch nicht mehr können und das inzwischen offenbar egal ist, sagt das auch viel aus...


[Beitrag von Radiowaves am 05. Apr 2026, 15:06 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#113 erstellt: 04. Apr 2026, 19:06
Hallo,

tja wenn der Fußwippfaktor wichtig ist- wen interessiert denn da Frequenzgang?
Ist nur was für Pausenclowns und Theoretiker um ein geschätztes Forumsmitglied zu zitieren.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 04. Apr 2026, 19:08 bearbeitet]
Just_music
Stammgast
#114 erstellt: 04. Apr 2026, 19:16
8erberg,

ausnahmsweise kann ic dir mal zustimmen. schön das du Einsicht zeigst
8erberg
Inventar
#115 erstellt: 04. Apr 2026, 19:21
Hallo Just_music,

tja. Dein Ironie-Detektor könnte deine Justage vertragen.

Ein frohes Osterfest
Peter
Just_music
Stammgast
#116 erstellt: 04. Apr 2026, 21:52
das war ironie....
Bollze
Inventar
#117 erstellt: 05. Apr 2026, 14:35
Das CD Kopierprogramm WinDAC zeigt das vorhanden sein von einer Preemphasis an. Alle CDs die das Programm eingelesen hat bei mir, da wurde keine Preemphasis angezeigt. Schein ja ziemlich selten zu sein oder WinDAC hat sich geirrt.

Bollze


[Beitrag von Bollze am 05. Apr 2026, 14:39 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#118 erstellt: 05. Apr 2026, 14:53
Hallo,

waren das nicht überwiegend japanische Aufnahmen DDD auf CDs aus der Frühzeit? Selbst die PCM Aufnahmen auf CD von Jeton (die hatten damals bei den Direktschnitt-Plattenaufnahmen immer noch einen PCM-Recoder mitlaufen) hatten keine Höhenanhebung.

Als was ADD war war eh ohne.

Peter
Radiowaves
Inventar
#119 erstellt: 05. Apr 2026, 15:04
Nochmal: Preemphasis kann im TOC und im Subcode signalisiert werden. Es soll CDs geben, bei denen sich TOC und Subcode diesbezüglich sogar widersprechen. Hydrogenaudio hat dazu Diskussionen, das Thema ist dort auch im Zusammenhang mit Exact Audio Copy diskutiert worden.

Deshalb hat ein Hobbyfreund von mir für die sichere Detektion von Pre-Emphasis-Tracks einen richtigen CD-Player dort stehen, soweit ich mich erinnere einen Studer D731, der zeigt es am gerät wohl korrekt an. "Verdächtige" CDs werden da halt man reingeschoben und geprüft.

https://www.studerundrevox.de/studer/cd-player/studer-d731-d732/

Hier noch etwas dazu:

https://www.hifi-wik...hasis_/_De-Emphasis)


[Beitrag von Radiowaves am 05. Apr 2026, 15:09 bearbeitet]
Radiowaves
Inventar
#120 erstellt: 05. Apr 2026, 15:13
@8erberg: Japan hörte ich auch immer wieder als Herkunft. Scheint aber nicht ausschließlich zu sein - und nicht nur Klassik:

https://www.studio-n...hasis_(release_list)

Falls diese Angaben stimmen, sind da wilde Sachen dabei, u.a. Doppel-CDs, bei denen nur eine Disc betroffen ist.
Al1969
Inventar
#121 erstellt: 05. Apr 2026, 17:53
Das Problem bestand damals häufig in der mangelnden Dokumentation.
Häufig wurden die Master mit einer PCM 1600 und später der 1610 auf U-Matic oder Betamax transferiert und so an die Presswerke geliefert. Auf den Bändern gab es im Signal kein Kennzeichen im Stream für den Pre- Emphasis. Auf den Digitalprozessoren wurde Emphasis einfach per Schalter gesetzt. (Edit: So weit ich mich erinnern kann war Emphasis sogar standardmäßig auf on)
Wenn jetzt auf dem Band trotz Setzung kein Emphasis schriftlich vermerkt, war konnte natürlich dann auf der CD trotz Emphasis kein flag gesetzt sein. So gibt es aus der Urzeit der CD recht viele CDs mit Preemphasis ohne flag.


[Beitrag von Al1969 am 05. Apr 2026, 17:56 bearbeitet]
Sal
Hat sich gelöscht
#122 erstellt: 05. Apr 2026, 17:57
Danke für die Liste! Ich habe die Probe aufs Exempel gemacht, da ich die aufgeführte Andreas Vollenweider CD habe,
„Behind the Gardens“. Und einen CDP-101, wo man hört, ob die Emphasis greift, da in dem frühen
Gerät der zusätzliche Tiefpassfilter per Relais (RY501) geschaltet wird.
Und siehe da, Emphasis - was bei dieer Aufnahme kurios ist, da der Mix mit der Harfe als Hauptinstrument
auch ohne De-Emphasis als amtlich durch gehen könnte - so ist er auf der Festplatte gelandet.
Für Mac-Nutzer: XLD erkennt trotz anderer Angaben nicht, ob eine CD mit Emphasis aufgenommen wurde.
Man muss das Tool xACT benutzen, um solche Rips „gerade“ zu biegen.

Übrigens stellt sich für mich die Frage, ob der schlechte Ruf der CD nicht auch auf die De-Emphasis
Funktion zurückgeht - zum einen als Beleg für ein "unausgereiftes" System, zum anderen, weil so manche
Pre-Emphasis Flag vergessen wurde. Meine Pressung von 1984 der ersten Jon und Vangelis, "Private Collection" habe ich da im Verdacht.
Außerdem ganz banal die Tatsache, dass man seinem Spielzeug nicht wie bei der Platte , Tonband oder Kassette bei der "Arbeit" zusehen konnte,
die Geräte mit Sichtfenster / aufrecht rotierender CD oder Toploader verschwanden ja recht schnell vom Markt...


[Beitrag von Sal am 05. Apr 2026, 20:07 bearbeitet]
dialektik
Inventar
#123 erstellt: 05. Apr 2026, 23:45

Sal (Beitrag #122) schrieb:

Außerdem ganz banal die Tatsache, dass man seinem Spielzeug nicht wie bei der Platte

Auch dies wird mit ein Grund für den relativen "Erfolg" der Platten im Tonträgermarkt in den letzten Jahren sein. Wobei dabei eigentlich die Platten nicht gegen CDs, sondern m.E. bei vielen als Ergänzung zu Streaming agieren


[Beitrag von dialektik am 05. Apr 2026, 23:49 bearbeitet]
Radiowaves
Inventar
#124 erstellt: 06. Apr 2026, 09:38

Sal (Beitrag #122) schrieb:
Und siehe da, Emphasis - was bei dieer Aufnahme kurios ist, da der Mix mit der Harfe als Hauptinstrument auch ohne De-Emphasis als amtlich durch gehen könnte

Vielleicht ist er es ja auch, und das Flag auf der CD ist fälschlichrweise dorthin gelangt. Wer weiß es schon? Wenn man es nicht an deutlich zu grellen Höhen erkennen kann, steht man da doch recht hilflos da. Müsste man mit späteren Veröffentlichungen vergleichen.

Mich würde auch nicht wundern, wenn CD-Sampler, die Tracks aus unterschiedlichen Alben enthalten, hier und da mal einen Track mit Preemphasis dazwischen haben, ohne dass der als solcher technisch gekennzeichnet ist.

Was mir dazu gerade einfällt: Aufnahmen via S/PDIF auf datenreduzierende Medien, namentlich also MinIDisc (ATRAC) oder DCC (MUSICAM). Oder meinetwegen auch auf einen der im semiprofessionellen Bereich teils gängigen MP3-Geräte. Da wird dann vermutlich das verbogene Audio durch die Datenreduktion geschoben (wie auch sonst...) und erst - wenn überhaupt - beim Abspielen Deemphasis draufgepackt am Ende. So war das mit den psychoakustischen Datenreduktionsverfahren aber eigentlich nicht gedacht...


Sal (Beitrag #122) schrieb:
Übrigens stellt sich für mich die Frage, ob der schlechte Ruf der CD nicht auch auf die De-Emphasis Funktion zurückgeht - zum einen als Beleg für ein "unausgereiftes" System, zum anderen, weil so manche Pre-Emphasis Flag vergessen wurde.


Oh ja, da könnte wirklich was dran sein.
Bollze
Inventar
#125 erstellt: 06. Apr 2026, 09:51
Bei Vinyl gibt es auch klangliche Tiefgänge.
Was die Preemphais-Liste angeht, besteht sie zum grössten Teil aus Mutmassungen.

Hier nochmal der Link :
https://www.studio-n...hasis_(release_list)


[Beitrag von Bollze am 06. Apr 2026, 09:53 bearbeitet]
hifi_raptor
Inventar
#126 erstellt: 06. Apr 2026, 10:12
Morgähn
Danke für den Link zur Liste mit dem Produktionen mit Pre-Emphasis.
Die Liste ist mehr als überschaubar! Ich habe einige Alben, aber nicht zwingend die Angegebenen. Zudem wurden viele von mir gehen HiRes Remaster getauscht. Selbst von der Brother in Arms habe ich ein alternatives Master.
Also selbst wenn die Liste der Alben nicht vollständig ist, ist das für mich ohne Relevanz. Notfalls kauft man sich einen CD Player "der was kann halt".
Billiger oder einfacher ist der Kauf einer alternativen Version eines Albums.

Alles andere ist Spekulation.
Und wenn etwas individuell ist, ist es der Klangeindruck. Wenn einem das Klangbild zu hell ist, ist das nicht gleichbedeutend mit einer Aufnahme mit Pre-Emphasis!
Da fällt mir gerade ein, das es auch noch "HDCD" gibt. Das konnten auch nicht alle Player dekodieren. Egal welcher Preisklasse.

Ich bin da einfacher gestrickt. Album aufrufen und der Musik die man mag einfach lauschen.
Ich kaufe einfach in der "höchstmöglichen" Qualität und gut ist es.
Den Rest erledigt meine Ohr / Hirn Kombination.

Schönen Restfeiertag


[Beitrag von hifi_raptor am 06. Apr 2026, 10:20 bearbeitet]
Bollze
Inventar
#127 erstellt: 06. Apr 2026, 10:40
Den Fehler kann man mit den Höhenregler gut in den Griff bekommen-

Nur mal so nebenbei, wenn der Toningenieur im Studio schon etwas älter ist und Ohren nicht mehr so gut sind, wird wohl er geneigt sein, etwas mehr die Höhen rein zu drehen.

Bollze

PS Bei meinen Technicsverstärker, eine aus der letzten Serie in den 90ern, steht in den Anleitung, dass der Höhenregler bei 20 kHz die Höhen um bis plusminus 10 dB beeinflussen kann. Passt also. Normal arbeiten die Höhenregler meist im Kern um die 10 kHz oder ? Es hat mich immer gewundert, warum der Technics davon so stark abweicht, aber die Japaner haben sich wohl was dabei gedacht...


[Beitrag von Bollze am 06. Apr 2026, 10:50 bearbeitet]
RoA
Inventar
#128 erstellt: 06. Apr 2026, 10:51

Notfalls kauft man sich einen CD Player "der was kann halt".


In der Anfangszeit konnten das praktisch alle CD-Player. Mit der Zeit (so ab ca. 2000) wurde das dann teilweise verlernt (z.B. DVD- und BR-Player). Wem eine nicht entzerrte CD mit Pre-Emphasis nicht auffällt, darf sich Stumpf-Ohr nennen. Das ist wirklich unüberhörbar und nicht wirklich angenehm im Klang. Bei Black Sabbat in höheren Lautstärken bluten einem die Ohren.
Aber wie schon geschrieben: Pre-Emphasis war eine Randerscheinung, ebenso wie HDCD.


Normal arbeiten die Höhenregler meist im Kern um die 10 kHz ?


Japp. Und machen dabei max. +/- 10-12dB. 20Khz ist was für Kleinkinder, Haustiere und Fledermäuse, weit ausserhalb des Erwachsenen-Hörbereichs und im Musiksignal so gut wie nicht vorhanden. CD-Player filtern sowieso ab 20KHz alles raus.
stoske
Inventar
#129 erstellt: 06. Apr 2026, 11:02

Bollze (Beitrag #127) schrieb:
Nur mal so nebenbei, wenn der Toningenieur im Studio schon etwas älter ist und Ohren nicht mehr so gut sind, wird wohl er geneigt sein, etwas mehr die Höhen rein zu drehen.


Dann ist es kein Toningenieur.
Bollze
Inventar
#130 erstellt: 06. Apr 2026, 12:31
Na dann halt, der Typ der die Aufnahme mastert.


[Beitrag von Bollze am 06. Apr 2026, 12:35 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#131 erstellt: 06. Apr 2026, 14:18
Hallo

Ihr habt ja lustige Vorstellungen von der Arbeit im Studio...

Peter
Radiowaves
Inventar
#132 erstellt: 06. Apr 2026, 14:36
Ich habe tatsächlich mal einen Live-Auftritt der grandiosen Asian Dub Foundation erlebt, auf dem Parkplatz einer Zollstation an der Autobahn zwischen Polen und Deutschland. Riesige Bühe, riesige hochgezogene Lautsprechertürme. Und einen Mischermann, der offenbar wirklich taub war. Man musste ohne gehörschutz wirklich 100 Meter weit weg gehen, nicht zwingend wegen der Lautstärke an sich, sondern wegen der extrem grellen Höhen. Das war sowas von abartig brutal. Der kann nur taub gewesen sein.

Ein Freund und ehemaliger Kollege, der neben Studium und Promotion als DJ gearbeitet hat, schickte mir mal 2 Remixe zur Beurteilung. Die waren so grell, dass ich beim schnellen Abhören mit billigsten Ohrstöpseln (ich war im Urlaub, als das kam) im Winamp den Equalizer aktivieren und die Höhen massiv absenken musste. Meine Rückfrage, ob er wisse, dass er in den Höhen fast taub ist, beantwortete er sinngemäß mit "haben auch schon andere vermutet, aber wenn du das sagst, wirds schon stimmen".

Von Monet, dem Maler, ist bekannt, dass er im Alter unter einer typischen Gelbverfärbung der Makula litt und deshalb tendenziell "zu blau" malte. Unbewusste Kompensation also auch da.
Sal
Hat sich gelöscht
#133 erstellt: 06. Apr 2026, 21:41
Ihr zieht ja wirklich tolle Beispiele heran, um euer Halb - und Unwissen zu begründen.
Erst ein PA-Tonmann, mussder möglicherweise mitsamt der PA für den Gig vor Ort eingekauft war.
Und als nächstes Beispiel dann ein Hobby - DJ?
Finde ich beide bei Discogs?
Aufnehmen und Mischen ist Teamwork, da hören immer mehre mit, hier habe ich 2012 Freunde begleitet.
https://www.youtube.com/watch?v=9l-liNkos4Y
Übrigens:
Ein Monet hat allein gepinselt, und wenn, dann hätten seine Bilder gelblich sein müssen,
denn er hat als Folge der Kataraktoperation an Cyanopsie gelitten...
Al1969
Inventar
#134 erstellt: 06. Apr 2026, 22:06

Bollze (Beitrag #127) schrieb:
Bei meinen Technicsverstärker, eine aus der letzten Serie in den 90ern, steht in den Anleitung, dass der Höhenregler bei 20 kHz die Höhen um bis plusminus 10 dB beeinflussen kann.

Das sagt ohne Angabe der Filtergüte über die Wirkung nichts aus.

In der Anfangszeit der CD haben die Labels die Studios mit Digitalisierungsaufträgen zugepflastert. Da ging es nur darum einen CD-Katalog zu erstellen. Qualität war da bei Standardproduktionen zweitrangig.

Da kamen die Masterbänder, rauf auf die A80 oder was gerade im Studio stand, grob einpegeln, manchmal noch einen Limiter eingeschliffen und durch den Signalprozessor auf die Beta oder u-matic. Da wurde keine Zeit für (eine durchaus zeitaufwändige) Anpassung der Bandmaschine an das Quellband verschwendet.
hifi_raptor
Inventar
#135 erstellt: 07. Apr 2026, 10:29
Morgähn
In der zweiten Hälfte der 80ziger habe ich daher gerne die Zounds und HiFi Visionen CD's gekauft. Zudem fielen die GRP Produktionen auf. Wenn mir die Musik gefallen hat habe ich die auch gerne gekauft. GRP hatte viele volldigitale (DDD) Produktionen. Oder immer Digitales Mastering.
Die meisten Alben populärer Musik in der X-ten Pressung wurden immer flacher und lauter. MFSL war teuer, die konnte ich mir nicht ständig leisten.
Aber jetzt haben wir 2026 und "hoffen" auf Besserung bei der Lautheit.
Unterschiede bei den Wandler sind ja kein Thema mehr.
Schöne Woche
Sal
Hat sich gelöscht
#136 erstellt: 07. Apr 2026, 10:51

In der Anfangszeit der CD haben die Labels die Studios mit Digitalisierungsaufträgen zugepflastert. Da ging es nur darum einen CD-Katalog zu erstellen. Qualität war da bei Standardproduktionen zweitrangig.

Da kamen die Masterbänder, rauf auf die A80 oder was gerade im Studio stand, grob einpegeln, manchmal noch einen Limiter eingeschliffen und durch den Signalprozessor auf die Beta oder u-matic. Da wurde keine Zeit für (eine durchaus zeitaufwändige) Anpassung der Bandmaschine an das Quellband verschwendet.

Kannst du deine Aussage belegen?
Denn schon für die LP / Kassette musste der finale Mix amtlich sein.
Und ein eingemessener Recorder, egal welche Marke, musste nur eingepegelt werden.
Das dauert Sekunden.
8erberg
Inventar
#137 erstellt: 07. Apr 2026, 12:09
Hallo,

der allergrößte Teil der Hauptumsatzträger noch Mitte der 80er (ausser Klassik und Jazz) war noch analog gemastert ...

Pet
gst
Inventar
#138 erstellt: 07. Apr 2026, 12:11
Gab es für die verschiedenen Medien Vinyl, Cassette, CD eigene Master mit der entsprechenden Pre-emphasis, Anpassung des Dynamikumpfanges etc. oder wurden diese Anpassungen direkt beim Aufzeichnen, Schneiden oder was auch immer vorgenommen?
Sal
Hat sich gelöscht
#139 erstellt: 07. Apr 2026, 12:44
Meines Wissens eigene Master, für die LP auf jeden Fall.
Für die Kassette nur vorstellbar wenn durch das Kontaktkopieren
Anpassungen nötig waren…?
Das Studio- Masterband dürfte auch nicht verschickt worden sein,
es wird immer Kopien gegeben haben
gst
Inventar
#140 erstellt: 07. Apr 2026, 13:12
Wer hat denn die Master für die entsprechenden Medien hergestellt? Die Kopierwerke selber oder wer hat die Kopien der ursprünglichen Master Bänder oder digitale Files entgegengenommen oder gehörte das schon zum Output der Studios?

Edit: und worin unterschied sich die CD von der digitalen Master-Kopie?


[Beitrag von gst am 07. Apr 2026, 14:49 bearbeitet]
Sal
Hat sich gelöscht
#141 erstellt: 07. Apr 2026, 14:11
Als ich einmal nach Mastern für einen Re-Release recherchiert hatte,
hatte nach meiner Erinnerung der Toning Johannes Wohlleben das LP Master selbst gemach,
sowie die CD-Version. Der Produzent hatte sich extra einen Sony- F1(Bezeichnung kann falsch sein, Portabler A-D Wandler auf Betamax-Basis)
angeschafft, war 1985…
gst
Inventar
#142 erstellt: 07. Apr 2026, 14:45
Das würde dann bedeuten, das gehörte schon zur Aufgabe des Studios und es gab mindest drei verschiedene Master für jeden zu veröffentlichenden Song.

Edit: und worin unterschied sich die CD von der digitalen Master-Kopie?


[Beitrag von gst am 07. Apr 2026, 14:50 bearbeitet]
Sal
Hat sich gelöscht
#143 erstellt: 07. Apr 2026, 15:01
Nicht unbedingt. Abgesehen davon sind die Parameter je nach Medium vorgegeben.
Alles weitere könntest du selbst recherchieren.

Digitalmaster zu CD:
In den Anfangszeiten oft Konvertierung von z.B. 50kHz auf 44.1,
da es mit den ersten Aufnahmen noch keinen Red Book Standard gab.

Heute ist die Konvertierung von 24/96 bzw 48kHz (Standard in den Studios) auf 16/44.1 die Regel.
Ist von der Konvertierung her schon lange technisch gelöst:
https://src.infinitewave.ca/


[Beitrag von Sal am 07. Apr 2026, 17:24 bearbeitet]
Radiowaves
Inventar
#144 erstellt: 07. Apr 2026, 19:00

Sal (Beitrag #133) schrieb:
Finde ich beide bei Discogs?

Ist das wichtig, um zu bestätigen, dass partielle Ertaubung tatschlich zu Kompensationsverhalten führen kann? Bei Profis gehe ich aber davon aus, dass sie sich erstens dessen bewusst sind und zweitens ihr Gehör nicht vorsätzlich ruinieren, es ist schließlich ihr wichtigstes "Messinstrument".

Ich habe einen Toningenieur mit jahrzehntelanger Hörspiel-Produktionserfahrung und Erfahrung als Audio-Sondergeräte-Entwickler im familiären Umfeld, der mir im schon hohen Rentenalter noch akustisch Sachen nachgewiesen hat, für die ich - 40 Jahre jünger - zu abgestumpft und unerfahren bin. Er hat sich also durch Erfahrung und umsichtigen Umgang mit seinem Gehör vieles sehr lange erhalten können. Und ich habe Menschen kennengelernt, die als Tonmeister-Legende bzw. Toningenieur-Legende galten, die haben ihr Gehör definitiv nicht vorsätzlich ruiniert, aber mindestens einer von ihnen hatte irgendwann, wenn auch weit jenseits des Berufsalters, Hörgeräte getragen. Irgendwann kommt das dann auch so.


Sal (Beitrag #133) schrieb:
Ihr zieht ja wirklich tolle Beispiele heran, um euer Halb - und Unwissen zu begründen.
Ein Monet hat allein gepinselt, und wenn, dann hätten seine Bilder gelblich sein müssen,
denn er hat als Folge der Kataraktoperation an Cyanopsie gelitten...

Aussage eines Prof. für Experimentelle Ophthalmologie einer Universitäts-Augenklinik mir gegenüber 2019: "Das Innere des Auges ist mit dem Glaskörper ausgefüllt. Dieser ist im jungen Auge glasklar und durchsichtig. Im Alter wird er immer gelber und filtert auch das blaue Licht. Das hat besonders den Maler Edouard Monet getroffen, der seine Bilder deshalb immer zu blau gemalt hat."

Also nicht Makula, sondern Glaskörper. Sorry, hätte vorher nochmal nachschauen müssen.
Sal
Hat sich gelöscht
#145 erstellt: 07. Apr 2026, 20:14
Und wozu bläst du dann die Diskussion unnötig mit zwei Stümpern auf, wenn man hier davon ausgehen kann,
dass bei einer Veröffentlichung einer CD der Achtziger / Neunziger erfahrene Leute an den Reglern saßen?

Also nicht Makula, sondern Glaskörper. Sorry, hätte vorher nochmal nachschauen müssen.


Kannst du bei deinem Prof. jetzt nachholen, denn du hast ihn als Zitat gesetzt,
was nur statthaft ist, wenn sein Satz auch in einem Medium verewigt ist.
Das Jahr 2019 weißt du bereits, fehlt noch Monat, Tag, ob Artikel, Protokoll oder youtube-Mitschnitt
Und wenn du es nicht kannst, reicht es einfach aus, zu sagen,
dass es dir mal ein Prof. erklärt hat.

Zurück zum Thema:
Noch ein Kandidat für eine Veröffentlichung, wo die Pre-Emphasis Flag vergessen wurde,
und der nicht in der veröffentlichten Liste auftaucht:
"Live in Montreux", Darol Anger. Ich habe diese Polygram Pressung
https://www.discogs....arell-Live-At-Montre
die recht grell klingt. Die für die USA wurde eine von Denon erstellt, heisst es nicht. die hätten häufig preemphasis eingesetzt?.
Vielleicht ist da vom Weg von Mill Valley oder Shirakawa nach Langenhagen was an Info verloren gegangen...
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