Wer kennt sich mit Hörnern aus?

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oelsinus
Stammgast
#1 erstellt: 11. Okt 2008, 17:08
...also nicht mit solchen die uns unsere Ehefrauen zuweilen versuchen aufzusetzen, sondern mit Breitbandhörnern.

Das Problem: Mein Nachbar hatte ein paar Eigenbaulautsprecher, die Studenten in den Achtzigern an irgendeiner UNI in NRW gebaut hatten. Sehr solide, blau lackiert, 940 mm hoch, 470 breit und 335 tief. Bändchen und Kalotte, aber im Grundtonbereich ein gefaltetes Horn, nach hinten offen mit ca 400x400 Mündungsfläche und ca 1,20 m länge.
Getrieben von einem Audax Treiber, daran erinnert sich mein Nachbar noch,aber er hat sich vor dem Entsorgen der durchgebrannten Teile keinen Typ aufgeschrieben. Und weil er gedacht hat Lautsprecher muss laut sein und sprechen können hat er je einen Visaton W170 SC reingesetzt. Keine schlechten Teile, aber in ihren Parametern offensichtlich völlig unpassend. Ich denke zu tief abgestimmt und deshalb zu niedrigen Wirkungsgrad, jedenfalls klingen die Boxen jetzt so. Hab aber kein Programm zur Hornberechnung.

Also, hat hier jemand Ahnung was man da reinsetzen könnte? Das Loch im Gehäuse hat 145 mm Durchmesser.
Frank.Kuhl
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 11. Okt 2008, 19:06
Kannst Du mal Fotos von den Hörnern hier reinstellen?
Bärlina
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 12. Okt 2008, 00:52
Moin, Helmut !

Empfehle mal einen Thread im Roehren-und-Hoeren-Forum zu starten, natürlich mit Bildchen.

Zwischen den alten Audax' und den W170S/SC liegen Welten. Aber nicht so schlimm wegen des Anschaffungspreises, meine ich.

Braucht Dein Nachbar die 2 Visaton's noch ? 4 oder 8 Ohm ?

,
Erik
Giustolisi
Inventar
#4 erstellt: 12. Okt 2008, 11:13
Bisher haben meine Simulationen Bei Hörnern immer gezeigt, dass sich der Schalldruckverlauf beim Verwenden völlig unterschiedlicher Treiber mit ähnlich großer Membranfläche kaum verändert. Ich denke, der Fehler ist eher in der Frequenzweiche zu suchen.
oelsinus
Stammgast
#5 erstellt: 12. Okt 2008, 19:49
...hab leider keine Fotos, der Nachbar ist noch ne Woche in Urlaub. Aber eigentlich dürfte doch nur Hornlänge und -öffnung wichtig sein.

Die Daten sind sicher nicht so kritisch wie z.B. in BR Gehäusen. Aber f0 und SPL scheint mir doch auch in Hörnern wichtig zu sein. Sie sollen wirklich super geklungen haben, jetzt aber wirklich nicht mehr. Die Weiche und das Gehäuse sind aber unverändert, kann doch nur durch die Daten verursacht sein. Ist ne 8 Ohm Ausführung, sicher war der Audax 4 Ohm so dass schon deshalb 6 dB weg sind.
Giustolisi
Inventar
#6 erstellt: 12. Okt 2008, 20:03
Wenn die Weiche gleich geblieben ist, haben wir die Ursache doch schon gefunden. Man kann nicht einfach ein Chassis gegen ein anderes Fabrikat ausstauschen ohne die Weiche anzupassen.
Am Horn wirds nicht liegen. Weder fs noch Qts haben einen wesentlichen Einfluss auf den Frequenzgang. Da gleichen sich die Simulationen wie ein Ei dem anderen.
Eine andere Impedanz hat allerdings einen Einfluss im Bereich von 3dB
oelsinus
Stammgast
#7 erstellt: 12. Okt 2008, 22:02

Giustolisi schrieb:

Eine andere Impedanz hat allerdings einen Einfluss im Bereich von 3dB


Soweit ich mich erinnere ist doch P = U quadrat / R , dann ist doch P bei doppeltem R nur halb so gross, also -6 db ?

Dazu Kennempfindlichkeit.Die ist doch normalerweise bei tieferer f0 geringer. Ist doch sicher besser wieder einen passenden Lautsprecher zu finden als ohne konkrete Anhaltspunkte an der Weiche rumzufummeln.
Giustolisi
Inventar
#8 erstellt: 12. Okt 2008, 22:25
Deine Leistungsrechnung stimmt, bei doppelter Leistung gibts aber nur 3dB mehr.

Dazu Kennempfindlichkeit.Die ist doch normalerweise bei tieferer f0 geringer.

Das ist nicht grundsätzlich so, wenn das Gehäusevolumen aber gleich bleibt, gebe ich dir echt. Ein Horn funktioniert aber nochmal anders. Beim Viech sieht mans recht gut Der Treiber hat eine Resonanzfrequenz von über 100Hz, kommt im Horn aber unter 60Hz.

Ist doch sicher besser wieder einen passenden Lautsprecher zu finden als ohne konkrete Anhaltspunkte an der Weiche rumzufummeln.

Dem kann ich mich nur anschließen.
oelsinus
Stammgast
#9 erstellt: 12. Okt 2008, 22:38

Giustolisi schrieb:
Beim Viech sieht mans recht gut Der Treiber hat eine Resonanzfrequenz von über 100Hz, kommt im Horn aber unter 60Hz.


...na ja, weil er eben nicht ins leere rumquirlt sondern weil die Luftmasse im Horn sich zur Membranmasse addiert. das bringt ja die bessere Anpassung an den Scheinwiderstand der Luft und deshalb den hohen Wirkungsgrad.

Heisst aber dann doch auch dass die Resonanzfrequenz des Chassis für ein Horn höher sein sollte als in einem anderem Gehäuse, in dem es praktisch ins leere arbeitet. Also doch völlig anderes Chassis. Das war eigentlich meine Frage.
oelsinus
Stammgast
#10 erstellt: 12. Okt 2008, 22:45

Giustolisi schrieb:
Deine Leistungsrechnung stimmt, bei doppelter Leistung gibts aber nur 3dB mehr.


...sorry, blackout. Halbe spannung -6dB, halbe Leitung natürlich nur -3dB, eben wegen U quadrat / R.
Giustolisi
Inventar
#11 erstellt: 12. Okt 2008, 23:38
Das Funktionsprinzip eines Horns ist natürlich etwas komplexer. Mit Hornresponse(Freeware) zu experimentieren bringt da eine Menge. Beim idealen Horn entsteht der hohe Wirkungsgrad durch die Bündelung der großen Hornmundfläche, von der auch die untere Grenzfrequenz abhängt. Beim Backloadedhorn kommen auch noch Effekte zum tragen, die auch in der Transmissionline eine Rolle spielen. Die Luftmenge Im Horn spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Wenn ich in Hornresponse verschiedene Treiber in ein und das selbe Horn setze, verändert sich der Schalldruckverlauf nicht besonders, auch bei stark abweichenden Resonanzfrequenzen. Den größten Einfluss hat die Hornhalsfläche. Bei gleicher Hornhalsfläche und gleicher Hornmundfläche ist die untere Grenzfrequenz bei exponentiell öffnenden Hörnern und konischen Hörnern nahezu gleich, wobei die Luftmasse, die das Horn beinhaltet sich stark unterscheidet. Einzig die Welligkeit ist beim Exponentialhorn größer.
ax3
Inventar
#12 erstellt: 12. Okt 2008, 23:54

"Der Volksmund sagt: Religion ist Opium für das Volk. Das ist irreführend. Opium ist eine bewußtseinserweiternde Droge."


Deine Signatur ist schlichtweg falsch.

1. Nicht der Volksmund sagt das sondern Karl Marx: "Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes." (Karl Marx 1844, Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie)

Diese Aussage wurde von Wladimir Iljitsch Uljanow aufgenommen und in der von dir benannten und weitergehend bekannten deutschen Übersetzung mit "Religion ist Opium für das Volk" getätigt.

2. Opium ist keine bewusstseinserweiternde Droge. Da lässt sich auch nichts interpretieren. Opium wirkt in jeder Hinsicht dämpfend und bewusstseinsbegrenzend.
Giustolisi
Inventar
#13 erstellt: 13. Okt 2008, 05:21

1. Nicht der Volksmund sagt das sondern Karl Marx: "Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes." (Karl Marx 1844, Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie)

Diese Aussage wurde von Wladimir Iljitsch Uljanow aufgenommen und in der von dir benannten und weitergehend bekannten deutschen Übersetzung mit "Religion ist Opium für das Volk" getätigt.

Ist richtig, wird geändet

2. Opium ist keine bewusstseinserweiternde Droge. Da lässt sich auch nichts interpretieren. Opium wirkt in jeder Hinsicht dämpfend und bewusstseinsbegrenzend

DEm kann ich mich nicht anschließen, ich hab folgendes gefunden

Die Wirkung von Opium hat nichts mit der Wirkung von z.B. Heroin zu tun. Fast niemand in Deutschland wird überhaupt jemals Rohopium gesehen geschweige denn zu sich genommen haben. Opium wirkt sicher nicht wirklich psychoaktiv. Aber auch nicht nur schmerzstillend. Es ist vielmehr eine Art Liebestrank, der Geist und Körper mit sich und dem Leben versöhnt. Diese Ausgeglichenheit geht soweit, dass Schmerzen und Sorgen relativiert werden. Die Schmerzen werden dabei nicht lokal unterdrückt sondern vielmehr unrelevant wahrgenommen, sie sind aber dennoch vorhanden. Es stellt sich eine unglaubliche innere Glückseligkeit ein, die eher einem bewusstseinserweiterndem Erlebnis als einem Glücksrausch (wie bei Heroin) ähnelt. Diese Erfahrung lässt sich auch mit in das normale Leben übernehmen und kann sich entspannend auf die Lebenssituation auswirken.

Leicht aphrodisierende Wirkungen mit herabgesetzten Fähigkeit zum Höhepunkt sind auch Teil des Erlebnisses. Appetitlosigkeit und körperliche Ruhe sind ebenfalls Teil der Erfahrung. Wer jedoch den ‚größten Orgasmus des Lebens’ (Heroin User über Heroin- i.V.) erwartet, der wird enttäuscht sein. Auch echte Halluzinationen oder Ähnliches bleiben aus, lediglich Träume können realer erlebt werden.

Dennoch ist Opium sicherlich eine große Verlockung und nur ein wirklich verantwortungsbewusster Anwender sollte sich darauf einlassen.

Ist zwar OT, ich lasse mich aber immer gern eines Besseren belehren.
hangman
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 13. Okt 2008, 06:02
beim thema drogen halte ich es wie beim thema sex(ualpraktiken): man sollte nur darüber reden wenn man es probiert hat

btt.: (naja, wenigstens zum teil)
was passiert eigentlich wenn ich in ein bl-horngehäuse (BK203), das für ein 20er chassis entwickelt wurde, ein 25er einbaue?
KANN das funktionieren?
bekommt man das durch zb dämmen der druckkammer oder des hornverlaufes, bzw anpassen der weiche in den griff?
oder ist das von vorn herein zum scheitern verurteilt?
(die frage deshalb, weil ich mich glaube zu erinnern, daß das BK202 sowohl mit einem 25er als auch mit zwei 20er bestückt werden konnte)
Giustolisi
Inventar
#15 erstellt: 13. Okt 2008, 14:26
Eine Simulation dürfte Klarheit bringen. Gib mir bitte die Daten des Wunschgehäuses und die Bezeichnung des Chassis, das verbaut werden soll.
oelsinus
Stammgast
#16 erstellt: 13. Okt 2008, 21:18

Giustolisi schrieb:
Das Funktionsprinzip eines Horns ist natürlich etwas komplexer. Mit Hornresponse(Freeware) zu experimentieren bringt da eine Menge. Beim idealen Horn entsteht der hohe Wirkungsgrad durch die Bündelung der großen Hornmundfläche, von der auch die untere Grenzfrequenz abhängt.



... hab mich in den letzten Jahren nicht mit dem Thema Horn beschäftigt, mein ganzes Wissen dazu ist bestimmt 30 Jahre alt.
Was ich mir gemerkt hatte ist nur, das die Transformation des akustischen Scheinwiderstandes das Grundprinzip ist. Eine normale Box ist an diesen Scheinwiderstand völlig fehlangepasst, weil die Luft zu leicht und zu flexibel ist. Sie weicht einfach zur Seite und um die Box herum aus wenn die Membran sie in Richtung Zuhörer bewegen soll. Die Membran arbeitet praktisch ins leere, was man ja auch als fehlenden Lastwiderstand bezeichnen könnte. Abhilfe würde es bringen wenn ein Rohr vor den Lautsprecher montiert würde. Damit es keine Resonanz macht muss sich sein Durchmesser kontinuierlich erweitern, am besten nach einer Triactrix- Funktion, dann entsteht eine Kugelwelle in Richtung Zuhörer. Die Luft darin muss jetzt vom Lautsprecher wirklich bewegt werden weil sie nicht mehr ausweichen kann, die Anpassung verbessert sich und der Wirkungsgrad kann bis um den Faktor 50 steigen.
Mit 2,4 Watt hatte man in den Dreissigern in den USA mal ein 40 m langes Horn betrieben, es ging vom Nachbarhaus in das als Hornmund gebaute dach eines Tanzsaales. der Schallpegel auf der Tanzfläche soll kurz unter der Schmerzgrenze gelegen haben. Einen ähnlichen Wirkungsgrad kann man sonst nur mit dem "akustischen Vorhang" erzeugen weil ja da die Luft auch nicht ausweichen kann.

Dieses ganze Restwissen nützt mir aber nix, wenn ich einen passenden Lautsprecher für meinen Nachbarn finden will. Ich habe eben nur die oben angegebenen Gehäusemasse und weiss nicht welches Chassis geeignet wäre. Und ausserdem bin ich auch nicht sicher ob mein Restwissen heute noch aktuell sind. Stammt noch aus Kommunistenzeiten und wie falsch denen ihre Theorien waren sieht man ja heute, die hätten doch bei 500.000.000.000 Schulden glatt gedacht sie wären pleite.
Giustolisi
Inventar
#17 erstellt: 13. Okt 2008, 21:51
Das alte Wissen ist noch lange nicht überholt, durch Computer kann man das ergebnis aber inzwischen recht präzise vorhersagen, was die Entwicklungsarbeit erleichtert. Die Grundprinzipien sind schließlich die selben geblieben.
Da kann ich dir nur Hornresponse ans Herz legen, wenn du das Grundwissen ja hast, dürfte es kein problem sein.
Den passenden Lautsprecher für das Horn deines Nachbarn zu finden, dürfte ohne Messtechnik nicht machbar sein. Ich denke nicht mal, dass der Lautsprecher, der als Ersatz gewählt wurde prinzipiell die falsche Wahl ist, das müsste man erst per Messtechnik überprüfen und die Weiche anpassen.
eoh
Stammgast
#18 erstellt: 13. Okt 2008, 22:01
warum denn nicht mal nachforschen, welcher treiber es gewesen sein könnte, und dann nach vergleichstypen forschen?
ich könnte mir vorstellen, dass audax in den achtzigern jetzt nicht soo viele verschiedene 17er typen hatten, und diese waren vielleicht auch alle nicht grundverschieden...
Feldweg
Inventar
#19 erstellt: 13. Okt 2008, 22:12

oelsinus schrieb:

Giustolisi schrieb:
Das Funktionsprinzip eines Horns ist natürlich etwas komplexer. Mit Hornresponse(Freeware) zu experimentieren bringt da eine Menge. Beim idealen Horn entsteht der hohe Wirkungsgrad durch die Bündelung der großen Hornmundfläche, von der auch die untere Grenzfrequenz abhängt.



... hab mich in den letzten Jahren nicht mit dem Thema Horn beschäftigt, mein ganzes Wissen dazu ist bestimmt 30 Jahre alt.
Was ich mir gemerkt hatte ist nur, das die Transformation des akustischen Scheinwiderstandes das Grundprinzip ist. Eine normale Box ist an diesen Scheinwiderstand völlig fehlangepasst, weil die Luft zu leicht und zu flexibel ist. Sie weicht einfach zur Seite und um die Box herum aus wenn die Membran sie in Richtung Zuhörer bewegen soll. Die Membran arbeitet praktisch ins leere, was man ja auch als fehlenden Lastwiderstand bezeichnen könnte. Abhilfe würde es bringen wenn ein Rohr vor den Lautsprecher montiert würde. Damit es keine Resonanz macht muss sich sein Durchmesser kontinuierlich erweitern, am besten nach einer Triactrix- Funktion, dann entsteht eine Kugelwelle in Richtung Zuhörer. Die Luft darin muss jetzt vom Lautsprecher wirklich bewegt werden weil sie nicht mehr ausweichen kann, die Anpassung verbessert sich und der Wirkungsgrad kann bis um den Faktor 50 steigen.
Mit 2,4 Watt hatte man in den Dreissigern in den USA mal ein 40 m langes Horn betrieben, es ging vom Nachbarhaus in das als Hornmund gebaute dach eines Tanzsaales. der Schallpegel auf der Tanzfläche soll kurz unter der Schmerzgrenze gelegen haben. Einen ähnlichen Wirkungsgrad kann man sonst nur mit dem "akustischen Vorhang" erzeugen weil ja da die Luft auch nicht ausweichen kann.

Dieses ganze Restwissen nützt mir aber nix, wenn ich einen passenden Lautsprecher für meinen Nachbarn finden will. Ich habe eben nur die oben angegebenen Gehäusemasse und weiss nicht welches Chassis geeignet wäre. Und ausserdem bin ich auch nicht sicher ob mein Restwissen heute noch aktuell sind. Stammt noch aus Kommunistenzeiten und wie falsch denen ihre Theorien waren sieht man ja heute, die hätten doch bei 500.000.000.000 Schulden glatt gedacht sie wären pleite. :prost


aber den besten wirkungsgrad hätte man doch wenn man, zumindest beim subwoofer, vornen wie auch hinten ein horn dran bauen würde. somit würde am meisten last auf die membran kommen und der wirkungsgrad würde sich nochmal verbessern!? jedoch wieso macht das niemand!? würde das ansich mal gerne ausprobieren..oder gibt es da schon versuche die so kläglich verlaufen sind das gar niemand mehr darüber redet!?
hangman
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 14. Okt 2008, 06:14

Giustolisi schrieb:
Eine Simulation dürfte Klarheit bringen. Gib mir bitte die Daten des Wunschgehäuses und die Bezeichnung des Chassis, das verbaut werden soll.


es ist so: gehäuse und chassis sind bereits vorhanden, chassis könnte natürlich ein anderes eingebaut werden!
es handelt sich also um das BK203, welches (meines wissens) für ein 20er chassis konzipiert wurde.
nun hab ich sehr wenig info über das teil, weiß nicht welche chassis damals verbaut wurden, nur eben daß es wohl 20er waren.

diese bässe lagen hier noch rum: baß

hatte sie versuchweise mal eingebaut, kpl ohne dämmung: viel baß, aber unerträgliches dröhnen (als ob n kofferradio in ner holzkiste steht)!

dämmung in verschiedenen bereichen des hornverlaufes: tiefbaß mit veränderlicher präsenz, dröhnen weitestgehend "im griff", allerdings verzerrungen im mittenbereich!

dämmung in der druckkammer: je mehr, desto weniger baß: kein dröhnen, aber dafür auch kein baß!

aber immer hatte ich irgendwie "schreiende" mitten

also, wie gesagt: die gehäuse sollen beibehalten werden, die chassis können ersetzt werden...!
oelsinus
Stammgast
#21 erstellt: 14. Okt 2008, 06:32

Feldweg schrieb:

aber den besten wirkungsgrad hätte man doch wenn man, zumindest beim subwoofer, vornen wie auch hinten ein horn dran bauen würde. somit würde am meisten last auf die membran kommen und der wirkungsgrad würde sich nochmal verbessern!? jedoch wieso macht das niemand!? würde das ansich mal gerne ausprobieren..oder gibt es da schon versuche die so kläglich verlaufen sind das gar niemand mehr darüber redet!?


...ich glaube da bist du auf dem Feldweg, Der Schalldruck hätte doch dann an beiden Hornenden entgegengesetzte Phasenlage und würde sich gegenseitig auslöschen.

@hangmann

was issn BK203 ?
ukw
Inventar
#22 erstellt: 14. Okt 2008, 07:53

oelsinus schrieb:


@hangmann

was issn BK203 ?


Fostex
Giustolisi
Inventar
#23 erstellt: 14. Okt 2008, 09:57

Feldweg schrieb:

aber den besten wirkungsgrad hätte man doch wenn man, zumindest beim subwoofer, vornen wie auch hinten ein horn dran bauen würde. somit würde am meisten last auf die membran kommen und der wirkungsgrad würde sich nochmal verbessern!? jedoch wieso macht das niemand!? würde das ansich mal gerne ausprobieren..oder gibt es da schon versuche die so kläglich verlaufen sind das gar niemand mehr darüber redet!?


...ich glaube da bist du auf dem Feldweg, Der Schalldruck hätte doch dann an beiden Hornenden entgegengesetzte Phasenlage und würde sich gegenseitig auslöschen.

Ich wüsste jetzt nicht, was gegen einen Horndipol sprechen würde, ausser die nicht unerhebliche Größe. Ich denke aber auch. dass man da mit vielen großen Chassis weiter kommt.
DasOundA
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 14. Okt 2008, 11:19

oelsinus schrieb:


Sorry, wenns hier nicht reinpasst.

[OT]" Ich hab mir aus Spaß mal deine HP angeschaut, und dort dann ziemlich viel gelesen, aber nicht soo viel verstanden . Meine Idee/Frage zur WFS ist, ob man die Probleme mit dem Raum(reflexionen) nicht dadurch, weitgehend vermeiden kann, indem man die Wellenfront/Die Lautsprecherzeile nicht einfach bis auf einen Meter an den Zuhörer ranholen würde. Dann würde es natürlich schwierig bei Heimkino das Sichtfeld vermutlich eingeschränkt wäre, davon abgesehen käme man sich so vor , wie in einem Käfig o.Ä. . Ich dachte da allerdings eher an sowas hier: Sonic chair
Nur um ein Bild davon zu bekommen was ich in etwa meine"[OT]
Du kannst ja per PM anworten, will hier den Thread net zuspammen.

Vielleicht doch was zum Thema
Ich denke bei den Jungs von Hornlautsprecher kannst du bestimmt auch Hilfe erfahren. Email-Adressen könnte man da im Impressum finden ...
So nun bin ich wech
oelsinus
Stammgast
#25 erstellt: 14. Okt 2008, 13:12

Giustolisi schrieb:

Ich wüsste jetzt nicht, was gegen einen Horndipol sprechen würde, ausser die nicht unerhebliche Größe. Ich denke aber auch. dass man da mit vielen großen Chassis weiter kommt.


...dann würde doch die Membran am hinteren Horn genau dann einen Unterdruck erzeugen wenn die vorderseite Überdruck macht. Ergebnis wäre eine Schallschnelle zwischen den Hornmündern die den Zimmerpflanzen die Blätter ausreissen würde, aber Null Schalldruck in der Summe.


DasOundA schrieb:

oelsinus schrieb:


Sorry, wenns hier nicht reinpasst.

[OT]" Ich hab mir aus Spaß mal deine HP angeschaut, und dort dann ziemlich viel gelesen, aber nicht soo viel verstanden . Meine Idee/Frage zur WFS ist, ob man die Probleme mit dem Raum(reflexionen) nicht dadurch, weitgehend vermeiden kann, indem man die Wellenfront/Die Lautsprecherzeile nicht einfach bis auf einen Meter an den Zuhörer ranholen würde.
Vielleicht doch was zum Thema
Ich denke bei den Jungs von Hornlautsprecher kannst du bestimmt auch Hilfe erfahren. Email-Adressen könnte man da im Impressum finden ...
So nun bin ich wech :Y


Danke für den Link, hilft glaub ich.

Das mit der Nahfeldwiedergabe passt schon irgendwie zum Thema Hornlautsprecher. Deren Beliebtheit beruht nach meiner Einschätzung nicht nur auf der überragenden Dynamik, auch die bessere Richtwirkung ist ein wesentlicher Grund. Die Spiegelschallquellen des Wiedergaberaumes werden nicht so stark mit Energie gefüttert, deshalb verliert die Wiedergaberaumakustik an Einfluss. Ist auch bei den grossen Elektrostaten so, noch besser natürlich bei einer richtigen Lösung wie dem akustischen Vorhang, den du sicher auf der Webseite gesehen hast.
oelsinus
Stammgast
#26 erstellt: 15. Okt 2008, 06:25
Ich hab gerade hier den Thread üver das "Viech" gelesen, ist von den Abmessungen ziemlich ähnlich. Da ist dieser Treiber drin:
http://www.spectrumaudio.de/breit/beyma8AGN.html

Hoch abgestimmt, viel Pegel. Der müsste doch was sein für mein Horn? Tiefbass dürfte doch bei den Abmessungen sowieso nicht zu machen sein.


[Beitrag von oelsinus am 15. Okt 2008, 06:39 bearbeitet]
Giustolisi
Inventar
#27 erstellt: 15. Okt 2008, 14:37
Ob der 8AG/N was für dein Horn ist, kaqnn man nicht so einfach sagen. Ich bräuchte die Daten vom Horn, dann kann ich eine Simulation machen. Welchen Frequenzbereich soll der Treiber überhaupt abdecken? Eine genauere Beschreibung der Box wäre auch nicht schlecht. Dann kommen von meiner Seite auch Vorschläge, wenn ich genau weiss, worum es geht.
oelsinus
Stammgast
#28 erstellt: 17. Okt 2008, 08:42

Giustolisi schrieb:
Ob der 8AG/N was für dein Horn ist, kaqnn man nicht so einfach sagen. Ich bräuchte die Daten vom Horn, dann kann ich eine Simulation machen. Welchen Frequenzbereich soll der Treiber überhaupt abdecken? Eine genauere Beschreibung der Box wäre auch nicht schlecht. Dann kommen von meiner Seite auch Vorschläge, wenn ich genau weiss, worum es geht.


...kannste mal eine Simulation mit dem machen:

http://www.madisound.com/catalog/PDF/audax/pr170m0.pdf

Ist baugleich dem MHD 17 HR 37 TSM, der war drin, soweit ich recherchieren konnte.

Druckkammer der Box ca. 4 liter.
Giustolisi
Inventar
#29 erstellt: 17. Okt 2008, 18:27

...kannste mal eine Simulation mit dem machen:

Mach ich gerne, ich brauche aber noch ein paar Daten vom Horn.
Frontloaded oder backloaded
gechlossenes Volumen(bei Frontloaded)
Druckkammer sind ja 4 Liter
Länge
Halsquerschnitt
Mundquerschnitt
exponentiell?konisch? hyperbolisch?...
oelsinus
Stammgast
#30 erstellt: 18. Okt 2008, 13:29

Giustolisi schrieb:

...kannste mal eine Simulation mit dem machen:

Mach ich gerne, ich brauche aber noch ein paar Daten vom Horn.
Frontloaded oder backloaded
gechlossenes Volumen(bei Frontloaded)
Druckkammer sind ja 4 Liter
Länge
Halsquerschnitt
Mundquerschnitt
exponentiell?konisch? hyperbolisch?...


...also der Lautsprecher strahlt frei nach vorn ab, das Horn belastet ihn auf der Rückseite, was ich mit meinen verbliebenen Russischkenntnissen als rearloaded oder backloaded bezeichnen würde. Die Kammer, in der der LP sitzt hab ich nochmal genau ausgerechnet, 6,8 Liter. Anfangsfläche Horn 100 quadratcm , Ende 1600 quadratcm.
Hornverlauf Exponentiell.


Ich hab mit der Freeware von Hornresponse mal den W170 SC mit dem Audax MHD 17 HR verglichen, leider kann die freewareversion nur 0,5m Hornlänge. Aber auch da macht der Audax viel mehr Bass als der Visaton, obwohl seine Resonanzfrequenz dreimal so hoch ist. Scheint wirklich total daneben zu sein, und das hört man eben deutlich.
Giustolisi
Inventar
#31 erstellt: 18. Okt 2008, 20:19

Ich hab mit der Freeware von Hornresponse mal den W170 SC mit dem Audax MHD 17 HR verglichen, leider kann die freewareversion nur 0,5m Hornlänge.

Ich hab gerade die neue Version (20.00) am Start und kann beliebige Hornlängen simulieren. Was Zeigt es denn an, wenn du längere Hörner simulieren willst?
ukw
Inventar
#32 erstellt: 18. Okt 2008, 23:58
Hornresponse kostet nix aber kann alles.
AJ Horn (als Demo) macht diese zicken...
oelsinus
Stammgast
#33 erstellt: 19. Okt 2008, 17:04

ukw schrieb:
Hornresponse kostet nix aber kann alles.
AJ Horn (als Demo) macht diese zicken... ;)


...danke für den Tip. War tatsächlich AJ Horn, was ich runtergeladen hatte. Hornresponse geht, kommt 106 dB SPL im Durchschnitt raus, 5 db einbruch bei 80 Hz, aber bei 60 dann wieder die vollen 106 dB, dann 12dB /Okt. Abfall.

Sieht gut aus, kein richtiger Tiefbass, dafür LAUT. Hab gerade zwei Treiber ersteigert, ich berichte dann mal wies klingt.
Giustolisi
Inventar
#34 erstellt: 19. Okt 2008, 22:28
Der 5dB Einbruch wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach in der Faltung des Horns verlaufen. Da gibt es Hörner, die ganz hervorragend klingen und in der Simulation schlechter wegkommen.
oelsinus
Stammgast
#35 erstellt: 23. Okt 2008, 19:36
... ich hab gerade mal mit dem Programm einen akustischen Vorhang ( http://www.syntheticwave.de/akustischer%20Vorhang.htm ) mit 2,7 m Diagonale simuliert. Der verhält sich ja im Prinzip wie ein Horn, weil auch da die Luft nicht zur Seite weg kann. Für 120 dB Schalldruck bei 100 Hertz bleibt die Membranauslenkung dabei unter 0,3 mm ! Da könnte man doch mit billigen Chassis richtig Schalldruck machen.

Gruss Helmut
ukw
Inventar
#36 erstellt: 24. Okt 2008, 00:09

oelsinus schrieb:
... ich hab gerade mal mit dem Programm einen akustischen Vorhang ( http://www.syntheticwave.de/akustischer%20Vorhang.htm ) mit 2,7 m Diagonale simuliert. Der verhält sich ja im Prinzip wie ein Horn, weil auch da die Luft nicht zur Seite weg kann. Für 120 dB Schalldruck bei 100 Hertz bleibt die Membranauslenkung dabei unter 0,3 mm ! Da könnte man doch mit billigen Chassis richtig Schalldruck machen.

Gruss Helmut



örpZ ... welch' Erkenntnis

Natürlich sollte man darauf beachten, dass der Strahlungswiderstand entsprechend bei gewissen Frequenzen abnorm hoch wird und deshalb die Schallquelle (akustischer Vorhang) bei höheren Frequenzen gefiltert werden sollte und kleiner werden müsste.

100 Hz sind bei 16 m² Schallwand (und entsprechendem Chassis) waffenscheinpflichtig

Im Gegensatz zum laienhaften theoretischen synthetic wave audio Geschreibsel gibt es Leute, die durchaus praktische Erfahrungen mit solchen Systemen haben
oelsinus
Stammgast
#37 erstellt: 24. Okt 2008, 21:42

ukw schrieb:

örpZ ... welch' Erkenntnis


Wo ist Dein Problem? Dass eine Membran weniger Hub haben muss wenn sie grösser wird ist sicher keine neue Erkenntnis, aber das mit relativ einfachen Lautsprechern oder vielleicht auch mit Elektrostaten bei 2,7 m Diagonale, was einer Fläche von etwa 4 m² Schallwand entspricht, bis in den Bassbereich hinab gute Pegel erzeugt werden könnten könnten finde ich nicht so örpZ ...


ukw schrieb:
Natürlich sollte man darauf beachten, dass der Strahlungswiderstand entsprechend bei gewissen Frequenzen abnorm hoch wird und deshalb die Schallquelle (akustischer Vorhang) bei höheren Frequenzen gefiltert werden sollte und kleiner werden müsste.
100 Hz sind bei 16 m² Schallwand (und entsprechendem Chassis) waffenscheinpflichtig.

Im Gegensatz zum laienhaften theoretischen synthetic wave audio Geschreibsel gibt es Leute, die durchaus praktische Erfahrungen mit solchen Systemen haben ;)

...da kenne ich leider keinen ausser Prof. Ono von der Universität Tokyo, der 1997 den bisher einzigen akustischen Vorhang nach dem Prinzip der WFS aufgebaut hat. Die gerichtete Abstrahlung im PA - Bereich kann man nicht als akustischen Vorhang bezeichnen, dazu sind die Einzelstrahler viel zu weit auseinander.

Kann sein dass Du das Geschreibsel auf synthetic wave audio deshalb nicht verstehst weil die Beschreibung für dich zu einfach ist. Aber wegen der gekrümmten Form der Wellenfronten muss die Abstrahlung der oberen Frequenzanteile nicht, wie bei Hooleys Soundprojektor, auf die inneren Lautsprecher eingeschränkt werden.


Gruss Helmut
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Fux123 am 28.05.2015  –  Letzte Antwort am 14.02.2016  –  29 Beiträge
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