Plattenresonator bauen

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Kosta88
Stammgast
#1 erstellt: 07. Apr 2017, 16:37
Hallo,

Nachdem ich einige Beiträge gelesen habe, auch das Buch von Friesecke, bin ich soweit dass ich meinen ersten Plattenresonator eingehe.
Grundsätzlich soll dieser eine Wirkung im Bereich von 51Hz haben.

Also laut Rechner von Friesecke, kann ich folgende Kombination machen:
1mx1m groß, Polster-Tiefe 10cm, 19mm MDF als Platte, ergibt genau 51Hz. Die MDF Platte hat ein Gewicht von 13,68kg/m2.

Stimmt die Rechnung?

Weiterhin, welches Holz kann ich für das Gehäuse nehmen? Ich könnte ja auch 19mm MDF nehmen, jedoch ist die Frage ob was günstigeres und leichteres auch ginge, wie zB. Dekorspan 8 oder 10mm, hat Gewicht von 5-7kg/m2? Der ganze Resonator würde dennoch weniger wiegen, auch kein Nachteil...

Irgendwie kommt mir MDF 19mm sehr steif vor, dafür dass es schwingen soll. Alternativ ginge ja auch leichtere Platte, aber damit müsste der Polster tiefer sein. Ginge auch, ist aber notwendig, ändert sich die Wirkung?

Gefüllt wird mit Sonorock, und dementsprechend gegen berühren der Platte gesichert.

Ganz alternativ: Lochplattenschwinger. Noch keine Idee wirklich wie, aber kann nicht so kompliziert sein

Danke vorerst!


[Beitrag von Kosta88 am 07. Apr 2017, 16:47 bearbeitet]
_ES_
Administrator
#2 erstellt: 07. Apr 2017, 23:12
Hi,

19mm kommen mir auch etwas stark vor.

Bei meinen "BBC-Resonatoren" habe ich MPX für das Gehäuse und für die "Membrane" Hartfaserplatte:

http://www.hifi-foru...ad=5316&postID=69#69

http://www.hifi-foru...ad=5316&postID=76#76

Die haben eine Reso bei etwa 63Hz, müsste man entsprechend anpassen.

_ES_
meg_fan
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 07. Apr 2017, 23:31
Nicht dass ich wahnsinnig viel praktische Erfahrung hätte... Aber letztlich entscheidet das Material der Membran ganz wesentlich über das Ergebnis. Das Gewicht als einzigen Parameter - das kann Nichts werden.
_ES_
Administrator
#4 erstellt: 07. Apr 2017, 23:32
Joa, auf alle Fälle muss es schwingfähig sein, dann hat man schon fast gewonnen.
Kosta88
Stammgast
#5 erstellt: 08. Apr 2017, 06:30
Danke!! Meine Güte, ja schon sehr kompliziert, jetzt kommt es auch noch sehr stark auf die Holzart an, schnell durch das PDF durchgeschaut, die haben ja viel gemessen und ausprobiert.
Ich glaube ich probiere mal einen Plattenschwinger folgendermaßen aufzubauen:
Harfaserplatte 3mm, 2,85kg/m2
49mm Polstertiefe
1x1m, wie geplant
Gehäuse, mal sehen wegen MPX... (oder ist MPX eine Sperrplatte, schaut nämlich danach aus)
Gefüllt mit Sonorock, wieviel glaubt ihr?

Lt. Rechner von Friesecke, sollte 51Hz treffen. Die Tiefe ist bei mir bis 600mm egal.


[Beitrag von Kosta88 am 08. Apr 2017, 06:35 bearbeitet]
Kosta88
Stammgast
#6 erstellt: 08. Apr 2017, 10:56

Bei meinen "BBC-Resonatoren" habe ich MPX für das Gehäuse und für die "Membrane" Hartfaserplatte:

http://www.hifi-foru...ad=5316&postID=69#69

http://www.hifi-foru...ad=5316&postID=76#76

Die haben eine Reso bei etwa 63Hz, müsste man entsprechend anpassen.


Okay, also:
Ich habe bei meinem lokalen Baumarkt angerufen und mich erkundigt.

Die haben folgende Platten:
https://www.frischei...kness=15&q=multiplex
Preis: €64/m2 (!!!)
Aber... sehe ich gerade dass das hier Buche ist, und du hast Birke. Und es hängt eventuell von der Aufbereitung oder Bearbeitung ab. Sperrholzplatte Pappel kostet wesentlich weniger.

Und Hartfaser 3 bzw. 4 mm.
Preis: €6,29/m2

Jedoch:
Mein Verständnis ist, dass die Hinterwand, sowie die Seitenwände, so hart wie möglich sein sollten, also MDF 19mm würde wohl in Frage kommen, oder? Ergibt sich für mich aus der Untersuchung von BBC, wo die Hinterwand auf 6mm Hartfaser gewechselt wurde, und die Ergebnisse besser wurden. D.h. schwerere Platte, weniger Eigenresonanz. Natürlich wird die Kiste schwer, aber lieber ist mir gute Akustik als leichte Kisten.
Dass die Platte vorne eher leicht sein sollte, also 3-4kg/m2, macht ja vollkommen Sinn.

Siehst du das auch so?


[Beitrag von Kosta88 am 08. Apr 2017, 11:53 bearbeitet]
_ES_
Administrator
#7 erstellt: 08. Apr 2017, 13:32
Hi,

In meinen Augen sollte es so sein, das nur eine Seite schwingt, die "Membrane".
Das die Auflage recht dünn sein sollte, damit diese Membrane freier schwingen kann, leuchtete mir auch ein, sprich keine übermäßige Dicke der Bretter.
Ob 19mm dann schon zuviel wären.....ausprobieren.
Man sollte sich auch klar werden, das man sehr viel Fläche braucht, um ein zählbares Ergebnis hinzubekommen.
Die Platte schwingt zwar, aber weit entfernt von dem, was reguläre LS-Membranen hinbekommen würden.
Meine 8 Absorber sorgen schon für einen merkbaren Unterschied - zwei oder vier hatten gefühlt nichts gebracht, das sah man nur an den Messungen.
Kosta88
Stammgast
#8 erstellt: 08. Apr 2017, 17:58
In meiner weiteren Forschung der Sache, kam ich auch über einem Thread auf Gearslutz:
https://www.gearslut...-bass-absorbers.html

Hier Post wird erwähnt dass man wohl 19mm MDF verwenden kann.

Ich werde mal ausprobieren, zuerst mit einem Stück, hoffentlich sieht man mindestens etwas auf der Messung, so viel dass es den Bau von weiteren 3Stk rechtfertigt.
Sonny_Tucson
Stammgast
#9 erstellt: 08. Apr 2017, 18:24

Kosta88 (Beitrag #8) schrieb:


Hier Post wird erwähnt dass man wohl 19mm MDF verwenden kann.



Und wenn Du dir die Mühe machst, den vorigen Post hierzu anzuschauen, dann siehst Du, daß er damit das Gehäuse meint und nicht die Membran. Seine hat 6kg/m² ! Eine 'Membran' mit dieser Dicke funktioniert nicht.
Kosta88
Stammgast
#10 erstellt: 08. Apr 2017, 18:49

Sonny_Tucson (Beitrag #9) schrieb:

Kosta88 (Beitrag #8) schrieb:


Hier Post wird erwähnt dass man wohl 19mm MDF verwenden kann.



Und wenn Du dir die Mühe machst, den vorigen Post hierzu anzuschauen, dann siehst Du, daß er damit das Gehäuse meint und nicht die Membran. Seine hat 6kg/m² ! Eine 'Membran' mit dieser Dicke funktioniert nicht.

Danke, nicht gesehen - bzw. falsch verstanden! (obwohl ich seit ne 3/4 Stunde lese)
Tja... dachte ich mir doch eh.


[Beitrag von Kosta88 am 08. Apr 2017, 18:50 bearbeitet]
Tommy150189
Stammgast
#11 erstellt: 11. Apr 2017, 13:28
Ich hab mal einen mit 60X100 und 20cm tief nur mal zum messen gebaut. Als Schwinger hatte ich 3mm hartfaser und 1,5mm stahlblech.
Hat beides zwar im berechneten Frequenzbereich geholfen, dafür aber ein wenig über diesem Frequenzbereich das ganze nur verschlimmert.
Ich vermute das liegt an der schlechten inneren Dänpfung des Materials. HDF schwingt etwas länger nach.

Dann habe ich nochmal einen mit 120X80 und 15cm tief gebaut und darauf 5mm Acryl drauf. Das war etwas besser als die anderen beiden. Allerdings immernoch mit Verschlimmerung knapp über den gewünschten Frequenzen.

Als nächstes habe ich dann eine schwerfolie von meinem Onkel bekommen, welche in klimaanlagensystemen zum Einsatz kommen.
Knapp 10kg/qm irgendein homogenes Gummizeugs 1cm dick.
Das war anscheinend Zuviel des guten..nicht wirklich messbar

Was ich noch nicht probiert habe sind homogene PVC Böden mit um die 2,7kg/qm.
Die Jungs vom HeimkinoclubMünchen haben daneinen schönen Thread drüber. So wie es aussieht ist dass das beste Material. Da es auch eine große innere Dämpfung mit sich bringt
Kosta88
Stammgast
#12 erstellt: 11. Apr 2017, 13:50
Ah, jetzt weiß ich warum ich die Sache mit DBA gerade erforsche (und bald teste zuerst 4 Subs).
Danke für die Info.
The_Plug
Inventar
#13 erstellt: 11. Apr 2017, 19:45
Gibt es eigentlich wirklich keine Hersteller von Platten- oder Helmholtzresonatoren, die die Dinger in geprüfter Qualität anbieten? Am besten innerhalb enger Grenzen zuhause kalibrierbar, z.B. über Verstellung eines Plattenabstands oder einer Vorspannung. Ich würde ein paar Stück kaufen, für 43 Hz +/- 1 Hz und für 31 Hz +/- 1 Hz. Meine Bastelbegabung hält sich in Grenzen...
_ES_
Administrator
#14 erstellt: 11. Apr 2017, 20:16
Hi,

An der TU Braunschweig hatte man sich mit Helmholtz-Resonatoren beschäftigt.
Im Laufe/am Ende kam dabei ein justierbarer Resonator raus, den sie zum Patent anmelden wollten.

Der-Helmholtz-Resonator-wirkt-wie-eine-unscheinbare-Holzkiste_image_width_884

Der ( etwas amüsante, weil Thema nicht getroffen - es ging eben nicht um das Prinzip an sich...) Kurz-Artikel zum Bild:

http://www.ingenieur...-bessere-Raumakustik

Die technischen Unterlagen dazu kann man allerdings einsehen, wenn man Student ist ( oder jemanden kennt, der einer ist, so hatte ich es gemacht).
Suche:
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