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Suche Frequenzweichen für Spendor 75/1-Speaker!

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bigamp
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 15. Sep 2004, 17:08
Hallo,
suche für meine Spendors die passenden 3-Wege-Frequenzweichen. Der deutsche Vertrieb in der Domstadt hat Preise, daß einem die kpl. Gesichtsmimik auf den Boden fällt......Im übrigen müssen´s ja auch keine originalen Weichen sein. Zum Thema Elektronik fehlen mir die nötigen Kenntnisse, um selbst tätig zu werden. Kurz zur LS-Bestückung: Bass: 20er Poly v. Spendor - Mitteltöner: Celestion HF1300 (super Teil!!) - Hochtöner: Coles 4001. Habe mit diversen Versuchen (entspr. Elkos an MT u. HT) die LS an meinen 300B-Amp gehängt. Was ich da bereits höre, macht Appetit auf mehr!!!!! Klar, ist eine 300B-Röhre nicht unbedingt der richtige Spielpartner für die Spendors (leistungsbezogen), doch es muß den "eigenen Ohren" gefallen, ich brauche auch keine brachialen Lautstärken - der "Wohlklang", der von meinem 300B-Amp kommt, ist aber bei den Spendors ganz klar (angenehm, rund, musikalisch, warm) zu vernehmen........
Kann mir jemand einen Hinweis geben, wo ich - natürlich bei genaueren techn. Angaben zu den einzelnen LS-Chassis - solche Weichen bekommen kann?? Oder gibt es gar jemanden, der mir diese Weichen aufbauen kann??
Über entspr. Hinweise würde ich mich wirklich sehr freuen...
MfG
Ingolf
klingtgut
Inventar
#2 erstellt: 16. Sep 2004, 06:15

bigamp schrieb:
Der deutsche Vertrieb in der Domstadt hat Preise, daß einem die kpl. Gesichtsmimik auf den Boden fällt......Im übrigen müssen´s ja auch keine originalen Weichen sein. MfG
Ingolf


Hallo Ingolf,

ich weiß wirklich nicht was der Vertrieb für die Frequenzweichen verlangt aber was denkst Du denn was die Entwicklung einer solchen Weiche kostet bzw. was das Equipment kostet um diese Weiche zu entwickeln und was eine Person in der Stunde kostet die fähig ist die Messungen umzusetzen ?

Viele Grüsse

Volker
bigamp
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 16. Sep 2004, 08:48
Hallo Volker,
vielen Dank für Deine Reaktion. Es gibt übrigens zu Deiner Internetseite eine für mich sehr interessante Verbindung. Unter „Kundenprojekte“ sah ich damals (vor knapp 2 Jahren) die Jericho Hörner von Holger Mai. Wenig später hat Holger die Hörner verkauft – an mich!! Ich habe Sie damals persönlich aus Dresden abgeholt – das bedeutete für mich: früh morgens ins Auto, spät abends erschlagen aber glücklich wieder zu Hause (ca. 1200 km!!). Dieser Aufwand hatte sich nur deswegen für mich gelohnt, da ich einen äußerst attraktiven Kaufpreis angeboten bekam – zum anderen kam mir Holger aufgrund der langen Anfahrt auch noch ein wenig (preislich) entgegen……..
Zurück zu meinen Spendors und der Preisgestaltung zu Spendor-Produkten und Ersatzteilen: Ich habe jetzt im Moment leider nicht die Liste vorliegen, die ich vor einigen Monaten aus dem Internet gezogen hatte. Doch soweit ich mich erinnern kann, hätte ich für zwei passive Frequenzweichen für die Spendor 75/1 einen dermaßen hohen Preis zahlen müssen, der mich mehr als abgeschreckt hat………Deine Anmerkung zu Entwicklungs- und Produktionskosten kann ich – mit meinem gesunden Menschenverstand – einerseits nachvollziehen; andererseits wollen wir doch mal hier „die Kirche im Dorf lassen“!!! Von einem einigermaßen gerechten Preis-/Leistungsverhältnis kann hier wirklich nicht mehr die Rede sein. Spendor-Lautsprecher haben weltweit einen guten Ruf, das ist allgemein u. schlechthin bekannt. Auch muß ich feststellen, dass mich die Spendors klanglich nicht enttäuscht haben – im Gegenteil. Zur Zeit betreibe ich sie auf eine sehr simple Art: Schutzelkos vor Mittel- und Superhochtöner, und dann direkt an meinen Röhrenamp (Triwiring). Das klingt – und das sollte man nicht vermuten – richtig gut!!! Ich habe auch für die Spendors die passenden Aktiv-Einschübe. Diese hatte ich allerdings in defektem Zustand erworben. Sie wurden in einer Werkstatt wieder aufgearbeitet. Der Unterschied aktiv zu passiv: Im Aktivmodus bringen die Spendors „untenrum“ ganz klar mehr Druck. Für Zuhörer, die das entsprechende Musikmaterial bevorzugen sicherlich das richtige! Passiv-Modus: Man sollte es nicht glauben: Meine 300B-Triode liefert gerade mal 2 x 8 Röhrenwatt. Doch diese 16 Röhrenwatt kommen sehr musikalisch, warm, strahlend und mit „Seele“ daher – mir persönlich gefällt die letztere Variante……
Das ganze nun etwas kompakter: Ich hatte vor ca. 3 Monaten die Spendors kpl. demontiert – Chassis raus, Aktiveinschübe raus, Gehäuse abgeschliffen und mehrfach neulackiert und und und. Ich konnte mir also ein Bild von der Verarbeitung u. den Materialien machen. Auf der anderen Seite steht der ursprüngliche Preis der Lautsprecher: In der aktiven Version ca. 11.000,00 DM!!! Vergleiche ich nun meine Erfahrungen mit dem VK – komme ich doch ziemlich ins Grübeln. Fakt ist aber (und das ist nun mal das wichtigste): Die Dinger gefallen mir!!!!! Trotz des rel. einfachen Gehäuses ist die Gesamtabstimmung sehr gut gelungen (Birkensperrholz hat wohl doch recht „musikalische Schwingungseigenschaften“) Die Chassis selber sind – für meine Begriffe – klanglich sehr gut. Der im Hause Spendor entwickelte Poly-Tieftöner ist klasse, das Celestion HF1300-Chassis ist ja schon als legendär zu bezeichnen (klingt wirklich supergut) u. der Superhochtöner Coles4001 rundet das ganze entsprechend im oberen Frequenzbereich ab.
Meinen Ohren gefällts – ich habe dieses doch recht rare Modell 75/1 A. prof. zu einem günstigen Kurs erworben – Herz, was willst Du mehr???
Viele Grüsse,
Ingolf
klingtgut
Inventar
#4 erstellt: 16. Sep 2004, 09:43

bigamp schrieb:
Hallo Volker,
vielen Dank für Deine Reaktion. Es gibt übrigens zu Deiner Internetseite eine für mich sehr interessante Verbindung. Unter „Kundenprojekte“ sah ich damals (vor knapp 2 Jahren) die Jericho Hörner von Holger Mai. Wenig später hat Holger die Hörner verkauft – an mich!! Ich habe Sie damals persönlich aus Dresden abgeholt – das bedeutete für mich: früh morgens ins Auto, spät abends erschlagen aber glücklich wieder zu Hause (ca. 1200 km!!). Dieser Aufwand hatte sich nur deswegen für mich gelohnt, da ich einen äußerst attraktiven Kaufpreis angeboten bekam – zum anderen kam mir Holger aufgrund der langen Anfahrt auch noch ein wenig (preislich) entgegen……..


Hallo Ingolf,

ist ja witzig so sieht man sich wieder.



bigamp schrieb:

Zurück zu meinen Spendors und der Preisgestaltung zu Spendor-Produkten und Ersatzteilen: Ich habe jetzt im Moment leider nicht die Liste vorliegen, die ich vor einigen Monaten aus dem Internet gezogen hatte. Doch soweit ich mich erinnern kann, hätte ich für zwei passive Frequenzweichen für die Spendor 75/1 einen dermaßen hohen Preis zahlen müssen, der mich mehr als abgeschreckt hat………Deine Anmerkung zu Entwicklungs- und Produktionskosten kann ich – mit meinem gesunden Menschenverstand – einerseits nachvollziehen; andererseits wollen wir doch mal hier „die Kirche im Dorf lassen“!!! Von einem einigermaßen gerechten Preis-/Leistungsverhältnis kann hier wirklich nicht mehr die Rede sein.


um das beurteilen zu können müsste ich den genauen Preis schon wissen...


bigamp schrieb:
Spendor-Lautsprecher haben weltweit einen guten Ruf, das ist allgemein u. schlechthin bekannt. Auch muß ich feststellen, dass mich die Spendors klanglich nicht enttäuscht haben – im Gegenteil. Zur Zeit betreibe ich sie auf eine sehr simple Art: Schutzelkos vor Mittel- und Superhochtöner, und dann direkt an meinen Röhrenamp (Triwiring). Das klingt – und das sollte man nicht vermuten – richtig gut!!!


wenn das wirklich so gut klingt wie Du schreibst ist das dann aber der pure Zufall....


bigamp schrieb:
Ich habe auch für die Spendors die passenden Aktiv-Einschübe. Diese hatte ich allerdings in defektem Zustand erworben. Sie wurden in einer Werkstatt wieder aufgearbeitet. Der Unterschied aktiv zu passiv: Im Aktivmodus bringen die Spendors „untenrum“ ganz klar mehr Druck. Für Zuhörer, die das entsprechende Musikmaterial bevorzugen sicherlich das richtige!


Bei der Beschaltung wundert mich das nicht das die aktive Variante besser klingt.


bigamp schrieb:
Passiv-Modus: Man sollte es nicht glauben: Meine 300B-Triode liefert gerade mal 2 x 8 Röhrenwatt. Doch diese 16 Röhrenwatt kommen sehr musikalisch, warm, strahlend und mit „Seele“ daher – mir persönlich gefällt die letztere Variante……


kann ich nachvollziehen...


bigamp schrieb:
Das ganze nun etwas kompakter: Ich hatte vor ca. 3 Monaten die Spendors kpl. demontiert – Chassis raus, Aktiveinschübe raus, Gehäuse abgeschliffen und mehrfach neulackiert und und und. Ich konnte mir also ein Bild von der Verarbeitung u. den Materialien machen. Auf der anderen Seite steht der ursprüngliche Preis der Lautsprecher: In der aktiven Version ca. 11.000,00 DM!!! Vergleiche ich nun meine Erfahrungen mit dem VK – komme ich doch ziemlich ins Grübeln. Fakt ist aber (und das ist nun mal das wichtigste): Die Dinger gefallen mir!!!!! Trotz des rel. einfachen Gehäuses ist die Gesamtabstimmung sehr gut gelungen (Birkensperrholz hat wohl doch recht „musikalische Schwingungseigenschaften“) Die Chassis selber sind – für meine Begriffe – klanglich sehr gut. Der im Hause Spendor entwickelte Poly-Tieftöner ist klasse, das Celestion HF1300-Chassis ist ja schon als legendär zu bezeichnen (klingt wirklich supergut) u. der Superhochtöner Coles4001 rundet das ganze entsprechend im oberen Frequenzbereich ab.
Meinen Ohren gefällts – ich habe dieses doch recht rare Modell 75/1 A. prof. zu einem günstigen Kurs erworben – Herz, was willst Du mehr???
Viele Grüsse,
Ingolf


na dann herzlichen Glückwunsch zu Deiner Errungenschaft nur wie gesagt um den Preis für die Frequenzweichen beurteilen zu können müsste ich ihn schon wissen...

Viele Grüsse

Volker
bigamp
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 17. Sep 2004, 07:19
Hallo Volker,
ich habe die Preisliste gefunden (Stand 06/04):
1 Paar Frequenzweichen (passiv) für Spendor 75/1, vorgeprüft, bei Selbsteinbau ohne Garantie, Preis: 1.499,00 Euro.
Ich bin immer noch so altmodisch, und rechne um, um mir noch bewußter über den Betrag zu werden: Schlappe 3.000,00 DM für ein Pärchen Frequenzweichen!!!
Was noch hinzuzufügen wäre: Zweimal habe ich mit Köln telefoniert - zweimal habe ich einen "nicht sehr freundlichen u. auskunftsarmen" Gesprächspartner an der Strippe erlebt. Bei einer email-Anfrage mit einer absolut lapidaren Anfrage wurde ich mit einer "seltsamen Gegenfrage" konfrontiert. Da ich selbst im Kundenservice eines großen Unternehmens tätig bin, war ich schon "ein wenig irritiert".
Das bedeutet nun letztendlich für mich: Ich stehe "auf der Stelle" - so komme ich nicht weiter (bin mit dem Preis und dem "Service" so nicht einverstanden).
Deswegen nun mein Versuch hier im hifi-forum: Vielleicht hat ja jemand Frequenzweichen abzugeben oder die Möglichkeit, Frequenzweichen nach entsprechenden techn. Vorgaben/Kenndaten aufzubauen - ich kann´s leider nicht.....
Viele Grüsse nochmals,
Ingolf
klingtgut
Inventar
#6 erstellt: 17. Sep 2004, 07:25

bigamp schrieb:
Hallo Volker,
ich habe die Preisliste gefunden (Stand 06/04):
1 Paar Frequenzweichen (passiv) für Spendor 75/1, vorgeprüft, bei Selbsteinbau ohne Garantie, Preis: 1.499,00 Euro.
Ich bin immer noch so altmodisch, und rechne um, um mir noch bewußter über den Betrag zu werden: Schlappe 3.000,00 DM für ein Pärchen Frequenzweichen!!!


Hallo Ingolf,

das ist allerdings auch viel mehr als ich erwartet hätte....


bigamp schrieb:

Was noch hinzuzufügen wäre: Zweimal habe ich mit Köln telefoniert - zweimal habe ich einen "nicht sehr freundlichen u. auskunftsarmen" Gesprächspartner an der Strippe erlebt. Bei einer email-Anfrage mit einer absolut lapidaren Anfrage wurde ich mit einer "seltsamen Gegenfrage" konfrontiert. Da ich selbst im Kundenservice eines großen Unternehmens tätig bin, war ich schon "ein wenig irritiert".


erklären kann ich mir dieses Verhalten nicht,kann mir aber eventuell vorstellen was dadurch verhindert werden soll.


bigamp schrieb:

Das bedeutet nun letztendlich für mich: Ich stehe "auf der Stelle" - so komme ich nicht weiter (bin mit dem Preis und dem "Service" so nicht einverstanden).
Deswegen nun mein Versuch hier im hifi-forum: Vielleicht hat ja jemand Frequenzweichen abzugeben oder die Möglichkeit, Frequenzweichen nach entsprechenden techn. Vorgaben/Kenndaten aufzubauen - ich kann´s leider nicht.....
Viele Grüsse nochmals,
Ingolf


woher kommst Du denn ? Vielleicht weiß ich jemand in Deiner Nähe ?!

Viele Grüsse

Volker
bigamp
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 17. Sep 2004, 07:44
Hallo Volker,
ich wohne in Nordhorn (direkt an der holl. Grenze), PLZ-Gebiet 485......
Wir haben hier in Nordhorn einen HiFi/HighEnd-Händler. Bis vor kurzem arbeitete dort in der Werkstatt ein absolut fähiger Techniker, der mir wirklich ein ganzes Stückchen weiterhalf. Leider ist der gute Mann vor kurzem nach Süddeutschland umgezogen.......(Sch......)
Vielleicht kannst Du mir eine Frage beantworten (korrigiere mich bitte, wenn ich technisch danebenliege!!): Gibt es eine Art Universalplatine für z.B. 3-Wege-Weichen, auf der man mit div. Bauteilen etwas entsprechendes aufbauen kann?? Das hätte zusätzlich den Vorteil, sich elementare u. klanglich relevante Bauteile (z.B. Elkos) "heraushören zu können" ?????
Grüsse,
Ingolf
klingtgut
Inventar
#8 erstellt: 17. Sep 2004, 07:49

bigamp schrieb:
Hallo Volker,
ich wohne in Nordhorn (direkt an der holl. Grenze), PLZ-Gebiet 485......
Wir haben hier in Nordhorn einen HiFi/HighEnd-Händler. Bis vor kurzem arbeitete dort in der Werkstatt ein absolut fähiger Techniker, der mir wirklich ein ganzes Stückchen weiterhalf. Leider ist der gute Mann vor kurzem nach Süddeutschland umgezogen.......(Sch......)
Vielleicht kannst Du mir eine Frage beantworten (korrigiere mich bitte, wenn ich technisch danebenliege!!): Gibt es eine Art Universalplatine für z.B. 3-Wege-Weichen, auf der man mit div. Bauteilen etwas entsprechendes aufbauen kann?? Das hätte zusätzlich den Vorteil, sich elementare u. klanglich relevante Bauteile (z.B. Elkos) "heraushören zu können" ?????
Grüsse,
Ingolf


Hallo Ingolf,

Universalplatinen gibt es,ob die Dir weiterhelfen denke ich ist mehr als fraglich denn ums messen der Lautsprecher wirst Du nicht drumherum kommen.Setz Dich mal mit dem Forumsmitglied Cantare alias Andreas in Verbindung.Er wohnt halbwegs bei Dir in der Nähe und ist so ziemlich der Ansprechpartner mit der meisten Kompetenz bei Dir in der Nähe.

Viele Grüsse

Volker
wolfi
Inventar
#9 erstellt: 17. Sep 2004, 08:30
Hallo,
vor 20 Jahren waren Transmissionlines mit Kef - Bestückung sehr beliebt. Nach meiner Erinnerung gab es auch Varianten, mit den genannten Celestion - bzw. Coles - Chassis. Den Band - bzw. Hochpass könnte man abkupfern - das sollte zumindest besser funktionieren als Deine " Schlichtvariante ". Problem ist aber, zunächst den Plan zu finden - vielleicht lässt sich in den nächsten Tagen etwas bewegen.
bigamp
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 17. Sep 2004, 08:34
......vielen Dank für Deinen Hinweis.
Welche Parameter der Chassis werden genau gebraucht??? Ein einigermaßen gutes Multimeter habe ich - eine temperaturgeregelte Lötstation habe ich auch.
Evtl. könnte ich - vorausgesetzt die benötigten Daten kann ich selbst ermitteln - entsprechende Bauteile bestellen und mit "Versuchsaufbauten" experimentieren, um eine wirkungsvolle Konfiguration herzustellen.......
Nochmal ein anderes Thema: Die Jericho Hörner, die ich seinerzeit an meinem 300-B-Amp hatte, waren schon eine Wucht. Was die Dinger an "Dynamik" entfesselten, war schier unglaublich. Das war eben nur möglich durch die sehr hohe Empfindlichkeit der Hörner - da reichten 2 x 8 Watt absolut aus. Doch neben allen positiven Eindrücken: Jericho Hörner sind meiner Meinung nach nicht unbedingt geeignet für Langzeit-Hörsessions. Die Jerichos fordern vom Zuhörer eine große Portion Aufmerksamkeit.......sie unterschlagen nichts und bringen unheimlich viel musikalische Informationen!! Man sitzt davor - und sie lassen einen nicht los!!! Und genau da liegt der "kritische Punkt": sitzt der Zuhörer 1-2 Stunden davor, wird´s ein wenig stressig. Es mag hierzu sicherlich andere Meinungen geben - dies ist ein Punkt, der mir persönlich aufgefallen ist. Sie liefen bei mir ohne Korrekturnetzwerk - also direkt vom Fostex FE208Sigma an die 300B-Trioden!!!! (FullMusic 300B - eine absolute Sahne-Röhre!!)
Die Höreindrücke haben sich natürlich durch die Spendors ziemlich geändert: Man kann die Speaker den ganzen Tag laufen lassen, ohne daß sie nerven. Das Klangbild ist schön neutral, es gibt keine Hervorhebungen in irgendeinem Frequenzbereich, man vermisst nichts - im Bereich Stimmen trumpfen die Lautsprecher ohnehin. Und daß ein Celestion HF1300, der bei ca. 13Khz aussteigt, so perfekt klingen kann, hätte ich vorher auch nicht gedacht....
Unweigerlich stößt man immer wieder auf den Ausspruch: "BACK TO THE ROOTS" - alte Röhrenverstärker stehen nach wie vor "hoch im Kurs" / Lautsprecher (spez. Breitbandlautsprecher) erreichen wieder eine ungeheure Popularität. Das Schwingungsverhalten versch. Hölzer wird "wieder" häufig diskutiert u. man erlebt hier viele (positive) Überraschungen. Habe mal vor 2 Jahren mit offenen Schallwänden rumexperimentiert (Birkensperrholz u.ä.) - man soll nicht glauben, wie gut das funktioniert......
Es gibt noch genügend Spielraum zum Experimentieren.....
Musikalische Grüsse,
Ingolf
bigamp
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 17. Sep 2004, 08:37
Hallo Wolfi,
die alten Transmissionlines kenne ich auch noch..... Sicherlich würde mich das schon wieder um einiges weiterbringen mit Band-/Hochpass. Würde mich sehr freuen, wenn Du in Deinem "Archiv" noch was findest.....
Grüsse,
Ingolf
klingtgut
Inventar
#12 erstellt: 17. Sep 2004, 08:39

bigamp schrieb:
Hallo Wolfi,
die alten Transmissionlines kenne ich auch noch..... Sicherlich würde mich das schon wieder um einiges weiterbringen mit Band-/Hochpass. Würde mich sehr freuen, wenn Du in Deinem "Archiv" noch was findest.....
Grüsse,
Ingolf


Hallo Ingolf,

stimmt da muss ich wolfí recht geben,da wird sich einiges finden lassen.Ich werde über das WE mal schauen müsste auch noch einiges dazu haben.

Viele Grüsse

Volker


[Beitrag von klingtgut am 17. Sep 2004, 08:40 bearbeitet]
klingtgut
Inventar
#13 erstellt: 17. Sep 2004, 08:43

bigamp schrieb:
......vielen Dank für Deinen Hinweis.
Welche Parameter der Chassis werden genau gebraucht??? Ein einigermaßen gutes Multimeter habe ich - eine temperaturgeregelte Lötstation habe ich auch.
Musikalische Grüsse,
Ingolf


Hallo Ingolf,

da gehts nicht nur um die TSP der Chassis sondern vor allen Dingen um den Frequenzgang der Chassis in Deinem Gehäuse usw. Setz Dich mal mit dem Andreas in Verbindung,Ihr werdet Euch da bestimmt einig.

Viele Grüsse

Volker
wolfi
Inventar
#14 erstellt: 17. Sep 2004, 08:48
Hallo,
erfolgsversprechend sind vor allem Elrad - Hefte aus dieser Zeit, u.U. auch ältere Klinger - Bücher.
Was den Tiefpass angeht, könnte man mit etwas Glück sogar gehörmäßig vorgehen, da die verwendeten 20er - Polyprops sehr gutmütig reagieren. Man würde in Reihe zum Chassis eine Luftspule mit ca. 2,7 mH verwenden und könnte dann bei einer Box Stück für Stück jeweils 5 Windungen abwickeln bis es " passt ".
bigamp
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 17. Sep 2004, 08:50
Hallo Volker,
danke nochmals für Deinen Hinweis. Ich werde versuchen, Andreas zu kontaktieren - bin mal gespannt......
Bis dann,
Ingolf
bigamp
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 17. Sep 2004, 08:58
Hallo Wolfi,
ich muß jetzt die eine oder andere "dumme" Frage stellen, ich bin zwar Musikhörer u. -genießer, aber kein Techniker: Bewirkt der Tiefpass, daß der Tieftöner einen bestimmten Frequenzbereich nach oben nicht überschreitet und das zu hohe Frequenzen ferngehalten werden???? Was passiert genau, wenn ich einige Windungen von der Luftspule entferne??? Wie macht sich das gehörmäßig bemerkbar??
Bis dann,
Ingolf
Apalone
Inventar
#17 erstellt: 17. Sep 2004, 09:01

wolfi schrieb:
Hallo,
erfolgsversprechend sind vor allem Elrad - Hefte aus dieser Zeit, u.U. auch ältere Klinger - Bücher.
Was den Tiefpass angeht, könnte man mit etwas Glück sogar gehörmäßig vorgehen, da die verwendeten 20er - Polyprops sehr gutmütig reagieren. Man würde in Reihe zum Chassis eine Luftspule mit ca. 2,7 mH verwenden und könnte dann bei einer Box Stück für Stück jeweils 5 Windungen abwickeln bis es " passt ".


Hallo zusammen!
Hab'ich das richtig verstanden, Spendor will den Schaltplan der Weiche nicht rausrücken sondern nur eine Fertigweiche für 1.500 €? Das ist "Service", den man sich merken muss!

Ich habe DEN Klinger, vielleicht steht da ja was drin, ich schau am WE mal nach.

Viele Grüße
Marko
klingtgut
Inventar
#18 erstellt: 17. Sep 2004, 09:05

bigamp schrieb:
Hallo Wolfi,
ich muß jetzt die eine oder andere "dumme" Frage stellen, ich bin zwar Musikhörer u. -genießer, aber kein Techniker:


Hallo Ingolf,

es gibt keine dummen Fragen...


bigamp schrieb:

Bewirkt der Tiefpass, daß der Tieftöner einen bestimmten Frequenzbereich nach oben nicht überschreitet und das zu hohe Frequenzen ferngehalten werden????


ja genau

bigamp schrieb:
Was passiert genau, wenn ich einige Windungen von der Luftspule entferne??? Wie macht sich das gehörmäßig bemerkbar??
Bis dann,
Ingolf


der mH Wert wird kleiner und dementsprechend verschiebt sich die Trennfrequenz nach oben,sprich der Tieftöner wird höher abgetrennt.Klanglich werden immer mehr auch die mittleren Frequenzen vom TT wiedergegeben.

Viele Grüsse

Volker
klingtgut
Inventar
#19 erstellt: 17. Sep 2004, 09:07

Apalone schrieb:

Hallo zusammen!
Hab'ich das richtig verstanden, Spendor will den Schaltplan der Weiche nicht rausrücken sondern nur eine Fertigweiche für 1.500 €? Das ist "Service", den man sich merken muss!

Ich habe DEN Klinger, vielleicht steht da ja was drin, ich schau am WE mal nach.

Viele Grüße
Marko


Hallo Marko,

ja Du hast richtig verstanden wobei es sich hier nicht um den aktuellen Spendor Vertrieb handelt sondern um den früheren.Ich werde heute nachmittag mal versuchen ob ich über den aktuellen Spendor Vertrieb etwas erreichen kann.

Viele Grüsse

Volker
bigamp
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 17. Sep 2004, 09:21
An Marko und Volker,
ich bin wahrlich nicht der Einzige mit entspr. Erfahrungen beim "alten" Vertrieb in der Domstadt. An techn. Informationen zu kommen, kann man vergessen, das haben schon viele andere vor mir probiert.......
Ich habe seinerzeit Kontakt mit Spendor in England gehabt, die haben wenigstens mit den "wichtigsten" Daten geantwortet. Bei meinen Aktiveinschüben waren seinerzeit einige Transistoren (MPU haste nich gesehen) defekt u. ein paar Relais. Als ich die Preise erfuhr, ist mir schlichtweg schlecht geworden - eine bodenlose Frechheit, solche Kurse zu verlangen. Es waren, so glaube ich noch zu wissen, 6-8 Transistoren u. 6 kleine Relais, schwupps: über 300 Euro sollte ich bezahlen. NEIN DANKE!!!
Wenn mich jemand förmlich auf die Schiene zwängen will, die Lautsprecher nach Köln zu schicken, mit der Aussage, kein anderer sei in der Lage, die entspr. Reparatur durchzuführen, dann beschleicht mich großes Unwohlsein (und Ärger).
Ingolf
wolfi
Inventar
#21 erstellt: 17. Sep 2004, 09:36
Hallo,
der Tiefpass heißt so, weil er die " tiefen Töne " passieren läßt ( und die hohen eben nicht ). Analoges gilt für den Hochpass.
Die Spule funktioniert im Prinzip wie ein Widerstand, aber sie ist nicht neutral für alle Frequenzen, sondern " behindert " die höheren Töne und läßt die tiefen weitgehend ungeschoren. Das Ausmaß der Behinderung ist abhängig von der " Größe " ( Induktivität ) der Spule, die Einheit ist " Henry " und im Lautsprecherbereich rechnet man mit Millihenry ( mH ). Nimmt die Spule kleinere Werte an, nimmt auch die Wirksamkeit ab, d.h. die Übernahmefrequenz steigt an, höhere Frequenzen haben es nicht mehr " so schwer ". Bei einer Trennfrequenz von ca. 3 kHz liegt man mit 2,7 mH im tendenziell funktionierenden Bereich. Nimmt man eine Luftspule und wickelt sie schrittweise ab, sinkt der Wert ( kleinere mH - Zahl ) und der obere Teil des Übertragungsbereiches wird lauter wiedergegeben. Die Schrittweite von 5 Windungen habe ich genannt, weil sie in der Praxis recht gut funktionieren kann.
Maßgeblich ist natürlich auch, welche Kondensatorwerte ( der Kondensator ist praktisch das Gegenteil der Spule, Einheit " Farad ", ) parallel zum LS - Chassis verwendet werden.
Um hier Irrtümern vorzubeugen: Die Eigenschaften einer entwickelten, ausgemessenen Weiche zu erreichen, wäre ein Glücksfall. Dennoch kann man u.U. preiswert zu einem brauchbaren Ergebnis gelangen.
bigamp
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 17. Sep 2004, 09:50
Hi Wolfi,
danke für die techn. Erklärung. Ich habe ja mit meiner "Simpel-Lösung" auch einen (Schutz)-Kondensator vorgeschaltet - allerdings hier in Reihe. Wenn ich also mit einem Tiefpass arbeite, muß auch ein Kondensator parallel zum Lautsprecher liegen?? Wann ist ein Elko klangentscheidend - der parallel geschaltete oder der in Reihenschaltung liegende?????
Wie funktioniert dies bei einem aktiven Subwoofer?? Dort gibt es ja per Poti ebenfalls die Möglichkeit, die Übernahmefrequenz einzustellen.....????
Sicherlich wird man die Qualität einer prof. entworfenen u. ausgemessenen Frequenzweiche nicht erreichen, man hat zumindest aber hierdurch die Möglichkeit, den einzelnen Chassis "mitzuteilen" in welchen Bereichen sie arbeiten sollten u. in welchen weniger oder gar nicht. Mitentscheidend wird auch hier die Auswahl der Bauteilequalität sein, aber das macht die ganze Sache sicherlich interessant. Hier werden wahrscheinlich die eigenen Ohren die wichtigsten Messinstrumente sein.....
Grüsse,
Ingolf
Apalone
Inventar
#23 erstellt: 17. Sep 2004, 09:57

wolfi schrieb:
Hallo,
erfolgsversprechend sind vor allem Elrad - Hefte aus dieser Zeit, u.U. auch ältere Klinger - Bücher.
Was den Tiefpass angeht, könnte man mit etwas Glück sogar gehörmäßig vorgehen, da die verwendeten 20er - Polyprops sehr gutmütig reagieren. Man würde in Reihe zum Chassis eine Luftspule mit ca. 2,7 mH verwenden und könnte dann bei einer Box Stück für Stück jeweils 5 Windungen abwickeln bis es " passt ".


Ich bin in der Entwicklungsgeschichte engl. Treiber nicht ganz so fit: Hatten Rogers und Spendor mal was zusammen?
Sind in Spendor Rogers Treiber drin?

Ich kann kein richtiges Foto der 75/1 finden; Ist das quasi ein 2-Wege mit Superhochtöner?

Auf
http://www.mhennessy.f9.co.uk/rogers/index.htm
gibt es Weichen für 2-Wege mit Polypropylen-TT; kann zwar nur ein Anhaltspunkt sein, aber als Ansatz bei der Entwicklung. Vielleicht mal in den englischen oder amerikanischen Foren fragen (diyaudio.com??).

Marko
bigamp
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 17. Sep 2004, 10:04
Hallo Marko,
Fotos von der 75/1 sind absolut rar. Nach intensivster Suche habe ich aber Unterlagen (u. Fotos) gefunden, liegen bei mir zu Hause.
Wenn Du Dir die BC/1 von Spendor anschaust (die alte Version) - hast Du schon fast die 75/1 gesehen! Das Gehäuse ist etwas höher, Tieftöner Poly von Spendor ist der gleiche, Celestion HF1300 ebenso, nur bei der 75/1 kommt der Coles-Superhochtöner hinzu. Die 75/1 A. prof. wurde damals für deutsche Rundfunkanstalten hergestellt. Der Superhochtöner kam - glaube ich - nur deswegen zum Einsatz, weil einige Anstalten die Auflage hatten, den "Zeilenfrequenzton" hörbar zu machen.......
Das ist das, was ich irgendwo mal im Internet gefunden habe.
Wenn Du an Fotos interessiert bist, oder an einen Testbericht, kann ich wohl behilflich sein....
Mfg
Ingolf
wolfi
Inventar
#25 erstellt: 17. Sep 2004, 10:18
Hallo,
neben der Übernahmefrequenz spielt es ja auch eine Rolle, wie stark die Filterwirkung ( Flankensteilheit ) einsetzt. Durch das parallel Schalten eines Kondensators steigt diese, der LS " klinkt " sich stärker aus.
Allgemein gelten die in Reihe liegenden Bauteile als die klanglich bedeutenderen, aber auch in diesem Bereich gibt es Anhänger des Elkos.
bigamp
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 17. Sep 2004, 10:28
@ Wolfi...
....verstehe. Das wirft bei mir natürlich wieder eine Frage auf: Mir ist bekannt, daß das Celestion HF1300-Chassis bei ca. 3 - 3,5 Khz einsetzt. Wie ist vorzugehen: Soll es zwischen TT u. HT eine leichte frequenzmäßige "Überlappung" geben, damit TT u. HT besser "ineinanderarbeiten" und nicht unvorhergesehen eine "Lücke" entsteht oder ist sinnvoller zu sagen: "Schnitt bei 3,5 Khz u. keine Überlappung?" Zum Tragen kommt hier sicherlich Deine Anmerkung mit der Filtersteilheit (Übergang härter/weicher bzw. stärker/schwächer)....
Ingolf
bigamp
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 17. Sep 2004, 10:38
AN ALLE, DIE`s INTERESSIERT!!!!!
Bei Ebay werden z.Zt. Spendor 75/1A. prof. angeboten......
Bin mal gespannt, für wieviel Euronen die Schätzchen rausgehauen werden......
Ingolf
klingtgut
Inventar
#28 erstellt: 17. Sep 2004, 10:46

bigamp schrieb:
AN ALLE, DIE`s INTERESSIERT!!!!!
Bei Ebay werden z.Zt. Spendor 75/1A. prof. angeboten......
Bin mal gespannt, für wieviel Euronen die Schätzchen rausgehauen werden......
Ingolf


Hallo Ingolf,

die optik na ja aber so wie er schreibt scheinen die Teile ja technisch top zu sein.

Viele Grüsse

Volker
bigamp
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 17. Sep 2004, 10:57
.....tja, es mag sicherlich schönere Lautsprecher geben - zweifelsohne. Doch wo die Liebe hinfällt.......
Wenn sich am Preis nicht mehr viel ändert u. man bedenkt, daß sie technisch im Topzustand sind, dann isses ein sehr attraktives Angebot. Diese Version wird äußerst selten angeboten.....
Bis später,
Ingolf
wolfi
Inventar
#30 erstellt: 20. Sep 2004, 08:36
Hallo,
in der " alten " TL erfolgte die Trennung des Coles ebenfall nur mit einem Kondensator ( 1 uF ). Der " neuere " Superhochtöner von Celestion HF 2000 wurde mit 2,2 uF getrennt. Andere Kombinationen trennten den Coles 4001 mit 0,47 uF und 0,3 mH parallel.
Der Celestion Hochtöner lief nach oben frei aus, wurde nach unten mit 6,0 uF und 0,4 mH getrennt, spätere Versionen auch mit 4,7 uF und 0,2 mH. In Verbindung mit dem Coles 4001 besaß der Celestion einen Spannungsteiler mit 5,3 und 12 Ohm ( parallel ).
Alle Chassis waren gleichphasig angeschlossen.
Zu Beginn würde ich es mit 1 uF ( Coles ) und 5,6 uF/ 0,4 mH und dem Spannungsteiler vor dem Celestion versuchen. Für den Tieftöner bleibt es bei der ( abzuwickelnden ) Versuchsspule und einem Parallelkondensator von 4,7 uF.
Apalone
Inventar
#31 erstellt: 20. Sep 2004, 09:35

wolfi schrieb:
Hallo,
in der " alten " TL erfolgte die Trennung des Coles ebenfall nur mit einem Kondensator ( 1 uF ). Der " neuere " Superhochtöner von Celestion HF 2000 wurde mit 2,2 uF getrennt. Andere Kombinationen trennten den Coles 4001 mit 0,47 uF und 0,3 mH parallel.
Der Celestion Hochtöner lief nach oben frei aus, wurde nach unten mit 6,0 uF und 0,4 mH getrennt, spätere Versionen auch mit 4,7 uF und 0,2 mH. In Verbindung mit dem Coles 4001 besaß der Celestion einen Spannungsteiler mit 5,3 und 12 Ohm ( parallel ).
Alle Chassis waren gleichphasig angeschlossen.
Zu Beginn würde ich es mit 1 uF ( Coles ) und 5,6 uF/ 0,4 mH und dem Spannungsteiler vor dem Celestion versuchen. Für den Tieftöner bleibt es bei der ( abzuwickelnden ) Versuchsspule und einem Parallelkondensator von 4,7 uF.


Hallo zusammen,
habe am Wochenende mal im "Klinger" gewühlt (Klinger Lautsprecherbaubuch; Franzis Praxisbuch von 1989; Zusammenfassung der "alten" Klinger-Bücher):

2-Wege KEF mit B 200 Polybass und Celestion HF 1300 HT:
Bass: 2,9 mH, 7 µF
HT: ein Vorschlag 24 dB
>> 12 µF, 0,25 mH, 6 µF, 1,1 mH
ein Vorschlag 18 dB
6,8 µF, 0,25 mH, 18µF; Imp.korr. 6,8 Ohm, 8 µF

HT mit Pegelregler (keine Widerstände).

In einem Bauvorschlag ist "eine Ergänzung des Celestion HF 1300 HT mit dem Superhochtöner HF 2000" beschrieben:
18 db, 2,2 µF, 0,057 mH (kein Tippfehler!), 6,6 µF. Imp.korr. 1,5 µF, 4,7 Ohm.

Dynaudio hatte den D 21 immer nur mit 0,47 µF über der D 28 getrennt...

In der "TL-Box nach Rogers" ist ein "Coles 4001" Super-HT verbaut. Der Weichenhinweis ist m.E. nicht schlüssig, nämlich KEF CS 7; nach der HT-Weiche würde der Super-HT viel zu tief trennen!

Mal mit den verschiedenen Hinweisen im Thread probieren:
Immer im Hinterkopf behalten; ohne Hilfe mit Messystem ist's eigentlich Pfusch...

mein Tipp: beide HT mit Pegelreglern einbauen, dann kann man wenigstens den Pegel einfach justieren.

Viel Glück!
Marko
wolfi
Inventar
#32 erstellt: 20. Sep 2004, 10:05
Hallo,
meine Angaben stammen aus Elrad -Berichten um 1980, wo die Lines ausführlich vorgestellt wurden, die Alternativen aus älteren Klinger - Büchern ( vor 1989 ).
bigamp
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 20. Sep 2004, 10:35
@ Wolfi und Apalone,
vielen Dank für Eure Bemühungen. Ich habe mittlerweile den BT-Vertrieb in Erkrath kontaktiert und um die Chassis-Parameter gebeten - schauen wir mal, was da kommt......
Nun ist mir aber (und das auch schon seit längerer Zeit) eine weitere Möglichkeit/Idee gekommen: Warum sollte ich eigentlich nicht die 75/1 als "BC1" laufen lassen?? Soll heißen, nur den Poly TT und das Celestion-Chassis???? Habe es mal versuchsweise (Simpelst-Schaltung) am Wochenende ausprobiert und.........vermisse nichts!!!! Wie ich schon bemerkte: Das Celestion HF1300-Chassis geht zwar bei ca. 13Khz in die Knie, doch dies macht sích klanglich in keinster Weise bemerkbar. Und alle Besitzer der BC1 werden sicherlich bestätigen, daß sie mit dem "Klang" ihrer Lautsprecher hochzufrieden sind. Die Chancen, unter diesen Umständen an passive Frequenzweichen zu kommen (75/1 oder BC1) sind somit besser.
Wolfi, könntest Du mir einen relativ einfach/überschaubaren Schaltplan (Zeichnung) zukommen lassen, damit ich mir vom Aufbau der Frequenzweiche mit Tief- u. Hochpass ein besseres Bild machen kann - bitte nicht vergessen, ich bin kein Elektroniker! Aber so könnte ich die grundsätzliche Schaltung betrachten u. mit versch. Werten bei Spulen, KOndensatoren u. Widerständen experimentieren......
Grüsse,
Ingolf
drollo
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 10. Nov 2004, 01:09
Ich weiß nicht, ob es noch jemanden interessiert, aber die 75/1 ist eine Art modernisierte BC1 Mk II und und unterscheidet sich im Tieftöner. Die BC1 hat einen Bextrene Typ (Bextrene Cone 1) und die beiden HT von Celestion und Coles. Die 75/1 hat einen Poly TT gleichen Durchmessers und dieselben HT. Das effektive Gehäusevolumen ist identisch. Die 75/1 enthält noch eine getrennte Kammer für den Aktiveinschub und ist deshalb brutto größer.
Die Dir vom Ex-Vertrieb angebotene Weiche ist nicht die Originale, das wäre in der Tat ein wenig teuer, sondern eine komplett neu aufgebaute mit geringsten Toleranzen, paarweise abgeglichen und ausgemessen. Nicht nur die fertigen Weichen, sondern die einzelen Bauteile sind nachgemessen, gepaart und exakt an die einzelnen Chassis angepaßt. D.h., die Chassis werden vorher auch gemessen. Die engtolerierten Teile kosten ungefähr das zehnfache im EK wie "normale" Teile. Das steigert natürlich den Gesamtpreis ein wenig... .
Der "neue" Vertrieb von Spendor hat mit den "alten" Lautsprechern nix am Hut. Die wurden ausschließlich vom alten Vertrieb verkauft und auch mitentwickelt.

Gruß
Michael
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