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Braun PS 500 - Läuft nicht an

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Hifiveteran
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 26. Nov 2015, 21:29
Guten Abend,

vor kurzem habe ich mir ein PS 500 zugelegt, an dem ich mich bis jetzt
erfreut habe. Heute beim Einschalten lief der Plattenteller aber nicht mehr an. Aus dem Inneren höre ich ein leises Summen, Reibrad, Pulley und Teller bewegen sich aber nicht. Ich habe schon mehrfach den Arm bewegt, um zu sehen, ob vielleicht die Endabschaltung irrtümlich ausgelöst hat.

Hat jemand vielleicht eine Idee, wo ich suchen könnte? Hat jemand den gleichen Fehler auch schon erlebt?

Danke im Voraus!

Heinrich
Hifiveteran
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 26. Nov 2015, 22:21
Als Ergänzung: Inzwischen habe ich festgestellt, dass der Motor läuft, sich das Reibrad aber nicht an die Motorwelle anlegt und damit die Kraft auf den Pulley überträgt. Es herrscht sozusagen Dauerleerlauf.Woran kann dies liegen? Fehlfunktion der Endabschaltung?

Heinrich
boozeman1001
Inventar
#3 erstellt: 26. Nov 2015, 22:55
Die Endabschaltung hat damit nichts tu tun.
Ich vermute zwei mögliche Ursachen:
1. der Schwenkarm des Reibrades: ist der leichtgängig? Falls nicht, kann es sein, dass er nicht ganz einschwenkt und damit das Reibrad keinen Grip bekommt.
2. gerissenes Skalenseil innen. Wen das Seil vom Ein/Aus Schalter gerissen ist, wird der Arm vom Reibrad ebenfalls nicht mehr eingeschwenkt. Um das zu prüfen musste du die Bodenplatte entfernen.
Bin mir ziemlich sicher, dass es an einer der beiden Ursachen liegt. Wenn das Skalenseil gerissen ist, ist das ziemlicher Fummelkram, das zu tauschen und wieder korrekt einzustellen... Nur schon mal als Vorwarnung...
Hifiveteran
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 26. Nov 2015, 23:06
Danke! Ich werde das prüfen. Falls das Skalenseil gerissen ist: Läuft dann dennoch der Motor an und schaltet sich die Stroskopbeleuchtung an? Beides funktioniert ja.

Grüße

Heinrich
boozeman1001
Inventar
#5 erstellt: 26. Nov 2015, 23:19
Kommt ganz darauf an, WO es gerissen ist. Das geht nämlich einmal komplett um den ganzen Dreher rum und bewegt auf dem Weg einige Teilchen.
Hifiveteran
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 30. Nov 2015, 21:10
Guten Abend, das Skalenseil war in der Tat gerissen - an der "Sollbruchstelle" der kleinen Umlenköse. Ich konnte das Seil verknoten, das nun natürlich etwas zu kurz ist. Das Reibrad steht jetzt unter vermehrtem Zug. Schadet das, wie andernorts schon beschrieben? Ferner konnte ich die kleine Feder nicht wieder einhängen, die sonst den Umschalthebel bewegt, der eine Geschwindigkeitsumstellung während des Betriebs verhindert. Letzteres dürfte kein Problem darstellen, da ich sowieso nur 33er - Platten höre (?).

Im Braun - Forum las ich, dass man Ersatz für das Skalenseil u.a. auch in Baumärkten bekommt. Hat hier jemand Erfahrungen?

boozeman1001: Erst einmal vielen Dank für den kompetenten Rat!

Abendgrüße

Heinrich
boozeman1001
Inventar
#7 erstellt: 01. Dez 2015, 20:47
Hallo Heinrich,
gern geschehen. Normalerweise ist das Skalenseil einstellbar, es sollte also etwas Reserve vorhanden sein. Schau mal an der langen Seite hinten. Das ist da normalerweile noch zusätzlich verlackt, als Sicherung gegen Verrutschen.
Dann solltest Du auch wieder die Feder einhängen können.
Ansonsten einfach mal googeln, da findet man schon Angebote zu Skalenseilmaterial.


[Beitrag von boozeman1001 am 01. Dez 2015, 20:49 bearbeitet]
Hifiveteran
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 01. Dez 2015, 21:22
Hallo Kai,

danke für den Hinweis bezüglich Reservelänge! Laut Technischer Information muss der Zug so eingestellt werden, dass zwischen Reibrad und Stufenwelle ein Abstand von 0,5 - 1 mm besteht. Ich mache mich demnächst einmal wieder an die Arbeit...

Beste Grüße

Heinrich
Hifiveteran
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 02. Dez 2015, 21:31
Guten Abend Kai,

so, das Skalenseil ist nach etlichen Versuchen auf die richtige Länge eingestellt. Viel Feinarbeit, bis der Antrieb funktioniert, gleichzeitig aber nicht zu viel Zug auf dem Reibrad lastet...Das Federeinhängen erwies sich als etwas diffizil, schließlich war die Öse der Feder verbogen und nicht mehr zu verwenden. Ich denke, es ist kein großer Mangel, wenn diese Funktion nicht da ist; ich verstelle die Geschwindigkeit sowieso nicht im Betrieb (?).

Ein Fehler kommt selten allein: Selbst bei maximaler Einstellung der Drehzahlfeinregulierung zeigt das Stroboskop eine etwas zu geringe Geschwindigkeit an.
Hast Du hier auch eine hilfreiche Idee?

Freundliche Grüße am Abend

Heinrich
boozeman1001
Inventar
#10 erstellt: 08. Dez 2015, 23:14
Hallo Heinrich,
Sorry, war einige Tage nicht im Forum, daher erst jetzt meine Antwort.
Ich habe den PS500 gerade nicht zur Hand, aber soweit ich das richtig im Kopf habe, kann man den Arm, auf dem das Reibrad sitzt, auch in der Höhe verstellen, womit man dann eine Grundeinstellung der Sollgeschwindigkeit vornehmen kann.
Kann auch sein, dass die Konusrolle, auf der der Riemen läuft einstellbar ist, aber das siehst Du dann schon.
Weiterhin viel Erfolg!
Hifiveteran
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 09. Dez 2015, 21:52
Hallo Kai,

ich habe durch etwas Manipulieren am Antrieb jetzt eine Geschwindigkeit einstellen können, die nahezu optimal ist. Wenn sich das wieder verschlechtert, verwende ich Deine Ratschläge.

Danke nochmals!

Gute Abendgrüße

Heinrich
boozeman1001
Inventar
#12 erstellt: 09. Dez 2015, 22:21
Gerne!
Was hast Du denn manipuliert? Nur interessehalber...
Ansonsten wünsche ich viel Freude mit dem Braun. Ein wirklich schöner und hochwertiger Dreher!

Ach ja und noch eine Frage, ebenfalls interessehalber: steht bei Dir der Tonarm gerade? Also dort, wo er aus dem Gehäuse kommt? Oder eventuell leicht schief nach hinten geneigt?
Hifiveteran
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 10. Dez 2015, 21:11
Guten Abend, Kai,
ich habe die Halterung des Reibrades etwas in Richtung einer meiner Meinung nach besseren Lage an der Stufenwelle gebogen, Antriebsrolle und Teller geschmiert und auf eine korrekte Lage des Riemens an der Gabel geachtet. Nun läuft es erst einmal...
Die Tonarmbasis steht in der Tat etwas nach hinten geneigt. Wie ich bei Dir las, ist dies wohl häufiger der Fall. Als ich den Dreher bekam, schleifte die Tonarmbasis auf der Grundplatte. Ich habe nach den Tipps in den Foren die Höhe der Tonarmbasis und des Tellers verstellt. Jetzt arbeitet der Arm korrekt - meinem Empfinden trotz der leichten Schräglage.

Grüße

Heinrich
boozeman1001
Inventar
#14 erstellt: 11. Dez 2015, 18:18
Hallo Heinrich,

Beim biegen der Halterung musst du aufpassen, dass das Reibrad nicht schräg läuft, ansonsten ist dine Lösung fürs erste OK.
Das Subchassi hast Du ja offenbar erfolgreich neu eingestellt.
Das mit sem Schiefstand des Armes ist leider ein typisches PS500 Problem, da das Subchassi aus einer Zinkdruckgusslegierung besteht, die offenbar so unglücklich gewählt wurde, dass es sich nach all den Jahren durch Elektronenwanderung in sich verzieht.
Leider irreversibel.
Bei meinem ist es auch so, aber noch absolut im tolerierbaren Bereich.
Funktioniert die Endabschaltung bei Dir?
Hifiveteran
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 11. Dez 2015, 18:45
Hallo Kai,
die Endabschaltung arbeitet - meistens. Dies dürfte von der Länge der Auslaufrillen abhängen.

Derzeit bin ich mit meinem alten Braun - Stück sehr zufrieden.

Ein schönes Wochenende und Dank für immer neue Informationen

Heinrich
boozeman1001
Inventar
#16 erstellt: 11. Dez 2015, 19:31
Hallo Heinrich,

Da hast Du Glück, dass die Endabschaltung noch tut.
Die Funktion ist allerdings nicht von der Länge der Auslaufrille abhängig, sondern von der Einstellung des Mitnehmers.
Ist etwas schwer zu beschreiben, aber wenn Du dir die Sache mal von innen ansiehst, wird relativ schnell klar, was ich meine.
Der Arm bewegt auf seinem Weg nach innen eine Metallschiene, die im Berich der Auslaufrille über eine Art Reibfläche den Fanghaken auf der weißen Kunststoffscheibe an die Tellerachse bewegt. Kommt der Arm weit genug nach innen, greift dieser Fanghaken in eine Kerbe der Tellerachse und so wird die Kunststoffscheibe gedreht und schaltet den Dreher ab.
Am besten mal per Hand als Trockenübung ansehen. Dabei solltest Du auch mal einen prüfenden Blick auf die kleine Metallachse werfen, auf der der Fanghaken auf der Kunststoffscheibe sitzt. Diese Achse bricht nämlich gerne irgn dwann aus dem Kunststoff heraus und dann war es das mit der Endabschaltung. Bei meinem war das Teil auch ausgebrochen, aber zum Glück noch vorhanden. Ich habe es dann mit Uhu plus eingeklebt und glecih etwas verstärkt.
Wenn es bir Dir schon rissig ist, würde ich es gleich mit 2k-Kleber verstärken. Das geht am besten, wenn Du den Sprengring löst und den Fanghaken von der Achse ziehst.

Wichtig ist im übrigen auch, dass die ganze Mechanik möglichst leichtgängig ist, damit beim Abschaltvorgang nicht zu große Kräfte auf den Fanghaken und die Kunststoffscheibe wirken.

Du kannst die Endabschaltung übrigens auch deaktivieren. Das geht mit dem kleinen Metallhebel links unten an der Armbasis.

So, und nun viel Spaß beim Plattenhören.

Ach ja: was hat der Braun eigentlich für ein System drunter?
Ich betreibe meinen mit einem Empire 2000EIV, was sehr gut mit dem Arm harmoniert.
Hifiveteran
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 11. Dez 2015, 22:30
Hallo, Kai,
Du erweist Dich einmal mehr als profunder Kenner! Wenn ich das nächste Mal den Spieler öffne (Verlegen eines neuen Skalenseils?), schaue ich auch nach der Endabschaltung.
Mein PS 500 hat noch die Serienausstattung, ein Shure M95. Bisher war ich damit zufrieden.
Diese Woche konnte ich einen Dual 721 mit Shure V15III in sehr gutem Zustand erwerben. Das Gerät läuft prima. Hast Du hier auch Erfahrungen?

Grüße am Abend

Heinrich
boozeman1001
Inventar
#18 erstellt: 12. Dez 2015, 22:16
Hallo Heinrich,

Danke für die Blumen. Ich habe hier insgesamt 3 PS500 gehabt und restauriert, 2 sind mittlerweile weitergezogen. Da kommt ein wenig Erfahrung zusammen...
Ein 721 nun auch noch... Der Herr hat Geschmack!
Ich habe zwar keinen, dafür aber seine Verwandten 701 (1.Serie) und 621.
Der 721 ist über jeden Zweifel erhaben, so viel steht fest. Auch das V15III ist recht gut, auch wenn ich den Hype darum nicht ganz nachvollziehen kann. Habe eines an meinem 701 und das mach definitiv Spaß. Die Jico SAS Nadel soll ja sehr gut dafür sein.
Wenn Du den 721 für einen vernünftigen Kurs bekommen hast, hast Du sicher nichts verkehrt gemacht. Ich bin ja großer Dual-Liebhaber. Hier tummeln sich mittlerweile 1019, 1218, 1219, 701,1249 und 621, dazu diverse andere von. Heute läuft mal wieder mein Metz Mecasound TX 4963 mit Denon DL110. Macht auch richtig Spaß!
Das Dual Board kennst Du sicherlich schon? Da tummeln sich die Dual Experten. Schau gerne mal vorbei.
Hifiveteran
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 13. Dez 2015, 10:21
Guten Morgen, Kai,

bei mir stehen übrigens seit diesem Jahr noch ein Beogram 6000, bei dem ich den Armtransport wieder in gute Funktion gebracht habe (Dank dem Internet!), und ein Sonab 85S (ex Yamaha YP-500). Beide Spieler sprachen mich optisch an, der Beogram ist daneben mein erstes Tangential - Gerät (er ist ja Quadrophonie - geeignet und hat einen entsprechenden Decoder/Vorverstärker, wofür ich allerdings keine Verwendung habe). Der Beogram hat ein MMC 6000 - System, für das es leider keine originalen Ersatznadeln mehr gibt. Hier möchte ich bald mal bei Herrn Schürholz in Geseke (schallplattennadeln.de) vorbeischauen, der solche Systeme in Stand setzt. Am Sonab betreibe ich ein AT20SLa, das ich mir vor Jahren für meinen (nicht mehr vorhandenen) CEC gekauft habe. Letzteren habe ich damals gegen einen Thorens TD 126 MKIII eingetauscht. Am Thorens habe ich derzeit ein AT440MLa, mein altes AKG P8ES stünde noch zur Revision an.

Gern bleibe ich in Kontakt.

Einen schönen Adventssonntag

Heinrich


[Beitrag von Hifiveteran am 13. Dez 2015, 10:33 bearbeitet]
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