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Ultimative Tips zum Boxenkauf

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han999
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 29. Okt 2009, 08:50
Habe zur Zeit die Elac BS 244 an dem Denon PMA-2010AE und Denon DCD-2000AE. Habe schon einige Evolutionstufen hinter mir und einiges an Geld abgelegt (neu gekauft, nach ein paar Monaten billig verkauft).
Man muss zuerst mal erkennen, dass das Problem bei der Beurteilung von Hifi-Komponenten ist, dass sich da einfach sehr viel im eigenen Kopf abspielt.
Ich habe den Eindruck, dass ich schon jetzt etwa 90% der Zeit, gar nicht wahrnehmen kann, wie gut die Anlage spielt, wie genau und messerscharf sie die Instrumente mit allen Nuancen in den Raum stellt (vorallem welche räumliche Tiefe da ist). Da hängt so dermaßen viel von der eigenen Verfassung und Gemütszustand ab.
Wenn mann jetzt in einen Hifi-Laden geht und sich versch. Boxen (die ja noch dazu an anderen Komponenten hängen!!!) anhöhrt, hat man keine Chance sich ein objektives Bild von den Boxen zu machen.
Also bringt das sowieso nichts. Man müsste die Möglichkeit haben verschieden Boxen wochenlang zu Haus in Ruhe zu testen, aber wenn man dann verschiedene hochwertige Lautsprecher (in etwa derselben Preisklasse) wirklich anfängt zu vergleichen, und sich dann für einen entscheiden muss, wird man wahrscheinlich mit der Zeit wahnsinnig (wer sagt einem, wass jetzt wirklich der Klang ist, mit dem man dann ewig glücklich ist???). Die einen Boxen klingen vielleicht etwas natürlicher, die anderen haben vielleicht einen machtigeren Bassbereich usw. usw... Außerdem ist es (bei mir) wirklich so, dass der Unterschied in meiner subjektiven Wahrnehmung von Tag zu Tag bei weitem größer ist, als der, welcher durch den Wechsel von Komponenten hervorgerufen wird. Manchmal stehe ich vor der Anlage und denk: "Die klingt aber scheiße!" - an einem anderen Tag stehe ich mitten auf der Bühne, kann genau sagen wie der Aufnahmeraum aussieht und auf den Zentimeter genau sagen, wo die Musiker stehen und wie das Holz aussieht aus dem das Instrument gemacht ist.

Ich denke im Grunde ist das wie mit gutem Wein. Die Händler wissen genau, was sie für den Wein verlangen können. Genauso klingt eine 300 Euro Box eben wie 300 Euro und eine 6000 Euro wie 6000 Euro.
Wahrscheinlich wollen wir alle die 16000 Euro-Boxen. Aber man muss sich halt mit was zufrieden geben. Außerdem ist es zumindest bei mir wirklich so, dass die Qualität der akkustischen Abbildung zum überwiegenden Teil von meiner psychischen Verfassung (ausgeschlafen, entspannt -"in Musik Laune" etc..) abhängt und ich ehrlich gesagt auch mit schon billigeren Komponenten absolut überwältigende und erstaunliche psychoakkustische Erlebnisse hatte (damit meine ich alledings nicht den MP3-Player meiner Schwester)

gute Nerven beim Boxenkauf

han999


[Beitrag von han999 am 29. Okt 2009, 08:52 bearbeitet]
Hifi-Tom
Inventar
#2 erstellt: 29. Okt 2009, 14:38
Und, bist Du nun zufrieden mit Deiner Anlage..., was genau ist Dein Anliegen hier, wie kann man Dir helfen?
GraphBobby
Stammgast
#3 erstellt: 29. Okt 2009, 14:51

han999 schrieb:
Genauso klingt eine 300 Euro Box eben wie 300 Euro und eine 6000 Euro wie 6000 Euro.
Wahrscheinlich wollen wir alle die 16000 Euro-Boxen.


Wobei der Preis nicht unbedingt viel sagt. Es gibt 4000-Euro-Boxen die (zumindest in bestimmten Bereichen) besser klingen als 6000-Euro-Boxen, noch ärger ist es bei Verstärkern - abgesehen davon, dass "besser" oft nicht so absolut zu sehen ist, denn oft ist nicht einfach alles besser, sondern jedes Produkt hat Stärken und Schwächen. Eine geschlossene 4000-Euro-Box hat zum Beispiel gute Chancen, eine bessere Impulstreue als eine 6000-Euro-Bassreflex-Box zu erreichen.

Und ganz generell betrachtet: Qualität verhält sich nicht linear proportional zum Preis.

Was z.B. Lautsprecher betrifft, hast du um 6.000 Euro Paarpreis bereits etwas, was man zur Spitzenklasse zählen darf. Um 10.000 kriegt du vielleicht ein paar Prozent Verbesserung, aber keine 50%, wie der Preis suggerieren würde. Und der Unterschied zwischen 10.000 und 100.000 ist oft geringer als der zwischen 6.000 und 10.000 - mal abgesehen von zwei Meter hohen Basstürmen einiger Modelle, die bei 120 dB verzerrungsfrei subsonische Frequenzen reproduzieren.
Die Frage ist, ob man das braucht, oder wie oft man 120 dB laut Musik hört. Bzgl. der Präzision, Klangtreue, Impulstreue, etc. bist du mit 10.000 oft praktisch genauso gut dabei wie mit 100.000. Es sind ja oft sogar die selben Treiber verbaut.

Aber das ist nicht nur im Audio-Markt so, sondern eigentlich überall. Eine F-5 kostet zweieinhalb Mille, eine F-16 kostet 27 Mille; aerodynamisch geht die F-16 aber auch nicht um Eckhäuser besser als eine F-5, schon gar nicht wenn die Kurven langsam und eng werden. Auch hier ist beim zehnfachen Preis nicht alles in allen Bereichen viel besser.
lorric
Inventar
#4 erstellt: 29. Okt 2009, 14:52
Der ultimative Tip zum Boxenkauf (das wird Dir hier jeder schreiben) ist das Probehören. Vorzugsweise auch zu hause.

Und das, obwohl ich meine LS nur auf Empfehlung gekauft habe, ohne sie vorher zu hören.

Ansonsten ist es schon sehr subjektiv.

Aber wie schon gefragt wurde - was ist Dein Anliegen?

Gruß
lorric
weimaraner
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 29. Okt 2009, 15:24
Hallo han,

laut deinem Titel,

möchtest du hier Tips abgeben oder erhalten?

Sollen wir dir helfen oder möchtest du deinen Frust abladen?

Gruss
han999
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 02. Nov 2009, 12:11
Vielen Dank für die Rückmeldungen

Gebe zu, den Titel habe ich etwas unpassend gewählt.

Mir geht es in meinem Beitrag eigentlich zentral darum, dass ich es sehr, sehr frappierend empfinde, wie sehr das Hörerlebnis von einem selbst abhängt (und wirklich nicht allein vom Equipment):
Ein Hörsession spielt sich bei mir meist so ab: Lege zuerst eine etwäs ältere aber gutaufgenommene CD ein, um mich einzuhören (etwa Supertramp aus den 70ern). Das klingt schon mal gut (gute Lokalisierbarkeit, authentischer, hochaufgelöster, natürlicher Klang...) hat aber überhaupt nichts damit zutun wie ich dieselbe Musik etwa eine Stunde später erlebe:
Irgendwann beginnt die Bühne in die Tiefe zu wachsen und ich "sehe" praktisch das Schlagzeug etwa 5-7 Meter nach hinten projeziert. Die Fläche zwischen den Boxen wird zu einer Art räumlichen Band, das mir erlaubt auf die Bühne zu "sehen". Den Sänger, das Klavier, die Instrument sind nach hinten im Raum verteilt und ich kann sie fast anfassen usw. usw...

Das alles passiert auch, wenn ich den Verstärker vorher warmlaufen lasse. Es spielt sich also tatsächlich in meinem Kopf ab, da ich davon ausgehe, dass die Anlage nach einer gewissen Zeit wohl immer gleich aufspielt.
Vorallem erlebe ich das nur nach einer gehörigen Einhörzeit und auch stark verfassungsabhängig.
Davon ist anfänglich gar nichts zu merken.

Wie in aller Welt, soll ich dann bei einem Hifi-Hähder entscheiden, ob die Boxen wirklich ihr Geld wert sind, wenn ich sie nur ein paar Minuten anhören kann???
Was ist da überhaupt noch objektiv, wenn das Klangerlebnis schon mal zu 50% von meiner Verfassung abhängt (wie gesagt sprech ich da nicht vom mp3-Player meiner Schwester)

viele Grüsse


[Beitrag von han999 am 02. Nov 2009, 12:15 bearbeitet]
weimaraner
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 02. Nov 2009, 17:47

han999 schrieb:
Wie in aller Welt, soll ich dann bei einem Hifi-Hähder entscheiden, ob die Boxen wirklich ihr Geld wert sind, wenn ich sie nur ein paar Minuten anhören kann???



Hallo,

bei guten Händlern wird man sicherlich auch länger hören dürfen als nur ein paar Minuten.
Ausserdem wird ein sehr guter Händler raten oder auch nur die Möglichkeit in den Raum stellen den LS zum Probehören auszuleihen.



Was ist da überhaupt noch objektiv, wenn das Klangerlebnis schon mal zu 50% von meiner Verfassung abhängt


Das ist vllt ein Problem welches nicht nur auf dich zutrifft,
kann es selbst ein wenig nachvollziehen,auch ich hab nicht immer Bock Musik zu hören,
aber die Ausmaße welche bei dir anscheinend vorhanden sind kann ich nicht bestätigen.

Gruss
han999
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 03. Nov 2009, 08:47
Abschließend kann ich nur jedem Raten. vorallem Lautsprecher zu Hause ausführlich und lange Probezuhören.

Bei mir ist es zumindest so, dass ich aus den oben erwähnten Gründen, erst nach geraumer Zeit sagen kann, wie weit man mit den Lautsprechern wirklich "in die Aufnahme hineinhören" kann. Oberflächlich betrachtet klingt bald mal ein Lautsprecherpaar gut, aber die volle Leistungsfähigkein kann ich erst nach einiger Zeit feststellen, wenn ich richtig eingehört und relaxed bin und mich auf die Musik einlassen kann. Da müssen erst alle Filter im psychoakustischen System raus und der "acoustic-mode" des ZNS aktiviert werden. Leider habe ich den manuellen "Ein-Aus-Schalter" noch nicht gefunden. Das kann man auch nur zu Hause in entspannter Atmosphäre und nicht in einem auch noch so schönen Hörraum eines Händlers.
Hifi-Tom
Inventar
#9 erstellt: 03. Nov 2009, 12:21
Was hier deutlich wird ist natürlich die Tatsache, daß wir alle unterschiedl. gut hören, bzw. wahrnehmen u. natürlich durchaus auf unterschiedl. Dinge wert legen. Dazu kommt die Konzentrationsfähigkeit, Hörerfahrung des einzelnen, nebst seiner aktuellen Tagesform. Der Mensch ist ein Individuum, es gibt die Einheitsformel für alle eben nicht, jeder muß seinen eigenen Weg finden. Ein abschließendes hören in den eigenen 4 Wänden ist auf jeden Fall schon aufgrund der unterschiedl. raumakustischen Bedingungen nie verkehrt!
visir
Inventar
#10 erstellt: 03. Nov 2009, 14:35
Hallo han999!

Kann es sein, dass Du beim Probehören die "falschen" Maßstäbe anlegst?
Wenn sich die Bühne in Deinem Kopf aufbaut, hat das zum Beispiel vielleicht gar nichts mit dem jeweiligen LS zu tun. Da bin ich sowieso der Meinung, dass das mehr mit Aufstellung und Raumakustik zu tun hat als mit dem LS.

Dann ist es doch einfacher, man erwartet das beim (kurzzeitigen) Probehören von vornherein nicht, sondern konzentriert sich auf anderes, also vornehmlich die Klangfarbe.

Man kann sich im Drang nach Perfektion natürlich auch verrückt machen...

lg, visir
Karnivour
Stammgast
#11 erstellt: 03. Nov 2009, 14:45
das probehören beim Händler ist eh nur für die Vorabentscheidung wichtig, da die Boxen in den eigenen vier Wänden meist wieder absolut unterschiedlich klingen.
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