Cabasse BORA mit Santorin 25 – Liebesbeziehung mit Anlaufschwierigkeiten

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marmot_m
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 13. Jul 2014, 14:15
Cabasse BORA mit Santorin 25 – Liebesbeziehung mit Anlaufschwierigkeiten

Es ist ja manchmal so eine Sache mit dem richtigen Partner. Da hat man jemanden im Auge, attraktiv, verführerisches Lächeln, Esprit und Charme. Aber man traut sich nicht so recht, hat Vorbehalte, Ängste, sieht Probleme, wo vielleicht keine sind. Das liegt dann daran, dass man ja eigentlich ganz zufrieden ist, so als Single (siehe auch mein Beitrag „Cabasse Bora, Unison Unico und die Unterlegenen"). Es fühlt sich alles sehr gut an und die eine oder andere Kleinigkeit, die einem vielleicht (vielleicht!) fehlt, verschmerzt man, denn wer weiß: das Drehen an einer Schraube könnte ja zum komplizierten Verstellen anderer Schrauben führen. Und so ist ja alles in bester Ordnung.

Aber könnte man nicht vielleicht doch…?

Also spielt man ein wenig Detektiv, fragt Freunde und Bekannte nach der betreffenden Person, wer sie so ist, wie sie so ist und so weiter. Und man hört, dass sie eigentlich klasse sei, aber einfach kompliziert, eigenwillig, benötigt viel Fürsorge und läßt sich nur schwer „integrieren“. Und wenn es denn schon ein Partner sein soll, dann solle man doch besser jemanden nehmen, wo alles einstellbar ist, formbar sozusagen, nicht so viel Zeit und Nerven raubend. Und irgendwie gefällt einem diese Sicht nicht, ist sie doch unromantisch, aber man nimmt Abstand.

Und dann, wie aus dem Nichts, da ist sie, im Bus, neben einem sitzend, auf dem Weg zur Arbeit, lächelt, spricht, und alles scheint einfach und hätte doch viel eher so sein können.

So oder so ähnlich erging es mir. Nicht mit meiner Frau, das war vor fast 20 Jahren die berühmte Liebe auf den ersten Blick. Nein, mit meiner Hi-Fi Anlage. OK, ich bin immer noch begeistert von meiner Cabasse Bora. Seit nunmehr fast 4 Jahren. Aber da ist halt diese Sache mit dem Tiefbass… Die Idee mit dem Subwoofer spukt seit ebenso fast 4 Jahren in meinem Kopf rum, nicht ständig, gelegentlich, mal so mal so. Ich habe einiges gelesen, gehört. Und das Vorhaben eigentlich abgehakt, weil man Subwoofer ja eigentlich kaum integrieren kann. Aufstellung, Raummoden, Anbindung an Hauptlautsprecher, Ankopplung oder Abkopplung usw. usf. Mir zu kompliziert.

Dann der erste Durchbruch: ein Gespräch mit einem Mitarbeiter eines renommierten High-End Händlers. Der kennt Cabasse sehr gut, schwärmt (obwohl besagter Händler kein Cabasse führt), empfiehlt mir unbedingt einen Sub. Irgendeinen. Ich solle mir keinen Kopf machen… Ich bestehe auf die Aussagen der Fachpresse, Raumeinmessung, Raumanpassung, Absorber etc. Nix da, sagt er. Anschließen, bisschen rumprobieren, glücklich sein. Ich bleibe skeptisch. Das zweite Gespräch, mit dem Cabasse Kollegen vom Vertrieb ATR. Das Gleiche: Sub kaufen, anschließen, glücklich sein. Hmmm.

Also gut! Dann lade ich sie eben zum romantischen Dinner ein!

Gesagt getan, sie sagt zu - Systemgedanke, Cabasse Santorin 25. Aufgestellt (wie, schreibe ich lieber nicht, denn dann heißt es „der hat Tomaten auf den Ohren, das kann nicht gehen“ – geht aber!), angeschlossen, mithilfe der Stereoplay „Natural Bass“ Test-CD „eingemessen“, fertig! OK, bei so einem Date muss man schon was tun, guter Wein, Foie Gras als Vorspeise… Also ich die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen: Den Subwoofer auf SINNOXX Dämpfer gestellt, Stromzufuhr direkt aus der Steckdose durch SUPRA LoRad 2,5 (natürlich mit richtig montiertem Schirm!) und die Signale aus dem Subwoofer Ausgang meines Unison Unico Secondo durch ein ViaBlue Subwoofer Kabel mit guten ViaBlue Steckern. Das braucht’s dann schon, die ersten Tage lief’s mit Beipack-Stromkabel und billigen dünnen Chinch-Strippen. Das war träge, schwammig und brummte.

Und? Wie lebt sich’s nun mit der neuen Geliebten? Wow! Perfekt. Alles was gut war am Single-Leben der Boras ist immer noch gut. Die Boras spielen saugut, sauschnell, saupräzise und saudynamisch. Und sie sind sautrocken und ebenfalls saupräzise im Bass. Bis 50Hz. Sie bilden immer noch phänomenal genau ab (man muss das echt mal probieren, im Symphonieorchester die einzelnen Musiker durchzählen…). Alles wie vorher.

Aber das, was fehlte, ist nun auch da: Tiefbass bis 30Hz. Mehr Raumtiefe. Noch mehr Substanz. Die Kondo Trommeln, schluck, das ist dann schon gewaltig. "Touch" von YELLO - yeeeeeessss...!!! Es ist das i-Tüpfelchen. Ein kleiner (wir reden über 20Hz zusätzlich bei insgesamt über 20.000Hz Frequenzumfang) und gleichzeitig ein großer Schritt. Musik gewinnt Wucht und federt. Musik ist Emotion und gerade die Emotion wird hier konsequent beliefert, weil man auf einmal auch spürt. Das ist natürlich alles nicht neu. Klar. Das, was aber für mich überraschend ist, ist wie unkompliziert das alles ist. OK; vielleicht habe ich mit meinem Hörraum Glück. Meine Möblierung ist jedenfalls alles andere als optimal. Aber irgendwie war’s einfach. Die Phase bleibt auf Null. Die Übergabefrequenz liegt bei ca. 70Hz. Die Lautstärke bei ca. 60%. Der Sub ist nicht ortbar, obwohl er noch seitlich der linken Box steht. „Er“ ist auch nicht hörbar. „Es“ aber schon! Mit der Stereoplay CD kann man es ja ganz gut nachvollziehen, gibt es ein Aufschwingen? Dröhnen? Auslöschungen? Nix da. Geht. Ohne Mikro, DSP, Laptop. Ohne stundenlanges Hin- und Herrücken. Eigentlich hört man sofort, wo die höchste mögliche Übergabefrequenz sein kann. Das ist ca. 80Hz. Unter 80Hz ist besser. Der Sub fügt sich nahtlos ein, und er spielt auch nicht hinterher. Ich kann nicht nachvollziehen, warum Cabasse Subwoofer schlecht sein sollen. Ich glaube, wenn ich mal so an Erlebnisse mit Lautsprechern z.B. von B&W denke, dass die Damen und Herren von Cabasse sogar mächtig viel Ahnung von Basswiedergabe haben. Denn schon die Bora ist ja keine „Bass-freie Zone“. Ganz im Gegenteil: Bora und Santorin spielen schnell, trocken, präzise. Unnötig zu sagen, dass das Ganze weder mit der Bass-Performance einer Cabasse La Sphère mitkommt, noch mit den 40.000 Euro Subs von Backes & Müller. Beides kürzlich gehört... Aber unser altbekannter Testliebling "Stimela" von Hugh Masakela wird hier wirklich eindrucksvoll wiedergegeben, das klingt ganz groß und da ist es aufeinmal gar nicht schlimm, wenn man ein paar Tage zuvor das gleiche Stück über eben die B&M Line 35 mit 2 Sub-Säulen gehört hat. Und die ebenfalls altbekannte "Moonlight Serenade" mit Ray Brown und Laurindo Almeida klingt genau deswegen besser, weil der Kontrabass von Ray Brown mehr Körper bekommt (die tiefsten 41Hz, die ein Kontrabass produzieren kann, kann ja auch die Bora alleine wiedergeben - aber eben mit erheblichem Lautstärkeabfall unter 50Hz) und die wenigen Stellen, an denen er die E-Saite spielt klingen dann einfach herrlich knorrig.

Last not least, das ist wichtig: Zur Frage, warum ich einen Kompaktlautsprecher kaufe, dann Tiefbass vermisse und mir einen Subwoofer zulegen muss. Ich kann es jetzt nicht vergleichen, aber ich wette, dass meine Kombi eine Iroise gegen die Wand spielt. In vergleichbarer Kategorie habe ich noch keinen Standlautsprecher gehört, der einen so „großen“ Bass produziert wie es hier ein einziger 25cm Bass tut. Da ist enorm viel mehr Druck hinter. D.h. in Essenz bleibt der gewisse Monitor-Charakter der Bora, also ihre Schnelligkeit und Intimität erhalten, aber eben mit einem mordsmäßigen Bass, der druckvoll-federnd ist und auch (sinnvoll) tief runter geht und somit viel Spaß macht.

Soviel dazu, ich wende mich jetzt wieder meiner neuen Eroberung, äh, Errungenschaft zu. Dem Leser wünsche ich viel Spaß beim Musikhören und den Mut, eine solche Liaison einzugehen.

Gruß vom Alexander
get_the_hjk
Gesperrt
#2 erstellt: 16. Jul 2014, 21:02
Eine Cabasse Bora mit Sub ist Frevel,
es sei denn, ihr braucht es WIRKLICH.

GZ für den errungenen Punch.



CM
marmot_m
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 16. Jul 2014, 23:21
Ist nicht Frevel ischwör

Bin ja eigentlich auch Purist, aber hier funzt es wenn man den Sub nicht zu hoch spielen lässt...


silverplatte
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 17. Jul 2014, 13:00
Hallo Alexander,
ich besitze seit ca. 2,5 Jahren die Cabasse Bora und kann Deine Eindrücke nur bestätigen! Für mich hat sich die Suche nach Lautsprechern damit erledigt. Aber trotzdem habe ich mich immer mal wieder gefragt, wie denn ein Subwoofer die Bora unterstützen würde. Abschreckend fand auch ich das Aufstellproblem und eine eventuell notwendige Einmeßprozedur. Letztenendes habe ich mich dagegen entschieden, weil mein Hörraum doch eher klein (ca. 18 qm) und sehr gut bedämpft ist, durch Teppich, Vorhänge, Regale und Sessel und ich befürchte, dass dann ein Subwoofer zuviel des Guten wäre. Aber nun bin ich ja wieder neugierig geworden...
Beste Grüße
Henk
Juergen-01
Neuling
#5 erstellt: 22. Jul 2014, 11:50
Nach zwei Jahren Suche nach neuen Lautsprechern (hörte knapp 25 Jahre über M200 von Teufel) fand auch ich zur Bora. Ich hatte diverse Lautsprecher (Stand- und Kompaktmodelle von einigen Firmen, auch von kleinen "Schmieden" ) zuhause ausprobiert, tlw. auch gekauft und habe einiges an "Lehrgeld" gezahlt. Ich hatte die Hoffnung fast schon aufgegeben, im Rahmen des vorhandenen Budget, die alte M200 zu toppen.

Am Wochenende hatte ich Besuch und spontan entwickelte sich eine längere Hörsession, etwa 4 Stunden lang Unisono waren die Besucher äußerst angetan, einer bot gar an die komplette Kette zu kaufen.

Auch ich werde wegen des Tiefbass demnächst entweder zwei 21'er od. einen 25'er Santorin testen und vermutlich angekommen sein. Man kann nur den Hut ziehen vor den Entwicklern dieser Lautsprecher.

Chapeau Cabbase!


[Beitrag von Juergen-01 am 22. Jul 2014, 13:22 bearbeitet]
marmot_m
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 22. Jul 2014, 13:32
Ich glaube, dass zwei 21er keinen Vorteil bringen werden - mein 25er steht noch links von der linken Box und ist nicht ortbar. Dafür hat er mit der Bodenplatte doch vermutlich mehr bauliche und klangliche Stabilität als der 21er, der ja quasi "offen" gegen den (schwingenden) Fußboden spielt.

Je länger ich die Kombi genieße würde ich sagen, dass die Preis/Klang Kurve von hier an steil exponentiell verläuft...

Aber wichtig war wirklich eine gute Aufstellung (Dämpfer) und v.a. gute Kabel, die Elektronik scheint empfindlich zu sein - warum auch immer. Auch eine Leuchtstofflampe in der gleichen Doppelsteckdose mochte der Sub nicht

Jetzt wo ich den Santorin habe könnte ich ja fast den etwas bassstarken Unison Unico Secondo gegen einen Triode25 oder einen Preludio oder einen Audiomat austauschen

Gruß, Alexander
Juergen-01
Neuling
#7 erstellt: 22. Jul 2014, 15:52
Hi Alexander,

schön solch ein "Problem" zu haben

Der Gedanke an 2 x 21 war der folgende: Die 21'er müssten doch theoretisch schneller spielen als ein 25'er, weniger Fläche zu bewegen und somit "integrationsfähiger" was die Impulstreue angeht.

Grüße

Jürgen


[Beitrag von Juergen-01 am 22. Jul 2014, 15:52 bearbeitet]
Soulbasta
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 22. Jul 2014, 16:16
es ist immer raum abhängig ob einer oder zwei, mit einem probieren und zur not zweiten dazu.

ein zitat aus anderem forum.

Mehrere Subwoofer im Raum wirken im ersten Moment erschreckend – Aus Platzgründen und aus finanziellen Gründen. Aber betrachtet man den Vorteil, dann relativiert sich das Ganze.
Raumprobleme, besonders im Tiefton sind an der Tagesordnung in Wohnräumen. Oft entstehen diese aufdringlichen Resonanzen in partiellen Bereichen des Zimmers und es kann auch sein, dass gerade am Hörplatz kaum Bass zu "Fühlen" ist.
Ein zweiter Woofer, auch bei Stereo, kann das Ganze komplett verändern. Der Bass verteilt sich gleichmäßiger und homogener – Auch Tiefton-Löcher, die zu nervigem Klang führen, können plötzlich völlig verschwinden. Das heisst auch, dass zwei kleinere Woofer besser sein können als ein großer Woofer. Generell spielen zwei Woofer gekreuzt in den Raumecken am besten miteinander. Man sollte aber auch andere Möglichkeiten, wie beide in den Ecken hinter den Lautsprecher probieren. Das für den Raum bessere Konzept ist sofort zu hören. Ein zweiter Woofer ist wesentlich günstiger als aufwendige Maßnahmen für die Raumakustik. Das mehr an Klang steht weit über der zusätzlichen Investition, die oft auch in ein Netzkabel oder Klangschälchen investiert wird.
larghetto
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 27. Feb 2016, 20:27
Hallo zusammen,

auch ich bin sehr zufriedener Bora-Hörer (in Kombination mit DAC inkl. Vorstufe und zwei AMC Röhren-Mono-Endstufen), würde aber dennoch gerne einmal mit einem Subwoofer experimentieren. Wie sind denn die hier diskutierten Lösungen (Santorin 25 vs. Santorin 21) nun umgesetzt worden und wie zufrieden seid Ihr mit den jeweiligen Varianten?

Bei aller Markentreue überlege ich auch, ob es bezüglich des Woofers unbedingt Cabasse sein muss. Mit welchen anderen Subwoofern in der Preisklasse bis 1.000 € habt Ihr gute Erfahrungen gemacht?

Freue mich auf Euren Input, l.
A-Abraxas
Inventar
#10 erstellt: 27. Feb 2016, 20:38
Hallo,

es ist sicher nicht völlig egal , aber

marmot_m (Beitrag #1) schrieb:
... Dann der erste Durchbruch: ein Gespräch mit einem Mitarbeiter eines renommierten High-End Händlers. Der kennt Cabasse sehr gut, schwärmt (obwohl besagter Händler kein Cabasse führt), empfiehlt mir unbedingt einen Sub. Irgendeinen. … Ich bestehe auf die Aussagen der Fachpresse, Raumeinmessung, Raumanpassung, Absorber etc. Nix da, sagt er. Anschließen, bisschen rumprobieren, glücklich sein. Ich bleibe skeptisch. Das zweite Gespräch, mit dem Cabasse Kollegen vom Vertrieb ATR. Das Gleiche: Sub kaufen, anschließen, glücklich sein

Aufstellung, Einstellung / Einmessung sind entscheidend - wenn der Subwoofer ausreichend dimensioniert ist.

Viele Grüße
WiC
Inventar
#11 erstellt: 27. Feb 2016, 21:04

larghetto (Beitrag #9) schrieb:
Mit welchen anderen Subwoofern in der Preisklasse bis 1.000 € habt Ihr gute Erfahrungen gemacht?

2x SVS SB1000.

LG
marmot_m
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 27. Feb 2016, 21:26
Hallo, na dann melde ich mich nochmal zu Wort

Also ich bin immer noch sehr glücklich mit der Kombination. Der Sub steht inzwischen genau zwischen den Boras (wie es eigentlich sein sollte) und spielt in den freien Raum. Leider habe ich genau dort, wo ich sitze und höre eine Auslöschung, so dass ich die Lautstärke anheben muss. Damit geht nun kein Rocker-Wumms mehr, aber wir wollen ja gepflegt Musik hören

Ich kann den Sub bei ca. 60-65Hz Trennfrequenz beim besten Willen nicht orten. Er spielt schnell und satt. Die Natural Bass CD der Stereoplay nebst Heft hat mir bei der Einstellung gut geholfen. Ich habe keinerlei Raummoden. Also alles ganz easy.

Der Santorin passt halt optisch schön zur Bora, gleicher Lack, gleiches Emblem vorne dran.

Ich möchte aber nochmals darauf hinweisen, welche Bedeutung gute Absorber und sehr gute Kabel (Viablue Chinch, Supra Strom) haben.

Viel Spaß
Alexander
Soulbasta
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 27. Feb 2016, 21:41
und welche bedeutung wäre es bei den kabeln?

ein sub sollte da stehen wo er am besten mit dem raum/hörplatz harmoniert.


[Beitrag von Soulbasta am 27. Feb 2016, 21:43 bearbeitet]
WiC
Inventar
#14 erstellt: 27. Feb 2016, 21:45
Naja, für den Händler sind die Kabel sicher von Bedeutung

LG
marmot_m
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 29. Feb 2016, 00:11

Soulbasta (Beitrag #13) schrieb:
und welche bedeutung wäre es bei den kabeln?

ein sub sollte da stehen wo er am besten mit dem raum/hörplatz harmoniert.



...allerdings nur dann, wenn die Trennfrequenz unterhalb der Ortungsschwelle eingestellt wird - deswegen steht der Sub z.B. bei Cabasse Baltic IMMER GENAU auf Höhe der Lautsprecher (ich bin an der Grenze mit 65Hz, drehe ich in Richtung 80Hz, dann kann ich ihn orten - wäre dann blöd, wenn der Kontrabaß z.T. vor und z.T neben mir spielt...).

In der Praxis dürften außerdem die Einrichtung, Türen, Ehefrau etc. Begrenzungen setzen.
marmot_m
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 29. Feb 2016, 00:16

Fanta4ever (Beitrag #14) schrieb:
Naja, für den Händler sind die Kabel sicher von Bedeutung

LG



Nö, habe ich ohne Empfehlung meines Händlers geschafft - hören kann ich selbst, und zwar gem. kürzlich erfolgtem Hörtest für meine 42 Jahre phänomenal gut (ärztlich attestiert).

Und nein, ich habe keine Chips an meinen Sicherungskasten geklebt
larghetto
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 05. Mrz 2016, 13:24
Danke für Eure Antworten bis jetzt...

Irgendwie habe ich aber den Eindruck, dass diese Veränderung / Ergänzung meiner Kette doch zu weitaus mehr Fragen führt. Ich denke daher, ich mache mal einen neuen Thread in der Kaufberatung auf...

Gruß, largehtto
marmot_m
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 06. Mrz 2016, 03:05

larghetto (Beitrag #17) schrieb:
Danke für Eure Antworten bis jetzt...

Irgendwie habe ich aber den Eindruck, dass diese Veränderung / Ergänzung meiner Kette doch zu weitaus mehr Fragen führt. Ich denke daher, ich mache mal einen neuen Thread in der Kaufberatung auf...

Gruß, largehtto


Moin...
Hast Du keinen Cabasse Händler in der Nähe? Der leiht Dir bestimmt ein Gerät über's WoE aus. Das halte ich für pragmatisch. Einfach mal aufstellen und hören. Oder halt ein Velodyne, ... etc. Händler. Deine Raumakustik wirst Du kaum über's Forum klären können. Wenn Du z.B. merkst, Du hast starke Moden, dann wird's mit einem Santorin 21/25 mangels Einmessung eh' nix. Wie bereits mehrfach beschrieben, hatte ich ein Plug-and-Play Erlebnis. Kann also auch gut laufen.
Gruß
Alexander
kabeljumper
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 14. Dez 2016, 12:57
Hallo ich habe da mal zwei drei Fragen an alle Bora Besitzer, ich überlege mir ein paar Bora zuzulegen..

Spielen sollen sie an einem Symphonik Line RG10....und hier meine Frage:
Mein Wohnimmer hat 44m2 würden die LS darin untergehen?
und wie breit dürfen (sollten) sie maximal ausseinanderstehen?
Meine jetzigen Sonics Oumnia stehen 2,20m ausseinander und sitze ca. 3,20m davor, könnte das auch mit den Boras klappen ...
taubeOhren
Inventar
#20 erstellt: 14. Dez 2016, 13:48
Moin,

mein Zimmer (reines Hörzimmer hat knapp 16m²) ..... stehen ca. 2,10 auseinander, 2,20m zum Hörplatz
Bassmonster sind sie ja keine (52Hz ...).
Da ist wohl probieren angesagt .... .... denn 44m² ist halt eine ander Hausnummer.


Gruß
taubeOhren


[Beitrag von taubeOhren am 14. Dez 2016, 13:49 bearbeitet]
kabeljumper
Schaut ab und zu mal vorbei
#21 erstellt: 14. Dez 2016, 14:54
ja sehe ich auch so, deshalb überlege ich einen Subwoofer mit einzubinden, was meinst du ist das eine gute Idee....
marmot_m
Schaut ab und zu mal vorbei
#22 erstellt: 14. Dez 2016, 16:03
Hallo Kabeljumper

Mein WZ hat ca. 25m². Das ist definitiv nicht das Ende der Fahnenstange für die Bora. Nicht vergessen, es ist ein sehr potenter 3-Wege LS mit bis über 110dB. Sie klingen sehr raumfüllend mit einem großen Sweetspot. Ich würde aber shon einen Santorin dazunehmen (ich habe den 25er, würde Dir eher den 30er empfehlen, der ist dann auch einmeßbar). Wobei die Bora einen sehr guten Baß hat, aber eben nicht sehr tief runter geht. Ich möchte den Santorin nicht mehr missen.

Ich fand die Aufstellung unkritisch. Sie können schon etwas Luft zu seitlicher- und Rückwand vertragen, so zwischen 50cm und 1m. Bei mir stehen sie 3m auseinander und ich sitze 3,5-4m davor. Dahinter habe ich dann noch 2m bis zur Wand, in der auch ein offener Durchgang ist, also recht günstige Bedingungen. Der Vertrieb und auch Cabasse selbst empfehlen, dass sich die Achsen ca. 0,5m VOR dem Hörplatz kreuzen. Dem wurde hier im Forum und von einigen Test-Zeitschriften vehement widersprochen. Ich selbst fand diese Aufstellung nach viel Hin- und Her-Geschiebe aber glaubhafter, als wenn sie am Hörplatz vorbei spielen. Aufgrund der hervorragenden Konstruktion sind das aber eher Nuancen. Das Klangbild bricht nie ein, wie man das von aderen Boxen kennt.

Der SL ist doch ein toller Verstärker. Mein Unison Unico Secondo ist ähnlich (oder etwas weniger) kräftig wie der RG10 und das geht schon. Man muss halt beim Aufdrehen etwas vorsichtig sein Ich habe allerdings noch keine Röhre ausprobiert an den Boras, liebäugle aber damit. Bei meinen 25m² sollte eine Unsion Sinfonia z.B. dicke genügen.

Um die Antwort vorwegzunehmen: Ich persönlich fand die Bora im Vergleich angenehmer als die Iroise. Bei 44m² würde ich den Vergleich aber nochmal machen wollen. Denn Bora + Santorin ist dann nicht günstiger als eine Iroise.

Zur Info: Ich habe Solid Steel Ständer und TelluriumQ Black LS Kabel. Vor allem die Kabel sehr empfehlenswert.

Viel Spaß damit, ich bin seit 6 Jahren mega-happy mit den Dingern. Was mich wirklich reizen würde, kostet mind 15-20.000 Euro. Und deswegen bleiben die Boras, wo sie sind Sie klingen wirklich sehr gut, insb. für die Preisklasse.
kabeljumper
Schaut ab und zu mal vorbei
#23 erstellt: 14. Dez 2016, 16:11
DANKE für diese ausführliche Antwort, damit kann ich etwas anfangen....
taubeOhren
Inventar
#24 erstellt: 14. Dez 2016, 17:51
Beim Sub würde ich aber über den Tellerrand von Cabasse schauen, ein SB1000 von SVS
ist preiswert und sehr gut oder ein alter Velodyne DD10 ....

Gruß
taubeOhren
Tywin
Inventar
#25 erstellt: 14. Dez 2016, 21:40
Hallo,

den Kauf meines Santorin 25 empfinde ich rückblickend - hinsichtlich Preis/Leistung - als einen meiner allerschlechtesten Käufe. Es gibt so viele Anbieter von brauchbaren und günstigen SW.

Zuerst würde ich an Deiner Stelle aber die Bora "pur" ausprobieren und ggf. das Stereodreieck auch etwas verkleinern.

Wenn Du unbedingt zusätzlichen Tiefton ergänzen willst, dann könntest Du z.B. zwei Saxx deepSound DS12 testweise probieren. Das sind geschlossen arbeitende Subwoofer die bei geeigneten akustischen Rahmenbedingungen an einem geeigneten Hörplatz bei richtiger Auf- und Einstellung womöglich ein gutes Ergebnis liefern können.

Ansonsten kannst Du Dich beim hohen Preis der Bora und mit dem Ohr darauf, dass ein Lautsprecher dieser Art nicht bei jeder Musik Spaß macht, auch mal bei Vroemen umhören ... z.B. die La Regina (die wählbaren Ausführungen solltest Du selbst probieren) würde ich zur Verwendung als "einzige Lautsprecher" vorziehen, da sie nicht wählerisch bei der Musik sind und immer "schön/warm/voll" klingen können, wenn die Rahmenbedingungen genügen.

Ein Subwoofer wird hiermit vielleicht auch vollkommen überflüssig sein.

VG Tywin

P.S. ... nur als Denkanstoß:

Meine schon lange für etwa 650€ weiterverkauften Minorca hatte ich gebraucht für 450€ von jemandem gekauft der sie (mit einer 1/2 Jahre alten Rechnung) für etwa 500€ in einem Saturn in Frankreich gekauft hatte. Der deutsche Fachhändler wollte zu dieser Zeit etwa 850€ von mir für die Boxen haben.


[Beitrag von Tywin am 14. Dez 2016, 23:08 bearbeitet]
marmot_m
Schaut ab und zu mal vorbei
#26 erstellt: 16. Dez 2016, 13:39

Tywin (Beitrag #25) schrieb:
Hallo,

Zuerst würde ich an Deiner Stelle aber die Bora "pur" ausprobieren und ggf. das Stereodreieck auch etwas verkleinern.



Da stimme ich voll zu, die Bora kann wunderbar alleine spielen. Ich schalte den Sub auch gar nicht immer an.


Tywin (Beitrag #25) schrieb:
Hallo,

Ansonsten kannst Du Dich beim hohen Preis der Bora und mit dem Ohr darauf, dass ein Lautsprecher dieser Art nicht bei jeder Musik Spaß macht, auch mal bei Vroemen umhören ... z.B. die La Regina (die wählbaren Ausführungen solltest Du selbst probieren) würde ich zur Verwendung als "einzige Lautsprecher" vorziehen, da sie nicht wählerisch bei der Musik sind und immer "schön/warm/voll" klingen können, wenn die Rahmenbedingungen genügen.



Die Art Musik, die mit der Bora keinen Spaß macht, habe ich noch nicht gefunden. Es ist ja gerade das Argument für Cabasse generell, dass Musikhören mit ihnen sogar wahnsinnig viel Spaß macht (s.a. aktuelle image HiFi - Hörbericht Cabasse Baltic 4 TCA). Für diesen Spaß nimmt man einen nicht ganz linearen Frequenzgang in Kauf. Dabei spielt sie aber nie vordergründig, sondern einfach irre präsent. Dieser Aussage möchte ich also widersprechen. Ich habe gerade kürzlich einen alten alten Jeton Direktschnitt gehört, Cembalo solo. Wie jeder Saitenanschlag federt, das ist schon eine Wucht.

Vroemen geht m.E. in eine ganz andere Richtung. Im Vergleich zu Cabasse klingen sie total langweilig, aber auf einem sehr hohen Niveau - nicht falsch verstehen. Man muss wissen, was man will, aber mich hat z.B. eine Diva Superiore ER4 total kalt gelassen (an Audionet Elektronik). Da finde ich Fischer & Fischer viel lebendiger, bei vergleichbarem Konzept mit Schiefergehäuse - allerdings auch zu einem viel höheren Preis.

Ich habe auch mal eine Bambina oder Bambino Ceramica gehört, das hat mir gar nicht gefallen, wobei ich eh kein Fan der Keramiktreiber bin. Vroemen hat das m.E. noch ganz gut im Griff, weil er sie recht "frei" spielen läßt. Mir aber zu analytisch.

Zu schön/warm/voll - schön ist eine Sache der Definition: Die Bora ist sehr präsent, da ist wenig Distanz zur Musik. Das kann je nach Geschmack / Vorlieben etwas anstrengend sein. Kommt LIVE halt näher, das ist nach einiger Zeit auch anstrengend. Warm - würde ich lieber über den Amp machen. Der LS soll für mich weder/noch spielen. Mit meinem Unison ist der Klang schon minimal warm, mit einem großen Atoll war er weniger warm. Voll - das ist nun wirklich die Stärke der Bora, also wenn Cabasse nicht voll und raumfüllend spielen, dann weis ich es auch nicht

Gruß, Alexander
taubeOhren
Inventar
#27 erstellt: 16. Dez 2016, 13:58
Moin,


Ansonsten kannst Du Dich beim hohen Preis der Bora und mit dem Ohr darauf, dass ein Lautsprecher dieser Art nicht bei jeder Musik Spaß macht,


... diese Aussage kann ich persönlich auch nicht nachvollziehen, aber es ist ja letztendlich, wie mein eigener auch,
nur der Eindruck eines Hörers .... Kabeljumper - du wirst wohl um ein selber probieren nicht herum kommen!

Ach - und was den Preis angeht .... ich finde den Preis der Bora durchaus gerechtfertigt, man muss ja auch nicht
unbedingt neu kaufen .... dann wird das P/L noch besser.



taubeOhren
taubeOhren
Inventar
#28 erstellt: 16. Dez 2016, 14:02
Habe gerade gesehen im AM unter 7842092133 ist ein Pärchen Bora für
unverhandelte 1160,- (15 Monate alt) zu haben .....
*hannesjo*
Stammgast
#29 erstellt: 31. Jan 2017, 19:38
Hallo.!

Hatte im A / B Vergleich -- Cabasse Bora und meine 30 Jahre alte Cabasse Clipper.

SCHÖN und GUT, KURZ und KNAPP, ALT gegen NEU,---Fazit, die ALTE DAME hat einfach mehr ESPRIT!

Ich liebe diese ALTBACKENEN.......bis zum ENDE aller TAGE. --- geht ganz SCHNELL, bin schon 70!!


Als KOMPAKTE für mein MUSIKZIMMER wurde es eine DYNAUDIO. Hätte lieber eine alte CABASSE Sloop....!


[Beitrag von *hannesjo* am 31. Jan 2017, 19:53 bearbeitet]
WiC
Inventar
#30 erstellt: 31. Jan 2017, 22:11
*hannesjo*
Stammgast
#31 erstellt: 01. Feb 2017, 10:28
.......aber -sieht es denn nicht schön aus? Dank für überaus sachliche Begleitung meiner Inkompetenz.! :D.



Kann man so - oder - so VERSTEHEN.!.......ich hab' s schon wieder...!

............sind meine letzten Zuckungen im Forum /Thread.


[Beitrag von *hannesjo* am 01. Feb 2017, 10:37 bearbeitet]
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Rainer3000 am 23.04.2007  –  Letzte Antwort am 05.06.2007  –  20 Beiträge

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