Birke MPX beizen und ölen

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hm_tz
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 25. Feb 2014, 22:23
Hallo zusammen,

Will die Frontplatten meiner Boxen aus Birke-MPX gerne beizen und anschließend ölen.
Hab dafür Pulver-Beize und Holzöl von clou gekauft.
Meine Frage wäre jetzt, ob man nach dem Beizen nochmal schleift? Oder sollte man lieber nicht mehr abschleifen, um die Farbe zu schützen?

viele Grüße,
Max
MosiN
Stammgast
#2 erstellt: 25. Feb 2014, 22:26
Ich hab grau gebeizt, welchen Farbton hast du? Mit feiner Stahlwolle nochmal fein drüber war kein Problem, feines Schmirgel wird auch gehn. Aber bitte mit Gefühl und nur damit die Oberfläche glatt wird.
ArtistryInSound
Stammgast
#3 erstellt: 25. Feb 2014, 22:46
Ich würde lieber feines Schleifpapier nehmen, mit Stahlwolle hab ich keiner Erfahrung.
Als öl kann man auch reines walnussöl nehmen, oder klassisch einfach Leinöl.
hm_tz
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 25. Feb 2014, 23:04
Ist 240er in dem Fall fein genug?
Farbton ist Nussbaum dunkel, werde das ganze aber vorher mal testen
Wie lang ist denn die angerührte Beize haltbar in einem geschlossenen Gefäß?
ArtistryInSound
Stammgast
#5 erstellt: 25. Feb 2014, 23:24
Ich würde eher 800 oder 1000er nehmen.
Theoretisch ewig meine ich, die trennt sich nur.
Du sollst ja die nur die feinen Fasern entfernen.
Nicht die ganze Schicht.
240 er ist meiner Ansicht nach zu grob
Wave_Guider
Inventar
#6 erstellt: 25. Feb 2014, 23:27

Meine Frage wäre jetzt, ob man nach dem Beizen nochmal schleift?


Hi,

für die Haftung des Öl/Wachs ist jedenfalls kein Schliff erforderlich.

Für die Glattheit der Oberfläche, sollte jedoch ein Hauptschliff vor dem Beizen erfolgen.
Danach kann man die Oberfläche nochmal per Schwamm leicht annässen, trocknen lassen, und dann die sich dabei aufgestellten Fasern mit feinem Schmirgel (so 240er Körnung oder feiner) in Maserrichtung abschleifen. Beim Beizen können sich dann zwar nochmal Fasern aufstellen, aber schon weniger.

Nachdem die Beize getrocknet ist, kann man sie mit einer Wuzelbürste (wie zum Schuheputzen, oder auch eine Spülbürste, beides natürlich in neu) in Masserrichtung überbürsten.

Das beseitigt eher lose aufliegende Beizepartikel und erhöht etwas den Kontrast zwischen hellen und dunkelen Holz.
Ist aber Geschmackssache. Man sollte immer an Musterstücken probieren, bevor man gleich ans eigentliche Werk geht.

Bezüglich Rauhigkeit/aufgestellte Fasern nach dem Beizen, meine ich mich zu erinnern, das Öl/Wachs mal reibend mit feinster Stahlwolle aufgetragen zu haben. Was restliche Fasern dann geköpft hatte.

Ah, sehe gerade:


Wie lang ist denn die angerührte Beize haltbar in einem geschlossenen Gefäß?


Habe solche ansetzte Beize schon Mooonaaateee gelagert, also das hält sich.

Grüße von
Thomas
meiro
Stammgast
#7 erstellt: 25. Feb 2014, 23:40
Hi,

kann Dir nur zum 800er oder 1000er Schleifpapier raten, oder einem feinen Schleif Vlies nach dem ersten Beizeauftrag.

Die Beize am besten in einer Metalldose aufbewahren dann hält Sie bis zu 24 Monate. Und kühl stellen.

Gruß
ippahc
Inventar
#8 erstellt: 26. Feb 2014, 00:03
ist nicht 1000er eher für zwischen schliffe bei Lack notwendig?

ich kann bei Multiplex nur immer wieder Genius Pro Innenlasur empfehlen,
da sehr billig ja leicht zu testen.
also Wässern,Schleifen Lasieren fertig.

meiro
Stammgast
#9 erstellt: 26. Feb 2014, 00:18
Hi,

bei Lack nimmst Du Naßschleifpapier. Ich dachte eher an feinstes Schleif Vlies oder 1000er Trockenschleifpapier.

Bei Beize bevorzuge ich Clou Beize.

Gruß
ippahc
Inventar
#10 erstellt: 26. Feb 2014, 00:59
"ich" denke bei Holz ist 280er absolut ausreichend ,
um am ende eine Absolut Glatte ,Glänzende Oberfläche zu erreichen.
nur ich schreibe nicht von Beize und dann Lack sondern Lasur und sonst nichts

Kann jetzt keine Bilder von meinem Tisch machen ,aber auch nach Jahren des Feuchten ab-wischend's Täglich ,
noch immer wie Neu!
das werde ich bei den Nächsten Boxen auf jeden Fall auch so machen.
und selbst wenn man mal abschleifen muss ,
mit einer Lasur wieder behoben.



PS.
Bild Versuch,
Tief schwarz (Ebenholz)Tisch
MBU
Inventar
#11 erstellt: 26. Feb 2014, 03:10
Hi hm_tz,

angerührte Beize ist sozusagen "ewig" haltbar. Vor Gebrauch schütteln ...

Zunächst Gehäuse mit feuchtem Lappen abreiben (wässern) und nach Trocknung fein schleifen - 240-er ...

Ich würde nicht ölen, sondern farblich angepasst wachsen. Beizen und nach Durchtrocknung (gut 24 Stunden warten) Wachs mit Bauwolllappen oder Watte auftragen. Nach einer Stunde mit weichem Lappen polieren. Über Nacht trocknen lassen und dann nochmals Wachs mit Stahlwolle 000 (gibts von Liberon im Bauhaus) auftragen. Das schneidet dann auch die losen Späne ab. Nach einer Stunde wieder polieren. Gut geht das mit der Autopoliermaschine.

... und bleib mit dem Schmirgel von der gebeizten Oberfläche weg - das wird nix.

Gebeizt und gewachst:



Übrigends: Sauberes Schleifen des Werkstücks VOR dem Beizen lohnt sich, denn Wachs egalisiert "schlampige" Arbeit genausowenig wie Lack.


[Beitrag von MBU am 26. Feb 2014, 03:12 bearbeitet]
hm_tz
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 26. Feb 2014, 17:11
hi MBU,
sieht echt gut aus...aber was spricht gegen das Ölen?
Das Öl soll ja den Farbton nochmal "anfeuern", was ich nicht schlecht finde.
Danke für die ganzen Tips bisher btw
MosiN
Stammgast
#13 erstellt: 26. Feb 2014, 18:41
Angeblich zieht die Beize tiefer ins Holz rein wenn man etwas Ammoniak dazugibt. Hab ich auf einem Reststück probiert und keinen Unterschied feststellen können. Die verseuchte Beize hab ich dann bei den Lautsprechern verwendet, der Gestank verfliegt relativ schnell.

Gegen Ölen spricht meiner Meinung nach die Farbe vom Öl. Bisher hab ich immer Leinölfirnis verwendet, einmal versuchsweise ein anderes Öl aus dem Baumarkt. Das Baumarktöl hat widerlich gestunken, war aber auch für den Aussenbereich. Dafür war es Farblos, das Leinölfirnis hat bei meinem doch recht dunklem Grau einen Gelbstich hinterlassen, glücklicherweise auf den Probestück. Verwendet hab ich dann das Farblose.
Bei einem anderen Projek habe ich den Schaft eines Gewehres (sibirische Birke) in Palisander gebeizt und anschliessend mit einer Mischung aus Leinölfirnis und flüssigem Bienenwachs versiegelt. Die Mixtur ist gelb, bei Palisander ist das aber nicht grossartig aufgefallen. Versuch macht kluch.

Ich brauche unbedingt eine Kamera damit ich mal Pics machen kann

Gruss david
MBU
Inventar
#14 erstellt: 27. Feb 2014, 01:31
Ölen gibt keinen gescheiten Oberflächenschutz und sieht auch nicht so gut aus, wie eine gewachste und polierte Fläche. Wenn du farbiges Wachs drauf hast kannst du auch Fehlerstellen (mit dem Bügelbrett dagegengestoßen - alles schon vorgekommen ) leicht ausbessern ohne daß das nachher groß zu sehen ist.

Das Teil ist z.B. gebeizt und gewachst und sieht nach 14 Jahren immer noch gut aus. Ausbessern mußte ich mehrmals die Kanten wegen "Feindberührung", aber das sieht man nicht.



Meine damalige Digi-Knipse hatte halt nur 1,3 MPixel.

Guckst Du ...


[Beitrag von MBU am 27. Feb 2014, 01:32 bearbeitet]
Lucl
Stammgast
#15 erstellt: 27. Feb 2014, 13:37
Fang beim Schleifen mit 120er Papier an und danach 180er Körnung. Danach Wässern (Flächen mit einem nassen Schwamm nassmachen), mind. 24 Stunden trocknen lassen und mit 240er Papier schleifen. Du kannst auch höher schleifen, wenn Du magst. Wichtig ist dabei die einzelnen Stufen der Körnung einzuhalten, Du kannst vielleicht eine Stufe überspringen (also 240er Korn, dann 320er, danach 400er usw.). Je höher Du schleifst, desto glänzender wird später das finish.
Wenn Du aber keinen richtigen Schleifgrund drinhast, brauchst Du auch nicht mit höherem Korn zu schleifen...das bringt nämlich gar nix außer vielleicht etwas Glanz, aber die Unebenheiten im Holz bleiben drin...
Nach dem Beizen würde ich nicht schleifen. Die Gefahr, daß Du insbesondere an Kanten die Beize durchschleifst und die MPX durchblitzt ist sehr groß. Aber wenn Du ordentlich gewässert und nachgeschliffen hast stellen sich eh keine Holzfasern mehr auf, und die kleinen restlichen Fasern werden durch den Öl- und Wachsvorgang wieder schön hingelegt.

Meiner Meinung ist Stahl- oder Kunststoffwolle nur ein mangelhafter Ersatz für richtiges Schleifen.

Ich habe zur Endbehandlung die beste Erfahrung mit Ölen (Leinöl-Firnis, weil´s einen hohen Festkörperanteil hat und nicht nur aus Lösemitteln besteht) und danach Wachsen gemacht. Wenn Du das Öl im Wasserbad auf ca. 60 Grad erhitzt, wird es schön flüsssig, zieht tief ein und trocknet schnell. Nach dem Trocknen kannst Du mit einer Ziehklinge oder einer Klinge von so einem Cuttermesser den Überschuß abziehen, muss aber nicht sein. Danach das Wachs auftragen, mit einem Lappen richtig schön einmassieren und schlussendlich in Maserrichtung glatt ziehen.

Wenn Du magst, kannst Du das Ergebnis noch polieren (aber erst vollständig trocknen lassen)

Mehrmaliges Wachsen ist i.d.R. nicht nötig. Nach dem Trocknen hast Du eine saugeile Oberfläche, die jeder Lackoberfläche das Wasser reichen kann (Meiner Meinung sogar dem Lack überlegen ist)

Gruß Lutz
cr
Inventar
#16 erstellt: 02. Feb 2015, 16:47
Thread ist alt, egal.


Ölen gibt keinen gescheiten Oberflächenschutz und sieht auch nicht so gut aus, wie eine gewachste und polierte Fläche. Wenn du farbiges Wachs drauf hast kannst du auch Fehlerstellen


Habe gerade BirkenMPX geölt (Natural Möbel Hartöl). Das Öl dringt 1mm tief ein und macht das Holz sehr widerstandsfähig und wasserfest. Da kommt Wachs nie ran.
Man erhält eine schöne seidenglänzende Oberfläche, nach 3x Auftragen
1. viel Öl (Pinsel)
2. nach ca 30-45 Minuten nochmals viel Öl (Pinsel)
2a. wenn es immer noch aufsaugt, ein drittes Mal
3. nach ca 45 Minuten das übrige Öl mit Lappen abwischen
Trocknen lassen

4. Nach 2 Tagen mit 320er Schleifpapier etwas schleifen (wird sehr glatt)
5. Mit Lappen nochmals schön auftragen.

Ev. etwas aufpolieren
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