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Canton Chrono SLS 790 mit 35 Ohm, Defekt oder Denkfehler+A -A |
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Kugel0815
Neuling |
#1
erstellt: 14. Jan 2026, 13:14
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Hallo Experten, ich bin vor kurzer Zeit an günstige Canton Chrono SLS 790 DC gekommen. Leider stellte sich heraus, dass die Hochtöner bei beiden Lautsprechern defekt waren. Die wurden dann von mir ausgebaut und nach Canton zum Reconing eingeschickt. Erste Diagnose des Technikers von Canton war „Chassis wurden extrem überlastet, Spulen verbrannt“. Die Instandsetzung wurde dennoch durchgeführt. Im Nachhinein dachte ich mir, dass bei der diagnostizierten Überlastung der Hochtöner evtl auch andere Bauteile (Weiche) einen Schaden genommen haben könnten. Für eine grobe Beurteilung habe ich mit einem Baumarktmultimeter die Widerstände an den Anschlussklemmen der Lautsprecher gemessen. Es wurden von mir 35 Ohm gemessen. Ich hatte eigentlich einen Wert zwischen 4 und 8 Ohm erwartet. Ohne Brücken am Anschlussterminal konnten dann auch Hochton und Tiefton getrennt gemessen werden. Hochpass = 2,9 MOhm und Tiefpass = 35 Ohm. Ist meine Vorgehensweise mit dem Multimeter sinnvoll, habe ich da einen Defekt festgestellt oder nur Mumpitz gemessen. Jeder handelsübliche Lautsprecher sollte m.M.n. einen Wert zwischen 4 und 8 Ohm haben oder sehe ich das falsch? Die Lautsprecher wurden bereits in Betrieb genommen und spielen einwandfrei. Grüße und vorab schonmal vielen Dank für eure Hinweise Kai Wilkens |
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PilotEnthusiast
Stammgast |
#2
erstellt: 14. Jan 2026, 13:57
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Moin, durch deine Messung lässt sich erstmal nicht sagen, ob ein defekt vorliegt. Ich weiß auch nicht wie die Frequenzweiche aufgebaut ist. Wichtig: mit einem Multimeter misst du DC. Dein Lautsprecher wird aber durch den Verstärker mit AC betrieben. Es könnte also gut sein, dass im Basszweig ein Kondensator im „Weg" ist. Dieser würde bei einer DC Messung keinen Strom durchlassen und einen extrem hohen Wiederstand bewirken. Auch im Hochtonzweog kann es ein solches Problem geben. Hier sind aber Mittel- und Hochtöner jeweils anders an der Frequenzweiche angeschlossen. Vielleicht hast du dadurch nur einen der Pfade gemessen. Sind die Hochtöner momentan wieder eingebaut? Um sicher zu sein, müsstest du alle Bauteile einzeln mit einem geeigneten Messgerät messen. |
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Klaus_N
Inventar |
#3
erstellt: 14. Jan 2026, 15:06
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Hallo, Hier ein interessanter Artikel über Cantons DC Schaltung.Interessant ist darin, das Diagramm des Impedanzverlaufes eines Lautsprechers mit Hochpass im Tiefton. Man sieht, dass mit zunehmend niedrigerer Frequenz im Tiefton die Impedanz immer mehr ansteigt. So könnte sich die DC Widerstandsmessung mit dem Multimeter erklären. Für eine aussagekräftiges Ergebnis müsste die Impedanzmessung mit einem Sinussweep mittels einer Software wie LIMP oder REW durchgeführt werden. Edit: Die Messung über den Kopfhörerausgang an einer Laptopsoundkarte wird auf Seite 7 im verlinkten Manual beschrieben. [Beitrag von Klaus_N am 14. Jan 2026, 15:21 bearbeitet] |
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Kugel0815
Neuling |
#4
erstellt: 14. Jan 2026, 18:51
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Danke für deine Hinweise. Die Hochtöner sind schon wieder verbaut und klingen fantastisch. Ich würde ja gerne die Bilder der Weiche und meine Zeichnungen zu den Schaltungen hochladen. Die Funktion ist wohl z.Z. nicht verfügbar. |
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Kugel0815
Neuling |
#5
erstellt: 14. Jan 2026, 18:54
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Vielen Dank erstmal, ich werde mich mal mit der Lektüre befassen. |
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Klaus_N
Inventar |
#6
erstellt: 14. Jan 2026, 18:59
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Die Bilderfunktion im Forum funktioniert leider nicht. Du kannst aber einen externen Bildhost, z.B. imgBB nutzen und den Bildlink hier in den Thread setzen. |
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Kugel0815
Neuling |
#7
erstellt: 15. Jan 2026, 20:57
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Gesamtmessung Tiefton Hochton Hochtonschaltung TieftonweicheIch habe mal die Bilder von der Messung der Weichen und meine Interpretation von den Schaltungen hochgeladen. |
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CarlM.
Inventar |
#8
erstellt: 15. Jan 2026, 21:24
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So wie das Multimeter angeschlossen ist, misst Du den Widerstand aus dem Widerstand (Aufdruck 33R also 33 Ohm) zuzgl. der Drossel 4731 (21 Ohm). 35 Ohm wären dann eigentlich etwas zu hoch, denn die Kombination aus den zwei TT und der Drossel 6590 müsste sich dann noch erniedrigend auswirken. Wieso misst Du nicht direkt an den Klemmen der TT die Gleichstromwiderstände? Ich finde Deine Schaltung aber unlogisch. Ich vermute, dass der Widerstand mit 33Ohm eigentlich nicht in Reihe zu den TT gehört, sondern zusammen mit einer Spule und einem Elko parallel zu beiden TT geschaltet sein müsste. Kannst Du die Lötseiten der Platinen photografieren und die Links der Photos teilen? |
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Kugel0815
Neuling |
#9
erstellt: 15. Jan 2026, 21:33
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Hallo Carl, die Tieftöner habe ich mit 10Ohm pro Lautsprecher gemessen. Der Wert ist nach meiner Information auch ok. Canton verbaut gerne Hochohmige TT nach meiner Information. Die Weichen sind leider schon wieder verbaut. Neue Fotos machen wäre nicht so einfach. Bei den Zeichnungen bin ich mir eigentlich sicher, dass das so passt. Was sagst du den zu dem Wert an der Weiche für die Hochtöner?? Der lag ja bei 2,9 MOhm. Gruß |
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CarlM.
Inventar |
#10
erstellt: 15. Jan 2026, 21:48
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Wenn der 1000µF-Elko parallel zum 33Ohm-Widerstand geschaltet ist, wird es funktionieren. Die 2,9 MOhm hast Du an der Buchse der MT/HT-Weiche gemessen? Das funktioniert nicht, weil da die MKT mit 4,7µF und 15µF (serielle Summe ca. 4 µF) am Eingang sitzten und Gleichspannung blockieren. Auch da hättest Du direkt an den Klemmen des Tweeters messen müssen. [Beitrag von CarlM. am 15. Jan 2026, 21:52 bearbeitet] |
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Kugel0815
Neuling |
#11
erstellt: 15. Jan 2026, 22:00
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Ok, erstmal viel Dank für deine Beiträge. Dann bin ich jetzt um einiges schlauer. Dann konnten die von mir gemmessen Werte ja geklärt werden und ich brauch nicht davon ausgehen, dass etwas an den Weichen kaputt ist. Vielen Dank |
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Klaus_N
Inventar |
#12
erstellt: 15. Jan 2026, 22:02
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35 Ohm im Tieftonzweig wären ohne die beiden TT plausibel - R (33 Ohm) + Spule 6590 (2 Ohm). Mit Tieftönern würden 5 Ohm (Tieftöner) + 1 Ohm (Spule 4791), also 6 Ohm parallel zu dem Hochpass im Eingang (35 Ohm) geschaltet - ergibt etwa 5,1 Ohm. [Beitrag von Klaus_N am 15. Jan 2026, 23:11 bearbeitet] |
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