Wie berechne ich ne Frequenzweiche?

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TorstenDA
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 25. Sep 2004, 18:50
Ja Hallo,
ich hatte das Problem, dass ich die Freuquenzweichenbauteile mit Hilfe zweier Formeln aus einem Lautsprecherhandbuch genommen hatte und damit die Bauteile einer 2 Wege (12db) Frequenzweiche berechnet habe. Nur das Ergebniss war ka**e!!!Jetzt wollte ich selbst sowas berechnen, nur worauf muss ich achten? Wie gehe ich an sowas ran? Komplex kann ich rechnen, nur wie wende ich sowas an? Habe die Chassis auch selbst vermessen und die Werte unterscheiden sich gravieren von denen aus dem Datenblatt und wollte daruaf meine Weiche einigermaßen "abstimmen".

Gruss

Torsten
georgy
Inventar
#2 erstellt: 25. Sep 2004, 18:59
Hi Thorsten, die Formeln sind nur was für Lautsprecher, deren Frequenz und Impedanzgang jeweils völlig linear sind. Man braucht Meßhard und Software, mißt die Lautsprecher im Gehäuse, exportiert die Ergebnise in eine Simulationssoftware, wo man die Weichenteile rausfummelt. Die aus der Simulation erarbeitete Weiche baut man auf, schliest die Chassis daran an und misst nochmal, ändert das ein oder andere Bauteil nochmal u.s.w. Falls du eine Weiche für die Lautsprecher aus deiner anderen Anfrage brauchst, baue doch mal die entsprechende Sputnikweiche auf und modifiziere diese dann.

georgy
The_Wolf
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 25. Sep 2004, 20:08
Da ich mir auch überlege, meine alten Lautsprecher aufzurüsten, stelle ich hier in diesem Forum ein paar dumme Fragen, sorry:

Was ist mit den Standardweichen von z.B. Conrad. Die verkaufen 2-Wege und 3-Wege-Weichen. Ist das einfach Schrott, muss man da nachbessern, umfrickeln, oder sind das Standardweichen ohne besondere Vorzüge?
georgy
Inventar
#4 erstellt: 25. Sep 2004, 20:15
Man muß schon ziemliches Glück haben, daß man ein befriedigendes Ergebnis mit Universalweichen hin kriegt.
Was für alte Boxen hast du denn und was bzw warum willst du sie aufrüsten?

georgy
Patrick
Stammgast
#5 erstellt: 25. Sep 2004, 20:36
Standardweichen sind Unsinn, die funktionieren nur durch Zufall.

Weichen berechnet man im Normalfall nicht nach irgendeiner festen Formel, üblich ist ein iteratives Näherungsverfahren, nennt sich Versuch und Irrtum. Bzw. wenn man den Computer mit den passenden Messungen füttert kann der das auch machen.
Das heißt nicht, dass rechnen nichts bringt, es ist sinnvoll um passende Startwerte zu bekommen und man sollte auch Wissen welche Änderung welche Wirkung erwarten lässt, aber eine feste Formel zum Einsetzen, die immer ein gutes Ergebniss gibt, die gibt es nicht.
TorstenDA
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 25. Sep 2004, 20:37
Ok, und was ist ein gutes Simulationprogramm?Wo bekomme ich das her? ist das die einzige Möglichkeit eine einigermaßen gute Weiche hinzubekommen ?
The_Wolf
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 25. Sep 2004, 21:32

georgy schrieb:
Man muß schon ziemliches Glück haben, daß man ein befriedigendes Ergebnis mit Universalweichen hin kriegt.
Was für alte Boxen hast du denn und was bzw warum willst du sie aufrüsten?


Ich habe meine Dual CL 9040 gegen neue AQ`s ausgetauscht. Die Duals waren damals die besten der 90xx`er Reihe (600 DM/Paar).

Jetzt kann ich die optisch tadellosen (und auch gut funktionierenden) Boxen entweder für 50€ verramschen oder ein bisschen Erfahrung sammeln, indem ich die vorhandenen Gehäuse qualitativ aufrüste. Wenn ich dann hinterher wirklich "gute" Boxen haben sollte, mache ich das doch gerne. Wenn ich allerdings wirklich einen eigenen "Hörraum" einrichten muss und Tausende an Messinstrumenten besorgen muss, lass ich die Finger davon.

Aber ist das wirklich so schwer? Schließlich will ich im Wohnzimmer auch hören. Warum nicht dort messen? Wenn Ihr mir natürlich sagt, dass das Profi-Kram ist, lass ich die Finger davon.
Apalone
Inventar
#8 erstellt: 28. Sep 2004, 12:45

Patrick schrieb:
Standardweichen sind Unsinn, die funktionieren nur durch Zufall.

Weichen berechnet man im Normalfall nicht nach irgendeiner festen Formel, üblich ist ein iteratives Näherungsverfahren, nennt sich Versuch und Irrtum. Bzw. wenn man den Computer mit den passenden Messungen füttert kann der das auch machen.
Das heißt nicht, dass rechnen nichts bringt, es ist sinnvoll um passende Startwerte zu bekommen und man sollte auch Wissen welche Änderung welche Wirkung erwarten lässt, aber eine feste Formel zum Einsetzen, die immer ein gutes Ergebniss gibt, die gibt es nicht.


Dem ist nichts hinzuzufügen!
georgy
Inventar
#9 erstellt: 28. Sep 2004, 12:53
Natürlich kann man Boxen im Wohnzimmer messen, wenn man ein Meßsystem hat, das die Raumresonanzen nicht in die Messung mit einbezieht. Das machen inzwischen eigentlich alle ganz gut ab ca. 200-300 Hz. Wenn man die Messungen dann an eine Simulationssoftware übergibt und damit eine theoretisch optimale Weiche entwickelt, wird man merken, daß in der Praxis noch Bauteilewerte verändert werden müssen, was man aber nur gezielt machen kann, wenn man etwas Ahnung von der Materie hat.

georgy
US
Inventar
#10 erstellt: 28. Sep 2004, 13:02
wer keine F-Weiche berechnen und auslegen kann, könnte auch eine Aktivweiche verwenden

Gruß, Uwe
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