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Warum liest man hier so wenig von Transrotor?

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Stefan_MTK
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 12. Feb 2019, 10:27
Hallo Zusammen,

vielleicht liege ich ja auch falsch - aber die Beiträge, die ich finde, sind relativ alt...

Mir gefallen die Transrotoren schon vom Aussehen sehr gut - ich habe noch keinen gehört - ich sehe sie auch relativ selten bei den Bildern der Plattenspieler.

Sind die nicht so beliebt oder so gut oder oder oder...?

Für mich ist es ein Traumplattenspieler aus meiner Kindheit- immer die Nase am Schaufenster plattgedrückt...


Viele Grüße, Stefan
KarstenL
Inventar
#2 erstellt: 12. Feb 2019, 10:41
für mich liegt der Hauptgrund bei dem Preis....

es handelt sich auf der einen Seite um Kunstwerke und auf der anderen Seite "nur" um einen Schallplattenspieler und das limitierte Medium Schallplatte.....

andererseits sind es für viele, wie für dich, Träume aus Kindertagen....

was kann man dazu sagen?
the_det
Stammgast
#3 erstellt: 12. Feb 2019, 10:49
Hier im Forum geht mal relativ pragmatisch mit dem Thema Musikwiedergabe um. Es besteht der allgemeine Konsens, dass sich die meisten Geräte einer Gattung (Verstärker, CD-Player) sowieso gleich anhören. Auch bei Kabeln gäbe es keinen Unterschied. Wird eine Plattenspieler-Empfehlung gesucht, werden in der Regel keine Transrotoren oder Clearaudios empfohlen, weil die ja auch nur können, was preiswertere Modelle können - Platte drehen und Tonabnehmer führen.
Diese Einstellung hier im Forum geht m.E. so weit, dass sich Besitzer unnütz großer oder teurer Komponenten mit Erfahrungsberichten gar nicht mehr zu Wort melden. Vielleicht solltest Du mal im Analog-Forum auf die Suche gehen.

Grüße
Det
Tywin
Inventar
#4 erstellt: 12. Feb 2019, 11:34
Hallo,


Mir gefallen die Transrotoren schon vom Aussehen sehr gut


"das" ist aus meiner Sicht der Hauptgrund warum solche Ware gekauft wird.

Da mich bei technischen Geräten ausschließlich zweckmäßige Technik ohne Chichi interessiert und ich als Kaufmann in der Lage bin Werbung/Marketing von Fakten zu trennen, würde ich von mir als schwachsinnig angesehene Konstrukte und/oder Geräte mit Mondpreisen nie erwähnen.

Ich finde Geräte die auf "Erscheinung" getrimmt sind peinlich.

Wenn man sich Geräten mit dem Blick auf Optik, Image, Haptik ... nähert, so wie man sich einem gefälligen Einrichtungsgegenstand oder Kunstwerk nähert, dann wird man darüber anders denken.

Hier im Forum geht es aber um HiFi-Technik und nicht um Einrichtungsgegenstände, Chichi/Bling-Bling und Kunstwerke ... so glaube ich.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 12. Feb 2019, 12:43 bearbeitet]
pedi
Stammgast
#5 erstellt: 12. Feb 2019, 11:52
bei solchen teilen ist das etwas abgehobene analogforum die bessere anlaufstelle.
eStyle
Inventar
#6 erstellt: 12. Feb 2019, 12:03
Also mal ganz vom Preis und den technischen Daten, was das Ding kann abgesehen, finde ich es potthässlich!
Aber das ist alles natürlich Geschmackssache, aber es ist ja irgendwo nur logisch, dass zu 80% eher über die Dreher hier geschrieben und diskutiert wird, die preislich für fast jedermann im machbaren liegen.

Hat denn so ein Transrotor tatsächlich Vorteile? Welche sind das und wie geringfügig wirken sie sich aus?
8erberg
Inventar
#7 erstellt: 12. Feb 2019, 12:06
Hallo,

wenn ein Plattenspieler "klingt" ist was fürchterlich danebengegangen.

Denn normalerweise bei einem ordentlichen Hifi-Plattenspieler ist das Begrenzende die Schallplatte, die mit Mühe und Not gerade mal die Hifi-Norm erreicht.

Beispiel Rumpel-Geräuschspannungsabstand: während ein sehr guter leiser Dreher nach DIN 45539 Bewertungskurve B mit einem Meßkoppler 80 dB hinbekommt ist bei den Mess-Schallplatten spätestens bei 65 dB Feierabend. Genauso das Thema Aussermittigkeiten des Lochs, Gleichlaufschwankungen, Begrenzung des Frequenzbereichs.
Bei normalen Programmmaterial hört man das nicht, allerdings sind wir nicht ohne Grund gerne in den 80ern zur CD übergelaufen (wenn nicht eine große Plattensammlung vorhanden).


Es besteht der allgemeine Konsens, dass sich die meisten Geräte einer Gattung (Verstärker, CD-Player) sowieso gleich anhören. Auch bei Kabeln gäbe es keinen Unterschied. Wird eine Plattenspieler-Empfehlung gesucht, werden in der Regel keine Transrotoren oder Clearaudios empfohlen, weil die ja auch nur können, was preiswertere Modelle können - Platte drehen und Tonabnehmer führen.


Ausgerechnet bei MM-Tonabnehmern kommt es sehr wohl auf die Kabel zwischen Tonabnehmer und Phono-Entzerrer-Vorverstärker an, sonst wird die Strippe schnell zu einem Tiefpass...

Aber genau da wird in High-End-Kreisen geschwiegen, weil das ist Technik, und nicht Rumgelabere ....

Peter
Webdiver
Stammgast
#8 erstellt: 12. Feb 2019, 12:39
Plattenspieler ist halt ein arg emotionales Thema. Dass die Platte an sich tontechnisch nichts gegen modernere Medien reissen kann, das dürfte sich jeder eingestehen, der sich etwas mit dem Medium beschäftigt hat. Daher sind Elemente wie haptik und ästhetik nicht ganz unwesentlich. Da gefällt halt ein Transrotor oder eben nicht. Mir persönlich gefallen sie beispielsweise überhaupt nicht. Warum sollte ich also das X Fache ausgeben, wenn die technischen Daten nicht wirklich besser sind, als bei einem (für mich) viel schöneren Japanischen DD Spieler.
Feebe
Stammgast
#9 erstellt: 12. Feb 2019, 14:58

Tywin (Beitrag #4) schrieb:
Hallo,
..........
Da mich bei technischen Geräten ausschließlich zweckmäßige Technik ohne Chichi interessiert und ich als Kaufmann in der Lage bin Werbung/Marketing von Fakten zu trennen, würde ich von mir als schwachsinnig angesehene Konstrukte und/oder Geräte mit Mondpreisen nie erwähnen.
..........
VG Tywin


Gutes Stichwort.
Ich sehe das ganze noch aus der Sicht eines Feinwerkmechanikers. Die Dinger sind eigentlich nur eine Ansammlung von billigstem Aluminium- und KunststoffTEILEN

Wenn man sich die Teile genauer betrachtet, sieht man wie mies die Qualität der Teile wirklich ist. Da wird auf die Oberflächengüte geschissen weil es noch poliert wird bis zum Abwinken. Und das sieht man. Trotzdem sind das in meinen Mechanikeraugen miese Oberflächen. Hubbelig und rund gelutscht bis zum geht nicht mehr. Alles möglichst schnell gefertigt um die Margen hoch zu halten.
Noch schlimmer finde ich teilweise Accoustic Solid.
Meine Aussage trifft vielleicht nicht auf alle Teile und Modelle zu, aber eigentlich alles was ich bisher gesehen habe.
Wenn ich solche Teile auf der Arbeit an den Kunden liefern würde, bekäme ich alles um die Ohren gehauen.

Ansonsten. Die Geräte funktionieren bestimmt gut.... weil... die Schallplatte ein sehr kompromissbehaftetes Medium ist.

PS. Das ist keine pöbelnde oder gehässige Antwort. Nur eine ernst gemeinte Aussage eines FEINwerkmechanikers.

EDIT: HABE DAS WORT SCHROTT ERSETZT. WAR WOHL ETWAS SEHR SCHROFF FÜR EINEN POST IM WWW...
Gnade....


Gruß, Andreas


[Beitrag von Feebe am 12. Feb 2019, 15:35 bearbeitet]
Holger
Inventar
#10 erstellt: 12. Feb 2019, 15:05

Feebe (Beitrag #9) schrieb:

...
Die Dinger sind eigentlich nur eine Ansammlung von billigstem Aluminium- und Kunststoffschrott!
...
PS. Das ist keine pöbelnde oder gehässige Antwort.


Soso...

Und genau darum "outet" man sich besser nicht als TR-Benutzer.

Ich habe übrigens selbst zwei - der Jüngere ist jetzt 33.

Ich bin sehr zufrieden.
kölsche_jung
Inventar
#11 erstellt: 12. Feb 2019, 15:23
ich hab ja lange keinen Transrotor mehr in den Händen gehabt, aber Alu- und Kunststoffschrott waren die früher jedenfalls nicht
Feebe
Stammgast
#12 erstellt: 12. Feb 2019, 15:24
Servus
Bitte nicht persönlich nehmen! Das sind ja wirklich faszinierende Gebilde! Aber aus Mechanikersicht einfach nicht ihr Geld wert! Das ist alles.
Für die Teilweise aufgerufenen Preise stelle ich dir eine Einzelanfertigung hin die sich gewaschen hat. Wenn man so ein Laufwerk, Arme außen vor, einmal durchkalkuliert kommen schöne Gewinne raus. Und das. Gönne ich der Familie Räke auch. Sie haben viel gearbeitet um sich am Markt zu halten.
Besten Gruß, Andreas
T.N.T.´79
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 12. Feb 2019, 17:19

Und genau darum "outet" man sich besser nicht als TR-Benutzer.


Da kann ich Holger nur zustimmen. Lese hier schon sehr lange mit, und das ist auch meine Erfahrung.

Ich oute mich auch mal. Habe neben einigen Technics und Trio Klassikern einen Transrotor Zet-1. Ich mag sowohl Klassiker als auch solche "Skulpturen".

Und wer sie nicht mag, muss sie ja auch nicht kaufen.

Grüße
Ralf_Hoffmann
Inventar
#14 erstellt: 12. Feb 2019, 17:27
@Stefan
Bei Geräten jenseits von Opas Dual oder Technics, bist du in einem Massenforum schlicht "drüber".
Bildlich gesprochen, versuchst du in einer Burger King Filiale über gesundes Essen zu diskutieren.

Es sind zwar nur eine handvoll User, die Threads über modernere und/oder kostspieligere Plattenspieler reflexhaft kapern; aber das reicht leider schon aus.
Jack_Orsen
Stammgast
#15 erstellt: 12. Feb 2019, 17:38

Plattenspieler ist halt ein arg emotionales Thema. Dass die Platte an sich tontechnisch nichts gegen modernere Medien reissen kann, das dürfte sich jeder eingestehen, der sich etwas mit dem Medium beschäftigt hat.


Jep,so sehe ich das auch!
Klangtechnisch kann die Platte der CD nicht das Wasser reichen,egal wie man es dreht und wendet.
Der nostalgie und Spaßfaktor ist aber höher
onabudget
Stammgast
#16 erstellt: 12. Feb 2019, 17:51

Ralf_Hoffmann (Beitrag #14) schrieb:
Bei Geräten jenseits von Opas Dual oder Technics, bist du in einem Massenforum schlicht "drüber".
Bildlich gesprochen, versuchst du in einer Burger King Filiale über gesundes Essen zu diskutieren.


Eine merkwürdige pauschalisierende und wertende Aussage, als wäre jeder, der einen TR kritisiert, ein Liebhaber von Massenware schlechter Qualität. Zumindest nehme ich an, "gesundes Essen" ist auch für Dich eine normativ qualitative Aussage .

Alle TR-Dreher, die ich bisher gesehen habe, sind das vollständige Gegenteil eines zeitlosen Designs. Sicherlich finden sie ihren Nischenmarkt, doch diese Nische als eine qualitatives Distinktionsmerkmal zunehmen, ist albern.

Tatsächlich ist die Vorliebe für einen TR schlicht ein Zeugnis des persönlichen Geschmacks (und bei einigen vielleicht auch das Bedürfnis, sich mit einem Konsumgut von einer vermeindlichen Masse abzusetzen).


[Beitrag von onabudget am 12. Feb 2019, 17:52 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#17 erstellt: 12. Feb 2019, 18:06
Hallo,

Feinmechanik bekommt man nur durch Großserie in guter Qualität zum vernünftigen Kurs hin.

Ansonsten wird es teuer ohne besser zu werden oder sehr teuer um evtl. einen Hauch es tatsächlich besser hinzubekommen.

Peters Erfahrung in über 45 Jahren Hifi Zirkus
holger63
Stammgast
#18 erstellt: 12. Feb 2019, 18:21
Na, Onabudget, da hast du dich aber schön ausgedrückt 😂
Jack_Orsen
Stammgast
#19 erstellt: 12. Feb 2019, 21:05
/OMEGA/
Inventar
#20 erstellt: 13. Feb 2019, 06:58
@Jack_Orsen, cooles Video.
Mr._Lovegrove
Inventar
#21 erstellt: 13. Feb 2019, 08:42

onabudget (Beitrag #16) schrieb:

Alle TR-Dreher, die ich bisher gesehen habe, sind das vollständige Gegenteil eines zeitlosen Designs. Sicherlich finden sie ihren Nischenmarkt, doch diese Nische als eine qualitatives Distinktionsmerkmal zunehmen, ist albern.

Zeitloses Design in sich ist doch eine Ansichtssache. Ich meine, immerhin sind die Wurzeln von Räkes Design- und Materialmix aus Alu und Kunststoff über 40 Jahre alt. Und wenn man sich die Geräte über die Jahrzehnte hinweg anschaut, hat Räke nie etwas revoliutionär verändert, allenfalls vergrößert. Aber ein Quintessence aus den frühen 90ern wirkt genauso wie ein ZET 1 von heute. Von diesem Standpunkt aus haben die Geräte durchaus etwas zeitloses.


onabudget (Beitrag #16) schrieb:

Tatsächlich ist die Vorliebe für einen TR schlicht ein Zeugnis des persönlichen Geschmacks (und bei einigen vielleicht auch das Bedürfnis, sich mit einem Konsumgut von einer vermeindlichen Masse abzusetzen).

Ich glaube kaum, dass das so verallgemeinert den Tatsachen entspricht. Da gibt es doch mit Sicherheit auch genügend Käufer, denen die Plastikkisten der Großindustrie nicht ausreichen und die massive Qualität wünschen und denen der Name schlicht egal ist.
Es mag ja sein, dass ein Project, ein Rega oder auch irgendeine eine andere günstigere Kiste oder meinetwegen auch der gebrauchte Klassiker einen mehr als ausreichenden Dienst erledigen, aber es gibt halt auch Nutzer, die sich eben nicht mit deren möglicher Wehwechen oder Konstruktionsmängeln und -Eigenheiten rumschlagen wollen.
Ich selber sehe High End und seine Auswüchse ja auch sehr kritisch, vorallem unter dem Gesichtspunkt, dass vieles mittlerweile scheinbar nur noch gebaut wird, um einen Teil des immer größer werdenden Reichtums abzuschöpfen, aber Räke hat mit seinem Stil den Markt erobert, als es diese Mentalität am Markt noch gar nicht gab, sondern nur triste Plastikwüsten aus Fernost, bzw holzig- rechteckige Plattenspielerkästen (von denen einige sehr hübsch sind zugegebenermaßen).
Und wenn man sich seine Mitbewerber aus den 70er und 80ern mal anschaut und vorallem deren Ausflüge ins Reich des ungewöhnlicheren Designs, dann sind es doch gerade diese ungewöhnlichen Geräte abseits der Kiste, die heute extrem begehrt sind, eben weil sie auch Individualismus und Exklusivität versprühen. Und dass High Fidelity immer auch etwas Individuelles und auch Exklusives war, mit dem man sich selbst belohnt hat und u.U. gezeigt hat, dass man es sich leisten konnte, das ist nicht von der Hand zu weisen. Das ist keine "Erfindung" der Neuzeit voller Superreicher.
Und wenn so der eine oder andere auch den alteingesessenen Firmen wie Transrotor, Accuphase, Luxman o.Ä. vorwirft, sinnfreie Luxusartikel herzustellen, der tut diesen Firmen leider unrecht. Wertbeständigkeit war schon immer ein Thema in der High Fidelity. Und es ist bestimmt nicht jeder Käufer eines 20.000,- Plattenspielers ein überheblicher Spinner, Angeber oder jemand, den die Industrie aus Dummheit und Aberglauben übers Ohr gehauen hat (so wie es hier im Forum an der einen oder anderen Stelle durchaus rüberkommt). Es mag ja sein, dass man mit wenig Geld praktikables No- Nonsens- Material bekommt, das funktioniert, aber sag mal einem Aston Martin- Fahrer, er käme auch mit einem Skoda Fabia von Manchester nach London.
Man muß Räke übrigens mal zu Gute halten, dass er eben nicht über die Jahre hinweg zu einem esoterischen Spinner verkommen ist, der irgendwelche ominösen Zubehörteile vertickt, sondern eigentlich immer nur extrem hochwertigen Maschinenbau und Teile (SME Arme eingeschlossen) von zweifelsfreier Güte anbietet.
vinylrules
Stammgast
#22 erstellt: 13. Feb 2019, 09:03
@Mr._Lovegrove

Du wirfst hier einiges durcheinander. Räke hat keinen Stil etabliert. Die Anfänge sind ungelabelte und simplere (Lager) Michell aus UK gewesen. Da war das eine Vetriebsbude. Als man dann angefangen hat, dem Trutzburgturmbau zu huldigen war der Plattenspieler und die LP an sich Geschichte. Nichts gegen Herrn Räke und gegönnt sei ihm der Erfolg, aber der Vergleich mit Accuphase und Luxman hinkt, die haben wenigstens was entwickelt. Auch gab es mitnichten in den 70er und 80er nur Plastikkisten oder Holzschränke, wie kommst Du auf sowas? Auch fällt mir in Verbindung mit TR jetzt nicht unbedingt hochwertig ein.

TR verkauft auch keine ominösen Zubehörteile für teuer Geld, sondern die Basisausstattung. Dass die Dinger immer noch mit einem Steckernetzteil inkl. Phasenschieberkondensator ausgeliefert werden ist schon frech. Immerhin gibt es heute die geregelten Netzteile mit Geschwindigleitsumschaltung auch bei TR billiger, Dr. Fuß sei Dank. Lustig auch die Aufpreispolitik wenn man aus einem Z1 einen 2 oder 3 machen möchte. So teure Acrylbretter......

Es gibt durchaus einige interessante Modelle, die aber wohl eher als Zufallsprodukt beim Zusammenwerfen von Teller- und Zargenmaterial unter optischen Gesichtspunkten entstanden sind.
Mr._Lovegrove
Inventar
#23 erstellt: 13. Feb 2019, 09:40

vinylrules (Beitrag #22) schrieb:

Du wirfst hier einiges durcheinander. Räke hat keinen Stil etabliert. Die Anfänge sind ungelabelte und simplere (Lager) Michell aus UK gewesen. Da war das eine Vetriebsbude.

Das weiß ich natürlich. Aber Etablieren hat ja nicht immer was mit Entwickeln zu tun, sondern in diesem Fall mit der Tatsache, dass Räke ein außergewöhnliches Design an einem großen, internationalen Markt erfolgreich installiert und sich die Grundidee eines anderen zu eigen gemacht hat, um sie weiter zu formen. Quasi eine Art "Moonwalk"- Effekt. Immerhin steht ein Gerät mit SEINEM Namen im MoMa und nicht die originale Michell- Kiste.


vinylrules (Beitrag #22) schrieb:
Auch gab es mitnichten in den 70er und 80er nur Plastikkisten oder Holzschränke, wie kommst Du auf sowas?

Gut, das "nur" streiche ich mal. Aber der Anteil am Gesamtmarkt war doch erklecklich. Und sicher gab es die Mikro Seikis, die fetten Nakamichis, den Marantz aus Glas und einige andere, aber erstaunlicherweise hat Räke nicht nur all diese anderen Träume und Exklusivmodelle überlebt, sondern auch das Koma des Vinyls in den 80er und 90ern. Und wenn er das mit einer enormen Gewinnmarge pro Gerät geschafft hat, sei ihm das gegönnt. Diese Diskussion um den reellen Wert eines Unterhaltungselektronikgerätes wurde und wird ja im Forum seit ewig und drei Tagen geführt. Da stellt sich mir immer die Frage, welches Gerät an sich einen fairen Preis hat und welches nicht (mehr) und was man als fair empfindet. Diese Diskussion muß ja hier nicht auch noch geführt werden.


vinylrules (Beitrag #22) schrieb:

TR verkauft auch keine ominösen Zubehörteile für teuer Geld,

Das habe ich ja auch nicht geschrieben. Das macht er ja eben nicht.
vinylrules
Stammgast
#24 erstellt: 13. Feb 2019, 09:48

Da stellt sich mir immer die Frage, welches Gerät an sich einen fairen Preis hat und welches nicht (mehr) und was man als fair empfindet. Diese Diskussion muß ja hier nicht auch noch geführt werden.

Ist in Nischenmärkten mit hohem emotionalem Anteil eh müßig.
Jack_Orsen
Stammgast
#25 erstellt: 13. Feb 2019, 09:51

@Jack_Orsen, cooles Video.


ja,finde ich auch!
Holger
Inventar
#26 erstellt: 13. Feb 2019, 09:55

Mr._Lovegrove (Beitrag #23) schrieb:
Immerhin steht ein Gerät mit SEINEM Namen im MoMa und nicht die originale Michell- Kiste.


Es handelt sich m. W. um einen Transcriptor.


[Beitrag von Holger am 13. Feb 2019, 09:58 bearbeitet]
vinylrules
Stammgast
#27 erstellt: 13. Feb 2019, 10:25
Genau genommen wird er als Transcriptors, Ltd., New York von David Gammon im Moma geführt. Ist übrigens kein Michell.
kölsche_jung
Inventar
#28 erstellt: 13. Feb 2019, 10:25
Holger
Inventar
#29 erstellt: 13. Feb 2019, 10:44
vinylrules
Stammgast
#30 erstellt: 13. Feb 2019, 10:45

Das habe ich ja auch nicht geschrieben. Das macht er ja eben nicht.

Nein, er verkauft an sich Essentielles als Zubehör für ein irres Geld.


[Beitrag von vinylrules am 13. Feb 2019, 10:45 bearbeitet]
vinylrules
Stammgast
#31 erstellt: 13. Feb 2019, 10:50

http://www.michell-engineering.co.uk/history/

Ja, unter Anderem auch von Michell gebaut. Gab auch einen aus Italien evtl. noch andere, Namen habe ich vergessen.
höanix
Inventar
#32 erstellt: 13. Feb 2019, 11:39
Moin

Also ich habe nichts gegen Transrotor, mit denen kann man auch Musik hören.
Schwabbelt aber noch mehr als alle anderen PS die ich habe. smylie-weg_hier

IMG_0962a

Gruß Jörg
vinylrules
Stammgast
#33 erstellt: 13. Feb 2019, 12:10
Hübscher Michell Murano
höanix
Inventar
#34 erstellt: 13. Feb 2019, 12:36
Moin

Der Michell Syncro hat vorn rechts den Schriftzug "Syncro" und eine schwarze Motorabdeckung.
Der Transrotor Murano hat eine silberne Motorabdeckung mit grünem Einschaltknopf.
Außerdem hatte Herr Räke auch fast immer einen Plattenbesen fest veschraubt mitgeliefert.

Gruß Jörg

PS: Das ist zumindest mein Kenntnisstand was die Unterschiede betrifft, ich bin nur Zweitbesitzer.


[Beitrag von höanix am 13. Feb 2019, 12:39 bearbeitet]
Jack_Orsen
Stammgast
#35 erstellt: 13. Feb 2019, 13:02
Schöner Plattenspieler,mal was anderes.
WBC
Inventar
#36 erstellt: 13. Feb 2019, 13:07
Erinnert mich irgendwie an die offengeschraubte Rückseite einer Waschmaschine...

- bin aber trotzdem ziemlich überrascht, was unser guter Jörch so alles in seinen heiligen Hallen hortet...



[Beitrag von WBC am 13. Feb 2019, 13:09 bearbeitet]
vinylrules
Stammgast
#37 erstellt: 13. Feb 2019, 14:01

Das ist zumindest mein Kenntnisstand was die Unterschiede betrifft, ich bin nur Zweitbesitzer.

Die Michell hatten ein hydropneumatisches Lager (so nannten sie es zumindest), wo aus einem Ölreservoir über eine Schnecke im Lagerdorn permanent Öl geschöpft wurde und ein stabiler Ölfilm produziert wurde. Die TR-Varianten hatten m. W. nur simple Gleitlager. Mag Marketing gewesen sein, aber auf jeden Fall aufwendig und teuer, das hat TR sich gespart.
steffenplatt
Neuling
#38 erstellt: 17. Feb 2019, 10:48
Hallo zusammen,

in der Tat sind solche Themen wie hochpreisiges HiFi hier schwieriges Gefilde. Ich denke, jeder sollte sein Geld ausgeben dürfen wie er mag und es für richtig hält. Nur gerade beim Thema Unterhaltungselektronik stößt es vielen sauer auf. Beim Thema Autos hingegen ist es ganz normal 50 k€ für eine schicke Limousine auszugeben, wo doch ein 10 k€ Fiat letztendlich das Gleiche kann und macht. Personen von A nach B transportieren.

Ich bin in der Analog-Szene noch recht neu. Bisher war die digitale Welt mein Reich. Ich habe so ziemlich alles ausprobiert, was irgendwie eine Klangverbesserung versprach. Von der CD zum Streaming-Client (Tidal), zu Hochbit-Files und auch MQA auf einem ROON-Server laufen bei mir. Und dennoch habe ich mir vor ein paar Jahren einen Plattenspieler gegönnt. Einen einfachen Project. Bisher gefiel mir der Klang nicht so richtig, bis ich den Flux Hifi Sonic Nadelreiniger erworben habe. Jetzt allerdings muss ich sagen, dass der Klang deutlich differenzierter ist als bei den digitalen Medien. Soviel zur Limitierung der LP.

Doch jetzt zum eigentlichen Thema: Transrotor.
Mir geht es genauso. Ich stehe vorm Schaufenster und drücke mir die Nase platt. Einfach nur traumhaft. Nachdem ich mal einen Dark Star Probe gehört habe steht für mich fest: Es muss ein Transrotor sein! Und Jeder sollte davon träumen dürfen, ohne dass die scheinbar "Vernunftbegabten" es einem madig machen wollen. Es geht nicht darum, dass man sein Geld auf der Bank hortet, sondern für seinen Lohn, für die harte Arbeit die man geleistet hat sich ein Stück Lebensqualität ins Heim holt. Und wenn diese das Label Transrotor trägt finde ich das vernünftiger als irgendeinen billigen Kram aus Fernost zu kaufen, der nach zwei Jahren wieder aufm Müll landet.
kölsche_jung
Inventar
#39 erstellt: 17. Feb 2019, 11:24

steffenplatt (Beitrag #38) schrieb:
Hallo zusammen,

in der Tat sind solche Themen wie hochpreisiges HiFi hier schwieriges Gefilde. ....

Hab ich in der kurzen Zeit, die ich hier bin, völlig anders erlebt ... das schwierige Gefilde sind nicht die teuren Geräte, sondern der technisch unmögliche Kram, der um solche Geräte fabuliert wird ...

Die Transrotoren drehen auch nur die Platte (in der halbwegs richtigen Geschwindigkeit und ohne nennenswerte Störungen, wie zig andere Dreher auch), die Jelco-Arme sind ok aber eben auch nix besonderes, passender Abnehmer und Entzerrer ... fertig ...

wie aber ein zB transrotor (oder linn oder oder oder) die Platte "anders" (also besser) drehen soll, als zB ein Technics oder oder oder ... keine Ahnung, da wird viel geschwurbelt, in den technischen Werten findet sich meist nix was besser wäre (eher das Gegenteil) ...
wie ein zB "supernetzteil" (welches ausschließlich dem tellerantrieb dient) die Kanaltrennung des Abnehmers oder dessen Frequenzgang beeinflusst ... keine Ahnung
was eine AT95-Scherbe zu einem kapazitätsunkritischen Spitzentonabnehmer macht nur weil man Linn drauf schreibt ... keine Ahnung


sich ein Stück Lebensqualität ins Heim holt

da bin ich hingegen völlig bei dir, man gönnt sich irgendwas, um sich selbst eine Freude zu machen ... wobei mE der Anteil von "reiner Freude" um so größer ist, je weniger "technische Überlegenheit" man herbeifabuliert
vinylrules
Stammgast
#40 erstellt: 17. Feb 2019, 11:29

Es muss ein Transrotor sein!

Warum? Es gibt doch fürs gleiche Geld so viel andere schöne(re) Sachen. Dr. Feickert, Nottingham, Michell, WB........
Holger
Inventar
#41 erstellt: 17. Feb 2019, 11:47

kölsche_jung (Beitrag #39) schrieb:
wie aber ein zB transrotor (oder linn oder oder oder) die Platte "anders" (also besser) drehen soll, als zB ein Technics oder oder oder ... keine Ahnung, da wird viel geschwurbelt


Nicht von den Herstellern selbst, meine ich... die schreiben meist, dass sich ihre Laufwerke exakt und störungsfrei drehen - und das tun sie ja auch.
Aber behauptet denn einer, seine Kreation drehe sich anders oder gar besser als die Konkurrenz?
Holger
Inventar
#42 erstellt: 17. Feb 2019, 11:48

vinylrules (Beitrag #40) schrieb:

Es muss ein Transrotor sein!

Warum?


Weil das eben die Entscheidung dieses einen Kunden ist.
Andere entscheiden anders.
Ist doch OK.
kölsche_jung
Inventar
#43 erstellt: 17. Feb 2019, 12:19
@Holger

Nicht von den Herstellern selbst, meine ich

da hast du Recht, nicht (so direkt) von den Herstellern ... die haften nämlich (in gewissen Grenzen) für das, was sie schreiben und gerade vergleichende Werbung ist da ein "heißes Eisen" ... deshalb steht da oft nur (nicht justiziabeles) Eso-Gesülze.

Aber behauptet denn einer, seine Kreation drehe sich anders oder gar besser als die Konkurrenz?

Mit so profanen (und technisch problemlos widerlegbaren) Dingen wird sich da natürlich kaum beschäftigt, meist wird da auf "den Klang" (in seiner undefiniertesten Art und Weise) rekuriert.
Du bist da natürlich auf der sicheren Seite, da dein "oller TD150" ja klanglich (so gut wie) nicht von nem "Linn-Boliden" unterscheidbar ist.
Generell empfinde ich es allerdings schon so, dass die gesamte HiF-Branche völlig esoterisch ist ... da wird scheinbar ohne jeden technischen Sinn und Verstand ein Kappes zusammenfabuliert, konstruiert und gekauft ...
Irgendwer hat sich zuletzt nen MC-Entzerrer mit nem Rauschabstand von 100dB gekauft ... was soll der Schmarrn ... nen Entzerrer benötigt man zum Abspielen von Schallplatten, die haben nen Rauschabstand von 30 bis 40 dB (was völlig ausreicht) wozu also 100dB am Entzerrer?
Der Unterhaltungselektronik-Markt erinnert mich oft an Quartett spielen ... die CD ist besser, weil sie 90dB (die keiner braucht), also wird ein Entzerrer mit 100dB, also ist Vinyl besser, also HiRes 120dB (die nun wirklich überhaupt keiner braucht) etc pp ...
Bei TVs ... HD, uHD, 4K, 8K ... 16K??? das Auflösungsvermögen des menschlichen Auges wird trotzdem nicht besser, aber man könnte in 50 cm Abstand zu seinem 60 Zöller sitzen ... ja ... schön ...

... und du sitzt in deinem Hörkeller, legst Platten auf deine Geräte aus dem letzten Jahrhundert ... und hast auch keinen "schlechteren Klang" ...
8bitRisc
Stammgast
#44 erstellt: 17. Feb 2019, 13:10
Mich stört an diesen High End Plattenspielern, daß keine technische Verbesserung gegenüber Geräten der normalen Preisklasse erkennbar ist.

Von einen High Endgerät für viele tausend Euro würde ich z.B. folgendes erwarten:
- Direktantrieb
- grundsätzlich Vollautomatik (alleine schon aus dem Grund um zu erkennen ob der Hersteller was vom Plattenspielerbau versteht)
- Elektronische Einmessung des Tonarms soweit wie möglich (Elektronik und Sensorik haben in den letzten Jahrzehnten ernorme Fortschritte gemacht).

Irgendwelche teuren Materialien zusammenzuschrauben hat meiner Meinung nach nichts mit Ingenieurskunst und Entwicklungs- Know How zu tun.

Hat es auf dem Audio High End Sektor überhaupt mal wichtige technische Entwicklungen gegeben, welche dann auch in normale Konsumergeräte übernommen wurden ?
sam.hain
Stammgast
#45 erstellt: 17. Feb 2019, 13:25
Was hat denn Vollautomatik mit Verständnis für Plattenspielerbau zu tun Ich find das ist eine völlig unnütze Funktion, so lang der Plattenspieler nicht auch die Platte eigenständig umdreht oder jemand mitgeliefert wird, der das dann übernimmt.
eStyle
Inventar
#46 erstellt: 17. Feb 2019, 13:26

sam.hain (Beitrag #45) schrieb:
oder jemand mitgeliefert wird, der das dann übernimmt.


Hahahaha, ich hau mich gerade voll weg! :D :D
Am besten eine heiße Dame...!

Gut, vollkommen sinnlos finde ich die Vollautomatik jetzt nicht, nur weil es keine gibt, die auch die Platte gleich mit umdreht. Aber was es mit dem Verständnis zum Plattenspielerbau zu tun haben soll, verstehe ich jetzt auch nicht so ganz.


[Beitrag von eStyle am 17. Feb 2019, 13:29 bearbeitet]
höanix
Inventar
#47 erstellt: 17. Feb 2019, 14:21
Moin

Plattenspieler die die Platten umdrehen gab es schon in den 50er Jahren.
Und Plattenspieler mit zwei Tonarmen die beide Seiten hintereinander abspielen gibt es auch.

Die gibt es aber nicht von Transrotor und es ist auch kein "High-End".

Gruß Jörg
kölsche_jung
Inventar
#48 erstellt: 17. Feb 2019, 14:46

8bitRisc (Beitrag #44) schrieb:
Mich stört an diesen High End Plattenspielern, daß keine technische Verbesserung gegenüber Geräten der normalen Preisklasse erkennbar ist.

...

Hat es auf dem Audio High End Sektor überhaupt mal wichtige technische Entwicklungen gegeben, welche dann auch in normale Konsumergeräte übernommen wurden ?

Muhahaha... die "High(Bl)Ender" schaffen es ja nicht mal "altbekanntes" nachzu"basteln"...

Ich hätte gerne
nen Vollautomaten mit quarzkontrolliiertem Direktantrieb (80er Standard) mit sich selbst zentrierendem Teller (Nakamichi), Tangentialarm, der (wie zB der Laser beim CDP) absolut exakt geführt wird und seine Ak automatisch einstellt, natürlich mit FB und (auch alt) Titelerkennung... am besten mit internem Pre, der sich selbst an den TA anpasst... das "Rund-um-sorglos-Paket"...

... statt dessen gibts dicke Teller mit 60er Jahre-Antrieb... nicht das das nicht reichen würde, aber technisch machbar wäre (s.o.) deutlich mehr, erhältlich davon ist... so gut wie nichts...
sam.hain
Stammgast
#49 erstellt: 17. Feb 2019, 15:02
Und was darf der Wunsch kosten?
kölsche_jung
Inventar
#50 erstellt: 17. Feb 2019, 15:15
Sollte 4-stellig bleiben... also incl passablem TA knappe 10
sam.hain
Stammgast
#51 erstellt: 17. Feb 2019, 15:28
Dafür müssten ein paar zehntausend verkauft werden müssen. Wenn man bedenkt, daß der Dragon CT heute gut viertausend Euro kosten würde und aktuell der Tonarm, der deinen Vorstellungen am nächsten kommt, bei 40.000 Euro liegt....ich glaub das klappt nicht
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