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Frage zu Mehrfachsteckern

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Autor
Beitrag
rantanplanxy
Neuling
#1 erstellt: 15. Okt 2017, 15:20
Hallo,

ich habe eine Frage. Ich habe gelesen, dass man keinen Mehrfachstecker an Mehrfachstecker verwenden soll. Jetzt weis ich nicht, ob das an meiner Wand auch als Mehrfachstecker zählt?

steckdose wand

Kann man das so erkennen bzw. etwas dazu sagen? Zählt dass als Mehrfachstecker, oder nicht? Ich würde gerne an diesen Wandstecker, zwei Mehrfachstecker anschließen (einmal 6 und einmal 3). Darüber wird PC und TV inkl PS4 laufen (dazu drucker, boxen, ect). Ich schätze also, insgesamt, maximale ~ 1400 Watt.

Abgesehen davon, hätte ich gerne einen Tipp für gute Mehrfachstecker. Lohnt sich dieser Überspannungsschutz? Welche Marke ist denn gut?

Ich bedanke mich bei allen Helfern.
Closer
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 16. Okt 2017, 13:12

Kann man das so erkennen bzw. etwas dazu sagen? Zählt dass als Mehrfachstecker, oder nicht? Ich würde gerne an diesen Wandstecker, zwei Mehrfachstecker anschließen (einmal 6 und einmal 3). Darüber wird PC und TV inkl PS4 laufen (dazu drucker, boxen, ect). Ich schätze also, insgesamt, maximale ~ 1400 Watt.

Ob und wie viel du an die Steckdose hängen darfst kann man so pauschal nicht sagen. Man weiß ja nicht was da noch so
an dem Stromkreis dranhängt...


Lohnt sich dieser Überspannungsschutz?

Die Steckdosenleisten mit überspannungsschutz kannst du dir warscheinlich sparen.
Das macht nur sinn, wenn du schon grob und mittel überschpannungschutz im Haus hast.Also beim Hausanschluß und
bei dir im Sicherungsverteiler.


Welche Marke ist denn gut?

Ich finde die Brennenstuhl Premium-Line steckdosenleisten nicht schlecht, auch vom Preisleistungsverhältniss her.
Slatibartfass
Inventar
#3 erstellt: 16. Okt 2017, 14:00
Die Regel, dass man keinen Mehrfachstecker an Mehrfachstecker verwenden soll, hat das Ziel, insbesondere die erste Mehrfachsteckdose, an der dann alle weiteren Verbraucher der angehängten Steckdose zusammenlaufen nicht zu überlasten. Bei mehreren hintereinander hängenden Mehrfachsteckdosen kann man schnell der Überblick verlieren, welche Gesamtleistung sich hierdurch insbesondere für die erste Mehrfachsteckdose aufaddiert. Daher wird empfohlen, es besser gleich zu lassen.

PC, TV, PS4 und Drucker sollten aber nicht zu Problemen führen, wenn Heizlüfter, Toaster und Wasserkocher an anderen Steckdosen angeschlossen werden.
Hierbei nicht mehrere Mehrfachsteckdosen hintereinander hängen, sondern an unterschiedlichen Dosen der Mehrfachsteckdose an der Wand.

Slati
gapigen
Inventar
#4 erstellt: 16. Okt 2017, 14:41
Für mich war das über Jahre noch nie ein Problem, wobei ich über so ein Konglomerat verschachtelter Steckdosen nur Geräte wie PC, TV oder Stereoanlage angeschlossen habe. Heizlüfter oder Föne kommen da nicht dran.
oneforall
Stammgast
#5 erstellt: 16. Okt 2017, 17:14

Slatibartfass (Beitrag #3) schrieb:
Bei mehreren hintereinander hängenden Mehrfachsteckdosen kann man schnell der Überblick verlieren, welche Gesamtleistung sich hierdurch insbesondere für die erste Mehrfachsteckdose aufaddiert. Daher wird empfohlen, es besser gleich zu lassen.



Dafür gibt es doch Sicherungen wenn man den Überblick verliert.


[Beitrag von oneforall am 16. Okt 2017, 17:14 bearbeitet]
Mickey_Mouse
Inventar
#6 erstellt: 16. Okt 2017, 17:30

oneforall (Beitrag #5) schrieb:
Dafür gibt es doch Sicherungen wenn man den Überblick verliert.

genau DAS ist das Missverständnis!

ein Stromkreis ist üblicherweise mit 16A abgesichert, d.h. 16A DAUER-Strom, kurzfristig kann das auch mehr sein, die alten Schmelzsicherungen sind eh etwas träge und die sogenannten "Automaten" gibt es üblicherweise in A, B und C Charakteristik, wobei C "am trägsten" ist.

die Schuko-Stecker sind i.d.R. aber nur auf 10A Dauerstrom ausgelegt, manche auch für 12A.
wenn man "fette" Endstufen hat dann kann man da schon an die Grenze kommen, mein Plasma sagt bei einem hellen Bild auch über 400W bzw. 2A, das summiert sich schnell zusammen und man ist über den 10A.

es ist zwar kein Schuko Stecker, aber hie mal ein Beispiel was so eine nicht richtig fest gezogene Lüsterklemme anrichten kann. Da war auch eine 16A Sicherung im Spiel, aber so hoch war der Strom gar nicht, das ist also eine Art "Simulation" für einen zu hohen Übergangswiderstand wie er auch bei einem Schuko Stecker auftreten könnte:
Verteiler Kappe 2
Verteiler Kappe 1

das sind meine Finger! Das war in der alten (Miet) Wohnung im Flur, ich habe zum Glück den "Brandgeruch" bemerkt, ich möchte nicht wissen was passiert wäre, wenn niemand zuhause gewesen wäre. Wenn die Tapete richtig Feuer gefangen hätte, wäre gleich daneben die Garderobe gewesen.
auf jeden Fall denke ich jetzt etwas anders über solche Dinge und "da kann doch nichts passieren"...
Slatibartfass
Inventar
#7 erstellt: 17. Okt 2017, 08:46

oneforall (Beitrag #5) schrieb:

Dafür gibt es doch Sicherungen wenn man den Überblick verliert.

Die Leistungsgrenze einer billigen Mehrfachsteckdose kann deutlich vorher erreicht sein, bevor die Sicherung auslöst, die durchaus für höhrere Lasten ausgelegt sein kann, damit man direkt an der Steckdose eben auch den Heizlüfter etc. betreiben kann.

Der, dem die Hütte abgefackelt ist wegen einer überhitzten Mehrfachsteckdose, wird sich bedanken für solche Vorschläge.

Slati
cr
Moderator
#8 erstellt: 17. Okt 2017, 20:52
Auch die Leiste mit eigener (reaktivierbarer) Sicherung wurde bereits erfunden...... ........

Generell stellt sich die Frage, wie man den PC-Arbeitsplatz elektrisch betreiben soll, wenn man nie Mehrfachverteilung vornimmt?
Allein bei mir stehen herum
2 Drucker, 4 Brenner, 2 Notebooks, Class-D-Verstärker, 4 Festplatten mit Netzteil, 2 Lampen, Handyladegerät, Scanner, CDP, Monitor, Modem, Telefon. Brauche ich jetzt eine 2m lange 25er Leiste für den Pipifax von max 500W?
Mickey_Mouse
Inventar
#9 erstellt: 17. Okt 2017, 20:57
nein, aber man sollte die Leistung im Auge behalten und sich nicht zurücklehnen und sagen: die Sicherung wird es schon richten!
wie gesagt: Sicherung 16A, Schuko 10A...
cr
Moderator
#10 erstellt: 17. Okt 2017, 21:15
Das Problem wäre zum großen Teil entschärft, wenn vorgeschrieben wäre, dass eine Netzleiste 16A aushalten muss (der Mehraufwand für 16A statt nur 10A ist ja überschaubar). Das Problem eines ev. zu hohen Widerstands des Schutzleiters bei Mehrfachkaskadierung bleibt natürlich.
Sonst ist man ja auch nicht zimperlich mit Hunderten Vorschriften, über deren Sinn man sich oft zurecht fragen muss....
Mickey_Mouse
Inventar
#11 erstellt: 17. Okt 2017, 21:34
es geht doch um den ANSCHLUSS der Steckerleiste???

das gibt es sogar, in Form von Steckerleisten mit einem "Camping Stecker" (weiß gerade nicht wie der offiziell heisst) an der Anschlussschnur, das haben die meisten Leute aber nicht als Steckdosen

Schuko=10A (in Einzelfällen auch 12A) Dauerlast

jede "normale" Steckerleiste hat einen Schuko Stecker -> 10A max.
da ist auch dein Beispiel mit 25er Leiste komplett sinnlos.

natürlich kann auch jemand auf die Idee kommen und an eine 3er Leiste drei 1,3kW Heizlüfter (oder Endstufen!) anzuschließen. Dann liegen wir bei gerade eben unter 17A was die meisten Sicherungen wohl noch durchgehen lassen werden.
trotzdem laufen der Schuko Stecker und die Steckdose auf 170%.
_ES_
Administrator
#12 erstellt: 17. Okt 2017, 21:35

Das Problem wäre zum großen Teil entschärft, wenn vorgeschrieben wäre, dass eine Netzleiste 16A aushalten muss


Das Problem wäre entschärft, wenn man es einfach nicht tut.
Das nutzt nichts, wenn die Leiste etwas mehr "abkann", den Nutzer geht es offensichtlich um möglichst viele Belegungen, wenn er sowas tut.
Und dann denkt er auch nicht dran, ab wann könnte ich den Kreis überlasten oder wann wären die Übergangswiderstände zu groß für eine gesicherte Ableitung,
Von daher das simple Gebot, tue es nicht.
Einfach nicht machen, keinen Stress haben, keine offenen Fragen mehr...


[Beitrag von _ES_ am 17. Okt 2017, 21:36 bearbeitet]
detegg
Administrator
#13 erstellt: 17. Okt 2017, 21:38
@ cr
Deine Aussage ist einfach nur falsch, irreführend.

MM und im Zusatz Slati haben das Wichtigste zusammengefasst.

#a 16A hinter dem Sicherungsautomaten sind das Maximum für den gesamten Stromkreis (abhängig von dessen Auslösecharakteristik)
#b angenehm, wenn der Stromkreis / die Sicherung nur den einen spezifischen Mehrfachverteiler versorgen muss.
#c was passieren kann, wenn in der Hausverdrahtung geschludert wird, zeigt MM´s Beispiel mit der wackeligen Lüsterklemme
#d dann kommt die Steckdose, und dann die Mehrfachverteilung - ohne Fehler?.
#e man schaue sich mal die mit Nieten zusammengetackerten Billigverteiler aus Fernost an - da wird einem vom Anschauen mulmig.
#xyz tbc.

Was der Fachmann so alles an abenteuerlichen Verschaltungen zu sehen bekommt ....

Vorsicht ist angebracht - besonders beim Laien. Und nicht auf irgendwelchen aufgedruckten Belastungsangaben vertrauen!!

Detlef
love_gun35
Inventar
#14 erstellt: 17. Okt 2017, 21:50
Da habt ihr recht, bei mir im Betrieb, wenn alle Geräte wie Kaffeeautomat, Fritteusen,Toaster usw. alle laufen können das schon mal 20 KW sein.
Das muß alle Jahre der Elektriker kommen und alles durch Prüfen. Muß alles extra abgesichert sein und Über Nacht stecke ich immer alles aus.
Zuhause gehen leider viel zu viele sorglos damit um.

LG
Tron_224
Inventar
#15 erstellt: 17. Okt 2017, 21:56
Sorry, aber wenn es aufgedruckt ist, dann wird es ganz lebensnah betrachtet irgendwelche Leute geben, die darauf vertrauen.

Beliebiger Google-Treffer Mehrfachsteckdose mit Schukostecker:

max. Anschlusswert: 16 A / 3680 W

http://www.google.de...BEgLdjvD_BwE#sgro=od

Und ja, die Angaben sind für den unbedarften Laien gedacht und nicht für den ausgebildeten Fachmann oder gut informierten Forenuser.
_ES_
Administrator
#16 erstellt: 17. Okt 2017, 22:10

Und ja, die Angaben sind für den unbedarften Laien gedacht


Für den unbedarften Laien im Sinne von sind die Farbe, die Anzahl der Dosen und die Zuleitungs-Länge gedacht.
Mickey_Mouse
Inventar
#17 erstellt: 17. Okt 2017, 22:35
selbst ein "unbedarfter Laie" sollte bei diesem Wortlaut stutzig werden:

mit vernickeltem Schutzkontakt geschraubt (Mehrwegschrauben) wiederanschließbar max. Anschlusswert: 16 A / 3680 W im Polybeutel
Tron_224
Inventar
#18 erstellt: 17. Okt 2017, 22:40
Es reicht, wenn es mal auch nur einer nicht tut.
oneforall
Stammgast
#19 erstellt: 18. Okt 2017, 17:11

detegg (Beitrag #13) schrieb:

#a 16A hinter dem Sicherungsautomaten sind das Maximum für den gesamten Stromkreis (abhängig von dessen Auslösecharakteristik)

#c was passieren kann, wenn in der Hausverdrahtung geschludert wird, zeigt MM´s Beispiel mit der wackeligen Lüsterklemme



#a die Auslösecharakteristik, oder hier auch Trägheit schon genannt worden, hat überhaupt nichts mit der Auslösecharakteristik bei einem Dauerstrom zu tun.
#c was ist das für ein Argument?, ..dafür gibt es Prüfroutinen für Anlage und Geräte.
wer das nicht durchführt und sich hinzustellen es könnte aus diesen oder jenem Grund etwas
passieren und etwas vorsichtiger agiert, ist das wohl eher eine private als eine allgemein gültige
Aussage.


Was auch Unsinn ist das ein Schukostecker keine 16A Dauerstrom aushalten kann.
Wer soll das Brandversichern?
Das würde voraussetzten das jeder Nutzer Kenntnisse über Stromberechnungen haben muss, da bei Geräten im allg. die Leistung angegeben wird.

Eine Mehrfachverlängerung fängt nicht an zu schmoren weil sie überlastet ist, sondern weil der Steckkontakt nicht mehr i.O ist.
Wenn ich die ganzen Argumente so zusammen fasse würde es bedeuten, ich kann die defekte Steckverbindung weiterbetreiben aber nur noch mit 10A.
Schmoren tut es auch unter 10A, nur etwas langsamer.


[Beitrag von oneforall am 18. Okt 2017, 17:31 bearbeitet]
Laphroaig
Stammgast
#20 erstellt: 18. Okt 2017, 19:15
Hallo Rantanplanxy,

an die Dreifachsteckerleiste (auf dem Foto weiß) bitte keinen weiter Steckerleiste anschließen.

Jede Steckerleiste/Mehrfachsteckerleiste sollte immer nur direkt in die fest verbaute Wandsteckdose gesteckt werden.

Das Problem ist immer die mögliche hohe Dauerstrombelastung durch die vielen Geräte in Summe.

Gerade die Steckdosen der Mehrfachsteckerleisten sind für den hohen Dauerstrom der durch den Stecker der zweite eingesteckte Mehrfachsteckerleiste möglich wird(mehrere Geräte in Summe wirken dann auf eine Steckdose) nicht ausgelegt.
Eine Wandsteckdose hat da schon durch den massiven Kupferdraht und den Kontakt der auf 16 A ca. 3,5 KW ausgelegt ist einen geringeren Übergangswiederstand und verkraftet diese Leistung besser.

Die Mehrfachsteckerleiste ist zwar auch auf 16 A ausgelegt aber der Strom verteilt sich da auf die einzelnen Steckdosen(die sind der Schwachpunkt) der Leiste.

Das Problem ist eigentlich nur der Übergangswiederstand. Der eingesteckte Stecker sitzt nun mal nicht immer perfekt und bombenfest in den Steckkontakten der Dose. Alterung, Schmutz, Oxydation sorgen für einen schlechten Übergangswiederstand.

Meine Empfehlung wäre einen Elektriker der nach Bedarf noch 1 oder 2 Wandsteckdosen installiert.
Da kannst du beruhigt je Steckdose eine Mehrfachsteckerleiste nutzen.

Irgendwelche Heizgeräte oder Sachen wo hohe 3 stellige (ein HIFI-Verstärker 500-600 W ist nicht das Problem) oder sogar 4 stellige Wattzahlen darauf stehen gehören immer separat in eine eigene Wandsteckdose.

Ich nutze z.B. eine Mehrfachsteckerleiste (3-fach) für die Stereoanlage (Verstärker, CD-Player und Plattenspieler) und eine 2. Mehrfachsteckerleiste (5 –fach) in einer 2. Wandsteckdose für die Fernsehgeschichte mit BluRay Player usw.

G.Mario
_ES_
Administrator
#21 erstellt: 18. Okt 2017, 19:46

oneforall (Beitrag #19) schrieb:

Wenn ich die ganzen Argumente so zusammen fasse würde es bedeuten, ich kann die defekte Steckverbindung weiterbetreiben aber nur noch mit 10A.


Ich glaube, Du hast die Argumente irgendwie "anders" interpretiert.
cr
Moderator
#22 erstellt: 18. Okt 2017, 20:33
Und wenn man jetzt in den Dreifachverteiler Wasserkocher, Kaffeemaschine und Megatoaster steckt, ist man auf der sicheren Seite, aber wenn ich in den Dreifachverteiler eine weitere Leiste stecke, an der dann paar Ladegerät und PC-Peripherie anschließe, kommen die großen Probleme?! Das hat alles weder Hand noch Fuß.
Der Normalverbraucher checkts sowieso nicht (was ist Watt in Ampere und wieso überhaupt) und wer sich auskennt wird auch im zweiten Fall nichts anstellen
_ES_
Administrator
#23 erstellt: 18. Okt 2017, 22:07

Und wenn man jetzt in den Dreifachverteiler Wasserkocher, Kaffeemaschine und Megatoaster steckt, ist man auf der sicheren Seite, aber wenn ich in den Dreifachverteiler eine weitere Leiste stecke, an der dann paar Ladegerät und PC-Peripherie anschließe, kommen die großen Probleme?!


Das sind Kann-Szenarien....
Was passieren kann, wenn man zwei oder mehrere Leisten hintereinander steckt, mit der "Hauptsorge" der möglichen Übergangswiderstände durch mittelprächtige Kontakthaftung mit entsprechenden möglichen Folgen - Also tut man es per se nicht.
Also keine Leisten hintereinander, ist die Nummer schon so gut wie verhindert.
Haut man in einen einzigen 3er-Stecker "Großverbraucher" wie oben genannt rein, fliegt die Sicherung, weiß man dann auch Bescheid, sprich, war zuviel.
oneforall
Stammgast
#24 erstellt: 19. Okt 2017, 05:34
Garnichts ist damit verhindert.Die Steckverbindung würde auch schmoren wenn nur ein Verbraucher daran hängt der weniger als 10 A benötigt.
Hier wird einfach eine falche Sicherheit vermittelt.
Schmoren tut es nicht weil dort mehr als 10 A flließen sondern weil die Steckverbindung erneuerungsbedürftig ist.
Esgibt auch genug Geräte die weit mehr als 10A benötigen, dürfen die dann dort nicht angesteckt werden?
Im übrigen werden bzw sind jetzt auch Brandschutzschalter pflicht.


[Beitrag von oneforall am 19. Okt 2017, 05:49 bearbeitet]
_ES_
Administrator
#25 erstellt: 20. Okt 2017, 04:20

Garnichts ist damit verhindert


Du versteht es immer noch nicht. Wenn es danach ginge, könnte man auch Wandsteckdosen nicht vertrauen, bzgl Kontakt.
oneforall
Stammgast
#26 erstellt: 20. Okt 2017, 07:51
Ja und deshalb vertraue ich jeder MF-Verlängerung

Einem einzelnen fehlerhaften Übergangswiderstand ist es zum schmoren egal ob ich mehr oder weniger als 10A darüber fließen lasse.
Also ist es auch egal ob ich ein oder mehrere MF-Verlängerungen dahinter schalte, da ja jede einzelne Verlängerung die gleichen Eigenschaften der ersten Verlängerung besitzt, nämlich das mehr als 10A über eine Steckdose fließen darf.
Deshalb ist die Aussage, Beschränkung auf eine Verlängerung, quatsch.

Es heißt ja nicht um Sonst fehlerhafte Steckverbindung, die wird ja nicht besser wenn ich weniger daran anstecke.

Die Summe der Einzelwiderstände, also viele MF-verlängerung hintereinander, beeinflusst aber den Spannungsfall und das Abschalten im Kurzschluss.
Das war hier aber nicht das Thema.

was soll ich denn nicht verstanden haben?


[Beitrag von oneforall am 20. Okt 2017, 08:19 bearbeitet]
Passat
Moderator
#27 erstellt: 20. Okt 2017, 08:19
Eine Schuko-Verbindung ist nur bis max. 10/12A Dauerlast zugelassen.
Die meist aufgedruckten 16A sind nur kurzzeitig zulässig.
Aber das steht fatalerweise nie dabei, so das ein Laie davon ausgeht, das es 16A Dauerlast wären.

Das gilt übrigens auch für Steckdosenleisten.
Die 16A sind nur kurzzeitig zulässig.

Für 16A Dauerstrom gibt es dann den sog. Campingstecker (CEE blau L+N+PE, 6h).

Im Übrigen gilt das auch für die sog. Kaltgeräteverbindung (IEC 60320 (mit Schutzkontakt C13/C14, ohne Schutzkontakt (C17/C18)).
Auch die sind nur für max. 10A Dauerstrom zulässig (15A kurzzeitig).
Für 16A Dauerstrom (20A kurzzeitig) gibt es dann die Variante IEC 60320 C19/C20.

Der Kleingerätestecker (IEC 60320 C7) und auch der Eurostecker sind nur bis max. 2,5 A Dauerstrom zulässig.
Dort, wo man einen Strombedarf größer 2,5A hat, aber keinen Schutzkontakt braucht, nimmt man den Konturenstecker (Sieht aus wie ein Schukostecker, hat aber keinen Schutzkontakt).

Grüße
Roman
blackjack2002
Stammgast
#28 erstellt: 20. Okt 2017, 08:36
Ich habe auch an einer Mehrfachsteckdosenleiste eine weiter angeschlossen. zum Glück habe ich darauf keine Mega-Verbraucher wie Heizlüfter usw hängen. Leider geht es nicht anders, da in einem Altbau nicht unbedingt viele Steckdosen im Raum montiert sind. Nachrüsten geht leider teilweise auch nicht.

Ich habe darauf geachtet, hochwertige Steckdosenleisten mit Überspannungsschutz (Brennenstuhl und Konsorten) zu kaufen. OK, diese kosten zwar etwas mehr, aber das ist es mir wert. Die billigen weissen Verteiler kommen mir bei der Stereoanlage, PC, Monitor,Drucker , DVD, Sat,.. nicht in Frage. Den TV (Plasma) habe ich an einer eigenen Wandsteckdose hängen. Ich habe auch einen "Handtest" gemacht ==> über ein paar Stunden alle Verbraucher an den dezidierten Kabelstrang eingeschaltet. Zum Glück wurde nichts warm bzw. heiss :). Den Überspannungsschutz auf den Leisten deswegen, um meine Geräte vor Spannungsspitzen im Stromnetz zu schützen, bzw. im Stromverteilerkasten ist auch ein Blitzschutz montiert. Einen Blitzableiter gibt es nicht. Aber was die meisten Geräte grillt, ist eben eine Spannungsspitze über das Stromnetz bei Gewittern.

Das immer alle Verbraucher an einer Leiste an sind, ist bei mir eigentlich nie der Fall. Mir wäre es auch lieber, ich hätte mehr Wandsteckdosen, aber da musste ich mir eben mit Verteilerleisten abhelfen. Und so schlimm finde ich das nicht.

Wenn man im vorhinein nachdenkt, das es nicht unbeidngt sinnvoll ist, eine große Endstufe, einen Föhn, einen Heizlüfter, einen Toaster und nebenbei noch einen Staubsauger an einer Leiste anzuschliessen und alles gleichzeitig laufen lässt, sollte es kein Problem bedeuten.

Aber optimal ist es eben nicht, ein paar Stromleisten zu kaskadieren. Da muss ich meinen Vorredner recht geben, bzw. den Herstellern.

LG, Werner
oneforall
Stammgast
#29 erstellt: 20. Okt 2017, 08:46

Passat (Beitrag #27) schrieb:
Eine Schuko-Verbindung ist nur bis max. 10/12A Dauerlast zugelassen.
Die meist aufgedruckten 16A sind nur kurzzeitig zulässig.
Aber das steht fatalerweise nie dabei, so das ein Laie davon ausgeht, das es 16A Dauerlast wären.


Das ist ja schön Roman, aber mit dem Wissen könnte man auch mehrere hintereinander betreiben.
Ohne dem Wissen kann man schon alles an der ersten Verlängerung falsch machen.

edit:gelesen in der VDE620 muss mich korrigieren.
-wenn ein Bemessungsstrom von 16A angegeben ist ist dieser auch für Dauerlast zulässig.
es sind da keine Einschränkungen vorgegeben.
-Verlängerungen dürfen nicht hintereinander geschalten werden.
Aber das hat nichts mit Überlast, sondern mit dem Abschalten im Fehlerfall (Kurzschluss) zu tun.

also Bedienungsanleitung lesen.


[Beitrag von oneforall am 20. Okt 2017, 09:29 bearbeitet]
cr
Moderator
#30 erstellt: 20. Okt 2017, 11:16
Es gibt auch Steckdosenleisten mit Sicherung, dann löst diese schon vor der 16-Sicherung aus, wenn man die Leiste überlastet. Habe ich schon weiter oben gesagt. Damit wird das Problem, dass die 16A-Sicherung nicht auslöst jedenfalls obsolet....

Es gibt jede Menge Wasserkocher mit 3000W und die haben wieviel A? 13A!
https://geizhals.at/...erkocher&xf=879_3000

Sowie Heizgeräte mit 3000W

Damit sind wir deutlich über den angeblich nur 10-12A zulässigen Werten für Schukostecker.

Unter ELEKTROFACHRAFT.de findet man:


Das Schukosystem ist für Spannungen von 220 V bis 240 V (Nennspannung: 230 V) bei 50 Hz konstruiert worden. Die Stecker, Dosen und Verlängerungsleitungen sind in der Regel für 16 A Dauerstrom ausgelegt, was bei 230 V einer Leistung von 3.680 W entspricht.


Also nix mit den 10-12A, für die angeblich Schukostecker GENERELL ausgelegt sind, kann man gleich wieder vergessen, und habe ich auch zuvor noch nie gehört außer hier im Forum

https://www.elektrof...seine-besonderheiten


[Beitrag von cr am 20. Okt 2017, 12:10 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#31 erstellt: 20. Okt 2017, 12:22
Hi,


Mickey_Mouse (Beitrag #6) schrieb:
... ein Beispiel was so eine nicht richtig fest gezogene Lüsterklemme anrichten kann.
...
auf jeden Fall denke ich jetzt etwas anders über solche Dinge und "da kann doch nichts passieren"...


Lüsterklemmen haben in Abzweigdosen nichts zu suchen !
die sind für Lampen (Lüster) gemacht.

Aber auch diese sche... alten Dosen/Abzweigklemmen sind brandgefährlich.
Aktuell werden nur noch Feder/Steck klemmen verwendet.

Da fährt man alle paar Jahre mit dem Auto zum TÜV, aber in der elektrischen Hausinstallation leistet man sich
uralte Sicherungen und Abzweigklemmen.

Daher einfach einen befreundeten Elektriker fragen ob er sich mal die Elektrik im Haus/Wohnung ansehen kann
und sie in den wichtigen Teilen (Sicherungen, FI-Schalter !!) erneuern kann (bei einer Renovierung ggf. auch die Leitungen).
cr
Moderator
#32 erstellt: 20. Okt 2017, 15:02
Noch was Interessantes zu den frz. Schukosteckern (auch in Polen etc.).
Die kann man ja nicht drehen, weil die Erde ein dritter Stift ist. Allerdings ist nicht genormt, wo der Nullleiter liegt.
Ein Debakel für die Phasenhörer. Ob es da audiophile Umpoladapter gibt?

Durch die asymmetrische Anordnung des Schutzleiters ist das System verpolungssicher. Damit könnte beispielsweise gewährleistet werden, dass der spannungsführende Leiter stets mit dem Fußpunkt und nicht mit dem leichter zu berührenden Fassungsgewinde einer Glühlampe verbunden ist, oder dass ein einpoliger Schnur-Zwischenschalter stets den spannungsführenden Leiter unterbricht. Die dazu entworfene Norm ist jedoch nicht umgesetzt, sodass Hersteller der Anschlusskabel an keine Regel gebunden sind.
Für den CEE-7/7-Stecker gilt die Verpolsicherheit nur, wenn er in einer Typ-E-Steckdose verwendet wird. Deren Anschlussbelegung ist jedoch gleichfalls nicht genormt. In Tschechien gibt es lediglich eine Richtlinie mit Empfehlungscharakter, nach der P und N angeschlossen werden[1]. In Verbindung mit Schuko-Steckdosen ist der CEE-7/7-Stecker nicht verpolungssicher.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stecker-Typ_E


[Beitrag von cr am 20. Okt 2017, 15:04 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#33 erstellt: 20. Okt 2017, 19:54
Hi,


cr (Beitrag #32) schrieb:
Noch was Interessantes zu den frz. Schukosteckern (auch in Polen etc.)
...
Ein Debakel für die Phasenhörer.


auch in .ch es ein drei Pin Systen, das sieht so aus.
sehr praktisch in der Küche, auf einem Montageplatz 3 (PIN definierte) Steckdosen.
Da muss man sagen, einfach besser als in .de
...
die Phasenhörer ? ich wusste gar nicht, dass es Die gibt
aber es gibt ja eigentlich immer alles
cr
Moderator
#34 erstellt: 20. Okt 2017, 20:08
Ich lebe in der Schweiz und habe schon etliche Installationen gemacht (mit anschließender Abnahme durch den Elektriker)
Allerdings ist hier definiert, wo der Nullleiter ist. Daher erübrigt sich Steckerdrehen sowieso
Schön ist, dass diese Stecker kaum größer als der Eurostecker sind......
Weniger schön ist, dass diese Stecker nur 10A schaffen und dass bei den gerne verwendeten Dreifachwanddosen das Problem auftritt, dass alle Flachsteckeradapter oder Flachstecker am Dosenleistenkabel) nach innen zeigen, sodass man aus Platzgründen nur einen anbringen kann (auf die Idee, diese Adapter mal um 180°gedreht herzustellen, ist noch keiner gekommen....)
Ebenfalls unschön ist, dass die gebräuchlichen, nicht mehr entfernbaren CH-auf-Schuko-Adapter eigentlich nicht erlaubt sind, aber in jedem Haushalt wohl x-fach im Einsatz sind und sogar bei den Geräten, die man in der Schweiz bestellt, oft mitgeliefert werden..... (sind im übrigen mit 10A-Schmelzsicherung, denn das Schukogerät könnte ja auch bis zu 16A ziehen)

Unschön ist ferner, dass der Schweizer-Extrawurst-Stecker nur zur Abschottung des Marktes geboren wurde (so wie die Breite von Küchenmöbel/Geräten, die nicht der 60cm-EU-Norm entspricht, inzwischen aber sich doch durchgesetzt hat (wegen Ikea & Co...)


[Beitrag von cr am 20. Okt 2017, 20:11 bearbeitet]
Amperlite
Inventar
#35 erstellt: 25. Okt 2017, 15:18

cr (Beitrag #30) schrieb:
Unter ELEKTROFACHRAFT.de findet man:


Das Schukosystem ist für Spannungen von 220 V bis 240 V (Nennspannung: 230 V) bei 50 Hz konstruiert worden. Die Stecker, Dosen und Verlängerungsleitungen sind in der Regel für 16 A Dauerstrom ausgelegt, was bei 230 V einer Leistung von 3.680 W entspricht.


Also nix mit den 10-12A, für die angeblich Schukostecker GENERELL ausgelegt sind, kann man gleich wieder vergessen, und habe ich auch zuvor noch nie gehört außer hier im Forum

https://www.elektrof...seine-besonderheiten

Das gilt aber wirklich nur für in Schuss gehaltenes Material von ab Werk guter Herstellungsqualität. Also optimale Klemmstellen, ausreichend Querschnitt und saubere Steckverbinder. Dann gehen da 16A dauerhaft ohne Probleme.

Ausgeleierte Schukodosen? Dreckverkrustete, verbogene Stecker? China-Billigsteckdosenleiste? Damit 16A dauerhaft - vergiss es. Wir werden es demnächst erleben, wenn sich die Elektromobilität weiter durchsetzt und die Herrschaften im Altbau beschließen, der 40 Jahre alten Installation erstmalig 3,2 kW Dauerstrom zuzumuten. Gegen diese Belastung ist selbst die dickste Endstufe lachhaft.


[Beitrag von Amperlite am 25. Okt 2017, 15:19 bearbeitet]
cr
Moderator
#36 erstellt: 25. Okt 2017, 15:41
Nur weil es Leisten gibt, die Schrott sind und nur für 10A ausgelegt sind, heißt das nicht, dass das Schukosystem nicht prinzipiell für 16 ausgelegt ist.
Wenn die Dose richtig hin ist oder die Steckkontakte nur geringfügigen Kontakt haben, wird sie auch mit 10A abfackeln

zB Brennenstuhlleiste 3500W/16A um unter 20 Euro
https://www.bauhaus....enleiste-/p/22417394

Auch weit billigere sind mit 16A spezifiziert

die um 8 Euro genauso:

https://www.bauhaus....msch-silb/p/20475749

usw. usw.

Dass Leisten also nur für 10A ausgelegt sein sollen, ist schlicht und einfach falsch
Mickey_Mouse
Inventar
#37 erstellt: 25. Okt 2017, 15:45
ich vermute inzwischen, dass sich da ein Fehler bei Wikipedia eingeschlichen hat.
laut DIN 49440 ist das Schuko System für 10A DC und 16A AC geeignet und da hat wohl jemand aus Gleichstrom Dauerlast und Wechselstrom Spitzenlast gemacht
Tron_224
Inventar
#38 erstellt: 25. Okt 2017, 18:22
Ich kenne auch nur die 16-A-Antwort und hatte deswegen dezent auf eben solche Beispiele verwiesen.

Mir ist aber mein "Fachkunde Elektrotechnik" abhanden gekommen und ich war zu faul, anderweitig nach einem Beleg zu suchen.

Insofern war es interessant, einfach mal zu sehen, wie versucht wird, andere mit nicht-technischen, moralischen Argumenten vom Gutgemeinten zu überzeugen.

Gegen eine gefestigte herrschende Meinung kommt man ohnehin nicht an, ohne (hier weitgehend geduldete) Seitenhiebe einzustecken. Schön, dass nun so langsam so etwas wie Selbsterkenntnis eintritt, das erspart die Sysiphosarbeit und führt zu einer differenzierten und technisch fundierten Betrachtung, welche bisher zu wünschen übrig ließ.
Mickey_Mouse
Inventar
#39 erstellt: 25. Okt 2017, 18:31
an die DIN Norm kommt man halt ohne Kohle einzuwerfen nicht so einfach heran, ich habe den Passus durch Google auf einer chinesischen Seite gefunden.
und ja, ich gebe zu, dass es ein Fehler sein kann, sich einfach auf Wikipedia (speziell das Deutsche ) zu verlassen.
dort gab es aber definitiv den Hinweis, dass Schuko i.d.R. nicht für 16A Dauerlast ausgelegt ist, das wurde offensichtlich geändert.

und ich weiß noch ganz genau, dass unser "Planer" für einen neuen Serverraum sich geweigert hat die einzeln mit 16A (Typ C) abgesicherten "Not-Versorgungen" mit Schuko auszustatten und auf "Camping Steckdosen" bestanden hat.
cr
Moderator
#40 erstellt: 25. Okt 2017, 20:22
Wieso spezifiziert man den Schuko eigentlich überhaupt für Gleichstrom (10A )? Dafür findet dieser Stecker doch de facto nie Verwendung.............
Dass weniger Gleichstrom als Wechselstrom erlaubt wird, dürfte auf den Abbrechfunken zurückzuführen sein, der bei Gleichstrom um einiges heftiger ist....

Im Haus meiner Eltern (Ö), das Mitte der 60er komplett umgebaut wurde, wurde die Elektrizität, soweit sie erneuert wurde, überall mit 16A ausgelegt.... Insoferne erschien mir die 10/12/13A-Theorie etwas fremd..... Dass man irgendwo nicht bis zu 16A (je Sicherungskreis, egal ob an einer oder insg. auf mehrere Dosen verteilt) anschließen dürfe, war nie ein Thema


[Beitrag von cr am 25. Okt 2017, 20:27 bearbeitet]
Mickey_Mouse
Inventar
#41 erstellt: 25. Okt 2017, 20:39
zu einer vollständigen Spezifikation einer Steckverbindung gehören nunmal AC und DC Werte dazu.

wie gesagt, die vollständigen Spezifikationen bekommt man (meines Wissens nach) nur gegen Kohle, vielleicht gibt es da mehr Infos dazu.
Tron_224
Inventar
#42 erstellt: 25. Okt 2017, 20:46
Na ja, 10-A-Gleichstromnetze gab es tatsächlich mal. Da greift sicher ein Bestandsschutz, so dass es auch heute noch so spezifiziert werden muss. So lange die Anlage noch in Ordnung ist und nicht wesentlich bearbeitet wird, kann man sie nach den alten Normen weiterbetreiben.

Bisher stand auf jeder Steckdose, die ich installiert habe, 10 A und 16 A, wobei 10 A sich auf DC und 16 A sich auf AC beziehen.

Leider steht nicht dabei, wie lange die Verbindung das aushält.
Passat
Moderator
#43 erstellt: 25. Okt 2017, 22:58

Mickey_Mouse (Beitrag #41) schrieb:
wie gesagt, die vollständigen Spezifikationen bekommt man (meines Wissens nach) nur gegen Kohle, vielleicht gibt es da mehr Infos dazu.


Ja, stimmt.
Alle DIN und ISO-Normen bekommt man nur gegen Geld, warum eigentlich?
Das ist fast so, als wenn man Gesetzestexte nur gegen Geld bekommen würde.

Das ist übrigens nicht nur hier so, sondern anscheinend internationale Praxis.
Auch andere Normen (JEITA, NEMA, IEC, FTC, etc. etc.) bekommt man nur gegen Geld.

Grüße
Roman
cr
Moderator
#44 erstellt: 26. Okt 2017, 10:58
Zu warnen ist vor den selber einzusetzenden Kindersicherungen, weil die bewirken, dass der Steckerkontakt nicht mehr über die gesamte Kontaktfläche erfolgt (Stecker geht weniger weit rein), was zu Überhitzung führen kann....
.JC.
Inventar
#45 erstellt: 27. Okt 2017, 06:43
Hi,

das spielt keine Rolle, die eigentliche Kontaktfläche ist immer sehr klein,

nervig sind überstrichene Schukosteckdosen
wenn der blöde Maler zu faul war um richtig abzukleben
(dann sind die Erdkontakte übermalt ! )

das kann und sollte jeder bei sich mal kontrollieren, so selten ist das nämlich nicht
cr
Moderator
#46 erstellt: 27. Okt 2017, 12:01
Alle diese nachträglich anzubringenden Kindersicherungen haben auch gemeinsam, dass die von den Stecker- und Steckdosenherstellern zugrunde gelegte Stecker-Steckdosen-Passung verändert wird. Konkret heißt das, dass die Eindringtiefe des Steckers in die Steckdose um die Dicke der Kindersicherung vermindert wird. Die Hersteller der Stecker und Steckdosen lehnen jegliche Garantieleistung ab, die sich aus dieser von ihnen nicht vorgegebenen Nutzung ergeben könnte. Es ist denkbar, dass es besonders beim Betrieb von Verbrauchsgeräten höherer elektrischer Leistungen zu einer erhöhten Brandgefährdung an der Steckdose kommen kann (erhöhter Übergangswiderstand).

Zu dieser Problematik wurde eine Anfrage an die für die Marktüberwachung zuständige Behörde gestellt. Das Ergebnis der Recherchen liegt uns noch nicht vor. Bekannt ist aber, dass für ein derartiges Produkt in Österreich ein Verbot des Inverkehrbringens ausgesprochen wurde.

https://www.unfallka...ungen-in-steckdosen/
Tron_224
Inventar
#47 erstellt: 27. Okt 2017, 12:11
Normalerweise schauen die Stifte etwas raus.

Mit Kindersicherung stecken die Kontakte genau drin.

Passt also mit dem Übergangswiderstand.

Ich halte das für eine akademische Diskussion.

Solange es nur ein einzelnes Produkt betrifft, wird da wohl ein Sonderfall vorliegen. Für mich ist das nur ein Beleg dafür, dass die anderen Produkte sicher sind, sonst hätte es ein umfassendes Verbot gegeben.
Passat
Moderator
#48 erstellt: 27. Okt 2017, 12:14
Da stellt sich doch die Frage, warum es nicht schon lange vorgeschrieben ist, das Steckdosen mit einem Kinderschutz ausgestattet sein müssen.
Entsprechende Steckdosenleisten gibt es schon lange, es ist also kein technisches Problem.

Grüße
Roman
cr
Moderator
#49 erstellt: 27. Okt 2017, 13:11
Weil sie ein Murks sind und die Geschichte immer zu klemmen pflegt, war nicht erst eine Leiste/Verlängerungslabel, die ich deshalb wegschmeißen mußte. Solche Leisten kaufe ich prinzipiell mangels Kindern nicht mehr.


[Beitrag von cr am 27. Okt 2017, 13:19 bearbeitet]
cr
Moderator
#50 erstellt: 27. Okt 2017, 13:18
Jedenfalls scheint die VDE deine Meinung nicht zu teilen


Normalerweise schauen die Stifte etwas raus.

Mit Kindersicherung stecken die Kontakte genau drin.

Passt also mit dem Übergangswiderstand.

Ich halte das für eine akademische Diskussion.

Solange es nur ein einzelnes Produkt betrifft, wird da wohl ein Sonderfall vorliegen. Für mich ist das nur ein Beleg dafür, dass die anderen Produkte sicher sind, sonst hätte es ein umfassendes Verbot gegeben.


Es gibt also nämlich inzwischen ein Verbot


https://www.vis.baye.../kindersicherung.htm

Grundsätzliches zu den einlegbaren Kindersicherungen:
In der VDE-Norm VDE 0620-1 wird in Nr. 9.3 eindeutig erklärt:
"Zusatzbauteile, die die Abmessungen der Normblätter beeinträchtigen (z.B. Einklebeplättchen), sind nicht zulässig".
Der VDE äußert sich in diesem Zusammenhang zu den in Steckdosen nachträglich einlegbaren Kindersicherungen dahingehend, dass mit eingelegter Kindersicherung die in den Normblättern vorgegebenen Maße und Abstände nicht mehr eingehalten und daher entsprechend bei der Kombination aus Stecker, Steckdose und Kindersicherung die VDE-Vorgaben nicht eingehalten sind.
In diesem Zusammenhang wird manchmal auch auf eine möglicherweise erhöhte Brandgefahr hingewiesen:
Durch eine unter Umständen zu geringe Kontaktlänge zwischen Kontaktbuchse und Steckerstiften könne es zu einer Überhitzung an diesen Punkten kommen mit daraus resultierender Gefahr eines Brandes.


[Beitrag von cr am 27. Okt 2017, 13:20 bearbeitet]
Mickey_Mouse
Inventar
#51 erstellt: 27. Okt 2017, 14:14
ich habe mal nach Statistiken gesucht, wie viele Todesfälle es durch "Unfälle an Steckdosen" überhaupt so gibt.
leider habe ich nicht genug lange Weile gehabt um da mehr zu finden, die Angaben widersprechen sich da teilweise.

Wikipedia schreibt von 50 bis 120 Todesfällen in D-Land pro Jahr, andere Quellen sprechen zumindest für die letzten Jahre von "nur" ca. 30 Todesfällen.
das ist dann aber ALLES (inkl. Hochspannung) und den größten Teil davon bilden Berufsunfälle (2/3).

ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll...
auch bei einem Todesfall kann man nicht von "zu vernachlässigen" reden, aber die Sache scheint mir doch recht sicher zu sein.
oder anders herum: es sterben mehr Menschen an den Folgen der Windpocken und nochmal genauso viele an Komplikationen nach einer Impfung gegen Windpocken.

ich sehe das mal wieder typisch für die aktuelle Gesellschaft an. Wenn man nach Stromschlag sucht, dann bekommt zig Seiten, die sich umfassend mit den Sofortmaßnahmen usw. usf. beschäftigen.
"Eigentlich" geht von den Steckdosen gar keine Gefahr aus, aber weil die jeder sehen kann, springt den Leuten der böse Strom beinahe schon ins Gesicht und man muss ganz viel Angst und Panik haben (die auch möglichst gut weiter verbreiten, ganz wichtig!) und sich dagegen total absichern.

im Vergleich dazu sterben fast 10.000 Menschen jährlich durch "andere" Haushaltsunfälle, also wenn wir mal großzügig 30 Tote "durch Steckdosen" ansetzen, dann sind das 3 Promille der Haushaltsunfälle. Oder so herum: es sterben vermutlich deutlich mehr Leute weil sie über die Schnur stolpern die sie in die Steckdose gesteckt haben als durch einen Stromschlag daran.
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