Sickenbeschichtung ?!?

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70er-Receiver-Fan
Stammgast
#1 erstellt: 11. Mai 2005, 21:58
Hi

Mich beschäftigt zur Zeit noch eine Frage: Gibt es ein probates Mittel um Lautsprechersicken zu beschichten.

Fall 1: Die allgemein bekannte Schaumstoff-Brösel-Sicke, die nach ca. 20 Jahren UV-Bestrahlung u/o Alterung zerfällt. Kann man eine solche (noch intakte) Sicke z.B. rückseitig behandeln ? > Und retten?

Fall 2: Hart aufgehängte Chassis. Manche haben ja schon werksseitig eine Beschichtung, die sicher wohlüberlegt aufgebracht wurde. Gibt´s da Tipps, Tricks oder An- und Abregungen um alte Chassis wieder in "Form" zu bringen?

Gruß RST


[Beitrag von 70er-Receiver-Fan am 11. Mai 2005, 21:59 bearbeitet]
Neutz
Stammgast
#2 erstellt: 11. Mai 2005, 22:20
moin,

sicher "bschichten kann man zunächst fast alles, die frage sollte eher lauten: "Was verspricht man sich dacon/Wie berechenbarsind diese beschichtungen".

Möglichkeiten hat man genug, davon ausgehend das wir jetzt im beispiel man von einer Papiermembrane ausgehen welche auch eine papier/Stoffaähnliche Sicke hat:

Sekundenkleber - wird knüppelhart

Lacke - lassen die Fasern der Papiers/Stoffes aufquellen und harten dann aus.

Epoxide u.dgl. dringen auch teils in die Fasern ein und härten auch ernorm fest aus.

Schelllack - wird sich unverdünnt warscheinlich nicht so stark in die Fasern sagen eher dazwischen und härtet dann auch eher fest aus.

Leim - dringt in Fasern ein, weitet diese wahrscheinlich durch seinen Wasseranteil und härtet dann aber eher elastisch aus.


Wie auch immer, man verändert dadurch die Q parameter, ob nun possitiv oder negativ... jedenfalls wird sich die Membrane nicht mehr wie gewohnt bewegen können da das "Schanier" auf jedenfall "schwergäniger" wird.


Ich würde es lassen.

Edit: ...mal ganz anbesehen vom gleichmäßigen Auftrag, der dabei gewähleistet sein müßte


[Beitrag von Neutz am 11. Mai 2005, 22:22 bearbeitet]
georgy
Inventar
#3 erstellt: 11. Mai 2005, 22:27

Neutz schrieb:
Schelllack - wird sich unverdünnt warscheinlich nicht so stark in die Fasern sagen eher dazwischen und härtet dann auch eher fest aus.


Unverdünntes Schellack ist schon hart, das wird erst verdünnt damit man es verwenden kann.

Beschichtungsmittel gibt es einige, jede Beschichtung verändert die Parameter, besonders wenn die Sicken beschichtet werden. Da es sich nicht rückgängig machen lässt kann man nict mal eben probieren was am besten ist, außer man hat genug Chassis zum verheizen.
70er-Receiver-Fan
Stammgast
#4 erstellt: 12. Mai 2005, 08:32
Also, daß sie dauerelastische sein muß versteht sich ja irgendwie von selbst.

Das Material, mit dem z.B. Sicken von PA-Chassis behandelt werden, bleibt ja sogar ein wenig klebrig (was den Staub immer sehr freut)

Bei Beschichtungen von Membranen dürfte es auch Parameteränderungen geben, wenn sich die bewegte Masse verdoppelt oder verdreifacht.

Beim Reconen, zumal dem Ersetzen von Schaumstoffsicken durch Gummisicken, dürfte sich auch einiges an der Güte ändern, dazu habe ich aber noch nie etwas gehört.

Chassis zum verheizen hätte ich ja noch ein paar, so´ne 1,- Euro China-Grabbelkisten-Teile, aber wahrscheinlich sind die von Haus aus schon so, dass sie womöglich nur besser werden können

Also, weis jemand womit z.B. die Sicken von PA-Chassis behandendelt werden?
70er-Receiver-Fan
Stammgast
#5 erstellt: 12. Mai 2005, 11:49
Noch ein kurzer Nachtrag wie ich auf den Gedanken kam:

Ich habe einige ältere Lautsprecher, Breitbänder und Bässe, die nun deutliche Alterserscheinungen haben. Hart eingespannte Chassis, bei denen die Papierfasern im Bereich der Sicke "weich" geworden sind, bis hin zu erste Auflösungserscheinungen (kleinere Risse in den "Wellen").

Ich dachte, wenn es eine Mittel gäbe, das den Zusammenhalt der Fasern stabilisieren würde, könnte man solche Chassis evt. noch weiter laufen lassen. Da sie ohnehin schon irgendwie am Ende ihrer Lebenserwartung sind, würde ich auch ein bischen experimentieren.

Das mit Lack hatte ich vor 25 Jahren schon mal in meinem jugendlichen Leichtsinn an alten Radiolautsprechern ausprobiert, was den Klirrfaktor ungefähr verhundertfacht hat.

Dann habe ich einige "HiFi-TT" mit Schaumstoffsicke, die nun auch in die Jahre kommen. Und auch bei denen würde ich den Versuch glatt mal wagen, bevor sie eh wegkommen. Hier im Forum habe ich schon abenteuerlichere Ideen gelesen...

http://www.hifi-forum.de/viewthread-30-4151.html

(Das mit dem Abdeckband find´ ich klasse )


[Beitrag von 70er-Receiver-Fan am 12. Mai 2005, 11:57 bearbeitet]
UglyUdo
Inventar
#6 erstellt: 12. Mai 2005, 11:56
Einer oder mehrere Herren aus diesem Threat sollten mehr wissen.
Vielleicht plaudern sie ja aus dem Nähkästchen, würde mich auch interessieren.

http://www.hifi-foru...040&postID=last#last

Wenn nicht, würde ich ordinäre Gummilösung für probieren, evtl. sollte man die noch etwas mehr verflüssigen.
donhighend
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 12. Mai 2005, 12:02
es gibt einen speziellen kleber, der zumeist zum ankleben von sohlen bei schuhen verwendet wird. er ist theoretisch vergleichbar mit gummilösung, wie man ihn aus den kleinen tuben beim fahrradflickzeug kennt. das produkt heisst "kövulfix" und wird in grösseren tuben angeboten, als beim flickzeug. es handelt sich um eine recht flüssige masse, von der ich mir mir vorstellen kann, dass sie sich wunderbar mit einem pinsel auftragen lässt. auf jeden fall bleibt die substanz auch nach dem trocknen elastisch. die parameter werden allerdings, wie bei jeder anderen beschichtung auch, verändert und das mit nicht vorhersehbarem ergebnis.

goog luck

gruß
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