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gute Aufnahme, neue Interpreten

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Autor
Beitrag
Seth76
Inventar
#1 erstellt: 06. Mai 2005, 17:10
Hi,

in diesem Bereich des Forums bin ich neu, und hätte mal folgende Frage:
Gibt's noch Interpreten die ordentliche Musik rausbringen und gut aufgenommen sind?
Ist natürlich eine Geschmacksfrage, aber wenn ich mir Musik im Radio anhöre ist das alles so 08/15.
Gibt es so etwas wie Pink Floyd, Dire Straits, FGTH etc. auch in der "Neuzeit"? Normal bin ich eher so ein "The Prodigy" Fan und höre vieles in dieser Richtung (Chemical Brothers etc.) und HipHop.
Aber manchmal hab ich dies "Einerlei" satt und schmeiß mir den guten alten Rock/SynthiPop rein. Nur man will ja auch mal was Neues hören. Gibt's denn noch Leute die sich mit Ihrer Musik Mühe geben. Kann auch in Richtung Faithless gehen, oder ein Hauch von Jazz, oder so.
Vielleicht hat ja jemand nen Geheimtipp auf Lager.
Danke.
ppilihP
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 06. Mai 2005, 18:42
Kleiner Tipp:
www.babyblaue-seiten.de

Da findest du tausende (!) CD-Kritiken von interessanten Bands weitab des Mainstreams, dank guter Suchfilter gelangst du auch problemlos gleich an CDs der letzten paar Jahre.

EDIT:

Einen Tipp hätte ich gleich schonmal für dich:
Die letzten beiden Alben von Porcupine Tree. Anspruchsvoller, recht komplexer Rock, mal mit eher psychedelischen, mal mit eher metallischen Einflüssen. Es dauert eine Weile bis "In Absehtia" (2003 afaik) und "Deadwing" (2005) beim Hörer zünden, dafür wirds auch beim x-ten Mal anhören nicht langweilig.
Musik zum Zuhören, nicht zum "Nebenbei-was-anderes-machen".
Die Aufnahmequalität der beiden Alben ist für Rockaufnahmen schlicht brilliant.


[Beitrag von ppilihP am 06. Mai 2005, 18:51 bearbeitet]
Seth76
Inventar
#3 erstellt: 06. Mai 2005, 19:18
cool, danke schon mal.
Seth76
Inventar
#4 erstellt: 09. Mai 2005, 20:12
Hab gerade in einem anderen Thread einen (für mich) Geheimtipp entdeckt: Sophie Zelmani
Hab mal kurz über Amazon reingehört...genial, traumhaft.
Passt zwar nicht wirklich zu dem was ich hier geposted habe, aber ich glaube nach so etwas habe ich gesucht.
turbo2222
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 13. Mai 2005, 16:14
hallo seth 76


vieleicht solltest du mal bei google stockfisch eingeben.

bin vor kurtzen durch einen guten freund auch dahin gelangt,
die sacd (auch auf normalen cd playern abzuspielen) stockfisch records closer the music solltest du dir unbedingt mal anhören.

für mich persönlich ist diese cd mit grossen abstand die best aufgenomene cd die es derzeit auf dem markt gibt.

schau einfach mal dort vorbei es lohnt sich wirklich

gruss

turbo
Seth76
Inventar
#6 erstellt: 13. Mai 2005, 16:19
danke, hab ich auch schon mal was von gehört (im CarHifi Bereich). Ich guck mal...
turbo2222
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 13. Mai 2005, 16:31
hallo seth 76

wenn du es mal musik richtig spüren willst und auf eine erste sahne aufnahme wert legst solltest du auch mal bei google unter allan taylor - hotels and dreamers suchen ist ebenfalls von stockfisch records.


gruss

turbo
sidsel
Stammgast
#8 erstellt: 13. Mai 2005, 17:56

Seth76 schrieb:
Hab gerade in einem anderen Thread einen (für mich) Geheimtipp entdeckt: Sophie Zelmani
Hab mal kurz über Amazon reingehört...genial, traumhaft.
Passt zwar nicht wirklich zu dem was ich hier geposted habe, aber ich glaube nach so etwas habe ich gesucht.



Hallo Seth,

wenn dir S. Zelmani gefällt, solltest du dir auch einmal "Maria Solheim", und "Feist" oder die neue CD von "Jorane" anhören. Ebenfalls sehr gute Musik.
Das Album Jorane von "Jorane" ist auch klangtechnisch sehr gelungen.

Gruß
Hans


[Beitrag von sidsel am 13. Mai 2005, 18:02 bearbeitet]
napengam
Stammgast
#9 erstellt: 18. Mai 2005, 12:56

Seth76 schrieb:
Hi,

in diesem Bereich des Forums bin ich neu, und hätte mal folgende Frage:
Gibt's noch Interpreten die ordentliche Musik rausbringen und gut aufgenommen sind?
Ist natürlich eine Geschmacksfrage, aber wenn ich mir Musik im Radio anhöre ist das alles so 08/15.
Gibt es so etwas wie Pink Floyd, Dire Straits, FGTH etc. auch in der "Neuzeit"? Normal bin ich eher so ein "The Prodigy" Fan und höre vieles in dieser Richtung (Chemical Brothers etc.) und HipHop.......


Spontan ....

Höhr mal von Steely Dan, Aja an oder Royal Scam, eigentlich alles von denen.

Oder, Donald Fagens Nightfly !

Alles eher ein bischen jazzig, aber saugut aufgenommen.
Seth76
Inventar
#10 erstellt: 18. Mai 2005, 13:10
...herzlichen Dank für eure Antworten. Ich werd in alle Empfehlungen demnächst mal reinhören. Vielleicht ist ja noch ein neuer Favorite für mich dazwischen.
bothfelder
Inventar
#11 erstellt: 19. Mai 2005, 07:19
HI!

Habe letztens in HIFI-Laden Annett Lousian (Boheme) gehört. Auch die aktuelle Platte von Fanta 4 kann man als gelungen ansehen.

Andre
icknam
Stammgast
#12 erstellt: 19. Mai 2005, 09:33
Also, ich bin der Meinung, dass es da haufenweise anständiges Material gibt. Du musst dich ja nicht auf aktuelle Sachen beschränken, sondern kannst aus 30 Jahren das beste rauspicken.

Die oben genannte Steely Dan passt auch in diese Zeit und du solltest sie dir anhören, wenn du die Möglichkeit hast (Aja, Royal Scam oder Gaucho würde ich empfehlen).

Leslie Feist oder Jorane würde ich zwar nicht mit den von dir genannten Musikern in Verbindung bringen, aber da es gute Sachen sind ...

Mir fallen da Namen wie K.D. Lang, Goldie, Oasis, Beautiful South, Cowboy Junkies, Ry Cooder, Blumfeld, Lou Reed, Rebel MC, Radiohead, Lou Reed, Camper van Beethoven und und und.

Ich muss allerdings sagen, dass ich vieles davon nicht habe und nur so im Nebenbei mal gehört habe.
Seth76
Inventar
#13 erstellt: 19. Mai 2005, 10:13

Annett Lousian

naja, die is mir für einen deutschen Interpreten nicht subtil genug.


Mir fallen da Namen wie K.D. Lang, Goldie, Oasis, Beautiful South, Cowboy Junkies, Ry Cooder, Blumfeld, Lou Reed, Rebel MC, Radiohead, Lou Reed, Camper van Beethoven und und und

Natürlich müssen es nicht neue Interpreten sein, aber Deine Vorschläge kenne ich fast alle, deshalb frage ich halt nach Neuen. Hab halt das Gefühl, dass es solche Sachen heut zu tage gar nicht mehr gibt.
icknam
Stammgast
#14 erstellt: 19. Mai 2005, 10:50

Seth76 schrieb:
Natürlich müssen es nicht neue Interpreten sein, aber Deine Vorschläge kenne ich fast alle, deshalb frage ich halt nach Neuen. Hab halt das Gefühl, dass es solche Sachen heut zu tage gar nicht mehr gibt.


Na ja - vieleicht habe ich beim Begriff "heutzutage" den falschen Horizont. Prodigy, Chemical Brothers und HipHop sind ja auch nicht mehr als frisch zu bezeichnen (wenn selbst ich damit noch was anfangen kann).

Mir fällt auch nichts Aktuelles ein: entweder, weil ich mich nicht auskenne, oder weil es nicht mehr viel gibt.
Aber die jüngeren Bands werden sich wohl auch nicht mehr an den Rock-Dinos orientieren. Insofern kann es schon sein, dass es wenig Neues gibt.


[Beitrag von icknam am 19. Mai 2005, 10:50 bearbeitet]
Seth76
Inventar
#15 erstellt: 19. Mai 2005, 11:04
also unter "heutzutage" würde ich Prodigy und Chemical Brothers auch nicht laufen lassen. Nur wollte ich damit sagen, dass ich aus dieser Generation komme, dies immer noch höre und auch ältere Sachen, anderer Richtungen (Dire Straits etc., auch Metallica, The Mission, Midnight Oil und Sisters of Mercy).
Bin Musiktechnisch ein wenig stehen geblieben und kann mit dem Radio Mainstream-Kram irgendwie nix anfangen, auch wenn ich (IMHO) ein breites Geschmackstechnisches-Musikspektrum habe (z.B. elekronische härtere Sachen). Deshalb halt meine Frage nach aktuellen "Geheimtipps".
Steakslayer
Stammgast
#16 erstellt: 19. Mai 2005, 20:03
Wer heute jenseits des Mainstream nach guter Musik sucht muss sich zwar durch einen unglaublich fetten Katalog an monatlichen Veröffentlichungen wälzen, fündig wird er aber definitiv. Es gibt und gab auch schon immer wirklich gute Musik von Leuten, die nicht des Geldes wegen musizieren. Man sucht halt nur länger. Aber wofür gibt es Foren. Da werden Sie geholfen... mit:


Kino - Picture : Leicht progressiver Pop-Rock mit genialen Melodien und anspruchsvollem Songwriting. Unbedingt ganz anhören!

Marillion - Marbles (unbedingt die Doppel-CD!) : Ein klasse Album. (Von wegen alte Helden; diese hier sind noch immer sehr lebendig, und machen feinste ProgMucke mit Anspruch und super Melodien)

A Perfect Circle - Thirteenth Step, Mer de Noms und Emotive : Sehr gute, am ehesten als ruhiger Alternative-Rock mit intelligenten Songstrukturen zu beschreibende Musik. Brillant gespielt und mächtig produziert. Die Emotive ist anders als die beiden Vorgängeralben. Es befinden sich Coverversionen auf diesem Tonträger, die stark vom Original abweichen.

After Crying alles! : Allerfeinste Mischung aus dem Besten der Kammermusik und des Progressivrock. Sehr komplex und mit einem Riesenspektrum an Instrumentarien aller art. Superb sowohl musikalisch als auch klanglich.

Isildur's Bane alles! : Ähnlich wie After Crying progressiver Kammerrock mit allem, was Spaß macht an Streich-Zupf-Schlag-Tast-Blas-...-Instrumentarien.

Porcupine Tree alles : Wie bereits erwähnt sind PT eine wirklich gute und auf hohem Niveau musizierende Kapelle im Dienste des melancholisch verspielten progressiv-psychedelischen Rock der bisweilen aber recht modern und in letzter Zeit auch stetig etwas härter daherkommt. Dennoch muss ich unbedingt und ausdrücklich das gesamte Werk dieser Band loben und empfehlen (abgesehen vielleicht vom ersten Album) und kann diese Band nur jedem dringend weiterempfehlen.

Pineapple Thief alles! : Melancholischer Alternativrock mit Progattitüde würde ich das nennen. Weinende Gitarrenläufe bestimmen das Klangbild und die Songs dauern gerne mal etwas länger (wie übrigens bei allen genannten Bands). Meistens steigern sich die Songs von sehr ruhig bis ziemlich bombastisch.

Chroma Keyalles! : Versierte Musiker verschmelzen gehobene Rockmusik, brillante Melodien und drückende Elektronik zu einer wohlklingenden Ohrmuschelsuppe. Guten Appetit!

O.S.I. - Office Of Strategic Influence : Vom Ansatz her mit Chroma Key vergleichbares All-Star Project, dessen elektronische Schlagseite allerdings etwas stärker ausgeprägt ist.
icknam
Stammgast
#17 erstellt: 20. Mai 2005, 01:05

Steakslayer schrieb:
Wer heute jenseits des Mainstream nach guter Musik sucht muss sich zwar durch einen unglaublich fetten Katalog an monatlichen Veröffentlichungen wälzen, fündig wird er aber definitiv. Es gibt und gab auch schon immer wirklich gute Musik von Leuten, die nicht des Geldes wegen musizieren. Man sucht halt nur länger. Aber wofür gibt es Foren. Da werden Sie geholfen... mit:


Kino - Picture : Leicht progressiver Pop-Rock mit genialen Melodien und anspruchsvollem Songwriting. Unbedingt ganz anhören!

Marillion - Marbles (unbedingt die Doppel-CD!) : Ein klasse Album. (Von wegen alte Helden; diese hier sind noch immer sehr lebendig, und machen feinste ProgMucke mit Anspruch und super Melodien)

A Perfect Circle - Thirteenth Step, Mer de Noms und Emotive : Sehr gute, am ehesten als ruhiger Alternative-Rock mit intelligenten Songstrukturen zu beschreibende Musik. Brillant gespielt und mächtig produziert. Die Emotive ist anders als die beiden Vorgängeralben. Es befinden sich Coverversionen auf diesem Tonträger, die stark vom Original abweichen.

After Crying alles! : Allerfeinste Mischung aus dem Besten der Kammermusik und des Progressivrock. Sehr komplex und mit einem Riesenspektrum an Instrumentarien aller art. Superb sowohl musikalisch als auch klanglich.

Isildur's Bane alles! : Ähnlich wie After Crying progressiver Kammerrock mit allem, was Spaß macht an Streich-Zupf-Schlag-Tast-Blas-...-Instrumentarien.

Porcupine Tree alles : Wie bereits erwähnt sind PT eine wirklich gute und auf hohem Niveau musizierende Kapelle im Dienste des melancholisch verspielten progressiv-psychedelischen Rock der bisweilen aber recht modern und in letzter Zeit auch stetig etwas härter daherkommt. Dennoch muss ich unbedingt und ausdrücklich das gesamte Werk dieser Band loben und empfehlen (abgesehen vielleicht vom ersten Album) und kann diese Band nur jedem dringend weiterempfehlen.

Pineapple Thief alles! : Melancholischer Alternativrock mit Progattitüde würde ich das nennen. Weinende Gitarrenläufe bestimmen das Klangbild und die Songs dauern gerne mal etwas länger (wie übrigens bei allen genannten Bands). Meistens steigern sich die Songs von sehr ruhig bis ziemlich bombastisch.

Chroma Keyalles! : Versierte Musiker verschmelzen gehobene Rockmusik, brillante Melodien und drückende Elektronik zu einer wohlklingenden Ohrmuschelsuppe. Guten Appetit!

O.S.I. - Office Of Strategic Influence : Vom Ansatz her mit Chroma Key vergleichbares All-Star Project, dessen elektronische Schlagseite allerdings etwas stärker ausgeprägt ist.


Die Fortsetzung von lustiger Party- und Tanzmusik wie FGTH zu einer zumeist düsteren, depressiven, nicht unbedingt progressiven Musik kann ich nicht mehr nachvollziehen. Wenn er gesagt hätte, Joy Division habe ihm gefallen ....
Aber umgekehrt - es schadet auch nicht und ist sicherlich interessanter als Blur oder Oasis.
The_FlowerKing
Stammgast
#18 erstellt: 20. Mai 2005, 01:42
wow, da MUSS ich mich einfach mit einmischen!

was Steakslayer da schreibt sind schlicht die perlen der heutigen musik(-kunst!)

After Crying - Mega... (titel zu lang und zu wirr ;))
absolut empfehlenswert für abtauchen in eine musikalische welt. klingt sehr nach ispiration aus der natur, perfekt aufgenommen, extrem kraftvoll und dabei sehr feinfühlig gespielt. das ist mehr als musik!!

Isildurs Bane - Mind Vol. 1 + 2:
siehe www.babyblaue-seiten.de - sehr verwobener kammer/klassik/jazz-rock, instrumental mit sehr bizarren kompositionen, e-gitarre mit ganzem orchester im rücken, am laufenden band gänsehaut-momente und das alles sehr intelligent verwoben, nicht einfach nur hingeklotzt. sehr durchdacht ... nicht jedermanns geschmack.

weniger e-gitarren, mehr klassische formationen und feine streicher, tri-angeln usw finden sich auf dem album "The Voyage - A trip to elsewhere" - die perfekte melange von klassik und rock - musikalisch absolute weltspitze!



wenns eher richtung jazz / elektro gehen soll wären sicher auch die Flower Kings etwas für dich ihr spektrum ist sehr weit gefasst.. als einsteiger-album kann ich jedoch Retropolis, Stardust we are sowie Unfold the future empfehlen. teilweise gewöhnungsbedürftig und evtl leicht quietschig, aber in vielen momenten einfach wunderschön

The Gathering kennst du bestimmt schon. wenn nicht, hör mal z.b. Sleepy Buildings, How to measure a planet?, oder wenns härter und roher sein soll Downfall - The Early Years... habe mich da allerdings selbst noch kaum eingehört. bisher jedoch sehr sehr schön

und wenn dir anspruchsvoller metal zusagt, wie wärs mit Fates Warning - X
Dream Theater - z.b. Awake ('94), Metropolis Pt.2 oder einem Live-Album mit Querschnitt durch viele DT-Jahre

auch extrem geil find ich
Pain of Salvation - The perfect Element sowie PoS - Remedy Lane. beides sehr emotionsgeladener progressive metal, bombastisch aber auch ruhig. ein meilenstein im prog-metal!
icknam
Stammgast
#19 erstellt: 20. Mai 2005, 11:43

The_FlowerKing schrieb:
wow, da MUSS ich mich einfach mit einmischen!

was Steakslayer da schreibt sind schlicht die perlen der heutigen musik(-kunst!)

und wenn dir anspruchsvoller metal zusagt, wie wärs mit Fates Warning - X
Dream Theater - z.b. Awake ('94), Metropolis Pt.2 oder einem Live-Album mit Querschnitt durch viele DT-Jahre

auch extrem geil find ich
Pain of Salvation - The perfect Element sowie PoS - Remedy Lane. beides sehr emotionsgeladener progressive metal, bombastisch aber auch ruhig. ein meilenstein im prog-metal!

Jo - macht mal ein weiter. Damit erspart ihr vielleicht manchen Lesern, einen fetten Katalog an monatlichen Veröffentlichungen zu wälzen.

Ich bin auch an solcher Musik interessiert, wurde aber bislang noch nicht so richtig fündig.

Dream Theater - Live at Budokan gekauft. Das ganze ist ja ganz nett, klingt für mich jedoch zu sehr nach Teeniemusik (süßlich, klebrig) und langweilt dann schnell.

Von Tool habe ich zwei Scheiben - Aenima und Lateralus - das ist nun gar nicht süß. Die Lateralus gefällt mir von den beiden besser und hat teilweise gute Songs. A Perfect Circle geht in die ähnliche Richtung. Allerdings sagt mir die düstere Stimmung nicht zu.

Pain of Salvation - Metal eben - nicht völlig krachert (Metal finde ich meistens langweilig, weil die Melodien und Harmonien meistens das Niveau von Kinderliedern haben oder total daneben sind).

Marillion - Marbles <= ist das die 80er-Jahre-Band Marillion, die damals recht beliebt (aber eher durchschnittlich und schon 10 Jahre zu spät) waren?

Dann habe ich noch Johnny Greenwood mit Bodysong (ganz interessante CD, aber sicherlich auch kein Pop). Angehört habe ich mir noch andere Sachen - Placebo habe ich noch zwei flotte Scheiben.

In die anderen Sachen muss ich mal reinhören.
napengam
Stammgast
#20 erstellt: 20. Mai 2005, 12:38
Dream Theater, Tool, Marillion...... gut und schön !!

Aber ich sage nur zwei Worte:

Brand X

Die zeigen immer noch wo es lang geht
icknam
Stammgast
#21 erstellt: 20. Mai 2005, 13:38

napengam schrieb:
Dream Theater, Tool, Marillion...... gut und schön !!

Aber ich sage nur zwei Worte:

Brand X

Die zeigen immer noch wo es lang geht ;)

Brand X Das meinst du nicht ernst, oder ???????????? etwa doch? Das ist doch so eine mittelmäßige Pop-Rock-Jazz-Band aus den 80ern. Du meinst vermutlich Dollar Brand.

Aber damit sind wir eindeutig im Jazz-Bereich und entfernen uns schwer vom ursprünglichen Thema.


[Beitrag von icknam am 20. Mai 2005, 13:43 bearbeitet]
napengam
Stammgast
#22 erstellt: 20. Mai 2005, 14:09

icknam schrieb:

napengam schrieb:
Dream Theater, Tool, Marillion...... gut und schön !!

Aber ich sage nur zwei Worte:

Brand X

Die zeigen immer noch wo es lang geht ;)

Brand X Das meinst du nicht ernst, oder ???????????? etwa doch? Das ist doch so eine mittelmäßige Pop-Rock-Jazz-Band aus den 80ern. Du meinst vermutlich Dollar Brand.
Aber damit sind wir eindeutig im Jazz-Bereich und entfernen uns schwer vom ursprünglichen Thema.


Doch doch Brand X
Mitte 70 bis Anfang 80.

Percy Johnes am fretless Bass und Phill Collins als er noch
richtig trommelte

Mittelmäßige Pop-Rock-Jazz-Band, na, ich weis nicht

Fusion vom feinsten
The_FlowerKing
Stammgast
#23 erstellt: 20. Mai 2005, 14:26
wenn fusion, dann Pat Metheny

Brand X ist aber viel rockiger als Metheny, der eher verträumte, dahin klimpernde Melodien schreibt - total mein Fall

übrigens an den Vorredner: bei Pain of Salvation dreht es sich auf dem album The perfect element ja auch ums erwachsenwerden mit allen möglichen schikanen, daher diese kindlichen einschnitte (z.b. spieluhr-sound, piano-einsatz uvm).

wenn du eher metal möchtest, der weniger "liebe" kompositionen einsetzt, dann ist pain of salvation auch nichts für dich, da sie sehr oft auf eben dieses stilmittel setzen.

wenn du rauhen metal magst, der jedoch nicht zu primitiv usw ist, schau dich woanders um, gibt ja noch genug andere bands
icknam
Stammgast
#24 erstellt: 20. Mai 2005, 14:45

napengam schrieb:
Doch doch Brand X
Mitte 70 bis Anfang 80.

Percy Johnes am fretless Bass und Phill Collins als er noch richtig trommelte

Mittelmäßige Pop-Rock-Jazz-Band, na, ich weis nicht :)

Ja, der bundlose Bass hat klanglich ganz gut getan. Er ist leider wieder (zu Unrecht) etwas in Vergessenheit geraten. Neben Jaco P. finde ich insbesondere F. Saundres mit Lou Reed ziemlich überzeugend.

Ich mag halt den Collins überhaupt nicht. Mit ihm als Frontmann hat sich Genesis rapp-zapp nach der Weichspüler-DLP Seconds out in eine schnöde Chartband verwandelt. Nachdem ich auch viel ähmjjrr echten* Jazz höre, ist Brand X nicht so interessant.




__________________
*Was immer man sich jetzt unter "echten Jazz" vorstellen will.
napengam
Stammgast
#25 erstellt: 20. Mai 2005, 15:04

icknam schrieb:

napengam schrieb:
Doch doch Brand X
Mitte 70 bis Anfang 80.

Percy Johnes am fretless Bass und Phill Collins als er noch richtig trommelte

Mittelmäßige Pop-Rock-Jazz-Band, na, ich weis nicht :)

Ja, der bundlose Bass hat klanglich ganz gut getan. Er ist leider wieder (zu Unrecht) etwas in Vergessenheit geraten. Neben Jaco P. finde ich insbesondere F. Saundres mit Lou Reed ziemlich überzeugend.

Ich mag halt den Collins überhaupt nicht. Mit ihm als Frontmann hat sich Genesis rapp-zapp nach der Weichspüler-DLP Seconds out in eine schnöde Chartband verwandelt. Nachdem ich auch viel ähmjjrr echten* Jazz höre, ist Brand X nicht so interessant.
__________________
*Was immer man sich jetzt unter "echten Jazz" vorstellen will.


Jaco mit Joni Mitchell klingt heute noch absolut gut!
"God must be a boogie man" von der Mingus, volle Pulle, zeigt
schon was ein LS kann.

F. Saundres mit Lou Reed muss ich mir mal anhöhren.
Spezielle Alben/Titel ?


Collins alleine ist auch nicht so mein Ding. Gottseidank
habe ich die original Genesis noch 75 mit der "Lamb Lies Down..." Tour
gesehen.

Für mich eines der besten Konzerte bis heute.
icknam
Stammgast
#26 erstellt: 20. Mai 2005, 16:14

napengam schrieb:

Jaco mit Joni Mitchell klingt heute noch absolut gut!
"God must be a boogie man" von der Mingus, volle Pulle, zeigt schon was ein LS kann.

F. Saundres mit Lou Reed muss ich mir mal anhöhren.
Spezielle Alben/Titel ?


Es gibt Sachen, da kann man nur zustimmend nicken, so wie "Lamb lies down on Broadway" oder Joni Mitchell.

Lou Reed - "Blue Mask" - ganz große Klasse. Ein sehr lyrisches Album mit der Qualität, dass ich die Scheibe auch nach 20 Jahren ohne Überdruss anhören kann (was
eigentlich nur auf ganz wenig Scheiben zutrifft).

Auch ein audiophiles Album, sehr transparent eingespielt (Gesang, zwei Gitarren, Schlagzeug und Bass - alle sind klar zu erkennen) - klingt, wie bei Jazzern üblich auf einen Rutsch aufgenommen, mit Ausnahme des Gesangs (da müsste man wegen dem Mikro mehr Hall hören).
Steakslayer
Stammgast
#27 erstellt: 20. Mai 2005, 16:49
icknam schrieb:

Die Fortsetzung von lustiger Party- und Tanzmusik wie FGTH zu einer zumeist düsteren, depressiven, nicht unbedingt progressiven Musik kann ich nicht mehr nachvollziehen. Wenn er gesagt hätte, Joy Division habe ihm gefallen ....


Es war neben FGTH sowohl von Pink Floyd als auch von den Dire Straits die Rede,

(Gibt es so etwas wie Pink Floyd, Dire Straits, FGTH etc. auch in der "Neuzeit"?)

daher machte es durchaus Sinn, Vorschläge in diese Richtung zu machen. Es geht ja immerhin um


Leute die sich mit Ihrer Musik Mühe geben


wie Seth76 Anfangs betonte.
Abgesehen davon ist da bei dir von


...einer zumeist düsteren, depressiven...


und sogar von einer


...nicht unbedingt progressiven Musik...


die Rede und da frage ich mich ob du diese Sachen überhaupt kennst. Sicherlich ist schon mal ein melancholischerer Song mit dabei aber düster und depressiv? Eher ruhig und schön.
Und progressiver als Isildur's Bane oder After Crying geht schon bald gar nicht mehr - das ist absolut geniale und kompositorisch ausgereifte Musik auf höchstem Niveau. Quasi unantastbar ;-). Es sei dir aber dennoch gestattet, diese Sachen nicht zu mögen, wenn dir danach ist...[päpstliche Geste erfolgt]


Marillion - Marbles <= ist das die 80er-Jahre-Band Marillion, die damals recht beliebt (aber eher durchschnittlich und schon 10 Jahre zu spät) waren?


Ja, das ist die selbe Band, und sie waren nicht zu spät, sondern haben lediglich entgegen des Trends noch in den 80ern die Fahne für handwerklich gut gemachte Musik hochgehalten. Finde ich eher positiv, solch einen Glauben an die eigene Sache. Und vor dem "durchschnittlich" hast du das "über" vergessen. Es sei dir aber vergeben...
The_FlowerKing
Stammgast
#28 erstellt: 20. Mai 2005, 17:10
das neue album von marillion mit ocean cloud ist sicher auch nen hinhörer wert. insgesamt halte ich ocean cloud für einen der besten marillion-songs überhaupt - kenne aber auch nicht alles , ehrlicherweise

hör(t) sonst mal in:

alias eye - field of names (deutscher leicht zugängiger prog-rock, einfach schön zu hören, wenn auch von der aufnahme eher mau :()

spocks beard - beware of darkness und the light
sind von SB die beiden ersten alben, richtig klasse aufnahmen. beware of darkness ist für mich u.a. referenz wenn es um dynamik und räumlichkeit geht (vorallem die akustik-gitarren tracks!)

so ziemlich die perfekteste mischung von rock, jazz, fusion und metal überhaupt ->
Gordian Knot - Emergent !
Sehr saubere aufnahme, toll gespielt und super um die anlage mal richtig auszufahre ich liebe dieses album, ist aber eher selten.
icknam
Stammgast
#29 erstellt: 20. Mai 2005, 17:24

Steakslayer schrieb:
Es war neben FGTH sowohl von Pink Floyd als auch von den Dire Straits die Rede,

(Gibt es so etwas wie Pink Floyd, Dire Straits, FGTH etc. auch in der "Neuzeit"?)

daher machte es durchaus Sinn, Vorschläge in diese Richtung zu machen.


Pink Floyd war bestenfalls bis 1973 progressiv (und Dire Straits eigentlich nie). The Wall war (oder ist noch?) das meistverkaufste Album überhaupt, Dire Straits lief damals auch auf jeder Party - absoluter Mainstream, mehr Mainstream geht eigentlich nicht. Dementsprechend habe ich deine Auswahl als zu wenig Mainstream eingeordnet und gesagt, dass es nicht schadet, wenn man es sich anhört, weil es sicherlich interessanter ist als Mainstream Blur oder Oasis.

Sei's drum.
icknam
Stammgast
#30 erstellt: 20. Mai 2005, 17:48

The_FlowerKing schrieb:
wenn fusion, dann Pat Metheny

Brand X ist aber viel rockiger als Metheny, der eher verträumte, dahin klimpernde Melodien schreibt - total mein Fall

Vor allem mit dem zu Unrecht viel zu unbekannten Lyle Mays. Aber von Metheny gibt es auch ernstere Sachen, obwohl an einem sonnigen Tag wie heute die 80/81 perfekt ist.


The_FlowerKing schrieb:

übrigens an den Vorredner: bei Pain of Salvation dreht es sich auf dem album The perfect element ja auch ums erwachsenwerden mit allen möglichen schikanen, daher diese kindlichen einschnitte (z.b. spieluhr-sound, piano-einsatz uvm).

Also eher für meine Tochter (in ein paar Jahren).


The_FlowerKing schrieb:
wenn du eher metal möchtest, der weniger "liebe" kompositionen einsetzt, dann ist pain of salvation auch nichts für dich, da sie sehr oft auf eben dieses stilmittel setzen.

wenn du rauhen metal magst, der jedoch nicht zu primitiv usw ist, schau dich woanders um, gibt ja noch genug andere bands ;)

Gott bewahre - ich fand früher schon den Hardrock meistens recht öde. Und Metal hat daran nicht viel geändert. Das klingt halt martialisch - doppelte Bassdrum-Gewitter, kreischende Sänger etc. Aber wenn man es dann reduziert, sind das oft die einfältigsten und unkreativsten Sachen (Pain of Salvation oder Dream Theater jetzt sicherlich nicht, aber die gehören ja auch zu den Zweiäugigen unter den vielen Blinden)

Zur Zeit läuft bei mir z.B. "Old Time Southside Street Dance" aus dem Album "Full Force" und da geht es auch ziemlich ab - aber halt auf eine andere Art, vorher lief "Folkus" von "Nice Guys".
HiFi-Frank
Moderator
#31 erstellt: 20. Mai 2005, 19:10
@Seth76

Wenn ich so lese, wo deine Geschmäcker angesiedelt sind, könnte ich mir vorstellen, dass dir z.B. Leftfield gefallen könnte (sofern nicht schon bekannt).

Auch für erwähnenswert halte ich die Propellerheads-Scheibe "Decksandrumsandrockandroll".

Da du auch FGTH angesprochen hast....hier würde ich dir von Paul Rutherford "Oh World" ans Herz legen.
The_FlowerKing
Stammgast
#32 erstellt: 20. Mai 2005, 19:17
ich lieg vielleicht falsch, trotzdem sag ichs: du kennst dich im metal kaum aus

"Gott bewahre - ich fand früher schon den Hardrock meistens recht öde. Und Metal hat daran nicht viel geändert. Das klingt halt martialisch - doppelte Bassdrum-Gewitter, kreischende Sänger etc. Aber wenn man es dann reduziert, sind das oft die einfältigsten und unkreativsten Sachen (Pain of Salvation oder Dream Theater jetzt sicherlich nicht, aber die gehören ja auch zu den Zweiäugigen unter den vielen Blinden)"


wenn man diese musik nicht mag, ists ok. doch wenn man sie mal genauer analysiert, kommt wirklich nicht selten heraus, dass sie ziemlich aufwendig komponiert ist. ich kenne jetzt auch nicht die bands, die du meinst, aber nen beispiel ist z.b. die gruppe Death - im ersten momment recht primitives drauflos geholze, gitarren machen einfach krach und der sänger growlt ins mikro, dass man kaum etwas versteht.
aber selbst diese musik steckt SO voller feinheiten, dass man es nur schwer analysieren kann.. die gitarren und drum-arbeit ist sehr hart bei solcher musik, ist schnell, präzise.. es gibt bassisten die spielen so schnell, dass man es nicht für möglich hält. das spielerische potenzial in dieser szene ist wirklich unglaublich hoch - nur leider finde ich machen diese menschen nicht sonderlich viel aus ihrem talent. klar, der metal verlangt schon alles ab ... aber wenn sie von ihren pfaden abkommen würden und mal mehr abwechslung reinbringen würden, wärs glaube ich unvorstellbar, was manche jungs so leisten könnten.

daher bewundere ich ja auch bands so sehr, die metal, fusion und was weiß ich mixen. was da herauskommt ist edel, anmutig ... *sabber* sehr einfühlsam und emotionsgeladen jedenfalls. ein beispiel sind hier pain of salvation - auf remedy lane vorallem. beachte, wieviele breaks, stimmungs und tempo-wechsel, arrangements die jungs einbauen. da steckt extrem hoher aufwand hinter.

wenn man basedrum"gewitter", kreischen usw sinnvoll einsetzt, und nicht die ganze zeit loslässt, entstehen manchmal kunstwerke, die sind es nicht wert, in eine schublade mit dem gesteckt zu werden, wovon du sprichst!

ich möchte anmerken, dass nicht nur pain of salvation und dream theater solche musikalische vielfalt haben, sondern sehr viele mehr. nur ist den meisten das nicht klar, weil sie zu oberflächlich an die musik gehen und obendrei noch vorurteile hören WOLLEN.

finds jedenfalls schade, dass viele dem metal abgeneigt sind. meiner meinung nach ein sehr sensibler musikstil.
flowie
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 20. Mai 2005, 20:32
Hi FlowerKing,

das Problem der von Dir genannten Musikrichtung ist, dass sich nicht gleich beim ersten Hören erschließt und nicht so leicht verdaulich wie die Chartsrotze ist. Wenn man die Musik aber intensiv hört und nicht nur nebenbei durchdudeln lässt, wird Sie bei jedem Durchlauf besser.
Ich bin auch erst seit kurzem auf den Zug aufgesprungen, mir gefallen insbesondere Pain Of Salvation, Enchant, O.S.I. und Porcupine Tree. Sicherlich ist das keine Musik für jede Stimmung, also keine Partymucke, aber entspannen kann man dabei prima. Ich kann allerdings auch bei Disturbed oder Tool entspannen ;-)

Da Du schon etwas tiefer in der Materie steckst, wäre es cool, wenn Du mir ein paar Hörtipps für den nächsten Besuch im Plattenladen geben könntest. (mit gutem Gesang, kein Gröhlen - und nichts auf der Schiene Dream Theater, das ist mir irgendwie zu komplex, technisch, handwerklich-gut-aber-ohne-klare-linie)

Gruß,
Daniel
The_FlowerKing
Stammgast
#34 erstellt: 20. Mai 2005, 22:35
moin,

also so gut kenn ich mich auch nicht aus, ich kenne lediglich die "großen" der szene sowie die modernen newcomer, die versuchen, wie die großen zu klingen wirkliche neuheiten gibts heutzutage kaum noch, was aber nicht an der mangelnden kreativität seitens der newcomer liegt.. glaube eher, dass schon extrem viel musik umgesetzt wurde.... war aber nicht deine frage

also wenn du OSI magst, hör auch mal bei Chroma Key rein, z.b. Dead air for radios - wurde hier schonmal empfohlen.
der ex-Dream Theater-Keyboarder derek sherinian ist nicht nur talentiert sondern auch guter songwriter - überzeug dich davon mal auf seinem album "Inertia" - find ich wirklich super! spacig, jazzig, teilweise metal-fetzig. liegt an der wechselnden besetzung der gastmusiker. mal cleane gitarren, mal rauhe, total verzerrte... dazwischen immer seine keys, tolle drums und auch ein überaus passend, gefühlvoller bassist!! kriegst du bei ebay locker für unter 5€


dann zieh dir mal alias eye - field of names rein. mittlerweile auch schon günstiger zu kriegen. cleaner gesang, jazz-rockig, ein wenig blues

wenn du auf etwas klassischen, alten prog abfährst, probier mal die sehr lebendige musik von Premiata Forneri Marconi (?) .. kurz PFM - progrock aus italien
hier ist "Per un Amico" und "Storia di un minuto" sehr empfehlenswert. auch das teilweise in engl. gesungene "L'isola di niente" ist hervorragend.

dann natürlich Flower Kings nicht jedermanns sache, aber ich liebe sie

gibt echt zig tolle bands aus den 70ern, die muss man einfach kennen, daher leier ich sie mal runter: Yes, Camel, King Crimson, Genesis (die alten natürlich), Van der graaf Generator, Mahavishnu Orchestra, Jethro Tull, ELP, Mike Oldfield, Renaissance, Gentle Giant....


np: Rainbow - Stargazer


edit: wollt noch anmerken, dass ich selbst erst paar jahre diese musik höre und noch am anfang bin mehr oder weniger - aber auf gutem weg


[Beitrag von The_FlowerKing am 20. Mai 2005, 22:38 bearbeitet]
napengam
Stammgast
#35 erstellt: 20. Mai 2005, 23:34

The_FlowerKing schrieb:
moin,

wenn du auf etwas klassischen, alten prog abfährst, probier mal die sehr lebendige musik von Premiata Forneri Marconi (?) .. kurz PFM - progrock aus italien
hier ist "Per un Amico" und "Storia di un minuto" sehr empfehlenswert. auch das teilweise in engl. gesungene "L'isola di niente" ist hervorragend.



Jesus noch einer der PFM kennt
Ich habe zwar nichts von denen aber das lief immer in meiner
Stammkneipe .... damals .... früher ....
Bin ich schon so alt

Und dann gabs da noch Beggars Opera, IF, The Flock, Back Door
Quater Mass, ELP, Nice ........

Gruß
The_FlowerKing
Stammgast
#36 erstellt: 20. Mai 2005, 23:55
ne kneipe in der PFM läuft??? oh man ... ich lebe in der falschen zeit
icknam
Stammgast
#37 erstellt: 21. Mai 2005, 01:20
Flower Kings (mir unbekannt) sind im Hinterstübchen fest verankert und werden demnächst angehört.


The_FlowerKing schrieb:
ich lieg vielleicht falsch, trotzdem sag ichs: du kennst dich im metal kaum aus ;)


Wo du recht hast, hast du recht.

Ich kenne mich auch in peruanischer Musik nicht aus. Selbst bei der deutschen Musik hapert es bei mir.
Bayerische Stubnmusik = mir nicht völlig unbekannt
Kölsche Musik = naja, schon mal davon gehört
Hamburger Musik = Hä?

Mein Interesse an einer genaueren Analyse von Metal bewegt sich in etwa auf dem gleichen Niveau wie das Interesse an einer genauen Analyse peruanischer Musik. Für größeres Interesse müsste die Musik zumindest reizvoll sein - ist sie aber für mich nicht. Da höre ich mir lieber Sonny Terry und Brownie McGhee, Mompou, Eric Dolphy, Orchestra Baobab oder Nusrat Fateh Ali Khan (von dem habe ich immerhin 6 CDs) an. Wenn ich allerdings vor die Wahl gestellt würde, 4 Stunden lang konzentrierte Sun-Ra-Solos (also nur er an den Elektrotasten, ohne Band) aus den 70ern und so genannten besseren Metal zu hören, müsste ich schon überlegen.


The_FlowerKing schrieb:
wenn man basedrum"gewitter", kreischen usw sinnvoll einsetzt, und nicht die ganze zeit loslässt, entstehen manchmal kunstwerke, die sind es nicht wert, in eine schublade mit dem gesteckt zu werden, wovon du sprichst!


Bassdrumgewitter gab es früher schon vom Vater aller Bassdrumgewitter - Billy Cobham und Gekreische bspw. auf "Careful With That Axe Eugen" und natürlich bei Velvet Underground. Aber das meinst du vermutlich nicht. Aber es stimmt natürlich - sinnvoll eingesetzt (es gibt aber auch solche Bands, die - ganz kreativ - praktisch nur diese Geräusche von sich geben - ne verzerrte Gitarre ist immer dabei).

Die von dir genannten 70er-Jahre Bands:

Yes, Camel, King Crimson, Genesis (die alten natürlich), Van der graaf Generator, Mahavishnu Orchestra, Jethro Tull, ELP, Mike Oldfield, Renaissance, Gentle Giant....


Die kenne ich alle samt und sonders und finde manche gut, andere nicht (Jethro Tull, Camel, Renaissance und Emerson Lake & Palmer gefallen mir nicht). Teils habe ich aber die Platten rauf und runter gehört - ob ich mir sie heute noch antun würde - weiß nicht - King Crimson sicherlich - die waren und sind gut (Robert Fripp hört man immer gerne). Yes hatten u.a. den ausgezeichneten Bassisten Chris Squire nud Yessongs war eines meiner Lieblingsalben.

Mike Oldfield hat mit Tubular Bells Musikgeschichte geschrieben (und Richard Branson zum Milliardär gemacht). Neben den bekannten 70-er-Bands gibt es allerdings noch einige (in dieser Szene eher) unbekannte Anspieltipps z.B. Spirit - die ersten 4 Alben.

Außerhalb der Reihe - ganz klar: Mahavishnu Orchestra. Vorher gab es z.B. Lifetime und Miles Davis - Bitches Brew - und damit sind wir bei einer ganz anderen Sache: Miles Davis - Bitches Brew. Schon allein die beteiligten Musiker: Wayne Shorter, Zawinul, Chick Corea, Herbie Hancock, John McLaughlin, Dave Holland, Ron Carter, Billy Cobham, Jack DeJohnette, Airto, Lenny White, Larry Young ...

Bitches Brew ist eines der besten Werke der letzten 40 Jahre. Eine Doppel-LP, die man nun wirklich kennen muss (ob es gefällt, ist eine andere Frage - viele finden sie schrecklich). Ich kenne eigentlich jeden Ton, weil ich sie seit 20 Jahren immer wieder anhöre. Hier ist eine Kurzkritik, wobei das "oftmals ohne erkennbare musikalische Struktur" natürlich völlig Banane ist, wenn man die Scheibe ungefähr zweitausendsiebenhundertzweiundachtzig Mal angehört hat. Da gibt es immer eine musikalische Struktur.

Dann gibt es da noch "Selim Sivad" mit "Evil":



Und - natürlich:

amazon.de

Aber mit der Neuzeit - gute Aufnahme, neue Interpreten hat das nichts zu tun. Da schlagen heute Bugge Wesseltoft & Sidsel Endresen, Nils Petter Molvaer, die recht langweiligen EST, Ketil Bjornstad-David Darling (Klavier und Chello) oder auch Alex Gunia (um mal jemanden aus Deutschland zu nennen) zu.


[Beitrag von icknam am 21. Mai 2005, 10:07 bearbeitet]
napengam
Stammgast
#38 erstellt: 21. Mai 2005, 10:18

The_FlowerKing schrieb:
ne kneipe in der PFM läuft??? oh man ... ich lebe in der falschen zeit :(


Ja das gab es, 72-75 hab ich das genossen. Dort zum ersten
mal Cobhams Spectrum gehöhrt wie auch Graham Central Station,
Eagles etc etc. Angesagt war zu der Zeit auch Ossibisa, King Chrimson
Herby Mann usw. ab und zu auch mal Who Knows von Hendrix.

Musiktechnisch hochinteressante Zeit ... damals.

Das Ganze gabs in Freiburg im Roten Punkt.

Lang ist's her


The_FlowerKing
Stammgast
#39 erstellt: 21. Mai 2005, 10:46
auf dem gebiet von jazz-fusion hab ich noch so viel aufzuholen ... von metheny kenn ich grade mal seine eigenen bandproduktionen (live ein knaller!), aber diese schier unübersichtliche zahl an seitenprojekten ist komplettes neuland .. wusste gar nicht, dass er mal mit hancock usw gemeinsame sache gemacht hat

übrigens EST fand ich anfangs ziemlich genial, aber als ich mir nach den hörproben auch die cds geholt habe, wurde ich immer mehr enttäuscht - sie sind zwar ganz ok, aber nicht gut finde ich und irgendwie fehlt die abwechslung bei dem recht starren trio
habe seven days of falling und viaticum (noch keine 10 mal gehört seitdem..)

ps: sun ra 4 stunden?? dann doch lieber metal
icknam
Stammgast
#40 erstellt: 21. Mai 2005, 12:18

The_FlowerKing schrieb:
auf dem gebiet von jazz-fusion hab ich noch so viel aufzuholen ... von metheny kenn ich grade mal seine eigenen bandproduktionen (live ein knaller!), aber diese schier unübersichtliche zahl an seitenprojekten ist komplettes neuland .. wusste gar nicht, dass er mal mit hancock usw gemeinsame sache gemacht hat


Du meinst die Scheibe mit DeJohnette, Metheny, Hancock, Holland. Das ist sicherlich kein Fusion. Und wenn du die PMG-Sachen kennst, dann sind das doch schon einige.

Aber da gibt es in der Tat eine unübersehbare Menge an Kombinationen - unmöglich, sich auszukennen. Ron Carter ist bspw. auf über 2.500 Platten verewigt (stand, glaube ich, auf seiner Homepage) - bei 50 Jahren Tätigkeit macht das 50 Platten im Jahr - 4 jeden Monat. Aber mit JAck DeJohnette oder Dave Holland liegt man selten falsch - die sind bei vielen guten Sachen dabei.


The_FlowerKing schrieb:
übrigens EST fand ich anfangs ziemlich genial, aber als ich mir nach den hörproben auch die cds geholt habe, wurde ich immer mehr enttäuscht - sie sind zwar ganz ok, aber nicht gut finde ich und irgendwie fehlt die abwechslung bei dem recht starren trio
habe seven days of falling und viaticum (noch keine 10 mal gehört seitdem..)


Also - Trios würde ich nicht unterschätzen. Oben habe ich das Dollar Brand Duo erwähnt - wunderbare Musik. Gerade Klaviertrios haben manchmal ein Klangspektrum wie ein Orchester, bspw. Oskar Peterson mit Niels-Henning Ørested Pedersen am Bass.

Seven days of falling kenne ich nicht. Klanglich tut sich bei Viaticum doch auch eine Menge - aber irgendwie hat man sich dann doch schnell satt gehört.


The_FlowerKing schrieb:
ps: sun ra 4 stunden?? dann doch lieber metal ;)

SunRa 4 Stunden - kein Problem . Es ging schon um die Soli gerade in den 70ern. Damals spielte Sun Ra ja nicht nur Roksichord, Mini-Moog und diverse Hohner-Teile, sondern auch das interessante Instrument "Spacemaster".

Heliocentric World II ist eine klasse Scheibe (ohne Elektrotasten) und war damals (so 1965) eigentlich bahnbrechend - wurde aber irgendwie nicht so eingestuft (keine Ahnung, wieso die so untergegangen ist - na ja, kann auch sein, dass ich mich über die Rezeption täusche).
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