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Frage zu höheren Eingangspegeln als "normal"

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musi
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 18. Jan 2004, 17:44
Hallo,
auf meine Frage bezüglich der 4+dbu wusste wohl keiner was, daher frage ich mal anders. Wenn ich einen Pegel an mein CD-Eingang des Verstärkers anschliesse, der ca. 4 mal so hoch ist, heisst das nicht einfach NUR, dass ich die Lautstärke nicht so weit aufdehen muss, wie bei niedrigerem, CD-Player Pegel, um die gleiche Lautsträke zu haben ?
Oder gibt das irgendwelche Probleme?

Danke
zucker
Moderator
#2 erstellt: 18. Jan 2004, 19:10
prinzipiell hast du recht und es geht, es sei denn, daß die vorstufe deines verstärkers die hohen signalpegel als übersteuert weitergibt. das würdest du aber schon bei einer geringfügigen aussteuerung der endstufe hören, sie verzerrt dann sofort.
musi
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 18. Jan 2004, 19:27
aha, danke für deine antwort.

zu dem verzerren, müsste man das nicht am besten mit sinustönen hören oft überhört man ja sehr leichte verzerungen. ?

und noch eine frage, also als eingangsempfindlichkeit ist bei meinem verstärker 150mV/47 kohm angegeben, kann man damit irgendwas berechnen ?
zucker
Moderator
#4 erstellt: 18. Jan 2004, 21:00
man kann mit einem sinussignal eine übersteuerung feststellen. dazu wird ein sinussignal an den eingang gelegt um mittels oszi die ausgangswelle anzuzeigen. dabei erkennt man am abschneiden der oberen und unteren halbwelle, wann die endstufe übersteuert. mittels zählen der kästchen auf dem oszischirm und der errechnung der wechselspannung mit hilfe der spannungsteilungseinstellung auf dem oszi und des tastkopfes, ist eine ziehmlich genaue ausgangsspannung festzustellen. dabei ist die Uss mit 0,7 zu multiplizieren, um den effektievwert zu bestimmen.

wenn man es ausweiten will und eine genauere spannungsfeststellung möchte, so muß mit einem röhrenvoltmeter die spannung gemessen werden, bei der, laut oszikurve, der verstärker verzerrt.

die 150mv an 47K besagt, daß diese eingangsspannung benötigt wird, um eine vollaussteuerung zu erreichen. wenn am eingang eine höhere spannung anliegt, so braucht der lautstärkeregler nicht voll aufgedreht werden, um eine vollaussteuerung zu erzielen.

im allgemeinen entsprechen 0db = 775mV, d.H. bei +4db wäre die eingansspannung in etwa 2V. wenn der vorverstärker der endstufe diese eingangsspannung ohne verzerrung weitergibt, braucht es am Ls-regler ungemein weniger drehwinkel um eine vollaussteuerung der endstufe zu erreichen

die 47Kohm beschreiben den eingangswiderstand der endstufe. je höher er ist, desto weniger belastet er das quellgerät im sinne des zu fließenden stromes. das wird vor allem dann relevant, wenn mehrere verbraucher an ein und demselben quellgerät angeschlossen sind. außerdem ist ein hoher eingangswiderstand für eine verlustfreiere übertragung im sinne des freq-bereiches nützlich, da die hohen freq. dann nicht infolge einer hohen belastung des quellsignales durch die tiefen freq. "weggedrückt", bzw verzerrt werden.

verzerrungen, die durch übersteuerung des einganssignales hervorgerufen werden, kann man problemlos hören. sie sind sofort da, schon bei geringster aussteuerung der endstufe. will man, ohne großen messaufwand, eine verzerrung der vorstufe durch zu große eingangssignale erkennen, tut man dieses sowieso nach der methode: signal anlegen > geringfügige lautstärke am verstärker einstellen und hören. diese verzerrungen sind nicht zu überhören.
cr
Moderator
#5 erstellt: 19. Jan 2004, 02:33
Herkömmliche Stereoverstärker waren sehr übersteuerungsfest, 5-10 Volt war schon üblich.
Bei AV-Receivern schauts schlechter aus. Mein Yamaha-Urahn übersteuert ab 2,1 V, was blöd ist, weil mein CDP 2,5V abgibt.
Mit einem Sinus hört man kleinste Übersteuerungen (bereits 1 dB ist ganz arg; kann man am leichtesten mit einem CD-Rekorder im Monitorbetrieb testen)
musi
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 19. Jan 2004, 02:57
Bei mir ist es ein Yamaha AV-Reciver, ich werde es mal mit Sinustönen probieren.

Aber ich habe nochmal ane Frage zum messe, wo soll ich abgreifen, an den Lautsprecherbuchsen, also da, wo die Kabel für die Lautsprecher reinkommen ? Auftrennbar ist mein verstärker leider nicht. Oder könnte man das einfach am TAPE out abgreifen ?
cr
Moderator
#7 erstellt: 19. Jan 2004, 03:04
Was willst du jetzt eigentlich messen?
Tip: da bei den meisten Verstärkern der KH-Ausgang über einen 150-Ohm-Widerstand am Endverstärker hängt, kannst du auch von dort die Spannung messen (mit Klinkenstecker ohne KH dran), dann kannst du keinen Kurzschluß beim Messen fabrizieren und mußt auch nicht hinten herumsuchen.
zucker
Moderator
#8 erstellt: 19. Jan 2004, 08:09
wenn das ausgangssignal gemessen werden soll, geht man folgendermaßen vor:
sinusgenerator an den eingang, dazu den oszi, um die kurve am eingang zu sehen und zu messen. bei einem zweistrahl oszi nimmt man direkt am ls ausgang unter last (widerstand) das signal ab. dabei ist dann auf dem schirm eine direkte vergleichsmessung möglich. die heutigen abgriffklemmen sind sehr gut isoliert, so daß ein kurzschluß fast nicht möglich ist. dennoch sollte beim anklemmen der messgeräte das zu messende objekt abgeschalten sein.
am sinusgenerator wird dann die signalspannung bis zum übersteuern erhöht. nun kann man ablesen und eine berechnung vornehmen.
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