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Anschluß: Was ist der Unterschied zwischen symmetrisch und unsymmetrisch?

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Acurus_
Inventar
#1 erstellt: 12. Jan 2007, 17:35
Frage an die hilfsbereiten Experten hier: Ich betreibe einen externen D/A-Wandler von Aqvox, welcher an einer AVM-Vorstufe (Evolution V2) angeschlossen ist. Wandler und Vorstufe lassen sich entweder symmetrisch oder unsymmetrisch miteinander verbinden (also per XLR oder Cinch). Zur Zeit habe ich beide Varianten angeschlossen und höre klanglich einen leichten Unterschied, wenn ich zwischen den Eingängen hin- und herschalte (Eingänge sind in etwa auf die selbe Lautstärke eingepegelt). Nun zu meinen Fragen: 1. Kann mir jemand kurz aber verständlich erklären, worin der Unterschied zwischen symmetrisch und unsymmetrisch besteht? 2. Welcher Anschlußtyp sollte bevorzugt werden? 3. Bei einigen meiner CDs gibt es produktionsbedingt leichte Verzerrungen im Hochtonbereich. Über Cinch sind die kaum wahrnehmbar, aber sehr deutlich über den XLR-Anschluß. Woran liegt das? Gruß, Heiko
_axel_
Inventar
#2 erstellt: 12. Jan 2007, 17:53

Acurus-Heiko schrieb:
Kann mir jemand kurz aber verständlich erklären, worin der Unterschied zwischen symmetrisch und unsymmetrisch besteht?

Den Thread in Hifi-Wissen hast du wohl schon gelesen (von wg. "kurz") ;).
Ansonsten gibt es da noch zu Anschlusssteckern einen Thread (Cinch + XLR kurz erklärt) ... wie überhaupt zu fast allen Basiswissensfragen es dort mind. einen Thread zu geben scheint.
Gruß


[Beitrag von _axel_ am 12. Jan 2007, 17:55 bearbeitet]
Acurus_
Inventar
#3 erstellt: 12. Jan 2007, 17:58
Nee, habe ich nicht. Dann kann ich mir meine Fragen hier wohl schenken und surfe mal dahin. Danke!
_axel_
Inventar
#4 erstellt: 12. Jan 2007, 18:03
Nun, kurz ist er wirklich nicht und recht technisch. Vielleicht kommen aber doch die für dich wichtigen Infos rüber, evtl. auch erst in der dem Startpost anschließenden Diskussion?
Der Stecker-Thread ist einfacher gestrickt.


Acurus-Heiko schrieb:
Danke!

Gerne.
richi44
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 15. Jan 2007, 15:50
Einen Punkt möchte ich hier erwähnen, das sind die Verzerrungen beim Cinch.
Gut, man müsste das Schaltbild haben, aber oft sind die Cinchausgänge hochohmiger als die XLR. Und ein hochohmiger Ausgang zusammen mit einem abgeschirmten Kabel bildet einen Tiefpass, verringert also die Höhen.
Wenn jetzt Dein Gerät klirrt (natürlich die Aufnahme), so entstehen Oberwellen, also hohe Frequenzen. Ist der Klirr schon generell in den höheren Lagen vorhanden, können die entstehenden Frequenzen nahe an die technische Obergrenze reichen.
Beim niederohmigen XLR wird das ganze Spektrum übertragen, beim hochohmigeren Cinch werden diese höchsten Lagen aber etwas gemildert. Da diese Bereiche von vielen Instrumenten gar nicht mehr genutzt werden, fällt der Höhenabfall bei der Musik gar nicht so sehr ins Gewicht, wohl aber die Klirrminderung.

Falls dies der Grund ist (was nur anhand von Messungen oder aufgrund der Schaltung wirklich beurteilt werden kann), bringt die technisch schlechtere Variante (weniger Höhen, aber auch weniger Klirr) gehörmässig Vorteile.
Acurus_
Inventar
#6 erstellt: 15. Jan 2007, 22:12
Danke lieber Richi, das hast Du so erklärt, daß sogar ich es verstanden habe. Mich wundert nur die Hochtöner-Klirr-Häufigkeit bei meinem XLR-Anschluß. Ich bilde mir zwar ein, daß die XLR-Anschlüsse in Nuancen besser klingen, doch die unter Cinch kaum wahrnehmbaren Hochtonübersteuerungen werden gleichzeitig gnadenlos offengelegt. Meine Hochtöner sind jedoch auch sehr empfindlich.
michaelJK
Stammgast
#7 erstellt: 21. Jan 2007, 11:30
Hallo Heiko, hallo richi,

das mit dem Klirr interessiert mich, könnt Ihr mal ein Paar Aufnahmen posten, bei denen dieser Klirr zu hören ist?

Mich beschäftigt seit einiger Zeit ein Phänomen, dessen Ursache ich noch nicht ergründen konnte: Bei manchen Aufnahmen, in der Regel Klavier, fällt plötzlich ein Ton auf, der zu verzerren scheint. Ich habe bei ein paar Stellen mal verglichen, es war sowohl über Lautsprecher, Kopfhörer sowie bei der Wiedergabe über 2 verschiedene Player zu hören. Ich habe mir auch schon überlegt, ob es auch ein akustisches Phäanomen sein könnte, das Pianos bei bestimmten hohen Tönen so eine Art Resonanz erzeugen können? Oder evtl. durch Reflexionen im Aufnahmeraum erzeugt? Auch daran, dass nur in meinem Kopf ein bestimmter Ton etwas verzerrt klingt, habe ich schon gedacht, kann das sein? Klingt zwar etwas verrückt, aber auch da gibt es ja irgendwelche akustischen Gegebenheiten.

Oder meint Ihr, das sind auf jeden Fall elektronische Effekte, also Fehler bei der Aufnahme oder Wiedergabe?

Michael
HiFi_Addicted
Inventar
#8 erstellt: 21. Jan 2007, 11:37
Ist der Ton zufälligerweise sehr laut? Dann könnte es Intersample Clipping sein das beim Aqvox besonders wenn der Resampler eingeschaltet ist sehr ausgeprägt vorkommt.

MfG Christoph
richi44
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 21. Jan 2007, 12:25

Acurus-Heiko schrieb:
Danke lieber Richi, das hast Du so erklärt, daß sogar ich es verstanden habe. Mich wundert nur die Hochtöner-Klirr-Häufigkeit bei meinem XLR-Anschluß. Ich bilde mir zwar ein, daß die XLR-Anschlüsse in Nuancen besser klingen, doch die unter Cinch kaum wahrnehmbaren Hochtonübersteuerungen werden gleichzeitig gnadenlos offengelegt. Meine Hochtöner sind jedoch auch sehr empfindlich.

Es gibt noch eine Möglichkeit: Es gibt Geräte mit einem XLR-Eingang, der relativ wenig Übersteuerungsreserve besitzt. Wenn nun das XLR-Signal (das ja meist mindestens 6dB höher ist als das Cinch-Signal) relativ gross ist, kann es bei Pegelspitzen zu Übersteuerung des XLR-Eingangs kommen, was sehr hochtonreich klirrt. In diesem Fall könnte man mit einer Dämpfung das XLR-Signal verkleinern und damit den Klirr beseitigen. Du könntest folgenden Versuch starten:
Ein XLR Stecker, eine XLR-Kupplung und drei Widerstände 330 Ohm. Das ganze wie auf der nachfolgenden Zeichnung zusammenlöten (der Punkt am Stecker markiert PIN 1):

Die Dämpfung wird am Verstärker eingesteckt, also vom Quellgerät erst das Kabel und dann die Dämpfung. Wenn dann der gedämpfte Kanal nicht klirrt, braucht es für den anderen auch so eine Dämpfung, wenn das Klirren immer noch da ist, könnte es auch aus dem Quellgerät selbst kommen (CDP?). Dann muss man da weiter suchen.
richi44
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 21. Jan 2007, 12:33

michaelJK schrieb:
Hallo Heiko, hallo richi,

das mit dem Klirr interessiert mich, könnt Ihr mal ein Paar Aufnahmen posten, bei denen dieser Klirr zu hören ist?

Mich beschäftigt seit einiger Zeit ein Phänomen, dessen Ursache ich noch nicht ergründen konnte: Bei manchen Aufnahmen, in der Regel Klavier, fällt plötzlich ein Ton auf, der zu verzerren scheint. Ich habe bei ein paar Stellen mal verglichen, es war sowohl über Lautsprecher, Kopfhörer sowie bei der Wiedergabe über 2 verschiedene Player zu hören. Ich habe mir auch schon überlegt, ob es auch ein akustisches Phäanomen sein könnte, das Pianos bei bestimmten hohen Tönen so eine Art Resonanz erzeugen können? Oder evtl. durch Reflexionen im Aufnahmeraum erzeugt? Auch daran, dass nur in meinem Kopf ein bestimmter Ton etwas verzerrt klingt, habe ich schon gedacht, kann das sein? Klingt zwar etwas verrückt, aber auch da gibt es ja irgendwelche akustischen Gegebenheiten.

Oder meint Ihr, das sind auf jeden Fall elektronische Effekte, also Fehler bei der Aufnahme oder Wiedergabe?

Michael


Hallo Michael, wir müssen erst mal feststellen, woher dieser Klirr kommt, ich habe jedenfalls keine Aufnahmen, auf welchen mir irgend so ein Klirr begegnet ist.

Es kann unter Umständen auch sein, dass ein Klirr im Kopf passiert, allerdings ist dies fast immer lautstärkeabhängig. Auch bei den Aufnahmen ist sowas möglich, aber ein guter Tonmeister wird eine solche Aufnahme nicht durchgehen lassen.
Acurus_
Inventar
#11 erstellt: 23. Jan 2007, 06:41
@HiFi_Adicted: Nein, die Töne sind eigentlich nicht laut Aber das Phänomen (hochtöniges "Kratzen" umschreibt es besser als "Rauschen" oder Klirren) tritt nur bei neueren CDs auf. Und die sind ja bekanntlich höher gepegelt als alte. Es sind übrigend nicht unbedingt laute Stellen, an denen es eintritt. Das wundert mich am meisten. Über den XLR-Anschluß ist dieses kurzweilige "Kratzen" deutlicher wahrnehmbar als über Cinch. @michael JK: In meinem Kopf entsteht dieses Klirren/Kratzen nicht, da bin ich mir sicher. Schicke mir mal Deine Email-Adresse. Dann werde ich Dir mal in den nächsten Tagen ein Beispiel zukommen lassen.@richi44: Dein Bauplan sieht nett aus, überfordert aber meine Fertigkeiten. Gibt es so etwas zu kaufen?Gruß, Heiko
Acurus_
Inventar
#12 erstellt: 26. Mai 2007, 10:57
Der Vollständigkeit halber schreibe ich hier noch die "Abschlußmeldung" für diesen Thread: Das Klirr- bzw. Verzerrungsproblem ist gelöst. Aqvox hat mich freundlicherweise darauf hingewiesen, daß bei der AVM für den XLR-Kanal der Eingangspegel auf kleiner als Null gestellt werden muß. Das steht auch so in meiner Anleitung der AVM-Vorstufe, was ich dämlicherweise nicht gesehen hatte. Habe den Eingangspegel daher auf -0,5 gestellt und siehe da, das Klirren ist weg. Danke noch mal für die Hilfe hier!
armindercherusker
Inventar
#13 erstellt: 26. Mai 2007, 11:00
Glückwunsch - und wieder ein Problem gelöst.

Gruß und
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