Magnet-Tuning

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hermes
Inventar
#1 erstellt: 20. Dez 2005, 21:18
Hi zusammen,

habt ihr schon mal bei einem Chassis einen anderen Magneten eingebaut? Wird wohl schwer sein, den alten wegzubekommen...

Aber vielleicht könnte man zusätzlich zum vorhandenen Magneten einen Neodym-Ring aus mehreren einzelnen Stäben bauen, der das Magnetfeld verstärkt.

Ich seh das doch richtig, das der Wirkungsgrad so steigen würde? Die Bassparameter wären natürlich neu zu messen, oder man setzt das ganze nur als Mitteltöner ein.

Ansich müsste so auch der Klirr sinken, da ein stärkeres Magnetfeld von der Schwingspule weniger moduliert wird.

Hintergrund ist: Ein Komilitone hat sich bei Ebay zwei relativ große Neodymmagnete gekauft und ich dachte mir, was ich damit machen würde, weil ich die total faszinierend fand. Die sind so stark, dass man daran einen fast 10 Kilo schweren Metallgrill aufhängen kann obwohl sie nur 2 oder 3 cm groß sind!

Grüße
Hermes
Jack-Lee
Inventar
#2 erstellt: 20. Dez 2005, 21:25
ab und rankriegen ist net einfach, du musst auch die bohrung usw. auf den mm genau hinbekommen.

Die magneten an LS sind angeleimt und oft noch mit sowas änlichem wie nieten befestigt.

aber von diesen "megamagneten" habsch auch scho was gesehn.

die dinger gibts bis 1 kg...
AUA
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 21. Dez 2005, 02:22
moin,

das wär auf jeden Fall mal n interessanter Versuch zum thema Antriebstuning. Ich hätte da eine einfache Idee, sowas ohne Bohrungen im Chassis umzusetzen: man Fräse einen Holzring, der genau auf die hintere Polplatte passt. die bekommt ringsherum
viele kleine Bohrungen, in die Du die Magnete reinschieben kannst, am besten bisschen Presspassung. Es gibt 6mm durchmessende Neodyms in verschiedenen Längen. Die Bohrungen
müssen nat. alle den gleichen Abstand zueinander haben. Ist fuzzelig und ein bisschen Rechnerei. muss sehr Präzise sein, sonst wird das Magnetfeld unsymmetrisch. Dann schiebst du den Holz-Magneten hinten drauf. Das ganze kannst Du auch vor dem Magneten machen (also in Richtung vorderer Polplatte. Dazu zweiten Ring herstellen, aufschneiden, dann die beiden Hälften
um das System kleben. Den alten Ferrit würde ich dran lassen,viel hilft viel.
Und weil Weihnachten ist, schenke ich Dir diese Idee.




wenn Du es machst will ich was von der Messung wissen
eBernd
Stammgast
#4 erstellt: 21. Dez 2005, 02:41
Hallo,

eigentlich wollte ich ja jetzt schon schnarchen, aber bei "Magnet" werde ich immer hellwach - komisch .

{klugsch... an} Der magn. Kreis (Verlauf der Feldlinien in einem LS ist: Magnet - obere Polplatte - Luftspalt - Polkern - untere Polplatte, und dann sind wird wieder am Magneten. Um diesen Kreis zu verstärken, muß was in den Kreis eingebaut werden. Wenn ich dich (und deine Zeichnung) nicht arg mißverstanden habe, setzt du die aber auf den Kreis. Auch das verändert bestimmt das Feldlinienbild, aber hauptsächlich außerhalb, also das Streufeld. Deshalb ist eine solche Maßnahme auch geeignet, das störende Streufeld zu verringern (Abschirmung).
Noch ein Hinweis: Wenn man einen bestehenden magn. Kreis (mit Dauermagnet) auseinandernimmt und wieder genauso zusammen baut - ist das magn. Feld hinterher schwächer!

{klugsch.. aus}

Gruß, Bernd
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 21. Dez 2005, 02:56
ok, dann bist Du hier der gefragte MagnettuningExperte. Trotzdem ist es doch so, dass sich durch beispielsweise einen Komp.Magnet die GesamtGüte verringert, also der Antrieb auf jeden Fall, sagen wir mal beeinflusst wird. Dies beruht meiner bescheidenen Meinung darauf, dass durch den Komp.Magnet, der ja "falsch" herum aufgesetzt wird, dass Ursprüngliche Feld "zusammengestaucht" wird. Klär uns auf, eBernd. Antriebstuning wär doch mal nett...
old-DIABOLO
Stammgast
#6 erstellt: 21. Dez 2005, 03:01
Guten Tag.

@Hermes

Du fragst »» habt ihr schon mal bei einem Chassis einen anderen Magneten eingebaut? Wird wohl schwer sein, den alten wegzubekommen...««

Grob aber das geht, ich habe es schon öfters so gemacht: Den Lautsprecher mit der unteren Polplatte auf die Platte eines Elektroherdes stellen und erwärmen. Der Kleber zwischen Magnetring und den beiden Scheiben wird meist ab ca. 120 Grad bereits weich. Die erforderliche Temperatur hatte ich bevor andere Teile durch Hitze beschädigt wurden. Aber die untere Polplatte und der Lautsprecherkorb müssen jeweils gut in einer Vorrichtung geführt werden, da nach dem Lösen durch Abhebeln der unteren Platte der Polkern sofort Kontakt mit der oberen Polplatte sucht. Auch das Zentrieren beim Wiederzusammenbau ist kniffelig, Nach Demontage der Abdeckkalotte lässt sich eine Zentrierhülse einfügen.

Einen zusätzlichen Ferritring oder auch Neodympillen aufkleben geht auch. Bei Kalottenhochtönern wurde das früher öfters gemacht (heute?), da hat es günstigstenfalls ca. 1 bis 1,5dB Schalldruck oberhalb der Resonanzfrequenz gebracht. Beide Magnetringe waren hierbei identisch. Bei Basslautsprechern gibt es im oberen Übertragungsbereich oft interessante, nicht gleichmäßige Abweichungen im Frequenzgang. Messungen über sonstige Parameterveränderungen und Klirr habe ich leider nicht.
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 21. Dez 2005, 03:04
@eBernd und alle, so meinte ich das:

hermes
Inventar
#8 erstellt: 21. Dez 2005, 17:09
hmm 1 bis 1,5 db sind natürlich nicht viel. Ich dachte, dass eine verdopplung des magnetischen Flusses auch +3 db bringt.

Handwerklich scheint es wohl sehr schwierig zu werden, wenn man den alten Magneten wegnimmt. Wäre aber auch blöd, da er ja zusätzlichen Fluss schafft.

Bei Verwendung von Neodymmagnetchen würde ich diese einfach als ring um den Ferritring anordnen und die Polplatten mit einem geeigneten Eisenring oder Eisenband verbreitern, so dass sie die Neodymmagnete in den Kreis integrieren.

Ich kenn mich da mit den Formeln nicht so aus, aber was passiert den, wenn ich das Magnetfeld eines großen PA-Basses auf den Luftspalt einer Kalotte konzetriere? KAnn man damit 6 db mehr erreichen? (Abgesehen, davon, das es eine recht verkorkste Konstruktionwäre)

Oder anders gesagt: Wie geht Bxl in den Wirkungsgrad ein?

Grüße
V.I.B
Stammgast
#9 erstellt: 21. Dez 2005, 17:16
Hier gibt es etwas Interessantes zu dem Thema:
http://www.visaton.de/deutsch/forum/pc_abschirmung.html

Zum Vergleich kann man sich die ungeschirmten Typen ansehen und nachschauen was sich alles geändert hat.
Cantare
Stammgast
#10 erstellt: 21. Dez 2005, 20:18
Wichtig ist die Feldstärke im Luftspalt. Zum magnetischen Kreis gehört die obere Polplatte als schwächstes Bindeglied. Diese bündelt ab einer bestimmten Grenze keine zusätzlichen Feldlinien und ist gesättigt. Dann kann man noch so viel Magnetmaterial zuätzlich anbringen ohne Erfolg. In der Regel sind es die zuvor genannten 1-1,5dB bei gewöhnlichen Zusatzmagneten. Beim ablösen von Magnetringen mit Hilfe von Erwärmung an die Entmagnetisierung denken

Grüsse

Andreas
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