19mm Fase anbringen: Möglichkeit ausser Oberfräse?

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angschte
Stammgast
#1 erstellt: 01. Okt 2005, 20:49
Ich stehe vor einem kleinen Bauer-Problem:

Ich sollte an 19mm MDF eine 45° Fase anbringen, und zwar über die ganzen 19mm. Eine Möglichkeit wäre natürlich Oberfräse + entsprechend grossem Fasefräser. Einerseits besitze ich aber keine solche Oberfräse (Könnte ich organisieren) - andererseits müsste ich aber den Fräser an sich kaufen. Die billigeren Oberfräsen können eben solch grosse Fräser meistens wegen dem Durchmesser nicht aufnehmen.

Daher: gibt es noch alternative Möglichkeiten so eine Fase anzubringen?
Jenzen
Stammgast
#2 erstellt: 01. Okt 2005, 21:10
Ich habe mal soetwas mal mit einer Handkreissäge gemacht, das Ergebnis war in Ordnung, also mit einer Handkreissäge oder Stichsäge sollte soetwas machbar sein, man sollte aber in jedem Fall etwas zum Anlegen verwenden, was als Führung
für die Säge dient.

Gruss Jensen
wolfman2
Stammgast
#3 erstellt: 01. Okt 2005, 21:23
Mit einem bandschleifer geht das auch
erst grob dann feines papier und vorher beide kanten anzeichnen
A._Tetzlaff
Inventar
#4 erstellt: 01. Okt 2005, 21:30
Bei der Fasenbreite würd´ich auch die Kreissäge nehmen. Bandschleifer wird zu ungenau, auch Stichsäge wird schwer, da die Blattführung mies ist. Einfach eine Wasserwaage oder ein garantiert gerades Brett aufs Gehäuse spannen, mit der Säge dran entlangfahren; bei mir hats gut funktioniert.
angschte
Stammgast
#5 erstellt: 01. Okt 2005, 21:45
Aber eigentlich macht man das schon mit einer Oberfräse wenn man ein Gehäuse auf Gehrung verleimen will, oder? Und was für eine Oberfräse braucht man denn damit auch Fräser mit 65mm Durchmesser reinpassen?
Kawa
Inventar
#6 erstellt: 01. Okt 2005, 21:45
Gehäuse schon gebaut? Wenn nicht Dreiecksleisten anleimen und innen mit 4Kantleisten verstärken. Ansonsten: Kreissäge mit ordentlichem Parallelanschlag.

Gruß

Kawa
angschte
Stammgast
#7 erstellt: 01. Okt 2005, 21:51

Kawa schrieb:
Gehäuse schon gebaut? Wenn nicht Dreiecksleisten anleimen und innen mit 4Kantleisten verstärken. Ansonsten: Kreissäge mit ordentlichem Parallelanschlag.

Gruß

Kawa


Sorry - Ich steh auf der Leitung. Nein, Gehäuse ist noch nicht gebaut. Was soll ich nun tun und was bringt mir das?
Kawa
Inventar
#8 erstellt: 01. Okt 2005, 21:56
Ganz einfach: es gibt Dreiecksleisten aus Massivholz, die Du an der entsprechende Platte (Front wahrscheinlich) links und rechts anleimen kannst. Damit hast Du dann die 45° Fase geschaffen, ohne zu sägen, oder zu fräsen. Ich glaube, es gibt 20mm Leisten, die gut passen (steht halt ein mm nach innen über, du mußt halt die anderen Platten entsprechend anpassen). Wenn das ganz gut verleimt ist (Ponal), hält es auch gut. Zur Sicherheit kanns Du von inne noch eine Leiste mit Montagekleber (wegen des überstehenden mm) in die Ecken kleben. Dann ist´s bombenfest.

Grüße

Kawa
angschte
Stammgast
#9 erstellt: 01. Okt 2005, 22:05
Dann müsste ich aber nochmals alle Bretter neu zuschneiden und der Sinn des Verleimens auf Gehrung (Vorteil beim Lackieren!) würde sich erübrigen - das ist ja auch nicht der Sinn der Sache. Zudem muss ich an der Front auch eine 19mm Fase "gegen aussen" anbringen, und da brauche ich den Fräser dann :)!

Das mit der Handkriessäge werde ich mal anschauen, auch wenn ich das Prinzip noch nicht ganz begriffen habe?
A._Tetzlaff
Inventar
#10 erstellt: 01. Okt 2005, 22:10
Wenn Du die Kanten anfast, hast Du so oder so eine offene Schnittkante, die beim lackieren immer wieder durchschlägt. Um die Fase mit der Handkreissäge anzubringen, muss selbige auf Gehrung eingestellt werden, also schräg. Dann am Anschlag entlang schieben; jetzt klar?.........
Wenn die Boxen nicht zu groß sind, könnte man sie auch auf der Tischkreissäge bearbeiten.
angschte
Stammgast
#11 erstellt: 01. Okt 2005, 22:14

A._Tetzlaff schrieb:
Wenn Du die Kanten anfast, hast Du so oder so eine offene Schnittkante, die beim lackieren immer wieder durchschlägt.


Das stimmt, aber wenn diese Kante nur vorne ist, dann spielt das in dem Sinn keine Rolle, denn das Fällt nicht auf im Gegensatz zu einer "offenen" Kante anschliessend an eine Fläche. Das Fällt ja bei der Gehrung weg.


A._Tetzlaff schrieb:

Um die Fase mit der Handkreissäge anzubringen, muss selbige auf Gehrung eingestellt werden, also schräg. Dann am Anschlag entlang schieben; jetzt klar?.........


Werde gleich mal schauen gehen, ob meine Handkreissäge das kann. Habe immer noch bedenken wegen der Genauiggkeit, da ist ja das Fräsblatt schon 2mm Dick :cut!


A._Tetzlaff schrieb:

Wenn die Boxen nicht zu groß sind, könnte man sie auch auf der Tischkreissäge bearbeiten.


Natürlich - wenn man eine hätte ! Glaube kaum, dass ich so eine auftreiben kann! Aber stimmt natürlich...
Kawa
Inventar
#12 erstellt: 01. Okt 2005, 22:18

angschte schrieb:
Dann müsste ich aber nochmals alle Bretter neu zuschneiden und der Sinn des Verleimens auf Gehrung (Vorteil beim Lackieren!) würde sich erübrigen - das ist ja auch nicht der Sinn der Sache. Zudem muss ich an der Front auch eine 19mm Fase "gegen aussen" anbringen, und da brauche ich den Fräser dann :)!

Das mit der Handkriessäge werde ich mal anschauen, auch wenn ich das Prinzip noch nicht ganz begriffen habe? :?



Oh, Lackieren? Dann vergiss es. Die Bretter und Leisten arbeiten unterschiedlich, die Kante wird immer sichtbar.
Die offene Kante beim Fräsen (wenn die Bretter auf Gehrung geschnitten sind) ist nicht tragisch. Die kann durch Spachtel gefüllt werden. Die Schnittkante liegt dann in der Mitte der Fase und bleibt auch dort, weil beide Bretter gleichmäßig arbeiten. Was anderes ist es, bei stumpfer Verleimung, wo die Schnittkante nach innen oder außen wandert und dann unter dem Lack sichtbar wird. Ich fürchte, Du wirst ohne Kreissäge oder Fräser nicht weiterkommen.

Grüße

Kawa


[Beitrag von Kawa am 01. Okt 2005, 22:34 bearbeitet]
A._Tetzlaff
Inventar
#13 erstellt: 01. Okt 2005, 22:33
Spachtelei hast Du dennoch ohne Ende: MDF ist an den Kanten saugend, und zwar wie Sau, Spanplatte ist im Inneren total bröselig und MPX ist zu schön zum verstecken!
Und keine Sorge wegen der Genauigkeit: Ich habs schon erfolgreich ausprobiert, und alle anderen Methoden sind wesentlich ungenauer.


[Beitrag von A._Tetzlaff am 01. Okt 2005, 22:36 bearbeitet]
Kawa
Inventar
#14 erstellt: 01. Okt 2005, 22:36

A._Tetzlaff schrieb:
Spachtelei hast Du dennoch ohne Ende: MDF ist an den Kanten saugend, und zwar wie Sau, Spanplatte ist im Inneren total bröselig und MPX ist zu schön zum verstecken! :D


agree, aber in einer K&T hatte sie mal was von Molto MDF Spachtel und Grundierung. Soll wirklich was taugen das Zeug!
A._Tetzlaff
Inventar
#15 erstellt: 01. Okt 2005, 22:36
Dann viel Erfolg!
angschte
Stammgast
#16 erstellt: 01. Okt 2005, 22:39

A._Tetzlaff schrieb:
Spachtelei hast Du dennoch ohne Ende: MDF ist an den Kanten saugend, und zwar wie Sau, Spanplatte ist im Inneren total bröselig und MPX ist zu schön zum verstecken! :D


Jaja, ich danke euch für eure gut gemeinten Ratschläge zwecks lackieren etc, aber ich habe bereits MDF-Fasen vorbehandelt zum lackieren: das geht schon mit gutem Ergebnis ;)! (Hifi Galerie --> Stereo --> LS, Stichwort "Fourier")

Das erste Problem: Ich kann den Winkel an meiner Kreissäge zwar einstellen, aber die Führung kann ich nicht so anbringen, dass ich der Kante entlangfahren kann (Ist doof gebaut)... Auch überzeugt mich diese Kreissäge nicht wirklich, da sie mir einfach zu grob erscheint?

Das Problem ist eigentlich wirklich die Oberfräse. Ich weiss wirklich nicht, woher ich eine Fräse nehmen soll, die so grosse Fräser aufnimmt!

Hat noch wer eine Idee wo ich einen Fräser in dieser Gröss (also NL=19mm) auftreiben kann? Ich habe bei Ebay ein angebot gesehen, das u.A. einen Fräser mit NL=26 beinhaltet, aber eben 65mm Durchmesser hat!
angschte
Stammgast
#17 erstellt: 01. Okt 2005, 22:51
Danke für eure Wünsche...

Ich durchforste gerade das Netz und habe immer noch keine Oberfräse gefunden die einen Grösseren Fräser als 45mm Durchmesser zulässt. Ich spiele Langsam mit dem Gedanken mir einen eigenen Fräsfuss zu basteln - sollte ja kein Problem sein, den aus Holz zu machen, solange er auf der Oberfläche gleitet...
Kawa
Inventar
#18 erstellt: 01. Okt 2005, 23:13
Mit einem V-Nut Fräser kannst Du in Etappen auch grosse Fasen fräsen. Am besten von beiden Seiten. Hab ich mal gemacht, klappt prima. Mußt nur genau auf die Frästiefe aufpassen, sonst wird´s ungeichmässig. Parallelanschlag dann durch festgezwungene Leisten auf der Box und nicht durch den Parallelanschlag der Fräse.

Grüße

Kawa
MBU
Inventar
#19 erstellt: 01. Okt 2005, 23:42
Hallo zusammen,

wie man breite Fasen mit einem Senkfräser und zwei Anschlagleisten fräst ist auf der Seite von Mr. Woofa sehr gut erklärt: http://woofa.abi05.i...eitefasenfraesen.htm


[Beitrag von MBU am 01. Okt 2005, 23:42 bearbeitet]
angschte
Stammgast
#20 erstellt: 02. Okt 2005, 00:17
Hi Uibel.

Danke für den Link. Ich denke die zweite Methode im Link ist schon gut, vorallem wenn man gar keinen Fasefräser hat.

Noch besser Gefällt mir aber die erste - die wird sicher ganz genau.

Das Problem bei beiden ist, dass die Box schon fertig sein sollte, was bei mir ja nicht möglich ist (bezw. nur auf einer Seite)...
Tomacar
Inventar
#21 erstellt: 02. Okt 2005, 01:12
Hi angschte,

also generell macht man sowas natürlich mit der Tischkreissäge. Hat man keine so wie Du und ich, dann kann man auf Handkreissäge oder Stichsäge zurückgreifen, letztere geht nur wenn die Stich qualitativ hochwertig ist und das Blatt noch scharf ist.

Handkreissäge:
Jede Handkreissäge hat eine Grundplatte, die Grundplatte hat eine Aussenkante, diese Aussenkannte nimmst Du in Verbindung mit einer geraden Kante von einem Reststück oder sonstigem Material (Wasserwaage, Richtlatte,...) als Führung. Dann musst Du Dir nur noch per nachmessen ausprobieren an Reststücken den Abstand der Führungskante herausfinden.

Stichsäge:
s.o.
Die Säge dabei ruhig halten, und nicht zu viel Druck drauf geben, sie sollte sich den weg selbst sägen...

Wichtig bei dem Führungsstück ist, dass du es so anlegst, dass Du Dich nur dorthin versägen kannst, wo sowieso Material abgetragen wird, dann kannst Du das im nächsten Durchgang nachbessern... :-)

Solch grosse Fräser an einer OF zu verwenden würde ich absolut nicht empfehlen, das ist für so gut wie alle Handoberfräsen zu viel, deshalb hast Du auch so Schwierigkeiten einen passenden Fräser zu finden...

Der Schreiner macht so was auch mit der Tisch- oder Handkreissäge, und wenn mit der Oberfräse, dann mit dem stationärem Frästisch, der geht dann mit Starkstrom und bringt die notwendige Power mit...


[Beitrag von Tomacar am 02. Okt 2005, 01:15 bearbeitet]
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