Naddelreinigung mit Teslanol Elektrofeinreiniger oder Okki Nokki Waschmittel?

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leechme06
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 26. Feb 2020, 20:21
Hi zusammen

Ich sollte wohl meine Nadel mal gründlich reinigen und ev. in Zukunft auch ein wenig öfter machen. Nun frage ich mich, ob ich denn auch einfach meinen Elektrofeinreiniger nehmen kann, und zwar ist das dieser hier:

http://www.televita....detail.html?Itemid=0

Oder ev. auch die Okki-Nokki Vinyl-Putzlösung? ich möchte eigentlich sehr ungern 1000 Zubehörteile für meinen Plattenspieler haben und denke mir, dass da einiges wohl auch ein wenig Geldmacherei ist. Allerdings habe ich eben jetzt auch schon gelesen, dass der Diamant sich wohl lösen kann, das möchte ich natürlich nicht! Auch Isapropanol möchte ich nicht unbedingt kaufen - dafür habe ich ansonsten eben auch keine Verwendung...

Den Teslanol-Spray habe ich zu Hause und benutze ich für alle möglichen Sachen (Potis und Schalter, Drehzahlregler am PS usw.) bisher ohne Probleme. Der Greift auch keinen Kunsstoff oder Gummi an und verflüchtigt sich in Sekunden - das könnte doch was sein, oder?

Danke für eure Tipps!
ParrotHH
Inventar
#2 erstellt: 26. Feb 2020, 21:45
Tach auch!

Man kann da natürlich viel Aufwand treiben, materiell und finanziell. Und natürlich ist es wichtig, genau das Teil, das die eigentliche Abtastung bewerkstelligt, sauber zu halten.

Vor knapp 30 Jahren habe ich mir daher mal ein kleines Gerät von Audio Technica gekauft, ein AT637. Da macht man die kleine Carbonbürstenfläche mit einem Tropfen Reinigungsflüssigkeit nass, schaltet das Gerät ein, und lässt die Nadel darauf sinken. Die Bürste wird in Schwingung versetzt - irgendwas um 400 Hz - und der Dreck wird gelöst.

Funktioniert!

Einen Nachbau dieses Prinzips gibt es in Form des Flux Hifi Sonic, der m. E. unverschämte 130 Euro kostet. Für das AT637 habe ich seinerzeit um die 50 DM bezahlt. Tempi passati.

Mein Hauptpunkt aber ist: brauchst Du alles nicht!

Schau Dir z. B. diese Nadel hier an: eine Nadel 5 von Ortofon an, die als Beifang an einem gebrauchten Dual 721 hing, und die zu Lebzeiten jahrzehntelang niemand niemals gereinigt hat, und bei der der Dreck sich wie eine Betonhülle um den Diamanten gelegt hatte:

Ortofon OM5

Nach meiner Reinigung, die hier zugegebenen schon mehr als 10 Sekunden gedauert hat, sah die Nadel dann so aus:

Ortofon OM5

Das finde ich einen akzeptablen Zustand.

Oder die Nadel hier, ein Denon DL-303 eines hochgeschätzten Forenkollegen, der da auch mal etwas nachlässig war (er möge mir verzeihen):

Denon DL-303

Ich habe sie dann ein bisserl geputzt, bis sie so aussah:

DL-303

Find ich OK so, wobei der gelbe Kram auf der Rückseite des Nadelträgers ebenfalls Dreck war, den ich in einem zweiten Druchgang weggemacht habe. Hatte zuerst die Befürchtung, das könne der Kleber sein, der die Nadel fixiert, war es aber nicht.



Ja, und womit erreiche ich diese wundersame Wandlung eines Dreckklumpens zum blitzsauberen System?

Ich nehme dafür nur absolute Highend-Komponenten, wie z. B. so eine Karbonbürste, oder so eine Kunststoffbürste, wie sie sich im Laufe der Zeit in einem (Teil-)Analogen Haushalt ansammeln. Darauf kommen ein paar Tropfen selbstgemischte Reinigungsflüssigkeit, die ich zum Plattenwaschen benutze (30% Isopropanol, 70% dest. Wasser, Tropfen Spüli oder Mirasol 2000). Alternativ nimmt man einfach Glasreiniger.

Dann bürstet man halt ein wenig, und anschließend ist die Nadel: sauber!


Zusätzlich habe ich eine solche Bürste immer auf dem Plattenspieler liegen, und habe mir angewöhnt, beim Umdrehen bzw. Wechseln der Platte einfach immer mal wieder kurz die Nadel auch trocken sauber zu bürsten.

Mehr muss man eigentlich nicht tun. Ich habe quasi alle meine Nadeln in der obigen Auflösung fotografiert. Die sehen alle genauso sauber aus. Daher bin ich ziemlich sicher, dass das Verfahren "ausreicht".

Parrot
WBC
Inventar
#3 erstellt: 26. Feb 2020, 22:52
Wie die Naddel das wohl findet, mit Teslanol oder Okki Nokki "angegriffen" zu werden...?

Die dreht bestimmt ab...



[Beitrag von WBC am 26. Feb 2020, 22:54 bearbeitet]
leechme06
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 26. Feb 2020, 22:58

WBC (Beitrag #3) schrieb:
Wie die Naddel das wohl findet, mit Teslanol oder Okki Nokki "angegriffen" zu werden...?

Die dreht bestimmt ab...

:D


Okay - da weiss ich jetzt nicht ob das ein ironischer Spruch sein soll oder wie...?

Ich hab jetzt die Nadel mit meiner Okki-Nokki Lösung gereinigt. Passiert ist auf jeden Fall nichts, ausser dass es sich m.E. tatsächlich wieder etwas schöner anhört! :-)
WBC
Inventar
#5 erstellt: 26. Feb 2020, 23:01
Dann solltest Du Dir nochmal ganz in Ruhe Deine Fred- Überschrift zu Gemüte führen...dann wird es Dir evtl. kommen... wenn Du weisst, wie ich mein'...

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Du überhaupt weisst, wer oder was "Naddel" ist...


[Beitrag von WBC am 26. Feb 2020, 23:03 bearbeitet]
leechme06
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 26. Feb 2020, 23:50

WBC (Beitrag #5) schrieb:
Dann solltest Du Dir nochmal ganz in Ruhe Deine Fred- Überschrift zu Gemüte führen...dann wird es Dir evtl. kommen... wenn Du weisst, wie ich mein'...

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Du überhaupt weisst, wer oder was "Naddel" ist... :angel


hahahah - oh jeh, meine Schreibkompetenz! :-)
8erberg
Inventar
#7 erstellt: 27. Feb 2020, 10:25
Hallo,

Alkoholanwendung bei Naddel eher innerlich, oder?

Peter
WBC
Inventar
#8 erstellt: 27. Feb 2020, 12:49
So war's gemeint...
Tendaberry
Stammgast
#9 erstellt: 27. Feb 2020, 18:37
Ein günstiger und einfacher Weg ist Silly Putty zu benutzen. Man legt etwas davon auf eine € Münze und platziert diese auf den Plattenteller und senkt die Nadel vorsichtig einige Male rein in den Teig. Bitte nur die Originalfarbe benutzen (siehe Bild), die anderen enthalten Zusätze, die Rückstände hinterlassen könnten. Es gibt natürlich auch teure Produkte, die für HiFi-Zwecke entwickelt (wie Onzow Zero Dust) wurden, die aber nicht besser sind.

Silly Putty
WBC
Inventar
#10 erstellt: 27. Feb 2020, 19:41
9130099_1_xnl

Das ist die Alternative - ganz einfach einen Streifen in die Hand nehmen, weichkneten, den abgeschraubten TA in die andere Hand und dann mit ruhiger Hand ein paarmal die Nadel von unten "abtupfen".

Danach nochmal mit der Bürste drunter her und alles ist wieder schick...


[Beitrag von WBC am 27. Feb 2020, 19:41 bearbeitet]
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