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MP3- Frequenzkurve als Kriterium für Klangqualität ?

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Marcus_MD.
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 12. Sep 2014, 22:50
Hallo an Alle,

wenn ich die MP3's von einem Freund in einem WAV-Editor öffne, sieht das typischerweise so aus:

http://www11.pic-upload.de/12.09.14/zms7lcqwuhhw.jpg

Er überspielt regelmäßig seine Vinyl-Platten in PC, bearbeitet sie anschließend mit "FL Studio 10" und ist fest überzeugt, daß er damit die optimale Klangqualität erreicht. Nach meinem Hörempfinden sind die Songs jedoch jedesmal zu laut (übersteuert) und klingen an manchen Stellen auch leicht "dröhnig" bzw. verzerrt.

Die Frequenzkurven seiner MP3's sehen typischerweise so aus wie auf dem Bild oben:
An vielen Stellen ist deutliches Clipping zu sehen, was zwangsläufig Verzerrungen mit sich bringt.
Ich höre diese "Unsauberkeiten" im Song via Kopfhörer deutlich raus, mein Freund über seine Player aber nicht.
Das ist echt schade, weil wir öfter mal tauschen u. ich seine Vinyl-Rips gerne in guter bzw. besserer Qualität hätte.

An dieser Stelle ganz einfach nur 'ne Frage bzw. Bestätigung von Euch Sound-Experten:

Gebt Ihr mir recht, daß bei einer solchen WAV-Kurve wie auf dem Bild die Klangqualität einfach nicht gut sein kann ?

Vielen Dank schonmal für Eure Antworten.

Viele Grüße,
Marcus
*Nightwolf*
Inventar
#2 erstellt: 13. Sep 2014, 02:40
Ja, da fehlt einiges. Wenn er das selbst aufnimmt, hat er entweder einen zu hohen Pegel bei der Aussteuerung eingestellt, oder es wird hinterher bei der Bearbeitung etwas verpfuscht (z.B. Normalisierung auf einen viel zu hohen Wert).
Marcus_MD.
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 13. Sep 2014, 18:25
Die Aufnahme scheint schon korrekt ausgesteuert in den PC zu kommen, aber er bearbeitet sie dann jedesmal mit der Software "FL Studio" nach, weil er denkt, damit den Klang zu verbessern.
Wenn dann als Resultat eine solche Frequenzkurve wie auf dem Pic oben rauskommt, wurde doch eigentlich genau das Gegenteil erreicht.
Wenn das sog. "Clipping" so deutlich zu sehen ist, dann muß die Aufnahmen an diesen Stellen verzerrt u. unsauber klingen.

Seht Ihr das auch so ??

Danke nochmal für ein paar kurze Antworten.


[Beitrag von Marcus_MD. am 13. Sep 2014, 18:25 bearbeitet]
Slatibartfass
Inventar
#4 erstellt: 17. Sep 2014, 09:36
Es ist garkeine Frage, dass Clipping, wie es in der Aufnahme zu sehen ist, zu je nach Anlage und Hörvermögen zu Verzerrungen führen muss. Hoffentlich hat dein Freund noch die unbearbeiteten Files.

Slati
Weischflurst
Gesperrt
#5 erstellt: 17. Sep 2014, 09:46
Wenn Dein Freund das nicht hört, dann sollte er sich mal einem Hörtest unterziehen. Kann sein, dass er einen Schaden hat.

Ich kannte mal jemand, der solchen Klirr auch nicht gehört hat. Verstanden habe ich es, als ich ihn mal in seiner (Auto-)Werkstatt besucht habe. Er hatte eine Flex in der Hand, arbeitete in Kopfhöhe und hatte keinen Hörschutz.

Frage: Warum wandelt er in mp3? Kennt er kein FLAC?
Marcus_MD.
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 18. Sep 2014, 16:06
Wir habe beide sehr langsame Internet-Verbindungen, für unseren Austausch bleibt daher vorerst nur MP3.
Ich muß meinen Freund jetzt erstmal überzeugen, daß er diese Nachbearbeitungen bei seinen Aufnahmen besser weglässt.
*Nightwolf*
Inventar
#7 erstellt: 18. Sep 2014, 17:28
Wie weit wohnt ihr denn voneinander entfernt? Heutzutage gibt es ja auch schon diverse Rohlinge, USB Sticks, tragbare Festplatten und zur Not auch die Post.


[Beitrag von *Nightwolf* am 18. Sep 2014, 17:29 bearbeitet]
-MCS-
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 18. Sep 2014, 17:46
Eine SD Karte und ein Briefumschlag inkl. Porto sind nicht gerade teuer.
Kreativität ist hierbei wohl gefragt.
Marcus_MD.
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 18. Sep 2014, 18:59
Er wohnt in Argentinien, ich D, mit Post ist das recht umständlich, teuer und auch unsicher.
Für mich muß es auch nicht unbedingt Flac sein. Wenn er die Platte 1:1 sauber in WAV aufnimmt u. dann direkt nach MP3 in hoher Bitrate wandelt, reicht mir das.
(ich höre mit meinen hochwertigen AKG-Kopfhörern zwischen meinen MP3's ab 224kbps u. den original WAV-Aufnahmen keinen Unterschied mehr raus, Freunde auch nicht, die bei Tests nicht wußten ob gerade die MP3 oder WAV läuft)
-MCS-
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 19. Sep 2014, 07:47
Okay, Argentinien ist da natürlich etwas anderes.

Dann wäre es wirklich am sinnvollsten, er schickte dir die Dateien unbearbeitet als MP3s.

Und dass man ab einer gewissen Bitrate, hochwertiger Encoder vorausgesetzt, keinen reproduktiven Unterschied zwischen
MP3 und verlustfreien Formaten mehr hören kann, ist auch seit langem bekannt.
nenkars
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 19. Sep 2014, 17:54

Marcus_MD. (Beitrag #6) schrieb:
Wir habe beide sehr langsame Internet-Verbindungen, für unseren Austausch bleibt daher vorerst nur MP3.

Das ist hier zwar eigentlich OT, aber trotzdem als Einwurf: Ihr habt euch damit für ein antiquiertes Format zur verlustbehafteten Kompression entschieden. Mit AAC und Vorbis wärt ihr wesentlich effizienter unterwegs = deutlich kleinere Dateien bei gleicher Klangqualität.
audiophilanthrop
Inventar
#12 erstellt: 20. Sep 2014, 10:50
Naja, im Bereich >200 kbit ist das wohl alles nicht mehr so eindeutig. Bei "Luxus-Datenraten" pflegen irgendwann die Codec-Oldies ihre effizienteren Kollegen zu überholen, weil die irgendwann quasi gar nicht mehr wissen, was sie damit noch anfangen sollen. Bei 384 kbit nimmt man dann schon Layer 2.

Wie gesagt, sauber ausgesteuert + VBR-MP3 hoher Bitrate sollte hier vollkommen ausreichen.


[Beitrag von audiophilanthrop am 20. Sep 2014, 10:52 bearbeitet]
nenkars
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 20. Sep 2014, 15:41
Es ging aber ja um besonders langsame Verbindungen, also Verbindungen bei denen nicht einmal FLAC eine Option ist. Da erscheint es mir wenig sinnvoll, die gerade zur Verfügung stehende Bandbreite nicht optimal zu nutzen, wenn man die freie Wahl hat. MP3 ist einfach der schlechtere Kompromiss, wenn es um kleinstmögliche Bitraten geht, die Transparenz erzielen. Wenn es um Kompatibilität geht, ist MP3 unschlagbar, aber ansonsten in keinem Fall das Format der Wahl. Mir fällt kein lossy Codec ein, bei dem Bitraten von über 300 kbps Sinn machen würden (ausgehend von Red Book), da bewegt man sich dann schnell in Gefilden, wo es je nach Genre schon verlustfrei geht, z.B. leise ausgepegelte Klassik kann sich im Bereich von 500 kbps bewegen. Ich wollte eigentlich keine Grundsatzdiskussion anzetteln, sorry.
-MCS-
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 20. Sep 2014, 15:49
Mit WinZIP ließe sich der Ordner zusätzlich komprimieren, als kleiner Tipp.
cr
Moderator
#15 erstellt: 20. Sep 2014, 21:06

-MCS- (Beitrag #14) schrieb:
Mit WinZIP ließe sich der Ordner zusätzlich komprimieren, als kleiner Tipp.


Das würde mich wundern, abgesehen von minimalen Verringerungen
Marcus_MD.
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 21. Sep 2014, 05:20

nenkars (Beitrag #13) schrieb:
Ich wollte eigentlich keine Grundsatzdiskussion anzetteln, sorry. :)

och, macht doch nix.
Ich fand schon interessant zu Lesen, was Du und andere nachfolgend noch geschrieben habt.
Du sagst es ja schon: MP3 mag zwar antiquiert sein, bietet aber die beste Kompatibilität.
Auch wenn Ihr mich auslacht, aber ich höre unterwegs gerne & viel immer noch auf meinem jetzt 8-Jahre alten MP3-Player (Cowon iAudio7, für mich ein kleines "Klangwunder", das auch viele aktuelle Geräte hinter sich lässt).
Na ja, und der zickt eben bei best. Codecs/Formaten (Vorbis) etwas rum, genauso wie manch andere (ältere) Player, mit denen ich bei Freunden, Urlauben usw. in Kontakt komme.

Ich hab's noch nicht getestet, denke aber, daß die Dateigrößenunterschiede bei MP3 vs. ACC/Vorbis bei weitem nicht so erheblich sind wie etwa MP3 vs. FLAC.
Wenn der upload eines MP3-Albums (70MB) bei mir rund 60min. dauert, dasselbe in ACC vielleicht nur 50min., dann ist mir das fast wurscht, weil es nicht täglich vorkommt (plane ohnehin jetzt neuen DSL-Zugang...)

Weil es oben angesprochen wurde: Ihr meint also, MP3 mit 320kbps zu codieren wäre Quatsch ?
Mal "doof" gefragt, warum implementieren dann die Entwickler diese Datenrate ? sie hätten ja auch CBR 224kbps als Maximum festlegen können, wenn alles darüber unsinnig ist.

Oder beim Googeln nach Musikalben: zwangsläufig werden als Treffer auch Portale angezeigt, die die entsprechenden LP's als "free" Download anbieten, meistens in 320k. Wenn die Uploader dazu noch stolz ihr Aufnahme-Equipment präsentieren u. detaillierte Infos zu ihren EAC-Settings posten, denke ich mir, die müssten ja wissen, was sie da machen.

Warum wird so häufig doch immer wieder 320kbps genommen ? Macht das evtl. doch irgendwo Sinn ?
*Nightwolf*
Inventar
#17 erstellt: 21. Sep 2014, 08:40
Der Grund ist wohl ganz simpel: Weil man es kann. So hat man immer die bestmögliche (MP3)Qualität. Es könnte ja Leute geben, die es hören können...
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