Basslautsprecher

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Bennosch
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 24. Dez 2003, 16:54
Moin,

bin z.Zt. dabei, mir selber ein paar Boxen zu bauen. Ich habe dafür von jmd. zwei große Boxen abgekauft, die ich nun zerlege. Die Mittel- und Hochtöner dafür habe ich mir bereits rausgesucht, nur bei den Bässen fällt mir die Auswahl schwer, da sind zwei recht verschiedene eingebaut:



.. beide haben 25cm Durchmesser und sind von der Firma Sinus (links: 25 SWS / rechts: W 25), allerdings hat der linke einen wesentlich größeren Magneten, der rechte sieht dagegen so aus, als würde er klanglich besser sein.

Ich war bereits in diversen Musikgeschäften, wo keiner diese beiden Typen kannte, da sie nun schon etwas älter sind. Somit stehen mir keine weiteren Daten zur Verfügung.

Nun meine Frage - welchen soll ich lieber nehmen? Neben einem guten Klang, vor allem auch im tiefen Bereich, möchte ich auch eine etwas größere Lautstärker erzielen!

Grüße, Bennosch

PS: Ja, da oben rechts ist 'ne Hose!
wolfi
Inventar
#2 erstellt: 24. Dez 2003, 17:02
Hallo,
die Hose rechts oben erscheint mir nicht so interessant wie die Tatsache, dass rechts oben die Randaufhängung zerstört zu sein scheint, was die Auswahl doch deutlich erleichern sollte. Der LS scheint nur noch Schrott zu sein und auch das andere Exemplar ist nicht sehr Vertrauen erweckend - die ganze Aktion, daraus einen brauchbaren LS zu basteln scheint ein fast sinnloses Unterfangen und in die Hose zu gehen.
Bennosch
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 24. Dez 2003, 17:12
Beide Lautsprecher sind intakt, auch die Randaufhängung; ich habe die Lautsprecher, als sie noch zusammengebaut waren, noch in Aktion gehört - sie klingen besser, als sie aussehen.

Meine Frage war eben nur, ob sich durch die gegebenen Angaben evtl. der bessere der beiden rausfinden lässt; hätte ja auch sein können, dass sie evtl. sogar jemand kennt.
richi44
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 24. Dez 2003, 17:39
Ich kann nur bestätigen, was Wolfi geschrieben hat: Der rechte Lautsprecher ist hinüber. Das siehst Du daran, dass sich der Schaumstoff der Sicke (das Teil vorne am Membranrand) in Wohlgefallen und Brösel (nicht Joe) auflöst. Das kann man mit viel Mühe reparieren, aber es lohnt sich nicht.
Wie Du auf die Idee kommst, er sähe besser klingend aus, ist mir rätselhaft. Wenn ich vor 40 Jahren die Callas gesehen habe, konnte ich mir keinen ptiaschen Zusammenhang zu ihrer Stimme herstellen.
Das linke Teil sieht aus, als ob es noch eine Weile den Dienst tun würde. Nur kann ich nur von der Foto zu wenig sagen. Nur das mit dem grösseren Magneten ist schon nicht schlecht. Aber ob die übrigen Teile wie Mittel- und Hochtöner dazu passen und ob die Weiche dort trennt, wo sie soll, ist ein zweites Paar Stiefel.
Rechne einfach mal damit, dass es was kostet und eh nichts tolles wird (vermutlich). Dann bist Du nicht so entteuscht, wenn ich recht habe.
Bennosch
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 24. Dez 2003, 17:46
Ich sagte, sie klingen besser, als sie aussehen.. ich sagte nicht, dass sie klingend besser aussehen!

Ich habe bereits neben Mittel- und Hochtöner auch schon eine dazu passende Frequenzweiche, von daher sollte es keine Probleme geben. Mein Problem ist eben noch der Bass, bei dem ich mich nicht so recht entscheiden kann.

Ich kann dabei nur nochmals wiederholen, dass beide völlig intakt sind - da bröselt nix am Rand!

=> sollte ich wegen des größeren Magneten eher den linken wählen?
wolfi
Inventar
#6 erstellt: 24. Dez 2003, 20:34
Zunächst ist der größere Magnet nicht mehr als ein schwaches Indiz für die technischen Eigenschaften. Ein großer Luftspalt zum Beispiel kann alles wieder ins Gegenteil verkehren. Auch eine größere bewegte Masse kann die Eigenschaften stark beeinflussen. Hat der eine tatsächlich einen stärkeren Antrieb, erhöht das dessen Kennschalldruck, führt zu einer schwächeren Basswiedergabe und einem im oberen Bereich zu starken Pegel. Von daher hege ich gewisse Zweifel an einer schon fertigen Frequenzweiche -ist sie nun auf den TT mit dem schwächeren oder stärkeren Antrieb ausgelegt ? - Völlig unabhängig davon, dass ich - anders als richi - eine Weiche schlicht für kaum berechenbar halte.
Bennosch
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 24. Dez 2003, 21:03
Die Dinger waren bis vor einer Woche noch zusammengebaut, ich baue sie nur etwas um. Folglich besitze ich auch eine dazu passende Frequenzweiche.. aber darum ging's mir hier eigentlich weniger.
Danke für die kurze Aufklärung in Sachen Magneten etc..
richi44
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 25. Dez 2003, 13:45
Hallo Wolfi,
das kann mein Widerspruchsgeist doch nicht in der Flasche behalten...
Für diese Dinger, wo rein gar nichts bekannt ist, würde ich auch keine Weiche berechnen, wie auch. aber sonst...
Unter besseren Umständen (Herstellerangaben, eigene Messungen) würde ich mir eine Berechnung schon zutrauen und ich glaube, dass Du mit Versuchen zur selben Weiche kämst. Aber eben, hier glaube ich nicht so recht an einen Erfolg.
DarkinBlack
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 25. Dez 2003, 14:09
Wenn eventl. neue brauchst Bennosch , da gibt es von Visaton einen 17 ner Basslautsprecher für 17 ,- EUR , der wurde in der Klang und Ton Zeitschrift getestet und als Universalbasslautsprecher im austausch für defekte empfohlen . Gerade bestens geeignet für deine Zwecke.


W 170 4 OHM

Art. No. 9062
17 cm (6,5") HiFi Tieftöner mit sehr gutem Preis-/Leistungsverhältnis. Universell einsetzbar in einfachen 2-Wege-Boxen sowie Autoheckablagen. Besonders geeignet als Ersatzbestückung für viele Fertigboxen.





Amplituden- und Impedanzfrequenzgang
Technische Daten:
Nennbelastbarkeit 40 Watt
Musikbelastbarkeit 70 Watt
Nennimpedanz 4 Ohm
Übertragungsbereich (-10 dB) fu - 6000 Hz
(fu: untere Grenzfrequenz abhängig vom Gehäuse) .
Mittlerer Schalldruckpegel 87 dB (1W/1m)
Maximaler Hub 15 mm
Resonanzfrequenz fs 68 Hz
Magnetische Induktion 1 Tesla
Magnetischer Fluss 240 µ Weber
Obere Polplattenhöhe 3 mm
Schwingspulendurchmesser 2,5 cm
Wickelhöhe 0,7 cm
Schallwandöffnung 14,3 cm
Gewicht netto 0,77 kg
Gleichstromwiderstand Rdc 3,7 Ohm
Mechanischer Q-Faktor Qms 3,84
Elektrischer Q-Faktor Qes 0,95
Gesamt-Q-Faktor Qts 0,76
Äquivalentes Luftnachgiebigkeitsvolumen Vas 17,3 l
Effektive Membranfläche Sd 137 cm2
Dynamische bewegte Masse Mms 8,3 g
Antriebsfaktor Bxl 3,72 T · m
Schwingspuleninduktivität L 0,47 mH


[Beitrag von DarkinBlack am 25. Dez 2003, 14:10 bearbeitet]
das_n
Inventar
#10 erstellt: 25. Dez 2003, 14:16
er will aber nen 25er......

ich würde mir neue chassis kaufen, schu dich mal bei peerless um...........
Bennosch
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 25. Dez 2003, 17:37
Ich weiß nicht, wie oft ich noch sagen muss, das für die Chassis-Kombination (mit Mittel- und Hochtöner) bereits eine Frequenzweiche existiert.. aber egal.

Ich werde einfach beide ausprobieren; sollten sie unbrauchbar sein (was sie, wie ich schon mehrfach erwähnte, nicht sind), werde ich mich eben bei Peerless umschauen.


[Beitrag von Bennosch am 25. Dez 2003, 17:38 bearbeitet]
das_n
Inventar
#12 erstellt: 25. Dez 2003, 17:43
dein problem ist doch, dass du keine frequenzweiche hast, die für beide tieftöner passt. denn die beiden brauchen sicher unterschiedliche. oder hast du 4 weichen rumliegen?
Bennosch
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 25. Dez 2003, 17:50
Ne, mein Problem is, das ich nur einen von beiden Typen (siehe Foto) verbauen will (hab jeweils zwei) und ich nicht weiß, welcher besser geeignet ist. Ich weiß, dass es schwer ist, das so zu sagen, aber wie ich schon in meinem ersten Beitrag erwähnte, habe ich keine weiteren Daten über die Chassis.
das_n
Inventar
#14 erstellt: 25. Dez 2003, 17:53
tja, da hilft dann wohl nur ausprobieren......

ich persönlich würde auch zum linken tendieren, da die sicke des rechten wirklich nicht mehr gesund aussieht. schon durch kleine köcher in einer (zerbröselnden) sicke kommt luft und die ganze abstimmung is hin.
wolfi
Inventar
#15 erstellt: 28. Dez 2003, 14:25
Hallo an richi und Widerspruchsgeist,
mir geht es nicht grundsätzlich darum, Berechnungen und Simulationen als überflüssig darzustellen - ich möchte lediglich dem Eindruck entgegentreten, man könne damit allein ein befriedigendes Ergebnis erzielen. M.E. kommt man nicht umhin, zahlreiche Messungen am Objekt anzustellen und dann oftmals nachzubessern. Das Berechnungen die Ausgangsbasis sein sollten, möchte ich nicht besteiten - wer will schon Wochen ins Blaue hinein herumprobieren.
Hallo Bennosch,
als billigere Alternative ( zu den grundsätzlich zu empfehlenden Peerless- LS) bietet sich auch der preiswerte "große Bruder " des von Dark genannten Visaton 17 ers an. Ums probieren wirst Du aber nicht herum kommem.
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