Peavey ES-12PM reparatur

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winu5
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 18. Jan 2026, 12:20
Liebe Hifi-Gemeinde

Schön dass es euch gibt

Da ich absoluter Neuling in Sachen Hifi-Reparatur bin, bin ich sehr dankbar über Fohren wie dieses hier



Gestern sind mir zwei PA Lautsprecher in mein Haus gewandert. Peavey ES-12 und der Aktiv-Monitor Peavey ES-12PM.

Nach dem Vorgänger hat es etwas knisterndes und so verkaufte er diese via Ricardo. Ich habe diese dann für 1 Stutz erstanden und übe hier mal.

Der Passive ist Innerlich und Optisch gemacht.
Der Aktive ist zerlegt und teilweise getestet.
-Lautsprecher Wiederstand OK
-Kondensator 2200μf mit 2327μf / Vloss=1.2% / ESR=0.12Ohm sind auch gut
-Doch ein Leistungs-Drahtwiederstand
--- (aus KI Foto)
--- Aufdruck: 5R8 ER
--- Wert: 5,8 Ω
--- Bauart: Drahtwiderstand (flameproof)
--- Leistung: typischerweise 5–7 W (Größe spricht dafür)
--- Toleranz: meist ±5 %
dieser hat 0.39 Ohm (Gemessen mit joy-it LCR T7)

Es sind zwei dieser Leistungs-Drahtwiederstände. Einer hat die Platine verbrannt. (Foto folgt)

Liebe Leser und Wissend

Was könnte hier passiert sein

Liebe Grüsse
Erwin


[Beitrag von winu5 am 18. Jan 2026, 12:22 bearbeitet]
winu5
Schaut ab und zu mal vorbei
#2 erstellt: 18. Jan 2026, 13:48
Irgendwie kriege ich kein 300kb bild hoch
CarlM.
Inventar
#3 erstellt: 18. Jan 2026, 14:37
Das Schaltbild gibt es hier:
https://www.audioser...ed-monitor-schematic

Da ich darin keinen Widerstand mit 5,8Ohm finde, wären ein paar Photos hilfreich.
Die IMG-Funktion ist seit längerem deaktiviert.
Du müsstest einen externen Hoster nutzen und den/die link(s) hier teilen.
Beispiel:
https://de.imgbb.com/

Es gibt zwei Emitterwiderstände R17 und R21 je 0,33Ohm 6W. Die kann man auf der Platine messen. Da die meisten Multimeter mit sehr kleinen Werten Probleme haben, sind Werte unter 1 Ohm okay (vergleichen mit dem Wert, den das MM anzeigt wenn beide Messspitzen aneinander gedrückt werden).

Falls einer der Widerstände durch ist - also deutlich höhere Werte anzeigt - liegt es nahe, dass auch zumindest ein Endstufen-Transistor defekt ist, weil durch den Widerstand nur dann ein hoher Strom fließen kann, wenn einer der Transistoren (oder beide) "vollen Durchgang" haben.
Im Schaltplan sind die Bezeichnungen dieser beiden Transistoren nicht vermerkt, weshalb auch hier ein Photo mit lesbarer Aufschrift sinnvoll wäre.


[Beitrag von CarlM. am 18. Jan 2026, 14:39 bearbeitet]
winu5
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 18. Jan 2026, 15:45
Bild Monitor:
https://ibb.co/0p717QHW

Bild Monitor Bedienpanel:
https://ibb.co/846qqWhk

Bild Platine:
https://ibb.co/62sKvtP

Bild Nahe Brandfleck
https://ibb.co/MyBtCW9F


[Beitrag von winu5 am 18. Jan 2026, 15:50 bearbeitet]
winu5
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 18. Jan 2026, 15:54
R17 und R21 ergeben beide 0.39 und 0.4 Ohm

https://ibb.co/bjkm54HG


Ich sehe gerade... und lerne...

Kurzgeschlossen:
https://ibb.co/yFMdz94W


Endstufen-Transistoren 2 stück
https://ibb.co/d0LxKKbY
https://ibb.co/QFgcvw75
https://ibb.co/zVQW16Y3
https://ibb.co/qM0G7Nkp
https://ibb.co/WpRdfpDx


[Beitrag von winu5 am 18. Jan 2026, 16:26 bearbeitet]
CarlM.
Inventar
#6 erstellt: 18. Jan 2026, 16:04
Beim Aufdruck auf den Widerständen ist nur von Interesse "R33 K".
Das R entspricht dem Komma ... also 0,33 Ohm K= Toleranz (= 10%).

Falls Du beide austauschen willst, könntest Du diesen Typ nehmen:
https://www.buerklin...mpc71-0r33-k/36E462/

Aktuell solltest Du zwischen den drei farbigen an den Seiten angelöteten Drähten (die zu den Transistoren führen) messen.
Jeweils sechs Messungen im Modus Dioden-Test.
Je nach Polung rot - blau, blau - rot, rot - grün, ...
vier Messungen sollten sehr hohe Werte ergeben. Bei zwei Werten sollte ein Wert zwischen 500 und 700 angezeigt werden.
Sollte ein Wert nahe 0 angezeigt werden, liegt ein Kurzschluss vor. Drähte ablöten und nochmals messen.

Nachtrag:
"R17 und R21 ergeben beide 0.39 und 0.4 Ohm"

Der Hitzeschaden deutet trotzdem auf einen Transistordefekt hin. Es kann aber sein, dass der Widerstand entgegen der Vorschrift, nicht mit 5 bis 8mm Abstand zur Platine eingelötet wurde.


[Beitrag von CarlM. am 18. Jan 2026, 16:07 bearbeitet]
winu5
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 18. Jan 2026, 16:32
nicht mit 5 bis 8mm Abstand zur Platine eingelötet wurde.

Korrekt. die beiden wurden mit ca 1mm Abstand eingelötet.



Übrigens hallo Carl. Danke für deine Zeit und Hilfe
CarlM.
Inventar
#8 erstellt: 18. Jan 2026, 17:18
Soweit scheint denn ja alles okay zu sein.
Ggf. solltest Du Lötstellen korrigieren und nachlöten sowie die Regler und Klinkenbuchse reinigen oder ersetzen.
Bei den Potis korrodiert häufig der Metallrint, durch den Schleifer (Mittelkontakt) sein Signal erhält. Ein nicht korrosives mildes Kontaktspray (Tunerspray) kann manchmal helfen, beseitigt die Probleme aber nicht langfristig. Da der Peavey etwas verschmutzt und ungepflegt aussieht, könnte dies das Hauptproblem sein.

Wiedereinbau der Transistoren ... gibt es Glimmerplättchen und Isolierbuchsen? Glimmerplättchen immer auch auf feine Risse kontrollieren.
winu5
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 18. Jan 2026, 17:43
Die verbrannte Stelle? Einfach mal zusammenbauen und Testen? OK.

Regler, ec werde ich soweit zerlegen und sauber neu Aufbauen. Dann hoff ich das dies mal ohne Ersatzteile weiter geht.

Transistoren haben solche Kunststoffzwischenplättchen. Ja.

Nochmals danke für deine Hilfe.



Das ist der Passive Bruder vor und danach:
https://ibb.co/5gbWHYW2
https://ibb.co/cSp0ZDyC

Da war Staub und Feuchtigkeit /Korrision


[Beitrag von winu5 am 18. Jan 2026, 17:48 bearbeitet]
CarlM.
Inventar
#10 erstellt: 18. Jan 2026, 18:25
Nach dem Einbau der Transistoren unbedingt prüfen, dass keine leitfähige Verbindung zwischen dem Kühlkörper und dem Metall des Transistors besteht.

Ansonsten:
Zusammenbauen und prüfen. Einzustellen (Bias, DC-Offset) gibt es bei diesem Modell ja nicht.
Wenn nach dem Einschalten nichts Ungewöhnliches passiert, bei Volume 0 die Spannung an den Lautsprecherklemmen messen (nicht abrutschen!).
Sie soll weniger als 100 mV am besten aber nur zwischen 1 und 5 mVDC liegen.
Ist sie deutlich höher, liegt vermutlich ein Defekt vor.
Eine Schutzschaltung kann ich in den Plänen nicht entdecken.
CarlM.
Inventar
#11 erstellt: 18. Jan 2026, 18:31
Nachtrag:
Ich hatte vergessen, dass Du den Joy-it-Tester besitzt und die Transistoren bereits ausgelötet waren. Da hättest Du auch die Transistoren beliebig an die Kontakte 1,2,3 mit Hilfe der kleinen Messkabel anschließen können.
Valenzband
Inventar
#12 erstellt: 18. Jan 2026, 20:23

winu5 (Beitrag #9) schrieb:
Transistoren haben solche Kunststoffzwischenplättchen.

Das sind dünne, auf das Gehäuse TO-3 passend vorgestanzte, Silikonwärmeleitscheiben, meist gefüllt mit wärmeleitenden Keramikpartikeln. Diese Scheiben sind nicht für mehrfache Verwendung vorgesehen, denn beim Einbau werden sie leicht aber irrversibel komprimiert und schmiegen sich dabei an beide Oberflächen an, wobei ein optimaler Wärmeübergang, praktisch ohne Luftspalt, entsteht. Luft ist ein sehr schlechter Wärmeleiter. Spalte im µm Bereich erhöhen den Warmeleitwiderstand beträchtlich, was dann zu Überhitzung führen kann.
Silikon-Wärmeleitscheiben werden immer ohne zusätzliche Wärmeleitpaste verwendet. Diese benötigt man bei Verwendung von Glimmerscheiben, die es ebenfalls in vorgestanzten Formen gibt.
TO-3 Gehäuse sind inzwischen aus der Mode geraten, so dass nicht mehr alle Händler / Hersteller passende Angebote haben.
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