Sony TA-F445R | Kanal B defekt

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TheFantomas
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 12. Okt 2017, 19:06
Guten Abend,

gestern ist mitten im Betrieb des Sony TA-F445R K rauch aus dem Gehäuse gekommen und gleichzeitig Kanal B verstummt. Es waren beide Kanäle aktiv (Kanal A funktioniert auch noch einwandfrei) und er ist auch nur auf geringer Leistung gelaufen.

Da ich von HiFi-Technik grundsätzlich sehr wenig Ahnung habe, Elektrotechnisch jedoch nicht ganz unbegabt bin wollte ich mal fragen ob mir jemand bei der Fehlersuche behilflich sein kann da ich eben nicht weiß wo genau ich mit der Fehlersuche anfangen soll.
Zu beachten ist allerdings dass das Relais RY401 nun seit fast 3 Jahren (Vollkommen Problemlos) durch einen Schalter getauscht wurde (ja ich weis, das ist nicht die Optimallösung) da die Sicherheitsschaltung einen Macken hatte und sporadisch im 10-Minuten Intervall geschalten hat.
Grundsätzlich wurde er zwar gut warm aber nie bedenklich heiß.

Sollte es einer der Transistoren sein, wollte ich mal fragen ob ich die aktuell eingebauten 2SK2519 und 2SJ200 durch folgende tauschen kann 2SK3497 und 2SJ618 .

Eine Reparatur/Service-Anleitung ist übrigens hier zu finden: Anleitung

Vielen Dank schon mal
Gruß Nico


[Beitrag von TheFantomas am 12. Okt 2017, 19:30 bearbeitet]
PBienlein
Inventar
#2 erstellt: 13. Okt 2017, 06:22
An Deiner Stelle würde ich die Kiste entsorgen, denn:


Zu beachten ist allerdings dass das Relais RY401 nun seit fast 3 Jahren (Vollkommen Problemlos) durch einen Schalter getauscht wurde


Von "problemlos" kann ja nicht die Rede sein, schließlich dürfte es einen Grund gegeben haben, weshalb die Schutzschaltung angesprochen hat. Das Ende vom Lied ist, dass jetzt ein richtig großer Schaden entstanden ist. Ich hoffe, die Lautsprecher sind dabei auch kaputt gegangen. Das ist als wenn man beim Auto die Airbags ausbaut und sich dann wundert, wenn die Insassen beim Crash sterben .

Betrieben wurde der Verstärker scheinbar auch verkehrt. Für mich sieht es so aus, als wären die Boxen falsch angeschlossen worden. In Verbindung mit gebrückten Endstufenausgängen war dieses Ergebnis eigentlich nur eine Frage der Zeit.
TheFantomas
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 13. Okt 2017, 06:59
Wollte noch eben mitteilen dass die Transistoren Q311 und Q312 von Gate gegen Source gemessen nur wenige kOhm haben. Die gegenüberliegenden Q362 und Q361 dagegen haben einen normalen -Widerstand.

Und nein, wegwerfen will ich ihn auf jeden Fall nicht, allein schon weil Kanal A ja noch einwandfrei funktioniert.
Betrieben wurde der Verstärker (zumindest meiner Meinung nach) auch nicht falsch.
Es waren 8Ohm Lautsprecher an Kanal 8 angeschlossen und 12Ohm Lautsprecher an Kanal B welche auch nur selten dazugeschalten wurden.

Falls also doch noch jemand eine Idee hat wäre das super. Ansonsten würde ich die beiden Transistoren tauschen, dabei frage ich gleich nochmal ob ich diese gegen die oben genannten tauschen kann oder nicht.

Danke,
Mfg Nico

PS: Entgegen deiner Hoffnung sind keine der Lautsprecher kaputt gegangen .


[Beitrag von TheFantomas am 13. Okt 2017, 07:00 bearbeitet]
PBienlein
Inventar
#4 erstellt: 13. Okt 2017, 07:38
Bei einem Stereo Verstärker werden üblicherweise die Boxen / Lautsprecher an "R"echts und "L"inks angeschlossen - so ist er konzipiert und zwar an den Ausgängen "A". Die beiden Ausgänge "B" sind simple Parallelschaltungen, weshalb sich die Gesamt-Impedanz halbiert. Das hat überhaupt nichts mit den Ausgängen "A" und "B" von PA-Endstufen zu tun. Einen "Kanal A" gibt es beim TA-F445R schlichtweg nicht! Es gibt nur eine Endstufe für Rechts und eine für Links - Stereo eben!

Die MosFETs sollten passen.

Aber all das ändert nichts an dem Murks mit der Schutzschaltung.


[Beitrag von PBienlein am 13. Okt 2017, 07:43 bearbeitet]
TheFantomas
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 13. Okt 2017, 15:37
Ja das weiß ich, genau deswegen war ich ja so verwundert.

Kann mir jemand sagen an was es dann noch liegen kann dass "Lautsprechergruppe B" nicht mehr funktioniert?
Wird ja wenn ich das richtig verstehe einfach per Schalter parallel dazu geschalten oder gibt es doch noch defekte Bauteile welche die Ausgabe blockieren könnten?

Transistoren


[Beitrag von TheFantomas am 13. Okt 2017, 15:44 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#6 erstellt: 13. Okt 2017, 15:53

Kann mir jemand sagen an was es dann noch liegen kann dass "Lautsprechergruppe B" nicht mehr funktioniert?


(Ich glaube hier wird einiges verwechselt...)
Somit müsste auch auf "Lautsprechergruppe A" nurnoch ein Kanal funktionieren, denn das sind die selben Endstufen, wie für B..

Dem Temperaturunterschied zufolge, liegt hier halt min. ein Endstufenschaden vor. Wie auch schon erwähnt, nicht ohne Grund
Was und wo etwas defekt ist, lässt sich nur ermessen. Dies kannst nur du, da wir das Gerät nicht hier haben.
TheFantomas
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 13. Okt 2017, 16:31
Also gestern hatte ich den Verstärker noch 2 mal getestet, beide mahle funktionierte Gruppe B nicht und ich meine auch Kanal B. Auf Gruppe A hatten sowohl der linke als auch der rechte Kanal funktioniert.

Also eben nochmal getestet, alle 4 Ausgänge funktionierten einwandfrei.
Ich kann es mir nicht erklären.
Da man ja aber sogar auf dem Wärmebild erkennt dass jeweils 2 Transistoren einen Macken zu haben scheinen würde ich diese gerne austauschen bzw. mir zumindest welche bestellen (dauert ja teilweise mehrere Wochen bis die kommen) damit ich sie im Notfall gleich austauschen kann.

Damit gleich nochmal zu der Frage, kann ich die alternativen Transistoren benutzen, sollte ich dann gleich alle 4 austauschen oder würden diese überhaupt nicht funktionieren?

Danke
DB
Inventar
#8 erstellt: 14. Okt 2017, 09:51
Die Erwärmung der Transistoren bedeutet nicht automatisch, daß sie auch defekt sind. Üblicherweise sitzt das Problem weiter vorn in der Schaltung.

MfG
DB
TheFantomas
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 14. Okt 2017, 11:59
Ok danke,

irgendwelche besonderen Bauteile auf die ich mal achten/durchmessen sollte?

Ich hatte ja aber auch bei dem vermeintlich kaputten Pärchen MOS einen sehr geringen Widerstand gemessen während die anderen einen normalen Wert hatten. Von daher würde ich mir ebene zumindest gerne ein Paar auf Reserve bestellen.

Gruß Nico
TheFantomas
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 16. Okt 2017, 13:36
Habe ihn jetzt noch ein paar mal laufen lassen, war teils sporadisch auf dem "defekten" Kanal.

Wenn mir jemand bestätigen könnte ob die alternativen Transistoren passen würde oder mit vielleicht eine andere, villeicht sogar bessere Alternative als die Originalen hat wäre ich sehr froh darüber.

Danke
PBienlein
Inventar
#11 erstellt: 16. Okt 2017, 16:54
Liest Du eigentlich auch, was man Dir schreibt?


Die MosFETs sollten passen.

Aber all das ändert nichts an dem Murks mit der Schutzschaltung.
TheFantomas
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 16. Okt 2017, 20:11
Natürlich lese ich was hier geschrieben wird, ich will die Schutzschaltung ja aber gar nicht ändern außer jemand hat auf wundersame Weiße eine Idee an was es liegen könnte oder würde zumindest schreiben wie/wo ich was nachgucken/messen soll, hatte ich ja auch schon gefragt ohne Antwort.

Da ich nun einfach Transistoren bestellen wollte falls sich die aktuellen nun vollends verabschieden und ich dann erst welche bestellen müsste könnte man ja auch einfach sagen ob ich die genannten Transistoren nun bestellen kann oder nicht.
tinnitusede
Inventar
#13 erstellt: 16. Okt 2017, 20:19

PBienlein (Beitrag #2) schrieb:
Ich hoffe, die Lautsprecher sind dabei auch kaputt gegangen.



Gratuliere, passt perfekt zu deinem Avatar,
tinnitusede
Inventar
#14 erstellt: 16. Okt 2017, 20:24

TheFantomas (Beitrag #12) schrieb:

Da ich nun einfach Transistoren bestellen wollte falls sich die aktuellen nun vollends verabschieden und ich dann erst welche bestellen müsste könnte man ja auch einfach sagen ob ich die genannten Transistoren nun bestellen kann oder nicht. :hail



wenn sie in einer Vergleichstabelle genannt werden, warum nicht.

Hans
PBienlein
Inventar
#15 erstellt: 17. Okt 2017, 04:30
Murks bleibt Murks! Eine derartige Umgehung der Schutzschaltung ist KEINE Lösung! Dann kann man die Sicherungen im Gerät auch gleich mit Alufolie umwickeln. Wenn ich dann lese, dass der TE diesen Murks gar nicht ändern will, braucht er eigentlich auch keine Ersatztransistoren, denn früher oder später wird es ihnen genauso ergehen.

Ein Wort noch zu den Ersatztypen: wer (Datenblätter) lesen kann, ist klar im Vorteil. Die MosFETs "sollten passen" ist ein positive Bestätigung der Anfrage. Vergleicht man die Datenblätter, so sind die wichtigsten Eckdaten im Rahmen oder sogar ein wenig besser, als bei den Originalen. Dazu brauchen sie auch nicht in irgendwelchen Vergleichslisten auftauchen.

Die Schutzschaltung sollte UNBEDINGT repariert werden. Den Fehler kann aber nur suchen, wer die Kiste vor sich stehen hat, denn dazu sind ein paar Messungen notwendig. Da aber noch nicht mal die Texte korrekt gelesen werden, mache ich mir auch nicht mehr die Mühe hier weiter zu schreiben, oder gar tiefer in die Schaltung zu schauen.

Und zu dem von tinnitusede zitierten und monierten Satz (Post #13) stehe ich, auch wenn hier offenbar einige anderer Meinung sind, denn so eine Modifikation ist in meinen Augen ein absolutes NO GO.

Ich bin dann hier raus...

Viel Erfolg


[Beitrag von PBienlein am 17. Okt 2017, 12:20 bearbeitet]
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