Tip für Holzbehandlung gesucht

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nostalgiker
Stammgast
#1 erstellt: 20. Dez 2007, 20:40
Hallo,
habe kürzlich hier im Forum etwas über eine Methode gelesen, mit der man eine Holzoberfläche wieder schön herrichten kann.Leider finde ich den thread nicht mehr, kann mich ber daran erinnern, daß mit unterschiedlich starker Wolle(?) gearbeitet wurde, wobei zum Schluß ein Wachs(?) mit dieser Wolle aufgetragen wurde.Danach sollte die Oberfläche wie neu sein. Ich habe Lautsprecher in wunderschönem Holzgehäuse, das mal eine Auffrischung nötig hätte. Ich wäre für ein paar konkrete Hinweise, die mir diesbezüglich weiterhelfen können, dankbar.
Wolfgang
classic.franky
Inventar
#2 erstellt: 20. Dez 2007, 21:18
was haben deine LS, kratzer oder schlimmer? ich habe schon vieles mit ÖL und putzen wegbekommen! man brauch nicht immer das volles programm.


[Beitrag von classic.franky am 21. Dez 2007, 00:34 bearbeitet]
nostalgiker
Stammgast
#3 erstellt: 20. Dez 2007, 23:34
Hallo franky,
es sind schon ein paar Kratzer/Riefen und einige Flecken, denen mit dem üblichen Öl, das ich auch öfter verwende, wohl allein nicht beizukommen ist. Was heißt denn "volles Programm" konkret?
Wolfgang
classic.franky
Inventar
#4 erstellt: 21. Dez 2007, 00:40
ich weiß jetzt auch nicht welches posting du meinst aber vielleicht findet sich noch jemand der es findet


..."volles Programm" konkret?...

ich meine alles abschleifen und neu lackieren... kommt aber drauf an wie groß der schaden ist.


beispiel von mir sansui woodcase [wasser und öl]:





[Beitrag von classic.franky am 21. Dez 2007, 00:41 bearbeitet]
kuni1
Stammgast
#5 erstellt: 21. Dez 2007, 11:13
Hi,

ich geh da immer wie folgt dran:

(a) Wenn nur kleinere Kratzerchen dran sind:
Mit feuchtem Geschirrtuch und etwas Spüli im Wasser vorreinigen, dann mit Balistol Öl einreiben. Etwas trocknen lassen und dann nachpolieren. Ggf. 1h später nochmal etwas polieren nachdem weitere Reste vom Balistol verdampft sind.

(b) Tiefere Kratzer, die aber noch kein Abschleifen nötig machen:
Mit feuchtem Geschirrtuch und etwas Spüli im Wasser vorreinigen. Dann die Oberfläche mit der groben Seite dieser Topfreinigerschwämmchen LEICHT und VORSICHTIG in Maserungsrichtung reiben (ebenfalls nur mit Wasser und Spüli). Dann trocknen lassen. Vermutlich ging dadurch etwas Farbe mit ab und das Gehäuse sieht dann etwas verblaßt aus. Nun mit farblich passender Möbelpolitur oder Möbelöl einreiben. Das bringt zunächst erst mal wieder etwas Farbe zurück, bzw. frischt sie auf. Schließt aber auch wieder die Poren. Wieder trocknen lassen und leicht nachpolieren. Danach kann das Ergebnis schon ok sein. Wenn nicht, dann nehme ich farbloses Bodenwachs (sowas zur Pflege von z.B. Holzdielenböden) und trage das auf. Nach ca. 10min. polieren und ggf. nochmal wiederholen.
Damit gehen die meißten Kratzer weg, bzw. sind nur noch bei genauem Hinsehen zu entdecken.

(c) Richtige Kratzer, die in die Tiefe des Furniers gehen:
Erst mit gröberem Schleifpapier schleifen, dann mit feinerem und zuletzt mit ganz feinem. Je nachdem wieviel Frabe dabei verloren gegangen ist, entweder wie bei (b) nach dem Reinigen fortfahren oder erst mal farblich passende Lassur auftragen und dann mit farblosem Möbelöl und ggf. Bodenwachs polieren.

Ich hoffe ich konnte helfen...

Gruß, Kuni
nostalgiker
Stammgast
#6 erstellt: 21. Dez 2007, 11:44
@ franky:
Überzeugendes Ergebnis, aber meine Frau meint, daß z.B. Renovell bei nicht offenporigem Holz nicht wirkt, da es nicht einziehen kann. Meine Oberfläche ist sehr glatt, evtl. lackiert.

@ kuni:
Danke für die ausführliche Beschreibung Deines Vorgehens, sie hilft mir erst einmal weiter.Ist Balistol ähnlich wie Renovell?
Wolfgang
kuni1
Stammgast
#7 erstellt: 21. Dez 2007, 14:43

nostalgiker schrieb:

Balistol ähnlich wie Renovell?

Kann ich Dir leider nicht sagen, weil ich Renovell nicht kenne.

Balistol ist eigentlich ein Waffenöl auf vollkommen natürlicher Basis. Müffelt zwar anfänglich etwas ist aber vollkommen ungiftig. Daß Balistol in vielerlei Hinsicht eine Allzweckwunderwaffe ist, habe ich erst im Laufe der Zeit erfahren. So wurde Balistol z.B. meiner Mutter von einem Kürschner zur Lederpflege empfohlen.

Daß man Balistol auch für Holz verwenden kann habe ich in einem stuttgarter Möbelhaus, welches sich auf Naturmöbel spezialisiert hat, erfahren. Da kam der Tip her mit Balistol kleinere Kratzerchen aus der Tischoberfläche wieder wegzubekommen. Das hatte mich dann auf den Trichter gebracht das auch mal mit Holzgehäusen zu versuchen.
Im Ergebnis sehen meine aufbereiteten Gehäuse auch so gut aus, wie "classic.franky" das in seinen Bildern demonstriert hat. D.h. die Kratzer gehen damit zwar nicht 100% raus, werden aber ziemlich kaschiert, weil sich das Öl in den Kratzer setzt und ihn farblich etwas abdeckt.

Man bekommt übrigens mit Balistol auch farblich leicht ausgebleichte Gehäuse wieder hin, die mit Kunststoffolie bezogen sind. Die Farbe der Folie ist danach wieder etwas kräftiger. Allerdings wird da das Öl natürlich nicht vom Holz aufgenommen, d.h. man muß öfter nachpolieren bis die überschüssigen Ölreste weg sind. Sonst hat man immer nach dem Anfassen schmierige Finger

Was übrigens auch ganz gut funktioniert ist Balistol als Reinigungsmittel für Potis zu verwenden. Dauert zwar ein paar Tage, bis es überall ins Poti reingezogen ist, aber dann funktionieren die Dinger wieder prima. Von Verharzung konnte ich bisher noch nichts feststellen. Auf jeden Fall greift Balistol (weil natürlich) die Potimaterialien nicht an.

Als Schmiermittel (z.B. Skalenseilrollen o.ä.) ist es m.E.n. allerdings nicht besonders toll geeignet. Weis nicht genau wieso, aber mit der Zeit hällt der Schmiereffekt nicht an. Ich vermute, daß sich das Öl im Laufe der Zeit immer mehr verflüchtigt und dann eben nicht mehr viel übrig bleibt was schmieren könnte.

Gruß, Kuni
WinfriedB
Inventar
#8 erstellt: 21. Dez 2007, 15:01
Vor allem solltest du erstmal klären, ob das Gehäuse tatsächlich ein Echtholzfurnier hat oder ob es eine holzoberflächenimitierende Folienbeschichtung ist. Bei letzterer gibt es wohl keine Auffrischungsmöglichkeit, außer evtl. Bekleben mit neuer Holzdekorfolie mit gleichem Farbton. Das muß man aber schon SEHR sorgfältig machen, sonst sieht es sch.... aus.

Zur Verwendung von Ballistol bei der Reinigung von Potis: Die Methode ist mir neu, man sollte aber auf keinen Fall Kontaktspray verwenden, das ist ziemlich aggressiv und kann Kohlebahnen auflösen. Wenn schon ein Kontaktspray, dann nur Tunerspray, das ist wesentlich schonender. Hab damit schon Widerstandsbahnen in Kameras reinigen können. Voraussetzung ist allerdings, daß die Kohleschicht des Potis noch nicht rissig bzw. von der Unterlage abgelöst ist, dann hilft nur noch Komplettersatz.
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