Entwurf Boxenständer

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bastis
Stammgast
#1 erstellt: 24. Jul 2004, 19:06
Ich möchte mir ein Paar Boxenständer für meine Rearboxen bauen, die sehr stabil sein sollen.

Hier hab ich mal eine Skizze angefertigt:

Link



Grundbestanteil ist ein Stahlrohr mit eingeschweißten Verstrebungen, in die ein Gewinde geschnitten ist. Gibts im Baumarkt zu kaufen.

Hier mal ein Foto:



Für die Grundplatte hab ich mir ein ca. 5 cm dickes Ahornbrett vorgestellt. Die Boxen sollen dann ebenfalls auf einem Ahornbrett stehen, jedoch nur ca. 2 cm dick.

Als überdimensionale Beilagscheiben hab ich mir Stahlbleche vorgestellt.



Es wäre nett, wenn ihr euch die Zeichungen mal anschauen könntet und mir sagen, ob man den Entwurf gebrauchen kann, oder ob er totaler Mist ist.

Vielleicht hab ihr ja auch ein paar Verbesserungsvorschläge.



Die Boxen wiegen übrigens knapp 7 kg.


[Beitrag von bastis am 24. Jul 2004, 19:11 bearbeitet]
0408SUSI
Gesperrt
#2 erstellt: 24. Jul 2004, 20:33
Hi.
Ich antworte nur, weil du dir die Mühe gemacht hast, eine so nette Zeichnung anzufertigen.

Klar wird der Ständer funktionieren. Warum sollte er nicht? Wenn es dein Gewissen beruhigt, kannst du unter die Bodenplatte Spikes schrauben. Bringt zwar fast nix, sieht aber kuhl aus.
bastis
Stammgast
#3 erstellt: 24. Jul 2004, 21:51
Erstmal danke für deine Antwort.

Eigentlich gings mir ja vor allem um eventuelle Verbesserungsvorschläge :..


Die Zeichnung hätte ich auch so angefertigt...
Peter_Wind
Inventar
#4 erstellt: 24. Jul 2004, 22:13
Zunächst einmal besser als welche für 50 Euro von MM und ich denke brauchbar.

Wenn es dein Gewissen beruhigt, kannst du unter die Bodenplatte Spikes schrauben. Bringt zwar fast nix, sieht aber kuhl aus.

sieht nicht nur COOL aus. Es kommte darauf an ob du ANKOPPELN oder ENTKOPPELN (dann sind es keine Spikes) muss. das hängt vom Fußboden ab. Benutze zu diesen Themen einmal die Suchfunktion im Forum

Gruß
PETER
audiofisk
Inventar
#5 erstellt: 24. Jul 2004, 22:42
Das Rohr mit Sand (Vogelsand, Quarzsand, Bausand) füllen.
Gewicht ist immer gut (für die Spikes),
der Sand beruhigt die Rohre.

Weis nur nicht, wie das mit den Schrauben aussieht:
die können natürlich keinen Sand ab.

]-audiofisk°<
bastis
Stammgast
#6 erstellt: 25. Jul 2004, 11:42
Stimmt, darauf bin ich noch gar nicht gekommen.


Dann muss ich also noch die Gewinde vor Sand schützen.
anon123
Inventar
#7 erstellt: 25. Jul 2004, 12:34
Hallo bastis,

ich finde Deine Idee eine gute, auch ich habe meine LS-Ständer selbst gebaut. Ganz wichtig ist der Tip mit der Sandfüllung der Rohre (ich habe Vogelsand genommen). Das beruhigt die Rohre und nimmt ihnen die Dröhnneigung. Ohne Sand kann es "plongig" (klopf mal an das Rohr) klingen. Es bringt einiges an Stabilität und Ruhe in's Klangbild. Übrigens könntest Du 60mm Holzpropfen in die Rohre pressen, dann wäre das Problem mit dem Sand gelöst. Die müsstest Du dann noch mit einer sauberen Bohrung für die Schraube vesehen und die ggf. mit Silikon abdichten. alternativ kannt Du mit einer (besser zwei) langen Holzschrauben die Bodenplatte direkt mit dem Holzpropfen (der lang genug sein sollte) verschrauben. Nur besonders oft kann man das nicht machen.

Das Kabel würde ich nicht innerhalb des Rohrs verlegen. Zum einen bekommst Du das bei Sand kaum dicht, zum anderen: was ist, wenn Du anderes Kabel brauchst/willst? Das Standrohr muß absolut plan sein, sonst kann es wackeln und/oder schief werden. Hast Du mal darüber nachgedacht, eventuell zwei Rohre pro Ständer zu nehmen? Das wäre stabiler.

Die Bodenplatte könnte ggf. zu klein bzw. zu leicht sein. Das könnte ggf. wackelig werden -- vor allem, wenn die Kompakten recht schwer sind. Ich habe Granitplatten (30*30*2,5) verbaut. Die sind sehr schwer und bringen einiges an Stabilität. Sie sind aber sehr schwer zu bearbeiten, eine handelsübliche Bohrmaschine beißt sich da die Zähne aus. Übrigens ist es absolut nicht richtig, daß Sipkes nichts bringen. Die harte Ankopplung (Entkopplung) bringt viel Ruhe und Durchhörbarkeit in den Bass. Ich benutze Stahlschrauben mit Kontermuttern. Das dient nicht nur einer sauberen Ankopplung/Entkopplung, man kann damit auch den Ständer plan ausrichten und ihm Wackelneigungen nehmen.

Bevor Du beginnst, solltest Du die Höhe über alles inkl. LS beachten. Der jetzige Ständer kommt auf eine Höhe von knapp 70cm. Bereits mit einer mittleren Kompakten kommst Du auf deutlich über einen Meter. Je nachdem, wie Deine Sitzposition ist, kann das zu hoch sein, wenn die Mitte zwischen Tiefmittel- und Hochtöner auf Ohrhöhe sein soll. Da müsste man ggf. zu einer Stahlsäge greifen, und dann kann es schwierig sein, die Auflage der Rohre auf der Bodenplatte absolut plan zu bekommen.

Beste Grüße.


[Beitrag von anon123 am 25. Jul 2004, 12:36 bearbeitet]
bastis
Stammgast
#8 erstellt: 25. Jul 2004, 20:51
Danke anon123 für deine Tipps.


Ich hab meinen Entwurf jetzt ein klein wenig überarbeitet.

Die Stahlgrundplatte wird wohl doppelt so dick werden, damit sollte schon was an Gewicht zusammenkommen;

Wenn die Dichteangabe in meiner Physikformelsammlung stimmen, sollte die Stahlplatte auf knapp 3 kg kommen und die Holzplatte auf nochmal 3 kg.
Das wird hoffentlich reichen.


Für die Gewinde ist mir jetzt auch eine Möglichkeit gekommen:
Statt Schrauben nehm ich einfach Gewindestangen, die oben mit einer Hutmutter und Gummischläuchen vorm Sand geschützt wird.
Mit einer Kontermutter kann ich es dann festziehen.


Dass ein Rohr zu instabil sein könnte ist mir noch gar nicht gekommen.

Ich glaub ich werd das jetzt erstmal ausprobieren und wenns nicht klappt, kann man an die Boxen hinten immer noch eine Stütze (Holz oder Plexiglas) hinschrauben.
Hat für mich in der Theorie den Vorteil, dass die Boxen in zwei Richtungen (statt in nur einer bei einem zusätzlichen Rohr) stabilisiert werden.


Die Höhe ist mir durchaus bewusst und auch nötig, wenn die Boxen auf Ohrhöhe sein sollen.


Und ob Spikes oder Pucks besser sind, wer ich dann halt einfach Mal ausprobieren müssen (aus den Threads die ich überflogen habe, habe ich keine klare Antwort gefunden, ob ich bei Parkett besser Spikes oder Pucks verwende).


[Beitrag von bastis am 25. Jul 2004, 20:52 bearbeitet]
bastis
Stammgast
#9 erstellt: 30. Jul 2004, 19:47
Jetzt ist mir noch eine Idee gekommen:

Wie siehts aus, wenn man die Rohre statt Sand mit PU-Schaum ausschäumt?
anon123
Inventar
#10 erstellt: 30. Jul 2004, 20:26
Hallo,

Sand dürfte besser sein, weil schwerer und daher besser schwingungsdämpfend. Die Idee mit PU-Schaum klingt prinzipiell verlockend, aber ich habe noch nie von einer solchen Verwendung gehört.

Beste Grüße.
bukowsky
Inventar
#11 erstellt: 30. Jul 2004, 20:41
als optimal gilt doch: Lautsprecher ankoppeln mit Spikes an eine Granit- oder Marmorplatte und diese dann weich abkoppeln mit Gummifüßen. Du könntest doch statt Holz auch Marmorplatten nehmen?
bastis
Stammgast
#12 erstellt: 30. Jul 2004, 21:14
Holz wäre mir von der Optik her lieber.

Und Spikes samt Marmorplatten sollten immer noch darunterpassen.
bukowsky
Inventar
#13 erstellt: 30. Jul 2004, 21:23

Holz wäre mir von der Optik her lieber.

Und Spikes samt Marmorplatten sollten immer noch darunterpassen.


Die Spikes kommen dann aber auf die Marmorplatten, zwischen Marmor und Ständer.
SV650
Stammgast
#14 erstellt: 31. Jul 2004, 00:38
Ich persönlich würde lieber 3 kleinere Rohre nehmen.
Ich würde 40x2-5mm oder 40x40x2-5mm (Edel-)Stahlrohre verwenden. Dann ist das ganze in jede Richtung ausreichend versteift.
Bei der Befüllung habe ich mich selbst noch nicht entschieden ob Stahlschrot oder Sand.
Stahlschrot hat eine höhere Dichte, ist teurer und nicht so feinkörnig.
Der Sand dürfte durch seine feine Struktur auch einen gewissen Teil an Bewegungsenergie in Wärme umwandeln.
Wieviel die Korngröße ausmacht weiss ich leider nicht.

Für eine erfolgreiche An- oder Entkopplung der Hifigeräte an bzw. von ihren Unterlagen durch
Spikes oder andere Untersetzer sind die Materialeigenschaften der beteiligten Werkstoffe zu
beachten.
Ein charakteristisches Maß ist die Schallkennimpedanz (für alle, die es genau wissen wollen:
Quotient aus Schalldruck und -schnelle innerhalb einer fortschreitenden Schallwelle, bzw. Produkt
aus Schallgeschwindigkeit und Dichte).
Jeder Stoff hat eine andere typische Schallkennimpedanz.
Nachfolgend daher eine Werkstoffliste mit Schallkennimpedanzwerten Z [kg/(m²×s) × 106]:
Möchte man zwei Stoffe zwecks Schallleitung ankoppeln, so müssen
die Schallkennimpedanzen der beiden beteiligten Stoffe möglichst
gleich, bei einer Entkopplung möglichst unterschiedlich sein.
Material Z
Hartmetall 100
Messing (63% Cu) 36.6
Epoxidharz 3.0
Platin 84.7
Grauguß 25.2
Teflon 3.0
Weißmetall (LgSn) 80
Blei 24.6
Hartgummi 2.8
Gold 62.6
Zinn 24.2
Polyamid 2.0
Stahl 46.2
Aluminium 17.1
Polyäthylen 1.8
Kupfer 41.9
Glas 14.2
Wasser 1.5
Messing (72% Cu) 40.4
Beton 6.9-10.8
Porzellan 1.3
Eisen 40.3
Phenoformaldehydharz 3.7
Weichgummi 1.3
Silber 37.8
Plexiglas 3.2
Holz 1.0

So ergeben sich dann interessante Kombinationen bei der Verwendung von z.B. Spikes:
Glasplatten (wenn möglich bitte aus Drahtglas) und Aluminium-Spikes oder Holzplatten und
Keramik-Spikes. Auch auf Beton eignen sich Alu-Spikes besser als Stahl-Spikes.
Ein Holzfußboden fordert zur optimalen Ableitung von Körperschall (also zur Ankopplung)
erstaunlicherweise Untersetzer aus Gummi oder Kunststoff, während eine Entkopplung Eisen- oder
Stahluntersetzer fordert.

Natürlich ist das kein Garant für optimale Ergebnisse.

Gruss Ralph


[Beitrag von SV650 am 31. Jul 2004, 00:54 bearbeitet]
bukowsky
Inventar
#15 erstellt: 31. Jul 2004, 09:31

Ein Holzfußboden fordert zur optimalen Ableitung von Körperschall (also zur Ankopplung)
erstaunlicherweise Untersetzer aus Gummi oder Kunststoff, während eine Entkopplung Eisen- oder
Stahluntersetzer fordert.


ist es nicht genau umgekehrt? Holzboden mit Gummi weich abkoppeln bzw. mit Metall(-Spikes) ankoppeln?
SV650
Stammgast
#16 erstellt: 31. Jul 2004, 16:52
Hatt mich auch entsetzt, habe das auch nur nachgeschlagen, aber das kann ich mir schon gut vorstellen, was die so schreiben.
Habe ich auch erst neulich entdeckt, und konnte deshalb noch keine Erfahrungen sammeln.
Habe bisher auch immer nur an ein Material gedacht, ankoppeln hartes Material, entkoppeln, elastisches Material.
Aber evtl sollte man wirklich mehr in richtung Materialkombination denken.
Wenn man sich mal überlegt wie unterschiedlich sich manche gleich anmutenden Materialien verhalten.
Wieso sollte sich "Energie" bei einem Mediumwechsel auch immer gleich verhalten. Das wäre mir echt neu. Von daher finde ich diesen Ansatzpunkt gar nicht so verkehrt.
Werde in zukunft mit diesen werten mal etwas rum experimentieren.
Was ich mich noch frage.
Wie koppel ich LS an den Boden an,nach dieser theorie?
Boden:Beton (bisher optimal)
Stands:Aluminium (zwar teurer und leichter als Stahl, aber wenn sie meinen das das besser ist.)
Lautsprecher: Holz (hm... sch.... passt jetzt gar nicht in mein konzept hinein. ich will doch ankoppeln.)
Schon stehe ich vor dem nächsten problem.

Gruss Ralph


[Beitrag von SV650 am 31. Jul 2004, 16:54 bearbeitet]
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