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Lautsprecher einbrennen - wie lange?

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bukowsky
Inventar
#1 erstellt: 25. Nov 2004, 21:25
wollte dies erst im Lautsprecher-Stereo-Forum fragen ... dachte mir allerdings dann, dass es möglicherweise doch strittige Ansichten aufwerfen könnte.

Ich lese hier gelegentlich auf dem Board, dass sich Lautsprecher erst einspielen oder noch besser einbrennen müssen und dass es dafür auch sogenannte Einbrenn-CDs gibt.

Nun weiß ich aus deren Unterlagen, dass z. B. Isophon seinerzeit neue Chassis auch erst nach einer gewissen Einspielzeit vermessen hat. Wenn ich mich recht erinnere, lag diese Einspielzeit bei einem neuen Chassis bei etwa 20 min. mit einem 20-Hertz-Ton und zwei oder fünf Watt (weiß das nicht mehr genau). Laut deren Angaben solle dies für deren Tieftonchassis ausreichen, um in alle mechanischen Teile eine gewisse Beweglichkeit hinein zu bekommen.

Was habt Ihr für Erfahrungen? Gibt es Eurer Meinung nach noch andere Gründe als allein die Beweglichkeit der mechanischen Teile?
mclaeusel
Stammgast
#2 erstellt: 25. Nov 2004, 22:01
Also bei meiner Dynaudio A72 hieß es ca. 40 h aber je nach Lautstärke bis zu 100 h.

Nur was heist hier einbrennen. bei LS spricht man doch eher von einspielen.

Gruß
rubicon
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 25. Nov 2004, 22:40
Hallo bukowsky,

ein neuer Lautsprecher benötigt schon eine gewisse Einspielzeit, bis daß er sein Klangpotential auch voll entfaltet. Herr Rudolph von TMR hat dazu mal folgendes geschrieben:
http://tmr-audio.de/faq.htm
Bei Aktivboxen benötigt neben den mechanischen Teilen auch die Elektronik eine gewisse Einspielzeit.

Meine persönliche Erfahrung ist die, daß ein LS nach etwa 2 Wochen als eingespielt betrachtet werden kann. Es darf auch mal richtig laut gehört werden...

Spezielle Einbrenn-CD´s halte ich nicht unbedingt für erforderlich - normaler Betrieb tut´s genauso.

Gruß
rubicon


[Beitrag von rubicon am 25. Nov 2004, 22:45 bearbeitet]
larry55
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 30. Nov 2004, 19:27
Einspielen , Einspielen , nicht "einbrennen" .

Auspacken , aufstellen , und , Gas , möglichst viel Gas geben . Logischerweise geht´s dann schneller als mit Gesäusel .

So ist das Thema eben schon nach Stunden als erledigt zu betrachten . Bei den "Leisehörern" leider erst nach Wochen..........

greetz
__Andi_
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 30. Nov 2004, 22:27
also ich denke schon das wenn mann den ls erst mal nich vollgas gibt sondern sich langsam an seine grenzen herantastet seine lebensdauer erheblich verlängern kann. soähnlich wie bei nem auto das soll man ja auch erst einfahren sonst hällts keine 150 000km.
Tantris
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 30. Nov 2004, 22:39
Hallo,

richtig ist zunächst, daß es Lautsprecherchassis gibt - im wesentlichen Baßchassis - die ihre Parameter während der ersten Betriebsstunden meßbar (und hörbar) ändern. Bekannt ist mir das insbesondere von hart aufgehängten PA-Subs, erklärbar durch die getränkten Gewebesicken und -zentrierspinnen, die ihre Steifigkeit verändern.

ABER: Jeder Hersteller, der ein Chassis mit individueller Messung verkauft oder es in eine lautsprecherbox einbaut, muß VOR der Abstimmung/Paarselektierung/Kalibrierung den Einspielprozeß (sprechen wir lieber von Voralterungsprozeß) vollständig abgeschlossen haben, sonst riskiert er Fehlabstimmungen und Paarunterschiede.

Ein Hersteller, der seinen Kunden eine Einspielzeit empfiehlt, dokumentiert damit die Minderwertigkeit seiner Produkte, daß er sich nämlich um eine individuelle Abstimmung und Paargleichheit nicht kümmert. Das mag bei Boxen der 200 EUR-klasse in Ordnung gehen, im High-End-Bereich ist es schlicht eine Frechheit.

Gruß, T.
e.lurch
Inventar
#7 erstellt: 30. Nov 2004, 22:58
Hallo-

@ tantries schrieb:


Ein Hersteller, der seinen Kunden eine Einspielzeit empfiehlt, dokumentiert damit die Minderwertigkeit seiner Produkte, daß er sich nämlich um eine individuelle Abstimmung und Paargleichheit nicht kümmert. Das mag bei Boxen der 200 EUR-klasse in Ordnung gehen, im High-End-Bereich ist es schlicht eine Frechheit.


Ich weiß von der Firma Audio Physic, dass dieLS nicht eingespielt sind.

Aber ich würde nicht soweit gehen und sagen, dass die LS von A. P. minderwertig sind-

Gruß
Helmut
Tantris
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 01. Dez 2004, 01:40
Hallo Helmut,

Nach Hören einer AP Avanti3 würde ich davon ausgehen, daß deren LS extrem minderwertig sind, sofern man auf andere Modelle schließen kann (genaue Kenntnisse dazu habe ich nicht).

Aber mal im ernst: Wenn die Voralterungseffekte sehr gering oder nicht vorhanden sind und die Chassis ohnehin eine geringe Serientoleranz aufweisen, ist es letztendlich nicht so wichtig, ob sie erst eingespielt und dann verbaut werden. Aber trotzdem sagt es viel über einen Hersteller aus, wenn er dann Blödsinn behauptet von wegen "unsere LS müssen erst eingespielt werden" - vermutlich hofft man, daß sich die Ohren des Kunden dann an den schlechten Klang gewöhnen müssen und dieser das als "Einspielen" verbucht.

Gruß, T.
baltasar
Stammgast
#9 erstellt: 01. Dez 2004, 12:45
hallo,
zum einspielen von ls kann ich nur sagen,das dieser vorgang für jeden nachvollziehbar sein sollte.ich habe meinen ls vor kurzem neue mittel-tieftöner verpasst.diese hörten sich tagelang schrill und höhenlastig an,nicht grade vergleichbar mit dem alten zustand.dieses phänomen lässt sich durch mechanische reibung erklären,die schwingspule reibt noch ein wenig,die sicken sind starr ,und schon lenkt das chassis im tieftonbereich nicht mehr genug aus.dadurch der schrille klang.zudem waren die membrane noch mit lack beschichtet,der lange zeit zum aushärten benötigte,so dass meine ls ihren ursprünglichen klang erst nach monaten wieder erreichten.
Hubert789
Inventar
#10 erstellt: 01. Dez 2004, 13:32
Hallo zusammmen,

zum Thema Einspielen fand ich diesen Hinweis ganz interessant:

"Der Lautsprecher wurde liebevoll und sorgfältig über 1 Jahr lang optimal eingespielt. Zuerst leise mit viel Tuner-Musik und Rauschen 1 Monat, dann bis zu 3 Monate mit Zimmerlautstärke, bis zum 6 Monat dann mit Purist Audio Einbrenn-CD und Intervallbelastungen, ab dem 6 Monat bis zum 12 Monat mit Analoglaufwerk als Quelle."

Damit wird bei Ebay eine Dynaudio Consequence angepriesen. Ich habe die Befürchtung, dass der Lautsprecher vielleicht auch verkauft wird, weil der Verkäufer keine Geduld mehr hatte, endlich mal eine CD mit vernünftiger Lautstärke abzuspielen.

Aber vielleicht fehlt mir auch einfach die Ahnung, um das Procedere entsprechend würdigen zu können. Ich jedenfalls könnte mich gerade noch überwinden ein paar Stunden bis zu ein paar Tagen die Lautsprecher einspielen zu lassen. Dann würde es mich drängen, doch noch richtig Musik zu hören.

Grüße
Hubert


[Beitrag von Hubert789 am 01. Dez 2004, 13:34 bearbeitet]
berti56
Inventar
#11 erstellt: 01. Dez 2004, 13:45
Moin.
Als ich meine neuen LPs, JBL XTis, anschloß, habe ich nicht extra irgendwas eingespielt.
Falls es eine Veränderung gab, so ist diese langsam von statten gegangen und somit nicht merkbar für mich. Sie klingen jedenfalls wie am 1. Tag einfach GUT!



*Zisch*
baltasar
Stammgast
#12 erstellt: 01. Dez 2004, 15:10
@hubert 789:
das hab ich auch gelesen,und halte es nicht für glaubwürdig,und wenn es doch stimmt,für unnötig.normaler weise reichen ein paar tage au, um die LS einzuspielen.
ich bin eigentlich für voodoo-gehabe nicht zu begeistern und immer skeptisch gegenüber klangfördernden massnahmen fragwürdiger natur.aber der vorgang der beim lautsprechereinspielen abläuft fällt aufgrund der oben genannten gründe nicht in den bereich zauberei.
Ch_Event
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 01. Dez 2004, 15:17
Ich mache jetzt gerade wieder Erfahrungen mit meinen neuen Thiel CS 2.4. Nach dem Auspacken hörten sie sich gar übel an. Ungefähr so, wie ein abgenutzter Abtastdiamant in den Innenrillen der LP.

Jetzt, nach ca. 30h Laufzeit hören sie sich schon ganz brauchbar an. Meine Erfahrung mit Lautsprechern liegt bei ca. 100h Einspielzeit. Elektronik braucht genauso lange.

Grüße vom Charly
Murray
Inventar
#14 erstellt: 01. Dez 2004, 15:20
Als Beispiel: Meine Hörnchen sind jetzt knapp 3 Monate alt, und ein Kollege, der sie sowohl am anfang als auch jetzt gehört hatte, war erstaunt über die Klangverbesserung, primaär im Bassbreich als auch in wenig in den höhen!
Es ist kein Voodoo! Im Nachhinein habe ich mir meine ersten threads zu den Hörnchen durchgelesen und mal verglichen und ja: Die Hörnchen klingen besser!

Murray
funny1968
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 01. Dez 2004, 22:31
Meine Erfahrungen nach, brauchen Lautsprecherchassis mit harten Aufhängungen immer eine recht lange Einspielzeit. (z.B. auch die Horntreiber von Fostex)

Bei Gummisicken-Lautsprecher ist dort weniger nötig.

Liegt einfach am Material.

Tatsache ist auch, daß das Ohr sich an "den Klang" gewöhnt. Wenn manN lange genug quickende Joghurtbecherklasse gehört hat, hat danach auch eine High-End Box zu wenig Höhen....

Dieses zum Thema: "... muß erst Einspielen ..."

Die Wahrheit liegt also irgendwo mittendrin.
Ch_Event
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 01. Dez 2004, 23:34
Hallo Funny,

es geht nicht darum, daß etwas fehlt. Es geht darum, wie das Gehörte klingt.

Neue Lautsprecher klingen oftmals harsch. Das ändert sich mit der Zeit.

Grüße vom Charly
US
Inventar
#18 erstellt: 02. Dez 2004, 00:18
Hallo,

das sog. "Einspielen" wird aus meiner Sicht völlig überbewertet, zumindest bei Hifi-Chassis mit den üblichen Gummisicken.

Ein Tieftonchassis mal bei 20Hz "durchwobbeln" und fertig. Danach ändert sich die Resonanzfrequenz noch etwas, das wars dann. Das kann man messen, aber hören nicht unbedingt.
Für reproduzierbare Messungen geht man so vor.

Wenn aber von Einspielzeiten von 5 Monaten berichtet wird (was öfters beschrieben wird) darf man mit Sicherheit von Gewöhnungseffekten ausgehen.

Temperatureinfluß ist natürlich bei Ferrofluidhochtöner gegeben. Raumtemperatur sollte der LS daher schon haben.

Und wenn ein Hersteller eine Einspielzeit von 100h empfiehlt darf man davon ausgehen, daß die wahren "Qualitäten" verschleiert werden sollen.

Gruß, Uwe
Ch_Event
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 02. Dez 2004, 01:48
Hallo Uwe,

die Thiel spielt nach ca 30h noch nicht richtig. Auf Stimmen ist teilweise ein leichtes Krisseln. Da will ich aber hoffen, daß das noch verschwindet.
Vielleicht bin ich auch zu sehr von den Maggies verwöhnt. So ein echtes Hochtonbändchen ist nur schwer zu toppen. Wenn man es genau nimmt, kann man ein Bändchen nur durch einen Plasma-Hochtöner toppen.

Muss ich dann vielleicht doch mal bei Fa. Lansche nach einem Otto Braun Produkt fragen

Grüße vom Charly
Oliver67
Inventar
#20 erstellt: 02. Dez 2004, 10:51
So einen Ionenhochtöner muß man dann auch nicht mehr einspielen. Denk aber an die exorbitanten Verzerrungen und an den begrenzeten Schalldruck. Viel Spaß beim Ozon-Schnüffeln.

Zurück zum Thema: meine MBLs mußten nicht eingespielt werden. Aber meine Ohren haben sich eingespielt, der Boah-Effekt ist inzwischen weg, man gewöhnt sich dran. (Dafür gibt es bei Besuch woanders einen Bäh-Effekt).

Oliver
Ch_Event
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 02. Dez 2004, 12:21
Hallo Oliver,

Ozongeruch habe ich nur bei Magnat wahrgenommen. Habe mich noch nicht ausgiebig damit beschäftigt, aber auf der Messe klangen die Lautsprecher von Lansche/Otto Braun hervorragend.

Grüße vom Charly
tbird
Stammgast
#23 erstellt: 06. Dez 2004, 18:03
ich möcht mich mal aus dem car hifi bereich hier melden.

auch dort muss man sowohl subwoofer als auch TMTs (Tiefmitteltöner) erst eine zeitlang mit gemässigter Lautstärke einspielen, um dann, nach und nach, lauter zu werden. Ich selbst habe das problem gehabt dass ich bei meinen ersten Subwoofern wohl gleich von anfang an gas gegeben habe...ham se ned wirklich gut verkraftet...

Die Gummisicke muss erst einmal etwas weich werden, bevor mal LS an ihre Leistungsgrenze treibt. Sonst hat man nicht lang spass damit.

Ich habe meine LS 4 Wochen lang je 2h am Tag "eingespielt". Am anfang leise, dann jeden 2. Tag immer lauter werdend. Es hat sich gelohn!

Man tritt ja auch nicht bei einem fabrikneuen wagen gleich von anfang an voll aufs gas, der muss erst "eingefahren" werden. Uns das is für jeden Selbstverständlich.
Nur bei Lautsprechern is das wohl anscheinend Umstritten...komisch....

Grüsse,
Martin
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