| HIFI-FORUM » Stereo » Radio / Rundfunk / DAB+ » DAB(+) Radio aufzeichnen und exportieren? | |
|
|
||||
DAB(+) Radio aufzeichnen und exportieren?+A -A |
||||||
| Autor |
| |||||
|
BMPBrother
Ist häufiger hier |
#1
erstellt: 06. Mrz 2026, 14:10
|
|||||
|
Hallo Hifi- Freunde ![]() Gibt es eine Möglichkeit (ein Gerät), mit dem man timergesteuert Radiosendungen via DAB+ aufzeichnen und zur Weiterverarbeitung auf einen Mac/PC übertragen kann? Ob das via Netzwerk oder Datenträger (USB stick, SD card) erfolgt ist mir im Grunde egal ![]() Danke und Grüße an alle
|
||||||
|
Rabia_sorda
Inventar |
#2
erstellt: 06. Mrz 2026, 16:32
|
|||||
|
Moin, Also sowas wie ein "TASCAM SS-R100" (nur ein Beispiel). Irgendwo habe ich aber auch mal eine App gesehen, womit man per Adapter auch auf ein Handy(!) (und PC) aufnehmen konnte. Das gab es aber nur käuflich als Set. |
||||||
|
|
||||||
|
Radiowaves
Inventar |
#3
erstellt: 06. Mrz 2026, 20:24
|
|||||
|
Direkte Aufzeichnung der bei DAB+ gesendeten Audiodaten ist möglich, aber wenig sinnvoll. DAB+ läuft zwar mit AAC, aber um AAC nachträglich in das DAB-Formatkorsett, das ja schon seit Anfang der 1990er Jahre (!) existiert und damals für MPEG 1 Layer II maßgeschneidert war, einpassen zu können, mussten einige Klimmzüge gemacht werden. Dazu gehörte auch, direkt im AAC-Encoder nicht 1024 Samples als ein Frame zu behandeln, sondern für DAB+ nur 960 Samples als ein Frame. Die sogenannte "Transformationslänge" unterscheidet sich also bei AAC via DAB+ von der, die AAC bei Files, Internetstreaming oder auch DVB (Satellit, Kabel, DVB-T2) aufweist. Problem: es gibt kaum Decoder in der Computer-Welt, die das packen. Der VLC kann es, wenn das AAC als MP4-Container verpackt ist, offenbar findet er dann entsprechende Angaben. Schickt man nacktes AAC von DAB+ in den VLC, decodiert er soweit ich mich erinnere fehlerhaft, das Audio läuft dann mit falscher Geschwindigkeit und knackt dauernd, weil das Timing kaputt ist. Im Falle von HE-AAC (das mit den "Fake-Höhen", die erst im Decoder hinzugerechnet werden) hat man dann noch eine Lücke im Audiospektrum an der Stelle, an der die Fake-Höhen ansetzen sollen und es klingt nochmals kaputter als bei LC-AAC. Der FFmpeg decodiert HE-AAC von DAB+ nur "halb": er fügt die Fake-Höhen nicht hinzu und gibt eine entsprechende Inkompatibilitäts-Meldung im Log aus. Der Output hat dann auch konsequenterweise nur halbe Samplerate. Man hat also nicht viel Freude an DAB+-Direktaufnahmen. Machen kann man sie z.B. mit einem simplen DAB-Empfangsstick am Computer (USB), der mit dem zu seinem Chipsatz passenden Treiber ausgestattet wird und über die Software DAB Player von Andreas Gsinn genutzt wird: https://www.ukwtv.de...n-andreas-gsinn.htmlDas Forum dazu ist bei Seite 274 (!): https://www.rundfunkforum.de/viewtopic.php?f=11&t=55891Es gibt da die Möglichkeit der Aufnahme - als Originaldaten in MP4 verpackt (der VLC decodiert es korrekt) oder direkt als WAV, was dann halt ca. 650 MByte pro Stunde sind, dafür aber universell abspielbar und kennt keine Kompatibilitätsprobleme. Timergesteuerte Aufnahme geht auch, soweit in der Programmbeschriebung zu lesen (habe ich selbst noch nicht getestet). Was offenbar auch geht (gerade gesehen): Einbindung eines bestimmten DAB-Sticks direkt in NAS-Systeme mit Streaming ins Netzwerk. https://shop.sundtek...-USB-FM-DAB-DAB.htmlDa habe ich null Erfahrung. Aber das sind Startpunkte für eigene Recherche. Dunkel wage ich mich zu erinnern, dass auch schon Linux-basierte Satreceiver mit solchen Sticks DAB-tauglich gemacht wurden. Kann mich aber irren. Was es auch gibt: "schlüsselfertige" Consumer-Radios, die DAB+ auf USB aufnehmen können. Manche dieser Geräte machen offenbar kurzen Prozess und rödeln alles auf 128 kBit/s MP3 um, wird also noch schlechter dadurch. Ob es Geräte gibt, die das 1:1 speichern, weiß ich nicht. Wenn es das gewünschte Radioprogramm auch als Webstream gibt und der keine Vorschaltwerbung und keine Instream(Unterbrecher-)werbung hat, wäre vielleicht zu schauen, ob man da besser rankommt. Ganz ohne zusätzliche Hardware, evtl. auch in besserer Audioqualität. Timergesteuerte Aufnahmesoftware für Internetradio gibt es, zumindest für Shoutcast/Icecast. Wie das bei HLS-Streams aussieht, weiß ich nicht. Die schneide ich manuell via VLC mit. Es gibt aber auch da engagierten Eigenbau auf Raspberry Pi basierend. [Beitrag von Radiowaves am 06. Mrz 2026, 20:26 bearbeitet] |
||||||
|
Werner_B.
Inventar |
#4
erstellt: 06. Mrz 2026, 23:24
|
|||||
|
@BMPBrother: Kompetente Vorschläge hast Du bereits bekommen. Weitere Überlegung: Was willst Du im Regelfall überhaupt aufzeichnen? Liegen diese Sendungen möglicherweise in den Mediatheken gespeichert vor, und können als Komplettdateien heruntergeladen werden? Falls ja, erübrigte sich das ganze Geräte- und Software-Gedöns. Beispiel WDR-Hinweis: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/download-hinweis-100.htmlBeispiel herunterladbarer ARD-Radio-Tatort (via 3-Punkte-Menü unterhalb des Titels): https://www.ardaudio...de:08e4bd878d3add29/Gruss, Werner B. |
||||||
|
BMPBrother
Ist häufiger hier |
#5
erstellt: 07. Mrz 2026, 16:19
|
|||||
|
Danke erstmal für das Feedback Offenbar ist das also nicht so easy Konkret geht es um die Sendung „Grenzwellen“ auf Radio Hannover. Früher lief die auf ffn. Ab Ende der 80er. Als alter Ossi war das eine DER Sendungen, die damals regelmäßig aufgezeichnet wurden, um sie auch als „Tauschobjekt“ zu nutzen Wir in der DDR hatten nämlich eine „Marktwirtschaft“, die man im Westen so nicht kannte Die läuft im Stream mit 192kBit MP3. Ich habe mir die auf meiner VU+ Duo 4k SE inzwischen auch als Sender ins Bouquet integriert, so dass ich die jeden Mittwochabend (läuft von 21:00 bis 0:00) timergesteuert aufzeichnen kann wie jede andere TV Sendung auch :). Die Hoffnung war, das vll auch in besserer Qualität via DAB+ aufzeichnen zu können, da MP3 doch so ein bißchen „altmodisch“ ist 😎 Scheint aber offenbar nicht so easy zu funktionieren wie gedacht. Schade… Ein primitives DAB radio mit Aufnahme und Export Option wären da ja mMn ideal, wenn es sowas gibt, aber offenbar gibts sowas nicht oder andere haben auch keine Erfahrung damit. Nachvollziehbar in einem Hifi-Forum, ich sage nicht umsonst immer „Das Leben ist zu kurz, um schlechte Musik zu hören“ |
||||||
|
pegasusmc
Inventar |
#6
erstellt: 07. Mrz 2026, 17:02
|
|||||
|
DAB+ nutzt einen effizienteren Audiocodec (HE-AAC v2). Dadurch können Sender, die in DAB+ ausgestrahlt werden, eine höhere Klangqualität mit einer niedrigeren Bitrate, z.B. 64 kb/s, erreichen. Musst Du auch umarbeiten, außer deine Endgeräte kommen mit dem Codec klar. Kannst die Sendungen auch kaufen : https://grenzwellen.bandcamp.com/music [Beitrag von pegasusmc am 07. Mrz 2026, 17:05 bearbeitet] |
||||||
|
BMPBrother
Ist häufiger hier |
#7
erstellt: 07. Mrz 2026, 17:23
|
|||||
|
Naja das sind Sampler aus der Vergangenheit. Die hab ich alle schon :))) Ging mir eher um die wöchentlichen Sendungen ![]() Aber danke für den Hinweis |
||||||
|
Bollze
Inventar |
#8
erstellt: 07. Mrz 2026, 21:03
|
|||||
|
Ein Radio Hannover ist auch Internet zu hören. Man bietet sogar ein Link an für den VLC-Player der Stream läuft dort der Stream mit 192kb/s , mit den VLC kann man sicher auch einen Stream speichern. Die Tonqualität ist trotzdem schlecht. Mies verkurbeltes Soundprozessing. Da kann auch mit einen Mikrofon und Kassettenrecorder von den Lautsprecher des DAB Radios mitschneiden.. Viel ist da nicht mehr zu versauen. [Beitrag von Bollze am 07. Mrz 2026, 22:15 bearbeitet] |
||||||
|
Radiowaves
Inventar |
#9
erstellt: 07. Mrz 2026, 22:30
|
|||||
Ach, wenn man so einen DAB-Stick hat, ist das total easy. man hat nur nicht so viel davon, solange man es als via DAB+ kommendes AAC behält. Man kanns dann eben auf dem VLC spielen oder in PCM (WAV) umwandeln, das spielt dann überall, ist aber 660 MByte pro Stunde groß. Das kann man wiederum verlustfrei in FLAC einpacken, man schafft da vielleicht 30 bis 50% Packrate.
Oh, wieder was gelernt: Ecki Stieg sendet noch (oder wieder). Wusste ich nicht, hatte mich damit auch nie befasst. Ich konnte FFN (was in der Frühzeit ja schwer geil war) nicht empfangen. Ein Mitschüler, der sein Elternhaus 45 km weiter westlich hatte und die obligatorische DDR-Gemeinschaftsantenne auch in Richtung Torfhaus 102,4 zeigend, bekam FFN rein und war nicht nur von den Grenzwellen begeistert. Ich hörte derweil DT64 (was besagter Mitschüler aber auch hörte). Das war die Zeit, als Radio wichtig war.
Laut https://www.ukwtv.de/cms/deutschland-dab/niedersachsen-dab.html läuft Radio Hannover via DAB+ in 72 kBit/s HE-AACv1 und laut https://www.fmlist.o...tLand=D&inputEn=1215 hat es auch noch eine Slideshow (dieses Mäusekino bei DAB+ mit 320x240 Pixeln).Damit sieht die Rechnung so aus: 72 kBit/s ist die anteilige Bitrate am gesamten DAB-Programmpaket (Subchannel Bitrate). Da liegt noch ein Fehlerschutz drauf, der frisst freilich etwas Datenrate, so grob 10%. Exakt sind es (unter der Annahme, dass das Programm in 48 kHz Samplerate / 24 kHz Samplerate des LC-AAC-Kerncodecs der Übertragung daherkommt) 65,200 kBit/s. Davon gehen für Titelanzeige etc. und Slideshow vermutlich nochmal um 6-7 kBit/s weg, so dass als Netto-Audiodatenrate um 58-59 kBit/s übrig bleiben. Real übertragen wird dank HE-AACv1 vermutlich nur bis maximal 10 kHz (kann auch nur 8 kHz sein, müsste man sich anschauen), alles darüber wird im DAB+-Radio "hinzugefaked". Mit einem hochwertigen Audiosignal gespeist, würde 192 kBit/s MP3 eigentlich klanglich deutlich besser performen als ca. 58 kBit/s HE-AACv1. Als nahezu gleichwertig zu 192 kBit/s MP3 würde ich ca. 136 - 160 kBit/s LC-AAC betrachten. Also weit, weit mehr als knapp 60 kBit/s und dazu auch noch ohne Fake-Höhen, sondern vollständig übertragen (LC-AAC statt HE-AACv1). Wenn natürlich z.B. das DAB-Audio sauber zum Encoder zugeführt wird, während der Webstream über ein rottiges Soundprocessing läuft, könnten die Karten anders gemischt sein. Ob es dann für einen Vorsprung trotz so niedriger Bitrate reicht, bezweifele ich aber sehr. Falls Du die Möglichkeit hast, über ein DAB+-Radio, das definitiv fehlerfrei decodiert (auch sowas gibt es zu kaufen - DAB+-Radios, die ihr eigenes Audio nicht fehlerfrei decodieren können), reinzuhören, vergleiche doch einfach mal. Oder falls Du zum Spielen bissl Geld ausgeben möchtest: das hier https://www.kleinanz.../3341310364-172-5183 https://www.kleinanz.../3192696059-168-1552scheint jeweils der originale Noxon DAB-Stick zu sein, der bei mir unter Windwos 7 mit dem DAB Player von Andreas Gsinn (Freeware) problemlos läuft. Geht auch auf höheren Windows-Versionen (laut https://www.rundfunkforum.de/viewtopic.php?p=1755812#p1755812 auch unter Windows 11) und via Wine wohl auch auf Linux (werde ich hoffentlich bald mal testen / einrichten können). Das sieht dann so aus: https://s12.directupload.net/images/200831/kr3ipvlx.pngEin altes (2019) Beispiel von Bayern 2 im BR-Mux Bayern. Da kannst Du auch sehen, wie aus 96 kBit/s wundersamerweise 76,6 kBit/s Audiodatenrate werden... Im Hauptfenster oben der runde rote Knopf ist die Aufnahmetaste. Man kann wählen, ob als WAV decodiert wird (universell verwendbar, aber eben 660 MByte pro Stunde, bei mir sind leider auch sporadisch Knackser drin) oder ob als M4A gespeichert wird (dann ists das original-AAC von DAB+). Das kann man wie gesagt mit dem VLC abspielen und konvertieren. Ob man noch billiger als ca. 20-25 EUR an einen SDR-Stick kommt, der vom DAB Player unterstützt wird, weiß ich nicht. Es gibt einige Sticks neu um 25 - 35 EUR mit Fernbedienung und vorrangiger DVB-T-Nutzung, keine Ahnung, ob die spielen. Hängt von den verbauten Chips ab und ob es dafür Treiber gibt. Im UKWTV-Forum steht sicher was dazu.Auf jeden Fall ist das Setup "Laptop + Noxon-DAB-Stick + DAB Player von Andreas Gsinn" eine sehr kostengünstige Möglichkeit, das Potential von DAB+ auszutesten, ohne an mackigem Decoding zu scheitern oder an mackigen Lautsprechern in einem kompakten DAB-Radio. Man bleibt immer auf der digitalen Ebene und kann die Originaldaten speichern sowie später mit dem VLC korrekt (oder mindestens weitgehend korrekt, ich hätte da gerne mal noch was getestet...) abspielen. Dazu bekommt man viele Zusatzdaten und Informationen zum DAB-Paket, die für Technik-Freaks ganz nützlich sein könnten. [Beitrag von Radiowaves am 07. Mrz 2026, 22:36 bearbeitet] |
||||||
|
Werner_B.
Inventar |
#10
erstellt: 07. Mrz 2026, 22:33
|
|||||
Diese Hoffnung ist leider vergeblich.
Dann hast Du doch schon eine sinnvolle Lösung?!? Gruss, Werner B. |
||||||
|
Radiowaves
Inventar |
#11
erstellt: 07. Mrz 2026, 22:43
|
|||||
Das ist die höchste "Eskalationsstufe". Auch HE-AACv1 und LC-AAC sind bei DAB+ zulässig. LC-AAC bietet sich bei Subchannel-Datenraten ab vielleicht 120 kBit/s aufwärts an, da hat man dann 108,467 kBit/s netto und nach Abzug von Dynamic Label und Slideshow vielleicht um die 102 kBit/s Netto-Audiodatenrate. Das ist bei LC-AAC noch gut erträglich für die meisten. HE-AACv1 bietet sich an bei Subchannel-Datenraten zwischen vielleicht 64 und 112 kBit/s. Dabei läuft die Übertragung mit halber Samplerate und die Höhen werden im Empfangsgerät "hinzugefaked" (Spektralbandreplikation). HE-AACv2 kombiniert zusätzlich zur Spektralbandreplikation noch Parametric Stereo dazu. Nicht nur die Höhen sind Fake, auch die Stereoinformationen kommen nicht mehr aus 2 tatsächlich übertragenen Kanälen. Das bietet sich bei Subchannel-Datenraten unter 64 kBit/s an. Das klingt dann aber auch meist wie Abflussrohr. |
||||||
|
Bollze
Inventar |
#12
erstellt: 08. Mrz 2026, 09:36
|
|||||
|
Egal was die Marketingabteilung reden, wie effizienteren Codec, der neue Supercodec, die Presse und dei Medien und die es meist unkritisch weitergeben, man braucht für guten Ton und Bild nun mal Bandbreite. Ähnlich auch DVB-T 2, der HEVC soll es bringen, bei den niedrigen Bitraten nur noch gemogelt. (Ver)Schmier- und Mogelcodec HEVC. Und wo man mit den Vorteile der 1080p Übertragung für DVB-T 2 Werbung gemacht hat, Die Codecs sind an ihre Grenzen gekommen. Weiteren Entwicklung mit noch geringeren Bitraten werden nichts bringen, schon gar nicht im Sinne möglichst originalgetreuer Bild- und Tonübertragungen. Bollze [Beitrag von Bollze am 08. Mrz 2026, 09:41 bearbeitet] |
||||||
|
Radiowaves
Inventar |
#13
erstellt: 08. Mrz 2026, 13:10
|
|||||
Ich habe einen Bekannten, der bei einer ARD-Anstalt in der Betriebstechnik arbeitet (Terrestrik). Nebenbei betreut er technisch - so wie ich das einst auch gemacht habe - ein kleines lokales Kabelnetz, dessen Inhaberin als Erbin des einstigen Erbauers zwar die Finanzen managed, aber keine Ahnung von der Technik hat. Er speist dort auch die lokal empfangbaren DVB-T2-Muxe umgesetzt als DVB-C ein, zusätzlich zur Sat-Umsetzung. Damit gibt es viele Programme von ARD / ZDF doppelt, einmal 720p H.264 (Sat), einmal 1080p H.265 (T2). Er behauptet, dass man den Unterschied deutlich wahrnehmen könne, 1080p via H.265 wäre sichtbar schärfer. Ich selbst konnte mir da snoch nie vergleichend anschauen, ich besitze keinen Fernseher und der TV meiner Mutter stammt von 2009 und kann kein H.264.
Ich habe da auch eine ähnliche Vermutung. Irgendwann muss das, was an Redundanzen und psychoakustisch / -optisch weggerechnet werden kann, in die Sättigung gehen. Aus 0 kBit/s kann man numal nichts rausholen. Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, das mit bestehenden Systemen (auch HE-AAC bei DAB+) ohne Änderung an den Bitraten deutlich mehr rauszuholen geht, als uns jahrelang vollmundig als "kristallklar" präsentiert wurde. Beim MDR hat es z.B. einen dramatischen Sprung in der Qualität bei DAB+ gegeben vor 2 Jahren. Ich habe habe zwar nur punktuell getestet, aber so sehr irren kann ich mich doch nicht... |
||||||
|
BMPBrother
Ist häufiger hier |
#14
erstellt: 08. Mrz 2026, 16:12
|
|||||
Ja genau so war das damals. Die Zeit, in der Radio wichtig war, weil es neben MTV und Formel 1 die einzige Informationsquelle für neue Musik war. Von Zeitschriften (Bravo) mal abgesehen. Aber die gabs ja in der DDR ebenso wenig wie MTV. Wir (Magdeburger) hatten das Glück, dass ein Verwandter bei RFT in Staßfurt arbeitete und uns eine „HiEnd- Antenne“ baute, mit der wir UKW und TV in exzellenter Qualität empfangen konnten Und da wir (wohl) auch einer der wenigen Haushalte waren mit zwei hochwertigen Tapedecks (zuerst hatten meine Eltern eine Tuner/Tapedeck-Kombi, kauften dann aber Anfang der 80er ein https://www.ddr-museum.de/de/objects/1015940All in one Gerät von RFT, womit ich die alte Kombi erbte ), konnte ich erstklassige Kopien von Kassetten und Schallplatten machen, die als Tauschobjekte im Osten extrem gefragt waren. Fast so sehr wie „Westmark“ ![]() Danke für die Ausführung zum DAB Empfang von RH. Ich denke, damit kann ich mir das sparen und die komfortable Alternative via MP3-Stream auf der E2-Box nutzen. Ist ja jetzt nicht so, als dass man 192kBit MP3 nicht anhören könnte. Ist ja letztendlich auch eher informativ, um neue Musik zu entdecken, die ich dann via Tidal in Lossless streamen könnte ![]() Die Idee war nicht verkehrt, aber die Gegebenheiten dafür nicht ausreichend. Ich hatte gehofft, die senden vll in 256 kBit AAC, das wäre ja dann schon deutlich näher an CD qualität als 192kBit MP3. Anyway… Zum Thema Grenzwellen: Hier hatten sich mal ein paar Fans aufgemacht, eine Fanpage mit alten Mitschnitten zu erstellen und hatten dort diverse alte Mitschnitte der Ur-Grenzwellen (tlw nich auf VHS :D) verlinkt, aber leider sind die beiden Hauptprotsgonisten inzwischen verstorben, weshalb es da keine aktuellen DL Links mehr gibt Ein pasr wenige Sachen konnte ich sichern, aber das Gros ist wohl verloren gegangen ![]() Danke an alle Teilnehmer hier |
||||||
|
Bollze
Inventar |
#15
erstellt: 08. Mrz 2026, 18:02
|
|||||
|
Musikbox bzw. MTV bestimmten die Charts. vorher waren es die Radiostationen selbst oder es waren Titel aus Filmen oder von Ereignissen.. . Mit der Verkabelung von Westberlin Mitte der 80er und wurde erstmals ein 24 Sunden Musik-TV für viele Westberliner verfügbar. Damit änderten sich die Hörercharts von Berlin z.B. der Hey Music auf SFB entsprechend, oft schossen Titel in die Hörercharts, die man nicht vorher von den Radioprogrammen wie Rias/SFB kannte, die offensichtlich bei den TV-Musikkanal den ganzen Tag gespielt wurden. Mit Hilfe von MTV Europa wurden vor allen englische und amerikanischen Musik in Europa zweitverwertet. Deutsche Musik, ob in deutsch oder englisch gesungen, kam viel zu kurz, wie hoch der Bedarf war, zeigte sich an dem schnellen Aufstieg des deutschen TV-Musiksenders VIVA Mitte der 90er, der auch viele Musikproduktionen aus Deutschland in die Charts spielte, damit konnten neue deutsche Stars aufstiegen und Viva spielte mehr Musik als MTV. Zum selben Zeitpunkt führte MTV auch noch eine Verschlüsselung das Satsignal ein, d. h. einen Decoder kaufen und 5 DM pro Monat löhnen, wenn ich mich richtig erinnere. Spätestens dann packten auch die Kabelkopfstation VIVA in das Kabel. Es wurde VIVA geguckt. Nur die Kunden der Telekom dürften über das Kabel weiterhin frei MTV gucken. Die Satschüsselgucker mussten auf ca. 80..85 cm aufrüsten und sich über eine Multifeedllösung zusätzlich den Satellit 13 Grad Ost rein holen, um VIVA und später auch VIVA 2 zuschauen. Nebenbei befanden sich zeitweise weitere Musikprogramme auf 13 Grad , wie OnyxTV aus Deutschland und MGM aus Frankreich. Und zur Krönung habe ich mir noch einen neuen Satreceiver gekauft, mit echten Wegner Panda (Rauschunterdrückung für Ton) und Videobandbreiteumschaltung ( für 13 Grad Ost noch teilweise nötig) Kosten für den Receiver 400 DM, um ein optimales Bild und Ton zu haben.. DVB-S -DVB-T2 Ich hab mir DVB-T 2 und DVB-S auf den selben TV angeschaut, beides über den eingebauten Tuner, ein Full HD-TVs von Panasonic, es ist schon paar Jahre her, mittlerweile ist unser DVB-T2 Grundnetzsender bereits abgeschalten. Empfangen konnte ich hier nur die Öffis, Ich hab damals darin kein Gewinn an Bildqualität gesehen über DVB-T 2. Der Ton ist über DVB-S auch besser. Die Farbwiedergabe von DVB-T 2 wirkt schlwächer, als über DVB-S. HD in Teilzeit ? HEVC bei DVB-T 2 Der Trick bei HEVC ist, wenn er so wie bei DVB-T2 mit sehr weniger Bitrate auskommen muss , "unwichtige" Bildinhalte unscharf dazustellen. Beispiel Übertragung aus den Fussballstadion Spieler Moderatoren im Vordergrund werden gut aufgelöst, das viele Publikum ist "Verschmiert" dargestellt. Wer das Original nicht kennt, der merkt es nicht so [Beitrag von Bollze am 08. Mrz 2026, 22:15 bearbeitet] |
||||||
|
Radiowaves
Inventar |
#16
erstellt: 08. Mrz 2026, 18:03
|
|||||
Danke für all die Infos! Leider ist dank der nicht-mehr-Existenz des Hosters (war der nicht sogar als illegal eingestuft worden?) von den Ecki-Stieg-Mitschnitten nichts mehr von dieser Sammlung vorhanden. Die RFT SC-1920 kam 1986 raus. Ich hatte die SC-1800 (also das gleiche ohne Plattenspieler drauf und ohne Senderspeicher), vom Kassettenteil her auch nicht besser als ein SKR 700. Vor allem die ruppige Automatik-Aussteuerung war übel. Es war eine Erlösung, als ich mir im Sommer 1990 für 100 Westmark (oder waren es noch Ostmark?) einen Geracord GC-6131 kaufen konnte, der als Reparaturrückläufer in einer Werkstatt des VEB Elektronik Gera (also sein Herstellerbetrieb) stand. Damit war dann manuelle Aussteuerung und Dolby-B-Nachbau vorhanden und es konnte wesentlich besser aufgenommen werden. 256 kBit/s AAC auf DAB+... meines Wissens nach gar nicht möglich. Die Tabelle mit den Modi endet bei 192 kBit/s Subchannel Size. Das sind in LC-AAC mit 48 kHz Samplerate 174,467 kBit/s netto, davon noch 2 kBit/s für Lauftext und 5-8 kBit/s für Slideshow weg. Bleiben maximal um die 166 kBit/s für Audio. Das wäre schon sehr super, aber außer meines Wissens nach in Schweden macht das niemand. In Deutschland sind 144 kBit/s (Audio ca. 120 kBit/s) LC-AAC bei BR Klassik das höchste. Die Kombination aus hoher Subchannel-Datenrate und hohem Fehlerschutz bringt soweit mir bekannt auch manche Geräte in Probleme, die hängen dann fest, weil Pufferspeicher oder CPU-Power nicht reichen. Über 144 Capacity Unity sollen wohl problematisch sein. Die erreicht man im Fehlerschutz EEP 3-A (der weitläufig genutzt wird) bei 192 kBit/s Subchannel Size, im stärkeren Fehlerschutz EEP 2-A bei 144 kBit/s Subchannel Size, im stärksten Fehlerschutz EEP 1-A wären 144 CU bei 96 kBit/s Subchannel Size voll. Man müsste demnach, um über 192 kBit/s Subchannel Size aus 144 CU zu kommen, unpraktikabel schwachen Fehlerschutz verwenden (so es überhaupt zulässig wäre), z.B. EEP 4-A (288 kBit/s Subchannel Size, ca. 259 kBit/s netto). Vermutlich technisch gar nicht nicht parametrisierbar. [Beitrag von Radiowaves am 08. Mrz 2026, 18:04 bearbeitet] |
||||||
|
Radiowaves
Inventar |
#17
erstellt: 08. Mrz 2026, 18:11
|
|||||
War das noch zu den Zeiten, als die ARD für DVB-T2 von 720p wieder hochskalierte? Und das ZDF gar eine Sendeabwicklung für 720p gebaut hatte? Inzwischen ist der Flaschenhals raus, meines Wissens nach überall. Sendeabwicklung 1080p-fähig, DVB-T2 direkt da dran (mit dem HEVC-Encoder dazwischen, für Sat wird runterskaliert. Als die Sendeabwicklung Nordost beim MDR in Betrieb ging, verschwanden die "HD" in den Cornerlogos, weil man für den Restbetrieb SD keine zusätzlichen Inserter-Lizenzen erwerben wollte. Auch das ist jetzt schon wieder paar Jahre her. Aber gesehen habe ich das alles selbst nie. Der Ton bei T2 ist je nach Anstalt schlechter bis viel schlechter verglichen zu Sat. |
||||||
|
Bollze
Inventar |
#18
erstellt: 08. Mrz 2026, 22:04
|
|||||
|
Es ist schon paar Jahre her. Der Flaschenhals mit der extrem niedrigen Bandbreite ist ja gleich geblieben. Also ich hab mit die Unterschiede zwischen Satsignal und HEVC DVB-T2 angeschaut, es wird gemogelt, was unwichtig ist wird unscharf übertragen und oder Artefakte empfängerseitig verwischt. Das ist der oder einer der Tricks bei HVEC. Quasi nur ein Teil des Bildes ist HD...Wenn man dann ZDF heute über DVB-T2 anschaut, sieht man noch weniger reale Bilder, als über DVB-S Vielleicht hole ich mir mal DVB-T2 von Calau oder Dresden ran und schaue nochmal nach, aber mit meiner 0815 Antenne die unter Dach hängt ist das bei normalen Wetter nicht möglich.Bollze |
||||||
|
Radiowaves
Inventar |
#19
erstellt: 08. Mrz 2026, 23:23
|
|||||
|
Das ZDF-Paket ist überall gleich. Der MDR hat auch nur 2 Pakete, die an allen Standorten identisch sind. Die Unterschiede in den Bitraten von rbb und MDR kenne ich nicht. |
||||||
|
Werner_B.
Inventar |
#20
erstellt: 08. Mrz 2026, 23:28
|
|||||
Das sehe ich genauso. Dazu kommt noch der manchmal sehr schwierige DAB+-Empfang in Innenräumen. In zwei Wohnungen habe ich lange mit der Antennenposition experimentieren müssen, um stabilen Empfang zu bekommen; teilweise haben 10cm Versetzen der Antenne über Empfang / Nicht-Empfang entschieden, und dann spielt noch eine Rolle. ob man die Antenne gerade anfasst, bzw. wo man im Raum steht ... oder wo Metallstreben (Türrahmen, Metallständerwände mit Fermacell) je nachdem als Reflektoren oder Abschattungen wirken. Aktuell habe ich mit einer relativ grossen DAB+-Stationsantenne von Bad Blankenburg guten Empfang. Jedenfalls war/ist der DAB+-Empfang deutlich schwieriger als UKW. Klar: Königsweg ist die Aussenantenne. Das Kofferradio in der Küche steht am Fenster und empfängt sogar völlig problemlos mit nicht ausgezogener (vollständig eingeschobener!) Antenne (das gute Panasonic). Im Auto habe ich mit DAB+ bisher auch gute Erfahrungen gemacht, die Empfangsbedingungen sind da aber wesentlich günstiger, weil die Karosserie das notwendige "Gegengewicht" zur Antenne bildet. Insofern: Deine Entscheidung für das, was Du ohnehin schon hast, erscheint abolut sinnvoll. Gruss, Werner B. [Beitrag von Werner_B. am 08. Mrz 2026, 23:33 bearbeitet] |
||||||
|
BMPBrother
Ist häufiger hier |
#21
erstellt: 09. Mrz 2026, 15:06
|
|||||
|
Ja denke ich auch ![]() Hat vll nich jemand einen tip, wie ich die Aufnahmen auf dem Mac am besten weiterverarbeiten kann? Ich würde ja gerne nich ein .cue sheet dazu erstellen mit Titelsprungmarken und Titelinfos, aber bisher konnte ich dazu kein wirklich geeignetes Tool finden |
||||||
|
BMPBrother
Ist häufiger hier |
#22
erstellt: 09. Mrz 2026, 18:33
|
|||||
|
Aktuell höre ich grad mal wieder in alte Steve Mason Experience Shows rein. Die war ja mit den Grenzwellen, der HR3 Clubnight und Marushas Rave Satellite auf Fritz so die fundamentale Infoquelle für elektronische Musik in den Pionierzeiten ![]() Gerade die „Top 20 1995“ gehört, also pber 30 Jahre alt, bestimmt 10-20 Jahre nicht mehr gehört, aber iwie kann ich da trotzdem noch „mitsingen“, was Moderation, Jingles, Übergänge etc angeht. Tlw. Taktgenau Erstaunlich, was das Gehirn so alles abspeichert und selbst nach vielen, vielen Jahren mit etwas Hilfe wieder rekonstruieren kann ![]() Per UKW bekamen wir hier ja nur ndr2 und ffn rein, BFBS1 auf 93.0 Braunschweig war schon nur noch schwer zu empfangen, da war ich froh, dass meine Eltern nach der Grenzöffnung als erstes eine Sat-Anlage erwarben (während andere Süßigkeiten und Klamotten kauften), aus Angst, die könnten die Grenze wieder zu machen Damit vervielfachte sich das Angebot an Radiosendern quasi und das in (fast, damals war SatTV ja auch noch irgendwie analog, meine ich) digitaler Qualität!1994 kaufte ich mir dann einen (6-Kopf?) Hifi-Videorekorder und konnte somit auf VHS in einer Qualität aufnehmen, die bis dahin schier unmöglich erschien! ![]() Gott, bin ich glücklich, dass ich das damals miterleben durfte!!! Nebenbei noch die „Geburt“ des Hip Hop, des Alternative/Independent/Grunge Rock. Das war schon verdammt geil Vor allem für uns Ossis, weil die Zeit damals ja nicht nur musikalisch für uns komplett neu war, sondern quasi die ganze Welt - das muss so ein bißchen wie „die Entdeckung des Wilden Westens“ anno 1865 in den Staaten gewesen sein ![]() Da tun mir die nachfolgenden Generation echt leid, die haben ja nur noch so primitiven Einheitsbrei und Kommerzkacke (ich nenne sowas immer Akustikmüll oder Soundschrott ) und NULL Neuentwicklung.Mir graut schon vor der Schwemme an Ki-Mucke Wobei ich so den Verdacht habe, es wird dadurch eher besser als es derzeit ist ![]() Kennt jemand noch andere empfehlenswerte Musikshows (aktuell oder vergangen) mit Moderation, also mit Infos zu Musik und Künstler? Auch aus anderen Genres? Gibt es dazu hier evtl ein Thema oder würde das Sinn machen, so einen zu starten? |
||||||
|
Radiowaves
Inventar |
#23
erstellt: 09. Mrz 2026, 21:16
|
|||||
Ja!!! Und man weiß nach Jahrzehnten noch, an welchem Titel hintenran noch ein Atmer des Moderators zu hören ist etc. Du hast noch die Vorgängersendung vom "Rave Satellite" vergessen: die legendäre "Dancehall" mit Marusha auf DT64, ab Spätherbst 1990 (!) soweit ich mich erinnere. Ich hörte damals als 16-jähriger die erste Sendung und wusste erst nicht, ob das eine technische Störung war oder ob das so gehört. ![]() Marusha hat viel für DT64 getan, viele Menschen (vergebens) für DT64 aktiviert. Selbst der Mega-Rave "Mayday" ging ja auf die Rettungsversuche für DT64 zurück. Hier eine späte Ausgabe, da war DT64 schon in den Klauen des MDR und es ging rasant abwärts: Das dort gezeigte Studio existiert seit Ende 1993 nicht mehr, das Gebäude ist baufällig, wie es baufälliger nicht sein kann. Fritz war da aber auch anfangs noch drin, bis vielleicht Anfang 1993. Habe vergessen, wann sie nach Potsdam-Babelsberg gezogen sind. Als ich im Januar 2014 nochmal mit paar Freunden und Hobbykollegen drin war, um Abschied zu nehmen, haben sie in weißen Vollschutz-Anzügen gerade die Glaswolle von den Wänden geholt. Auf dem Korridor fuhr ein kleiner Cat-Dumper lang. Nebenan in den Produktionsstudios sah es noch so aus: https://www.zeitreis...56ef2/dsc_6721.1.jpg(Foto: Andreas "Digiandi" Knedlik) der K6 nebst beiden Sprecherräumen von DT64 war bereits besenrein: ![]() Gleiche Perspektive, 1991: https://bilder.deuts...pg-104-1920x1080.jpgDie Studiouhr auf dem Sprechertisch hat überlebt und tickt wieder: Hier sind noch Bilder von Block E im Funkhaus Ostberlin Nalepastraße aus den 1960er Jahren im Vergleich zu 2014: https://www.zeitreis...1991/mitte-der-60er/Das hohe Gebäude ist das Redaktionsgebäude gewesen, da waren zwar auch paar Tonbearbeitungsräume drin, aber die Sendestudios waren in den Flachbauten. 8 Stück insgesamt, alle formal baugleich und sich paarweise gespiegelt gegenüberstehend. Das Redaktionsgebäude ("E-R") soll umgebaut werden für die Kreativbranche. Mal wieder, nicht das erste mal. Als ich heute vor 2 Wochen auf dem Gelände war (völlig durch dank Starkregen, Anfahrt mit Fahrrad war da keine so gute Idee), stand ein Gerüst am Haus. Jetzt können sie also keine Klaviere mehr rauswerfen: Das ist das Redaktionsgebäude von DT64 und anderen DDR-Programmen gewesen. Am Ende bei 3:28 sieht man Richtung Westen, hinter dem Funkhausgelände unmittelbar die Spree und am anderen Ufer der Plänterwald (der mit "Spuk unterm Riesenrad"). Die Backsteingebäude im Hintergrund sind links Block B des Funkhauses mit exzellenten Sälen, Studios und Hörspielstudios und rechts ist Block A mit dem Turm, heute auch teils noch aktiv, teils in exzellenter Nutzung, teils aus meiner Sicht missbräuchlich zweckentfremdet. Hier schon wieder veraltete Ansichten (Studionutzung heute völlig anders) als dreh- und zoombare Panoramen, alles außer Kultursaal (Block D) und Konferenzraum (Block A) ist im Block B: https://www.kubische-panoramen.de/1453--_NalepastrasseIn Block A betreiben z.B. die Tricone Studios einstige Hörfunk-Sende- und Produktionsstudios aus den frühen 1950er Jahren (!) als Tonstudio: https://www.triconestudios.com/und um die Ecke arbeiten Enyang und Jan Urbiks mit Mitstreitern im exzellent wiederhergestellten einstigen Referenz-Abhörraum des Rundfunks der DDR (dort fanden internationale Hörtest-Sitzungen statt) in ihrem Masteringstudio: https://urbiks-music.com/ https://lh3.googleus...kPAn0ijYFYR9zF=s3072Was für ein Schmuckstück! Ich wage die Aussage: mit der heutigen Ausstattung des Raumes und den technischen Möglichkeiten (auch Dolby Atmos) leistet der Raum erstmals das, was sich vor 3 Jahrzehnten Kurt Masur, Gerhard Steinke und andere Mehrkanalton-Vordenker erträumt haben. Hach ja, da könnte man stundenlang schreiben...
Es gibt auch heute noch so viel spannende neue Musik. Und es gibt Kids, die sie sogar finden. Radio hört von den heute 16- oder 18-jährigen niemand mehr. Mein 19-jähriger Patenjunge, ein höchstbegabter theoretischer Physiker, kennt Radio nur noch von seiner Mutter, die hört DLF (nur Wortsendungen).
Beim NDR gibt es noch dieses Jahr NDR Blue, die abends moderierte Musik-Spezialsendungen haben: https://www.ndr.de/ndrblue/sendungen/nachtclubDa ist auch noch immer Paul Baskerville dabei. Lange kann das auch nicht mehr gehen. Ich vemrute, Paul wird wohl zusammen mit NDR Blue aufhören. https://www.paul-baskerville.de/Große personelle Überschneidungen gibt es mit dem vereinsgetragenen Radioprogramm ByteFM, was schlicht daran liegen dürfte, dass ByteFM-Gründer Ruben Jonas Schnell bis 2020 beim NDR Nachtclub gearbeitet hat (dann verlängerte man den Vertrag nicht mehr) und ByteFM aus Hamburg sendet. Aber da sind ex-ARD-Leute aus ganz Deutschland dabei. Zwei Neuzugänge sind Johannes Paetzold (DT64 -> MDR Sputnik -> MDR Kultur + rbb Radioeins) und Christine Heise (SFB -> rbb Radioeins), die altersbedingt ausscheiden mussten. Auch dabei ist Klaus Walter, den man von hr3 kannte (Der Ball ist rund"). https://www.byte.fm/rbb Radioeins hat abends auch noch Musikspecials: https://www.radioeins.de/musik/musicspecials.htmlDas kaputtreformierte Bayern 2 hat immerhin noch den Nachtmix zu bieten: https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/nachtmix/index.htmlKlaus Fiehe ist auch noch bei WDR Einslive aktiv: https://www1.wdr.de/radio/1live/musik/1live-fiehe/index.htmlDas ist das, was mir auf die Schnelle einfällt. [Beitrag von Radiowaves am 09. Mrz 2026, 21:16 bearbeitet] |
||||||
|
BMPBrother
Ist häufiger hier |
#24
erstellt: 10. Mrz 2026, 00:27
|
|||||
Beim *Piiiiep* dür den News Break ging vollautomatisch der Zeigefinger hoch, der Knacker in der Platte, der Nadelsprung… Wenn man dagegen sieht, was man manchmal von jetzt auf gleich vergessen hat ![]() Was die Radio-Sendungen angeht kommt mir da so spontan die Idee, die mal in einem Thread zu sammeln und in einen öffentlichen .ics Kalender zu packen, damit die immer irgendwo gesammelt hat und per Pushnachricht informiert werden kann. Das hätte bestimmt für den einen oder anderen einen Nutzen ![]() Mach ich morgen mal ein Thema zu auf. Jetzt nagt grad was anderes an mir |
||||||
|
Kunibert63
Inventar |
#25
erstellt: 10. Mrz 2026, 11:46
|
|||||
|
Den Link dort hin nicht vergessen. |
||||||
|
aairfccha
Stammgast |
#26
erstellt: 20. Apr 2026, 16:25
|
|||||
Kann durchaus sein, aber die unterschiedliche Auflösung ist für einen Vergleich der Codecs etwas suboptimal. |
||||||
|
aairfccha
Stammgast |
#27
erstellt: 20. Apr 2026, 16:31
|
|||||
Mit MKVToolNix kann man Kapitelmarken in Matroska-Dateien setzen, einschließlich Titel. Die Bedienung ist leider etwas fummelig, aber dafür hat man dann keine externe Kapiteldatei, ob man die Kapitel auch in cuesheets exportieren kann weiß ich nicht. |
||||||
|
BMPBrother
Ist häufiger hier |
#28
erstellt: 21. Apr 2026, 14:19
|
|||||
Das andere hatte offenbar zu lange an mir genagt. Hatte das komplett wieder vergessen |
||||||
|
BMPBrother
Ist häufiger hier |
#29
erstellt: 21. Apr 2026, 14:32
|
|||||
Ja damit betitle ich immer meine Konzert-DVDs/BDs nachträglich ![]() Für den besagten Fall habe ich jetzt aber einen anderen "Workaround" und zwar wie folgt: 1. Aufzeichnen tue ich die Sendungen wöchentlich mit meiner VU+ Duo. Dort habe ich die Stream-URL einfach als "Sender" in mein Bouquet eingefügt und kann somit Radiosendungen aufzeichnen wie TV-Sendungen ![]() 2. dann ziehe ich die Aufnahmen auf den Rechner und ändere die Dateiendung von .stream auf .mp3 damit sie normal lesbar sind 3. Anfang/Ende der Sendungen beschneide ich mittels "Magic Cutter". Das kann offenbar nur das (Schnittmarken setzen, Anfang/Ende auf Wunsch ein/ausfaden), aber dafür perfekt. Damit erhalte ich dann 3 MP3-Dateien: den weggeschnittenen Anfang, die eigentliche Sendung und das Ende. Erstere und letztere wird einfach gelöscht 4. dann ziehe ich das MP3 der Sendung in "TwistedWave" zum Setzen der Springmarken. Das macht sich in dem Prog ziemlich intuitiv! Sprungmarken setzen mit M, Doppelklick auf den Marker und Namen ändern (den kopiere ich einfach aus der wöchentlichen Playlist) in "01 - Interpret - Titel" 5. zuerst exportiere ich die Schnitte in eine .cue, danach teile ich die gesamte Sendung gemäß der Schnittmarken in Einzeltracks auf. Wenn man die Schnittmarken korrekt bezeichnet hat entstehen daraus dann Dateien wie "01 - Interpret - Titel.mp3" 6. diese Einzeltracks bearbeite ich zuerst mittels iTunes/Musik und der genialen Erweiterung Tune-Instructor (das setzt aus dem Dateinamen die ID3-Tags TITELNUMMER, INTERPRET, TITEL) und bearbeite ggf mit ID3Tag weiter. Wobei der Tag-Editor von iTunes genial ist! V.a. zusammen mit Tune-Instructor! Wer sowas öfters macht und einen Mac besitzt: unbedingt mal anschauen!!! TI ist da eine absolut geniale Erweiterung des eh schon geilen Tag-Editors von iTunes! 7. zum Schluß erstelle ich das Cover und füge es in die Dateien ein und lade dann alles auf meinen Roon core. Am Ende sieht das in Roon dann so aus wie im Anhang: https://hidrive.ionos.com/lnk/Aj6mU6w7NFalls jemand Interesse an den Aufzeichnungen hat --> PN plz [Beitrag von BMPBrother am 21. Apr 2026, 14:37 bearbeitet] |
||||||
| ||||||
|
|
||||
| Das könnte Dich auch interessieren: |
|
Radio RDS mit aufzeichnen flo87 am 17.02.2013 – Letzte Antwort am 18.02.2013 – 6 Beiträge |
|
DAB+ Radio Hannss_Hannssen am 14.09.2013 – Letzte Antwort am 14.09.2013 – 2 Beiträge |
|
dab+-Radio jberger am 01.08.2011 – Letzte Antwort am 05.08.2011 – 4 Beiträge |
|
Pearl DAB / DAB+ / UKW Radio kevin52 am 11.08.2013 – Letzte Antwort am 11.08.2013 – 2 Beiträge |
|
DAB+ Adapter oder DAB+ Radio delisches am 17.04.2016 – Letzte Antwort am 17.04.2016 – 3 Beiträge |
|
DAB Radio und Breitbandkabel JensLi am 24.10.2015 – Letzte Antwort am 25.10.2015 – 13 Beiträge |
|
DAB Signalverstärker für Koffer-DAB-Radio Websurfer61 am 18.12.2016 – Letzte Antwort am 23.12.2016 – 5 Beiträge |
|
DAB oder DAB+ anonimous am 23.04.2013 – Letzte Antwort am 22.08.2013 – 14 Beiträge |
|
DAB+ Radio Stereo Tuner panasoo am 08.03.2015 – Letzte Antwort am 20.03.2015 – 7 Beiträge |
|
DAB über Radio Hausantenne? pavel_1968 am 21.08.2007 – Letzte Antwort am 22.08.2007 – 2 Beiträge |
Anzeige
Top Produkte in Radio / Rundfunk / DAB+
Aktuelle Aktion
Top 10 Threads in Radio / Rundfunk / DAB+ der letzten 7 Tage
- Hochwertige UKW Zimmerantenne selber bauen
- Makita Radio empfang verbessern
- DAB+ Radio Antenne verstärken, verbessern, verlängern?
- DAB+ Empfang Aussetzer beim Vorbeigehen
- Empfangsprobleme Internetradio beim TechniSat DigitRadio 500
- DAB+ Empfang über SAT Multiswitch möglich
- Umbau Makita BMR 102 auf USB
- DAB+ Radios mit Störgeräuschen
- TV-Antennensignal nach Aktivierung von Kabel-Internet gestört
- Aufsteckadapter für FM/DAB+ Empfang
Top 10 Threads in Radio / Rundfunk / DAB+ der letzten 50 Tage
- Hochwertige UKW Zimmerantenne selber bauen
- Makita Radio empfang verbessern
- DAB+ Radio Antenne verstärken, verbessern, verlängern?
- DAB+ Empfang Aussetzer beim Vorbeigehen
- Empfangsprobleme Internetradio beim TechniSat DigitRadio 500
- DAB+ Empfang über SAT Multiswitch möglich
- Umbau Makita BMR 102 auf USB
- DAB+ Radios mit Störgeräuschen
- TV-Antennensignal nach Aktivierung von Kabel-Internet gestört
- Aufsteckadapter für FM/DAB+ Empfang
Top 10 Suchanfragen
Forumsstatistik
- Registrierte Mitglieder931.071 ( Heute: 1 )
- Neuestes MitgliedTackleberry_
- Gesamtzahl an Themen1.564.607
- Gesamtzahl an Beiträgen21.859.764

Ein pasr wenige Sachen konnte ich sichern, aber das Gros ist wohl verloren gegangen
) und NULL Neuentwicklung.








