marantz pm 84 mk2 : Endstufe schaltet nicht mehr ein

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Marantzpm
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 17. Jan 2009, 19:53
Hallo liebes Forum.
Schon wieder ich... (ja mir gefiele es auch besser müsste ich doch nicht immer euch mit meinen Problemchen belästigen )

Diesmal ist folgendes:

Nachdem der Verstärker nicht mehr knallte konnte man wieder gut Musik hören.
Als er sich dann im "Standgas" also nichts Verstärken brauchte, kam wieder ein knall (aus den Lautsprechern !!) diesmal recht laut also schaltete ich den Verwtärker lieber mal aus.
Als ich ihn dann einige Stunden später einschalten wollte kam das schöne "Klick" nicht mehr.
Die Endstufe oder was auch immer mit dem "Klick" angesteuert wird bleibt aus. Alle Led´s funktionieren einwandfrei.

Was könnte das sein ?
Habe Schaltplan und offenen Verstärker vor mir

Hoffe auf schnelle Atnworten =)
Marantzpm
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 17. Jan 2009, 20:35
ok merke aber das der riesige kühlkörper warm ist...
Marantzpm
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 18. Jan 2009, 17:25
Hilfe Hilfe !
Ich möchte doch nicht weiterhin auf den Genuss der Musik verzichten !
Ich verstehe auch ordentlich was von Elektronik.
Bitte um immer noch schnelle Hilfe =)

Gruß Lars
nobex
Stammgast
#4 erstellt: 18. Jan 2009, 18:13
Hast Du testweise mal die LS abgeklemmt und dann eingeschaltet?
Elos
Inventar
#5 erstellt: 18. Jan 2009, 18:24
Dieses Problem habe ich mit meinem Marantz 710 auch, ist wahrscheinlich ein Kondensator im Signalweg kaputt und zwar eine Tantalperle.

Ohne LS schaltet das Relais irgentwann ab.
Marantzpm
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 18. Jan 2009, 22:43
Hallo.
ohne ls schaltet er auch nicht ein. Lediglich der Kühlkörper wird warm.

Danke für bisherige antworten.

PS: Sonst hats auch schon des öfteren aus den Lautsprechern geknallt.
Elos
Inventar
#7 erstellt: 18. Jan 2009, 22:57
Die Tantalkondensatoren sind sehr anfällig, wahrscheinlich schlägt da einer auf Masse durch.
Marantzpm
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 19. Jan 2009, 00:05
hmm... danke !
Welcher könnte das am ehesten sein und wo sollte ich anfangen zu suchen?
Wie stelle ich das am besten an ?
Habe ein Digitales Multimeter und ein großes Grundig Analog Multimeter.

Gruß Lars
Elos
Inventar
#9 erstellt: 21. Jan 2009, 22:48

Marantzpm schrieb:
hmm... danke !
Welcher könnte das am ehesten sein und wo sollte ich anfangen zu suchen?
Wie stelle ich das am besten an ?
Habe ein Digitales Multimeter und ein großes Grundig Analog Multimeter.

Gruß Lars


Am Besten alle Tantalkondensatoren rauswerfen und durch andere ersetzen
Bertl100
Inventar
#10 erstellt: 22. Jan 2009, 18:01
Hallo,

schlagt mich, wenn ich jetzt total falsch liege.
Aber der PM84 ist doch von Ende der 80er Jahre.
Tantals sind da meines Wissens keine mehr drin.

Wurde der STK denn schon getauscht?

Gruß
Bernhard
Marantzpm
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 23. Jan 2009, 15:45
Hallo. Ja der STK wurde vor ca. 1 1/2 Jahren getauscht.
Meinst du der macht schon wieder Probleme ?
Ich habe ihn auch gleich durch einen mit einer höheren Maximaler Spannung ausgetauscht, da der pm bei höheren Lautstärkern doch schon nah an den Maximal wert rankommt.
Ja der pm 84 wurde ende 80er gebaut.
Ich werde bei gelegenheit nochmal das blöde Stk bauteil durchmessen und euch mitteilen was für werte vorliegen.
Bertl100
Inventar
#12 erstellt: 26. Jan 2009, 18:24
Hallo!

dass der STK schon wieder kaputt ist, halt ich für unwahrscheinlich. Aber auszuschließen ist es trotzdem nicht 100%ig.

Als erstes solltest du nachmessen, was für eine Spannung am Endstufenausgang anliegt. Ohne Signal. Man mißt am einfachsten an den Testpunkten für die Ruhestromeinstellung, aber gegen Masse.

Gruß
Bernhard
Marantzpm
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 22. Feb 2009, 21:33
Hey mal wieder ein paar neue Informationen:
Kühlkörper wird noch warm bedeutet : Ruhestrom Vorhanden, Endstufe weitgehend in Takt.
STK Bauteil muss ich nochmals nachmessen hab mich irgendwie vermessen.
Ruhestrom ist ja Vorhanden auch nachgemessen jedoch mit leichter abweichung von ca. 1 Volt.
So habe das STK nochmal durchgemssen und erschreckende Werte festgestellt :
1:0v
2:10.5v
3:66v
4:59v
5:-65v
6:-60v
7:-67v
8:0v
9:-60
10:-66v
11:-66V
12:-66V
13:66V
14:66
15:10,5V
16:0V

Da stimmt doch was nicht oder ?
auch an klemme j701 liegt überall 0v an


[Beitrag von Marantzpm am 22. Feb 2009, 21:33 bearbeitet]
HiFi-Donaldine
Neuling
#14 erstellt: 22. Feb 2009, 23:29
Wo hast du denn das 16. Beinchen des STK her? Ich dachte, der hat nur 15 Anschlüsse...

Des weiteren würd ich mal sagen, dass gleichspannungsmässig 0V an Klemme J701 normal sind. Hier kannst Du höchstens bei vorhandenem Eingangssignal eine (kleine) Wechselspannung messen - und mit einem (hochohmigen) Kopfhörer auch hören. Sollte dies unverzerrt möglich sein, weisst du schon mal, dass bis hier alles OK ist, d.h. keine Fehler im Vorstufenbereich sind und die meisten Spannungen vorhanden und OK sein dürften.

Mess doch mal bitte die Spannungen an QN52 - Emitter, Basis und Kollektor. (Dieser Baustein ist Bestandteil der internen Schutzschaltung und wird von den Ausgangsstromdetektoren QN5 bzw. QN6 angesteuert. Im Überlastfall [Kurzschluss o.ä.] steuert er durch und erzeugt "High"-Potential an Pin 1 von QN51. QN51 ist sozusagen die Sammelstelle für noch weitere Fehlerdetektoren, in jedem Fall trennt er seinen Pin 6 im Fehlerfall von Masse, wodurch die Ausgangsrelais abschalten!)

Ich vermute mal, dass das von Dir beschriebene "Knallen" oder Ploppen schon eine Vorankündigung dieses Abschaltens der Ausgangsrelais war, erzeugt dadurch, dass die Relais während des Betriebs nur ganz kurz ab- und dann gleich wieder angeschaltet wurden. Und jetzt hat sich der zuerst nur sporadisch auftretende Fehler manifestiert und die Relais werden eben gar nicht mehr angeschaltet/freigegeben.

Im Falle eines echten Fehlers ist dies durchaus sinnvoll und vom Hersteller so gewollt, es kann aber natürlich auch nur ein Fehler in der Schutzschaltung oder einer seiner Detektoren selbst sein - was man im weiteren genauer einkreisen müsste.

Viel Erfolg!
audiophilanthrop
Inventar
#15 erstellt: 22. Feb 2009, 23:30
Sicher, daß du da keinen Mist gemessen hast? Pin 9 ist für die Positiv-Supply, da können nie im Leben -60 V anliegen.

Ansonsten sieht's aber schon nach einem gut gefetzten STK aus. War das auch ein Originalteil? Mit 'nem Billig-China-Nachbau kann man garantiert sein blaues Wunder erleben, wenn schon die von Sanyo in dem Amp ihre Problemchen haben...
Marantzpm
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 23. Feb 2009, 16:58
Hey ich messe den heute abend nochmals durch.
Dann werde ich auch die Schutzschaltung mal messen wo befindet die sich ungefähr ?
Ich habe das Stk bauteil in hannover bestellt bei Mentzel .
Marantzpm
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 23. Feb 2009, 23:01
Hey habe am J701 gemessen bei voller Lautstärke und Computersignal anliegend, von ca. 1Volt bis 9 Volt wechselspannung anliegend.


[Beitrag von Marantzpm am 24. Feb 2009, 14:57 bearbeitet]
Marantzpm
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 27. Feb 2009, 23:07
so habe jetzt den kühlkörper abgeschraubt der aussieht als würde er 3 kw leistung abführen können =)
Wird das STK bauteil warm , auch wenn die Endstufe also die endstufen transisoren nicht angschlossen sind ?
HiFi-Donaldine
Neuling
#19 erstellt: 02. Mrz 2009, 08:45
Unterschätze nicht die Wärmemenge, die schon wenige Watt produzieren (Natürlich könnte der Kühlkörper leicht 3 KW und mehr abführen - aber ohne Gebläse oder Wasserkühlung hättest Du dann in Deinem Amp 'nen prima Hochofen )

Ich hab zwar im mir vorliegenden Datenblatt der STK...-Serie keine Angaben zur Ruhestromaufnahme gefunden, aber ich meine mich dunkel zu erinnern, dass es so ca. 5 - 7 W waren (beim STK3122), d.h.er sollte schon recht warm werden
Bertl100
Inventar
#20 erstellt: 02. Mrz 2009, 10:35
Hallo!

Die Verlustleistung im STK machen im wesentlich die Bauteile der letzten Stufe vor seinen Ausgängen aus.
Das wären der Ausgangstransistor der Spannungsverstärkerstufe und sein "Arbeitswiderstand", der eine Stromquelle ist.

Nun, wie meinst du das "wenn die Endstufentransistoren nicht angeschlossen sind"?
Nun, wenn du nur die Endtransistoren rausnimmst, fließt der Strom am Ausgang des STK weiter, und zwar hauptsächlich durch den Ruhestromtransistor.
Wenn an den Ausgängen des STK alles abgeklemmt ist, dann wird er auch nicht mehr warm.

Gruß
Bernhard
HiFi-Donaldine
Neuling
#21 erstellt: 02. Mrz 2009, 23:11
Hallo Lars,

Bertl100 hat natürlich recht!

Aber ich gehe mal davon aus, dass Du mit Endstufentransistoren die auf den Kühlkörper geschraubten FETs meinst und Du quasi das Modul "PL01" ausgebaut hast?!

Hatte ich auch mal gemacht und dabei die Leistungsaufnahme gemessen. Das waren bei mir ohne STK und ohne "PL01" etwa 25W, und mit STK und ohne "PL01" etwa 32W --> Die Zwischenstufe vor den Leistungstransistoren (die ohne STK natürlich auch 'tot' ist) schlägt aber nur mit etwa 2W zu Buche, so daß für den STK (ohne "PL01") auch noch ein paar Watt übrigbleiben sollten...
Marantzpm
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 09. Mrz 2009, 18:49
hey ! Also mein STK Bauteil wird gut warm.
Ich habe die Endtransistoren ausgebaut ganz recht =)
Ich kann aber diese Verdammte Schutzschaltung nicht finden kann mir jemand vielleicht eine kleine findebeschreibung schreiben =)
Sitzt die in der Nähe des STK's oder wo ?
So gut bin ich nun auch wieder nicht das ich sowas gleich erkenne auch auf dem Schaltplan ich kann mir zwar ganz gut vorstellen wie und wo der Strom fließt und was passiert aber für eine Schutzschaltung reicht es nicht =)

Gruß und danke bis dahin !
Bertl100
Inventar
#23 erstellt: 09. Mrz 2009, 21:00
Hallo!

die Schutzschaltung besorgt der IC QN51 (ein TA7317P von Toshiba).

Pin 6 ist der Ausgang zu den Relais. An Pin 2 kommen die "Meldungen" über DC an den Ausgängen herein.
An Pin 1 ist noch ein weitere Eingang.

Schau Dir mal das Datenblatt vom TA7317 etwas an, dann siehst Du, wie das funktioniert.

Gruß
Bernhard

PS: vermutlich liegt es aber nicht an der Schutzschaltung selber!
Marantzpm
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 10. Mrz 2009, 20:08
hey ohne Signal ankommend ist folgends zu messen :

1. 0V
2. -0,7 V
3. OV
4. 0V
5. -0,7 V
6. 31,9V
7. 0V
8. 0V
9. 3V


[Beitrag von Marantzpm am 10. Mrz 2009, 20:09 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#25 erstellt: 10. Mrz 2009, 20:53

Marantzpm schrieb:
hey ohne Signal ankommend ist folgends zu messen :

1. 0V
2. -0,7 V

Da dürfte der Pfeffer im Hasen, äh, oder so. Ein DC-Offset von 0,7 V ist auf jeden Fall zuviel.

Ich vermute ja immer noch, daß der neue STK ein Billig-Fake war und mangels Spannungsfestigkeit letztlich den Dienst quittiert hat.


[Beitrag von audiophilanthrop am 10. Mrz 2009, 20:59 bearbeitet]
Marantzpm
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 10. Mrz 2009, 20:56
gut dann ist das ja schonmal positiv naja wie mans nimmt =)

Kann man diese Schutzschaltung kurzzeitig umgehen oder worauf lassen die -0,7 V schließen ?
audiophilanthrop
Inventar
#27 erstellt: 10. Mrz 2009, 21:01

Marantzpm schrieb:
Kann man diese Schutzschaltung kurzzeitig umgehen oder worauf lassen die -0,7 V schließen ?

Darauf, daß es davor klemmt. Wie gesagt, ich vermute ja 'nen kaputten (Fake-)STK...

Spanischsprachige Seite zu gefälschten Halbleitern, Bilder von Fake-STKs inklusive.


[Beitrag von audiophilanthrop am 10. Mrz 2009, 21:05 bearbeitet]
Marantzpm
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 10. Mrz 2009, 21:12
ähm entschuldigt bitte ich habe eben einen Kurzschluss am Stk bauteil hergestellt nur ganz kurz beim messen mit der Spitze abgerutscht und was passiert er macht wieder das einschalt klick geräusch ...
Marantzpm
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 10. Mrz 2009, 22:03
naja ich werde wohl mal das stk bauteil wechseln
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