Yamaha A-720 klackt ständig

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scout-richie
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 10. Mrz 2007, 11:35
Frisch ersteigert und schon Ärger.

Mein "neuer" A-720 fängt nach 3-5 Minuten CD-Genuss an zu "schalten" und beendet dann für immer wieder für eine Zehntelsekunde die Musik. Nach weiteren 5 Minuten geht gar nix mehr.

Habe das Boxenpaar umgeklemmt auf "B" dann gings wieder, aber nach 5 Minuten das gleiche Spiel. Von oben meine ich erkannt zu haben, dass das Klacken von einem kleinem Bauteil stammt, auf dem "24 V = DC" "5000" steht.

Bin technischer Laie und wollte hören, ob ich von meiner Seite was tun kann (außer Reklamieren :-).

PS: Kopfhörer tuns auch nicht mehr


[Beitrag von scout-richie am 10. Mrz 2007, 15:30 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#2 erstellt: 10. Mrz 2007, 22:43
Da ist wohl bei der Endstufe was faul, die Schutzschaltung wird nicht umsonst anspringen. (Das Klacken kommt von den Lautsprecher-Relais.) Als Laie kann man da nicht viel machen, fürchte ich... (Die Verkabelung der Boxen wirst du ja schon auf evtl. Kürzschlüsse geprüft haben.)
armin777
Gesperrt
#3 erstellt: 12. Mrz 2007, 11:31
@scout-richie

Schade um den schönen A-720! Probiere doch mal folgendes aus:
Lautsprecher abschalten (mit dem Wahlschalter A-B-C auf Stellung OFF), mit dem Kopfhörer weiterhören.

Klickt das Relais immer noch?

Auch wenn Du die Lautstärke erhöhst?

Wenn das Klicken nunmehr ausbleibt, liegt der Fehler außerhalb des Verstärkers (z.B. in den Boxen oder der Verkabelung dorthin).

Klickt es weiter und er schaltet dann ab, liegt tatsächlich ein
Fehler in einer der Endstufen vor! Dann benötigst Du eine Werkstatt.

Beste Grüße
Armin777
hf500
Moderator
#4 erstellt: 12. Mrz 2007, 20:03
Moin,
Deine Analyse muss nicht unbedingt stimmen. Ich hatte schon solche Fehler, wo der Verstaerker nicht belastbar war. Bei KH-Betrieb arbeitete er normal,
bei Lautsprecherbetrieb schaltete die Schutzschaltung ab.
Das Lautsprecherrelais schaltet selten bei ueberlastetem Verstaerker ab. Es ist vielmehr seine Aufgabe, den Lautsprecher verzoegert einzuschalten
(Einschaltgeraeuschunterdrueckung) und bei Gleichspannung am Verstaerkerausgang die Lautsprecher abzuschalten, damit diese geschuetzt werden.
Gegen Ueberlastung bei Kurzschluss oder zu geringem Lastwiderstand gibt es bei den meisten Verstaerkern eine elektronische
Schutzschaltung, die den maximalen Tonfrequenzstrom am Verstaerkerausgang begrenzt.

Im vorliegenden Fall vermute ich daher tatsaechlich einen Fehler im Endverstaerker. Er muss mit Oszilloskop, Tongenerator und Lastwiderstaenden
am Ausgang ueberprueft werden.

73
Peter
armin777
Gesperrt
#5 erstellt: 12. Mrz 2007, 20:57

hf500 schrieb:
Moin,
Gegen Ueberlastung bei Kurzschluss oder zu geringem Lastwiderstand gibt es bei den meisten Verstaerkern eine elektronische
Schutzschaltung, die den maximalen Tonfrequenzstrom am Verstaerkerausgang begrenzt.

Ich wäre Dir für eine Erklärung des Begriffes "maximaler Tonfrequenzstrom" wirklich sehr verbunden! Man möchte ja halt doch noch dazu lernen!

Im vorliegenden Fall vermute ich daher tatsaechlich einen Fehler im Endverstaerker. Er muss mit Oszilloskop, Tongenerator und Lastwiderstaenden
am Ausgang ueberprueft werden.

Wie würdest Du das machen??? Man oszillographiert das Ausgangssignal an einem Lastwiderstand, welches man mittels Tonfrequenzgenerator einspeist und dann???

73
Peter


Machst Du das beruflich, Peter?
-scope-
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 12. Mrz 2007, 21:29
Hallo,

"Maximaler Tonfrequenzstrom" ist imo nicht gut formuliert.
Es gibt aber trotzdem in diversen Geräten eine Schaltung, die den Spannungsabfall an einem der Emitterwiderstände der Stromverstärkungsstufe , zur Begrenzung des maximalen Ausgangsstroms (fold back), oder auch zum Auslösen der Schutzschaltung (shut off) benutzt.

Ich vermute mal, dass HF500 das meint??



Wie würdest Du das machen??? Man oszillographiert das Ausgangssignal an einem Lastwiderstand, welches man mittels Tonfrequenzgenerator einspeist und dann???


....dann würde ich z.B. darauf achten, ob die Ausgangsamplitude unter Last bei steigendem Eingangspegel symmetrisch steigt. Es könnte durchaus eine der Halbwellen
unter last clipppen oder sonstwie verzerren. Das kommt ab und an schon mal vor. Es muss dann aber nicht immer gleich die Schutzschaltung ansprechen...Es Verzerrt dann halt heftig.....
Ausserdem würde ich mir unter Last dann natürlich den Offset ansehen. Wenn dann die Schutzschaltung ohne erkennbaren Grund ansprechen "würde", dann "würde" ich erstmal in der Schutzschaltung weitersuchen.

Bei diesem Fehlerbild kann Vieles die Ursache sein.
Ein hochohmig gewordener Widerstand in der Treiberstufe, ein "fauler" Halbleiter....

Das sollte sich eine Werkstatt anschauen....Ist m.E. nichts "Tragisches"
hf500
Moderator
#7 erstellt: 12. Mrz 2007, 21:44
Moin,
den "maximalen Tonfrequenzstrom" habe ich mit Bedacht fuer den Threadstarter (Laie) gewaehlt,
ausserdem wollte ich den von Ausgangsstrom, der auch als Gleichstrom verstanden werden kann, abgrenzen.
Also, fuer die "Insider": Ausgangswechselstrom ;-)

Zur Messung mit dem Oszi:
Man oszillographiert tatsaechlich die Spannung am Lastwiderstand und achtet dabei auf die Kurvenform.
Wenn das Relais dabei abschaltet, wird man bei der Messung feststellen, dass durch den Fehler im Verstaerker
mit der Aussteuerung ein Gleichanteil entsteht, auf den die Schutzschaltung anspricht.
Ich habe da einen Dual CR1780 mit so einer "Krankheit".
Und hier ist es tragisch, weil in der Endstufe kaum gemessen werden kann, man kommt im eingebauten Zustand
nicht an die Loetseite der Platine. Zusammen mit dem Kuehlkoerper ist der Endverstaerker als Modul in das Chassis geschraubt.
Die Anschlusskabel sind zwar gesteckt, aber ziemlich kurz. Echte jap. "Wartungsfreundlichkeit"... :-/

73
Peter
armin777
Gesperrt
#8 erstellt: 13. Mrz 2007, 11:01
@hf500

Dual und "echte japanische Wartungsfreundlichkeit"? Wie paßt das denn zusammen?? Gehört der Schwarzwald für Dich schon zu Japan?

CR1780 ist ein urdeutsches Produkt - zur Reparatur der Endstufenblöcke gab es beim Dual-Service Verlängerungskabel, in Japan nennt man diese Dinger "extension cords", die werden noch heute für manche Modelle vom Service zur Verfügung gestellt.


Zu Deiner Endstufenmeßtechnik:

ich halte es nach wie vor für gefährlich, an Endstufen herumzumessen, während diese an einem Lastwiderstand hängen - wenn man einen Defekt in derselben vermutet!!! Ich bevorzuge daher "verdächtige" Endstufen immer ohne Last zu messen - dann können die stromverstärkenden Endtransistoren (und die sind meist teuer!) nicht gleich durchbrennen.
Früher haben wir Kollegen, denen beim Messen genau dies passierte immer geärgert, indem wir diesen Vorgang "Rauchopfer für den Herrn" genannt haben!

Beste Grüße
Armin777
scout-richie
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 13. Mrz 2007, 13:56
upps, jetzt bin ich ins Hintertreffen geraten. Also, ich habe jetzt das Ganze ohne Lautsprecher, nur mit Kopfhörern versucht und das Problem ist das Gleiche. Da ich davon ausgehe, dass es daher nicht an meiner Verkabelung/Lautsprechern liegt, werde ich das Ding zur Reparatur bringen in der Hoffnung, dass sich diese noch lohnt. Brauche den A-720 dringend mit seinen 3 Boxenausgängen.....Drückt bitte die Daumen ! Ich werde berichten.
-scope-
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 13. Mrz 2007, 18:46

ich halte es nach wie vor für gefährlich, an Endstufen herumzumessen, während diese an einem Lastwiderstand hängen - wenn man einen Defekt in derselben vermutet!!! Ich bevorzuge daher "verdächtige" Endstufen immer ohne Last zu messen - dann können die stromverstärkenden Endtransistoren (und die sind meist teuer!) nicht gleich durchbrennen.


"Zuerst" kann (und wird) man alles mögliche machen....Vermutlich würde Jeder zuerst mal ohne Last einschalten und die üblichen Messungen vornehmen. Früher oder später muss man das Gerät aber dann belasten, um festzustellen, was da unter Last genau passiert.
hf500
Moderator
#11 erstellt: 13. Mrz 2007, 20:02
@armin777

Moin, reden wir vom selben CR1780?
Der, der auf meinem Tisch steht, ist von der ersten Schraube bis zum letzten Transistor echt Japan.
Inklusive der typisch japanisch-amerikanischen Schraubklemmen fuer die Antennenanschluesse.
Schliesslich steht es deutlich auf der Rueckseite: "Made under Dual Specifications in Japan".
Die Japaner kaufen doch alles, warum nicht auch den Schwarzwald ;-)

Und scope hat recht, wenn der Fehler im Verstaerker mit seiner Belastung zusammenhaengt, muss man unter Belastung messen.
Gefaehrlich ist dabei nicht die Belastung duech den Widerstand, sondern es sind Kurzschluesse beim Messen, die dafuer sorgen,
dass beide Endstufentransistoren gleichzeitig durchschalten. Da ist es egal, ob ein Lastwiderstand dranhaengt oder nicht.
Die Endtransistoren sollten schon so stark sein, dass sie den vollen moeglichen Strom am Lastwiderstand vom (kleinsten) Nennwert tragen koennen.

73
Peter
armin777
Gesperrt
#12 erstellt: 14. Mrz 2007, 11:14
@hf500

uuups, das wußte ich noch nicht! Gab es tatsächlich Geräte made in Japan von Dual (vor deren Pleite bzw. Schneider-Übernahme!)?

Ich habe bisher immer geglaubt, die hätten in St.Georgen bis zuletzt alles selbst zusammengeschraubt und wären deshalb den Bach runtergegangen! Sorry, nehme das zurück und behaupte das Gegenteil!

Beste Grüße
Armin777
hf500
Moderator
#13 erstellt: 14. Mrz 2007, 19:19
Moin,
man kann nicht alles wissen. Ich habe zuerst auch gestaunt...

73
Peter
-scope-
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 14. Mrz 2007, 19:34
Hallo,

die Frontplatte haben noch die Deutschen gemacht....Die Rückwand die Japaner

hf500
Moderator
#15 erstellt: 14. Mrz 2007, 22:22
Moin,
sagen wir mal so, -alles- hinter der Front die Japaner ;-)

73
Peter
Stormbringer667
Gesperrt
#16 erstellt: 14. Mrz 2007, 22:29

hf500 schrieb:
Moin,
sagen wir mal so, -alles- hinter der Front die Japaner ;-)

73
Peter


Das beruhigt mich aber,daß zwischen Front und Rückwand überhaupt noch was ist.Das habe ich bei moderneren Geräten nämlich auch schon anders gesehen......
scout-richie
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 16. Mrz 2007, 22:10
Zwischenstand:

Yamaha A-720 abgeholt - nur Azubi da, der keine Ahnung hatte, was fehlte, Rechnung kommt später.

Verstärker angeschlossen....nix geht mehr...nicht mal mehr 1 Sekunde Musik. Sondern nur noch ein ganz leises Knacken.

F***. Über Kopfhörer kam ganz leise 2 Sekunden Musik und dann auch da weg.....jetzt mal auf die Rechnung warten....
scout-richie
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 16. Mrz 2007, 23:02
Nachtrag: Jetzt lief er einmal länger. Die Musik war so leise, dass ich sie bei VOLLER Lautstärke kaum gehört habe. Loudness natürlich auf null.

Als ich dann Auto Class A drückte war alles weg :-(
audiophilanthrop
Inventar
#19 erstellt: 17. Mrz 2007, 00:46
Den würde ich doch sofort zurückschleppen, war bestimmt noch nicht fertig...
hf500
Moderator
#20 erstellt: 17. Mrz 2007, 22:43
Moin,
ja, das Geraet kann noch nicht repariert sein.
Zurueckbringen, und den Irrtum aufklaeren.

73
Peter
Salzwirker
Stammgast
#21 erstellt: 14. Nov 2009, 14:37
Hi, will den alten Fred mal wieder aufwärmen.

Hat jemand mal den Ruheverbrauch des Yammi gemessen? In Auto Class-A dürfte der wohl höher liegen als in A/B. Da der bei mir aber seit gestern aufm Regal steht und eigentlich 5-6h am Tag läuft, würde mich das interessieren (bevor ich nen Messgerät kaufe/miete).

Daneben - kann es sein, dass der Raumklang etwas 'compressed' ist? Im Vergleich zu 'nem Amp einer Sony-Midi-Anlage aus den End-90ern scheint der Yammi etwas den Raum zu komprimieren. Kann natürlich auch daran liegen, dass der Sony etwas flacher im Sound war, was den Raum vergrößerte.

Ansonsten Top-Gerät - wenn noch alles wie geschmiert geht


Grüße
Michael
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