BMS 4550 Dynamic EQ

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*myname*
Stammgast
#1 erstellt: 16. Dez 2014, 12:16
Hallo,
ich hab mir zwei kleine Tops gebaut, diese in Zukunft für kleinere Sachen vor allem in Räumen herhalten sollen.
Als Hochtöner wurde der BMS 4550 eingesetzt.
Alles aktiv mit einer Behringer DCX 2496 getrennt.

Nun ist es halt „BMS 4550“ typisch mal so, dass er ab einer gewissen Lautstärker, vor allem im Nahbereich, doch ziemlich unangenehm werden kann.
Hat da jemand Erfahrungen mit dem setzten eines dynamischen Equalizers?
Jobsti
Inventar
#2 erstellt: 16. Dez 2014, 13:33
Ich habe 4550 und 4554 ebenfalls schon oft verbaut, wenn auch passiv.
Wie das Ding klingt ist auch stark Hornabhängig, was mir aber oft auffällt ist,
dass wenn er linear abgestimmt ist, doch sehr durchsetzungsstark an mittelgroßen Hörnern ist.

Wenn ich also größere Kiste mit dem Treiber bei kleineren Veranstaltungen (~<150 PAX) einsetze,ziehe ich einfach einen
highshelf drauf, so ab 6kHz mit 12dB/Okt. und groben -4dB, das tut's in der Regel.

Bei größeren VAs, rennt die Kiste dann einfach ohne EQ, linear. Hier passt das dann wunderbar.

Kurz: Mach dir einfach 2 Setups, meiner Meinung nach braucht es keinen DynEQ dafür,
viel wichtiger ist die Location und die Besucherzahl.
Alles andere ist einfach stark Geschmacksabhängig.


PS: Ich habe auch etwas kleinere Kisten mit dem 4550, da habe ich einfach von Haus aus,
den HF obenrum etwas leiser gemacht, sprich nicht linear.
*xD*
Inventar
#3 erstellt: 17. Dez 2014, 16:19
Hi

Dass ein Lautsprecher ab einer gewissen Lautstärke unangenehm klingt hat bzw. kann mehrere Faktoren haben - das hat imho relativ wenig mit speziellen Produkten zu tun.
Sicher gibt es Lautsprecher, die sehr schnell angestrengt klingen, bedingt durch Verzerrungen. Das sind aber eher Produkte minderer Qualität - solche mit verbautem BMS-HT gehören da eher selten dazu (wenn nicht maßlos zu gering dimensioniert im Gegensatz zum Rest).

Ein sehr guter Test ist immer, einfach mal die Ohren zuzuhalten, klingt es dann wieder gut ist nicht der Lautsprecher schuld.
Z.B. Signale, die ein spektrumähnliches Signal wie ein Klatschen haben, treten teilweise dann immer noch unangenehm hervor - sowas ist dann ein eindeutiges Indiz, dass im Mittenbereich stärkere Verzerrungen auftreten und die Topteile überfahren werden.

- Kleine oder eher tendenziell recht hallige Räume: In solchen Räumen schaukelt sich bei höheren Lautstärken der Reflektionsanteil hoch, der den Mitten- und Höhenbereich verwäscht.
- Die Hörkurve des Gehörs ist nicht linear, auf hohen Lautstärken kann selbst eine perfekte PA, die leise hervorragend klingt, auf höheren Pegeln plötzlich unausgewogen klingen.
- Musikmaterial mit hoher Kompression hat sehr einen hohen durchschnittlichen Energieanteil - hohe Pegel sind immer unangehm, besonders im Mitten und Höhenbereich. Dynamikreiche Musik dagegen kann man auch sehr gut mit höheren Spitzenpegeln hören.

Ich fange immer eher im Mittenbereich an so zwischen 1 und 4khz was rauszunehmen. Wenn dann der HT zu dominant ist (hängt vom LS ab) einfach einen Highshelf wie schon gesagt draus machen.
*myname*
Stammgast
#4 erstellt: 18. Dez 2014, 12:45
Guten Morgen,
danke für eure Antworten,
Hab viel probiert und getestet in den letzten Tagen, denke mittlerweile auch dass ab einen gewissen Pegel die Reflektionen vom raum den größten Einfluss auf mein geschildertes Problem haben, der BMS wird da wirklich weniger schuld sein.
was ich aber dennoch gelöst haben will.
Für kleine Räume dieser Art hab ich mir jetzt erst mal einen dynamischen Eq. zurecht gebastelt, der bei knapp 4kHz pegelabhängig zurück nimmt.
Mit dem Ergebnis bin ich durchaus sehr zufrieden.
Nur schaff ich es nicht dies mit REW gemessen zu bekommen, egal ob mit Rauschen oder Sweep, die Änderung am Frequenzgang ist bei verschiedenen Pegeln minimal also evtl. 2-3db, denke da hab ich irgendwo einen Denkfehler, denn zu hören ist ein größere ganz angenehmer Unterschied.
...naja, wird sich auch noch klären, wichtiger ist das Ergebnis

Hab auch mit Jobsti privat geschrieben, und werde die Tage die erste Impedanz spitzte vom BMS glätten also drei passive Bauteile verbauen...
Mal schauen was sich noch tut.
Vielen Danke an der Stelle nochmal für die Hilfsbereitschaft und die Geduld mit mir ;), habe einiges gelernt bei den Gesprächen.

Mach jetzt mal das finish der Böxlein, denn was raus kommt passt schon mal, und was bei dieser Größe an Pegel machbar ist beeindruckt schon sehr.
Der BMS spielt am PH-170 mit unten und oben eingefräßten Rundungen für zwei SP6-100Pro also sehr sehr kompakt.
Sollen vorwiegend bis etwa 110Hz spielen und auf Partys kleinerer Natur zum Einsatz kommen.


[Beitrag von *myname* am 18. Dez 2014, 12:47 bearbeitet]
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