Ersatzhochtöner

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MaSo
Neuling
#1 erstellt: 16. Feb 2004, 22:52
Tach zusammen,
folgendes Problem.Habe 2 ITT-Lautsprecherboxen auf dem Speicher gefunden.
3-Wege,geschlossenes Gehäuse, Maße (innen) ca. 45x24x22 cm³
Tief- und Mitteltöner o.k., aber ein Hochtöner defekt. Was kann ich denn als Ersatz nehmen, die
Originalen sind mit Sicherheit nicht mehr zu aufzutreiben.
Alles, was ich an Daten habe:
Impedanz 4 Ohm (steht drauf)
12dB Frequenzweiche, Reihenkondensator 6,8 microF, Spulenwert (parallel) unbekannt, es steht 1.100.06 drauf.
Der Parallelkondensator vom Mitteltöner hat 10 microF.
Wenn ich die Frequenzweichentabelle bei Conrad richtig deute,
dürfte es sich um eine Übergangsfrequenz von 4.000 Hz handeln.
Es ist eine gekapselte, runde Kalotte mit 3 Befestigungslöchern,im gleichseitigen Dreieck angeordnet,
das Kalottengehäuse selber ist als Teller,der in die Frontplatte der Box eingeführt wird,ausgeführt.Durchmesser ca. 6,5 cm.
Da einer der beiden Speaker noch funktioniert, könnte ich ihn ausmessen lassen, aber wo und was kostet das? Ich will die Dinger nicht als High-End Boxen betreiben,
allenfalls als Computer- oder Seitenlautsprecher für Dolby Surround.
Was sollte ich beim der Auswahl (z.B. bei Conrad) beachten:
Ist es besser, welche mit einem "normalen" Wirkungsgrad zu nehmen oder besser welche mit
einem recht hohen, u.U. abgeregelt mit Poti? Was ist mit der unteren Grenzfrequenz?
Besser etwas tiefer ansetzen oder im o.g. Bereich 4.000 Hz?
Ohne die Hochtöner klingen die Lautsprecher ziemlich "telefonig".
Das Ganze soll aus o.g. Gründen kein Vermögen kosten,
auf Eure Antworten freue ich mich.


Gruß
MaSo (Martin Sossong)
qnorx
Stammgast
#2 erstellt: 17. Feb 2004, 18:42
Auf dem Lautsprechergehäuse kannst Du auch keine Angaben finden (Model oder Serien Nummer?) Weil das wäre sonst mal der erste Schritt nach dem Modell zu suchen, um dann vielliecht an weitere Infos zu dem Hochtöner zu kommen. Dann liesse sich auch sehr viel einfacher ein passender Ersatz finden.

Da fällt mir grad ein - von der Beschreibung her könnte das ein Isophon Hochtöner sein. Die haben ne Weile solche Dinger gebaut.

Falls das so nicht klappen sollte - wenn Deine Ansprüche an den Lautsprecher eher bescheiden sind (Computer-Monitor) dann würde ich mir gar nicht so viel Aufwand machen. Ich würde den elk. Widerstand messen und dann einen günstigen Hochtöner suchen der diesbezgl. vergleichbare Werte hat. Dann solltest Du zumindest mit der Weiche nicht arge Probleme bekommen. Ne Garantie dass da dann super kling ist das allerdings nicht.

Übrigens: was ist denn genau defekt am Hochtöner? Membran, Spule?


[Beitrag von qnorx am 17. Feb 2004, 18:43 bearbeitet]
wolfi
Inventar
#3 erstellt: 17. Feb 2004, 20:30
Hallo,
es könnte sich auch um eine 10mm Polykarbonatkalotte handeln. Wie bereits gesagt, ausmessen und vielleicht ein Bild anbieten. Übrigens:4 Ohmer sind selten geworden, findet man aber u.U. bei Visaton oder bei den Autohifils.
MaSo
Neuling
#4 erstellt: 17. Feb 2004, 22:14
Danke für die Infos.
Muß mir eine Digitalkamera besorgen, dann beschere ich Euch ein paar Fotos. Leider sind (nicht von mir) die Rückwände der Lautsprecher mal ausgetauscht worden, damit ist das Typenschild weg. Der Speaker gibt keinen Ton von sich, hat unendlich hohen Widerstand, so daß ich auf eine durchgebrannte Spule tippe. Ich denke, eine preiswerte neue Kalotte (natürlich für beide Boxen, damit sie gleich schlecht klingen...) dürfte reichen.

Was ist denn mit der Übergangsfrequenz?? Wo soll ich die untere Grenzfrequenz wählen?

Gruß
MaSo
qnorx
Stammgast
#5 erstellt: 18. Feb 2004, 00:35

Was ist denn mit der Übergangsfrequenz?? Wo soll ich die untere Grenzfrequenz wählen?


Schwer zu sagen. Da sind ja keine wirklichen Anhaltspunkte. Im Zweifelsfall würde ich die bestehende Frequenzweiche so lassen, weil jede Veränderung sich auf das gesamte System auswirken würde.
MaSo
Neuling
#6 erstellt: 18. Feb 2004, 00:46
Hi,
ich werde mich hüten, irgendwas an der Frequenzweiche zu ändern.
Mir ging's um die Hochtöner. Kann man da nicht irgendwas universelles nehmen,
was den Frequenzgang betrifft und dann auf der sicheren Seite ist, auch
wenn ich mal etwas lauter höre?

Gruß
MaSo
qnorx
Stammgast
#7 erstellt: 18. Feb 2004, 17:37

Kann man da nicht irgendwas universelles nehmen,
was den Frequenzgang betrifft und dann auf der sicheren Seite ist, auch
wenn ich mal etwas lauter höre?


Wie meinst Du auf der sicheren Seite beim lauteren Hören? Dass der Hochtöner vor Überlast geschützt ist? Falls das: wenn Du nicht ne spezielle Schutzschaltung an den Lautsprechern oder am Verstärker hast, dann ist kein Teil speziell geschützt. Das ist übrigens der Regelfall. Der beste Schutz ist immer noch eine Endstufe, die die Dauerleistung der Box nicht ganz erreicht :-)
MaSo
Neuling
#8 erstellt: 18. Feb 2004, 22:50
Hallihallo!
Da habe ich ja eine rege Diskussion angerichtet. Vielleicht
habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Meine Frage zu was universellem
war so gemeint:

Untere Grenzfrequenz möglichst tief unter den vermuteten 4000 Hz
oder möglichst nahe dran? Ich stelle mir vor, daß eine tiefere Grenzfrequenz, z.B. 2000 Hz
einen größeren Bereich abdeckt, in dem der Lautsprecher noch nicht verzerrt.
Das Zusammenspiel mit den anderen Lautsprechern regelt doch sowieso die
Frequenzweiche, oder?! Die obere Grenzfrequenz ist sicher wurscht,
wenn sie mindestens 20.000 Hz beträgt (das ist auch bei billigen Angeboten
zu haben). Vor allem wenn man bedenkt, daß ich mit meinen 42 Lenzen trotz
sehr gutem Gehör wohl nichts über 17.000 Hz mehr wahrnehme...

Zum Wirkungsgrad: meine persönliche Meinung ist, möglichst hoch und
zusätzlichem Leistungspoti dem Rest der Box anpassen, wenn es zu scharf kling.
Liege ich da richtig?

Dank Euch,
ich nerve nicht mehr lange...Wenn nichts anderes mehr geht, verpasse ich
den Dingern einfach zwei Piezos. Klingen zwar besch..., aber machen (fast) alles mit...

Gruß
MaSo
detegg
Inventar
#9 erstellt: 19. Feb 2004, 01:41
STOP ++ STOP ++ STOP !!!!

Hi MaSo,
bevor Du Dich zu Piezo´s hinreissen lässt, aus dem Bauch geschossen mein Kommentar:

Eine von wolfi vermutete 10mm-Kalotte dürfte schwer zu erhalten sein. Ich "repariere" ähnliche Böxchen der 70er/80er Jahre gerne mit 19/20mm-Kalotten aus dem Versandhandel. Nur bei manchen Modellen (Heco etc.) suche ich (z.B. bei ebay) nach originalem Ersatz.

19mm-Kalotten haben eine Resonanzfrequenz von ca. 1600...1900Hz. Mit 12dB-Weiche sollte die Trennfrequenz dann >=3500...4000 Hz sein. Der mittl. Kennschalldruck liegt meistens bei 89...91dB.
Die Abstrahlcharakteristik etc. lasse ich mal aussen vor.....

Schaue Dir mal die 4-Ohm Tonsil-Kalotten GTC 7 oder GTC 8 bei Conrad an. Mit ca. 13EUR/Stk. sehr billig, in 4 Ohm zu erhalten, mit unterschiedlichen Einbaumaßen. Mit einem Spannungsteiler aus zwei Widerständen kannst Du später die Lautstärke/Klangfarbe abstimmen ohne die Weiche zu verändern.

Wenn Dir in Summe ca. 30EUR zu viel sind für einen Versuch - dann ab in die Tonne!

Gruß
Detlef

PS: Du musst natürlich beide Hochtöner austauschen!!


[Beitrag von detegg am 19. Feb 2004, 01:42 bearbeitet]
MaSo
Neuling
#10 erstellt: 19. Feb 2004, 23:49
Danke, Detlef!!!

Das sind die Antworten, die ich gesucht habe.

Ich weiß jetzt, wonach ich suchen muß. Die Kalottenmembran hat übrigens
19 mm Durchm. Deine Angaben über Resonanzfrequenz und Trennfrequenz etc.
bestätigen meine Vermutung. Die Tonsils habe ich auch vorher schon in Betracht
gezogen, war mir aber nicht sicher.
Nochmals danke.

Und jetzt für alle, die sich noch länger mit dem Thema
beschäftigen wollen:

Mailt mich an, dann gibt's Fotos (und Maße) zurück, ich weiß nicht,
wie man die hier im Forum auf die Schnelle einfügen kann.

Euer
MaSo (Martin.Sossong@T-Online.de)
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