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warum hat elektronische musik den ruf billige musik zu sein?

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Beitrag
R@/eR
Inventar
#1 erstellt: 26. Mrz 2006, 18:30
hi!

ich schneide in diesem thread mal n ganz heisses thema an*g* ich selbst höre eigendlich nur elektronische musik, vor allem goa und psychedelic! nur bekomme ich immer wieder zu spüren dass diese musik in der gesellschaft wenig akzeptiert ist und als minderwertig bezeichnet wird dabei gibt es viele lieder die einfach nur genial und auch sehr komplex aufgebaut sind! das nächste ist das djing das auch nicht gerade leicht ist es behaupten vieleleute das das ja total einfach ist aber wenn man ohne beatcounter arbeitet ist es vor allem für anfänger (wie mich) sehr schwer! was meint ihr zu dem thema, findet ihr auch das elektronische musik unterschätzt wird?

mfg benni
roter-blitz
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 26. Mrz 2006, 19:01
Hallo benni

Also ich persönlich höre lieber Musik wo auch mit der Stimmer etwas gemacht wird. Natürlich habe ich auch noch LP´s von Jean Michel Jarre und von Droids die bei mir doch
auch ab und zu mal den weg auf meinen Plattenteller finden.
Ich denke das die Leute es nicht nachvollziehen können wie die Musik hergestellt wird, also anders wie bei Rock oder Klassik, und deshalb keinen weg zu der Musik finden.
Jazzy
Inventar
#3 erstellt: 26. Mrz 2006, 19:25
Hi!
Das liegt an der konservativen Einstellung,das nur "handgemachte" Musik gute Musik sei.
Elektronica sei Maschinenmusik,wird behauptet.
Kreativität wird abgesprochen.
Das hat viel mit Hörgewohnheiten und Vorurteilen zu tun.
$ir_Marc
Inventar
#4 erstellt: 27. Mrz 2006, 10:36
Mir ist völlig egal welchen Ruf die Musik hat!
Mir muß sie gefallen!
Handgemacht und elektronisch...
Duncan_Idaho
Inventar
#5 erstellt: 27. Mrz 2006, 11:00
Kommt meist daher, daß eine paar mit billig gemachter elektronischer Musik in den Charts hochgehypt werden.... die richtig gute elektronische Musik bleibt aber eher in der Nische... ergo... glaubt jeder daß sie billig ist....
Antenne
Stammgast
#6 erstellt: 27. Mrz 2006, 13:23
Das kommt immer drauf an. Ich höre beides! An handgemachter Musik sind es vor allem Orchester, wie Bert Kaempfert o. ä. oder Chris Isaak. Ne Zeit lang hab ich nur James Last gehört und meinte auch, das handgemachte Musik die beste sei. Das hat sich aber seit langer Zeit gelockert.

Bei elektronischer Musik kommt es immer drauf an, wer dran sitzt. Bei irgendwelchen Dödelheinis die wie BumBumBumBumBum dililililili BumBumBumBumBum dililililili machen, trifft das auch zu. Anders sieht es aus, wenn da fähige Leute wie J.-M. Jarre, Vangelis, Klaus Schulze, Kitaro oder Mike Oldfield an den Geräten sitzen. Natürlich kann dem dem Synthi sehr einfach einen Ton entlocken im Gegensatz zu einer Trompete, Horn usw. Ich habs mal mit einem goldenen Blechhorn probiert und kräftig durchgeblasen, kam aber kein Ton raus!

Andererseits reicht es auch nicht einfach mal auf den Tasten alle meine Entchen oder was anderes spielen zu können; in guter Synthiemusik stecken unheimlich viel mehr Details, Töne und Soundflächen als nur eine Melodie wie man sie z. B. auf dem Piano spielen kann. Obwohl reine Klaviermusik natürlich auch wieder was ganz besonders hat! Ich höre hier selbst einiges aus dem Klassikbereich. Das hat teils einen eher häuslichen, verträumten Charakter, während ich die sanften Soundflächen der Synthimusik eher mit Raum und Zeit und dem Universum in Verbindung bringe.

Es gibt zu diesem Thema auch ein Interview mit Klaus Schulze:
http://www.klaus-schulze.com/interv/in7607.htm


Schöne Grüsse


[Beitrag von Antenne am 27. Mrz 2006, 13:35 bearbeitet]
Duncan_Idaho
Inventar
#7 erstellt: 27. Mrz 2006, 19:26
Leider entwickelt sich Oldfield grad zu komplex gemachter... aber im Endeffekt billig klingender Musik zurück.... schnüff.... da geht ein guter Musiker meiner Jugend....

Sehr zu empfehlen ist übrigens Mannheim Steamroller... Tangerine Dream, Christopher Franke...
Antenne
Stammgast
#8 erstellt: 27. Mrz 2006, 21:50
Die neue Doppel-Cd von Oldfield hat ja sehr schlechte Bewertungen bekommen. Bei mir ist es eher umgekehrt: Viele der älteren Platten von Oldfield finde ich nicht so doll - hart oder schrill klingende Töne (besonders diese schrecklichen E-Gitarren-Klänge kann ich gar nicht ab...).

Die neuen CD's haben deutlich weichere Töne die mir eigentlich besser gefallen. Ich hab mir die neue Doppel-CD selbst mal angehört - so schlecht finde ich sie gar nicht, es sind einige gute Stücke drauf, aber auf der zweiten CD schweift mir das Ganze doch zu stark in Richtung Dance ab. Fürn 20er doch etwas zu wenig.

An älteren Oldfield-CD's gefällt mir besonders "Songs from A Distant Earth" (Meine Lieblings-CD, schon über 200mal gehört...). Letzt habe ich von der Plattenkiste das Album "Incantations" auf Vinyl fürn Euro bekommen. Die find ich auch noch ganz gut; man muß sich das Ding aber nur mal in einem Rutsch anhören. Ommadawn hab ich auch noch im Regal stehen - muß ich mir auch nochmal anhören (es gibt immer noch CD's im Regal, die man noch nich komplett gehört hat...)

Schöne Grüsse


[Beitrag von Antenne am 27. Mrz 2006, 21:51 bearbeitet]
Duncan_Idaho
Inventar
#9 erstellt: 27. Mrz 2006, 22:34
Tubular Bells ist immer noch die Referenz.... aber so seit 2000 zitiert er sich nur noch selbst... und TB 2003 war zwar interessant von der Idee neu aufzunehmen... aber dann noch einen Wummerbass drunterzulegen war dann doch ein Griff ins Klo.... Wenn man sich mal seine alten Werke anhört... dann sind die neuen nur noch müde Versuche.

Am meisten schockiert hat mich ja seine Äußerung, daß er nur noch mit dem Sequenzerprogramm arbeiten will (da man damit ja alle Instrumente ersetzen kann ). Ich beschäftige mich ja auch mit der Materie... aber soweit würde ich mich dann doch nicht aus dem Fenster lehnen. Von der Komposition her jedenfalls Tritt er nur noch vielbegangene Pfade breit... das haben andere schon früher und besser produziert was er jetzt als neuen Wein verkaufen will. Das alte Künstler es mit der neuen Technik auch besser können hat ja Alan Parsons mit A Valid Path gezeigt.
Electrostate
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 28. Mrz 2006, 12:22
Ich finde sie hat nicht unbedingt so ein billigen Ruf!
Ich glaube ``fast`` das die elektronische Musik noch das einzig wahre ist. Gerade was die neuen Künstler angeht, kommt da innovation her und mit Liebe gemacht.
Wenn man da sich die so genannte POP-Musik anschaut, ala Sarah Konner und wie sie alle heißen, da wird ein doch nur Schlecht.
Und was die Alten Herren in der elektronischen Musik-scene angeht, wie ein Mr. Hell, Sven Väth oder Dj Rok, haben die doch immer Meilensteine gesetzt.
Gerade das letzte Album von Hell ``N.Y: Muscle`` ist schlicht weg der Hammer.
Antenne
Stammgast
#11 erstellt: 28. Mrz 2006, 16:19
Das Tubular Bells das beste Werk sein soll, hab ich auch immer wieder gelesen. Allerdings hab ich noch keinen rechten Zugang zu diesem Werk gefunden. Vielleicht muß man die Platte dazu auch komplett durchhören. Ich habe sie schon zweimal beim Blödmarkt angehört. Allerdings macht das Anhören bei gerade solcher Musik da überhaupt keinen Spass: Diese scheußlich dröhnenden Subwoofer im Laden mit ihrer Blubbermusik. Da nützt der Kopfhörer auch nicht viel - tiefe Frequenzen kommen ja ungehindert durch! Lauter machen bringt auch nichts, denn schließlich gibt es viele ruhige Passagen, und dann hört man wieder diese dämliche Geblubber aus dem Laden. Nur (laute) Popmusik kann da einigermaßen störungsfrei hören.

Mittlerweile gibt es TB aber schon für 9,99. Ich glaube ich werde mir das Ding einfach mal kaufen und zu Hause in dazu passender Umgebung hören.


[Beitrag von Antenne am 28. Mrz 2006, 16:24 bearbeitet]
Duncan_Idaho
Inventar
#12 erstellt: 28. Mrz 2006, 18:44
Naja... mit 2x 25 Minuten ist si auch nix zum schnell mal reinhören.... da braucht man schon länger.

Lustigerweise gibt es im Metall-Bereich ähnliches zu vermelden... die entwickeln sich fröhlich weiter während der Pop-Bereich auf der Stelle tritt... ist schon ein interessanter Weg von Iron Maiden zu Dream Theater oder Haggard...
Jazzy
Inventar
#13 erstellt: 28. Mrz 2006, 19:51
Hi!
In Tubular Bells kann man nicht "reinhören".
Das muss man in aller Ruhe genießen.
Kann auch sein,daß es einem erst nach mehrmaligem Hören gefällt.
Antenne
Stammgast
#14 erstellt: 28. Mrz 2006, 20:50
> In Tubular Bells kann man nicht "reinhören".
> Das muss man in aller Ruhe genießen.
> Kann auch sein,daß es einem erst nach mehrmaligem
> Hören gefällt.

Das glaube ich auch!

Daher werde ich mir das Ding auch demnächst kaufen! Die "Incantations" hab ich auf zwei LP's - zum Probehören zu Hause reicht das ja. Wenn mir das dann gut gefällt, kann ich mir überlegen, ob ich das nicht mal auf CD anschaffe - die gibts bei Mediamarkt momentan für schlappe 7 Euro!


[Beitrag von Antenne am 28. Mrz 2006, 20:51 bearbeitet]
Jack-Lee
Inventar
#15 erstellt: 28. Mrz 2006, 20:52
Elektronische musik ist schon (wenn was gutes rauskommen soll) nicht leicht.
aber leichter als wenn man mehrere instrumente oder nur eins perfekt beherrschen will.
HiFi-Frank
Moderator
#16 erstellt: 28. Mrz 2006, 22:32

$ir_Marc schrieb:
Mir ist völlig egal welchen Ruf die Musik hat!
Mir muß sie gefallen!
Handgemacht und elektronisch...


Was kann man dem noch hinzufügen? Genau meine Meinung!

knisterwerk
Schaut ab und zu mal vorbei
#17 erstellt: 31. Mrz 2006, 11:33
Meiner Meinung nach gibt es fünf Gründe, warum elektronische Musik in dem Ruf ist, billige Musik zu sein:

1) Sie ist tatsächlich billig. Heutzutage kann in vielen Genren theoretisch jeder mit preiswerten Geräten oder einem Rechner mit entsprechenden Programmen Musik machen - die Frage ist, wer davon gute Musik machen kann. Oft ist es einfache, wenig innovative und wenig anspruchsvolle Musik.

2) Selbst gute Musik ist oft relativ "billig", beispielsweise ohne professionellen Gesang produziert. Es gab auch kein großes Orchester, das die Musik spielte. In diesem Sinne ist viele elektronische Musik tatsächlich billig.

3) Einige Genre im elektronischen Sektor bestehen aus rein funktionaler Musik. Funktionale Musik soll aber nur eines sein: funktional.

4) In den kommerziellen Medien wie Fernsehen oder Radio findet man in der Regel immer die gleiche elektronische Musik, die aus technischer Sicht vor 10 oder 15 Jahren zwar herausragend und etwas neues war, heute aber abgedroschen ist, und bei der immer auf den selben Mustern und Strukturen herumgeritten wird, und die nicht selten nach Standardpattern aus dem Synthy klingen. Euro-Dance, Euro-Trance und Trance wären solche Beispiele. CDs wie Trance Force Vol. 534 oder Dream Dance mit nervigen Delphinen sind die Kandidaten, die man aus der Werbung kennt. Anspruchsvollere Genre oder experimentelle Musik hingegen sind weder massenkompatibel, noch ist wirklich anspruchsvolle Musik wie von Karlheinz Stockhausen verbreitet und bekannt.

5) In der heutigen Zeit verkauft sich alles gut, wo irgendetwas in der Musik los ist, wo sich etwas verändert, wo es einen Höhepunkt gibt. Immer mehr Menschen wollen hören, aber immer weniger Menschen wollen zuhören. Musik, die sich nicht oder nur sehr langsam ändert, die atmosphärisch ist oder deren Wert in den Details steckt, ist einfach nicht das, was eine schnellebige und sehr dynamische Gesellschaft möchte. Es fehlt die Gedult, zuzuhören.
dertelekomiker
Inventar
#18 erstellt: 31. Mrz 2006, 12:46

knisterwerk schrieb:
Meiner Meinung nach gibt es fünf Gründe, warum elektronische Musik in dem Ruf ist, billige Musik zu sein:

1) Sie ist tatsächlich billig. Heutzutage kann in vielen Genren theoretisch jeder mit preiswerten Geräten oder einem Rechner mit entsprechenden Programmen Musik machen - die Frage ist, wer davon gute Musik machen kann. Oft ist es einfache, wenig innovative und wenig anspruchsvolle Musik.

2) Selbst gute Musik ist oft relativ "billig", beispielsweise ohne professionellen Gesang produziert. Es gab auch kein großes Orchester, das die Musik spielte. In diesem Sinne ist viele elektronische Musik tatsächlich billig.

Womit wir mal wieder bei der Frage nach dem Unterschied zwischen billig und preiswert sind.

Elektronische Musik lässt sich zwar billiger produzieren, muss deshalb baer ja noch lange nicht billig sein...
Jazzy
Inventar
#19 erstellt: 31. Mrz 2006, 14:06
Hi!
Wenn also einer auf einer billigen Gitarre spielt,
macht er auch billige Musik!
good.g
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 31. Mrz 2006, 17:40
Billig bedeutet im Sinne des Threaderstellers ja wohl eher anspruchslos, simplifiziert, einfallslos oder stumpf, weniger: günstig herzustellen.

Im Grunde ist es meiner Ansicht nach mit der elektronischen Musik wie mit fast jeder anderen Art von Musik auch: Es gibt solche und solche.

Daß nur im Metal oder Elektronikbereich noch interessante Musik entstehe, wie zuvor behauptet, ist genauso unzutreffend, wie die Behauptung elektronische Musik sei grundsätzlich immer billig. Man kennt sich halt mit dem aus, was man mag. Kein Mensch kann alles hören, geschweige denn mögen und da interessante neue Musik, egal aus welchem Genre, nicht immer massenkompatibel und dadurch gut verkäuflich ist, ist es halt auch nicht immer so leicht, sie kennenzulernen.Da gehört dann schon ein bißchen weiterführendes Interesse dazu.

Bei der ungeheuren Masse an Neuerscheinungen ist es geradezu lächerlich unwahrscheinlich, daß nicht auch immer ein gewisser Prozentsatz an brauchbarem Material dabeisein sollte. Kulturpessimistische Rundumschläge a la: "Früher war alles besser, heute ist alles Scheiße!" sind aus meiner Sicht eigentlich immer verfehlt. Man darf halt nicht alles an dem festmachen, was man im Fernsehen sieht.
( Zu behaupten, das Zeitalter des musikalischen Verfalls sei angebrochen, und zum Beweis Sarah Connor oder Tokio Hotel anzuführen, erscheint mir ein bißchen einfältig. Früher gab es die Teens oder Sandra.Also mindestens genauso schlimm ).

Mir persönlich fehlt bei elektronischer Musik sehr oft, und ich weiß, wie blöd sich das anhört, der menschliche Faktor. Gerade das, was mir als Techno bekannt ist, weist meist etwas auf, was ich als völlige Seelenlosigkeit bezeichnen würde. Daß viele Produzenten im Bereich der E-Musik sich sogenannter "Humanizing Effects ( nennt man das so ? ) bedienen, um die allzu glatte Oberfläche etwas aufzurauen, hilft mir dabei auch wenig. Mir gefällts halt einfach nicht so gut. Trotzdem weiß ich, daß es durchaus qualitativ hochwertige Musik in dem Bereich ( der ja auch ungeheuer groß ist und eine Vielzahl von Subgenres beinhaltet) gibt, die mir halt in der Regel nur nicht so zusagt.

Der einzige Bereich, von dem ich gar nichts erwarte, ist der des deutschen Schlagers. Da ist wirklich gar nichts zu holen. Ähnlich geht's mir bei Death Metal ( vielleicht ist es auch ein anderes Metalgenre- ein Bekannter hat hunderte von CD's, auf denen nichts als Gegrunze zu hören ist, dazu ein alles überstumpfendes Gitarrengewummer mit immer gleicher Struktur, unterbrochen von einigen atonalen "Leadguitar"-Ausbrüchen. Die "Texte" drehen sich oft ums Schlachten, um Kannibalismus, Serienmörder etc. pp Versteh's wer will : ich nicht ! )

Ansonsten bin ich, wie gesagt, eher geneigt zu glauben, daß es immer einige geben wird, die etwas zu sagen oder zu spielen haben, das anzuhören sich lohnen könnte.

Observer01
Inventar
#21 erstellt: 31. Mrz 2006, 18:19
Hallo,

witziger Thread, wenn man mal davon absieht, daß es so gut wie keine "handgemachte" Musik mehr im Popbereich gibt; wird heute eh alles mit Computer aufgenommen. Selbst wenn man eine Gitarre hört kann man nicht unbedingt sicher sein, daß es auch eine Gitarre ist...
Aber trotzdem sind Computer generell nicht schlecht, man muß sich nur vor Augen halten, daß davor ein Mensch sitzt; genauso wie vor einer Gitarre.

Gruß
Andreas
Jazzy
Inventar
#22 erstellt: 31. Mrz 2006, 18:58
Hi!
Die Gitarrenbands (Tomte,Helden,was weiß ich)
klampfen sicher alle brav.
good.g
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 31. Mrz 2006, 19:31

man muß sich nur vor Augen halten, daß davor ein Mensch sitzt; genauso wie vor einer Gitarre.


Vor der Gitarre zu sitzen, wird sie aber nicht zum Erklingen bringen. Dazu muss man sie schon in beide Hände nehmen.

Duncan_Idaho
Inventar
#24 erstellt: 01. Apr 2006, 00:05
Die Frage ist halt wer die Klampfe im Studio hielt......

Ach... es wurde übrigens nicht behauptet, daß in den beiden genannten Musikrichtungen allein Neues gäbe.... sondern, daß dort noch überproportinal was Neues auf den Markt kommt. In der restlichen Musik auch... aber eher mit weniger Innovationskraft.... woran die Chartorientierung der großen Konzerne nicht ganz unschuldig sein dürfte...

Ist schon lustig, wenn Klaus Heuser von BAP seine CD lieber in Eigenregie promotet, als sie übers Radio zu bringen, weil sie dort wohl eher im Mitternachtsprogramm landen würde.... Begründung: "Nicht innovativ genug" Sagt doch schon einiges übers Radio aus.
Pink_&_the_Floyd
Stammgast
#25 erstellt: 02. Apr 2006, 21:44

Duncan_Idaho schrieb:
Ist schon lustig, wenn Klaus Heuser von BAP seine CD lieber in Eigenregie promotet, als sie übers Radio zu bringen, weil sie dort wohl eher im Mitternachtsprogramm landen würde.... Begründung: "Nicht innovativ genug" Sagt doch schon einiges übers Radio aus.


Wenn du von Klaus Heuser die CD "Major & Suzan" meinst, die hat er am 14.03.06 um ca. 20:30 in der Radio-Sendung "Headset" auf dem Sender "Rockantenne" vorgestellt. Ich fand die Titel die vorgestellten wurden echt gut.
Ab und zu hör' ich mir die Sendung an, weil da echte Geheimtips gespielt werden, v.a. im 80er Rockbereich.

VG, Tom
Duncan_Idaho
Inventar
#26 erstellt: 02. Apr 2006, 21:54
Leider sind solche Sendungen die Ausnahme....
Pink_&_the_Floyd
Stammgast
#27 erstellt: 02. Apr 2006, 21:56
Wie gut, dass die Sendung jede Woche kommt. Rockantenne is übrigens in Augsburg über UKW auf 87,90 zu empfangen oder eben über DAB.

VG, Tom
Observer01
Inventar
#28 erstellt: 03. Apr 2006, 11:03

good.g schrieb:

man muß sich nur vor Augen halten, daß davor ein Mensch sitzt; genauso wie vor einer Gitarre.


Vor der Gitarre zu sitzen, wird sie aber nicht zum Erklingen bringen. Dazu muss man sie schon in beide Hände nehmen.

:prost


Und nur vom vorm Computer sitzen und ihn anstarren entstehen keine neuen Sounds und neue Stücke. Dazu braucht es auch ein gewisses know-how (wenn man es richtig machen will).
Die meisten meinen ja, daß "Computermusik" einfach zu machen ist. Man braucht ja nur ein Knöpfchen zu drücken...

Dabei ist Elektronische Musik mehr als nur "Computermusik". In den 70iger gab es auch schon elektronische Musik im "reinsten" Sinn, zB. Cluster haben bei ihren ersten Platten noch nicht mal Sequenzer (die gab es damals schon) benutzt. Und trotzdem hören sich die Sachen sehr elektronisch an.
Auch eine elektrische Gitarre ist "Elektronik". Das vergessen die meisten, die die "handgemachte Musik" immer so beschwören.
Leider wird elektronische Musik oft mit BummBumm-Techno oder Pop-Gedöhns in einen Topf geworfen; ich glaube daher kommt der billige Ruf. Außerdem fehlt heute der elektronischen Musik eine gewisse Nachhaltigkeit; man hat sich sehr schnell dran satt gehört da immer wieder die gleichen Sounds und Phrasen benutzt werden (falls ich mich irren sollte bitte ich um Korrektur mit entsprechendem Gegen-Beispiel; bin schon länger nicht mehr so richtig dabei). Das liegt aber nicht an dem Genre "elektronische Musik" sondern Ihmo an den unkreativen Leuten vor den Geräten.


Gruß
Andreas


[Beitrag von Observer01 am 03. Apr 2006, 12:03 bearbeitet]
ppilihP
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 06. Apr 2006, 18:58
Ich glaube sogar, dass es äußerst schwierig und anspruchsvoll ist, "lebendige" elektronische Musik zu erzeugen. Vielleicht sogar schwieriger als bei akustischer Musik: wer am Klavier sitzt oder Saxophon spielt, kann seine eigenen Emotionen beim Spielen direkt aufs Instrument übertragen. Am Computer geht das nicht, einem komplett am Computer programmierten Stück Emotionen einzuhauchen ist vermutlich eine immens schwere Aufgabe, der nur die besten Künstler gewachsen sind.

Zum Glück gibts ja auch Leute wie Björk, deren (elektronische) Musik wesentlich intensiver ist als die Musik der meisten 08/15-Gitarrenheimer. (Allerdings singt Björk zugegebenermaßen auch zu ihren Stücken)
shiosai
Stammgast
#30 erstellt: 20. Apr 2006, 16:36
Naja ein großteil der Elektronischen Musik ist halt einfach billig weil primitiv.

Und das hat wohl den Grund, weil sie auch nur die primitive Seite des Hörers ansprechen will. Ich spreche hier speziell von vielen Trance/Techno etc Sachen die man hört. In der Disco zu eben solche Musik in verzückende Bewegung zu verfallen ist halt alles andere als eine hochintellektuelle Beschäftigung. Hier reicht es schon ein paar steuernde Beats (fürs Nervensystem) vergleichbar mit Trancepraktiken von Naturvölkern zu spielen und das ganze mit einer simplen Melodie zu unterlegen, die noch einen starken Emotionalen faktor hinzufügt und fertig ist die Pseudotransendenz... betont noch durch diverse Höhepunkte.

Es ist halt gerade solche elektronische Musik, mit der die Öffentlichkeit konfrontiert wird... besonders auch durch Personen die meinen sie müssten ihren "guten Geschmack" in die Welt hinaustönen wie zB durch hochgerüstete "Proll-Karren" die ja leider an jeder Ecke in der Stadt zu hören sind.
Observer01
Inventar
#31 erstellt: 20. Apr 2006, 18:12
"Trance" oder "Techno" ist ja auch keine elektronische Musik sondern "Dancefloor" bzw. Tanzmusik.

Gruß
Andreas
sergioleone
Inventar
#32 erstellt: 20. Apr 2006, 18:16
Jean Michel jarre macht sehr gute elektonische nusik, genauso wie Kraftwerk. aber jedem nach seinem Geschmack.
Zweck0r
Moderator
#33 erstellt: 23. Apr 2006, 05:03

Ich glaube sogar, dass es äußerst schwierig und anspruchsvoll ist, "lebendige" elektronische Musik zu erzeugen. Vielleicht sogar schwieriger als bei akustischer Musik: wer am Klavier sitzt oder Saxophon spielt, kann seine eigenen Emotionen beim Spielen direkt aufs Instrument übertragen. Am Computer geht das nicht, einem komplett am Computer programmierten Stück Emotionen einzuhauchen ist vermutlich eine immens schwere Aufgabe, der nur die besten Künstler gewachsen sind.


Dazu habe ich ein schönes Beispiel: den legendären C64.

Der Soundchip "SID" hat zwar nur drei Oszillatoren, aber für einen Spielesoundchip beachtliche Gestaltungsmöglichkeiten. Völlig unbegrenzt werden die Möglichkeiten dadurch, dass sich fast alle Parameter beliebig durch die CPU modulieren lassen.

Die Musikprogrammierer mussten erst lernen, diese Möglichkeiten zu nutzen, und so wurden aus den sterilen "Ton an - Ton aus"-Piepsmusiken der ersten Spiele mit den Jahren allmählich komplexe, "lebendige" Kunstwerke, bei denen teilweise jeder einzelne Ton einen anderen Klangfarbenverlauf hatte.

Traurig war meistens das Resultat, wenn z.B. Demoprogrammierer versuchten, C64-Meisterwerke von z.B. Rob Hubbard (nein, nicht dem Sektenfuzzi ) und Martin Galway auf den Amiga umzusetzen. Die von "echten" Synthesizern gesampleten Ersatz-Sounds klangen zwar voller und weniger nach Computer, die Umsetzungen waren aber trotzdem steril und tot, weil die sich ständig ändernden C64-Sound nur durch ein paar Samples ersetzt wurden.

Grüße,

Zweck
Duncan_Idaho
Inventar
#34 erstellt: 23. Apr 2006, 09:07
Du hast Chris Hülsbeck vergessen....
JazzDeluxe
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 23. Apr 2006, 19:32
Hmm, ich interessiere mich für jede Form Musik (diversen Jazz alt/neu, Klassik, gute PopMusik), habe lange elektronische Musik gehört und mache nun bereits selbst seit 9 Jahren elektronische Musik. Aus meiner Sicht kann ich sagen: Ja, der Grossteil ist (musikalisch gesehen) leider Müll.

Andererseits gibt es immernoch absolute Perlen die rocken. Halt funktionale Musik (Techno) wo viel Arbeit drinnsteckt, aber trotzdem keinen Innovationspreis gewinnen wird. Z.B. mag ich "aktuelle" Sachen von Joey Beltram und Eric Sneo.

Das letzte elektronische Album was mir durchwegs gefallen hat war das 'Ornaments' von Heiko Laux, ist also schon 4 Jahre her...

amazon.de
JazzDeluxe
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 23. Apr 2006, 19:44

Antenne schrieb:
Bei elektronischer Musik kommt es immer drauf an, wer dran sitzt. Bei irgendwelchen Dödelheinis die wie BumBumBumBumBum dililililili BumBumBumBumBum dililililili machen, trifft das auch zu. Anders sieht es aus, wenn da fähige Leute wie J.-M. Jarre, Vangelis, Klaus Schulze, Kitaro oder Mike Oldfield an den Geräten sitzen.

Lustig das bestimmte Leute immerwieder als Halbgötter hingestellt werden, obwohl sie es definitiv nicht sind...

Mal abgesehen vom musikalischen das ziemlich klassisch beeinflusst war, sind unterm Strich gesehen die Anzahl der wirklich nennenswerten Alben die sie im Laufe ihrer Karriere herrausgebracht haben doch ehr gering...

Daniel
Observer01
Inventar
#37 erstellt: 23. Apr 2006, 19:56
Hallo,

ja, wie Mike Oldfield da rein kommt ist mir auch nicht klar.
Die besten Sachen von ihm waren die ersten drei Alben; und die waren alles andere als "elektronisch"...

Gruß
Andreas
Zweck0r
Moderator
#38 erstellt: 23. Apr 2006, 20:04

Duncan_Idaho schrieb:
Du hast Chris Hülsbeck vergessen.... ;)


...und die Maniacs of Noise

Jeder Meister hatte da so seine Spezialitäten. Bei Galway zwar eher "dünne" Sounds, dafür aber lebendig und sehr aufwendig arrangiert. Die Musik von "Yie Ar Kung Fu", eine Jarre-Umsetzung, gefällt mir sogar besser als das Original (!), eben wegen der abwechslungsreicheren und lebendigeren Sounds.

Hubbard mit finsteren Harmonien, dem besten Rausch-Drumkit (Ton, Rausch, tieferer Ton, noch ein tieferer Ton, alles ganz schnell hintereinander ) und den abgedrehtesten Ringmodulator-Sounds, die bei "Mega Apocalypse" fast wie Vocoder klingen.

Bei Hülsbeck wars der Ohrwurm-Faktor, übrigens m.W. der einzige der Altmeister, der dann auch noch auf dem Amiga Erfolg hatte (Turrican 1-3 usw.) und später auf Konsolen. Es gibt sogar ein paar PC-Spiele mit Hülsbeck-Musik (Tunnel B1, Extreme Assault).

Die Maniacs waren Meister in der Disziplin "wie lasse ich 3 (oder 4 mit Samples) wie 10 Stimmen klingen, und das dazu noch mit fetten Sounds"

Grüße,

Zweck

p.s. wer mal reinhören will:

http://www.hvsc.c64.org/

Der Player dazu:

http://www.gsldata.se/c64/spw/

Unbedingt mindestens 44100 kHz Samplingrate und höchstes Oversampling einschalten, sonst kratzen die obertonlastigen Ringmodulationen.


[Beitrag von Zweck0r am 23. Apr 2006, 20:06 bearbeitet]
Duncan_Idaho
Inventar
#39 erstellt: 23. Apr 2006, 20:25
Oldfield macht seit 2000 nur noch auf elektronisch... aber eher bescheiden... wohl deswegen....
Yidaki
Stammgast
#40 erstellt: 23. Apr 2006, 20:35
Hehe, genieße gerade Oldfield's Tubular Bell's - was ein Zufall ...

Ist zwar die II. aber ist die nicht auch (größtenteils) elektronisch?

Als Fan vom genialen Sven Väth kann ich an Elektronischer Musik generell nichts Schlechtes finden. Wie auch bei handgemachter Musik gibt's natürlich ebenso teils großen Schrott drunter.

Aber überhaupt kann ich als super Beispiel für gelungene, geradezu symphonische Elektronische Musik Sven Väth's The Harlequin, The Robot and The Ballet Dance sehr sehr empfehlen! Eine meiner genialsten CD'S!

Pink_&_the_Floyd
Stammgast
#41 erstellt: 23. Apr 2006, 20:35
Oldfield's Meisterwerk is meiner Meinung nach "Tubular Bells". Was mír auch noch gut gefällt ist "Crises", allerdings wegen zwei Titel: "Shadow on the wall" und "Moonlight shadow". Letzteres gesungen von Maggie Reilly (m.E. traumhafte Stimme!!).

Grüße
Tom
Yidaki
Stammgast
#42 erstellt: 23. Apr 2006, 20:39
>Oldfield's Meisterwerk is meiner Meinung nach "Tubular Bells"

Zwei Idioten - ein Gedanke?
Pink_&_the_Floyd
Stammgast
#43 erstellt: 23. Apr 2006, 20:42

Yidaki schrieb:
>Oldfield's Meisterwerk is meiner Meinung nach "Tubular Bells"

Zwei Idioten - ein Gedanke? :D

Jep!
Observer01
Inventar
#44 erstellt: 27. Apr 2006, 20:50

Yidaki schrieb:
Hehe, genieße gerade Oldfield's Tubular Bell's - was ein Zufall ...

Ist zwar die II. aber ist die nicht auch (größtenteils) elektronisch?



8)


Tubular Bells ist die erste von "Miky", war sein größter Wurf, deshalb wohl auch die ständigen Versuche neue Tubulars Bells zu machen.
Elektrisch ist sie zum Teil, es sind aber auch viele akustische Instrumente mit drin (Flöten, div. akustische Gitarren, Glockenspiel, Klavier...).

Gruß
Andreas
shiosai
Stammgast
#45 erstellt: 27. Apr 2006, 22:04
Wo hier doch scheinbar die großen Mike Oldfield Kenner anwesend sind -- ich habe ein Album das nennt sich "songs of a distant earth". Dasganze hört sich in meinen Ohren aber so melodiös pompös kitschig an,dass ich vorerst von weiteren Oldfield Erwerbungen Abstand genommen habe. Ist das Album nun die Regel oder eine Ausnahme, dass heißt kann ich nochmal einen Kauf wagen?
Duncan_Idaho
Inventar
#46 erstellt: 27. Apr 2006, 22:32
Ist noch die "gute" Spätphase von Oldfield... aber verglichen mit seinen Frühwerken eher mäßig...
Observer01
Inventar
#47 erstellt: 27. Apr 2006, 23:14

shiosai schrieb:
Wo hier doch scheinbar die großen Mike Oldfield Kenner anwesend sind -- ich habe ein Album das nennt sich "songs of a distant earth". Dasganze hört sich in meinen Ohren aber so melodiös pompös kitschig an,dass ich vorerst von weiteren Oldfield Erwerbungen Abstand genommen habe. Ist das Album nun die Regel oder eine Ausnahme, dass heißt kann ich nochmal einen Kauf wagen?


ich bin mit Mike Oldfield "groß" geworden; meine Brüder haben viel von ihm damals gehört. Deshalb höre ich hin und wieder aus nostalgischen Gründen die ersten drei Alben von Oldfield, bin aber kein Oldfield Fan.
Die älteren Sachen (bis ca.1979) sind nicht so süßlich und kitschig, bombastisch aber schon, und sehr lang, da füllt ein Stück schon mal eine Plattenseite aus. daß war aber in den 70iger so.

Gruß
Andreas

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navorski
Stammgast
#48 erstellt: 27. Apr 2006, 23:47
@shiosai

The Songs of Distant Earth ist von Oldfield's Werken wohl das passendste Album für diesen Thread, es ist also pure elektronische Musik. Selbst seine typischen Gitarrensounds hat der Meister noch mal durch alle vorhandenen Sampler und DSP's geschickt, damit sie nicht so natürlich klingen.

Ich finde dieses Album absolut genial, alle Sounds und Samples harmonieren, und es entsteht eine richtige Soundlandschaft, was viele andere Musiker dieses Genres nicht hinbekommen. Aber als "pompös kitschig" würde ich das nicht bezeichnen.

Im ganzen ist es doch relativ ruhige Musik. Hier hat sich Oldfield sogar richtig zurückgehalten. Es gibt auch andere Alben, wo er alle Register zieht. Das Finale von Tubular Bells 3 wäre ein Beispiel. Das finde ich übrigens auch sehr gelungen, auch wenn viele Oldfield Fans von den Dance Rhythmen eher schockiert waren.

Tree Lunas von 2002 erinnert übrigens wieder etwas an die The Songs of Distant Earth.
Richtig akustisch sind die frühen Werke Oldfield's, man hört aber auch da schon seine Experimentierfreude mit den Instrumenten heraus.

Auf die Frage, ob Du einen weiteren Kauf wagen sollst, kann ich Dir keine Antwort geben. Da solltest Du schon selbst in die CD's reinhören, möglichst so lange wie möglich.


Um noch mal zum Thema zu kommen:

Elektronische Musik, also Musik mit Computer, Keyboards oder Synthies kann heutzutage jeder mit relativ wenig Aufwand herstellen.
Jeder, der sich bei Lidl oder Aldi einen PC und ein Musikprogramm kauft, kann im Prinzip sofort anfangen. Dazu muss man noch nicht mal eine Note kennen, und die Beats und Drums werden sowieso gleich fertig serviert.
Das Ergebnis ist billige Musik, wenn man überhaupt von Musik sprechen kann. Nur derjenige, der Ehrgeiz und Kreativität besitzt, kann aus der Elektronik auch richtige Musik zaubern.
Es gibt Leute, die können Jarre's Equinoxe mit einem einzigen Synthesizer fast originalgetreu reproduzieren. Ein Instrument! Das ist zwar beachtenswert, aber noch lange nicht kreativ.
Das hat Jean Michel Jarre schon vor knapp 30 Jahren kreiert. Damals aber war es aber eine Meisterleistung, und billig war's bestimmt nicht.
Observer01
Inventar
#49 erstellt: 28. Apr 2006, 00:21
ich finde allerdings gerade die alten Analogsounds von diversen Moog-Synthesizer, die dann auch noch monophon waren, manchmal billig. Hatte selber mal so ein Ding (von Korg), man kann damit lustige *fiep* Töne machen, mehr war da aber nicht drin.
Wenn ich mir so alte Sachen von zB. Tangerin Dream anhöre, muß ich manchmal lachen, weil sich die Sounds so "billig" anhören.

Im Grunde finde ich die Idee, daß jeder seine Musik selber machen könnte gar nicht mal so schlecht; "Koan" heisst zB ein Programm, daß Musik selber generiert und man nur bestimmte Parameter einstellen und verändern kann. Aber so genau habe ich das noch nicht kapiert, ich glaube das funktioniert so ähnlich wie ein "Phrasen-Synthesizer".

Gruß
Andreas
Duncan_Idaho
Inventar
#50 erstellt: 28. Apr 2006, 10:42
Man muß ein Werk immer im Rahmen seiner Zeit sehen. Klar ist z.B. Kiss harmlos im Vergleich zu Dimmu Borgir... aber zu seiner Zeit war es ziemlich schwermetallig. Wobei gute Stücke als ganzes auch heute noch zu überzeugen wissen. The Raven ist heute immer noch ein Meisterwerk... auch wenn jeder einen Vocoder nutzen kann.
Observer01
Inventar
#51 erstellt: 28. Apr 2006, 20:24
...hast schon recht, habe eben "Trans Europa Express" von Kraftwerk gehört; alles Analog und einfach aber genial gemacht. Schade, daß es heute sowas nicht mehr gibt.
Und wenn dann nur als schlechte Kopie für den "Tanzboden".

Aber heute ist auch nicht alles schlecht, nur anders. Ich finde zB. Aphex Twin sehr interessant, aber der scheint auch nicht mehr viel zu machen. Leider.
Autechre fand ich auch mal eine Zeitlang gut, sind mir aber zu abstrackt und zu kalt geworden.

Gruß
Andreas
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