Wer will neues Gehäusematerial testen?

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safranedriver
Neuling
#1 erstellt: 23. Sep 2004, 14:52
Hallo! Ich bin neu hier im Forum und hätte eine Frage: Wer kennt sich gut mit Gehäusematerialen für LS-Boxen aus? Gibt es da Institute, Hochschulen oder so? Oder auch einfach hier Fachleute im Forum.

Der Hintergrund ist folgender: Mir geht es darum herauszufinden, ob sich die Schalldämmplatten der Firma Sonitus (www.sonitus.de) als Gehäusematerial eignen (furniert oder lackiert oder einfach nur so). Das Material besteht aus einer hochverpressten Kokosfaser/Latexmischung und wird tausendfach für den Bau von Schallschutztüren eingesezt.

Wer hätte Interesse, mal eine Probebox zu bauen, oder ich besorge das Gehäuse (lasse ich vom Tischler bauen)und derjenige bestückt es dementsprechend.Man müßte dann mal die Werte mit herkömmlichen Boxenmaterial vergleichen.

Bin für jeden Tipp dankbar!

Gruß Volker
Cantare
Stammgast
#2 erstellt: 23. Sep 2004, 15:03
Hallo Volker,

schicke doch am besten mal Proben zu den Fachzeitschriften Hobby HiFi und Klang&Ton.
Ich habe im Moment leider keine einfachen, quaderförmigen Gehäuse...
Du kannst mir mal ein Brett 44x35cm zuschicken, wenn du magst.

Grüsse

Andreas
qnorx
Stammgast
#3 erstellt: 23. Sep 2004, 15:24
Hast Du da mehr Infos dazu? Einen Link, technische Daten zum Material?

Schalldurchlässigkeit ist nur ein Aspekt den es bei der Materialwahl zu beachten gilt. Daneben spielen so banale Akspekte wie Verarbeitbarkeit eine sehr grosse Rolle.
safranedriver
Neuling
#4 erstellt: 23. Sep 2004, 22:26
Hi, ja, einige Daten habe ich hier. Es läßt sich ähnlich wie Spanplatte behandeln, aber nicht genau so, im Rohzustand wird man es sicher nicht lassen können, es muß mit Furnier oder Laminat oder so versehen werden. Es sind zwei verschiedene Qualitäten, eine weichere, die eher als Füllmaterial gelten kann und die harte, die als Aussenmaterial genommen werden kann. Schallkurven (oder wie das heißt) gibt es von der Bundesanstalt für Materialprüfung BAM, die kann ich bei Interesse mal jemanden rübermailen.

Hier mal etwas mehr Infos dazu:

„Qualität 197“ Werkstoff: Kautschuk-Kokosfaser
(formaldehydfrei gebunden)
Dichte = 1000 kg/m³
Shore A = min. 80
Brennbarkeit: B2
Wärmeleitfähigkeit: l = 0,16 W/(mxK)
Diffusionswiderstandszahlen : µ = 30-50
Längenausdehnungskoeffizienten: a = 24x10-6 /K bis 26x10-6/K

„Qualität 193“ Werkstoff: Kautschuk-Kokosfaser-PUR-Schaum
(formaldehydfrei gebunden)
Dichte = 500 kg/m³
Shore A = min. 40
Brennbarkeit: B2
Wärmeleitfähigkeit: l = 0,08 W/(mxK)
Diffusionswiderstandszahlen: µ = 6-9
Längenausdehnungskoeffizienten: a = 17x10-6 /K bis 19x10-6/K

Legt man beide Platten aufeinander können 42dB Dämmung erreicht werden, sie sind jeweils standardmäßig 16mm dick. Wer möchte kann aber auch andere Dicken bekommen, dann sind natürlich die Werte anders.

Etwas steht auch auf www.sonitus.de

Volker
Granuba
Inventar
#5 erstellt: 23. Sep 2004, 23:50

„Qualität 197“ Werkstoff: Kautschuk-Kokosfaser
(formaldehydfrei gebunden)
Dichte = 1000 kg/m³
Shore A = min. 80
Brennbarkeit: B2
Wärmeleitfähigkeit: l = 0,16 W/(mxK)
Diffusionswiderstandszahlen : µ = 30-50
Längenausdehnungskoeffizienten: a = 24x10-6 /K bis 26x10-6/K


Es ist auf jeden Fall dichter als MDF! Müsste also auch recht resonanzarm sein, hast dz vielleicht mal ein Bild etc.?

Murray
Cantare
Stammgast
#6 erstellt: 10. Okt 2004, 00:49
Hallo Gewürzfahrer,

danke für das Muster!
Rufe dich Anfang nächster Woche an.
Das Material ist sehr interessant. Die Gehäuse müssen als Sandwich aufgebaut werden; z.B. 15mm MPX aussen und 10mm "Kautschuk-Kokosfaser" innen.

Grüsse

Andreas
safranedriver
Neuling
#7 erstellt: 10. Okt 2004, 11:11
Hi,

danke für die Antwort - meld dich mal, falls ich nicht im Büro bin über Handy 0160/6103146, komm auch gern nach Marl.

Gruß V. Knickmeyer
W.F.
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 08. Nov 2004, 16:21
Hi Andreas,

kennst Du bitumierte Weichfaserplatten? Das neue Mat. sollte doch in etwa ähnlich sein - oder?


Grüße Walter
Phio
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 09. Nov 2004, 10:28
Hi Volker,

Dein Angebot klingt interssant. Ich habe noch ein Paar Görlich-Treiber hier. Die machen so wenig Fehler, daß man den Unterschied zwischen den Materialien heraus hören müsste.

Viele Grüße,

Carsten
Cantare
Stammgast
#10 erstellt: 09. Nov 2004, 11:22
Hallo Walter,

ja-das sollte ähnlich wirken.
Bitumen dunstet mir zu sehr aus...


@Phio

Ein Kunde hat mir seine 13cm Görliche aus einer Intonation zum Entwickeln einer neuen Box geschickt, DAS sind Teile!
Sehr weich eingespannt und ungewöhnlich breitbandig.

Grüsse

Andreas
safranedriver
Neuling
#11 erstellt: 09. Nov 2004, 11:37
Hi, ich habe jetzt eine Tischlerei gefunden, die mir zwei Platten 1x1 Meter mit Birke Multiplex beschichtet, mal sehen, wie sich der Werkstoff verhält, ich werde das hier posten mit einem Link auf ein Bild davon.

Man könnte ja auch noch folgendes testen: Man klebt punktweise eine dünnere Schalldämmplatte (6mm) aus Kokosfaser/Latex/PU in eine bestehende herkömmliche MDF oder Spanplattenbox.

Ich kann auch dementsprechend zusägen lassen wenn ich einen Bauplan habe. Tester bekommen das natürlich kostenlos frei Haus. Auch weitere Kosten kann ich tragen wenn das nicht in die Tausende geht.....

Mir geht das einfach darum: Soll ich meine Idee weiter verfolgen oder nicht?
Gruß Volker
Phio
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 09. Nov 2004, 13:32
Hi safranedriver,

mir scheint die Idee auf jeden Fall "weiterverfolgungswürdig".
Wie dick ist denn der neue Verbundwerkstoff bzw. wie stark die MPX-Platte?

Mich persönlich würde es auch sehr interssieren, die Matten, die ja bereits eine gewisse eigenen Stabilität aufweisen, auf ein relativ dünnes Trägermaterial aufzubringen, z.B. 10mm MDF. Vorteil: je weniger Trägermaterial da ist, desto weniger kann es sich einmischen und es fällt leichter, die Wirkung zu beurteilen.

Es wäre auch interssant, so einen Verbund mit z.B. 19mm Dicke gegen MDF, MPX, Span der gleichen Stärke zu testen.

Ich würde die Dämmplatten nicht punktweise verleimen, sondern immer über die gesamte Fläche. Sonst lässt man Bewegungen der beiden Materialienen gegeneinander zu.

Viele Grüße,

Carsten
safranedriver
Neuling
#13 erstellt: 09. Nov 2004, 16:14
Hi Carsten,
Also das Sonitus Material ist 14mm dick - die Tischlerei wird jetzt prüfen wie sich das Material beim Pressen verhält, die genaue Stärke kann ich noch nicht sagen.

Man kann natürlich die dünneren Platten vollflächig verkleben. Welche Größe(n) werden gebraucht? Wir können dann dementsprechend zuschneiden.

Also wie gesagt: Wer Interesse hat, bekommt seine Portion Platten.

Gruß Volker
Phio
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 09. Nov 2004, 18:07
@ Andreas

ju häf Mehl ...

@ Volker,

da komme ich gern drauf zurück. Z.Z. entwerfe ich etwas Neues. Da könnte man dann gleich mal einen aussagekräftigen Vergleich machen. Damit das auch Sinn macht, sollte man aber gut planen.

Viele Grüße,

Carsten
Satanshoden
Stammgast
#15 erstellt: 09. Nov 2004, 21:47
Hallo,

ich würde das sofort testen und die kleine Line mit dem 3" Veravox die sie bei Hifi-Selbstbau.de vorgestellt haben damit aufbauen.


Gruß
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