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frage zu den frequenzgängen

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Petz42
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 29. Nov 2007, 21:26
hallo liebes forum,
ich hoffe ihr könnt mir bei einer klitzekleinen frage weiterhelfen

und zwar :

Bei einem gewöhnlichen Equalizer werden die frequenzen 31hz,62hz,125hz,250hz,500hz,1khz,2khz,4khz,8khz,16khz angegeben. Ich weiß nun dass es sich bei diesen Zahlen um die Mittenfrequenzen handelt.
was steuert dann zB der 62hz regler an ? die frequenzen zwischen 31hz und 125hz ?
oder wie funktioniert das genau ?

danke im voraus
Amperlite
Inventar
#2 erstellt: 29. Nov 2007, 21:35
Wie du schon richtig bemerkt hast, wird die Mittenfrequenz um den gegebenen Wert angehoben.

Um diese Frequenz herum wird natürlich auch angehoben. Wie "breit" diese Anhebung ist, kann bei parametrischen EQ mittels des "Q-Faktors" eingestellt werden.
Petz42
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 29. Nov 2007, 21:59
erstmal danke für die antwort

nun hätte ich diesbezüglich eine frage zum Tapco MIX.60 , welcher einen 3-band equalizer besitzt


in der bedienungsanleitung steht dass mit dem HIGH alle frequenzen über 12khz, mit dem MID alle frequenzen bei und um 2,5khz und der LOW alle frequenzen unter 80hz verstärkt werden.

gehen da nicht wichtige teile des basses verloren, wenn die frequenzen zwischen 80 und 250 nicht verstärkt werden ? ( es heißt ja in der beschreibung beim LOW "alle freq. unter 80hz")
detegg
Administrator
#4 erstellt: 30. Nov 2007, 00:01
Hi Petz,

ich habe unter den Suchbegriffen "EQ, Equalizer, shelving filter, Kuhschwanz" so viele Ergebnisse erhalten, ich versuch´s mal mit eigenen Worten:

Der bekannteste "EQ" dürfte die 2 stufige Klangregelung "Bass" / "Trebble" an HiFi-Verstärkern sein. Diese kann man auch 3-stufig ausführen, dann gibt es noch den "MID" - so etwas hat der Tapco-Mixer und auch mein 30 Jahre alter Marantz-AMP. Das Ganze ergibt eine breitbandige, diffuse Veränderung des Klangbildes.

Die nächste Stufe ist der grafische "EQ". Man teilt das hörbare Frequenzspektrum in 10(7) Bereiche (Oktaven) und verwendet schmalbandige Filter, die nur in ihren Bereichen wirken. Einstellen kann man nur Anhebung/Absenkung, die Mittenfrequenz ist fest.

Ein parametrischer "EQ", wie ihn Amperlite beschreibt, erlaubt zusätzlich die Einstellung der Breite (Güte Q) der Anhebung/Absenkung - die Mittenfrequenz bleibt immer noch fest (Oktavteilung)

Eine wirklich freie Bearbeitung (EQing) des Signals erreicht am erst mit frei einstellbaren - heute meist digitalen EQs. Die Mittenfrequenzen und Güten sind frei einstellbar, die Filter können sich hier sogar überlappen.

Es stellt sich nämlich immer mehrere Probleme ein - die wirklich zu bearbeitenden Frequenzbereiche/Bandbreiten liegen nicht passend auf den von den Herstellern o.g. "EQs" vorgesehenen Mittenfrequenzen.

Beispiel: Dein Hörraum hat auf Grund der Dimensionen eine Stehwellen-Resonanz bei 43Hz - schmalbandig +-10Hz mit Anhebung von 15 dB am Hörplatz. Mit einem "Standard-EQ" wirst Du diesen Fehler nie ausbügeln können ...

Gruß
Detlef
Petz42
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 30. Nov 2007, 14:33
aber wenn ich das jetzt richtig verstehe, werden durch den EQ beim tapco mixer nicht die bassfrequenzen zwischen 80 und 250 verstärkt ?

reicht es aus diesen bereich(80-250hz) mit dem EQ ,welche viele Software´s für den pc haben, anständig zu verstärken ?
detegg
Administrator
#6 erstellt: 30. Nov 2007, 14:47
Das hast Du leider nicht richtig verstanden! Die Suchbegriffe habe ich oben angegeben ...

Die Übergänge zw. den 3 Filterbereichen des Tapco sind fließend - Du verbiegst den FG über einen weiten Bereich von mehrern Oktaven.

Aber lies´ doch mal selber ...

Detlef
Petz42
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 30. Nov 2007, 14:56
ja ich hab das schon richtig verstanden. jedoch sagt mir die bedienunsanleitung dass nur die frequenzen unter 80hz verstärkt werden. das spricht doch wohl deutlich dagegen oder nicht ?
detegg
Administrator
#8 erstellt: 30. Nov 2007, 15:06
High ±15 dB @ 12 kHz
Mid ±15 dB @ 2.5 kHz
Low ±15 dB @ 80 Hz

.... aus den Specs von Tapco. Eine ganz "normale" 3-stufige Klangregelung - keine Angabe zu Bandbreiten etc.
Ich finde gerade kein Bild zum FQ-Verlauf ...

edit: hier eine stinknormale 2-stufige Klangregelung - denk dir eine 3.Stufe in den Mids dazu - nix mit abrupten Übergängen, fließend halt!



[Beitrag von detegg am 30. Nov 2007, 15:15 bearbeitet]
Petz42
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 30. Nov 2007, 16:42
http://bildupload.sro.at/a/images/abd.JPG

aus der bedienungsanleitung


[Beitrag von Petz42 am 30. Nov 2007, 16:43 bearbeitet]
Amperlite
Inventar
#10 erstellt: 30. Nov 2007, 17:27
Bei dem Filter dürften die 80 Hz nicht die Mittenfrequenz sein, sondern das "Kuhende" des Kuhschwanzfilters.


[Beitrag von Amperlite am 30. Nov 2007, 17:55 bearbeitet]
Petz42
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 30. Nov 2007, 17:51


und das heißt auf gut deutsch ?
Amperlite
Inventar
#12 erstellt: 30. Nov 2007, 17:54
Im Diagramm müsste an der Beschriftung der X-Achse die 10.000 dort stehen, wo jetzt die 80 steht.
Oder es ist noch anders, das weiß nur der Hersteller.


[Beitrag von Amperlite am 30. Nov 2007, 17:55 bearbeitet]
Passat
Moderator
#13 erstellt: 30. Nov 2007, 22:11

detegg schrieb:

Ein parametrischer "EQ", wie ihn Amperlite beschreibt, erlaubt zusätzlich die Einstellung der Breite (Güte Q) der Anhebung/Absenkung - die Mittenfrequenz bleibt immer noch fest (Oktavteilung)


Das ist noch kein parametrischer EQ, sondern ein sog. Halbparametrischer EQ. Halb deswegen, weil man nicht alle 3 Parameter regeln kann, sondern nur 2.


detegg schrieb:

Eine wirklich freie Bearbeitung (EQing) des Signals erreicht am erst mit frei einstellbaren - heute meist digitalen EQs. Die Mittenfrequenzen und Güten sind frei einstellbar, die Filter können sich hier sogar überlappen.


Das ist dann ein echter parametrischer EQ.

Zusammenfassung:
Grafischer EQ:
Mittenfrequenzen und Regelbandbreite der einzelnen Bänder stehen fest, es lässt sich nur der Pegel verstellen.

Halbparametrischer EQ:
Die Mittenfrequenz und der Pegel der einzelnen Bänder lassen sich in gewissen Grenzen verstellen, die Regelbandbreite steht fest.

Parametrischer EQ:
Mittenfrequenz, Pegel und Regelbandbreite der einzelnen Bänder lassen sich verstellen.

Bei den parametrischen EQs gibts Ausführungen, in denen der Regelbereich der einzelnen Bänder fest vorgegeben ist, z.B. bei Band 1 nur zwischen 20 und 100 Hz, bei Band 2 zwischen 100 und 200 Hz etc. Es gibt aber auch Ausführungen, bei denen sich alle vorhandenen Bänder zwischen 20 und 20.000 Hz einstellen lassen.
Diese Variante ist die flexibelste von allen, da man so auch sehr nahe beieinander liegende Frequenzen regeln kann, z.B. 43 Hz und 48 Hz, was bei den anderen EQs nicht möglich ist.

Alle 3 Varianten gibt es mit unterschiedlicher Anzahl an Bändern und sowohl als Analog- als auch Digitalversion.

Grüsse
Roman
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