Test bis 250 Euro: MDR-1R, Creative Aurvana Live,MDR-V55, UE 6000, Bose AE2w, Porta Pro & Co.

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Fidelity_CLG
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 09. Jan 2014, 01:20
Ich möchte hier meine Erfahrung zu diversen Kopfhörern bis 250 € schildern. Ich bin kein Hifi-Profi und würde mich auch nicht sonderlich Audiophile bezeichnen, jedoch trage ich viel Kopfhörer. Alles fing an mit Computerheadsets, da hab ich so ziemlich alles gehabt von günstig bis teuer. Irgendwann wurde es mir zu blöd neue Headsets zu kaufen und ich bin auf seine seperate Mikrofon-Kopfhörer-Kombi umgestiegen. Bis dahin war der Koss Porta Pro mein mobiler Begleiter und ich war happy.

Dann kam der erste Kopfhörer in Form eines Sony MDR-V55. Da Kopfhörer einem allgemeinen Trend unterliegen und ich auch als Student viel mit Kopfhörer rumlaufe war dies meine erste Wahl. Je mehr ich im Internet gelesen hab, desto mehr Equipment habe ich nun angechafft: Fiio E10, einen Sansa Clip Zip Player mit Rockbox, hab FLACs "gekauft", dann kam ein Sony MDR-1r, noch ein Bose AE2w, schließlich auch der Creative Aurvana Live, ein MDR-MA300 und zuletzt der Logitec UE 6000. Und das sind nur die Errungenschaften des letzten halben Jahres. Ja ich glaub ich hab nun komplett übertrieben, und letztendlich kann ich nur mit einem Kopfhörer hören. Achja In-Ears kamen auch noch dazu, aber das einzige was ich an dieser Stelle dazu sagen will ist: Creative EP 630 für 15 € !!! Und als kleines Fazit vorweg, das was in den Foren so geschrieben wird stimmt meistens. Und die Dauerbrenner wie der CAL! oder der Porta Pro sind nicht umsonst so beliebt. Aber ich hab mir den Spaß gemacht selbst reinzuhören und Kopfhörer ist definitiv nicht Kopfhörer.

Ein muss und das allerwichtigste beim Musik hören ist die Quelle. Guter Player, DAC, Verstärker haben maßgeblichen Einfluss auf die Qualität. Wenn ich nun einen Equalizer habe, kann ich mir die Musik so einstellen wie sie mir gefällt und muss eigentlich nicht unzählige Kopfhörer haben. Eine neutrale Abstimmung ist nie von Nachteil, das ist meine Erfahrung.
So nun zu den Kopfhören, ich möchte hier nur kurz meine Erfahrungen wiedergeben und kein Review zu den einzelnen Kopfhörern abgeben.

Koss Porta Pro:
Kult, seit 1984 unverändert gebaut, Kopfhörer mit dem größten Wow-Effekt. Wer den noch nie gehört hat und mit dem 80er Jahre-Walkman style wie ich völlig einverstanden ist, etwas mehr Bass mag, der ist hier genau richtig. Die Leistung wird man von so einem kleinen Bügel-Kopfhörer nicht erwarten. Satter, kräftiger Klang und für die meisten Musikstücke super. Kleinstes Faltmaß, super komfortabel und ultra-leicht. Wenn ich nur einen behalten könnte, dann den hier. Vor allem wegen der lebenslangen Garantie. Klang ist basslastig, aber nicht so dass es die Musik verschandelt, bringt die Ohren leicht zum vibrieren und einen fetten Smiley ins Gesicht.

Sony MDR-1RS:
Der feinauflösende, super detaillierte und beste Kopfhörer in meiner Sammlung. Leicht und weich, die Verarbeitung, das Leder, die Tasche, sogar die Verpackung High-End. Der Klang ist sagenhaft, vor allem mit guter Sound-Quelle. Räumlich hat er die beste Darstellung und eine sehr trockenen Bass. Nix für Beats-Fans, der Bass kommt kraftvoll aber dosiert, am ehesten an der musikalischen Wahrheit. Der Sony MDR-1r vermittelt in allen Belangen die höchste Qualität. Nicht ganz so portabel und leicht wie der Bose, ist aber dennoch überraschend viel leichter als man denkt. Wer etwas mehr ausgeben will und auch etwas Old-.School ist wie ich, beschenkt sich mit dem MDR-1R selber.

Bose AE2w:
Leicht, sehr robust, ultra flexibel aber auch teuer. Die Verarbeitung fühlt sich super an, er connectet bltzschnell und kein Rauschen im Wireless-Mode. Der klang ist nicht so detailiert wie beim Sony und auch der Bass ist zurückhaltend. Er klingt nicht langweilig aber ist für 220 € rein musikalisch sein Geld nicht wert. Aber die Bluetooth-Funktion und die Verarbeitung überzeugen dann dennoch und es wundert mich nicht, dass er einer der besten Wireless-Kopfhörer ist. Nicht falsch verstehen, aber für 220 € klingt er wirklich nicht so viel besser als ein CAL! Wireless kostet halt.

MDR-V55
Der bessere Beats Audio. Wenn ihr Clubsound wollt, hier bitte: einmal Sony MDR-V55. Optik super, fühlt sich an wie ein SUV, mega robust aber nicht der komfortabelste Freund. Nach einiger Zeit drückt er auf die Ohren. Intesive Bässe, kommt aber mit jeglicher Musik zurecht. Für Leute den Robustheit wichtig ist und auch der Preis. Verarbeitung ist super, Flachkabel mit einseitiger Führung, stylisch und für den Preis super.

Creative Aurvan Live
Wird nicht umsonst überall so hoch gehandelt, klasse Allrounder mit moderatem Bass und etwas kleinen Ohrmuscheln. Aber für 50 € besser als die Bose, nur nicht so hochwertig. Manchmal denk ich mir: Der Creative, ein Sansa Clip Zip und was willst du mehr. Astell & Kern, Bower & Wilkins, wofür? Super Preis-Leistung und kann locker bis 200 € mit allem mithalten.

UE 6000
Der bessere CAL! aber auch etwas teurer. Anfangs haben die UE 6000 199€ gekostet nun gibt es sie für 99 € und Sie sind mein eigentlicher Favorit in diesem Test. Sie isolieren zwar gut, aber Noise-Canceling aller Bose Quiet Comfort gibts nicht. Jedoch bietet der eingebaute Verstärker einen anderen Vorteil: die UE 6000 werden auf Knopfdruck basslastiger und etwas mehr In-Your-Face. Aber im positiven, ohne Verstärker klingen sie etwas nüchterner. Dafür aber auch feiner und sauberer. Verarbeitung ist fast so gut wie beim MDR-1r, jede Menge Zubehör und alles fühlt sich High-End an. Sogar für 199 € würde ich hier sagen, klarer Tipp. High-End bis hin zur Verpackung, klingt absolut überzeugend, ist von der Optik nicht meine erste Wahl und dem MDR-1R unterliegt er in Sachen Details.

MDR-MA300
Komfortabel, klanglich ähnlich wie der Porta Pro. Lautstärke ist nur mäßig, kann aber dennoch überzeugen und ist für 25 € zu haben. Offene Bauweise und 3m Kabel machen den mobilen Einsatz unmöglich. Ist aber Teil meiner Headset-Kombi und täglich im Einsatz.

Hoffe meine Erfahrungen können für irgendjemand etwas hilfreich sein, ansonsten kann ich nur empfehlen: selber testen. Das ganze Lesen verschafft einem nicht den Höhreindruck mit den eigenen Ohren. Vor allem im Tragekomfort und der Verarbeitung gibt es größere Unterschiede als beim Klang. Ansonsten Danke ich dem Forum für eure Reviews, ich hoffe ich kann hiermit einen kleinen Teil beisteuern, beste Grüße.


[Beitrag von Fidelity_CLG am 09. Jan 2014, 16:16 bearbeitet]
meltie
Inventar
#2 erstellt: 09. Jan 2014, 13:38
Finde ich gut! Kann ich auch alles im wesentlichen so unterschreiben (den MDR-MA300 kenne ich allerdings nicht).
Schlappen.
Inventar
#3 erstellt: 09. Jan 2014, 13:47
Kurz, knackig, auf den Punkt kommend, nachvollziehbar, ohne jegliches Geschwurbel.
So wünsch ich mir mehr Reviews !! Danke sehr.
Fidelity_CLG
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 10. Jan 2014, 00:01
Aufgrund der Review und eines glücklichen Zufalls konnte ich heute den Hifi-er dre23 kennenlernen. Netter Kontakt und ich wunder mich immer wieder wie klein diese Welt ist Hab ihm den MDR-1r, den CAL und den UE 6000 zur Probe mitgebracht und er konnte meine Höhreindrücke ebenfalls bestätigen.
dre23
Inventar
#5 erstellt: 10. Jan 2014, 00:36
Absolut! Das sind die schöne Dinge eines Forums, solche Zufälle
Ich glaube hier fehlt jetzt ein CAL!2 zur Vervollständigung
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