Akai GX-260D-Überholung, Transistorersatztypen?

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der_tommy
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Feb 2011, 08:26
Hallo,

ich habe die Tage meine Akai eingemessen und bin an einigen Stellen am Ende der Einstellbereiche angelangt. Um bessere Ergebnisse zu erreichen werde ich wohl mal ein paar Bauteile wechseln müssen.
Leider bin ich mit den mir vorliegenden Unterlagen nicht schlau geworden, welche Transistoren ich verwenden kann.
Verbaut sind 2SC1312(G) (H) und 2SC711(E) (F). Weis jemand welchen aktuellen Typen diese Transistoren entsprechen? Und dann wäre da noch eine Diode WG-599.

Viele Grüße

der tommy.
cmoss
Inventar
#2 erstellt: 18. Feb 2011, 13:51
Hallo,

Transistoren und Dioden sind in den seltensten Fällen an sowas schuld, die arbeiten eher digital: Er ist OK oder eben nicht, da gibt es meist nichts dazwischen.

Ich würde eher Kondensatoren ins Auge fassen.

Gruß
Claus
bukongahelas
Inventar
#3 erstellt: 18. Feb 2011, 18:38
Tonköpfe entmagnetisiert und sauber ?
Neues Band verwendet,welcher Typ ?
Kopfeinstellung kontrolliert ? Spurlage/Tilt/Azimut.
Kontakte+Trimmpotis+Potis saniert ? Teslanol T6
Bias-Kondensatortrimmer gereinigt ? Isopropanol/Spiritus
Betriebsspannungen OK ? Besonders die des LO.
Ausgangsspannung des Löschoszillators OK ? Vom LO wird Bias abgezweigt.
Ab- und Aufwickeldrehmoment OK, für guten Band-Kopfkontakt,Bandspannung ?

Gilt für GX-630/635 aber vermutlich auch für GX-260:
Falls Transistoren 2SC458 eingebaut sind,
gegen BC639 , 2SC1740 austauschen.
2SC458 ist als Rauschkugel bekannt, neigt wegen Überlastung zu seltsamen (Teil)Ausfällen.

Ist einer dieser Punkte nicht OK, bringt die Einmessung Probleme.
Ich mache erstmal dieses Serviceprogramm bei ReelTapes,
dann werden alle Trimmer auf Mittelwert (vorher Originalposition notieren) eingestellt.
Nun den Wiedergabeteil mit Bezugsband einstellen,
dabei PB Azimut prüfen.
Dann diverse Sinusse auf den Eingang geben und auf geringsten Klangunterschied (Pegel+Frequenzgang) zwischen
Vor- und Hinterband tunen.
bukongahelas
der_tommy
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 19. Feb 2011, 14:05
Hi,

wie ich schon schrieb, ich habe das TB gut einstellen können, bin aber auf dem linken KAnal mit den VR2/3-Reglern schön am Ende. Alle Vorarbeiten sind natürlich ausgeführt worden.
Aus diesem Grund suche ich eine Ersatzplatine die ich bei Gelegenheit neu bestücken möchte - natürlich auch mit den entsprechenden Kondensatorern. An Transistoren sind NUR die beiden Typen 2SC1312(G)(H) und 2SC711(E)(F). Und nur für diese suche ich Ersatztypen...


Gruß

der tommy.
WinfriedB
Inventar
#5 erstellt: 19. Feb 2011, 14:41
2SC711 gibts original hier:

http://www.die-erfin...sistoren.html&page=4

2SC1312 hier:

http://www.donberg.de/warehs/groups2c.htm

Hier wird geraten, den 2SC1312 durch BC560 zu ersetzen:

http://www.pinkfishmedia.net/forum/showthread.php?t=77436

... und Austauschtypen für 2SC711:

http://english.elect...ence.php?ref=2SC711. Scheint ein Universaltyp zu sein. Bei Audio-Anwendungen würd ich den rauschärmeren BC549 statt dem empfohlenen 547 einbauen.
der_tommy
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 19. Feb 2011, 19:41
Danke Winfried, das war genau was ich gesucht habe.

Viele Grüße

der tommy.
Bügelbrett
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 10. Okt 2012, 16:07
Hallo erstmal
Bin neu hier und versuch das mal obwohl hier schon länger nix mehr gepostet wurde.
Hoffe ich bin hier richtig. Vor kurzem haben ich eine GX 260 erstanden und nach dem Einschalten gab es ein sattes Plopp und es zeigtes sich folgendes Bild :
Akai GX 260

Es handelt sich wohl um einen ?Entstörkondensator?, nur finde ich aufgrund meiner mangelnden technischen Kenntnisse kein Ersatzteil im Netz. Aus und Einlöten traue ich mir zu nur fehlt mir das Teil.
Wenn einer einen unkomplizierten Tipp ( Link) oder das Ersatzeil hätte, wäre ich dankbar und würde mich natürlich erkenntlich zeigen
Guß
Jens
Smokinfish
Stammgast
#8 erstellt: 12. Okt 2012, 12:39
Die Standard Typen aus RC-Kombination, die im Netz zu finden sind, sind 250Volt Typen. Du brauchst aber Spannungsfestigkeit bis 350V. Du wirst dir also selbst was basteln müssen. Der Widerstand hat 120 Ohm.
Bei den Kondensatoren 0,1µF werde ich sowohl in der Bucht als auch bei den Elektoversendern sofort fündig. Das ganze wird dann etwas größer als das original Bauteil, isoliere überstehende Teile. Der Widerstand sollte auch etwas größer dimensioniert sein und ist in Reihe zum Kondensator.
ruesselschorf
Inventar
#9 erstellt: 12. Okt 2012, 17:10
Hallo,
diese MP Kondensatoren (MP= Metall/Papier) aus der alten Akai sind heute kaum mehr gebräuchlich, zumal mit nur 0,1µF. Die hier genannten 350V beziehen sich auf den Gleichspannungs - Wert.
Ersetze den Entstörkondensator mit einem handelsüblichen X1 Kondensator 0,1µF 250V~ (also 250V Wechselspannung, das entspricht über 650V Gleichspannung, übertrifft also den verbauten MP Kondensator um Längen)

Auch kann ich nicht erkennen dass hier ein 120 Ohm? Serienwiderstand verbaut wäre...

sowas tut's:
https://www.buerklin...=59372&ajaxLoad=true

Gruß, Helmut
Smokinfish
Stammgast
#10 erstellt: 19. Okt 2012, 22:16
Die Kondensatoren sind im Schaltbild so gezeichnet, es gibt auch die sinngemäße Erläuterung: alle Kondensatoren mit 1µF haben einen Widerstand von 120 Ohm. Zur Spannungsfestigkeit gibt es nur dieselbe Angabe, die auch auf dem Kondensator steht: 350 WV.
Bügelbrett
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 17. Nov 2012, 22:18
So, Hallo erstmal und vielen Dank für die hilfreichen Antworten !!! Leider hatte ein Umzug und die Telekom mich für längere Zeit vom Internet ferngehalten
Grüße
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