Experience V20 - Hilfe gesucht!!

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koljada
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 30. Jun 2005, 20:02
Hallo,
hab gerade Strassacker und co. ein bisschen rumgestöbert, da fiel mir das Boxenbauset Visaton Experience V20 auf. Ist glaube ich auch schon ein älteres Teil, das aber nicht schlechte Kritiken von Stereoplay bekommen haben soll (laut Visaton) Kennt jemand von eucht diesen Bausatz, ist er sein Geld wert, einfach zu bauen,... vergleichbar mit... Ich hoffe ihr könnt mir die Fragen beantworten, da ich leider hundertprozentig keine Gelegenheit haben werde, mir den Bausatz vorab anzuhören (Italien )Und 630 Euro so zu investieren... hoffe, jemand kennt ihn. Vielen Dank im Voraus, Gruß koljada
Spatz
Inventar
#2 erstellt: 30. Jun 2005, 20:34
Suchst du etwas, das anders ist als das Viech? Also eher feinzeichend und so?

Warum denn grade die V20. Für einen Paarpreis von über 1200 € steht dir doch extrem viel offen.

Btw: Die Chassis in der Box sind nicht schlecht, aber High-End sind sie auch nicht. Ich denke, für das Geld gibts was besseres.

Schau dich mal in Udo's Shop um. Vor allem die Duettas (Top) sollen göttlich sein. Udo treibt sich auch hier im Forum rum.



MfG,

Spatz
koljada
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 30. Jun 2005, 22:34
@ spatz
Nein, nein, keine Angst, den Viechern werde ich immer treu bleiben... hab sie erst mit meinem kürzlich ersteigerten verstärker + cd player angehört. Kaum zu glauben, was man mit halbwegs guter Elektronik da noch rausholen kann, haben mindestens eine Klasse höher gespielt als vorher. Dachte mir nur, da die Lautsprecher ja den größten Anteil am Klang haben, dass die nächste Verbesserung zwangsweise die Lautsprecher betreffen müsste.. Und da meine Eltern die Hälfte der Kosten übernehmen würden.... Glaube das die Visaton im Paarpreis ca. 630 Euro kosten , so wäre auch mein max Preisrahmen. Hab auch schon an Jerichos gedacht...
Gruß koljada
Spatz
Inventar
#4 erstellt: 01. Jul 2005, 14:08
Hm, okay, hab mich verguckt. Sind 630 € fürs Paar.

Von den Jerichos würde ich absehen, du hast ja schon 2 Breitbandhörner. Ich würde da ein anderes Konzept wählen, nicht wieder das gleiche in "ein bisschen feiner".

Schreib doch mal, was du von den neuen LS erwartest, dann kann man dir sicher besser helfen.



Ich persönlich würde so vorgehen:

Mit den Viechern hast du schon was großes lautes dynamisches, also wäre fürs nächste Projekt was (kleines) feines tauglich.

Schau dir doch mal die Pascal XT an. Liegt preislich im Rahmen, wurde schon oft gebaut, und immer für gut befunden. Ansprechpartner hier im Forum sind "Jogi" und "audiofisk".





Spatz
koljada
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 02. Jul 2005, 10:52
Ja, ist wahrscheinlich besser, mal ein neuer Konzept zu probieren.
Die Lautsprecher sollten vor allem wenn möglich ohne Subwoofer auskommen, schon mal ein bisschen lauter gehen (Viech-Niveau muss nicht sein ), dynamisch spielen, und halt ne bessere Feinauflösung als das Viech haben. Ich höre vor allem Rock, Metall auch Filmmusik (z.T klassisch), Pink Floyd, so in die Richtung, ab und zu bisschen Techno. Hab mir jetzt so ziemlich alle Beiträge zur Pascal XT durchgelesen, scheint recht beliebt zu sein. Sorgen macht mir hier nur die Tieftonwiedergabe, die von einigen kritisiert wurde. Werd mich noch weiter umschauen, wenn ihr Geheimtipps habt, bitte melden, ich werd mir die lautsprecher sowiso nur anhand von Klangbeschreibungen bauen können....
Gruß koljada
xlupex
Inventar
#6 erstellt: 02. Jul 2005, 11:23
Hallo!
Meines Wissens gibt es Hörer, denen die Duetta nicht gefällt..!
Also eine uneingeschränkte Empfehlung scheint nicht unbedingt angebracht.
V.I.B
Stammgast
#7 erstellt: 02. Jul 2005, 11:30
Wenn die Dinger dynamisch bis in den Keller spielen sollen und dabei auch bei höheren Lautstärken keine Dopplerverzerrungen produzieren sollen dann wäre die Pascal eher 2te wahl (wie eigentlich jeder 2-Wegerich).
Die V20 wird dir auch noch bei höheren Lautstärken einen sauberen verzerrungsarmen Mittelton liefern, die G25FFL gehört ebenfalls zu der "gehobenen" Klasse und spielt sehr sauber und vor allem unaufdringlich.

Die V20 ist auf jeden Fall ihr Geld wert wenn der passende Verstärker vorhanden ist. Mit einem 2x 50W "Boliden" liegt das Potential der V20 brach und man sollte sich besser die XT anschauen.
Spatz
Inventar
#8 erstellt: 02. Jul 2005, 11:57
@ xlupex:

Die Duetta hat aber sehr viel Lob bekommen. Aber dass man beim Thema Lautsprecher nie eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen kann, sollte eh klar sein.

@ Koljada:

Soweit ich weiss, ist der Bass der Pascal sehr empfindlich, was die Bedämpfung angeht. Da kann man sicher was drehen.

Du kannst auch Udo anrufen, er soll sehr gut beraten, und du kannst auch nach Bochum zu ihm fahren und probehören.
koljada
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 02. Jul 2005, 13:13
@ v.i.b
Ja, also Dynamik und so wäre nicht schlecht
Was meinst du mit passendem Verstärker? Habe einen gebrauchten T+A Pa 1200r, laut Datenblatt 2*70 Watt an 8 Ohm, 2* 100 Watt an 4 Ohm. Glaubst du dass der ausreichen würde? Hab erster gar nicht daran gedacht, dass der Verstärker auch eine Rolle spielt. Habe den Eindruck, dass die v20 kaum gebaut wurde...was aber auch nichts Schlechtes heißen muss. Kennt jemand die Chassis, die verwendet wurden, also Hochtöner G 25 FFL,
Mitteltöner W 130 S Tieftöner W 200 S?

@ spatz

Meinst du, das man den Bass durch geringere Bedämpfung eventuell steigern könnte? Dann wäre die Pascal sicher eine gute Alternative

Gruß, koljada

Sorry, das ich so genaue Fragen stelle, aber wie gesagt, lebe im musikalischen Niemandsland was Selbstbau angeht...
Spatz
Inventar
#10 erstellt: 02. Jul 2005, 13:42
Wegen der Bedämfpung fragst du am besten mal Jogi, der hat da viel rumexperimentiert. Ich weiss das nicht.
Hobbyknipser
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 02. Jul 2005, 14:17
Hi Koljada,

dass hier kaum was über die Exp. V20 zu finden ist, liegt sicher daran, dass es den Bauvorschlag
schon sehr lange gibt und die Leute doch eher an neueren Sachen interessiert sind.

Ein Kumpel von mir hat sich die Teile vor ca. 10 Jahren mal gebaut und ich fand sie damals weder
besonders toll noch besonders schlecht..
Sind halt paar Boxen mit denen man sicherlich Musik hören kann. Aber wenn du´s so richtig rocken
lassen willst, wird die V20 imho nicht ganz den Anforderungen gerecht.
Da brauchts dann doch noch etwas mehr Dynamik und Saftigkeit - und das kriegt der meiner
Meinung nach eher wabbelige W 200 dann doch nicht so richtig hin...

Also kurz zusammengefasst: Schlecht sind sie nicht, aber für mich gibts deutlich Besseres..

greetings - H.
V.I.B
Stammgast
#12 erstellt: 02. Jul 2005, 22:02

koljada schrieb:
@ v.i.b
Ja, also Dynamik und so wäre nicht schlecht
Was meinst du mit passendem Verstärker? Habe einen gebrauchten T+A Pa 1200r, laut Datenblatt 2*70 Watt an 8 Ohm, 2* 100 Watt an 4 Ohm. Glaubst du dass der ausreichen würde? Hab erster gar nicht daran gedacht, dass der Verstärker auch eine Rolle spielt. Habe den Eindruck, dass die v20 kaum gebaut wurde...was aber auch nichts Schlechtes heißen muss. Kennt jemand die Chassis, die verwendet wurden, also Hochtöner G 25 FFL,
Mitteltöner W 130 S Tieftöner W 200 S?


2x 100W Sinus sind ok.

Was soll ich Dir über den HT berichten. Ich könnte dir jetzt erzählen das er feinzeichnend, sauber, seidig und nicht Schrill agiert nur wirst du davon eine ganz andere Vorstellung haben
Der SC10N beispielsweise ist mal in der KuT (oder wars HH) mit einer sehr guten Bewertung versehen worden. Der SC10N ist im Vergleich zur G25FFL die Axt im Walde. Schrill, Details werden verschleiert und besonders sauber spielt er auch nicht. Die G25FFL spielt da ein paar Klassen höher und wird meiner Meinung nach erst durch die gut doppelt so teure KE25SC getoppt.
Die G25FFL würde ich immer wieder ohne gross nachzudenken verbauen. Mit Sicherheit kein schlechter HT!

Zum W130S kann ich nicht viel sagen. Ich habe ihn zwar schon öfter gehört und habe nichts negatives feststellen können, nur habe ich ihn nicht in meinem Hörraum gehört. Es ist kein HighEnd-Chassis aber vom Grabbeltisch liegt er sehr weit weg auch wenn es kein optischer Leckerbissen ist (es gibt aber auch weitaus hässlichere Chassis).
Gleiches gilt für den W200S wobei mir dabei kein schwabbeliger Klang aufgefallen ist (evtl. andere Abstimmung?).

Wenn du wirklich interesse an der V20 hast kannst du Dich auch an Visaton wenden und in Hahn (NRW - nähe Wuppertal) einen Hörtermin ausmachen. Dort kannst du dann die V20 auch gegen andere (Visaton)Boxen vergleichen oder sogar deine eigene Box zum Vergleichshören mitbringen.
Gute 600€ sind ja kein Pappenstil und in dieser Preisklasse sollte man vorher Probehören ehe man etwas auf blauen Dunst kauft und evtl. später nicht zufrieden ist.
koljada
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 05. Jul 2005, 16:43
Vielen Dank für die Rückmeldungen
Habe mich jetzt näher über diese Lautsprechern informiert. Vorerst werde ich die Needles bauen, 6oo Euro ohne anzuhören einfach so investieren kommt mir so langsam selbst dämlich vor Ich verschiebe das Projekt auf später, damit ich genug Zeit habe , um mir die Ls auch anhören zu können. Vielleicht versuche ich auch eine Kombination von Breitbänder und Tieftöner nachzubauen...habe Angst, dass ich sonst den Breitbänderklang vermissen könnte. Wenn jemand interessante Bauvorschläge hat, nur posten!!!!

Gruß koljada
TonmasterDigital
Neuling
#14 erstellt: 17. Jan 2009, 21:27
Hallo,
ich habe vor 2 Jahren 2 Visaton Experience V20 gebaut.

Der Klang war von vorneherein nicht sonderlich Detailreich und auch leicht schrill.

Das wunderte mich absolut da die einzelnen Chassis absolut hochwertig und auch von den messtechnischen Daten her praxisnah und gutklingend sind.

Die Frequenzweiche hingegen besteht zwar aus hochwertigen Bauteilen, ist aber doch relativ einfach gehalten und genau dort liegt der Knackpunkt.

Nach intensiven Hörsessions hatte ich festgestellt das um den Bereich 5kHZ eine deutliche Erhöhung stattfand, die Stimmen überpräsent und Gitarren schrill klingen ließ.

Testweise hatte ich einen Saugkreis in den parallelzweig des Hochtöners intergriert und siehe da, es klingt.
Der Saugkreis war noch deutlich zu stark, aber dort wo das Problem vermutet wurde war es auch.

Um meinen Theorien Aussagekraft zu verleihen und das Problem noch deutlicher zu analysieren hatte ich mich entschlossen die Lautsprecher akustisch einzumessen, was ich mir eigentlich ersparen wollte, da dies doch einen sehr großen Aufwand bedeuted.

Die Messkurve offenbarte im Abstand von einem Meter eine minimale Erhöhung von 1,5 dB um 5 Khz und 19 Khz, im Abstand von zwei Metern allerdings eine Erhöhung von 5dB.

Das wiederrum ist auf das missverstandene D'Appolito Prinzip zurück zu führen. Die Mitteltöner liegen drei bis vier mal so weit auseinander wie es die Trennfrequenz nach D'Appolito zulässt, damit führt die Schallüberlagerung zu negativen Frequenzüberlagerungen, die sich wiederum in deutlichen Resonanzen wiederspiegeln.

Um all diese Probleme zu korrigieren könnte man die Trennfrequenz auf 872Hz senken. Dies allerdings ist unmöglich da die Frequenz deutlich unter der Resonanzfrequenz des G25FFL liegt und würde auch den Mitteltöner überflüssig machen.

Die Alternative ist ein Saugkreis der die kritische Überlagerung zurücknimmt, was auch der allerersten Idee am nähesten kommt.

Der errechnete Saukreis ist im Bild 1 zu sehen.

Bild1:




Daten der Schaltung:

R1: Widerstand 10 Ohm 10Watt
R2: Widerstand 5 Ohm 10Watt
C1: bibolar ELKO 4,7uF 63V
L1: Spule 0,22mH 1mm

Die Änderung bezieht sich nur auf den Hochtonzweig, Original Frequenzweiche unter
http://www.visaton.de/bilder/weichen/gross/experiencev20_w.gif


Bild2: Frequenzanalyse Hochtöner

http://img232.imageshack.us/img232/5677/fqanalysexpv20fv6.jpg

Seitdem dieser installiert wurde klingen die Experience V20 hervorragend. Sie spielen detailreich und räumlich.
Eine präzise Ortung jedes einzelnen Instrumentes ist möglich und lädt immer wieder gerne zu Stundenlangen hörsessions ein.

Insgesamt sind die XP V20 nach der Modifikation zwei extrem hochwertig klingende Lautsprecher wie ich sie mir vom ersten Tag an gewünscht hätte.

Zum Vergleich hab ich noch ein Paar "REVEL F12" herangeholt und über einen Blindtest den Klang beider Lautsprecherkombinationen beurteilt.
Als Verstärker nutze ich den NAD Masters M3, als CD Player den NAD C542.
In Puncto Tiefbass und Tiefenstaffelung gehen die Experience V20 klar als Testsieger hervor und auch die Brillianten höhen klangen noch ein Stück feiner als bei den F12. Die Räumlichkeit wirkt sehr beeindruckend und lässt eine präzise Ortung zu.

Alles in allem wurde aus dem abolut preiswerten Bausatz von Visaton, durch einige Optimierung ein höchswertiges Paar Lautsprecher.
Ein weiteres Paar werde ich mir wahrscheinlich für das Tonstudio in Form einer Farfield Monitoring Anlage bauen.

Ich kann nur jedem empfehlen diese Frequenzänderung vorzunehmen

ich hoffe ich konnte dir damit auch ein wenig weiterhelfen koljada
mit freundlichen Grüßen TD


[Beitrag von TonmasterDigital am 17. Jan 2009, 21:34 bearbeitet]
Hendrik_B.
Inventar
#15 erstellt: 08. Feb 2009, 23:07
@ Tonmaster Digital
Moin!
Vielen Dank für deinen Kommentar!
Ich besitze ebenfalls die Experience V20. Zwar in etwas abgewandelter Form aber es ist eine
Da ich sie zur Ursprungsform zurückbauen bzw neu bauen möchte, werde ich deinen Vorschlag, die "kritischen Höhen" durch einen saugkreis auszubügeln einfach mal ausprobieren.
Vielen Dank für solche Tipps!
Das Hifi-Forum ist klasse!
HolgerJ
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 09. Feb 2009, 16:26
Hallo zusammen,
auch ich betreibe die V20 seit einigen Jahren.
Im laufe der Zeit hatte ich mehrere Varianten ausprobiert.
Visaton stellte vor einigen Jahren eine V20 MKII vor.
Unterschied zur Originalvariante: Als TT kamen die höherwertigen GF200 und im Hochtonbereich die G25HE zum Einsatz. Dazu wurde die Weiche angepasst.
Diese Variante habe ich zunächst aufgebaut und war überhaupt nicht zufrieden. Im ersten Schritt änderte ich dann auf die Weiche der Original V20. Das klang danach schon wesentlich besser. Später tauschte ich G25HE gegen die G25FFL. Die ist ja angeblich minderwertiger, hat mir aber trotzdem besser gefallen.
Somit habe ich jetzt eine Original V20 mit GF200 Bässen und bin eigentlich ganz zufrieden damit.

@ TonmasterDigital: Deine Variante mit der Hochtonanpassung probiere ich auf jeden Fall mal aus. Nachdem ich deinen Link zur Originalweiche geöffnet habe, stellte ich aber fest, daß Visaton diese am 06.11.08 wohl geändert hat. Davon hatte ich garnichts mitbekommen. Ich habe mal im Visaton-Forum gesucht, jedoch diesbezüglich keine Einträge gefunden. Oder habe ich da was übersehen?
Da du ja die neue Weiche schon realisiert hast, kannst Du vielleicht auch mal ein paar Sätze über die klanglichen Auswirkungen dieser Änderung beschreiben.
Funktioniert dein Saugkreis auch mit der alten Weiche oder sollte man erst auf die neue aufrüsten?

Gruß
Holger
TonmasterDigital
Neuling
#17 erstellt: 11. Feb 2009, 10:37
Hallo,

Du hast Recht, die Frequenzweiche wurde im Laufe der Zeit angepasst.
Es gibt mindestens 3 Versionen, eine im Bauvorschlagheft von 97, dann die in den V20 die ich gebaut habe und die aktuelle Version von 2008 im Internet.
Die neue Version wird ein wenig weicher klingen und behebt auch Teilweise den von mir festgestellten Fehler.
Mich wundert nur der serielle Widerstand im Hochton- und Mitteltonbereich da dort kein Parallelwiderstand anliegt um damit einen Spannungsteiler zu bilden.
Die Hochton/Mitteltonsenkung ist somit stark Impedanzabhängig und deswegen nicht sehr liniear.
Meine Angaben beziehen sich auf die Frequenzweiche von 2002
Das ist weitgehend Die alte Frequenzweiche von 97. Der einzige Unterschied ist der Widerstand Rv1 der seriell im Hochtonzweig liegt und für die von mir vorgenommene Optimierung nötig ist. Falls dieser nicht inbegriffen ist, einfach einen 1Ohm 5 Watt Widerstand an diese Position setzen.
Ich habe die Frequenzweichenoptimierung Mittels Wählschalter am Anschlussterminal untergebracht, deshalb ist die Klangänderung, besonders über den A-B Vergleich, äußerst Markant. Wer die Xp V20 hat weiß wie sie klingen, ich probiere die Klangänderung mal in Worte zu fassen.
Ich hab zusammen mit meinen HIFI Freunden einen breitgefächertes Musikspektrum über diese Lautsprecher gehört und probiere mal Anhand von ein paar Stücken zu beschreiben wo die deutlichsten Änderungen waren.

Hörbeispiel Sting:
Alte Konfig
Das Album „Mercury Falling“ von „Sting“ klang über die alte Konfiguration immer sehr spitz. Der Hall der Gesangsstimme war immer überbetont und die Stimme selber hatte wenig Grundton. Es Klang als ob die Band weit auseinander steht und in einem großen Raum spielen würde in dem irgendwo der Sänger steht, von dem man allerdings so viel Hall hört das er weit weg zu seien scheint.
Neue Konfig
Ich staunte nicht schlecht, denn Gordon Mathew stand plötzlich vor einem, man hat das Gefühl das er und seine Band unmittelbar im Raum spielen. Der vorher noch so aufdringliche Hall rückte plötzlich in den Hintergrund. Der Grundton und damit verbunden der gespielte Bass, waren deutlich hörbar und klangen supersauber. Man hörte jede Kleinigkeit wie z.B. das los lassen der Saiten. Die Hihat Klang wich und seidig, das ganze Schalgzeug klang viel ausgeglichener. Schnell in den Sweetspot (Stereodreieck) gesetzt und sofort machte sich die extreme Räumlichkeit bemerkbar. Jedes Instrument hatte seinen klaren definierten Platz.

Hörbeispiel Rammstein:
Alte Konfig
Rammstein neigt eher dazu seine Audioaufnahmen nicht auf audiophilem Höchstniveau zu mischen, dort zählt Druck und Präsenz. Voher klangen die Gitarren und vor allem die Crashbecken deutlich heraus. Die Aufnahmen hatten beinah keinen Bass und wirkten sehr schlank.
Neue Konfig
Auch hier war die Änderung deutlich hörbar. Die Gitarren gewannen an Räumlichkeit und verteilten sich wunderbar nach links und rechts. Die Drums förderten plötzlich einen heftigen Druck zu Tage, der zwar nicht als Tiefbasswunder zu bezeichnen ist, vorher aber nur zu erahnen war.

Hörbeispiel Avantasia, Stratovarius
Alte Konfig
Ähnlich wie bei Rammstein war der Bass dünn und die Mitten grell. Nach maximal einer halben Stunde lauteren hörens musste die Lautstärke reduziert werden, da das Klangbild aufdringlich und anstrengend war.
Neue Konfig
Das hören wurde unbeschwerter. Es traten keine Ermüdungserscheinungen auf und das hören wurde entspannter. Alles war wie immer gut ortbar, die Gitarren umsäuselten den Gesang, die Drums waren präsent und der Bass war gut definierbar.

Hörbeispiel Genesis – Camel

Als Extremtest legte ich die Digital Remastered Version von Trick of a Tail von Genesis auf.
Die Tonbänder wurden 1976 produziert. Die Aufnhamen sind epischen Ausmaßes und auch nach dem heutigen Stand der Tontechnik schwer auf die Scheibe zu bringen. Der Klangcharacter der CD ist, dem Original nachempfunden, eher schlank und dafür stark im Präsenzbereich ( 2kHz-5kHz) um das Spektrum der gespielten Klänge besser hören zu können. Die CD „Camel – Moonmadnes“ entspricht ungefähr dem gleichen Charakter.

Alte Konfig:
Der ohnehin stark betonte Bereich wurde von den Lautsprechern weiter verstärkt und führte zu einem absoluten Grundtonloch, es Klang als hätte man die Loudness Taste aktiviert. Auch diese Cd war auf hoher Lautstärke nicht lange auszuhalten.
Neue Konfig:
Super Kompensation: das ganze gehäcksel von Phil Collins kann seidig und Superklar zum Vorschein. Die Synthesizer fügten sich dem Gesang und vor allem der Grundton war wieder da. Letzteres diente absolut der Räumlichkeit.

Clueso:

Alte Konfig:
Clueso war einer der wenigen Cds die auf der alten Konfiguration sehr frisch und offen klangen. Nur der Grundton war leicht schwach und die Rimclicks dafür sehr laut.

Neue Konfig:
Was gut war wird besser! Der Klang änderte sich auch hier und offenbarte die so häufig angesprochene Räumlichkeit absolut. Hier gilt: Augen zu! Sofort befindet man sich in einer kleinen Jazzbar und fühlt sich mitten im geschehen.


Ich hoffe diese Klangbeispiele waren hilfreich

Mit freundlichen Grüßen

TD


[Beitrag von TonmasterDigital am 11. Feb 2009, 10:38 bearbeitet]
HolgerJ
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 11. Feb 2009, 13:34
Hallo,
Danke für die ausführliche Klangbeschreibung.
Bin schon mächtig gespannt auf die Änderung.
Ich habe also die gleiche Weichenversion wie Du (aus dem Jahr 2000)
Hoffentlich habe ich die Teile noch in meiner Bastelkiste, ansonsten muß ich erst bestellen.

Bezüglich der neuen Weiche vom 06.11.08 hatte ich gestern E-Mail Kontakt mit einem Visaton-Techniker.
Die Beweggründe zur Neuentwicklung war die Einsparung von 4 Bauteilen, außerdem wurde der Frequenzgang verbessert.
Die neue Weiche wurde mit Boxsim entworfen, die Box im reflexionsarmen Raum gemessen und schließlich im Hörraum optimiert. Bezüglich der klanglichen Verbesserung wären die Unterschiede gering: "Wenn sie mit der alten V20 zufrieden sind, brauchen sie nicht umzurüsten" so die Aussage des Technikers.
Wäre trotzdem mal interessant die neue Version auszuprobieren.

Gruss Holger
HolgerJ
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 11. Feb 2009, 22:02
So, habe die Bauteile eben eingebaut und mal einige CD´s gehört. Dazwischen habe ich dann noch mal abgeklemmt um ohne den Saugkreis zu hören.
Im großen und ganzen kann ich bestätigen, was Du in Deiner Klangbeschreibung beschrieben hast. Der Klang ist auf jeden Fall Langzeittauglicher und ausgeglichener geworden, wenn auch nicht in dem Maße wie Du geschrieben hast. Es sind nur marginale Unterschiede. Gleichzeitig glaube ich aber auch, daß die Box minimal gebremster spielt, aber da gewöhnt man sich wahrscheinlich dran.
In der Summe gefällt mir der Klang mit der Modifikation besser. Ich lass es jetzt erst mal so.
Habe das ganze auch in Boxsim eingegeben und werde mal ein bisschen mit den Werten rumspielen. Vielleicht finde ich ja noch eine bessere Lösung.
Wie bist Du denn auf die Bauteilwerte gekommen. Durch messen, simulation oder hören?
TonmasterDigital
Neuling
#20 erstellt: 12. Feb 2009, 09:28
Hallo,

da warst du ja richtig schnell in der Umsetzung. Hast du die Boxen offen stehen?

Nicht die Bauteilwerte, aber die entsprechende Frequenzüberhöhung ergab sich aus vorhergegangenen Hörsitzungen und späteren Messungen. Gemessen habe ich über ARTA STEPS, Messmikrofon, Messverstärker.

Die eigentlichen Werte habe ich aus einem Buch über komplexe Wechselstromtechnik.
Damit war es mir möglich einen Filter mit entsprechender Kurve zu errechnen.

Das die Box jetzt etwas zurückgenommen klingt kann ich bestätigen, wobei dieser Ausdruck eher negativ angehaucht ist. Sanfter wäre evtl. angebrachter. Der Saugkreis führt ja auch reell zu einem Pegelverlust im Sperrberreich von 2,5dB und oberhalb von 0,5dB.
Dieser Wirkungsgradverlust ist aber, wenn man seine XP V20 grade nicht mit in die Disco nimmt, zu vernachlässigen.

edit:
Die Aussage des Technikers wundert mich ein wenig, wenn ich mal so über die Weiche blicke, fallen mir schon andere Werte für Spulen und Kondensatoren, sowie eine geringe Schaltungsänderung auf. Die Einsparung weniger Bauteile ist für den Endverbraucher nicht wirklich interessant, da es sich dort nur um wenige Euro handelt.
Wenn Visaton, trotz des nahezu gleichbleibenden Klangs, sich dafür so viel Mühe macht, nehme ich das zur Kenntnis, wundere mich aber um den ganzen Aufwand.
Vielleicht erzeugen diese minimalen Klangänderungen allerdings auch ein rundum schönes Klangbild, welches sich zu Vorher zwar nicht um 100% Unterscheidet, sondern eben diese Unzulänglichkeiten über die wir hier diskutieren, verändert und den Lautsprecher damit perfektioniert.
Was mir vom ersten draufsehen an direkt auffällt ist der Hochtonzweig der locker mal 1000Hz höher getrennt sein dürfte.


[Beitrag von TonmasterDigital am 12. Feb 2009, 09:43 bearbeitet]
LANDOS
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 12. Feb 2009, 10:23
Hallo

es ist ja erfreuhlich das diese Kombination sich für Dich als besser herausstellt.

Die Zusatzschaltung sollte Du mal ins Visaton Forum stellen, wenn Du dies noch nicht gemacht hast.

Die G25FFL wurde aber bisher bei der Visaton Gemeinde grundsätzlich gemieden.
Bei einer 3 Wege Box wird deswegen bei den neueren Bauvorschlägen meistens die KE25SC oder G20SC verwendet.

Die G20SC ist super in der Auflösung und mit 40 Euro noch wesentlich günstiger als eine G25FFL.

Soll nur mal ein Vorschlag sein!

Gruß
HolgerJ
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 12. Feb 2009, 11:40

Sanfter wäre evtl. angebrachter

ja, das trifft die Sache besser.

Ich habe die Weiche immer noch außen liegen (zum Leidwesen meiner Angetrauten ) , da ich nach Inbetriebname der Boxen noch experimentiert habe. Gut, das ist jetzt auch schon 2-3 Jahre her, aber gut Ding braucht Weile .

Wie schon geschrieben habe ich noch andere Bauteilkombinationen simuliert und ausprobiert. Mir ist aufgefallen, daß der Frequenzbereich in dem der Saugkreis greift der Schwachpunkt der V20 und daher ideal zur Feinabstimmung ist.
Werde heute abend noch weiter probieren und dann hier berichten.
TonmasterDigital
Neuling
#23 erstellt: 13. Feb 2009, 12:09
Das du die Weiche extern hast ist wirklich praktisch und im gleichen Maße wahrscheinlich nicht sehr schön anzusehen (aus der Sicht eines Menschen für den Lautsprecher in erster Linie schön sein müssen ).

Wenn du aber so viel an der Weiche experimentierst setz diese doch in ein seperates Gehäuse mit leicht abnehmbaren Deckel.
Du könntest ja einen Fuß für die Lautsprecher bauen in dem die Weiche ist. ...oder ein flaches Standgehäuse welches mit einem, mit Rahmendübeln versehenen, Brett leicht öffnen kannst. Dann kannst du per Terminal die 3 Wege aus der Box und mit einem anderen Terminal in das Frequenzweichengehäuse führen.

Eine andere alternative ist noch hinten aus dem Lautsprecher sechs Kontakte von z.B. Bananensteckern ragen zu Lassen auf die du das F.W.Gehäuse (mit den entsprechenden Gegegenstücken klemmst. Damit hast du nen Kasten hinten dran der automatisch funtioniert wenn er an seinem Platz ist.
Du solltest nur schauen das die Kabelwege nicht zu lang werden, da du sonst den Q der Lautsprecher veränderst, grade beim Bass.
HolgerJ
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 16. Feb 2009, 02:01
Das mit der aussenliegenden Weiche ist ja nur vorübergehend.
Irgednwann soll ja doch mal alles in die Box.

Ich habe am Wochenende noch so einigen Bauteilombinationen ausprobiert. Letztendlich bin ich aber doch immer wieder zu den von Dir vorgeschlagenen Bauteilwerten zurückgekehrt.

Da ich bisher die erforderlichen Widerstandswerte aus mehreren Einzelwiderständen zusammenstellen mußte, habe die richtigen Bauteile jetzt bestellt und werde die Weiche jetzt so umsetzen und dann ins Gehäuse einbauen. Die V20 ist dann nach 3 Jahren entgültig fertig.

Mir ist aber noch etwas interessantes aufgefallen: Bisher hatte ich die Boxen parallel zu den Seitenwänden ausgerichtet. Ansonsten hat sich keine stabile Räumlichkeit eingestellt. Wahrscheinlich habe ich damit auch die Frequenzgangüberhöhung etwas abgemildert was die Boxen dann ganz erträglich klingen ließ.
Mit der Weichenerweiterung können die Lautsprecher jetzt genau auf den Hörplatz ausgerichtet werden und die Räumlichkeit ist noch besser.

TonmeisterDigital, besten Dank für den Tipp. Der geringe Aufwand hat sich echt gelohnt.

Hier noch ein Bild wie´s im Moment aussieht:
http://s11b.directupload.net/file/d/1706/fhfd8o9s_jpg.htm

Gruß Holger
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