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Thorens TD-126 II vs. Linn LP12 /Valhalla/ Akito 1

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Chrisk7
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 16. Mrz 2008, 21:14
Ich hätte die Möglichkeit für einen Aufpreis von ca. 400 EUR (wenn ich den TD-126 mit Original TP16 Arm beim Händler in Zahlung gebe) an einen Linn LP12/Valhalla mit Akito 1 Arm zu kommen. Der Player ist aus den 80er Jahren und gut im Schuss. Ich kenne die Probleme, die mit einem Akito 1 Lager auftreten können.

Hat jemand schon einen LP12 mit Akito-Arm gegen den TD-126 (mit TP16 oder anderen Armen) verglichen? Lohnt sich der Umstieg aus klanglicher/Hifi Sicht oder sollte man lieber einen guten Tonarm an den Thorens installieren? Wäre ein Preis von ca. 800 EUR beim Händler (mit Garantie) für den Linn in Ordnung

Gruß
Christian
TommiS
Stammgast
#2 erstellt: 16. Mrz 2008, 21:56
Moin,

der LP12 ist das bessere Gerät WENN er mit Keel und Ekos2 ausgestattet ist.
Dann kostet er allerdings auch 15000,-€!

Wenn Du den LP12 mit Aktito1 gegen einen gepflegten TD126MKII vergleichst, sieht die Sache schon anders aus.
Ich würde an Deiner Stelle einen Rega RB300 von Mario Grötzinger modifizieren lassen und auf dem TD126 aufbauen.
Dann noch etwas Lagerpflege alla Joel und einen neuen Riemen.
Die Kosten für den Rega mit der Bearbeitung durch Mario und Joels Pflegeprodukte zusammen dürften in etwa ein Investitionsvolumen von ca. 300,-€ bedeuten.
Damit hast Du eine Kombi an der sich der LINN wie er von Dir beschrieben wurde die Zähne ausbeißt.
Es gab in der Vergangenheit bereits diverse Testberichte in denen der TD 126 den LINN LP12 geschlagen hat.
Zugegebener weise war das vor der Ekos - Zeit...


Du hast, wenn Du Dich nicht verschrieben hast die MK2 Version, die beste Version dieses gelungenen Drehers.
Ich selber besitze auch einen TD126MKII wie ich Dir an anderer Stelle bereits schrieb.
Vor einem LP12(ohne Keel) mit Lingo und Ekos1 muss der sich nicht verstecken, ganz im Gegenteil...
Falls Du einmal hören möchtest was ein TD126MKII in der Ausbaustufe wie der meinen zu leisten im Stande ist, bist Du herzlich eingeladen mich zu besuchen und Dich davon zu überzeugen, dass meine Aussagen nicht das Produkt einer masslosen Übertreibung sind. Das gilt natürlich auch für alle anderen Interessierten.


Viele Grüße

Tom
MikeDo
Inventar
#3 erstellt: 16. Mrz 2008, 22:16

Falls Du einmal hören möchtest was ein TD126MKII in der Ausbaustufe wie der meinen zu leisten im Stande ist, bist Du herzlich eingeladen mich zu besuchen und Dich davon zu überzeugen, dass meine Aussagen nicht das Produkt einer masslosen Übertreibung sind. Das gilt natürlich auch für alle anderen Interessierten.


Das Gleiche biete ich den Leuten gerne mit meinem modifizierten TD126 MK III an.

Ansonsten kann ich Tom nur beipflichten!


Chrisk7
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 16. Mrz 2008, 22:38
... ich werde mir mal den LP12 für eine Woche ausleihen und ihn bei mir direkt mit dem selben TA gegen den TD-126 II hören. Bin mal gespannt.

Trotzdem hat sich bis jetzt noch nicht die Linn-Fraktion gemeldet, die sicherlich auch schon Vergleich gemacht hat...
directdrive
Inventar
#5 erstellt: 16. Mrz 2008, 23:13
Hallo Christian,
ich bin zwar nicht von der Linn-Fraktion sondern aus der Technics-Gemeinde, aber entsprechende Erfahrungen kann ich schon beisteuern.

Ich bin vor einigen Jahren von einem exzellent erhaltenen TD-126 III mit TP-16 III auf einen LP-12 mit Valhalla und Basik Plus (kurz darauf Akito 1) gewechselt. Gespielte Tonabnehmer waren damals Elac ESG-796, AT-450E, AT-OC7 und Ortofon MC-1 Turbo. Verstärkung kam von Linn, Solen und Accuphase, Boxen waren Spendor BC-1.

Mit praktisch allen Systemen gefiel mir der Linn zunächst besser: druckvoller, energischer und lebendiger. Erste Zweifel an Sauberkeit und Akkuratesse des LP-12 kamen im Vergleich mit älteren japanischen Laufwerken auf - nach einem guten Jahr (und einer Handvoll Akito-Armen...) war der Linn dann Geschichte.

"Aus klanglicher/Hifi Sicht" hat sich der Umstieg damals nicht gelohnt, der LP-12 war keinesfalls besser als der Thorens, bestenfalls charismatischer (und sympathischer). Bereut habe ich den Wechsel jedoch auch nicht, er hat mich allerdings auch kaum etwas gekostet.
Ärgerlich (und auch finanziell relevant) fand ich den Kauf der ganzen kaputten Akitos - größtenteils auf Zuraten von Linn-Fans und Händlern.

Probehören ist eine gute Idee, wenn ich das öfters VOR DEM KAUF getan hätte, wäre ich vor mancher Ausgabe bewahrt worden. Und um manche Erfahrung ärmer.

Grüße

Brent
Chrisk7
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 17. Mrz 2008, 11:03
Hallo Directdrive,

sind bei Dir alle Akito 1 kaputt gegangen? Wie lange hat denn der Arm durchschnittlich bei Dir gehalten?

Das wäre natürlich schon ein Kriterium. Der TD-126 wird vermutlich, egal mit welchem Tonarm, die nächsten Jahrzehnte ohne Probleme laufen.

Wenn der LP12 mit Aktio nach ein paar Jahren kaputt geht, würde mich das ärgern, insbesondere dann, wenn der klangliche Fortschritt nicht groß ist.

Kann man ein defektes Lager des Akito irgendwie von aussen feststellen?

Gruß
Christian
raphael.t
Inventar
#7 erstellt: 17. Mrz 2008, 11:10
Hallo!

Meinen Akito 1 habe ich schon ewig lang, und er wurde auf x Laufwerke montiert. Der Schönste ist er nicht mehr, aber die Lager sind leichtgängig wie früher.
Allerdings habe ich ihn extra gekauft, vielleicht war da die Qualität der Lager besser als bei den verbauten.
Wer weiß?!

Grüße Raphael
directdrive
Inventar
#8 erstellt: 17. Mrz 2008, 12:13
Hallo Christian,

nein, meine Akitos sind nicht kaputtgegangen, die habe ich bereits kaputt gekauft.... ich bin bei eBay zweimal 'reingefallen, im dritten Anlauf mit einem kompletten Linn Basik-Laufwerk hat's dann geklappt. Der Arm sollte auch immer noch funktionieren, zumindest habe ich nichts gegenteiliges vom neuen Besitzer gehört.

Ein defektes Vertikallager kann man leicht beim Ausbalancieren des Arms feststellen. Horizontztallager überprüfen: den ausbalancierten Tonarm seitlich leicht (!!) anpusten, sollte sauber und ohne Haken bis zur Tellermitte gleiten. Nadelschutz bei solchen Versuchen nicht vergessen!

Grüße von

Brent
Chrisk7
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 18. Mrz 2008, 20:27
Es ist vollbracht:

Ich habe den Linn LP12 / Valhalla / Akito hier, den ich mit meinem Thorens TD-126 II TP16/II (mit Sommer Luna NF Kabel) verglichen habe. Der Tonabnehmer ist ein Goldring Elite, das nacheinander montiert wurde. Die Elektronik-Kette ist Naim Audio NAC52/Supercap/NAP250. Ich kann meine oben gestellte Frage nun selbst beantworten, da ich den Direktvergleich in meinem eigenen Hörraum durchführen konnte.

Um es vorwegzunehmen: Der LP12 hat in klanglicher Hinsicht für mich klar gewonnen. Der Dreher ist tierisch musikalisch und stellt Instrumente oder Stimmen mit einer klaren, deutlichen Präsenz und Selbstverständlichkeit in den Raum. Das Timing und der Impuls sind dabei mindestens gleich gut wie beim Thorens. Der LP12 klingt warm und homogen, keine Spur von Sterilität oder analytischem Klang wie an mancher Stelle berichtet.

Der Thorens klingt im direkten Vergleich in den Höhen wesentlich nervöser, fast schon schrill; das Klangbild ist im direkten Vergleich weniger homogen. Die Bässe sind beim Thorens bei der momentanen Justage allerdings ein bisschen trockener und präziser als beim Linn. Insgesamt ist man mit dem Linn viel mehr im Geschehen drin, einzelne musikalische Ereignisse werden "feinspuriger" aufgelöst; der Thorens ist - Verzeihung - viel "grobspuriger". Das Ganze wie gesagt mit den Einsteigerarmen von Linn und Thorens.

Ich sehe den Vergleich ziemlich emotionslos. Ob Thorens oder Linn, ich entscheide mich für den Dreher, der mir am meisten Spaß macht und mich einen großen Schritt nach vorne bringt. In Kombination mit Naim ist dies bei mir ganz klar der LP12/Akito und nicht der TD-126/TP16. Ich hoffe die Thorensanhänger werden jetzt nicht über mich herfallen.

Die Nachteile beim Linn sind ganz klar der geringere Komfort gegenüber dem 126er, d.h. keine Endabschaltung, keine Geschwindigkeitseinstellung auf 45 oder 78 mit dem Valhalla, keine Feinregulierung der Geschwindigkeit.

Weiterer Nachteil ist im Vergleich zum Thorens IMHO die (fusselnde) Filzmatte. Ich hatte beim Thorens nach der Plattenwäsche und Abspielen der Platten auf der Spectra-Gummimatte immer eine saubere Platte. Durch die elektrostatische Aufladung ist beim Linn die Unterseite der Platte jedes Mal voll mit Fusseln. Das nervt ein bisschen, da die Fusseln anschließend ja in die Plattenhülle wandern...

Meinen 126 MK II werde ich jetzt wohl zum Verkauf anbieten. Bei Interesse bitte PM.

Gruß
Christian
MikeDo
Inventar
#10 erstellt: 18. Mrz 2008, 20:34

Chrisk7 schrieb:
Es ist vollbracht:

Ich habe den Linn LP12 / Valhalla / Akito hier, den ich mit meinem Thorens TD-126 II TP16/II (mit Sommer Luna NF Kabel) verglichen habe. Der Tonabnehmer ist ein Goldring Elite, das nacheinander montiert wurde. Die Elektronik-Kette ist Naim Audio NAC52/Supercap/NAP250. Ich kann meine oben gestellte Frage nun selbst beantworten, da ich den Direktvergleich in meinem eigenen Hörraum durchführen konnte.

Um es vorwegzunehmen: Der LP12 hat in klanglicher Hinsicht für mich klar gewonnen. Der Dreher ist tierisch musikalisch und stellt Instrumente oder Stimmen mit einer klaren, deutlichen Präsenz und Selbstverständlichkeit in den Raum. Das Timing und der Impuls sind dabei mindestens gleich gut wie beim Thorens. Der LP12 klingt warm und homogen, keine Spur von Sterilität oder analytischem Klang wie an mancher Stelle berichtet.

Der Thorens klingt im direkten Vergleich in den Höhen wesentlich nervöser, fast schon schrill; das Klangbild ist im direkten Vergleich weniger homogen. Die Bässe sind beim Thorens bei der momentanen Justage allerdings ein bisschen trockener und präziser als beim Linn. Insgesamt ist man mit dem Linn viel mehr im Geschehen drin, einzelne musikalische Ereignisse werden "feinspuriger" aufgelöst; der Thorens ist - Verzeihung - viel "grobspuriger". Das Ganze wie gesagt mit den Einsteigerarmen von Linn und Thorens.

Ich sehe den Vergleich ziemlich emotionslos. Ob Thorens oder Linn, ich entscheide mich für den Dreher, der mir am meisten Spaß macht und mich einen großen Schritt nach vorne bringt. In Kombination mit Naim ist dies bei mir ganz klar der LP12/Akito und nicht der TD-126/TP16. Ich hoffe die Thorensanhänger werden jetzt nicht über mich herfallen.

Die Nachteile beim Linn sind ganz klar der geringere Komfort gegenüber dem 126er, d.h. keine Endabschaltung, keine Geschwindigkeitseinstellung auf 45 oder 78 mit dem Valhalla, keine Feinregulierung der Geschwindigkeit.

Weiterer Nachteil ist im Vergleich zum Thorens IMHO die (fusselnde) Filzmatte. Ich hatte beim Thorens nach der Plattenwäsche und Abspielen der Platten auf der Spectra-Gummimatte immer eine saubere Platte. Durch die elektrostatische Aufladung ist beim Linn die Unterseite der Platte jedes Mal voll mit Fusseln. Das nervt ein bisschen, da die Fusseln anschließend ja in die Plattenhülle wandern...

Meinen 126 MK II werde ich jetzt wohl zum Verkauf anbieten. Bei Interesse bitte PM.

Gruß
Christian





Wie dem auch sei, nun ist das Thema endlich durch, viel Glück.


[Beitrag von MikeDo am 18. Mrz 2008, 20:34 bearbeitet]
Chrisk7
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 18. Mrz 2008, 20:48
Danke trotzdem für die Hilfe, auch wenn's nicht der Thorens geworden ist.
MikeDo
Inventar
#12 erstellt: 18. Mrz 2008, 21:03

Chrisk7 schrieb:
Danke trotzdem für die Hilfe, auch wenn's nicht der Thorens geworden ist.


Ist wurscht. Wenn der LP12 zusagt, ist doch alles in Butter.


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