Thorens TD 145 MK II Lagerölwechsel

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Weidenkaetzchen
Gesperrt
#1 erstellt: 28. Mrz 2011, 19:07
Hallo ihr Lieben

Ich hab ja schon seit ewigen Zeiten einen alten Thorens TD 145 MK II.
Das Gerät ist Baujahr '76 bis '78 und ich selbst bin in seinem Besitz seit ~ 1990....

Vorweg: Das Laufwerk macht keine und hat noch nie Probleme gemacht.

Ich weiß aber natürlich nicht wann da zum letzte Mal das Lageröl für den Plattenteller gewechselt/erneuert wurde (von mir wurde dies noch nie gemacht, also schon mal mindestens 20 Jahre her )
Ich habe mal etwas gehört ... dass wenn man den Teller ohne Riemen anstösst und er mehrere Minuten weiterläuft zumindest kein Lagerschaden vorliegt (Dies scheint bei mir in Ordnung zu sein...ich habe den Teller eben mal angestoßen als ich den Thread begonnen hatte...und der Teller läuft immernoch).
Also das Lager scheint in Ordnung.

Ich frag mich jetzt aber ob es nicht trotzdem Sinn macht (bevor etwas passiert) mal einen Ölwechsel zu machen.

Nur: ICH WEIß NICHT WIE?

Wie komme ich an das Lager ran? den Aluteller abheben und Riemen aushängen iss ja einfach,
DSC00302
aber wie krieg ich den schwarzen Innenteller runter?..der lässt sich mitsamt dem Dorn etwa 1 cm komplett sehr leicht anheben,..aber dann wars das. Da ist irgendeine Sperre und ich weiß da nicht weiter.
DSC00303

Braucht man dazu Spezialwerkzeug?
Ist ein Wechsel überhaupt notwendig?
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#2 erstellt: 28. Mrz 2011, 19:33
OK...den Innenteller hab ich runter, da ist ein Hakenbügel der auf der Unterseite mit ner kleinen Schraube fixiert ist.

Jetzt hab ich das Lager offen, der Dorn ist leicht ölig, ich kann jetzt aber nicht erkennen wieviel Öl im Lager ist.

DSC00304

Wieviel ÖL muss da rein? Und welches?
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#3 erstellt: 29. Mrz 2011, 08:11
Junx,...ich wollte nachher Öl besorgen. Ein Tipp wär nicht schlecht, habe im Netz schon Aussgaen von Getriebeöl, MotorÖl, NähmaschinenÖl bis hin zu Thorens SpezialÖl gefunden. Anscheinend scheint es ziemlich egal zu sein was man reinmacht.
cmoss
Inventar
#4 erstellt: 29. Mrz 2011, 16:48
Hallo,

das Lager ist wohl ein Sinterlager, also sollte zumindest Sinterlageröl verwendet werden, da andere Öl die Poren des Sinters verstopfen und darunter leidet dann die Schmierung.

Die Ölmenge ist gering, bei meinem Linn war das so, daß ich eine ganz kleine Flasche bekommen habe, deren Inhalt war in das Lager einzufüllen, dann eine Küchenrolle rundherum und den Teller langsam einsenken. Die Küchenrolle nimmt dann das überschüssige Öl auf und gut ists.

Gruß
Claus
Pilotcutter
Administrator
#5 erstellt: 29. Mrz 2011, 16:52

Weidenkaetzchen schrieb:
der Dorn ist leicht ölig, ich kann jetzt aber nicht erkennen wieviel Öl im Lager ist.


Ich glaube das reicht. Es werden ohnehin nur 2-5 Tropfen Öl verwendet. Wenn der Lagerdorn schmierig ist scheint's mir gut zu sein. Sehen und erkennen kann man auch nichts.


Wieviel ÖL muss da rein? Und welches?


Irgendein dickeres Öl. Ich habe Joel's Öl Kit genommen.

Gruß. Olaf


[Beitrag von Pilotcutter am 29. Mrz 2011, 17:34 bearbeitet]
Pilotcutter
Administrator
#6 erstellt: 29. Mrz 2011, 16:56

cmoss schrieb:
dann eine Küchenrolle rundherum und den Teller langsam einsenken. Die Küchenrolle nimmt dann das überschüssige Öl auf und gut ists.


Sorry, Claus, worum das Küchenrollenpapier, doch nicht um den Dorn und dann ins Lager?!
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#7 erstellt: 29. Mrz 2011, 17:09
Ja toll..jetzt kommt ihr alle, aber zu spät.

Das ist kein Sinterlager...die wären aus Bronze,...dieses ist ein Messinglager (sieht man an der Farbe)..also auch kein Sinteröl!

Das mit der Küchenrolle hab ich auch gemacht. Loch in die Mitte gemacht, ums Lager rumgestülpt und Öl rein...war natürlich zuviel und ist auch dann langsam übergelaufen ins Küchenpapier. Der Teller läuft sehr schön und lange und absolut geräuschfrei.
Ich hab jetzt von Nigrin ein "Hochleistungsöl" geholt ( für Maschinen und Ketten und so Kram), weiß der Geier was da besonderes dran sein soll....

Auf jeden Fall läuft alles "wie geschmiert" und jetzt erzählt mir bloß keiner ich soll das Öl wieder rausmachen
Pilotcutter
Administrator
#8 erstellt: 29. Mrz 2011, 17:15

Weidenkaetzchen schrieb:
rumgestülpt und Öl rein...war natürlich zuviel und ist auch dann langsam übergelaufen


Man kippt auch nicht, da ist kein Reservoir mit Peilstab, da ist eigentlich (sollte) gar kein Platz zwischen Dorn und Wandung sein. 2 Tropfen auf den Dorn und einsetzten. Gut is!
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#9 erstellt: 29. Mrz 2011, 17:18
Ich habs gut gemeint..soll ja für die nächsten 20 Jahre halten und was zuviel war iss ja dann im Laufe ner 1/4 Stunde rausgedrückt worden.
Pilotcutter
Administrator
#10 erstellt: 29. Mrz 2011, 17:20

Weidenkaetzchen schrieb:
Loch in die Mitte gemacht, ums Lager rumgestülpt und Öl rein...war natürlich zuviel und ist auch dann langsam übergelaufen ins Küchenpapier. Der Teller läuft sehr schön und lange und absolut geräuschfrei.



Ääähm, Du hast das Lager vollgekippt bis oben hin und dann den Innenteller eingesetzt. Wo meinst Du denn soll das durch den Dorn verdrängte Öl hin?

Das sabbert und rückt da raus und versaut Dir die Bodenplatte!!!!! Ich empfehle mit Küchenpapier (zusammengdrillt) das Lager etwas abzusaugen!!!
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#11 erstellt: 29. Mrz 2011, 17:21
Bis oben hin wars nicht,..war aber auf jeden Fall ordentlicher Schuß

Habs doch oben geschrieben..der Dorn ging ja gar nicht weit rein ins Lager...sondern nur bißchen, und hat dann ewig gedauert bis er sich gesetzt hatte und das überflüssige Öl verdrängt hatte.


[Beitrag von Weidenkaetzchen am 29. Mrz 2011, 17:22 bearbeitet]
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#12 erstellt: 29. Mrz 2011, 17:24
Ich hab dann als der Teller sich fertig gesetzt hatte ihn auch nochmal rausgezogen und alles sauber gemacht, und dann nochmal rein..(da läuft dann nicht mehr über)
Pilotcutter
Administrator
#13 erstellt: 29. Mrz 2011, 17:27

Weidenkaetzchen schrieb:
..der Dorn ging ja gar nicht weit rein ins Lager...sondern nur bißchen, und hat dann ewig gedauert bis er sich gesetzt hatte und das überflüssige Öl verdrängt hatte.


Frei nach dem Motto: Schluck, du Luder.

Ich hatte das mal beim TD-295 da habe ich ein Ticken zuviel genommen und es hat schön unten rausgedrückt und auf dem Tisch untern Dreher gesaut.

Besser ist's wenn Du eben mit Küchenpapier da reingehst und eben was rausnimmst.


[Beitrag von Pilotcutter am 29. Mrz 2011, 17:28 bearbeitet]
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#14 erstellt: 29. Mrz 2011, 17:32
Ich friemel das jetzt nicht wieder rum...dann muss ich wieder den Sperrbügel losmachen und ...neeee...da läuft auch kein Öl rum. Ich hab ja alles sauber gemacht nachdem sich der Dorn gesetzt hatte und wieder rausgezogen wurde.
cmoss
Inventar
#15 erstellt: 29. Mrz 2011, 17:54
Hallo,

ich würde kein zusammengedrehtes Küchenpapier in das Lager stecken, damit können leicht Fusseln reinkommen und die sind Gift, genauso wie Staub. Da ist mir die Sauerei außen lieber, die kann man auftunken indem man, wie schon erwähnt, den Teller eben nochmal runternimmt.

Gruß
Claus

p.s.: Lustig, man muß anscheinend die Diskussion nur anstoßen, dann läuft es von selbst .....


[Beitrag von cmoss am 29. Mrz 2011, 17:57 bearbeitet]
Dino_J
Stammgast
#16 erstellt: 29. Mrz 2011, 19:31

Weidenkaetzchen schrieb:
und jetzt erzählt mir bloß keiner ich soll das Öl wieder rausmachen :KR


Dann hoffe ich mal, daß Du das alte Öl entfernt bevor Du das neue eingefüllt hast.

Oder daß sich beide Ölsorten vertragen.
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#17 erstellt: 29. Mrz 2011, 19:35
Ich hab das mit Alkohol-Stäbchen ausgerieben..aber da war ja auch so gut wie keins drin. Seit wann vertragen sich Öle nicht?
Beim Auto darf man auch mischen...da gibts eine Konvention dass sich Öle vertragen müssen.
cmoss
Inventar
#18 erstellt: 29. Mrz 2011, 20:40
Beim Auto ist es auch sch... egal, ob der Motor eine Spur leichter oder weniger leicht läuft. Außerdem würde ich auch dort das Öl nicht mischen.
Pilotcutter
Administrator
#19 erstellt: 29. Mrz 2011, 20:49

cmoss schrieb:
Außerdem würde ich auch dort das Öl nicht mischen.


Bei Baujahr 85 kannste vielleicht 15W40 und 10W40 mischen aber nicht mehr heute LL Öle mit anderen. Auch altes Öl + neues Öl bleibt altes Öl.

Die Lager kann man schön mit Reinigungssprays aussprühen.


Weidenkaetzchen schrieb:

Ich hab jetzt von Nigrin ein "Hochleistungsöl" geholt ( für Maschinen und Ketten und so Kram)


Dann hättste auch gleich noch eine Dose NIGRIN Bremsen- und Kupplunsgreinigerspray mitnehmen können. Die eignen sich gut.


[Beitrag von Pilotcutter am 29. Mrz 2011, 20:51 bearbeitet]
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#20 erstellt: 29. Mrz 2011, 20:54
Danke...hättest ma gestern abend sagen können
Pilotcutter
Administrator
#21 erstellt: 30. Mrz 2011, 07:10
Eine exakte Anleitung bzgl des Lagerölwechsels habe ich auch noch nicht gesehen, aber normaaaaalerweise wechselt man das Lageröl meist im Zuge grundlegender Instandsetzung und Wartung und nicht an einem Abend 'zwischen 2 Schallplatten'

Nach Gefühl zu urteilen, muss das alte Öl komplett raus und das Lager blitzsauber und trocken sein. Das bekommt man mit o.g. Reinigungssprays gut bewerkstelligt. Dazu muss der Dreher eigentlich auch soweit auseinandergebaut sein, dass man ihn auch auf dem Kopf stellen kann um das Lager regelrecht auszuspülen und leerlaufen zu lassen. Zwischendurch kann man dann mit einem Wattestäbchen etwas drinherum wischen. Ich habe als letzten Durchgang dann ein Alkoholspray (IPA) genommen, damit sich der Reiniger auch rückstandsfrei verflüchtigt und nach einigen Stunden der Auslüftung kann man dann mit der Neuölung anfangen indem man ein paar Tröpfchen ins Lager fallen lässt (Depot) und 2-3 Tropfen auf den Lagerdorn gibt.

Thorens schreibt in seiner Service Anleitung auch nur:

jjjj

Ohne große Aktion scheint es lt. vinylengine.com auch zu gehen und zwar folgendermaßen:

jjjj

Punkt 3+4 lassen sich allerdings besser bewerkstelligen, wenn man das Lager kopfüber hält und den Reiniger einnige Sekunden ins Lager sprüht, dass die Sauce dann so abfließen kann. Hier auch nochmal: 1 Milliliter ins Lager und 1 Milliliter auf den Schaft/Dorn!


Gruß. Olaf
cmoss
Inventar
#22 erstellt: 30. Mrz 2011, 08:20
Hallo,

da bin ich aber gespannt, wie ein Milliliter Öl (=1 cm³)am Dorn kleben bleibt ...

Was meines Erachtens grundsätzlich berücksichtigt werden muß ist, daß das Öl im Lager eigentlich nicht altert, da es nicht mit Sauerstoff in Berührung kommt. Ich habe bei meinem Linn, als ich nach 15 Jahren das Öl gewechselt habe, keine Änderung feststellen können.
Er lief vorher wie nachher gleich - tadellos.

Gruß
Claus


[Beitrag von cmoss am 30. Mrz 2011, 08:22 bearbeitet]
Pilotcutter
Administrator
#23 erstellt: 30. Mrz 2011, 08:24

cmoss schrieb:
wie ein Milliliter Öl (=1 cm³)am Dorn kleben bleibt ...


Der Milliliter auf den Dorn dient wohl zur Benetzung des ganzen Dorns und der Lager-Innenwand. Wenn man den Milliliter auf den Schaft getropft hat, soll man den Innenteller drehend einsetzen - das eben der ganze Schaft und die umgebende Innenwand geschmiert wird.
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#24 erstellt: 30. Mrz 2011, 08:50
Moin ...weißt du wieviel 1 ml also ein cubcm Öl ist??

Soviel Platz ist da nicht am Schaft oder der Innenseite der Buchse. Ausserdem hab ich das Gefühl, dass unter der Buchse noch ein kleines Reservoir ist...hatte das Gefühl dass sich das nach unten irgendwie aufweitet.

Und nochmal zur Beanspruchung des Öls bzw des Lagers.

So ein Teller ist jetzt wirklich kein Bauteil das hohen Belastungen unterliegt. Die Kräfte die da wirken sind wirklich sehr klein im Vergleich zu schnelldrehenden Motoren (Auto Mopped oä). Ich mache mir da auch keine zu großen Sorgen über die Leistungsfähigkeit des Öls oder den Alterszustand
Pilotcutter
Administrator
#25 erstellt: 30. Mrz 2011, 09:19

cmoss schrieb:

Ich habe bei meinem Linn, als ich nach 15 Jahren das Öl gewechselt habe, keine Änderung feststellen können.
Er lief vorher wie nachher gleich - tadellos.


15 Jahre (was bei 60 Minuten/Tag ca. 5.500 Betriebsstunden sind) sollten ja auch kein Problem darstellen, besonders nicht, wenn der Plattenspieler während dieser Zeit unverändert bleibt und nicht ständig Bastelobjekt ist.

Wenn, so wie bei Dir, Weidenkätzchen, nach über 20 Jahren, der Schaft immer noch ölig ist, ist's ein gutes Zeichen.

Der Lagertest übrigens, ist so gemeint, dass man den kompletten Teller auf ca. 33 UPM bringt und dann soll er frei möglichst +1 Minute laufen bis zum Stillstand. Wenn man dann noch - bei ruhiger Umgebung und mit Ohr am Teller - absolut kein Laufgeräusch hört,ist das Lager in Ordnung.

Tante Edit meint: 1 Milliliter können (habe ich eben gelesen) doch schonmal und durchaus ca. 20 Tropfen Flüssigkeit sein, bei Öl vielleicht etwas weniger?!
Sagen wir, 5-15 Tropfen ins Lager und den Schaft quasi eben "einstreichen".


[Beitrag von Pilotcutter am 30. Mrz 2011, 09:25 bearbeitet]
Dino_J
Stammgast
#26 erstellt: 31. Mrz 2011, 07:15

Weidenkaetzchen schrieb:
Seit wann vertragen sich Öle nicht?
Beim Auto darf man auch mischen...da gibts eine Konvention dass sich Öle vertragen müssen.


Dann mische mal Synthetik- mit Mineralöl.
Ich habe auch schon Unverträglichkeiten unter Synthetikölen beobachtet. Da kam es schon zu Lochfras in Aluminium. (Beispiel aus dem Maschinenbau)

Ich würde da kein Risiko eingehen und das alte Öl vollständig entfernen. Im Zweifelsfall nochmal alles raus und neu ölen.

Meist ist ja am unteren Ende eine Hartmetallkugel eingesetzt, auf welcher das Gewicht des Tellers liegt. Diese sollte man ebenfalls reinigen.
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#27 erstellt: 31. Mrz 2011, 07:27
Ne Kugel hab ich da aber nicht bemerkt???

kann das jemand bestätigen, dass da unten im Lager eine Metallkugel sitzen sollte?


Und sicher kannst du Synthetik- und Mineralöl mischen. Meinst du wenn jemand früher Mineralöl im Motor hatte und dann auf Synthetik wechselt vorher der Motor restlos vom altem Öl befreit wurde?
Pilotcutter
Administrator
#28 erstellt: 31. Mrz 2011, 08:41

Weidenkaetzchen schrieb:
kann das jemand bestätigen, dass da unten im Lager eine Metallkugel sitzen sollte?


Kann ich! Sitzt keine! Wenn (überhaupt untem am Lagerdorn) da eine sitzt ist die nicht original, kann aber u.U. richtig und gut sein.

Bei anderen Thorens Modellen - wohl aus der TD-125 Serie - gab es Lager mit entsprechender Kugel am Ende des Lagerdorns, wurde aber wohl in späteren MK Versionen auf einen Kegelförmigen Dorn geändert. Also, in Deinem Falle einfach mal am unteren Ende des Innenteller-Lagerdorns schauen wie die Spitze aussieht.

Untem am Lagerschaft ist ja dieser Kegeldorn, der sich mit sehr geringer Fläche auf dem Lagerspiegel dreht. Dieser kann sich bei heavy duty use flachreiben, und die Fläche die dreht wird größer und somit dreht sich das Lager schwerer, woll?! In solchen Fällen bohrt man unten in die abgeflachte Spitze sehr präzise ein Löchlein und in dieses Löchlein setzt man eine Hartmetall Lager-Kugel, die dann etwas herausschaut und einen neuen runden Kegeldorn bildet. Auf dieser Kugel dreht sich nun der Innenteller.

Gruß. Olaf


[Beitrag von Pilotcutter am 31. Mrz 2011, 08:42 bearbeitet]
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#29 erstellt: 31. Mrz 2011, 11:34
OK..also im Lager selbst ist keine Kugel. Der Dorn läuft unten spitz zu, das hab ich noch in Erinnerung...bißchen abgerundet war die Spitze wohl,..ist ja auch schon 35 Jahre alt, aber wenn ich mich nicht täusche war da keine Metallkugel in den Dorn eingesetzt. (ist mir zumindest nicht aufgefallen)
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#30 erstellt: 31. Mrz 2011, 12:45
Das lässt einem ja alles keine Ruhe...jetzt hab ich extra nochmal aufgemacht...und paar Bilder geschossen

Sorry..mit dem Handy krieg ich keine besseren Bilder hin

DSC00308

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cmoss
Inventar
#31 erstellt: 31. Mrz 2011, 12:53
Hallo,

es ist eigentlich klar, wenn der Dorn unten rund, kegelförmig o.ä. ist, wäre eine Kugel Unsinn, da die Spitze von der Kugel ja immer in eine Richtung abrutschen würde, also einen radialen Druck auf das Lager ausüben würde.

Gruß
Claus
Pilotcutter
Administrator
#32 erstellt: 31. Mrz 2011, 12:57

Weidenkaetzchen schrieb:
OK..also im Lager selbst ist keine Kugel. Der Dorn läuft unten spitz zu, das hab ich noch in Erinnerung...bißchen abgerundet war die Spitze wohl,..ist ja auch schon 35 Jahre alt


Diese Plattenteller-Lager sind schon eine Wissenschaft für sich und werden eigentlich, dafür dass sie mit am meisten leisten in einem Plattenspieler kaum geachtet. Der ganze Segen des Plattenspielers hängt ja - oder ruht und routiert - ja auf dieser kleinen abgerundeten Spitze unten am Lagerschaft. Dafür, dass das - wie bei Dir - 35 Jahre ohne Einschränkung vonstatten geht, steckt in so einem Lager eine Menge Überlegung seitens des Herstellers.
Das Prinzip ist ja quasi wie bei einem Kreisel.
Die minimale Auflagefläche spielt eine Rolle, ist sie zu groß wird's schwergängig, ist sie zu klein, bohrt sie sich über kurz oder lang in den Lagerspiegel oder flacht schneller ab. Dazu müssen Lagerdorn und Lagerspiegel (der Boden der Lagerbuchse auf dem der Lagerdorn/schaft mit einem Drehpunkt ruht) auch in den Materialien und besonders in den Härtegraden der Materialien zueinander passen; indem sie unterschiedlich sind. IMHO muss der Lagerspiegel von einem etwas "weicheren" Härtegrad sein, als der Dorn. Wenn man 2 gleiche Materialien mit gleichem Härtegrad als Dorn und Spiegel nähme, würden sie sich - theoretisch und/oder praktisch) gegeneinander aufreiben oder hätten zumindest die Tendenz dazu. Einige Theorien präferieren wiederum härteres Material für den Lagerspiegel als beim Lagerdorn.

Diese Thorens Lager arbeiten in der Regel immer noch am besten, wenn man sie nicht verändert. Lagerdorn und Lagerspiegel sind in einem, nach Material, Kräfteverteilung, Geometrie und nicht zuletzt Öl optimal abgestimmten Verhältnis zueinander.

Wobei IMHO der Typ Öl noch das Geringste Problem ist. Hauptsache, eine Schmierung ist überhaupt vorhanden.

Just my two cents zum Lager.



Edit: Sehe jetzt erst Deine Bilder. Was lässt Dir denn keine Ruhe?


[Beitrag von Pilotcutter am 31. Mrz 2011, 13:00 bearbeitet]
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#33 erstellt: 31. Mrz 2011, 13:25
Das mit der Kugel und der Dornspitze. Ich hab da beim Befüllen nicht großartig drauf geachtet.
Ob da ne Kugel irgendwo sein soll, oder ob die Spitze verschliessen ist oder ich einfach was verloren hätte beim Rumbasteln....aber scheint alles ok.
Hab jetzt nochmal Öl nachgefüllt beim erneuten Zusammensetzen...jetzt siehst du auch wie das mit dem Küchenpapier funktioniert
Pilotcutter
Administrator
#34 erstellt: 31. Mrz 2011, 13:42

Weidenkaetzchen schrieb:
aber scheint alles ok.


Das würde ich ausagen. Ansonsten "Lagertest" wie o.a.


Hab jetzt nochmal Öl nachgefüllt beim erneuten Zusammensetzen...


Viel hilft viel, oder wie war das?!


jetzt siehst du auch wie das mit dem Küchenpapier funktioniert ;)


Ja, Danke, compris. Ich mach's aber nicht in der Küche - also den Ölwechsel - und so wie ich es mache - also den Ölwechsel - braucht man auch kein Zewa. Ich bleibe dabei, dass ich Ölwechsel nur mache, wenn ich den Plattenspieler überkopf halten und die Lagerbuchse quasi ausspülen kann mit Spray. Gefäße und Hohlräume lassen sich nunmal nur gänzlich reinigen und entleeren durch eine 180° Neigung. Mit Q-tips® in der Lagerbuchse rühren in der Hoffnung allen Abrieb und alles alte Öl nach oben zu befördern halte ich für eine unzureichende Reinigung.

Gruß. Olaf



[Beitrag von Pilotcutter am 31. Mrz 2011, 13:43 bearbeitet]
cmoss
Inventar
#35 erstellt: 31. Mrz 2011, 15:15
Hallo,


allen Abrieb und alles alte Öl


also ich behaupte mal, da gibt es keinen Abrieb. Das ist zwar keine hydrodynamische Schmierung, kommt ihr aber wohl sehr nahe, immerhin läuft das Lager im Ölbad. Ich habe auch noch nie ein Tellerlager gesehen (viele waren das allerdings nicht, ich habe erst den dritten Dreher in Betrieb) bei dem das Öl im Lager schwarz war.

Gruß
Claus
Weidenkaetzchen
Gesperrt
#36 erstellt: 31. Mrz 2011, 15:25
stimmt...das "alte Öl"...was vorher drinne war, war glasklar..also vom optischen her wie neu. Mir kams nur bißchen wenig vor und natürlich war es definitiv über 20 Jahre alt, aber vom Verschleiß hab ich nichts gesehn.

Ich sags gerne nochmal....das ist nicht mit einem "Motor" zu vergleichen, wo ganz andere Kräfte und Belastungen wirken und irgendwelche Verbrennungsgase usw. Einfluss nehmen.

Es ist ein langsamdrehendes, kräftemässig wenig beanspruchtes Lager.....man solte daraus keine Doktorarbeit machen.
hf500
Moderator
#37 erstellt: 31. Mrz 2011, 20:44
Moin,
es gibt aber noch "Spezialisten", die packen entweder Tellerauflagen aus Kupfer (gab es mal) oder Plattengewichte drauf. Dann wird aus dem maessig belasteten Lager ein hochbelastetes, ich gehe mal davon aus, dass die Lager nicht auf solche Zusatzlasten ausgelegt sind.

Ob ein Lageroelwechsel hier wirklich notwendig ist, kann wohl niemand sagen. Es gibt genug Spieler, bei denen ein Wechsel nicht vorgesehen ist (fast alle mit Direktantrieb z.B.) und die auch noch problemlos laufen. Ich hatte allerdings auch schon einen Sony-Direkttriebler auf dem Tisch, bei dem das Oel versagt hat (schwarz und zaeh geworden) und das Lager sehr deutliches Laufspiel bekommen hat (Tellerrand liess sich durch Kippen um 2mm heben/senken). Da half auch kein Neuschmieren mehr ...

Solange die Lager immer noch gesund aussehen, sollte man sie lassen, wie sie sind.

73
Peter
Dino_J
Stammgast
#38 erstellt: 01. Apr 2011, 18:29
Häng Dich mal nicht darauf auf, daß ich schrieb "meist ist hier eine Hartmetallkugel"

Das ist bei Deinem Dreher nicht so. Da ist das untere Ende der Tellerachse ja schon kugelförmig ausgebildet und smit nicht auswechsel- oder verlierbar.

Zum Öl schreibe ich jetzt nichts mehr, Du glaubst es ja doch nicht.
music*makes*me*high
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 18. Sep 2011, 22:38
Ich hab mir einen angeblich voll funktionstüchtigen Thorens TD 145 MK II aus der Bucht geangelt.Als der Dreher dann ankam habe ich den Plattenteller gleich mal per Hand und ohne Riemen angeschoben.Der Teller drehte sich leider deutlich unter zwei Minunten und veursachte dabei unangenehme Kratzgeräusche.Erst habe ich versucht,das Problem mit dickem Öl zu lösen,vergeblich

Anschließend habe ich mir bei Joel ein Polierset ink Lageröl besorgt.Und nach der Kur lief der Teller locker 6 Minuten lang und absolut leise ( kein Geräusche mehr vorhanden) Joel schrieb in seiner Anleitung,dass das Lager nun so gut wie neu sei und das Gerät nach der Kur noch ein paar Stunden laufen sollte.Gesagt,getan!

Und nun bin ich sehr zufrieden.
Joel ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert!
Mein ehemaliger Chef sagte immer: Erfahrung kann man sich nicht kaufen.Ich glaube, er kannte Joel nicht
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