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Revox A77 Vertärker defekt? Und weitere Fragen...

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CyberSeb
Inventar
#1 erstellt: 05. Jan 2005, 16:29
Hallo zusammen!

Ich habe mir einen großen Traum erfüllt und eine A77 MK IV gekauft. Allerdings habe ich noch so meine Probleme damit. Ich habe schon das halbe Internet durchsucht, aber keine Lösungen gefunden. Vielleicht sind ja hier ein paar Kenner, die mir ein Bischen weiterhelfen können.... Wäre super!

1. (großes) Problem:

Scheinbar ist der Wiedergabeverstärker kaputt. Wenn ich das Gerät ein- oder ausschalte, kommt jedesmal aus dem einen Kanal ein lautes "Psssssschht"-Rauschen, auch, wenn der Lautstärkeregler auf Null steht. Des weiteren stimmt die Balance nicht, ich muss den Balanceregler fast voll auf die eine Seite drehen, damit beide Kanäle gleich laut sind. Und dabei ist es egal, was ich als SOURCE wähle (Band oder AUX). Aufnehmen tut das Gerät scheinbar gut und richtig.

Ich hatte das Gerät schon offen. Wenn ich die beiden "Reproduction Amplifier"-Platinen tausche, wechseln o.g. Probleme die Seite, also scheint eine der beiden Platinen defekt zu sein. Ich konnte zwar das eine Poti von der "leisen" Platine aufdrehen, dann stimmt die Balance für die Bandwiedergabe, aber bei AUX als Quelle ändert das nichts. Was meint ihr? Elko? Transistor? Ich wollte mir erst einmal große Rumlötaktionen ersparen. Vielleicht vermute ich den Fehler ja an der falschen Stelle.

2. Problem:
Wie kann es denn sein, dass bei dem einen VU-Meter der Zeiger ca. 1 mm kürzer ist?!

3. Problem:
Wie sieht normalerweise das Bandauslauflager aus? Der Vorbesitzer hat offensichtlich daran rumgebastelt und eine Umlenkrolle (kein Kugellager!) eingebaut. Oben und unten ist so eine abgebogene "Beilagscheibe" (wie links); das ganze wird von der selben Messingschraube wie links zusammengehalten. Das ganze klappert schrecklich, da die Umlenkrolle scheinbar zu dünn ist. Auf eBay werden immer solche Umlenkrollen angeboten, meint ihr, ich kann das noch einbauen?

4. Frage:
Kann ich solche Endstufenplatinen einfach reinstecken oder muss ich noch was anderes beachten? Würde mich sehr reizen.

Viele Grüße,
Sebastian
MikeDo
Inventar
#2 erstellt: 05. Jan 2005, 22:01
Hi..
Also zu Problem 3 kann ich Dir sagen, dass es normal ist, dass der rechte Bandauslauf lediglich eine Umlenkscheibe ist und kein Kugellager.

Offenbar waren früher Kugellager sauteuer, sodass es einzig eine wirtschaftliche Frage war, nur linksseitig ein Kugellager einzubauen.

Ich habe mir über Ebay allerdings ein abs. passendes Kugellager gekauft und rechtsseitig eingebaut, so schleift auch das Band nicht über den Aluring, der normalerweise dort sitzt. Ist schonender fürs Band.

Schildere Dein Problem mal dort:

www.forum-reeltoreel.de/Forum/

und dort:

www.revoxforum.de/forum/index.php?s=

da sitzen die Technikfreaks, die Dir sicherlich weiterhelfen können.

Gruß MikeDo
majaatdwf
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 06. Jan 2005, 08:46

CyberSeb schrieb:
Hallo zusammen!

1. (großes) Problem:

Scheinbar ist der Wiedergabeverstärker kaputt. Wenn ich das Gerät ein- oder ausschalte, kommt jedesmal aus dem einen Kanal ein lautes "Psssssschht"-Rauschen, auch, wenn der Lautstärkeregler auf Null steht. Des weiteren stimmt die Balance nicht, ich muss den Balanceregler fast voll auf die eine Seite drehen, damit beide Kanäle gleich laut sind. Und dabei ist es egal, was ich als SOURCE wähle (Band oder AUX). Aufnehmen tut das Gerät scheinbar gut und richtig.

Ich hatte das Gerät schon offen. Wenn ich die beiden "Reproduction Amplifier"-Platinen tausche, wechseln o.g. Probleme die Seite, also scheint eine der beiden Platinen defekt zu sein. Ich konnte zwar das eine Poti von der "leisen" Platine aufdrehen, dann stimmt die Balance für die Bandwiedergabe, aber bei AUX als Quelle ändert das nichts. Was meint ihr? Elko? Transistor? Ich wollte mir erst einmal große Rumlötaktionen ersparen. Vielleicht vermute ich den Fehler ja an der falschen Stelle.



Da ist ein Elko (vermutlich Tantal) im Wiedergabeverstärker hin. Mein Tip: Alle Elkos in der A77 tauschen (Materialkosten ca. 20 Euro, 3h Arbeit), ich habe noch zusätzlich mit bestem Erfolg die Widerstände der Eingangsstufe des Wiedergabeverstärkers gegen Metallfilm getauscht und die beiden BC109 gegen BC549C getauscht.




2. Problem:
Wie kann es denn sein, dass bei dem einen VU-Meter der Zeiger ca. 1 mm kürzer ist?!


Das hatte ich noch nicht.




3. Problem:
Wie sieht normalerweise das Bandauslauflager aus? Der Vorbesitzer hat offensichtlich daran rumgebastelt und eine Umlenkrolle (kein Kugellager!) eingebaut. Oben und unten ist so eine abgebogene "Beilagscheibe" (wie links); das ganze wird von der selben Messingschraube wie links zusammengehalten. Das ganze klappert schrecklich, da die Umlenkrolle scheinbar zu dünn ist. Auf eBay werden immer solche Umlenkrollen angeboten, meint ihr, ich kann das noch einbauen?


Tauschen ja, aber kein Kugellager. Die Revox-Entwickler haben sich was dabei gedacht, so ein Kugellager ist ein Pfennigsartikel.





4. Frage:
Kann ich solche Endstufenplatinen einfach reinstecken oder muss ich noch was anderes beachten? Würde mich sehr reizen.

Viele Grüße,
Sebastian


Die kann man einfach so reinstecken, aber wozu?

Martin
CyberSeb
Inventar
#4 erstellt: 09. Jan 2005, 19:27
Hallo nochmal,

danke für eure Antworten!

Das Komische ist, dass sich meine A77 selbst zu heilen scheint, das Rauschen beim Ein-/Ausschalten ist deutlich leiser geworden und teilweise sogar weg, auch die Balance stimmt wieder. Vermutlich regeneriert sich der defekte Elko; sowas soll es ja geben.

Wie dem auch sei, die Bauteile werden getauscht, sobald ich Zeit habe. Majaatdwf, vielen Dank für Tipps!

Das mit den Kugellagern habe ich auch schon gelesen. Aber den originalen Abstandshalter bekommt man nicht mehr, und das, was da im Moment verbaut ist, ist auch nicht das Wahre (so groß wie das Kugellager, aber rauh und dreht sich nicht).

Auf die Endverstärker werde ich auch verzichten, ich plane mir einen A78 und einen A76 zu kaufen! Mein derzeitiger Traum :-)

Viele Grüße,
Sebastian
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