Subwoofer knattert nach Einschalten wie Harley

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Jannisdaddy
Neuling
#1 erstellt: 22. Jun 2019, 18:15
Hallo zusammen,
Seit einer Woche hört sich mein Teufel Subwoofer nach dem Einschalten an wie eine Harley, das "wubbern" je länger der SW eingeschaltet ist um so langsamer wird das Geräusch und hört dann nach ca. 15 Minuten ganz auf und man ganz normal und ungestört Fernsehen gucken.

Angeschlossen ist der SW an eine Teufel Soundbar, Neues Kabel und anderen Zuspieler habe ich schon ausprobiert, das Phänomen tritt auch auf wenn ich gar keine Zuspieler angeschlossen habe.
Das Wubbern tritt nur direkt nach dem ersten Einschalten auf, wenn es nach 15min weg ist kann ich das System auch kurz ausschalten, dann bleibt alles normal, erst wenn ich das System nach langer Zeit wieder einschalte fängt es wieder an.

ich habe probehalber einen anderen SW angeschlossen, leider völlig Erfolglos, ich vermute einen Fehler in der Soundbar an der Elektronik, kann mir da irgend jemand einen Tipp geben?
Vor etwa zwei Jahren war an der Sondbar schon einmal das interne Netzteil defekt (ließ sich nicht mehr einschalten), da habe ich div. Kondensatoren ausgetauscht und sie lief wieder wie am ersten Tag.

Vielen Dank für Eure Hilfe
Rabia_sorda
Inventar
#2 erstellt: 23. Jun 2019, 23:54
Auch hier könnte ich mir taube/geplatzte Elkos vorstellen. Schaue dort doch mal hinein und poste hier zudem Bilder von den Platinen. Evtl können wir auch etwas erkennen.
Jannisdaddy
Neuling
#3 erstellt: 25. Jun 2019, 18:44
Okay, vielen Dank für den Tipp werde ich die Tage mal reinschauen und ein Foto machen.
Jannisdaddy
Neuling
#4 erstellt: 16. Jul 2019, 12:58
Hallo zurück, ich bin endlich dazu gekommen den Teufel zu öffnen, ich kann leider keine unnormal aussehenden Elkos erkennen, wenn mir jemand sagen könnte welche Bauteile explizit in Verdacht stehen den Fehler zu verursachen, würde mir das schon mal riesig helfen.

Lieben Dank

Teufel
Teufel2
Teufel3
PBienlein
Inventar
#5 erstellt: 16. Jul 2019, 13:24
Hallo,

ich weiß zwar nicht wie Karsten das sieht, aber ich würde mal auf dem Netzteilboard mit der Fehlersuche beginnen; im nachfolgenden Bild rot markiert.

teufel4

Da es sich um ein Schaltnetzteil handelt, ist äußerste Vorsicht damit geboten, sofern man sich die Radischen nicht von unten ansehen will! Dass der Netzstecker gezogen sein muss, versteht sich von selbst. Zur Sicherheit sollte der große Primärelko über einen geeigneten Widerstand entladen werden, sofern so etwas nicht schon Teil der Schaltung ist. Dann sollte die Kapazität des großen Primärelkos überprüft werden. ACHTUNG! Wenn er nicht defekt sein sollte, hat er möglicherweise noch lange nach dem Ausschalten Gleichspannungen um 320 Volt! Das knallt nicht nur, sondern ist auch äußerst ungesund, wenn man mit den Fingern an seine Pins kommt!

Vom Board kann man aber leider kaum etwas erkennen, bis eben auf einen Teil der Primärseite des Netzteils. Hinter dem Kühlkörper wird möglicherweise der wahre Übeltäter in der Sekundärsiebung zu finden sein. Dafür muss das Board abgeschraubt werden und möglichst noch ein oder zwei Bilder hier eingestellt werden. Dann kann man da vielleicht etwas mehr zu sagen.

Gruß
PBienlein
Jannisdaddy
Neuling
#6 erstellt: 16. Jul 2019, 13:31
Danke für die schnelle Info, ich werde das Netzteil mal ausbauen und weitere Bilder machen.
Danke für den Hinweis mit der Gleichspannung, mein Multimeter sagt das der große Elko im eingebauten Zustand 1,0 Volt liefert, bedeutet für mich wohl das er keine Spannung mehr hat und ich die Platine weiter zerlegen kann.
An dem Netzteil habe ich vor zwei Jahren schon einmal div. Elkos ausgetauscht, da sich die Anlage nur für ca. eine Sekunde einschalten ließ.


[Beitrag von Jannisdaddy am 16. Jul 2019, 13:35 bearbeitet]
Jannisdaddy
Neuling
#7 erstellt: 16. Jul 2019, 13:46
Hier sind neue Bilder vom Netzteil, auch hier ist für mich nichts an gewölbten Elkos zu erkennen.Teufel-2-2
Teufel-1-2
Teufel-3-2
Jannisdaddy
Neuling
#8 erstellt: 16. Jul 2019, 14:10
Der große Primärelko liefert 93,2yF er soll 100yF haben, ist das noch in der Toleranz?

LG
Marcus
PBienlein
Inventar
#9 erstellt: 16. Jul 2019, 14:28
Nun, ein Elko muss nicht unbedingt aufgebläht sein, damit er defekt ist. Dieser Primärelko scheint aber der Messung nach noch ok zu sein. Wie sieht es sekundärseitig aus? Ich meine wenigstens einen großen Elko mit 2.200µF erkannt zu haben.

Wie viele unterschiedlichen Spannungen werden vom Netzteil generiert und welche Beträge haben sie?

Auch muss der Fehler nicht unbedingt in der Railspannung liegen - das war ja nur ein erster Ansatz. Wenn beispielsweise eine der Kleinspannungen (+/-15V) gegen einen defekten Elko generiert wird, könnte auch dieses Phänomen auftreten, bis die Spannungen dann möglicherweise doch nach einer gewissen Zeit symmetrisch sind.

Gruß
PBienlein
Jannisdaddy
Neuling
#10 erstellt: 16. Jul 2019, 14:46
Oha... das muss ich erst mal sacken lassenhttp://www.hifi-forum.de/images/smilies/8.gif
Ich glaube da bin ich mit meinem Latein am Ende, das ist wohl zu kompliziert für mich. Erst mal Vieeeeelen Dank für die Unterstützung bis hier hin.... Ich melde mich wie es weiter geht ob es vielleicht doch eine komplett neue wirdhttp://www.hifi-forum.de/images/smilies/hail.gif

LG
Marcus
Rabia_sorda
Inventar
#11 erstellt: 16. Jul 2019, 18:20
Ich würde zumindest einmal die Dioden (auch die am Kühlkörper), die Graetzbrücke und die Widerstände durchmessen. Das solltest du womöglich noch hinbekommen.
Die Kondensatoren hast du ja anscheinend schon durchgemessen (auch die Folien?) .
Wie es bei dir um die Beschaffenheit einer Messung von Transistoren steht, kann ich natürlich nicht sagen. Dies ist aber zumindest einfacher als Messungen von den Optokopplern und allgemein von IC´s.

Evtl liegt der Fehler aber auch nicht am Netzteil und er könnte im Vor-/Endverstärker lauern.
Bollze
Inventar
#12 erstellt: 16. Jul 2019, 21:36
Die Kapazitätsmesser arbeiten meist mit zu niedriger Frequenz, z.B. 1 KHz oder weniger Man sagt nicht um sonst die Elkos werden taub, mit taub meint man der Abfall beginnt in den hohen Frequenzen.
Elkos gerade in Schaltnetzteilen und HF /Digitaltechnik misst man besser über den ESR.
Dieses unten verlinkte Messgerät misst mit 60 kHz, es gibt auch welche mit 100 kHz Messfrequenz,
Damit habe bisher alle taube Elko gefunden, im eingebauten Zustand, Manchmal war ein Gegencheck mit einen Ohmmeter nötig, selten muss man dazu die Elkos ausbauen.
Eins der effektivsten Messgeräte :
https://files.elv.co...ds/52699_ESR1_UM.pdf

Ansonsten die Platine auskühlen lassen und vor den Anschalten mal die Platine mit den Haarfön vorheizen.
Also erstmal das Netzteil, Fehler bei Anschalten sofort weg - > Fehler im Netzteil und so weiter,
Dann Prinzip Gieskanne oder Raten da mit den Fön einen Übeltäter, der zwischen vielen Elko sitzt, nicht sicher erkennen kann.

Taube SMD-Elkos , habe ich schon oft gehab, man sieht es den Dinger nicht an, z.B. bei einen SONY Video 8 Camcorder war mal praktisch alle tot, zig Stück, alle taub, besser gehörlos. Ausbau der SMDs mit zwei Lötkolben relativ einfach. Beide Pins gleichzeitig heiss machen und wegschieben, die Büchse.

Bollze


[Beitrag von Bollze am 16. Jul 2019, 21:41 bearbeitet]
Jannisdaddy
Neuling
#13 erstellt: 16. Jul 2019, 21:41
Tja Leute, Euer Vertrauen in meine Elektronikkentnisse in allen Ehren, aber das wird dann doch zuviel für mich
Man sollte aber auch wissen wo man am besten aufhören sollte und an dem Punkt bin ich gerade.
Es wird dann wohl auf ein neues Gerät hinauslaufen.
Vielen Dank auf jeden Fall an alle für Eure Unterstützung.

LG
Marcus
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