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max. watt bei 12 volt

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Autor
Beitrag
=maddin=
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 07. Okt 2009, 18:59
nabend

wie kann man eig jetzt nur so als übertriebenes beispiel :http://www.conrad.de/goto.php?artikel=372363
500 watt aus einer 12 volt quelle holen?

denn bei einer 12 volt spannung lässt sich meiner meinung nach bei 2 ohm maximal 72watt rausholen denn p=u²/i richtig

vielen dank im vorraus
mfg maddin
FlexBen
Stammgast
#2 erstellt: 07. Okt 2009, 19:57
unabhängig davon, ob der verlinkte amp jetzt bei der angabe schummelt oder nicht: aus 12 Volt kann man theoretisch beliebig viel holen. das Netzteil des Amps muss nur eine höhere Spannung generieren, die dann für die leistungsstufe genutzt wird. der Amp arbeitet dann also mit einer höheren spannung.
stadtbusjack
Inventar
#3 erstellt: 07. Okt 2009, 19:59
Hi,

die 12V beziehen sich auf die Versorgungsspannung und die 500W auf die Ausgangsleistung an 2 Ohm. Die Betriebsspannung des Verstärkers (die man als eine Art Zwischenkreisspannung ansehen kann) liegt über 12V, entsprechend kann am Ausgang auch mehr als 12V anliegen. Um diese höhere Spannung zu erzeugen besitzt die Endstufe einen DC/DC Wandler, siehe dazu z.B. hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Hochsetzsteller. In der Realität kommen wahrscheinlich andere Schaltungen zum Einsatz, aber es geht ja ums Prinzip.
hf500
Moderator
#4 erstellt: 07. Okt 2009, 20:05
Moin,
deine Rechnung ist (fuer Gleichstrom)(*) schon richtig, aber es gibt da noch etwas:

Die Endverstaerker, die mit Leistungen im Kilowattbereich um sich werfen (wollen ;-) haben alle einen DC-DC Wandler in ihrer Stromversorgung, die aus den 12V die fuer die hohen Leistungen erforderlichen Spannungen erzeugen.

Es ist also moeglich, es bleibt aber auch das Problem, bei einer Primaerspannung von nur 12V den fuer die Leistung notwendigen Strom heranzuschaffen. Durch den Wirkungsgrad des Verstaerkers muss man bei echten 500W out etwa 100A hineinstecken...

Ein anderer Weg waere eine uebertragergekoppelte Endstufe. Wenn die Ausgangstransistoren stark genug sind, kann man sich durch passende Wahl des Uebersetzungsverhaeltnisses des Uebertragers fast jede beliebige Ausgangsleistung wuenschen.
Schon in den 60ern erreichte man aus nur 6V Speisespannung Leistungen um 25W, mit 12V entsprechend mehr.

(*) man erhaelt zwar theoretisch eine Wechselspannung von 12V Spitze-Spitze (12Vss), aber man muss mit dem Effektivwert dieser Spannung rechnen.

73
Peter
Amperlite
Inventar
#5 erstellt: 07. Okt 2009, 20:30

=maddin= schrieb:
... denn p=u²/i richtig


hf500 schrieb:
Moin,
deine Rechnung ist (fuer Gleichstrom)(*) schon richtig, aber es gibt da noch etwas:

Nicht ganz. Zum einen steht da "i" statt "R" (vermutlich ein Tippfehler), zum anderen hat man den Wirkungsgrad unterschlagen. Bei konventionellen Verstärkern darf man rund 50% annehmen. Wenn man noch eventuelle Spannungsverluste an den Halbleitern einrechnet, kommt man auf ca. 30 Watt an 2 Ohm.

stadtbusjack schrieb:
Um diese höhere Spannung zu erzeugen besitzt die Endstufe einen DC/DC Wandler, siehe dazu z.B. hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Hochsetzsteller. In der Realität kommen wahrscheinlich andere Schaltungen zum Einsatz, aber es geht ja ums Prinzip.

Der Link trifft es eher:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schaltnetzteil



[Beitrag von Amperlite am 07. Okt 2009, 20:36 bearbeitet]
FlexBen
Stammgast
#6 erstellt: 07. Okt 2009, 20:35
ein hochsetzsteller trifft es schon ganz gut. der schalter auf dem wikipedia-bild ist in der praxis natürlich ein IGBT.

http://commons.wikim...ions.svg&width=500px
Der IGBT macht abwechselnd auf und zu. wenn er niederohmig ist, steigt der Strom in der Spule, bis der IGBT dicht macht. Die Feldenergie der Spule baut sich ab (Der Strom fließt weiter), und der Strom wird durch den verbraucher R (Und die Diode D) "geschoben". Durch das Verhältnis der on- und off-Zeit des IGBT (PWM) kann man die ausgangsspannung beeinflussen (und somit auch regeln)


[Beitrag von FlexBen am 07. Okt 2009, 20:40 bearbeitet]
=maddin=
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 07. Okt 2009, 20:35
vielen dank für die ersten vielen antworten
aber die "zeichnung" bei wikipedia löste bei mir nur ein aus
kann mir jmd vllt. als einfaches beispiel eine solche zeichnung für +60V oV -60V geben
das wäre mir sehr hilfreich

mfg maddin
Amperlite
Inventar
#8 erstellt: 07. Okt 2009, 20:39

=maddin= schrieb:
vielen dank für die ersten vielen antworten
aber die "zeichnung" bei wikipedia löste bei mir nur ein aus
kann mir jmd vllt. als einfaches beispiel eine solche zeichnung für +60V oV -60V geben
das wäre mir sehr hilfreich

Die Spannung muss hochtransformiert werden. Gleichspannung kann man aber nicht transformieren. Sie muss also zuerst zu einer Wechselspannung (Rechteck) "zerhackt" werden. Dann wird sie über den Trafo geschickt und hinterher wieder gleichgerichtet und geglättet.
=maddin=
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 07. Okt 2009, 20:49
aber wie kann ich die spannung zerhacken??
ich glaube das ist mein einzigstes problem
vllt. kann mir ja jmd ne einfache schaltung zeigen
Amperlite
Inventar
#10 erstellt: 07. Okt 2009, 21:04
Hast du konkret vor, etwas zu bauen?
stadtbusjack
Inventar
#11 erstellt: 07. Okt 2009, 21:48

=maddin= schrieb:
aber wie kann ich die spannung zerhacken??
ich glaube das ist mein einzigstes problem
vllt. kann mir ja jmd ne einfache schaltung zeigen


Such mal nach Halbbrücken Gegentaktwandler. Das ist nur eine der möglichen Schaltungen, stellt aber IMHO das Zerhacken ganz gut dar. Durch die Schalter wird die Primärspannung des Trafos zwischen + und - Udc/2 umgeschaltet, so dass eine hochfrequente Wechselspannung entsteht, die dann auf der Sekundärseite des Trafos gleichgerichtet wird.

Solltest du dich tiefergehend für das Thema Leistungselektronik interessieren, kann ich das hier empfehlen: http://www.ipes.ethz.ch/ipes/d_index.html
jogi59
Inventar
#12 erstellt: 07. Okt 2009, 21:57

=maddin= schrieb:
aber wie kann ich die spannung zerhacken??
ich glaube das ist mein einzigstes problem
vllt. kann mir ja jmd ne einfache schaltung zeigen

Hier ist ein Beispiel für ein Schaltnetzteil fürs Auto
12V/+-30V Schaltnetzteil
Aber bitte nicht versuchen, so etwas selbst zu bauen, wenn du keine Ahnung von Elektronik hast.
=maddin=
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 09. Okt 2009, 06:29
wie soll man so etwas bitte ohne elektronik kentnisse bauen??
aber vielen dank
ich denke meine frage wäre damit komplett gelöst
Amperlite
Inventar
#14 erstellt: 09. Okt 2009, 11:27

=maddin= schrieb:
wie soll man so etwas bitte ohne elektronik kentnisse bauen??

Garnicht. Ohne entsprechende Kenntnisse sollte niemand an Teilen herumbasteln, die Netzspannung führen.


[Beitrag von Amperlite am 09. Okt 2009, 11:57 bearbeitet]
stadtbusjack
Inventar
#15 erstellt: 09. Okt 2009, 11:46
Naja, bei einem 12V Netz sollte das zu verantworten sein, solange man nicht grade auf 100V boostet...
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