AVR-x2000 welche Boxengröße maximal?

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Pentalette
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 20. Jun 2014, 11:06
Hallo zusammen,

Ich hab seit kurzen einen Denon AVR-X2000 und betreibe zur Zeit daran zwei Quadral Amun MKV mit Bändchenhochtönern und zwei kleine Canton MX-3 als Rear.
Jetzt war ich letztens bei nem Händler vor Ort und hatte mich etwas unterhalten, und er meinte der Denon wäre für die Quadral viel zu schwach und es bestünde die Möglichkeit das ich mir die Bändchen zerschieße.
Da ich mir in naher Zukunft wohl auch gerne noch einen Quadral Chromium Base 12, auch mit Bändchen, dazuholen möchte hab ich natürlich arge Bedenken ob die Planung so sinnvoll ist.
Ich höre in der Regel gehobene Zimmerlautstärke, jedoch bei Filmen natürlich auch gerne mal lauter.
Als Sub dient ein Canton AS 85.2, Basssignal steht auf LFE+Main (klingt irgendwie besser).

Was meint ihr, geht das auf Dauer gut, oder hatte der liebe Mann in dem Elektroladen recht, und ich schrotte mir irgendwann meine Boxen?

Falls es hilft, die Lautstärke geht ja von 0-100, bei 70 ist es so laut das die Membranen richtig gut in Fahrt sind.

Vielen Dank für eure Einschätzung!

Pascal
HaraldNorbert
Stammgast
#2 erstellt: 20. Jun 2014, 11:37
Hallo,

lt. Datenblatt liefert der Denon 150 W je Kanal; die Amun MKV sind für 100 bis 150 W ausgelegt. Sollte also eigentlich passen, wenn du den Verstärker nicht zu sehr aufdrehst. Aber was heißt der Denon wäre zu schwach? Ist doch wohl eher umgekehrt, die Boxen zu schwach für den Verstärker?
Pentalette
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 20. Jun 2014, 13:44
Hm also ich bin ja kein Hifi-Freak, aber das was ich weiß ist, dass der Verstärker immer stärker sein sollte als die Lautsprecher. Gerade ein zu schwacher Verstärker zerstört eher die Lautsprecher.
Deswegen hab ich ja meine Bedenken...
ctu_agent
Inventar
#4 erstellt: 20. Jun 2014, 13:56
Wie schon in #2 gepostet wurde: Hörst Du in Zimmerlautstärke - alles OK
Drehst Du weiter auf, kann es wg. der Verzerrungen kritisch wrerden, muss aber nicht.

Die 5x150W reduzieren sich im 5 Kanla Betrieb ja deutlich.
HaraldNorbert
Stammgast
#5 erstellt: 20. Jun 2014, 14:18
Hm, ich kenne mich damit nun auch nicht so übermäßig aus. Aber warum sollte der Verstärker mehr Leistung abgeben, als die Boxen verkraften können?
Rein logisch denke ich mal so: Gibt der Verstärker zuviel Leistung auf die Boxen, können die beschädigt werden, da sie für so viel Power nicht ausgelegt sind. Andersrum, wenn die Boxen für höhere Leistung ausgelegt sind, ziehen sie unter Umständen zu viel Strom und das könnte den Verstärker überhitzen. Das hieße aber, bei zu schwachem Verstärker könnte der kaputt gehen, bei zu schwachen Boxen könnten die beschädigt werden. Liege ich damit falsch? Vielleicht könnte mir einer der Profis hier mal auf die Sprünge helfen.
Dayman
Inventar
#6 erstellt: 20. Jun 2014, 14:31
Wie schon geschrieben leistet im Surroundbetrieb keine der Endstufen die maximale theoretische Leistung.
Allerdings kann normalerweise schon mit ~ 10 Watt Verstärkerleistung bei passablem Wirkungsgrad der LS Zimmerlautstärke erreicht werden.


Hat eine 500 Watt Box einen Kennschalldruck von 95dB/W/m, dann erreicht sie bei maximaler Belastung ~122 dB Schalldruck in einem Meter Abstand.
Eine Box mit 101dB/W/m erreicht diese Lautstärke schon mit ~130W.
Das ist ein horrender Unterschied - und wer ein bißchen nachdenkt merkt, wie unbedeutend ggf. die Angabe der maximalen Belastbarkeit in Watt dagegen ist.
Wer also denkt, eine 300W Box (mit 95dB/W/m) ist lauter als eine 250W Box (mit 101dB/W/m), irrt gewaltig!

Thread Wirkungsgrad/Kennschalldruck

Was ich damit sagen will..die Wattzahlen haben weniger Aussagekraft, als du denkst, Probleme können bei halbwegs passablem Wirkungsgrad deiner Boxen erst bei Pegeln auftreten, die du sowieso nicht ansteuerst. Ich hab ebenfalls den Denon X2000 und möchte mal behaupten, dass er so ziemlich jede Box antreiben kann, die im heimischen Wohnzimmer unterkommt. Da musst du schon lange suchen, um einen LS zu finden, der bei normalen Lautstärken mehr fordert, als der Denon liefert.

Es stimmt, dass die Quadral keinen sonderlich hohen Wirkungsgrad haben (Wirkungsgrad: 86 dB/1W/1m)
aber 86db bei einem Watt macht 96db mit 10 Watt und 106 db bei 100 Watt.


[Beitrag von Dayman am 20. Jun 2014, 14:35 bearbeitet]
BillyIdol
Stammgast
#7 erstellt: 20. Jun 2014, 17:08

Dayman (Beitrag #6) schrieb:

1)
~ 10 Watt Verstärkerleistung bei passablem Wirkungsgrad der LS Zimmerlautstärke erreicht werden.

2)
macht 96db mit 10 Watt



Ein Widerspruch in sich deine Angaben..


Mit 10 Watt hat man je nach Box schon fast Discolautstärke siehe 2) = 96dB ist keine Zimmerlautstärke mehr ..in 2m sind es 90dB ..in 4m sind es 84dB ..in 8m sind es 78dB

Zimmerlautsärke macht 0,1 - max.1Watt.. sind ca. 55 - max.70dB


Laermometer

http://www.sengpielaudio.com/TabelleDerSchallpegel.htm


[Beitrag von BillyIdol am 20. Jun 2014, 18:35 bearbeitet]
Dayman
Inventar
#8 erstellt: 20. Jun 2014, 18:38
Ja ok, war unglücklich formuliert. Was ich sagen wollte, ist, dass man mit 10 Watt schon gut über die Runden kommt,
und meiner Meinung nach ein X2000 von der Leistung her für 99% alles Systeme definitiv nicht unterdimensioniert ist.

Meine Nuboxen haben auch einen Wirkungsgrad von 87 db/w/m und ich habe nicht den Eindruck, dass mein Denon überfordert ist.
Im Gegenteil, in der Regel drehe ich nicht ein mal zu einem Drittel auf, außer vielleicht bei Filmen, da darf es gerne auch mal ein wenig krachen.
Aber selbst das meistert der Denon ohne sich irgendetwas anmerken zu lassen.
BillyIdol
Stammgast
#9 erstellt: 20. Jun 2014, 18:54

Dayman (Beitrag #8) schrieb:

1)
dass man mit 10 Watt schon gut über die Runden kommt,
2)
Wirkungsgrad von 87 db/w/m und ich habe nicht den Eindruck, dass mein Denon überfordert ist..


1)
10 Watt können je nach Ls schon unglaublich laut sein..

2)
Nur als Beispiel:
..meine Fronts haben 90 dB, bedeutet ca.50% lauter wie deine, bei gleicher zugeführter Leistung..
(klanglich ist das nicht relevant und kein Qualitätsmerkmal)

Es gibt auch Ls mit 100dB/W/m..


[Beitrag von BillyIdol am 20. Jun 2014, 18:55 bearbeitet]
Pentalette
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 21. Jun 2014, 11:41
Vielen Dank euch allen für die ausführliche Erklärung. Das ging ja schon fast so weit, dass ich nichts mehr verstanden habe :-)
Alos Fakt ist, der Denon ist mit den Lautsprechern nicht überfordert, auch nicht wenn ich einen Center hole. Aber ich sollte kein 7.1 draus machen, weil dann die Leistung der anderen Lautsprecher auch gemindert wird...richtig?

Damit kann ich leben :-)

Danke!
HaraldNorbert
Stammgast
#11 erstellt: 21. Jun 2014, 11:45
Genau so ist es. Aber wenn du Dein 5.1 noch ein wenig perfektionieren willst, schließt du die Frontlautsprecher über Bi-Ampling an. Dann bleiben die Endstufen des Denon wenigstens nicht ungenutzt.
ctu_agent
Inventar
#12 erstellt: 21. Jun 2014, 13:31

Pentalette (Beitrag #10) schrieb:

Alles Fakt ist, der Denon ist mit den Lautsprechern nicht überfordert, auch nicht wenn ich einen Center hole. Aber ich sollte kein 7.1 draus machen, weil dann die Leistung der anderen Lautsprecher auch gemindert wird...richtig?
Danke!


Nein, natürlich kannst Du auch 7.1 draus machen, wenn Du magst und das entsprechende native Quellmaterial hast.
LS haben keine Leistung, sondern nur eine Belastbarkeit. Insofern kann auch nichts gemindert werden.

Ohne einen Grundlagenkurs zu veranstalten:
- wie schon hier oft geposted, reicht der X 2000 von der Lstg. völlig aus (auch bei 7.1)
- Die Gefahr geht nicht von zu hoher Leistung des AVR aus, sondern besteht immer dann, wenn ein Verstärker mit geringer Lstg. stark "aufgedreht" wird. Dann setzen nämlich die Verzerrungen früher ein und das ist nicht gut für die LS-Membranen.
- Daher hier der Tipp von einigen, nicht zu hohe Pegel zu fahren.
In der Praxis sehe ich die Gefahr in Deiner Kombination nicht - da Dir vorher die Ohren abfallen.


HaraldNorbert (Beitrag #11) schrieb:

Aber wenn du Dein 5.1 noch ein wenig perfektionieren willst, schließt du die Frontlautsprecher über Bi-Ampling an. Dann bleiben die Endstufen des Denon wenigstens nicht ungenutzt.


Kann man machen, wenn man Spaß am verkabeln hat. Bringen tut es klanglich eher nichts
std67
Inventar
#13 erstellt: 21. Jun 2014, 19:40
Hi

zumindest die Quadral Vulkan sind da dafür bekannt ein geringes Impedanzminimum im Bassbereich zu haben. Das braucht dann schon einen laststabilen Verstärker, sonst kann es schonmal sein das dieser in die Schutzschaltung getrieben wird (so er denn eine hat)

Über deine LS-Serie findet man leider keinerlei Infos
Vielleich könntest du bei Quadral mal anfragen
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