Sony STR 5800 Meinungen

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Dom92
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 08. Nov 2014, 16:04
Hallo,

ich beschäftige mich noch nicht sehr lange mit Hifi, jedoch ist mein interesse sehr groß

Ich bin ein genereller Fan von "Vintage" Elektronik. Damals hat man noch für die ewigkeit gebaut und seine Produkte sollten besser sein als die der konkurrenz. Heute gibt es sowas leider nirgendwo mehr.

Ich war lange am Grübeln und am Suchen. Ich wollte unbedingt einen echt schönen Hifi Klassiker haben. Habe überlegt mir vllt bei einem bekannteren Online Hifi Klassiker Händler einen zu bestellen, aber das hab ich gelassen. Es war mir zu teuer und im endeffekt habe ich auch nichts gutes über den Händler gehört.

Vor wenigen wochen dann ging ch mit ein paar Freunden auf den Flohmarkt, auf der suche nach eben solchen klassikern. Das Glück sollte auf meiner Seite sein, ein Uralter Kenwood in optisch eher mangelhaften zustand mit fehlenden potiheads. Wäre er der einzige dort gewesen hätte ich ihn mitgenommen. Jedoch nach kurzer Zeit ein Stand von einem haushaltsauflöser. Ganz hinten Versteckt ein Gerät mit Holzfurniergehäuse und Alu Front. Ein Blitzblank sauberer, optisch nahezu mängelloser Sony STR 5800 Reciever( AEP Modell 2x75 W; 570 W Leistungsaufnahme ). Als ich den Verkäufter fragte wie viel er haben will sagte er "25€". Noch nie habe ich so schnell meine Geldbörse Gezückt.

Zuhause angekommen, gerät getestet. Funktionalität zu 100% gegeben, alle Lampen funktionieren, alle kanäle laufen, kein Poti kratzt, haptik einwandfrei. Klang sauberer, klarer, kräftiger und dominanter als jeh zu vor. Ich hatte die selben Lautsprecher zuvor an einem alten jvc rx450 und einem anderen jvc recievern aus den 80er anfang 90er.

Keiner der Verstärker schaffte es so mühelos wie der Sony. Vorallem beim Tiefgang, plötzlich sind Tiefen vorhanden an denen sich die anderen Verstärker einen abgebrochen haben. Er scheint die Chassis viel Müheloser betreiben zu können.

Woran liegt das genau? Vielleicht kann mir jemand ein paar dinge beibringen bezüglich alter hifi klassiker.
Warum schaffen es ältere schönere Geräte alles müheloser, voller, kräftiger klingen zu lassen?
Ich spreche jetzt nicht von dem Vergleich mit Class D Endstufen, das ist ganz klar. Nein selbst Moderne Class A kommen nicht an die alten ran.

Es war ein unterschied von Dimensionen. Zu meinem Glück war der Verstärker auch im inneren Optisch einwandfrei, kein Staub, nichts.

Stand er jahrelang im Karton oder wurde er nur gut gepflegt? Herausfinden werde ich es warscheinlich nicht, aber ich werde mich mindestens genau so gut darum kümmern. Definitiv der beste Kauf den ich jeh getan hab.

Haben andere auch so gute Erfahrungen mit den Sony Geräten? Oder bin ich nur so "überwältigt" weil ich noch nichts "besseres" kenne?
Und wie gesagt, ich wäre sehr glücklich wenn jemand der sich teschnich auskennt mir die ein oder anderen dinge erklären kann. Bin selber zwar Informationselektroniker, jedoch grad erst berufsanfänger und leider lernt man heutzutage nichts gescheites mehr, man muss sich alles selber beibringen in sachen elektronik.
highfreek
Inventar
#2 erstellt: 08. Nov 2014, 16:24
Für 25 mit Sicherheit ein super Kauf

Der klang den Du als so angenehm empfindest kommt Warscheinlich dadurch zustande, das die älteren Geräte der 70er eine "Loudness" Abstimmung hatten. D.h. sie klangen einfach "fetter" was damals eher normal war.
Denn, die Transistor Technik war noch nicht so alt und die Geräte klangen ähnlich der Röhren Geräte die bis in die 60er Jahre hinein gebaut wurden.
Heutzutage sind die Geräte eher neutral abgestimmt und klingen somit" flacher"


gruß
Dom92
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 08. Nov 2014, 16:28
Ja, Loudness weiss ich. Die Tiefen und die Höhen werden exponentiell zu der lautstärke hervorgehoben um das natürliche Frequenzverhalten des menschlichen Ohres auszugleichen. Also vereinfacht um eine gewisse Linearität zu gewährleisten.

Diese Funktion haben aber doch allerdings auch neue Geräte. Auch die die ich zuvor dran hatte.
Was ich mich frage, ein Freund meinte zu mir dass diese Geräte intern noch mit der doppelten Spannung gearbeitet haben als vergleichbare heutige. Könnte es daran liegen? Und wenn ja warum? Interessiert mich wirklich tierisch. Liegt es vllt einfach daran dass er mehr ressourcen / puffer hat?

danke für deine antwort

PS: ich wills mal so ausdrücken. Der Sony STR ohne Loudness und Bässe rausgedreht ist ungefähr der Klang der beiden anderen Verstärker nur dass diese Loudness drin hatten und Bässe stark angehoben.


[Beitrag von Dom92 am 08. Nov 2014, 17:57 bearbeitet]
killnoizer
Inventar
#4 erstellt: 08. Nov 2014, 18:43
Ich kann dir nur vollkommen zustimmen , ich hab zehn Jahre Verstärker für meine sehr großen Boxen gesucht und bis 250 watt Sinus alles mögliche ausprobiert .

Am liebsten nehme ich jetzt zwei SONY Receiver , insgesamt besitze ich sicher noch 20 andere Fabrikate zum Vergleich .

Die Abstimmung von Klangreglern und Loudness hat jeder Hersteller anderes gelöst , ich finde die Sony sehr musikalisch und harmonisch , und tief ...
Dom92
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 08. Nov 2014, 18:59
Also bei dem STR 5800 liegt Loudness im Tiefenbereich bei 50 Hz bis zu 12db anhebung. was meinst du mit anders gelöst? Andere frequenzen? Steilere oder weniger Steile Weichen?

Wie gesagt, bin neu in dem Gebiet und möchte viel lernen.
killnoizer
Inventar
#6 erstellt: 08. Nov 2014, 20:32
Ja genau , aber noch mehr ist irgendwie die , elektronische Umsetzung .

Ich hab mich bei Gitarrenanlagen auch viel mit Sounds beschäftigt , und bei hifi ist es auch so , einige Verstärker produzieren einen anderen Eindruck .

Z.b wollte ich unbedingt mal Yamaha besitzen , die regelbare Loudness und so . Fand ich total steril , und die Regler irgendwie kühl .

( 2 Verstärker und 2 Receiver probiert ) .

Und irgendwas bewirkt auch der Dämpfungsfaktor im Amp , aber da kann ich keine Fakten beisteuern .
highfreek
Inventar
#7 erstellt: 08. Nov 2014, 20:42
yamaha ist da ein typisches Beispiel,( "natural Sound") die Geräte klingen kühl da gebe ich Dir vollkommen recht. Ebenso wie Technics Geräte. gerade zu sterriel, manche nenne es auch " linear"

Deutlich wärmer wirds in der Regel mit Marantz Verstärkern oder auch Kenwood ect.

gruß


Schön zu höhren das nicht alle taub sind, von wegen : es gibt keinen Verstärker klang

und wie es den gibt
Dom92
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 09. Nov 2014, 01:28
Verstärker Klang ist ja wohl auch kaum zu leugnen. Vielleicht mögen da die lautsprecher noch mehr aus machen, aber klar, auch ein V8 mit 5 Liter vollbringt keine Wunder, in nem leichten auto ist er der bringer, was bei einem 40 Tonnen Panzer anders aussieht, was nicht heißt dass der Motor scheiße ist.....

Ok, ich geb zu, der hat jetz nich so ganz verdeutlicht was ich sagen möchte, aber man kanns sich denken ^^

Ja, gerade den "Warmen" Sound liebe ich. Ich mag aber auch gerne Kristallklare höhen die aber nicht zu "scharf" sind. Da bin ich bis jetzt sehr zufrieden mit meinem Sony

Ich hätte auch gerne die Möglichkeit hin und her zu probieren. Dadurch würde ich meine eigenen wünsche genauer definieren können und meine Meinung gegebenenfalls überarbeiten.

Momentan hab ich alte, eher nicht so gute lautsprecher dran, JVC SP-E500 wenn das einem was sagt. Ich habe allerdings vor mir selber lautsprecher zu bauen. An die Lyrik habe ich mich schonmal begeben und mir das "Handbuch der lautsprechertechnik" gekauft. Ich bin mal echt gespannt wie der an guten lautsprechern klingt und dann an meinen selbstgebauten.

Aber ich denke aus Verstärkerbau kann man echt eine Wissenschaft machen. Ich frage mich durch welche Faktoren der Klang beeinflusst wird. Ob es schon die Produktion des Transistors ist? Die Qualität der bauteile? Oder wie der Schaltplan aufgebaut ist? Ich würde da gerne mehr hinterkommen warum ein verstärrker wie klingt und überhaupt will ich dort einsteigen in die verstärkertechnik. Ich habe so viele Fragen in meinem Kopf ^^

z.B. Klang empfindet man als warm wenn die tieferen mitten dominanter sind, quasi die völle im Klang. Gehen hersteller gezielt hin und beeinflussen das? z.b. mit dampfung höherer Frequenzen oder ner festen weiche im Gerät. Keine Ahnung wie, am liebsten würd ich entwicklung, konzeption und bau von grund auf lernen.
killnoizer
Inventar
#9 erstellt: 09. Nov 2014, 04:59
Da haste ja mit den Lautsprechern schon mal was vor ...
highfreek
Inventar
#10 erstellt: 09. Nov 2014, 07:45
Woher der Klang kommt ist ein sehr komplexes Thema, das man nur dann verstehen kann, so fürchte ich, wenn man selbst Verstärker baut und fleissig Bauteile tauscht und verschiedene Schaltungen probiert.
Du musst also sehr tief in die Materie einsteigen, quasi von vorne bei Null Anfangen.
An fertigen Verstärkern kann man z.B. die Siebung im Netzteil erhöhen, Kondensatoren verschiedener Hersteller probieren, sofern sie im Signalweg liegen, Klangreglungen überprücken, Kabel /Signalwege kürzen ect.
Ich bin selbst kein Elektronik Experte, habe aber ein wenig Erfahrung mit den Einfluss von Kondensatoren im Amp.
Durch Tausch bei etlichen Geräten.


gruß
highfreek
Inventar
#11 erstellt: 09. Nov 2014, 07:56
Zu begreifen warum ein Lautsprecher "so" klingt ist da vergleichsweise einfacher. Deshalb gibt es, m. Meinung nach, auch deutlich mehr selbstgebaute LSP wie selbstgebaute Verstärker hier in Lande und anderswo.
Zumal es, dank T und S Parameter heute möglich ist per PC einen schon sehr ordentlich klingenden LSP zu konstruieren ohne das man in je gehörmässig korregiert hat. Beim selbstbau Amp geht das so nicht, soweit ich weis.

gruß


[Beitrag von highfreek am 09. Nov 2014, 08:20 bearbeitet]
>COWL<
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 09. Nov 2014, 07:59
Also der Dämpfungsfaktor ist hier technisch, aber verständlich erklärt:

Dämpfungsfaktor
Dom92
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 09. Nov 2014, 09:44
@Highfreek genau sowas möchte ich machen. Hast du Bausätze o.ä. An die ich mich begeben könnte und probieren könnte?

Und mal eine ganz andere Frage, ich weiß nicht ob die Front aus Alu besteht, aber wie mach ich die am besten sauber? Und wie reinige ich die sichtfenster? Ich möchte echt gewissenhaft dran gehen und nix mit zu scharfen mitteln demolieren


[Beitrag von Dom92 am 09. Nov 2014, 10:40 bearbeitet]
highfreek
Inventar
#14 erstellt: 09. Nov 2014, 11:34
Multifettlöser von Cilit Bäng einfach kräftig einsprühen. einwirken lassen und mit Klarwasser abspülen. Anschließend Gerät 3 Tage trocknen lassen.

Alu ist es bestimmt bei dem Baujahr. Kann man aber auch durch Temperatur fühlen bestimmen, die Alu Front ist wenn Gerät längere Zeit aus, ist immer ein gutes Stück Kälter als Kunstoffteile wie z.B. die Füße.

Bausätze gab es früher zuhauf, heute leider nicht mehr. Musste mal in EBAY nachsehen. Dort gibt es warscheinlich China Ware zum selberlöten.

gruß


[Beitrag von highfreek am 09. Nov 2014, 11:36 bearbeitet]
killnoizer
Inventar
#15 erstellt: 09. Nov 2014, 15:27
Am Sony ist natürlich wirklich alles Aluminium , und sämtliche Regler sind per winziger Inbusschraube auf der Achse verschraubt . Die müssen runter wenn du die Scheibe von innen putzen möchtest .
Dom92
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 09. Nov 2014, 17:02
ok, vielen dank für eure super tips
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