Klipsch SW-115 Endstufe defekt

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MoD1977
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 25. Aug 2017, 07:24
Hi,

mir ist vor ein paar Wochen einer meiner beiden SW115 eingegangen.
Vermutlich Überspannung, Elkos hochgegangen.
Hab nun zwar die Elkos ausgetauscht aber leider tut sich noch immer nichts.
Meine Überlegung ist nun dass (falls ich sie nicht zum laufen bringe) ich mir eine PA-Endstufe besorge und Ihn darüber laufen lasse.
Sicherheitshalber groß genug um den 2en auch anschließen zu können (falls es mal soweit kommt).
Die benötigten Leistungsdaten weiß ich zwar aber was ich nicht weiß ist wie viel Ohm der Treiber hat.
Hat da zufällig wer eine Info dazu?

LG
MoD
PBienlein
Inventar
#2 erstellt: 25. Aug 2017, 15:29
Hallo,

geht es um Klipsch SW 115? Je präziser die Angaben, desto eher kann man was dazu sagen


... Vermutlich Überspannung, Elkos hochgegangen.


Was bringt Dich zu der Annahme, dass die "Elkos hochgegangen" sind? Und vor allem, welche? Wie auch immer: das Ganze hört sich für mich eher nach defektem Schaltnetzteil oder möglicherweise auch einer defekten Endstufe an und sollte sich dann auf jeden Fall jemand anschauen, der weiß wie das geht. In Schaltnetzteilen liegen lebensgefährliche Gleichspannungen an! Kannst Du Bilder der Elektronik hier einstellen?

Die Impedanz Deines Lautsprechers kannst Du übrigens mit einem Messgerät ermitteln. Bei Subwoofern sind es meist 4 Ohm, also vermutlich misst man dann 3,irgendwas Ohm.

Gruß
PBienlein
MoD1977
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 25. Aug 2017, 16:24
Hallo,

ja es geht um den Klipsch. (hab den Titel nun geändert)
Wollte es im Unterforum zu dem Sub posten aber bin dann hierher verschoben worden.

Einer der beiden stabilisierungs- Elkos hatte eine Beule und da beide in Serie geschalten sind hab ich gleich beide getauscht.
Ansonsten waren keine defekten Bauteile zu sehen.
Werde mich nun noch weiter durchmessen um den Fehler zu finden.
Da meine Ausbildung zum Radio- und Fernsehmechaniker aber schon fast 25 Jahre zurück liegt und ich im Elektronik Bereich nun auch schon seit mehr als 10 Jahren nicht mehr tätig bin, ist alles etwas eingerostet.

thx

LG
MoD
Rabia_sorda
Inventar
#4 erstellt: 25. Aug 2017, 22:10

Einer der beiden stabilisierungs- Elkos hatte eine Beule und da beide in Serie geschalten sind


In Serie kann ich mir nicht vorstellen, aber auch nicht parallel.
Liegen die Spannungen denn zumindest an dem Netzteilausgang an?


[Beitrag von Rabia_sorda am 25. Aug 2017, 22:11 bearbeitet]
PBienlein
Inventar
#5 erstellt: 26. Aug 2017, 05:41
Hallo zusammen,

leider stellt der TE bislang kein Bild ein. Dabei wäre es für das Verständnis der Funktionsweise schon wichtig. Ich habe mal im Forum gestöbert und einen älteren Fred gefunden, wo es auch um Probleme mit einem Klipsch SW-115 ging ( http://www.hifi-forum.de/viewthread-106-8121.html ) und folgendes Bild gefunden:

Klipsch-sw-115_innen

Das Mainboard besteht wie bereits vermutet, im wesentlichen aus einem Schaltnetzteil mit einer Class-D Endstufe - oben links zu erkennen (die 4 MosFETs auf dem Aluprofil). Die rote (Doppel?)Spule oben rechts dürfte im Spannungsausgang des Netzteils liegen. Auf eine Siebung der Endstufen-Sekundärspannung(en) hat man interessanterweise ganz verzichtet - wohl aus Kostengründen. Die beiden großen Elkos (470µF/200V) in der unteren Bildhälfte gehören zum Primärkreis des Schaltnetzteils und sind tatsächlich oftmals in Serie geschaltet - ebenfalls aus Kostengründen um die Spannungsfestigkeit mit Reserve zu bekommen. Dort lässt sich - je nach Schaltungskonzept - häufig der 115V-Betrieb realisieren - man lässt eben eine Halbwelle weg ;). Hier dürfte das allerdings eher nicht möglich sein, weil eben die Sekundärsiebung für die Endstufe fehlt.

Es wäre also in der Tat interessant zu wissen, ob wenigstens das Schaltnetzteil noch seinen Dienst tut oder ob möglicherweise ein MosFET in der Endstufe defekt ist und die Kiste auf Protect schaltet. Leider gehen in solchen Konstruktionen sehr oft die Schaltnetzteile, bzw. deren Steuerung kaputt. Eine Reparatur ist nicht ganz trivial, aber TE kommt ja vom Fach, was ich fälschlicherweise aufgrund der gestellten Fragen zunächst nicht angenommen hatte. Sorry also für meine Fehleinschätzung.

Gruß
PBienlein


[Beitrag von PBienlein am 26. Aug 2017, 05:51 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#6 erstellt: 26. Aug 2017, 07:35

Die beiden großen Elkos (470µF/200V) in der unteren Bildhälfte gehören zum Primärkreis des Schaltnetzteils und sind tatsächlich oftmals in Serie geschaltet


Interessant. Das ist mir (bewusst) noch niergendswo aufgefallen. Wahrscheinlich deshalb, weil ich im Primärkreisen eines SNT noch nie einen Fehler gesucht hatte. (Man lernt ja nie aus )
Ingor
Inventar
#7 erstellt: 26. Aug 2017, 14:57
Manchmal wird so etwas auch wegen der Baugröße von Kondensatoren gemacht.

Tatsächlich ist die Reparatur eines Schaltnetzteils die absolute Königsdiziplin. Ich habe schon vieles repariert, an den Schaltnetzteilen bin ich meistens gescheitert. Meistens fehlt der Schaltplan und durch die fiese Rückkopplung der Sekundärseite auf die Primärseite, die hohen Spannungen auf der Primärseite und die unangenehme Eigenschaft, dass bei Defekt eines Bauteils gleich weitere mitgerissen werden, ist es mit dem Austausch in diesem Falle der Siebkondensatoren, im Primärkreis natürlich nicht getan. Mindestens der Brückengleichrichter und der Schalttransistor müssen geprüft werden. Und Achtung! Die Kondensatoren laden sich auf 400 V auf und entladen sich bei defektem Netzteil nicht. Die müssen also immer entladen werden, bevor man wieder löten möchte, oder Hand anlegt. Mein Rat Finger weg.
MoD1977
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 27. Aug 2017, 02:39
Hallo,

hat leider einiges zu tun und deshalb noch kein Foto eingestellt, sorry.
Dank an PBienlein der mir hier zuvor gekommen ist.

Ich habe gestern die Endstufe nochmal eingebaut und getestet.
Dabei hat sich dann mit lautem Knall der AC-DC converter verabschiedet.
Der ist auf der kleinen Hochkant gestellten Leiterplatte mit dem kleinen Trafo links neben dem grossen Trafo in der Mitte (unter dem schwarzen Siliconkleber).
An diesem Punkt gebe ich auf und werde nach einer andern Loesung suchen.
Ob ich mir nun eine neue Endstufe aus Amerika schicken lasse oder es mit einer PA-Endstufe versuche muss ich mir noch Ueberlegen.
Tips, Meinungen und Empfehlungen sind willkommen.

Danke vorerst fuer die Unterstuetzung.

LG
MoD
PBienlein
Inventar
#9 erstellt: 27. Aug 2017, 07:12
Oje Bei der kleinen aufrecht stehenden Platine unten links vermute ich das Standby-Netzteil oder wenigstens einen Teil davon. Ich kann es auf dem Foto aber leider nicht genau erkennen. Blöde Frage: wurden die beiden großen Elkos korrekt gepolt eingelötet?

Zum Thema PA-Endstufe: der Klipsch dürfte ja einen integrierten Tiefpass Filter haben, damit nur tiefe Frequenzen verstärkt werden. Eine PA-Endstufe hat so etwas normalerweise nicht und man müsste wenigstens - je nach Setup - noch eine aktive Frequenzweiche davor schalten. Ich würde daher einen Reckhorn 4xx als Subwoofer Verstärker empfehlen. Der hat alles was man braucht, um den Klipsch extern zu befeuern.

Gruß
PBienlein


[Beitrag von PBienlein am 27. Aug 2017, 09:56 bearbeitet]
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