Lautsprecher Ständer

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komposthase
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 26. Apr 2013, 11:11
Hallo,
habe den Einfluss von Stands experimentell geklärt. Das unterliegt einem einfachen physikalischem
Gesetz.

Man kann das Prinzip gut erklären an einem Billardtisch. Zwei Kugeln liegen in der Mitte genau hintereinander und berühren sich. Die weiße Kugel liegt direkt vor einem, so dass man sich eine Linie denken kann zu den anderen zwei. Wenn nun die Weiße Kugel gestoßen wird. trifft sie auf die erste. Diese getroffene Kugel gibt die Energie des Stoßes sofort an die zweite dahinterliegende Kugel weiter und bleibt regungslos liegen, während die zweite davoneilt.

Die Membranbewegung der Lowtherbox entspricht der weißen Kugel die gestoßen wird. Die erste getroffene Kugel ist das Lautsprechergehäuse. Die Wellenenergie wird sofort weitergereicht an die über Spikes angekoppelten Metallstands. Während die Stands so stark vibrieren, dass die Granitplatten durch Filzfüße im Ständer entkoppelt werden müssen, bleibt das Lautsprechergehäuse völlig vibrationsfrei. Die Wellen laufen sich in der hohlen Stahlverstrebung des Ständers tot. Physikalisch ist das das Stoßprinzip.

Das Ergebnis ist schlüssig, wenn man den Artikel in der aktuellen Stereoplay auf s. 76 liest. Dort kommt man zum Schluss, dass Masse allein nicht die Lösung ist und das Eigenschwingen des Ständers klangliche Vorteile haben.

Schwankungen im Stromnetz gibt es, das ist bekannt. Und viele wissen das Omas alter Stabmixer das Bild im Fernseher zum krieseln bringen kann. Manche Billigschaltnetzteile pfiepen sogar hörbar. Schaltzeitgeräte und manche Maschinen, die irgendwo angefahren werden sind auch Faktoren, die das Netz beeinflussen. Nachts besteht ein Überangebot an Strom, sodass der Strom nachts billiger ist, als tagsüber. Anstatt alles zu veralbern, sollte man Ursachenforschung betreiben. Allein das bringt HFi für jeden weiter.
Gruß
Komposthase
Giustolisi
Inventar
#2 erstellt: 26. Apr 2013, 11:17
Du hast einen Denkfehler in deiner Theorie. In deinem Beispiel müsste die letzte Kugel(also der Fußboden) fest montiert sein. Dann passiert etwas ganz Anderes, es haut die weiße Kugel einfach zurück, wenn an keiner Stelle Energie absorbiert wird.
Physik ist schon was Tolles.


[Beitrag von Giustolisi am 26. Apr 2013, 11:18 bearbeitet]
komposthase
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 26. Apr 2013, 12:01
Hallo,
kann gut sein, dass da ein Denkfehler drin ist, aber der Fußboden ist vom Stand entkoppelt, dorthin geht keine Energie. Die Energie im Ständer regt denselben (Stand) zum Schwingen an, was durch Masse in Gestallt der Granitplatten reduziert wird.
Die Energie läuft gemäß der Theorie in der Verstrebungen des Stands weiter im Kreis bis sie totgelaufen ist. Das wäre die zweite hintere Kugel in Bewegung von der ich sprach.

Allerdings wäre auch eine erneute Rückwirkung auf das Lautsprechergehäuse denkbar aus dem Ständer heraus, die nicht stattfinden sollte, da das meine Theorie wieder über den Haufen werfen würde.

Der einfachste Weg fortzusetzen, bleibt für die Energie das durchlaufen der hohle Verstrebung im Stand. Das würde erklären warum das Gehäuse absolut ruhig bleibt, wie die erste Kugel, die liegen bleibt nach dem Stoß durch die weiße Kugel im angeführten Beispiel.
Der Stand selbst wird zur zweiten bewegten Kugel und die Energie läuft tot.
Gruß
Komposthase
Giustolisi
Inventar
#4 erstellt: 26. Apr 2013, 12:15

Die Energie läuft gemäß der Theorie in der Verstrebungen des Stands weiter im Kreis bis sie totgelaufen ist.

Interessant ist nur, wo sie absorbiert wird. Auch in einer Glocke läuft sich die Energie tot, aber das dauert eine Weile. Deswegen klingen Glocken so lange nach.
Das Gesetz der Energieerhaltung besagt, dass Energie nie weg ist. Sie wird immer nur umgewandelt. Einfach totlaufen geht also nicht, irgendwo wird absorbiert. Um die Wirkung erklären zu können, muss man wissen, wo die Energie absorbiert wird.
2eyes
Inventar
#5 erstellt: 26. Apr 2013, 12:31

komposthase (Beitrag #797) schrieb:
Man kann das Prinzip gut erklären an einem Billardtisch. Zwei Kugeln liegen in der Mitte genau hintereinander und berühren sich. Die weiße Kugel liegt direkt vor einem, so dass man sich eine Linie denken kann zu den anderen zwei. Wenn nun die Weiße Kugel gestoßen wird. trifft sie auf die erste. Diese getroffene Kugel gibt die Energie des Stoßes sofort an die zweite dahinterliegende Kugel weiter und bleibt regungslos liegen, während die zweite davoneilt.

Dein Ansatz mit den Billardkugeln ist im Prinzip goldrichtig als Beispiel, nur arbeitest Du mit völlig falschen Proportionen.
Was hast Du in Wirklichkeit: Eine ca. 10-20 gr "schwere" Einheit aus Membran und Schwingspule, die gegen eine 10-20 kg schwere Einheit aus LS-Korb/Magnet und Gehäuse gestoßen wird. Ein Masseverhältniss von 1:1000. Aufgrund des so. Impulserhaltungssatzes wird sich eine tausendmal schwerere Kugel bei einem Anstoß nur um ein Tausendstel so weit bewegen wie die anstoßende Kugel.
Packst Du auf die Lautsprechermasse noch mal das gleiche Gewicht drauf, geht die Restvibration sofort auf die Hälfte zurück. Das ist der Sinn mit dem Mehrgewicht "oben"!
P.Krips
Inventar
#6 erstellt: 26. Apr 2013, 14:48
Hallo Hasi,
einen Teil haben die Kollegen ja schon beantwortet, dennoch mal der Versuch einer Zusammenfassung:


komposthase (Beitrag #1) schrieb:


Man kann das Prinzip gut erklären an einem Billardtisch. Zwei Kugeln liegen in der Mitte genau hintereinander und berühren sich. Die weiße Kugel liegt direkt vor einem, so dass man sich eine Linie denken kann zu den anderen zwei. Wenn nun die Weiße Kugel gestoßen wird. trifft sie auf die erste. Diese getroffene Kugel gibt die Energie des Stoßes sofort an die zweite dahinterliegende Kugel weiter und bleibt regungslos liegen, während die zweite davoneilt.

Der vollelasische Stoß, den du da beschreibst, greift hier aber nicht. Schon die Versuchsanordnung ist falsch:
Wenn eine Kugel das Gehäuse repräsentieren soll und eine den Ständer müssen die Kugeln nebeneinander liegen, denn es kann ja keine vertikale Kraftkomponente entstehen, wenn die Kräfte dazu im 90 Grad-Winkel horizontal wirken.
Mit anderen Worten: es würde sich in deinem Modell nur die angespielte Lautsprecherkugel bewegen, die Ständerkugel aber liegenbleiben.
Du erkennst den grundlegenden Unterschied ?
Daher sind auch folgende Schlußfolgerungen:


Die Membranbewegung der Lowtherbox entspricht der weißen Kugel die gestoßen wird. Die erste getroffene Kugel ist das Lautsprechergehäuse. Die Wellenenergie wird sofort weitergereicht an die über Spikes angekoppelten Metallstands. Während die Stands so stark vibrieren, dass die Granitplatten durch Filzfüße im Ständer entkoppelt werden müssen, bleibt das Lautsprechergehäuse völlig vibrationsfrei. Die Wellen laufen sich in der hohlen Stahlverstrebung des Ständers tot. Physikalisch ist das das Stoßprinzip.


völlig falsch

Zunächst mal ist weniger der Lowther das Vibrationsproblem (dafür sollte er, wenn von tiefen Frequenzen entlastet zu wenig Hub machen), sondern eher die beiden Bässe, denn da geht es um 2 jeweils deutlich schwerere Membranen, die auch noch mehr Hub machen.
Unter der Voraussetzung, daß die Verbindung Ständer / Box halbwegs starr ist (deshalb sprach ich von Verschraubung) hast du einen Stab, der am Boden mehr oder weniger unbeweglich ist und ganz oben (Boxenoberkante) schwingen kann.
Nun kommt es auf die Massenverteilung und die Gesamtmasse an, wo der Schwerpunkt des Gebildes sitzt.
Der Rest ist jetzt nur noch Physik, Massenschwerpunkt / Hebelverhälnisse, Verhältnis schwingende Masse (Membran) zur 2. schwingenden Masse (Box und Ständer), um zu berechnen, wieviel da wo schwingen kann.
Dann kann man sich über die Hebelgesetzte auch ausrechnen, wo der Massenschwerpunkt liegen sollte, um so wenig Schwingung wie möglich anzuregen..
Richtig, gut aufgepasst, der Schwerpunkt sollte möglichst am oberen freien Ende des Stabes sein.

Der zweite Aspekt ist Dämpfung einer angeregten Schwingung. Da muß die Schwingung in eine andere Energieform umgewandelt werden, in der Regel in Wärme (Energieerhaltungssatz)
Dumm ist nur, daß 1. nur eine Schwingung gedämpft werden, kann, die schon da ist
2. ein Lautsprecherchassis ja äusserst breitbandig Schwingungen erzeugt, somit die Dämpfung auch entsprechend breitbandig wirken muss, was nicht einfach ist.

Was bei störenden Vibationen noch garnicht berücksichtigt wurde, sind die durch die Druckschwankungen, die die Treiber im Gehäuseinneren erzeugen, Vibrationen/Verbiegungen der Gehäusewände,
Diese Einflüsse übersteigen aber den Einfluss der oben besprochenen Gehäuseschwankungen um ein Vielfaches.
Und zwar selbst dann, wenn man sich besonders viel Mühe mit der Gehäuseversteifung gemacht hat.


Das Ergebnis ist schlüssig, wenn man den Artikel in der aktuellen Stereoplay auf s. 76 liest. Dort kommt man zum Schluss, dass Masse allein nicht die Lösung ist und das Eigenschwingen des Ständers klangliche Vorteile haben.

Wenn du das, was in diesen Blättchen steht, als Bare Münze ansiehst, wundert mich eigentlich garnichts mehr...


Schwankungen im Stromnetz gibt es, das ist bekannt. Und viele wissen das Omas alter Stabmixer das Bild im Fernseher zum krieseln bringen kann. Manche Billigschaltnetzteile pfiepen sogar hörbar. Schaltzeitgeräte und manche Maschinen, die irgendwo angefahren werden sind auch Faktoren, die das Netz beeinflussen. Nachts besteht ein Überangebot an Strom, sodass der Strom nachts billiger ist, als tagsüber. Anstatt alles zu veralbern, sollte man Ursachenforschung betreiben. Allein das bringt HFi für jeden weiter.

Es gibt eine einfache Regel unter Fachleuten:
Bei guten Geräten sind die Netzteile so dimensioniert, daß keine Netzteinflüsse mehr durchkommen.
Wenn deine Gerätschaften auf die paar Spannungsschwankungen reagieren und ihre Performance ändern, sind es nach der Definition schlechte Geräte.


Gruß
Peter Krips
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