3 Wege Frequenzweiche

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Yavem
Inventar
#1 erstellt: 26. Okt 2007, 18:13
Hallo liebe Gemeinde,

Wie so oft brauche ich dringend hilfe von euch ... Mein Bruder hat sich in seinem jugendlichen Leichtsinn 2 Omnitronic TX 2520 gekauft . Die sind natürlich von der Verarbeitung und vom Sound her unterste Schublade, aber mein Bruder hängt an ihnen wie sonst kaum etwas anderen ... Ist ja nix gegen zu sagen (er ist halt 15), aaber ...

- Das Problem ist, dass letztens die Billig"frequenzweiche" (wenn man das so nennen kann -.-) dieser Dinger kaputtgegangen ist und wir nun Ersatz brauchen . da aber alle 3-Wege-Frequenzweichen, die c.a 500 Watt RMS aushalten sehr teuer und hochwertig sind, würde ich gerne eine selbst bauen . Sie kann ruhig aus billigen Teilen zusammengebaut sein, schließlich braucht man für diese China-Chassis nichts vernünftiges .

Um meinen Bruder vor den Ohrenschädigenden piezos zu schützen habe ich ihm 2 wirkungsgradstakre Membranhochtöner von Monacor eingebaut, die auch ordentlich was aushalten . Vor Überlastung (man weiß ja nie wie weit die Penns die Endstufen aufdrehen) habe ich sie mit einer Soffitenlampe geschützt, ich weiß - keine schöne Lösung - aber bei dieser Box auch wirklich nicht relevant ... Die Hochtöner müssen bei 6000 Hz getrennt werden, im Mitteltonbereich arbeitet so ein Horn, dass anscheinend bei 1000 Hz getrennt war .

Nun würde ich gerne eine kostengünstige Frequenzweiche, die c.a 400 - 500 Watt RMS aushält selbst bauen . Die Trennfrequenzen können ruhig variieren (so wie es am "günstigsten" ist), der Hochtöner muss nur bei 6000 Hz mit 12 dB/Oct oder mehr getrennt werden . Das Horn macht >1000 Hz eh nix mehr, von daher sollte die Trennfrequenz für den Mittenbereich so bei 1000-2500 Hz liegen ... So hoch schaffen es die billig 15"er darunter hoffentlich ansatzweise noch ... (kommt mir eh sehr spanisch vor, dass das Horn so tief spielt, vielleicht auch ein Piezo ??)

Das 2. Problem ist, dass ich noch nie eine Frequenzweiche gebaut habe und mich mit dem Aufbau / den Bauteilen leider gottes überhaupt nicht auskenne ... ich benutze selbst nur aktive Weichen ...

Es wäre sehr schön, wenn mir jemand helfen / mich beratschlagen könnte, selbst wenn mir diese Omnidinger sehr skuril vorkommen möchte ich das traurige Gesicht meines Bruders doch nicht weiterhin sehen ...

Danke im Voraus falls sich jemand meldet ... Grüße - Yavem
MBU
Inventar
#2 erstellt: 26. Okt 2007, 18:18
Hallo Yavem,

guckst Du hier: http://www.hifi-foru..._id=104&thread=10094
detegg
Inventar
#3 erstellt: 26. Okt 2007, 21:38
Hallo Yavem,

ich versuche Dir mal aus der Ferne zu helfen

Die TX2520 sind Partyboxen. Im MT/HT-Bereich sind sie lt. Hersteller nicht mit Piezo´s, sondern normalen Spulenchassis - im MT mit vorgesetztem Horn - ausgestattet.

Wenn die HT nicht defekt waren, hättest Du sie auch nicht austauschen brauchen.
Die 500Wrms teilen sich ca. 60/30/10% auf TT/MT/HT auf. es braucht für die TT eine belastbare Spule - die ist teuer. Aber ist sie defekt?

Frage: was ist an der Frequenzweiche defekt? Wenn Du sie schon in den Händen hattest, mache bitte jeweils ein Foto von Vorder- u. Rückseite. Dann sehen wir weiter ...
An welchem Verstärker wurden die LS betrieben?

Gruß
Detlef
Yavem
Inventar
#4 erstellt: 27. Okt 2007, 08:49
Ok, dann muss ich wohl doch damit auspacken (aber bitte net hauen ) ...

Die Boxen haben einen ziemlichen Umbau hinter sich . Als ich sie das erste mal gehört habe, dachte ich, dass man mit 2 Mülldeckeln gegeneinanderschlägt . Die Soundqualität war, besonders im Mittel- Hochtonbereich so schlecht, dass ich persönlich nach einer Minute aus dem Raum gehen musste . Hinzu kam, dass die Box nach einem Frequenztest (Frequenzgenerator) über 8 kHz garnicht mehr gespielt hat !! (deswewgen war der Klang z.T. auch so blechern und flach, halt kaum Hochton)

Nachdem ich die Box mit Erlaubnis meines Bruders auseinandergenommen hatte, stellte ich fest, dass im HT und MT der gleiche Treiber, nur mit anderen Hornaufsätzen benutzt wird . Die Frequenzweiche war an sich garkeine, die TT spielten ohne Trennung und das MT-Horn und die "Tweeter" erfreuten sich gleicher Abtrennung bei c.a 1-2 kHz ...

Da habe ich mir gesagt : Ne, so geht das ja echt nicht ! Da müssen ein paar vernünftige Tweeter und eine ordentliche Frequenzweiche her . Schließlich war das, was dieser MT und die HT's da als "Musik" ausspuckten wirklich gehörschädigend (Mein Bruder hört seine Musik natürlich gerne laut und da haben die ohne Ende geklirrt u.s.w.) .

Also habe ich ihm pro Box ein paar 3" Membranhochtöner von Monacor gekauft (die reichen ja für seine Zwecke mit insg. 40 Watt RMS, bei den Jungens gehts ja eh nur um's bumbum), die brauchten aber auch noch eine vernünftige Abtrennung ... Also musste auch eine Frequenzweiche her .

Diese fiel mir dann nach längerem Suchen auf und da sie eigentlich recht vielversprechend (für einen Laien wie mich) aussieht, nahm ich sie dann auch . Als wir das alles zusammen eingebaut hatten war der Klang gleich schonmal um einiges besser, mein Bruder war total aus dem Häuschen (er hat noch nie was gutes gehört ...) . Ich selbst war überrascht wieviel die Weiche am Klang verändert hat und dachte damit wäre das Problem gelöst ... Falsch gedacht .

Bis gestern (3 Monate lang) hielten sie ja, aber anscheinend hat mein Bruder gestern mal wieder laut Musik gehört, anscheinend sehr laut, als dann plötzlich der Verstärker ausging . Mein bruder holte mich sofort und wir überprüften alle anderen Fehlerquellen . Als wir kein Proble feststellten machten wir den Verstärker nochmal an und stellten fest, dass bei der einen Box die Tieftöner nicht mehr funktionierten . Wir haben sie dann ausgebaut und getestet, gehen tun sie beide, also muss der Fehler in der Weiche liegen .

Als ich mir die Weiche näher betrachtete fiel mir auf, dass der Klebstoff geschmolzen / verlaufen war, sie muss also tierisch heiß geworden sein . Meiner Meinung nach war das einfach zuviel für die Weiche, laut Hersteller haben diese Chinakühlschränke ja 700 Watt RMS ... ich denke alledings (um im Bereich des tatsächlichen zu bleiben) dass es sich max. um 400-500 Watt handelt . Von daher brauche ich nun eine Weiche mit annähernd gleichen Trennfrequenzen, die aber eben nicht 200 Watt RMS aushält, sondern die 500 Watt im Dauerbetrieb schon abhaben kann . Und da hatte ich gedacht, dass ich das am kostengünstigsten mit Selbstbau mache, oder ? ...

Eine andere (sehr unhumane) Möglichkeit wäre ja die TT's direkt ohne Abtrennung anzuschließen und von der Frequenzweiche nur die MT- und HT-Ausgänge zu benutzen (die gehen ja noch) ... Allerdings überschneiden sich dann die Frequenzen der TT und des MT's und der Wiederstand der Box ist wahrscheinlich >4 Ohm ... (müsste ich dann halt mal messen) oder wäre das für diesen Billigkram die beste Lösung ?

p.s mein Bruder benutzt eine T.Amp TA 1050 MK-X zum antrieb, parallel zu den TA 2520 spielen noch 2 18"Omni-Woofer . Die Endstufe wird also mit 4 Ohm (oder weniger, bei den Chinateilen weiß man ja nie) betrieben und liefert dann schonmal Impulsleistungen von c.a 600-700 Watt ...

Danke für eure Unterstützung, und danke auch an Uibel, sehr sinvoll diese Liste, gut dass ich davon weiß Nur leider ist für ein solch unbedeutendes Projekt (dass ja auch kostengünstig bleiben soll) Köln doch ein wenig weit ...

Grüße - Yavem
detegg
Inventar
#5 erstellt: 27. Okt 2007, 11:20
Moin Yavem,

tja, da bleiben 2 Möglichkeiten. Fehlerhaftes Bauteil lokalisieren (Spule des TT_Zweiges) und durch höher belastbares ersetzen - vlt. ist die Spule noch ok und es ist nur eine Lötstelle defekt. Oder die belastbarere Weichen-Version dieses ebay-Anbieters kaufen ... und am Besten gleich beide LS umrüsten.

... berichte mal!

Gruß
Detlef


[Beitrag von detegg am 27. Okt 2007, 11:23 bearbeitet]
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