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Yamaha MX 1000 gegen M 85

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Jerri1988
Stammgast
#1 erstellt: 13. Feb 2009, 22:00
Hallo liebe Hifi Forum Gemeinde. Wie man dem Titel entnehmen kann, geht es um Endverstärker der 80er Jahre.

Und zwar schildere ich einfach mal meine Situation:

Ich habe bei mir daheim letztens von einem bekannten einen Yamaha MX-1000 an meinen Lautsprechern gehabt und wareinfach begeistert (irgendwie steh ich eh auf 80er Jahre sachen) .

Da hab ich ein bisschen gegoogled und bin auf den Vorgänger M-85 gestoßen. Ich denke zwar, das die annähernd gleich sind, da ich die M-85 aber noch nie gehört habe, möchte ich einfach mal nach den Unterschieden Fragen. Über die SuFu hab ich leider nicht viel gefunden.

Mich interessiert dabei folgendes:
Welche hat die "seidigeren" Höhen?
Welche hat den "präsenteren" Grundtonbereich (so um 200-500 hz meine ich)?
Welche hat den Kräftigeren Bass (unter 200 hz)?
Welche hat mehr "Dynamik" beim abspielen von Musik?
Bringt die Class A Schaltung der M-85 etwas, oder ist die "simulierte Class A" der MX 1000 genauso gut?

Wäre toll, wenn jemand der Beide Endverstärker kennt, etwas dazu sagen könnte. Das hilft mir bestimmt beim kauf weiter!

Vielen Dank
Jerri
Monkey_D._Ruffy
Inventar
#2 erstellt: 14. Feb 2009, 00:41
Um das Ganze mal rein technisch zu beantworten:

Mit Sicherheit haben diese beiden Endstufen KEINE hörbaren Unterschiede

Die MX-1000 war der Nachfolger der M-85, was die beiden ansonsten unterscheidet weiß ich nicht. ich kenne nur die M-65, die MX-1 und die MX-2, ansonsten noch diverse Yamaha Endstufen aus den 70ern, die auch nicht schlecht sind.

Klangbeschreibungen sind bei Transistorengeräten immer schwer vor allem Klangvergleiche, ich habe selber lange genug gebraucht um das zu begreifen.

Am besten ist es du nimmst Dir das für dich "anreizenste" Gerät (optisch, von den Daten her usw.) und hörst damit. Alles andere ist eigentlich Schwachsinn
Jerri1988
Stammgast
#3 erstellt: 14. Feb 2009, 10:27
Das der Unterschied bei Transistorgeräten meistens schwindend gering ist, hab ich auch schon begriffen .

Wollte ja eigentlich auch nur wissen, ob die sich irgendwie "markanter" unterscheiden.
Wobei gefallen würden mir denk ich beide, irgendwie find ich war die "Höhenwiedergabe" damals ganz anders (im guten sinne) .

Gruß Jerri

PS: Wie war dein Klangeindruck der M65 (müsste ja bis zu einem gewissen Lautstärkegrad der M85 vom klang identisch sein)?
Highendmaster
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 05. Jun 2009, 09:28
Hallo Jerri1988,

ich habe seit Mitte der 80 Jahre verschiedenste Yammi-Schlachtschiffe bessen, die ich teilweise sehr umfangreich modifiziert haben.In meinem Besitz befindet sich zur Zeit eine M-60 die in mühevoller Kleinarbeit überarbeitet habe.

Mit ein wenig Aufwand kann man aus diesen Geräte klanglich eine Menge mehr herausholen.

Der klangliche Unterschied zwischen den verschiedenen Serienvarianten kann gegenüber meinen Modifikationen als sehr gering bezeichnet werden.

Wenn Du näheres Wissen möchstest melde Dich einmal


Gruß

Highendmaster

P.S. ich bin eine Privatperson und habe keine gewerblichen Interessen
kinodehemm
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 05. Jun 2009, 09:46
Moin

nicht nur angesichts des Bescheidenheit ausdrückenden nick's bin ich jetzt schon auf die tuning- Tips gespannt...

--

-Oh, schade - nur im nicht öffentlichen PN-Verkehr.




Hm, ich probier's mal:

Silberkabel-Innenverdrahtung
Mikrofoniefreie Gold/Babyöl Kondensatoren
Sauschnelle Dioden

..und- ach ja, das Rack!
semmeltrepp
Gesperrt
#6 erstellt: 05. Jun 2009, 09:56
Etwas stutzig macht mich aber diese Aussage:


Highendmaster schrieb:


Mit ein wenig Aufwand kann man aus diesen Geräte klanglich eine Menge mehr herausholen.

Der klangliche Unterschied zwischen den verschiedenen Serienvarianten kann gegenüber meinen Modifikationen als sehr gering bezeichnet werden.



Highendmaster
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 05. Jun 2009, 17:55
Lieber kinodehemm,

ich weiß nicht welches Selbstverständnis von Niveau in diesem Forum von den Teilnehmern gewahrt werden sollte. Einer von uns beiden hat anscheinend die falsche Vorstellung darüber.

Ich befasse mich seit 25 Jahren mit dem Optimieren von alten Verstärkerschätzchen. Solch blödsinnige und zynische Aussagen wie in Babyöl getränkte Kondensatoren zu verwenden habe ich eigentlich nicht nötig mir anhören zu müssen.

Ich denke, daß in diesem Teil des Forums die gemeinsame Leidenschaft an alten Schätzchen teilen sollten.

Im laufe der letzten Jahre habe ich gerade mit alten Yammis einen Erfahrungsschatz hinsichtlich konstruktiver und alterungsbedinger Schwachstellen angesammelt über deren Beseitigung (bei unterschiedlichsten finanziellen Möglichkeiten) es sich sicherlich lohnen würde fachlich zu diskutieren.

Viele Grüße

Highendmaster
Highendmaster
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 05. Jun 2009, 18:02
Lieber Semmeltrepp,

vielleicht war meine Formulierung etwas unglücklich.

Ich meinte nachfolgendes:

Die Enstufen M-60, M-80, M-85, MX-70, MX-1000 klingen alle ziemlich ähnlich. Nimmt man jedoch bestimmte Modifikationen vor; z.B. seien exemplarisch genannt:

- Austausch der in Jahre gekommenen Siebelkos
- Austausch der Zement-Emitter-Widerständer an den Leistungstransisoren

gibt es sofort einen deutlichen Klanggewinn.

MfG.

Highendmaster
Schall_und_Rauch
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 05. Jun 2009, 20:39
Elkos werden gerne getauscht - das bringt aber nur einen Unterschied wenn sie defekt waren.


Was das tauschen der Emitterwiderstände (gegen was?) bringen soll ist allerdings unverständlich.
Highendmaster
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 05. Jun 2009, 21:11
Hallo Schall und Rauch,

hinsichtlich der Emitter-Widerstände habe ich zwei Versuchsreihen gefahren.

1. Mills MRA ca. 5 - 7 € / Stück
2. Isabellenhütte Manganin PHB 3 - 5 € / Stück

Bei 16 Widerständen (M-60) kommen je nach Lieferant folglich 50 - 110 € zusammen.

Das Klangbild war klarer und wesentlich räumlicher und deutlich feinzeichneder als bei den originalen Zementwiderständen aus den 80zigern.


Hinsichtlich der Siebelkos habe ich alternativ zur Serienbestückung BHC-Slitfoil Kondensatoren eingesetzt. Der Kostenfaktor lag bei etwa 100 €.

Hinsichtich des Klangbildes ergab sich ein wesentlich impulskräftigerer Bass.

Bessere Bauteile, richtig eingesetzt bringen halt einen klanglichen Zugewinn, man muß halt nur auf dem Teppich bleiben und sich nicht von irgendwelchem Voodoo vereimern lassen.

MfG.

Highendmaster
KimH
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 05. Jun 2009, 21:28

Highendmaster schrieb:
Hallo Schall und Rauch,

hinsichtlich der Emitter-Widerstände habe ich zwei Versuchsreihen gefahren.

1. Mills MRA ca. 5 - 7 € / Stück
2. Isabellenhütte Manganin PHB 3 - 5 € / Stück

Bei 16 Widerständen (M-60) kommen je nach Lieferant folglich 50 - 110 € zusammen.

Das Klangbild war klarer und wesentlich räumlicher und deutlich feinzeichneder als bei den originalen Zementwiderständen aus den 80zigern.


Hinsichtlich der Siebelkos habe ich alternativ zur Serienbestückung BHC-Slitfoil Kondensatoren eingesetzt. Der Kostenfaktor lag bei etwa 100 €.

Hinsichtich des Klangbildes ergab sich ein wesentlich impulskräftigerer Bass.

Bessere Bauteile, richtig eingesetzt bringen halt einen klanglichen Zugewinn, man muß halt nur auf dem Teppich bleiben und sich nicht von irgendwelchem Voodoo vereimern lassen.

MfG.

Highendmaster


Hallo Highendmaster,

ersteinmal schätze ich dein Engagment, was die alten Klassiker angeht .

Nun würde mich aber brennend interessieren unter welchen Testbedingungen du zu diesen Ergebnisssen gekommen bist.

Wenn du dazu etwas näheres schreiben könntest, haben wir eher die Möglichkeit deine Ergebnisse nachvollziehen zu können.

Viele Grüße

Kim
Highendmaster
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 05. Jun 2009, 21:41
Hallo KimH,

die Yamaha M-Serie eignet sich wunderbar zum tunen weil einfach alles von allen Seiten leicht zugänglich ist.

Der Testaufbau für die Emitter-Widerstände ist im Prinzip recht einfach. Die Originalteile werden ausgelötet an die entsprechen Kontakte der Platine werden Kabel mit Kabelklemmen angelötet und die Klemmen mit den entsprechenden Widerständen bestückt.

Natürlich ist dabei genau auf die Werte zu achten und bitte keinen Kurzen generieren, dann ist die alte Yammi nur noch E-Schrott.

Danch kann die Session losgehen mit geeignetem Musikmaterial und Testern die dieses Hobby teilen.

Unser Testsieger waren knapp die Mills, der Economiepreis ging an die PHB´s, die Originalteile wurden nie wieder eingelötet.

Mit den Siebelekos wurde genauso verfahren (aber bitte mindestens 1,5 besser 2,5 mm² Kabel verwenden).

MfG.

Highendmaster
andisharp
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 06. Jun 2009, 14:10
Neue Siebelkos bringen also besseren Bass, obwohl sie nicht mal im Signalweg liegen, alles klar Herr Kommissar.

Ist mir schon klar, dass nur dort getunt wird, wo auch ein Laie problemlos drankommt. Wie wärs denn noch mit neuen Feinsicherungen?
Highendmaster
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 06. Jun 2009, 18:22
Hallo andisharp,

es ist in der Tat so, die ausgetauschten Siebelkos beieinflussen die Qualitäts der Basswiedergabe überraschend deutlich.

Von Feinsicherungen am besten noch aus goldbedampften Silber halte ich nichts ich kann physikalisch keinen Vorteil entdecken also lasse ich es sein.

Wenn Sie die Siebelkos für unbedeutend halten machen Sie einen einfachen Versuch:

Reduzieren Sie die Kapaität ihrer Siebung um etwa 3/4 und hören Sie etwas mit vielen impulsiven Bassimpulsen, z.B. Schlagzeug, Sie werden deutlich merken, dass ihrer Kiste ruckzuck sie Puste ausgeht.

Mit beleidigenden Kommentaren wie Laie sollte man sich etwas zurückhalten, die Argumente werden dadurch nicht sachlicher.

Ich kann hier nur über meine Erfahrungen berichten, die sich vermutlich über ein längeres an Jahren angesammelt haben als die Masse der Forumteilnehmer auf diesem Planeten verweilt.

MfG.

Highendmaster
semmeltrepp
Gesperrt
#15 erstellt: 06. Jun 2009, 18:26
Ich hab mal an einem ollen Ford Fiesta ein paar Spoiler angebaut. Schneller wurde er dadurch nicht, aber schwerer.
Highendmaster
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 06. Jun 2009, 18:40
Wenn er dadurch eine bessere Straßenlage hatte warum nicht ? Leider gehen Änderungen dieser Art oftmals mit einer signifikanten Steigerung des Proll-Faktors eines Fahrzeuges einher.

Daher hilft bei Autos oftmals der bekannte alte Spruch:

Hubraum ist nur durch mehr Hubraum zu ersetzen.
semmeltrepp
Gesperrt
#17 erstellt: 06. Jun 2009, 18:59

Highendmaster schrieb:
Wenn er dadurch eine bessere Straßenlage hatte warum nicht ?



Eher nicht, da er irgendwann mit den Dach zuerst im Graben lag.

Aber was das Technische angeht: Ich kann dir gerne mal meinen Gesellenbrief zeigen. Zufällig bin ich gelernter RFT und stehe solchen Maßnahmen dadurch natürlich etwas skeptisch gegenüber.

Natürlich hört man nach solchen Tuning-Maßnahmen Unterschiede.Sonst wäre der ganze Aufwand ja umsonst gewesen. Ich nenne das Autosuggestion.
-scope-
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 06. Jun 2009, 20:05

Bei 16 Widerständen (M-60) kommen je nach Lieferant folglich 50 - 110 € zusammen.

Das Klangbild war klarer und wesentlich räumlicher und deutlich feinzeichneder als bei den originalen Zementwiderständen aus den 80zigern.


Die Veränderungen durch dien "besseren" Emitterwiderstände werden also schon beim "stinknormalen" hinhören bemerkbar.Die Veränderungen müssen demnach gigantisch ausfallen. Es gibt ausserdem Verbesserungen(?) in der räumlichen Abbildung....usw...usw...

Naja....Es gibt immer wieder vereinzelt Bastler die sowas behaupten.
Die Formulierungen sind in diesem Fall aber absolut unglaubwürdig.


[Beitrag von -scope- am 06. Jun 2009, 20:07 bearbeitet]
tommy68219
Neuling
#19 erstellt: 06. Jun 2009, 20:27
Also ich würde noch alle in der Endstufe befindlichen Kabel gegen größere Querschnitte austauschen. Ich denke da an mindestens 10 quadrat. Wird sich bestimmt in einem gigantischen Bassgewinn niederschlagen.
Sorry, aber aber habe schon genug HFi Tuner kennengelernt.
Für mich sind das alles Fantasten.
Bei Yamaha beschäftigt man Ingenieure mit bestimmt jahrelangem Fachwissen in diesem speziellen Bereich. Und da kommt einer an und tauscht Widerstände und Elkos aus. Ist ja lächerlich. An meine M85 würde ich keinen "Tuner" dranlassen.
Grüße
Tom
-scope-
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 06. Jun 2009, 20:41

Bei Yamaha beschäftigt man Ingenieure mit bestimmt jahrelangem Fachwissen in diesem speziellen Bereich. Und da kommt einer an und tauscht Widerstände und Elkos aus


Darauf antworten die Bastel-Tuner dann automatisch:

"Jaja, aber die Ingenieure müssen sich dem Kostendruck fügen. Da wird überall der Rotstift angesetzt....Natürlich auf Kosten der guten Musikwiedergabe" ....usw....usw...


An meine M85 würde ich keinen "Tuner" dranlassen.


Das ist in vielen Fällen auch besser so.


[Beitrag von -scope- am 06. Jun 2009, 23:35 bearbeitet]
Highendmaster
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 06. Jun 2009, 23:12
Lieber Semmeltrepp,

der Gesellenbrief ist schon einmal ein guter Anfang, danach kommt bekanntlich der Meister, dem sich dann der Ingenieur anschließt. Womit wir bei dem Abschluß währen, den ich mein eigen nenne.

Aber zurück zum sachlichen, es ist in der Tat so das Schaltungen nach einem Sollwert ausgelegt werden und dann an allen Enden gespart wird, wo es nur geht.

Marantz zeigt es mit seiner KI-Serie sehr deutlich. Im Prinzip sind diese mit den normalen Geräten baugleich, es werden lediglich an ein paar Stelle vernünftigere Bauteile für etwas mehr geld verwendet.

Kabel mit 10 mm² zu verlöten ist zugegeben Blödsinn dieses würde keiner tun der sich mit so etwa auf vernünftigem Niveau befaßt.

Es gibt aber zahlreiche Diplomarbeiten, die sich auf ordentlichem Niveau mit den Auswirkungen von Bauteilequalitäten auf den Klang befassen.

Wer für den Innenverdrahtung sich Cinch-Kabel für 500 €/m verkaufen läßt geht sicherlich einem Scharlatan auf den Leim.

Wenn ich aber die Klingelkabelverdrahtung, was anderes hat YAMAHA nicht an die Cinch-Kabel angelötet durch einfaches abschirmtes Öelbach-Kabel für 10 €/m ersetze ist dieses mehr als sinnvoll.

Eine anderes Beispiel für die M-85, gemäß Service-Manual sind die Eingangpotis 20 kOhm (log). Messen Sie bei diesen mal die Abweichungen durch, von Kanalsymetrie kann dort keine Rede sein.

usw.

Gruß

Highendmaster
_ES_
Administrator
#22 erstellt: 06. Jun 2009, 23:49

Eine anderes Beispiel für die M-85, gemäß Service-Manual sind die Eingangpotis 20 kOhm (log). Messen Sie bei diesen mal die Abweichungen durch, von Kanalsymetrie kann dort keine Rede sein.


Die hat man entweder am Anschlag oder überbrückt, wenn man schon am tunen ist.



Marantz zeigt es mit seiner KI-Serie sehr deutlich. Im Prinzip sind diese mit den normalen Geräten baugleich, es werden lediglich an ein paar Stelle vernünftigere Bauteile für etwas mehr geld verwendet.


Etwas ist gut, in der Regel bewegt sich der Aufschlag um die 300 Euro.

Dafür das das Innenblech verkupfert wird, ein RKT statt normalen Trafo zum Zuge kommt und teilweise andere Elkos verwendet werden.

Spätestens bei den CD-Playern dieses Herstellers sollte man sich die Sinnfrage stellen.

Ich sehe da eher das zusätzliche Geschäft, denn irgendwelche Klangverbesserungen.

Was ja durchaus legitim ist, wenn der Markt es hergibt..


der Gesellenbrief ist schon einmal ein guter Anfang, danach kommt bekanntlich der Meister, dem sich dann der Ingenieur anschließt. Womit wir bei dem Abschluß währen, den ich mein eigen nenne


In was, wenn ich fragen darf ?


Das Klangbild war klarer und wesentlich räumlicher und deutlich feinzeichneder als bei den originalen Zementwiderständen aus den 80zigern.


Als Ing im richtigen Bereich hast Du sicherlich entsprechende Messungen getätigt, die das belegen können- über das wie brauchen wir uns ja nicht zu unterhalten..


Ich kann hier nur über meine Erfahrungen berichten, die sich vermutlich über ein längeres an Jahren angesammelt haben als die Masse der Forumteilnehmer auf diesem Planeten verweilt


Ein gewisses Selbstbewusstsein soll ja gesund sein, unterschätze aber nicht unsere User..
-scope-
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 06. Jun 2009, 23:52

Es gibt aber zahlreiche Diplomarbeiten, die sich auf ordentlichem Niveau mit den Auswirkungen von Bauteilequalitäten auf den Klang befassen.



Welche Diplomarbeit befasst sich denn z.B. mit den vermeintlichen Nachteilen, die man sich durch die 0,22R Zementwiderstände angeblich einhandelt.

Welche Betriebsparameter der Endstufe werden negativ beeinflusst, und in welchen -Größenordnungen- geschieht das?

"Sie" als routinierter Ingenieur, werden ihre Umbauten zweifelsohne AUCH messtechnisch untersucht (verglichen) haben. Über detaillierte Beschreibungen und Vorgehensweisen, die ich hier an einer M85 gerne nachprüfen werde, wird sich das gesamte Forum erfreuen.
Soviel ist sicher.


Wenn ich aber die Klingelkabelverdrahtung, was anderes hat YAMAHA nicht an die Cinch-Kabel angelötet durch einfaches abschirmtes Öelbach-Kabel für 10 €/m ersetze ist dieses mehr als sinnvoll.


Warum sollte das sinnvoll sein? Was (welche Parameter) verbessert die wenige Dezimeter lange, neue Innenverkabelung im Detail?


Eine anderes Beispiel für die M-85, gemäß Service-Manual sind die Eingangpotis 20 kOhm (log). Messen Sie bei diesen mal die Abweichungen durch, von Kanalsymetrie kann dort keine Rede sein.


Das sollten "Sie" näher erklären, denn bei diesen Potenziometern handelt es sich um zwei getrennte Mono-Potenziometer. Stellt man beide Potenziometer auf den üblichen Rechtsanschlag, dann ist eine -durch diese Potenziometer-
erreichte Abweichung der Kanäle <0,05 dB und damit praktisch nicht vorhanden. Werden diese Regler hingegen zur Dämpfung verwendet, dann ist diese alleine von dem "Geschick" und der Sorgfalt der Bedienenden Person abhängig.


[Beitrag von -scope- am 06. Jun 2009, 23:58 bearbeitet]
Highendmaster
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 07. Jun 2009, 13:49
Zum Thema Rechtsanschlag der Eingangspotis:

Der Vorschlag, dieses grundsätzlich zu brücken ist natürlich absolut korrekt, da diese immer eine Schwachstelle darstellen. Bei der M-60, die ich zur Zeit gerade bearbeite, sind diese doch deutlich verdreckt und haben nach ca. 25 Jahren Alterungserscheinungen.

Bei Rechtsanschlag liegt der Wiederstand wie folgt:

Linker Kanal: 3,3 Ohm
Rechter Kanal: 4,5 Ohm

Meiner Meinung nach ist das lausig und geht besser.

Ein anderes Beispiel sind die zahlreichen Widerstände (teilweise auch im Signalweg). Die Entwickler von YAMAHA haben sich bei jedem Teil unbestritten etwas gedacht. Das auslöten etlicher Widerstände hat bei mir ergeben, daß von den vorgegebenen 5% Toleranz in beide Richtungen nicht zu knapp gebrauch gemacht wurde.

Für wenig Geld und Mühe (beim Messen) lassen sich deutlich toleranzhaltigere Widerstände finden und einlöten. Das nachlöten ist manchesmal sowie sinnvoll wenn sich die Qualität der Serienverlötung nach all den Jahren anschaut.

Ein anderes Beispiel sind die FTZ-Kondensatoren direkt am Cinch-Eigang, diese zu entfernen kostet nun wirklich nichts. Es kann nun wirklich niemand behaupten daß diese zusätzliche Kapazität (mit einem kurzen Taschenrechnerdreisatz war ich bei einem Äquivalent von etwa 5 m Cinch-Kabel) klangförderlich ist.

Wie gesagt, der Gesamteindruck war,für mich ein deutlicher Gewinn an Klangqualität.

Lieber R-Type, ich möchte niemanden unterschätzen oder beleidigen, nur manche Kommentare gehören hier in der Form halt nicht hin und dann antworte ich auch entsprechend.

Ich muß natürlich Zugeben, daß das Erlebnis "Klang" natürlich subjektiv ist und wie wir alle Wissen von der gesamten Kette abhängt. Vielleicht bringt das eine oder andere nichts, weil die Kette ganz wo anders eine Schwäche hat.

Ein anderes Beispiel ist die Vorstufe C-60 im Phonoteil, im 6 und im 14 dB Verstärkerzug ist es gemäß Layout der Platine vorgesehen einigen Elkos mit einem parallelen Folien- oder Glimmerkondi etwas nachzuhelfen.

Was war der Grund ? Warum wurde es nicht gemacht ?

Ganz einfach:

In der Serie wird, um Geld zu Sparen die weitestgehend gleiche Hauptplatine verwendet. Jedoch erst bei den teuersten Varianten "vollständig" bestückt.

So long
-scope-
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 07. Jun 2009, 14:14

Bei Rechtsanschlag liegt der Wiederstand wie folgt:

Linker Kanal: 3,3 Ohm
Rechter Kanal: 4,5 Ohm

Meiner Meinung nach ist das lausig und geht besser.


Was ist denn das für eine Argumentation? Man kann auch mit dem Hammer draufhauen, dann sind es viele Mohm.
Sind die Regler verschlissen, dann baut man eben neue ein. Dann ist der "Gleichlauf" im Rechtsanschlag auch bei Stereopotenziometern wieder 1 A. Ein paar hundert Milliohm sind an dieser Stelle völlig normal und stellen für den Gleichlauf der Kanäle absolut kein Problem dar.


, daß von den vorgegebenen 5% Toleranz in beide Richtungen nicht zu knapp gebrauch gemacht wurde.


Diese Toleranzen spielen an vielen Stellen keine Rolle für die Eigenschaften, die der Endverstärker letztendlich mitbringt. Das gilt in GANZ BESONEREM Maße für die Hörbarkeit.

An den Stellen, wo es auf exakte Werte ankommt, sind entweder Trimmer, oder eben entsprechede Teile mit geringeren Toleranzen verbaut.


Wie gesagt, der Gesamteindruck war,für mich ein deutlicher Gewinn an Klangqualität.


Das will ich gerne GLAUBEN. Alles andere wäre auch anmaßend. Allerdings geht es hier nicht so sehr um "Ihre" emotionalen Ergüsse, sondern (so wie ich es gelesen habe) um handfeste Fakten. Und da kann ich einfach nicht GLAUBEN, dass am anderen Ende gerade ein erfahrener Ingenieur im Bereich Audioelektronik schreibt.

Eine äusserst schwache Vorstellung mit (bisher) äusserst schwachen Argumenten.


[Beitrag von -scope- am 07. Jun 2009, 14:31 bearbeitet]
Highendmaster
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 07. Jun 2009, 15:22
Ich habe aus meiner M-60 praktisch alle Widerstände ausgelötet und vermessen. Die 1/4 oder 1/2 W Typen sind alle 5%-Kameraden von der Serie her. (ich bewahre alles was ich ausgelötet habe auf). Bauteile mit höherer Tolenranz wurden nicht verwendet den Toleranzhaltigkeit kostet bekantermaßen Geld.

Machen wir es noch "billiger" und setzen gedanklich 10 % Typen ein, hätte dieses keine (inakzeptablen negativen) Auswirkungen, würde der Hersteller dieses Zwecks Gewinnoptimierung auch tun.

Die Thematik Audiotechnik ist für mich nur ein Hobby (ich sagte bereits am Anfang, dass ich keine gewerblichen Aspekte mit meinen Kommentaren bezwecke).

Ich habe bei meinen zahlreichen Optimierungsversuchen (es halt ein Hobby) schon vieles erlebt.

Man tauscht ein Bauteil gegen ein vermeindlich besseres aus, was gemäß den Messwerten dem "idealen" Bauteil nährer kommen soll. (Kondensator mit geringerem inneren Verlustwiderstand etc.)

Die Erprobung in der Praxis ergibt Veränderungen, mal subjektiv besser mal schlechter. Man verbucht das Ergebnis in seinem Erfahrungsschatz und macht weiter.

Ich wollte hier lediglich ein paar meiner positven Erfahrungen weitergeben (die negativen behält man bekanntlich für sich) und werde hier der Art angegangen.

Ich kann jedemm nur empfehlen, wenn er Spaß und Freude daran hat und darum sollte es eigentlich gehen, selst ein paar Versuche zu unternehmen. Natürlich stets sinnvoll und überlegt. Wer für einen Satz Siebelkos 1.200 € ausgibt, hat selbst Schuld, dieses würde auch ich nicht machen.
-scope-
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 07. Jun 2009, 15:55

Ich habe aus meiner M-60 praktisch alle Widerstände ausgelötet und vermessen.


Ich bin mir -spätestens zu diesem Zeitpunkt- nicht mehr sicher, ob "Sie" uns nicht zum Narren halten wollen.
Wie "Sie" sehen gibt es aber immer ein paar Leute, die auf solche Köder anbeissen.


Machen wir es noch "billiger" und setzen gedanklich 10 % Typen ein, hätte dieses keine (inakzeptablen negativen) Auswirkungen, würde der Hersteller dieses Zwecks Gewinnoptimierung auch tun.


Das würde er schon aus dem Grund nicht tun, da 5%ige Ware absoluter Standard ist, und man Probleme hätte, 10%ige Ware in Mengen einzukaufen.


Die Thematik Audiotechnik ist für mich nur ein Hobby (ich sagte bereits am Anfang, dass ich keine gewerblichen Aspekte mit meinen Kommentaren bezwecke).


Gott sei Dank....Eine gute Nachricht für die Verbraucher.


Ich habe bei meinen zahlreichen Optimierungsversuchen (es halt ein Hobby) schon vieles erlebt.

....Und ich erst. Gestern um 14.35 habe ich meinen Kaffee über das Gerät gekippt. Eine riesen Sauerei. Ich habe viele solcher Anekdoten parat...

OK...Eine reicht ja,


Die Erprobung in der Praxis ergibt Veränderungen, mal subjektiv besser mal schlechter.


Eine sehr seriöse Vorgehensweise ....Mal hab´ ich Durst, mal hab ich Hunger....Ich habe aber meist Hunger.

Also müsst IHR mehr essen....los....los...!


Ich kann jedemm nur empfehlen, wenn er Spaß und Freude daran hat und darum sollte es eigentlich gehen, selst ein paar Versuche zu unternehmen....


...damit der Wertstoffhof voll wird...oder was?

Da liegt m.E. DAS Problem versteckt. An so einem Gerät hat nicht "JEDER" mit seinen Patschefingerchen rumzufummeln.

Finger weg!


Wer für einen Satz Siebelkos 1.200 € ausgibt....


....kommt besser ZU MIR und profitiert von einem Sonderpreis. Ich selektiere sie paarweise nach Wunschtoleranzen und verlange pro Satz gerade mal 450.- €

kommt....Leute....kommt!
Passat
Moderator
#28 erstellt: 07. Jun 2009, 16:13
Bei Kondensatoren kann es schon deutliche Unterschiede geben, auch wenn die die gleiche Kapazität haben.

Und diese Unterschiede lassen sich auch sehr leicht messen.

Und natürlich können die dann auch Auswirkungen auf den Klang haben.

Und zur Frage, warum Yamaha damals bestimmte Bauteile genommen hat: Evtl. waren ja damals bestimmte Bauteile in der Qualität, wie man sie heute bekommt, gar nicht verfügbar oder deutlich teurer.

Bei Autos ist das z.B. auch so.
Warum z.B. wurden bis in die 70er noch Diagonalreifen anstatt der viel besseren und heute üblichen Gürtelreifen verbaut? Die Antwort ist einfach: Die Diagonalreifen waren damals deutlich billiger als Gürtelreifen.

Grüsse
Roman
-scope-
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 07. Jun 2009, 16:19

Und diese Unterschiede lassen sich auch sehr leicht messen.


In wie fern? An einer Impedanzmessbrücke?
andisharp
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 07. Jun 2009, 16:20
Nur liegen Siebelkos gar nicht im Signalweg, können also keine Auswirkungen auf den "Klang" haben.
KimH
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 07. Jun 2009, 16:33
Von dem mal abgesehen, dass wir uns alle Off-Topic bewegen und ich nur die Hälfte von dem verstehe, was ihr so schreibt :

Lasst ihn doch ausprobieren so viel er will. Wenn ihm das allein schon ein besseres Gefühl gibt ist das doch toll und eigentlich dürfte doch mittlerweile klar geworden sein, dass er keine wirklichen Beweise für seine "Verbesserungen" hat, sondern diese "einfach da sind" .

Und jeder halbwegs vernünftige Mensch sollte für sich entscheiden können, ob er oder sie in solche Dinge investieren will oder nicht. Wir sind doch alle keine Kinder oder Teenager mehr...ok...bei mir ists noch nicht lange her .

Ich selbst halte im Übrigen -nur zur Aufklärung- nicht viel von solchen Maßnahmen...das einzige was man an meiner Anlage vielleicht als Vodoo bezeichnen könnte, sind die Lautsprecherkabel. Aber wie gesagt habe ich auch wirklich kein Problem damit, wenn jemand damit (egal ob objektiv oder subjektiv) etwas erreicht.

Viele Grüße

Kim
Passat
Moderator
#32 erstellt: 07. Jun 2009, 17:00

-scope- schrieb:

Und diese Unterschiede lassen sich auch sehr leicht messen.


In wie fern? An einer Impedanzmessbrücke?


Nimm mal ein Oszilloskop zur Hilfe und schau dir das Verzerrungsverhalten an.
Es gibt noch mehr meßbare Unterschiede zwischen Elkos.

Grüsse
Roman
spy-op
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 07. Jun 2009, 17:24

andisharp schrieb:
Nur liegen Siebelkos gar nicht im Signalweg, können also keine Auswirkungen auf den "Klang" haben.


Wo kommt dann der ganze Saft her wenn nicht aus dem Netzteil?

Das Netzteil ist neben der ausrechenden Kühlung, das wichtigste Element eins Leistungsfähigen Verstärkers. Und wenn am Transformator nicht Gespart wirt, dann braucht es ausgenommen bei Class A auch keine Elko Batterien jenseits der 20,000uF pro Kanal.

Also wenn etwas den Klang eines Verstärkers Beeinflusst, dann steht das Netzteil sicher an einer der ersten stellen.

Gruss
Dan


[Beitrag von spy-op am 07. Jun 2009, 17:31 bearbeitet]
Plauzenthaler
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 07. Jun 2009, 17:58
Interessant hier mitzulesen,

ich hole mir mal Chips und ein Bier uns "schau" weiter zu,

belustigt echt sehr, was hier rumgebastelt wird!

Gruß Stefan
-scope-
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 07. Jun 2009, 18:09

Nimm mal ein Oszilloskop zur Hilfe und schau dir das Verzerrungsverhalten an.


Das Verzerrungsverhalten mit einem Oszilloskop anschauen? Das verstehe ich (noch) nicht. Wie und was soll ich da machen?


Es gibt noch mehr meßbare Unterschiede zwischen Elkos.


Auf jeden Fall. Höhe, Durchmesser, Spannungsfestigkeit, Verlustfaktor bzw. ESR, Induktivität des Folienwickels dielektrische Absorbtion....usw...usw....

Aber was bedeutet das jetzt in Bezug auf die Yamaha M-85 ?

Muss dort gleich ein Winterschlussverkauf stattfinden? Also nach dem Motto: "Alles muss raus" ?
-scope-
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 07. Jun 2009, 18:13

keine wirklichen Beweise für seine "Verbesserungen" hat, sondern diese "einfach da sind


Weiter oben lesen sich die Beiträge und Behauptungen von "Highendmaster" nicht besonders "subjektiv". Man las von Wissenschaft und Engineering.

Den emotionalen Rückwärtsgang hat er erst später eingelegt. Ein durchaus "bekanntes" Verhalten.


[Beitrag von -scope- am 07. Jun 2009, 18:13 bearbeitet]
Highendmaster
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 07. Jun 2009, 18:47
Viele Grüße an „Spy-Op“ und „Passat“ endlich einmal jemand der an die Thematik sachlich herangeht.

An „KimH“ einen Glückwunsch für die Liberalität und solch jungen Jahren, Respekt "Leben und leben lassen lautet die Devise" unabhängig von der eigenen Meinung. Für Ihn ist optimieren an alten Verstärkerschätzchen halt nichts, in absolut in Ordnung. Vielleicht ist es auch eine rationale Entscheidung, wir wissen alle was solch ein Schätzchen bei ebay kostet, es ist absolut in Ordnung.

An Freund „scope“ nur Aussage, auf zynische Kommentare dieser Art kann eigentlich jeder Verzichten es bringt niemand weiter.

Wenn man keine Verbesserungen feststellt, ist die eine durchaus akzeptable Meinung, meine ist halt eine andere.

Wenn man jedoch so vehement dagegen ist, könnten z.B. ein paar Infos was in der Vergangenheit an Otimierungsversuchen ohne Erfolg unternommen wurde, Erfahrungen müßten ja eigentlich Vorhanden sein, von wirklichem Interesse sein.

Wer weiß vielleicht deckt sich das auch mit meiner Schublade an negativen Erfahrungen.

Aber einfach alles respektlos und zynisch niederzubügeln hat nicht im Ansatz den Stiel einer niveauvollen Kommunikation. Ich möchte ungern ein Lebensalter schätzen aber ich wir bewegen uns auf Oliver Pocher Niveau.

Hätte es nur Menschen ohne den Mut hat etwas anderes und neues zu versuchen gegeben, wo würden wir heute stehen ?

Jetzt erlaube ich mir einmal einen Analogieschluss auf gleichem Niveau:

Netzteil, Siebung, Verkabelung, Widerstände, Gehäuseaufbau nichts hat einen Einfluss auf den Klang. Folgich könnte wir ohne Klangeinbußen das billigste von billigsten nehmen. Sämtliche Weiterentwicklungen hinsichtlich der Werkstoffkunde schieben wir beiseite. Weiterentwicklungen in der Fertigungstechnik, die es erst ermöglichten manche Teile für den „Normalo“ bezahlbar zu machen vergessen wir sofort. Wir warten jetzt folglich auf die ultimative High-End Endstufe für 99 €.

Ein Teile Ausverkauf findet übrigens nicht statt, für die Sanken-Transis habe ich noch nichts gefunden was wirklich besser klingt (meinem Gefühl nach), schlimmer es gibt noch nicht einmal gleichwertiges.
HinzKunz
Inventar
#38 erstellt: 07. Jun 2009, 19:08
Guten Abend,


Wir warten jetzt folglich auf die ultimative High-End Endstufe für 99 €.

die "ultimative HighEnd"-Endstufe wirst du für 99€ (Teilekosten) nicht bekommen.
Aber einen Leistungsverstärker, der im Rahmen seiner Leistungsmöglichkeiten (20W, vielleicht etwas mehr) nicht mehr negativ auffällt bekommt man problemlos hin.
Leistungsbandbreite, THD+N, SINAD, TIM... Alles in unbedenklichen Bahnen, die Halbleiterentwicklung ist heutzutage so weit, dass die HL für so etwas Centartikel sind.

Ich habe vor nicht allzulanger Zeit bei Pollin für ~50ct/Stück Verstärker-ICs gekauft, deren Werte Besser sind als die eines Durchschnittlichen Verstärkers der 80er.
Leistung etwa 10W, für Zimmerlautstärke reicht es wohl.

Bei höheren Leistungen sieht das etwas anders aus, da ist das Material teurer. Aber die Prinzipien sind die Gleichen.
Und wirkliches Neuland wird da seit Jahren eigentlich auch nur noch in den Werbebroschüren betreten.

Zu Kondensatoren hatte ich vor einiger Zeit Messungen gemacht, die evtl. Auftretenden Unterschiede im Signal lagen unter den Möglichkeiten meiner Messgeräte und damit sehr weit unter dem, was bei Audio so möglich ist.

Gruß
Martin
spy-op
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 07. Jun 2009, 19:19

für die Sanken-Transis habe ich noch nichts gefunden was wirklich besser klingt (meinem Gefühl nach), schlimmer es gibt noch nicht einmal gleichwertiges.


Ich finde die Toshiba,s kommen ganz nah ran, und Klanglich gefallen sie mir sogar noch besser.

Gruss
Dan
Highendmaster
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 07. Jun 2009, 19:26
Lieber "Hinz und Kunz",

endlich mal wieder jemand, der sich an dem Thema sachlich beteiligt, wir könnten also vernünftig weitermachen.

Welche Kondensatoren hat du in Deinen Messreihen messtechnisch untersucht ?
Gab es auch (subjektive) Hörtest an diversen Endstufen ?

Währe für mich von Interesse mehr darüber zu erfahren.

Zu den Materialien folgendes.

Im wesentlichen Zustimmung, aber manches wurde erst in den letzten Jahren erschwinglich oder durch Internet populär.

Gruß
semmeltrepp
Gesperrt
#41 erstellt: 07. Jun 2009, 19:30

Highendmaster schrieb:

endlich mal wieder jemand, der sich an dem Thema sachlich beteiligt, wir könnten also vernünftig weitermachen.


Sachlich scheint ja nur das zu sein, was dir einigermaßen in den Kram paßt oder deinem Weltbild entspricht. Gegenteilige Meinungen scheinen dir aber suspekt zu sein. Auf dieser Grundlage wird niemals eine vernünftige Diskussion stattfinden können.
-scope-
Hat sich gelöscht
#42 erstellt: 07. Jun 2009, 19:33

An Freund „scope“ nur Aussage, auf zynische Kommentare dieser Art kann eigentlich jeder Verzichten es bringt niemand weiter.


Woher willst du (ich darf doch mittlerweile Du sagen?) denn wissen, wo "Jemand" hin möchte?


Wenn man keine Verbesserungen feststellt, ist die eine durchaus akzeptable Meinung, meine ist halt eine andere.


Von deiner Sorte kommen jeden Monat etwa zwei "Neue", die in den meisten Fällen alte Bekannte unter neuem Nicknamen sind, und lassen das Forum an ihren emotionalen Erlebnissen teilhaben.
Daran ist so lange nichts auszusetzen, bis diese "Träume" als Fakten dargestellt werden.


eine durchaus akzeptable Meinung, meine ist halt eine andere.


Eine MEINUNG darf selbstverständlich Jeder vertreten. Ich bin zum Beispiel der Meinung, dass die Abwrackprämie der Umwelt nicht zu Gute kommt. Ausserdem meine ich, dass man weniger Fleisch essen sollte....usw...usw...

Solange es lediglich Meinungen sind, bekommt hier sicher Keiner Streit.

Es las sich zu Anfang aber tatsächlich so, als seien Fakten gemeint. Vermutlich ein Missverständnis!


Aber einfach alles respektlos und zynisch niederzubügeln hat nicht im Ansatz den Stiel einer niveauvollen Kommunikation


Eine technische Diskussion, die von nachweisbaren Fakten bregleitet wird, wäre sicher hochinteressant. Das was "du" hier aber bisher vorgeträumt hast, ist technisch gesehen in die unterste Schublade einzuordnen. Das übliche Geplänkel der Küchentischbastler, die ihre Modifikationen auf den blinden Wechsel irgendwelcher Käbelchen und Bauteile beschränken.

Sowas haben "wir" hier alle 14 Tage. Immer die selbe Leier....Seit Jahren. Aber das wirst du sicher wisasen, da du hier vermutlich schon länger hausierst.


Hätte es nur Menschen ohne den Mut hat etwas anderes und neues zu versuchen gegeben, wo würden wir heute stehen ?


...Dann wäre die Erde heute eine Scheibe...oder?


auf Oliver Pocher Niveau.


Wir wären da kein schlechtes Team...Ich liefer die Sprüche, und du die Komedy-Modifikationen dazu.


Netzteil, Siebung, Verkabelung, Widerstände, Gehäuseaufbau nichts hat einen Einfluss auf den Klang. Folgich könnte wir....blah...blah


Ich habe gerade ein Déjà Vu.


für die Sanken-Transis habe ich noch nichts gefunden was wirklich besser klingt


Audio Engineering auf höchster Stufe, gepaart mit dem passenden Pseudonym "Highendmaster"..... Na...das passt doch wiedermal.

Respekt!


[Beitrag von -scope- am 07. Jun 2009, 19:39 bearbeitet]
HinzKunz
Inventar
#43 erstellt: 07. Jun 2009, 19:47
Guten Abend,


Welche Kondensatoren hat du in Deinen Messreihen messtechnisch untersucht ?

es ging Weichenkondensatoren, ein vergleich zwischen Folie und Elko.
Gemessen wurden diverse Bipolare Elkos, verschiedene billige Folien-Cs und auch recht teure (so große, schwarze mit goldenen Buchstaben ).
Im Aufbau war es eine Impulsmessung, um so evtl. auftretende Verzerrungen durch den ESL sichtbar zu machen.
Was es zu sehen gab, lag weit unter den Audioüblichen Anstiegszeiten und war durch den Differenzverstärker verursacht.
Veränderungen durch die Widerstandswahl waren nicht messbar.

Gab es auch (subjektive) Hörtest an diversen Endstufen ?

Nein. Was soll so etwas bringen? Ich besaß (und besitze) verschiedene Verstärker, nur große Vergleichsorgien halte ich für unsinnig.
Zumal das Gehör des Menschen eh ziemlich stumpf ist und man daher für brauchbare Ergebnisse einen Aufwand treiben müsste, der mir zu groß ist.
Wenn ich etwas höre, bringe ich die Endstufe "zu Tisch" und finde meistens auch einen Fehler (so bereits geschehen, etwas erhöhter Klirr durch verstellte Arbeitspunkte, da Poti verschmutzt).

Highendmaster
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 07. Jun 2009, 19:52
An semmeltrepp und scope,

keine Sorge ich war in diesem Forum in der Vergangenheit nicht unter anderen nicks aktiv.

Zu der Anrede "Du" und "Sie", ich kenne es aus früheren Zeit noch etwas anders, habe aber kein Problem mit dem "Du".

Das einzige was mir nicht in den Kram passt sind Kommentare wie "Comedy-Modifikation" oder "blinder Wechsel" oder "Küchentischbastelei".

Wenn eine Änderung keinen Erfolg hatte (nach meinem persönlichen Empfinden), wird diese halt rückgängig gemacht, ich habe aber kein Problem damit dieses zu akzeptieren es ist halt so.

Eine meiner größeren Enttäuschungen war der Austausch der Brückengleichrichter nach dem Netzteil gegen Stealth-Dioden von iXYS. Viel "Fummelkram" für nichts.

Aber Versuch macht bekanntlich Kluch.

Deshalb noch einmal an scope die Frage, was wurde ohne erhoften Erfolg gändert.

An spy-op:

Kannst Du für diversen Sanken Typen lohnenswerte Toshibas benennen ?
semmeltrepp
Gesperrt
#45 erstellt: 07. Jun 2009, 20:06

Highendmaster schrieb:

Das einzige was mir nicht in den Kram passt sind Kommentare wie "Comedy-Modifikation" oder "blinder Wechsel" oder "Küchentischbastelei".



Das wäre ja auch "Pocher-Niveau".
spy-op
Hat sich gelöscht
#46 erstellt: 07. Jun 2009, 20:09
Also ich mag die 2SA1943/2SC5200 die sind Klanglich ein bischien feiner in den Höhen, und die bekomme ich für unter 1€ das stück.Die 2SA1494/2SC3858 von Sanken hingegen kosten mich 5€ das stück und das sind mir die 2A mehr nicht wert wenn ich dafür 5 Toshiba,s bekomme.

Und die 2SA1015/2SC1815 klingen im Differenzverstärker echt gut.

Gruss
Dan


[Beitrag von spy-op am 07. Jun 2009, 20:29 bearbeitet]
_ES_
Administrator
#47 erstellt: 07. Jun 2009, 20:24

Das einzige was mir nicht in den Kram passt sind Kommentare wie "Comedy-Modifikation" oder "blinder Wechsel" oder "Küchentischbastelei".


Nachvollziehbar, durchaus.

Aber das ist leider der Ruf, den solchen Modifikationen nur durchs Ohr bewiesen, anhaftet..
Highendmaster
Ist häufiger hier
#48 erstellt: 07. Jun 2009, 21:07
An spy-op,

die von Dir aufgeführten Typen sind in meiner M-60, zumindest nach Service-Manual nicht verbaut worden.

Ich werde in den nächsten Tagen die Wucht-Brumme mal wieder aus dem Rack ziehen und aufschrauben und kurz abgleichen welche Sanken konkret verbaut worden sind. Ich hoffe Du kannst etwaige Austauschtypen benennen.
-scope-
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 07. Jun 2009, 21:54

Deshalb noch einmal an scope die Frage, was wurde ohne erhoften Erfolg gändert.


Ich bin seit vielen Jahren in diesem Forum aktiv und ich sehe keinerlei Sinn oder Amüsement darin,mich zum 50sten mal mit "einem von deinem Schlag" über dämliche Basteleien zu unterhalten, deren Ergebnisse allem Anschein nach alleine durch "genaues Hinhören" protokolliert werden. Und wenn du dich über klangliche Veränderungen durch sinnfreien Austausch der Transistoren in der Stromverstärkungsstufe unterhalten möchtest, dann wird "Spy-Op" sicher zur Stelle sein.


[Beitrag von -scope- am 07. Jun 2009, 21:55 bearbeitet]
spy-op
Hat sich gelöscht
#50 erstellt: 07. Jun 2009, 23:28

wenn du dich über klangliche Veränderungen durch sinnfreien Austausch der Transistoren in der Stromverstärkungsstufe unterhalten möchtest, dann wird "Spy-Op" sicher zur Stelle sein.


Ja wen es um klangliche Auswirkungen von Bauteilen, in Verstärker Schaltungen geht bin ich immer zu haben.

Das ist jetzt nichts persönliches gegen dich Scope, den jeder mach halt so seine eigenen Erfahrungen wenn es um Klangunterschiede in Hifi Komponenten und die darin enthaltenen Bauteile geht.

Highendmaster, auf diesen Bildern von meinem Yamaha RX-V 2090, kann man sehen das die Yamaha Ingenieure aus Platzmangel ein Pärchen Toshiba,s an stelle von 2 Paaren Sanken eingebaut haben.



Und das an der selben Treiber stufe die 2SA1302/2SC3281 sind die direkten Vorgänger der 2SA1943/2SC5200 die die gleichen Daten Besitzen, und das sin leider die einzigen Typen von Toshiba die ich dir vorschlagen kann.

Aber die sollten überall hereinpassen wo vorher mal Sanken mit 12-15 Apere drin waren, vielleicht muss man danach die Miller Kapazität oder Kapazitäten und oder die Feedback Kompensation neu anpassen.

Gruss
Dan


[Beitrag von spy-op am 07. Jun 2009, 23:59 bearbeitet]
KimH
Hat sich gelöscht
#51 erstellt: 08. Jun 2009, 11:40

-scope- schrieb:

Deshalb noch einmal an scope die Frage, was wurde ohne erhoften Erfolg gändert.


Ich bin seit vielen Jahren in diesem Forum aktiv und ich sehe keinerlei Sinn oder Amüsement darin,mich zum 50sten mal mit "einem von deinem Schlag" über dämliche Basteleien zu unterhalten, deren Ergebnisse allem Anschein nach alleine durch "genaues Hinhören" protokolliert werden. Und wenn du dich über klangliche Veränderungen durch sinnfreien Austausch der Transistoren in der Stromverstärkungsstufe unterhalten möchtest, dann wird "Spy-Op" sicher zur Stelle sein.


Ich finde es erstmal gut, dass du uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt. Was ich allerdings nicht verstehe, warum du es nicht akzeptieren kannst, dass andere soetwas hören.

Er richtet doch keinen finanziellen Verlust bei anderen an -zumindest wie ich das herauslese- und mit seinem Eigentum kann er doch eigentlich tun und lassen, was er will.

Wie gesagt: Ich halte auch nicht viel vom Verstärker- oder Receiver-Tuning (was damit zusammenhängt, dass mein Geld für das nicht ausgeben will), aber jemand der das tut, soll doch damit glücklich sein und auch seine Meinung hier schreiben dürfen...und schließlich sind wir doch in einem Forum, wo jeder seine Meinung kundtun darf, ohne dass er dafür "im Boden zertramppelt wird", oder?

Und im Übrigen ist mir seine Argumentation lieber, als manch anderer, der zu diesem Thema etwas sagt . Denn diese bewegt sich wenigstens noch auf einem normalen "Unterhaltungslevel" und er beschönigt ja auch nichts.

In dem Sinne .

Viele Grüße

Kim


[Beitrag von KimH am 08. Jun 2009, 11:42 bearbeitet]
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