Riesiger Klangunterschied Pure-Direct vs. normal Stereo

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Sharp69
Neuling
#1 erstellt: 08. Sep 2016, 14:02
Hallo Community,
ich bin neu hier und hoffe, dass ihr mir mit meinem "Problem" weiterhelfen könnt.

Ich habe seit einigen Wochen den Yamaha RX-V781 und bin was Filmklang angeht, zu 100% zufrieden damit.
Was mich allerdings wundert ist der "normale" Stereoklang bei CD´s und Schallplatten.
Wenn ich den Pure-Direct-Modus wähle, dann klingt es klasse. Kaum höre ich die Musik allerdings im normalen Stereo-Modus
sind die Höhen stark überbetont und es klingt einfach nicht mehr ausgewogen. Um so lauter ich höre, desto unangenehmer wird
es wegen den "harrschen" Höhen.
Ist das bei AV-Receivern im Stereomodus normal? Hört man Stereo einfach grundlegend im Pure-Direct-Modus?

Wie sind da eure Erfahrungen beim Musikhören?

Vielen Dank und viele Grüße
Sharp69
std67
Inventar
#2 erstellt: 08. Sep 2016, 14:04
welchen EQ utzt du? Front, Linear oder Natürlich?

Natürlich sollte die gemäßigteren Höhen bringen. Eine solche Überbetonung muss dir doch aber auch im Mehrkanalmodus auffallen
Sharp69
Neuling
#3 erstellt: 08. Sep 2016, 14:46
Ich habe, zumindest bewusst, gar keinen EQ benutzt.
Ich habe den "Straight"-Modus ausgewählt, weil ich gelesen hatte, dass das Signal damit
unverarbeitet weitergegeben wird. Ich habe unterstellt, dass das auch ohne EQ bedeutet.

Ich habe mit YPAO eingemessen, habe aber beim Param. EQ auf Direkt gestellt.

Im Mehrkanalmodus fällt das nicht so störend auf, weil gerade die Dialoge ja etwas mehr Höhen vertragen können um gut
verständlich zu sein.
std67
Inventar
#4 erstellt: 08. Sep 2016, 14:55
Hi

den param. EQ meine ich ja. Stell den mal auf "Natürlich"
"Direkt" deaktiviert den EQ
"Straight" edeutet nur das die Kanäle eben 1:1 wiedergegeben werden. Also Stereo als 2.0 (2.1), 5.1 als 5.1, ohne irgendwelhe DSP die Kanäle "hinzurechnen"
Passat
Moderator
#5 erstellt: 08. Sep 2016, 14:57
Straight = DSPs und analoge Surrounddekoder aus
Direkt = PEQ aus
Pure Direct = Straight + Direkt + deaktivierte Entfernungseinstellung + Display aus + Zone 2 aus + OSD aus + Klangregler aus + Enhancer aus + YPAO Volume aus + ADRC aus + ....... Also alles aus außer Pegeleinstellung der Lautsprecher, Lautstärkeregler, Eingangswähler, Dekoder für digitalen Surroundton.

Grüße
Roman
std67
Inventar
#6 erstellt: 08. Sep 2016, 15:00
achso

wen du Probleme it Dialogen hast gibt es doch die Dialogpegelanhebung, die auch sehr gut funktioniert
Sharp69
Neuling
#7 erstellt: 09. Sep 2016, 20:01
Vielen Dank für die Antworten.

Mit Dialogen hab ich kein Problem, ich bin mit dem Filmton sehr zufrieden.
Mit dem Stereosound bei Musikwiedergabe auch, allerdings nur in Pure Direct.

Was mich mal interessieren würde ist wie ihr eure Musik in Stereo hört. Nur mit Pure Direct oder mit den ganzen DSP und EQ?
Ich habe Lautsprecher mit Bändchen-Hochtöner, die sind eh etwas klarer in den Höhen, vielleicht liegts auch daran...
std67
Inventar
#8 erstellt: 09. Sep 2016, 20:24
Bändchen hab ich auch.
Hat du jetzt mal den EQ auf "Natürlich" gestellt?
Musik läuft bei mir wie gesagt in "Straight"
steelydan1
Inventar
#9 erstellt: 10. Sep 2016, 03:14
Mit aktiver Raumeinmessung, aber ohne DSP-Programm = Straight
Als PEQ benutze ich den Manuellen. Erstellt auf Basis von "Linear" (rüberkopiert) und auf meinen Hörgeschmack angepasst.
Gonzo_2
Inventar
#10 erstellt: 14. Sep 2016, 11:58
Könnte es sein, dass du einfach die Klangregler (speziell die Höhen) nicht auf 0 stehen hast?

Sieht man schlecht, dass da dran gedreht wurde und die werden nämlich auch bei "Pure Direkt" deaktivert...
Sharp69
Neuling
#11 erstellt: 14. Sep 2016, 14:23
Ich habe den PEQ auf natürlich gestellt (danke für den Tip!) und es ist tatsächlich besser damit, allerdings ist es im direkten Vergleich mit Pure Direct immer noch etwas "harsch" in den Höhen.

Die normale Klangregelung habe ich bei Bass und Höhen jeweils auf 0, daran kann es also nicht liegen.
Gonzo_2
Inventar
#12 erstellt: 14. Sep 2016, 15:15
Hm - gibt bei meinem RXV771 fast keinen Unterschied zwischen "Stereo (Straight)" und "Pure Direct"!

Könnte mir noch vorstellen, dass die YPAO-Messung nicht so richtig gut geklappt hat...
Hast du mehrere Messpunkte benutzt? Wie sieht die Messkurve vom YPAO aus? Wird viel korrigiert?

Ich habe bei meinem das ganze Geraffel am laufen (6.1, da kein Center) und egal ob Musik oder Film - der einzige deutliche Unterschied liegt in der Räumlichkeit, die mit DSP (Standard) am besten ist und bei Pure Direct stark zusammenschrumpft!
Vom Klang bzw. Frequenzgang her sind die Unterschiede minimal und fallen ohne direkten Vergleich kaum bzw. erst nach einiger Zeit auf.
steelydan1
Inventar
#13 erstellt: 14. Sep 2016, 16:39
Gonzo, das spricht wohl für eine gute LS-Aufstellung und Raumakustik.
Ist aber leider eher die Ausnahme, man sieht ja im Forum täglich die desaströsen Bilder von Leuten mit Fragen zu (Klang)Problemen oder in Heimkino-Kaufberatungen mit Wohnwand, Couch an 2 Wänden und kahlen Räumen mit der Nachhallzeit einer Echowand.
Mickey_Mouse
Inventar
#14 erstellt: 14. Sep 2016, 16:50
also die Theorie ist ja die:
Pure-Direct
das Signal wird komplett unbearbeitet wiedergegeben

Straight:
die Raumkorrektur ist aktiv und sollte Fehler des Raums so wie es eben geht anhand der Einmess-Ergebnisse ausgleichen. Das fängt ja bei ganz einfachen Dingen an: bei einem Stereo Signal ist im Pure-Direct Modus ja nichtmal die Laufzeitkorrektur für unterschiedliche Abstände der LS zum Hörplatz aktiv.
Offensichtlich ist YPAO der Meinung, dass die Höhen der LS "zu schwach" sind und hebt sie an.
das kann "richtig" sein aber nur nicht gefallen weil man sich über Jahre an den "dumpfen" Klang gewöhnt hat und es jetzt mit Korrektur (so wie es sein sollte) zu "harsch" klingt. Es kann aber natürlich genauso sein, dass beim Einmessen etwas schief gelaufen ist. Dafür müsste man z.B. wissen die die Einmessung durchgeführt wurde (z.B. wie und und wo wurde das Mikro positioniert) und wie die PEQ Einstellungen aussehen (die werden ja beim Einmessen so eingestellt, dass ein möglichst linearer Klang heraus kommt).
Sharp69
Neuling
#15 erstellt: 19. Sep 2016, 16:46
An der YPAO-Messung kann es nicht liegen, das habe ich als erstes ausgeschlossen, weil das auch mein erster Verdacht war.
Aber selbst wenn YPAO deaktiviert ist, sind die Höhen genauso überbetont.
Wenn es bei Gonzo mit nem V771 kaum Klangunterschied gibt, dann frag ich mich schon, warum das bei mir so ein großer Unterschied ist. Darf ja eigentlich nicht sein...
Kann es sein, dass der V781 einfach zu stark färbt, oder hab ich bei den ganzen Einstellungen noch etwas übersehen?!
Mickey_Mouse
Inventar
#16 erstellt: 19. Sep 2016, 17:56
du kannst YPAO nicht deaktivieren, außer durch den Pure-Direct Modus. Ich bin mir nicht ganz sicher was bei PEQ=Direct passiert, da müsste der R.S.C. Teil noch aktiv sein.
meinst du evtl. YPAO-Volume? Der Name ist etwas unglücklich gewählt, YPAO nennt sich das ganze System, YPAO R.S.C. ist das Korrekturverfahren und YPAO-Volume ist die adaptive Loudness (das was bei Audyssey Dynamic-EQ heißt).

wie gesagt, wenn beim Einmessen etwas schief gelaufen ist (z.B. das Mikro stand auf einer mitschwingenden Platte (z.B. Glastisch) und hat Körperschall abbekommen), dann kann das Ergebnis natürlich auch mal "voll daneben" liegen.

Wie stark eingegriffen wird hängt natürlich auch immer davon ab wie stark der Raum den natürlichen Klang verfärbt. Ist der Raum (nahezu) perfekt, dann greift YPAO auch nicht ein, das scheint bei Gonzo der Fall zu sein. Ich kann zwischen Straight undPure-Direkt noch einen "deutlich erkennbaren" Unterschied ausmachen, also man hört dass sich da etwas ändert, aber riesig sind dir Unterschiede natürlich auch nicht. Im Vergleich zu dem was YPAO-Volume ausmacht ist das quasi gar nichts.
flyingscot
Inventar
#17 erstellt: 19. Sep 2016, 18:30
Anhand der PEQ-Kurven, die im Setup des Yamaha angezeigt werden, kann man erkennen wie der Frequenzgang korrigiert wird.

Als Test würde ich mal das manuelle Setup wählen und alle PEQ-Bänder der Front-Lautsprecher auf neutral stellen. Die PEQ-Kurven sind dann eine flache Linie, d.h. keine Frequenzganganpassung.

Wenn du dann immer noch einen Unterschied zwischen Pure Direct und Straight hörst, ist irgendwas im Argen. Dann würde ich einen Werksreset machen und noch mal testen.

Ist aber alles in Ordnung, also Pure Direct = Straight, ist wohl die automatisch Einmessung schiefgelaufen. Passiert hier auch immer, auch mit deutlicher Höhenanhebung...


[Beitrag von flyingscot am 19. Sep 2016, 18:31 bearbeitet]
std67
Inventar
#18 erstellt: 19. Sep 2016, 18:37

Pure Direct = Straight,


nein, Straight hat nichts mit den Klangeinstellngen zu tun sonder mit der Decodierung
Straight bedeutet das kein DSP (Raumsimulationsprogramm) läuft sondern die Kanäle 1:1 wiedergegeben wird. Mit Ausnahm des Sub, da das Lautsprechermanagement aktiv leit. Genau so wie die EQ-Einstellungen, R.S.C etc
steelydan1
Inventar
#19 erstellt: 19. Sep 2016, 19:11

Aber selbst wenn YPAO deaktiviert ist, sind die Höhen genauso überbetont.

Wie bereits von MickeyMouse angemerkt, YPAO deaktivieren geht nur mit PureDirect. Und da ist das "Höhenproblem" lt. deinem Eröffnungsbeitrag ja nicht vorhanden.

Mach doch bitte Bilder von den EQ-Korrekturkurven bei PEQ Linear und PEQ Natürlich von Front Links sowie Front Rechts.
Damit man mal sieht wie YPAO bei dir im Bereich der Höhen (und so insgesamt) eingreift und korrigiert.
Sonst kommen wir hier mangels wesentlicher Informationen nicht weiter.

@ MickeyMouse

was bei PEQ=Direct passiert, da müsste der R.S.C. Teil noch aktiv sein

Gute Frage. Bei Linear, Natürlich und Front ist R.S.C. eindeutig aktiv. Das hatten wir ja vor kurzem in einem Thread verifiziert (durch Kopieren der Korrekturen in den manuellen PEQ und danach alles auf 0 stellen). Bei Direct kann man es leider so nicht überprüfen, da der PEQ für alle LS ja schon auf 0 steht.
Zumindest liegt die Vermutung nahe, dass der R.S.C.-Teil von YPAO immer arbeitet ist solange ein PEQ benutzt wird und nur durch PureDirect abzuschalten ist.


[Beitrag von steelydan1 am 19. Sep 2016, 19:15 bearbeitet]
Passat
Moderator
#20 erstellt: 19. Sep 2016, 19:23

Mickey_Mouse (Beitrag #16) schrieb:
du kannst YPAO nicht deaktivieren, außer durch den Pure-Direct Modus. Ich bin mir nicht ganz sicher was bei PEQ=Direct passiert, da müsste der R.S.C. Teil noch aktiv sein.


Das passt aber nicht mit der Logik der Anleitungen zusammen.

Im Menüpunkt Param.EQ gibt es 5 Auswahlmöglichkeiten:
- Manuell
- YPAO:Linear
- YPAO:Front
- YPAO:Natürlich
- Direkt

Dazu als Bemerkung das die 3 YPAO-Einträge nur verfügbar sind, wenn eine automatische Einmessung vorgenommen wurde.
Hinzu kommt, das beim Kopieren der YPAO-Einmeßergebnisse über "PEQ Daten kopieren" auch die R.S.C-Einstellungen mit kopiert werden.
Das das so ist, sieht man immer wieder bei diversen Tests, wenn man dann mal die PEQ-Daten alle auf 0 setzt.
Dann bleibt trotzdem noch der R.S.C-Anteil aktiv.
Siehe: https://simplehomeci...-s-c-advanced-topic/

Logischerweise kann dann der Eintrag "Direkt" nur bedeuten, das sowohl PEQ als auch R.S.C. deaktiviert sind und nur noch die Entfernungs- und Pegeleinstellung aktiv ist.

Grüße
Roman


[Beitrag von Passat am 19. Sep 2016, 19:24 bearbeitet]
flyingscot
Inventar
#21 erstellt: 19. Sep 2016, 19:29

std67 (Beitrag #18) schrieb:

nein, Straight hat nichts mit den Klangeinstellngen zu tun sonder mit der Decodierung


Pure Direct = Straight genau dann, wenn der PEQ flat ist. Stand ja auch in meinem Beitrag.

Der Bass- und Höhenregler sind ja neutral, wie oben festgestellt wurde. Die Laufzeitkorrektur ändert den Frequenzgang nicht.
Passat
Moderator
#22 erstellt: 19. Sep 2016, 19:36
Nein.
Straight = DSPs und analoge Surrounddekoder aus
Direct = PEQ aus
Pure Direct = Straight + Direct + Enhancer aus + Klangregler aus + ADRC aus + Entfernungseinstellung aus + Dialogpegel aus + Extra bass aus

Grüße
Roman
steelydan1
Inventar
#23 erstellt: 19. Sep 2016, 19:42
Nein. PureDirect ist nie mit Straight gleichzusetzen.
std67 liegt da schon richtig, Straight bedeutet Dekodierung ohne Veränderung des Originalton und hat nichts mit YPAO zu tun.
Siehe dazu auch die Anmerkungen von MickeyMouse und mir zum R.S.C. - Teil (Verminderung früher Reflektionen) von YPAO.
flyingscot
Inventar
#24 erstellt: 19. Sep 2016, 19:49
Ok, dann habe ich zu viele Annahmen vorausgesetzt. Fürs Stereohören sind die allermeisten Einstellung bei mir aus gutem Grund deaktiviert: ADRC, Dialoganhebung, Enhancer, Extra Bass und Tonregelung ist alles aus, LFZK ist im perfekten Stereodreieck auch aus (bzw. nicht relevant).

Nur die Einmessung macht hier noch den Unterschied, wenn ich die auch noch abschalte, klingt hier Pure Direct identisch zu Straight.
steelydan1
Inventar
#25 erstellt: 19. Sep 2016, 23:03
Wo schaltest du die Laufzeitkorrektur und die Einmessung denn aus?
Sharp69
Neuling
#26 erstellt: 27. Sep 2016, 14:00

Mickey_Mouse (Beitrag #16) schrieb:

meinst du evtl. YPAO-Volume? Der Name ist etwas unglücklich gewählt, YPAO nennt sich das ganze System, YPAO R.S.C. ist das Korrekturverfahren und YPAO-Volume ist die adaptive Loudness (das was bei Audyssey Dynamic-EQ heißt).


Das war es,
vielen Dank!
Ich hab den Begriff YPAO-Volume tatsächlich falsch interpretiert und dachte, dass ich damit YPAO abschalten kann.
Hab mir jetzt im Ergebnis der Messung mal die EQ-Kurve angeschaut, und die hat tatsächlich eine Anhebung in den Höhen.

Werde wohl nochmal messen müssen und damit herumprobieren.
Wundern tut es mich trotzdem, denn das würde ja bedeuten, dass dem System mein Raum zu dumpf war. Und das kann eigentlich fast nicht sein,
ich würde ihn vom Klang her eher gegenteilig beschreiben...

Danke für eure Anregungen!
steelydan1
Inventar
#27 erstellt: 27. Sep 2016, 18:39
Nö, mit der Akustik deines Zimmers hängt YPAO Volume nicht zusammen. Es bewirkt lediglich, dass die Höhen (und den Bass) anhoben werden um die menschlichen Hörverluste bei geringen Lautstärken auszugleichen. Das macht es völlig unabhängig davon ob dein Zimmer dumpf, neutral oder hell klingt.
hs65
Stammgast
#28 erstellt: 29. Jan 2017, 14:08
Da ich mir ebenfalls einen neuen Receiver (A860) gegönnt habe, wollte ich mal hören wie die Ergebnisse mit der genaueren Einmessung sind. Neben der psychologisch wichtigen Tatsache, dass alle LS mit Groß eingemessen werden, ist die "linear-Korrekturkurve" bei mir ebenfalls ziemlich höhenbetont. Bisher hatte auch ich nicht das Gefühl, das etwas fehlte. Ein erstes Hören in der Einstellung führte zum Rücksprung auf direkt. Gerade höre ich Swiss Classic und habe noch einmal linear aktiviert. YPAO (loudness) ist aus. Die S-Laute zischeln zwar nicht, sind jedoch schon deutlich. Ansonsten ist die Auflösung höher und der Ton schön Brillant. - Wen sollte das wundern - Orchestra klingen gegenüber direkt manchmal eher leicht hohl bzw. mittenbetont. Aber das sind wohl die Aufnahmen. Mit der Zeit gewöhnt man sich an die Einstellung.

Kann es nicht tatsächlich so sein, dass, ähnlich wie das Einmessergebnis der LS-Größe, hier eine Überbetonung gewünscht ist. Wie verhält sich natürlich zu neutral? Die Einstellung natürlich habe ich noch nicht probiert. Ich vermute eine Kurvenänderung ähnlich wie bei iTunes zu Betonung von akustischen Instrumenten.

Mal sehen wo ich lande.... - Vermutlich wieder ja nach Situation (TV, Musikberieselung oder Intensivkur) und Programm eine andere Einstellung
std67
Inventar
#29 erstellt: 29. Jan 2017, 14:15
"Natürlich" ist zu den Höhen hn leicht abfallend


Neben der psychologisch wichtigen Tatsache, dass alle LS mit Groß eingemessen werden,


wenn ein Subwoofer eingesezt wird würde ich wieder auf "Klein", mit sinnvoller Trennfrequenz, ändern
hs65
Stammgast
#30 erstellt: 29. Jan 2017, 14:22

std67 (Beitrag #29) schrieb:
wieder auf "Klein", mit sinnvoller Trennfrequenz, ändern

Das hatte ich natürlich als erstes gemacht - Klärt aber nicht die Betonung der Höhen. Ich werde mal eine neue Messung mit etwas höher positioniertem Mik starten. Evlt. hat das Sofa zu stark gedämpft.
hs65
Stammgast
#31 erstellt: 29. Jan 2017, 14:35

std67 (Beitrag #29) schrieb:
"Natürlich" ist zu den Höhen hn leicht abfallend

Ich habe gerade mal nachgesehen. Ja, die Höhen sind nun fast auf Linie. Ein kleine Anhebung. Das entspricht so in etwa dem reinem LS verhalten. Die anderen Kurven bis zu den Höhen sind fast alle gleich und korrigieren ein Tal und eine Anhebung im Mittelton. Ich höre jetzt mal auf "natürlich". Die Stimmen sind schon mal sauberer. - Hat man evtl. die die Positionen falsch übersetzt und ist unsere Interpretation von linear zu europäisch?
hs65
Stammgast
#32 erstellt: 29. Jan 2017, 22:20
Nun war ich 4 Stunden in ruhiger Natur und mit den frischen Ohren habe ich noch einmal auf linear probiert. Linear ist definitiv nicht linear. Hohl im Klang und die Sprachverständlichkeit ist bei einigen Stimmen sehr schlecht. Das klingt etwa so wie die Wiedergabe über die TV-LS (LED). Die Tiefen fehlen nahezu. Das dürfte auch der Grund für die schlechte Sprachverständlichkeit sein. Wieder auf "direkt" und die vorher hervorragende Sprachverständlichkeit ist wieder da. Mit YPOA (loudness, -35dB laut) kommt nun hörbar etwas mehr Bass und etwas mehr Höhen. - So kann ich damit leben.

Für mich sieht es so aus, als ob entweder die Vergleichskurven murks sind oder die Qualität der Messung nicht so hoch ist, wie immer wieder behauptet wird. Das "durchsweepen" ist mir zu ohnehin zu "einfach" gedacht. Es muss Gründe geben, wenn man SR-LS mit 13 cm Membrane als Groß einstuft. Software-Fehler würde ich ebenfalls nicht ausschließen.

Das ich kein Freund von günstigsten Messmikrofonen mit fast wahlfreier Messaufstellung bin - obgleich ich das schon ziemlich professionell durchführe -, habe ich in vielen Beiträgen bereits geäußert. Die Filtergüte ist meines Erachtens immer noch zu gering um kleine schmalbannige Erhöhungen/Absenkungen gezielt zu verhindern. Eine "geschickte Verminderung" wäre sinnvoller. Aber mit dem Sweep wird man das vermutlich nicht errechnen können. - Also, entweder sind meine Ohren dermaßen dejustiert, dass ich das "Wahre" nicht mehr höre oder meine bereits gemachten Erfahrungen bestätigen sich wieder einmal.

Für mich bleibt als Ergebnis: Die Ergebnisse sind bei mir mit dem Neuen sind nicht besser als bei dem Vorherigem. Zumindest die Entfernungen und die daraus resultierenden Pegel sind stimmig. Wie gut der SW in Phase ist, kann ich ohne vernünftige Gegenmessung nicht prüfen. Den Rest habe ich wieder, wie vorher, manuell auf neutral gesetzt. YPOA werde ich zumindest für TV mal nutzen.

Der Grund für das neue Gerät war zum Glück nicht die genauere Einmessung. Von daher gibt es kein Grund zur Klage.
abecdd
Neuling
#33 erstellt: 31. Jan 2017, 13:44
Hallo, ich hänge mich hier mal mit meinen Erfahrungen dran.
Habe auch einige Zeit gebraucht, ehe ich mit dem Klang des Yamaha-Receivers zufrieden war. Ist bei mir der RX-A860, baugleich zum RX-V781.

Im Ergebnis meiner Experimente komme ich zu dem Schluss, dass der etwas blechern und hohl wirkende Klang an 2 Komponenten liegt.
1. YPAO Volume
2. R.S.C.

Bei YPAO Volume werden Höhen und Bässe extrem angehoben. Ist Geschmackssache, aber für mich klingt das unnatürlich verzerrt. --> AUS

R.S.C. führt unter Umständen zu einem unnatürlichen Höreindruck, insbesondere außerhalb der eingemessenen Hörposition. Alles klingt irgendwie eingeengt, gepresst und kopfschmerz-induzierend. Meine Theorie dazu ist die, dass die Eliminierung der frühen Reflexionen dazu führt, dass die Anlage anders klingt als jede andere Schallquelle im Raum, was irritierend ist. Das mag jeder anders empfinden. Mich stört es extrem. Leider kann man R.S.C. nicht direkt deaktivieren.

Abhilfe habe ich so verschafft:
- YPAO Einmessung durchführen
- Manuelles Profil LÖSCHEN
- Daten von Natural übernehmen, aber nicht per direktem COPY, sondern manuell bzw. mittels PEQEdit
- Höhen anpassen (absenken)

Durch das manuelle Übertragen der PEQ Daten werden anders als beim COPY PEQ DATA die R.S.C. Daten nicht mit kopiert.
Sollten alte Daten im manuellen Profil gespeichert sein, muss man vorher CLEAR PEQ DATA machen.

Anschließend kann man durch umschalten zwischen Manual und Natural schön den Unterschied mit und ohne R.S.C. hören. Ist bei mir teilweise extrem.
QE.2
Inventar
#34 erstellt: 31. Jan 2017, 15:22
Ja, wenn Du meinst, dass das besser klingt, jedem das Seine.... Da dürfte viel Einbildung dabei sein, die Leute beschweren sich eigentlich nur darüber, dass man nicht weiß, was R.S.C. genau macht.. Und YPAO Volume verzerrt?


[Beitrag von QE.2 am 31. Jan 2017, 18:27 bearbeitet]
hs65
Stammgast
#35 erstellt: 01. Feb 2017, 01:12
@QE.2: Das war nun aber wirklich ein sehr wertvoller Beitrag, für die Leute, die auf so etwas abfahren.

Das YPAO verzerrt klingen soll, finde ich aber auch komisch. Wenn YPAO und Enhancer an ist, wird es mir aber auch bei TV zu viel. Nur YPAO geht ganz gut. Bei Musik muss der aber auch aus.

M.E. versucht der Receiver beim Einmessen den Nachhall in die Berechnungen einfliessen zu lassen. Nur dumm, wenn er davon nicht genug bekommt. Also: Höhen rein, irgendwann kommt schon mal was - So sieht es für mich aus.

Ich habe nun wieder meine Einstellungen gefunden und der SW scheint ganz gut "eingebunden" zu sein.

Apropos: Der A860 ist nicht zu 100% baugleich mit dem V781. Es gibt ein paar kleine, aber eben feine, Unterschiede. Und damit meine ich nicht die Klappe


[Beitrag von hs65 am 01. Feb 2017, 01:12 bearbeitet]
QE.2
Inventar
#36 erstellt: 01. Feb 2017, 08:20
Ganz schöner Kokolores. Du solltest schon wissen, wovon Du schreibst. Meinst Du den Equalizer, der durch die Einmessung mit YAPO eingestellt wird, oder meinst Du YAPO Volume, das ist ein Unterschied. YAPO Volume ist nicht jedermanns Sache und der Enhancer auch nicht. Die machen aber beide etwas Unterschiedliches. Da kann man eben nur für sich selbst entscheiden. Aber dazu sollte man auch wissen, wie die beiden arbeiten.

Und das man von der Wirkung von R.S.C Kopfschmerzen bekommt, ist auch eine völlig neue Theorie. Wie gesagt, man kann sich auch viel einbilden. Letztlich geht es nur darum, dass man mit seinem Kram zufrieden ist. Es gibt viele Wege nach Rom.


[Beitrag von QE.2 am 01. Feb 2017, 08:23 bearbeitet]
hs65
Stammgast
#37 erstellt: 01. Feb 2017, 22:27

QE.2 (Beitrag #36) schrieb:
Du solltest schon wissen, wovon Du schreibst.

Ich fühlte mich angesprochen und habe mein Geschriebenes aufgrund Deiner Kritik noch einmal durchlesen. Betrachte ich den Inhalt im Kontext, gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass ich weder nicht weiß wovon ich schreibe noch gibt es Verwechselungen hinsichtlich YAPO und YAPO Volume.

Das war wieder ein Beitrag, der nur Provoziert ohne irgendetwas sinnvolles zu sagen. Kann es sein, dass Deine Gedanken nicht offen genug sind um das Gelesene im richtigem Kontext zu betrachten und zu verstehen?

Das mit den Kopfschmerzen war nicht ich. Aber Du könntest ja einfach schreiben, dass Du keine Gefühlsveränderungen bei Nutzung von vorgeschlagenen Einstellungen hast. Aber nein, einfach immer drauf .


[Beitrag von hs65 am 01. Feb 2017, 22:29 bearbeitet]
Mickey_Mouse
Inventar
#38 erstellt: 01. Feb 2017, 22:59
meiner Meinung sollte man es mal so sehen:
WENN es einen RIESIGEN Unterscheid zwischen Straight und Pure-Direct gibt, dann ist doch "irgendwas faul"!

Klar, YPAO-Volume oder Dynamic-EQ mal außen vor, solche Loudness Geschichten muss man natürlich für einen Vergleich aus schalten, das ist ja ein Unterschied wie Tag&Nacht!

Und gerade daran gemessen sollte doch der Unterschied zwischen Straight und Pure-Direct minimal sein!
ich kann auch die hier genannten Kritiken nicht nachvollziehen. Wenn zwischen "Direct" und "Mit-Einmessung" Unterschiede wie: blechern ja/nein usw. bestehen, dann kann doch irgendwas nicht stimmen?!?
Warum sollte ein "korrigierter Frequenzgang" blechern klingen? Dann muss ja die Basis so dermaßen grottenschlecht sein, dass das System komplett aus dem Tritt kommt.

Natürlich gibt es auch hier Unterschiede zwischen Straight und Pure-Direct, aber so riesig sind die nicht, man muss schon mehrfach hin und her schalten um das überhaupt richtig "fassen" zu können. Und in erster Linie wirkt es sich auf die Breite und Tiefe der Bühne aus, also eher nach dem Motto: WO spielt ein Instrument und weniger "wie klingt es".
hs65
Stammgast
#39 erstellt: 02. Feb 2017, 01:39
Stimmt, der Unterschied zwischen Straight und Pure-Direct ist bei mir nun wieder nahe null und die Basis ist ok. Aber das war ja gar nicht das Thema.
Mickey_Mouse
Inventar
#40 erstellt: 02. Feb 2017, 01:51
nee?
was war dann das Thema?!?
QE.2
Inventar
#41 erstellt: 02. Feb 2017, 09:08
#hs65, es war gar nicht die Absicht, auf Dich drauf zu hauen. Nur, es macht wenig Sinn und bringt auch noch Leute durcheinander, wenn man so komisches Zeug schreibt.

"M.E. versucht der Receiver beim Einmessen den Nachhall in die Berechnungen einfliessen zu lassen. Nur dumm, wenn er davon nicht genug bekommt. Also: Höhen rein, irgendwann kommt schon mal was - So sieht es für mich aus. "

Wer soll denn mit diesen Spekulationen etwas anfangen?

"Wenn YPAO und Enhancer an ist, wird es mir aber auch bei TV zu viel."

Was soll sowas bedeuten? YPAO macht in der Regel seine Arbeit ganz gut, manchmal, in ungünstigen Raumkonstellationen funktioniert es auch nicht optimal, aber das ist eher selten. Wenn es funktioniert, warum sollte man dann die Ergebnisse der Einmessung nicht nutzen. Warum sollte das ausgerechnet für TV nicht nutzbar sein. Deshalb kann ich den Sinn solcher Sätze nicht verstehen.
Enhancer kann ich noch verstehen, der ist auch nicht für TV gedacht, der soll irgendwelches schwer datenreduziertes Zeug aufpäppeln. Deshalb nimmt man den da eigentlich auch nicht.

Also, war nicht die Absicht, Dich hier runter zu machen, aber solche kruden Schlußfolgerungen helfen ja auch niemandem.
hs65
Stammgast
#42 erstellt: 02. Feb 2017, 23:00

Mickey_Mouse (Beitrag #40) schrieb:
was war dann das Thema?!?

Die Überschrift wurde richtig gelesen. Inhaltlich es geht darum, dass bei einigen die Einmessung nicht zu den erwarteten oder gar zu schlechten Ergebnissen führte. Darüber hinaus versuchten einige, Spekulationen über die Ursachen der Ergebnisse anzustellen. Damit wäre Frage, was man mit den Aussagen anfangen soll, die als "Spekulation" gekennzeichnet sind, geklärt. - Ich versuche nur zu verstehen, warum es bei mir nicht funktioniert. Es hätte sein können, dass jemand genaueres weiß.
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micha1163 am 20.01.2012  –  Letzte Antwort am 27.01.2012  –  11 Beiträge
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