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Gamma-Drift-Korrektur mit Sony Projection Calibration Pro und HCFR

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Beitrag
Armin289
Stammgast
#1 erstellt: 20. Jul 2019, 14:38
Gamma-Drift-Korrektur mit Sony Projection Calibration Pro Software und HCFR

Nutzbar für die gesamte Sony-VW-Reihe und HW-65 (HW45?)

Die Software kann lt. aktueller Aussage hier im Forum beim Sony-Pro-Support per Email angefordert werden. Man bekommt dann einen Downloadlink zugeschickt.

Mir hatte sie freundlicherweise ein Forumskollege überlassen, der diese vom Händler bekommen hatte.

- Herstellung einer Netzwerkverbindung zum Projektor

Hierzu gibt es in der Bedienungsanleitung der PCP-Software gleich zu Beginn einige Hinweise: Der aktuelle Link dazu:

https://pro.sony/en_...tion-manual-pro-1011

Falls jemand damit Probleme hat, kann er sich gerne per PN an mich wenden. Mit einer Direktverbindung zum Laptop (Cat5-Kabel) gelang mir die Netzwerkeinrichtung bei Windows 7 + 10.


- Der Einstieg ins Programm

Es muss ein Bluray-Player oder anderer Zuspieler angeschalten sein, damit der Beamer am HDMI-Eingang ein Signal bekommt.
Wenn die Netzwerkverbindung funktioniert, auf den Button Get Device Status, dann erscheint folgender Einstiegsbildschirm:

Programmstart
Abb. 1


Das Projektormodell wird mit der IP-Adresse und einigen, aktuell am Projektor gewählten Einstellungen dargestellt.
In meinen Fall hier, die Einstellungen für das SDR-Setup. Werden hier keine Werte dargestellt, liegt noch ein Fehler in der Netzwerkkonfiguration vor.

Optional:
Der Punkt 4-1-2 der BDA beschreibt den Export aller Einstellungen des PJ in eine Datei. Diese kann im Fall einer groben Fehlkonfiguration wieder importiert werden.


Für die Gamma-Drift-Korrektur geht man auf Advanced Calibration

Advanced Gamma Adjustment
Abb. 2


Im obigen Menue wählt man 5. Advanced Gamma Adjustment und erhält nachfolgende 2 Einstellmenue: - die beiden obigen Menue bleiben zwar in Windows geöffnet, werden im weitern Verlauf aber nicht mehr benötigt. Mit den beiden unten stehenden Menue Gamma Setting und Advanced Gamma Adjustment werden alle Einstellungen getätigt.

Gamma Table
Abb. 3


Hierzu ein paar Erläuterungen:

Es wird diejenige Gamma-Kurve dargestellt, die aktuell im Projektor (auf der aktuellen Speicherbank: hier Film2) eingestellt ist.
Ich habe aber vor Erstellung der Screenshots auf Gamma 2.1 umgestellt, da auf 2.2 bereits eine von mir modifizierte Kurve liegt, die ich nicht versehentlich verändern wollte.
Im Normalfall wird man das Gamma 2.2 oder/und 2.4 vorher einstellem und dies wird dann entsprechend angepasst.


Variante 1: Anpassung des Gamma ohne die einzelnen Farbkanäle individuell anzupassen

Die ist meines Erachtens die optimale und schnellste Vorgehensweise für Projektoren die noch nicht länger als 2 Jahre in Gebrauch sind, und noch keinen, bzw. nur geringen Blauüberschuss aufweisen.

Gamma Setting:

Gamma Table Select: 2.2 oder 2.4
Anmerkung: Im Unterschied zum Image Director sind bei PCP nur die Gamma 1.8, 2.0, 2.1, 2.2, 2.4 und 2.6 (also Gamma 1-6) zur Bearbeitung auswählbar und modifizierbar. Ein 'Reset' auf die Originalkurve ist nur mit Image Director möglich. Man sollte evtl. zur Sicherheit die Originalkurve in PCP vor Bearbeitung abspeichern.

Color Select: bleibt auf ALL

Select Adjustment Points: 10 Points

Real Time Transmitting: Häkchen, für die permanente, sofortige Übertragung der folgenden Gamma Adjustments

Use PC Test Pattern: Ich nehme das Häkchen weg, da ich die IRE-Pattern vom BR-Player zuspiele. Ich verliere sonst die Übersicht am kleinen Laptop. Wäre aber grundsätzlich möglich. Belässt man das Häkchen, wird später ein drittes Fenster geöffnet, das die Testpattern IRE10 und folgende enthält.

Dazu müsste man dann den Windows-Desktop auf ein Zweitbildschirm (hier der Beamer) erweitern und das Pattern-Fenster auf diesen schieben. Da aber auch nicht 100%-ig gewährleistet, dass vom Laptop die HDMI-Level korrekt übergeben werden, wähle ich auch aus diesem Grund die manuelle Zuspielung

Target Gamma: Hier Vorsicht, es sollte hier kein anderes Gamma stehen, als das schon am PJ gewählte. Wenn ich hier z.B. 2.4 eintrage, dann wird dass Gamma 2.4 überschrieben, obwohl ich am PJ das Gamma 2.2 gewählt und eingelesen habe.

Instruction: Hier wird mit dem Button Next die Helligkeit des Weißbildes IRE100 abgefragt. Deshalb kommt nun HCFR ins Spiel. Ich trage hier den Wert 1709 ein den ich mit HCFR für IRE100 (Yftl) ermittelt habe.

IRE100
Abb. 4


Zur Messung mit HCFR:


Der Projektor muss gut warmgelaufen sein (20-30 Minuten) - Neben der Farben ändert sich sonst auch die Helligkeit noch zu stark

Man spielt das IRE100-Bild zu. Der Sensor richtet man in Richtung PJ, möglichst mittig vor der Leinwand auf dem Stativ aus. Dann wird in HCFR die Dauermessung eingeschaltet. Nun wird der Sensor in der Neigung am Stativkopf mit kleinen Veränderung so ausgerichtet, dass HCFR die höchste erzielbar Lichtstärke anzeigt. Dann ist der Sensor optimal ausgerichtet. (Eine Messung von der Leinwand ist aber ebenso möglich) Die Entfernung zum PJ und der absolut erzielte Wert ist nicht von Relevanz, da die richtigen, relativen Helligkeitswerte der Pattern IRE10 - 90 vom IRE100-Wert errechnet werden. Bei mir steht der Sensor ca. einen dreiviertel Meter vor der Leinwand. Hier war der PJ für die Screenshot-Erstellung erst kurz warmgelaufen. Deshalb auch noch die von D65 abweichenden Werte

Wie nachfolgend dargestellt, richte ich mir die 3 benötigten Ansichten am Windows-Desktop ein. Unten, HCFR als Vollbild, mit freien Blick auf die Helligkeitswerte, Dauermessung Ein, rechts die beiden Einstellmenue von PCP an denen die Korrekturen vorgenommen werden.

3 Menue
Abb. 5

Ich habe also PCP den gemessenen Wert für Luminance of 100% übergeben, und gehe dann wieder auf Next:

PCP errechnet jeweils die Helligkeitwerte von 10 - 90% entsprechend dem eingestellten Gamma (hier 2.1) und gibt dies als Vorgabe (der Helligkeitswert für 10% entsprach in diesem Fall 13,5 Yftl, der für 20% war 58,2 Yftl. (nachfolgend das Bild schon für 20% )

20%
Abb. 6

Der jeweilige zu justierende Punkt ist im Gamma Adjustment (das linke Fenster) farblich orange unterlegt und wird mit den Cursor-Tasten nach oben (mehr Helligkeit) nach unten (weniger Helligkeit) angepasst und sofort zum PJ übertragen. (Siehe auch Seite 15 der BDA, es beginnt mit IRE10, links unten) Auf seiten von HCFR wird das jeweilige IRE-Testbild zugepielt und mit der Dauermessung kontrolliert inwieweit der Ziel-Helligkeitswert schon erreicht wurde. Der Wert 13,5 Yftl für IRE10 wurde nach wenigen Klicks erreicht. Wobei insbesondere IRE10 etwas schwerer einzustellen ist, da hier die Wirkung nur eines einzigen Klicks nach oben oder unten relativ stark ist. Die Farbbalance ist im Falle meines PJ ohne selektive Gamma-Farkorrektur nicht mehr optimal, aber wie dies auch korrigiert wird, wird in Variante 2 dieser Anleitung beschrieben. Mein Spyder5-Sensor wurde profiliert, die Abweichung dürfte also real so sein.

Nutzt jemand einen noch nicht profilierten EODIS (der gerne etwas zuviel Rot misst) oder einen Spyder 5 (der oftmals etwas zu viel Blau misst) und hat nicht die Möglichkeit diesen mit einem Spektralfotometer profilieren zu lassen, dann kann ich für dieses Problem auch keine Lösung anbieten.

Ich würde aber nicht gegen einen schlechten visuellen Eindruck auf ein zu warmes, oder zu kaltes Bild kalibrieren. Vor der Profilierung habe ich auf eine RGB-Balance 94%/100%/106% justiert, da mir 100/100/100 zu warmtonig erschien. Nach der Profilierung sah ich, dass das ziemlich genau gepasst hat.

HCFR-IRE10
Abb. 7

Man geht also Schritt für Schritt die Testpattern 10 - 90 durch und justiert im Gamma Adjustment den jeweiligen Punkt, während man für HCFR das jeweilige IRE-Testbild zuspielt und in der Live-Messung den erzielten Helligkeitswert kontrolliert. Hat man diesen jeweils erreicht, geht man auch Next. Nachdem man das Gamma für IRE90 eingestellt hat, ist man in PCP fertig. Danach kontrolliert man mit einer HCFR-Messung die komplette Grautreppe von IRE00 - 100. Da alle Helligkeitswerte schon mit HCFR gemessen wurden, sollte es keinerlei Überraschungen geben. Dies alles dauert für eine Gamma-Bank nicht länger als 20 Minuten.

Da bei dieser Vorgehensweise, alle Farbkanäle gleichermaßen auf den richtigen Helligkeitswert gebracht werden, die Verhältnisse der Farben untereinander aber nicht angetastet werden, kann es bei Bedarf sinnvoll sein mit Offset- und Gain-Regler die Farbtemperatur näher an D65 zu bringen. Dies soll aber hier nicht Thema sein.



Variante 2: Anpassung des Gamma der R/G/B-Farbkanäle individuell


Diese Vorgehensweise bietet sich an, wenn schon ein nicht mehr unerheblicher Blauüberschuss vorliegt. Ich denke bei lampenbasierten Sony-PJ dürfte das ab 2 Jahren Gebrauch so sein.

Was unterscheidet diese Vorgehensweise zu Variante 1?:

- Ziel ist es, mit R, G und B, bei einer Farbbalance von möglichst nahe an R-100% / G- 100% / B-100%. den Zielhelligkeitswert für das jeweilige IRE-Pattern zu erreichen. Dieser Zielhelligkeitswert ist immer noch der selbe wie in Variante 1 gemessen (sofern der Aufbau nicht verändert wurde) Es wäre also keine schlechte Idee sich diese 9 Zielwerte bei einem Durchlauf mit Variante 1 zu notieren. Die PCP-Vorgabe der Zielluminanz (10-90%) funktioniert leider nicht mehr wenn die Farbkanäle einzeln beabeitet werden - also notieren! Oder eine Tabelle wie diese nutzen, die mit der freien Software Libre Office von mir erstellt wurde und auch in OpenOffice nutzbar ist. Im Feld B1 wird die Luminanz des IRE100-Pattern eingetragen, alle wichtigen Zielwerte werden entsprechen berechnet. Wer sie nutzen möchte, hier der Link:

https://www.dropbox....g4KfxKFQJS6jRba?dl=0

Gamma-Zielwerte
Abb. 8

- Man switcht also bei Gamma Setting - Color-Select zwischen den einzelnen Farbkanälen hin und her, bearbeitet damit die Zielhelligkeit eines IRE-Pattern mit den Cursor-Tasten und hat diesmal nicht nur die Zielhelligkeit, sonderen auch die 100/100/100-Balance im Auge. Dies alles wie bisher mit der HCFR-Dauermessung.

Das Gute ist, man sieht immer sofort die Wirkung eines Klicks, und kann umgehend korrigieren. Das ist am Anfang trotzdem etwas schwierig, aber man kommt da schnell rein. Es muss auch nicht absolut 100% bei jeder Farbe sein, mit 1-3% Abweichung ist man schon nahe dran. Die sich ergebende Farbtemperatur sieht man ja auch in der HCFR-Messung.

Weil sicherlich, und auch berechtigt Zweifel an der Genauigkeit der einfacheren Sensoren aufkommen werden:
Nutzt jemand einen noch nicht profilierten EODIS (der oftmals etwas zuviel Rot misst) oder einen Spyder 5 (der oftmals etwas zu viel Blau misst) und hat nicht die Möglichkeit diesen mit einem Spektralfotometer profilieren zu lassen, dann kann ich für dieses Problem auch keine Lösung anbieten.

Ich würde aber nicht gegen einen schlechten visuellen Eindruck auf ein zu warmes, oder zu kaltes Bild kalibrieren. Vor der Profilierung habe alle Pattern auf eine für mich stimmige RGB-Balance 94%/100%/106% justiert. Nach der Profilierung sah ich, dass das ziemlich genau gepasst hat.

Gut zu wissen ist auch, bei der Gamma-Justage, dass die Farben Rot und Grün deutlich stärker helligkeitswirksam sind als Blau - eine Korrektur des Gamma hier auch stärker den Helligkeitswert beeinflusst. Hat man die Zielwerte gut erreicht, spielt man einfach das nächste Pattern zu und stimmt wieder RGB und Zielluminanz entsprechend ab.

Den Block Instruction in Gamma Setting nutzt man bei dieser Vorgehensweise nicht. Dieser dient ja auch nur die Helligkeiten vorzugeben, die aber nun bereits bekannt sind.

Noch ein paar Worte zu den klassischen Kalibrierungswerkzeugen Offset + Gain. Bei der Vorgehensweise 2 stelle ich nur das IRE100-Bild mit den Gain-Reglern auf D65 ein. Das IRE100-Bild kann durch Gamma-Kurven nicht verändert werden.

Am Offset (bzw. Bias) ändere ich garnichts. Denn das IRE00-Bild kann ich mit diesen Reglern nicht beeinflussen, es bleibt wie es ist. Auch der Blauüberschuss im Schwarzbild und damit der Kontrast bestimmende Faktor. Ab IRE10 bis IRE90 (05-95, bei 64 Punkte-Gamma) kann man aber den kompletten Bereich wieder farbneutral und mit exaktem Gamma einstellen.

Selektive Gammaanpassung
Abb. 9

Hier ein Bild des RGB-Gamma 2.2, das mein VW320 nach gut 2,5 Jahren benötigt.

RGB-Gamma
Abb. 10

Der Aufwand von 45-60 Minuten für dieses Ergebnis war es mir wert.

Gamma 2.2 für high
Abb. 11

Warum BT1886 in der Tabelle? BT1886 ist seit 2011 die Zielvorgabe für SDR-Blurays. Das sagt Burosch oder auch Raphael Vogt. Ein Gamma das in den unteren Helligkeiten, bei etwa 2.1 beginnt und bei IRE90 etwa 2.35 erreicht. Auch so etwas lässt sich mit Variante 2 leicht realisieren. Ich habe es mir auf den Gammaspeicher 1.8 gelegt (wegen der Namensähnlichkeit) Ob BT1886 tatsächlich ein noch passenderes Gamma bei aktuellen Blurays liefert konnte ich noch nicht überprüfen, ich habe es erst vor kurzem erstellt.

BT1886
Abb. 12

Einige abschließende Worte:

Diese Anleitung beschreibt die Korrektur des Gamma-Drifts. Wenn zugleich auch eine Reduzierung des Farbraums einher geht, sind weitere Maßnahmen nötig. Bei meinem VW320 war dies im geringeren Umfang erforderlich. Die Korrekturen habe ich mit den Reglern des PJ-Farbmanagements durchgeführt und die Wirkung mit HCFR in der Live-Messung überprüft. PCP unterstützt dies auch, aber in diesen Bereich habe ich micht noch nicht eingearbeitet. Da war auch die Hoffnung, dass Ekki den Workshop dazu anbietet. Vielleicht mag einanderer Forumsteilnehmer eine Anleitung zur Farbraumkorrektur mit PCP oder HCFR schreiben. Es ist auf jeden Fall einfacher als die obigen Beschreibungen.

Sollten sich in diese Beschreibung Fehler eingeschlichen haben, oder Aussagen nicht korrekt sein, dann schickt mir bitte eine PM, damit ich dies anpassen kann.


[Beitrag von Armin289 am 21. Jul 2019, 10:59 bearbeitet]
n5pdimi
Inventar
#2 erstellt: 20. Jul 2019, 14:40
Vielen Danke Armin für Deine Mühe und die ausführliche Anleitung...
binap
Inventar
#3 erstellt: 20. Jul 2019, 14:49
Ein ganz großes Dankeschön, Armin, für diese umfangreiche Dokumentation.
George_Lucas
Inventar
#4 erstellt: 20. Jul 2019, 14:51
Super umgesetzt, vielen Dank auch von mir dafür.
mabuse04
Stammgast
#5 erstellt: 20. Jul 2019, 15:22
Vielen Dank für die viele Arbeit und finde ich super. Das ist der 'Spirit' des HiFi-Forums!
MoDrummer
Inventar
#6 erstellt: 20. Jul 2019, 16:35
Spitzenklasse
screenpowermc
Inventar
#7 erstellt: 20. Jul 2019, 17:29
Echt klasse, vielen Dank
espny
Stammgast
#8 erstellt: 20. Jul 2019, 19:30
Danke für deinen Einsatz!
*Mori*
Inventar
#9 erstellt: 21. Jul 2019, 12:17
Sehr gute und detaillierte Anleitung
hotred
Inventar
#10 erstellt: 22. Jul 2019, 15:08
Vielen Dank für die ausgezeichnete Anleitung
Impatient
Stammgast
#11 erstellt: 26. Jul 2019, 20:37
Super, Danke für den Tool Tip und die detaillierte Anleitung! Dies spart mir selbst jede Menge Trial & Error.


Ich bin heute daran gescheitert meinen gut 3 Jahre alten Sony HW65ES bzgl. der Graustufen zufriedenstellend zu kalibrieren, der Gamma Drift und Blauüberschuss ist mittlerweile zu stark für die Onboard-Mittel, selbst mit Black Contrast Filter und Farbraum 5.

Dieses Tool (letzter Stand vom Oktober 2018) scheint eine deutlich bessere UX zu bieten als der zuletzt in 2012 aktualisierte Image Director. Ich habe das neuere Tool nun beim Sony Pro Support angefragt.


[Beitrag von Impatient am 26. Jul 2019, 21:17 bearbeitet]
Armin289
Stammgast
#12 erstellt: 27. Jul 2019, 19:51
Hallo zusammen, manchmal sollte man sich vorher noch besser schlau machen bevor man eine Anleitung schreibt.

Also, ich habe Euch die Ermittlung der Zielhelligkeiten für das Gamma deutlich zu kompliziert dargestellt. Es geht einfacher. Man braucht sich nicht mal zwingend die Werte aus PCP aus dem Block Instruction notieren - auch die Tabelle wird nicht benötigt. HCFR liefert diese auch gut sichtbar mit der ersten Messung zu Beginn - ich habe einfach diese Werte bisher nicht ausreichend beachtet.

Das Zielgamma wird in HCFR nach Wunsch eingestellt ist, so wie hier bspw. 2.2
Gamma 2.2

Wenn der PJ richtig warmgelaufen ist und IRE100 mit den Gain-Reglern auf D65 gebracht wurde, dann erfolgt am besten gleich eine erste Gamma-Messung in HCFR mit 11 Messpunkten.

HCFR-Zielwerte Y

Die Zielhelligkeiten der IRE10 bis 90 sind dann (hier rosa unterlegt) sofort abzulesen. Das sind die Werte die idealweise in der RGB 100/100/100-Balance erreicht werden sollten. Unter Y sind die in der letzten Messung gemessenen Werte ablesbar. Der Unterschied zur Anleitung ist, dass man hier Y cd/m abliest, statt Y ftl. Weil HCFR das Y Target in Candela angibt.

(hier im Screenshot differieren Y und Y Target auch nach der Korrektur etwas stärker, da in den Referenzen noch ein anderer Wert als 2.2 - ich denke BT1886 - eingestellt war.)

Zusammenfassend die meines Erachtens beste Vorgehensweise, wenn auch die Farbtemperatur korrigiert werden soll:

1. IRE100 mit Gain-Reglern einstellen

2. Eine 11-Punkt-Graustufenmessung mit HCFR durchführen - Die Y Target (IRE10 - IRE90) notieren

3. Eine erste Anpassung des Gamma (IRE10-90) mit PCP (ohne Auftrennung von RGB) damit die Gamma-Kurve schon die grobe Form mit den richtigen Zielhelligkeiten hat. Das geht zügig vonstatten.

4. Im zweiten Durchlauf wird in PCP diese Gamma-Kurve mit R/G/B einzeln feinjustiert und in HCFR darauf geachtet, dass man nahe an der 100/100/100-Balance ist und die notierte Zielhelligkeit weiterhin gut eingehalten wird.

5. Als letztes eine erneute 11-Punkt-Graustufenmessung in HCFR um das Ergebnis der Korrekturen zu überprüfen.


[Beitrag von Armin289 am 27. Jul 2019, 19:51 bearbeitet]
toto8080
Inventar
#13 erstellt: 28. Jul 2019, 01:05
Das war also jetzt eine Messung mit Spyder5 Richtung Objektiv (4280cd/m² ), na ob das mit dem Spyder so funktioniert ohne Korrekturmatrix und dann den Raum und die Leinwand ausblenden
Der ON/Off sieht auch nicht gerade "gesund" aus
Armin289
Stammgast
#14 erstellt: 28. Jul 2019, 08:16
Ja, der ON/Off hat gelitten. Ist doch keine Überraschung. Das war auch schon in all meinem Beiträgen der letzten Zeit zu lesen und es ist auch meine Prognose für alle lampenbasierten Sony-PJ die nicht besonders hohe, jährliche Laufleistungen aufweisen - in dem Fall leidet dafür der ANSI. Mit einem ordentlich korrigierten Gamma kann man auch bei diesen Kontrastwerten immer noch viel Freude am Filmgenuss haben.

Richtig, es war eine Messung in Richtung PJ. Eine Korrekturmatrix hat der Spyder 5 auch - ich denke, Du meinst die Profilierung - wurde gemacht.


[Beitrag von Armin289 am 28. Jul 2019, 11:45 bearbeitet]
gold777
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 31. Jul 2019, 17:05
Hallo,

Funktioniert das auch mit einem Sony HW55 ?

Gruß
Armin289
Stammgast
#16 erstellt: 31. Jul 2019, 18:29
Hallo gold777, nein, diese Software funktioniert leider nicht beim HW55. Der HW55 hat auch keinen Ethernet-Anschluss sondern RS232.

Die beschriebenen Anpassungen des Gamma-Drift kann man aber für alle Projektoren der HW-Reihe mit der Sony Software Image Director 3.1 machen, die schon immer bei Sony frei verfügbar zum Download war. Hier der Link zur Anleitung die ich damals geschreiben habe:

http://www.hifi-foru...m_id=105&thread=3482

Wenn ich die Anleitung für den Image Director heute nochmal schreiben würde, dann würde ich neuere Erkenntnisse einfließen lassen. Über die 3 Jahre hat man doch eine gewisse Lernkurve.

Der wesentlichste Unterschied ist, dass ich damals die Möglichkeiten und die Vereinfachung der Funktion "Real Time" unterschätzt habe. Diese gewährt auch beim Image Director die sofortige Übertragung der angepassten Gammakurve(n). Damit lässt sich im Grunde recht ähnlicher Workflow realisieren wie ich es hier für Projection Calibration Pro beschrieben habe.

Durch die Real-Time-Messung mit HCFR, kombiniert mit der Real Time Funktion im Image Director wird die ganze Anpassung einfacher und schneller. Der dann verbleibende Unterschied zu PCP ist, dass ich im Image Director nur die 64-Punkte-Kurve zur Auswahl habe (nicht die 10 Punkte, bzw. genau genommen 9 Punkte die genau für die zugespeilten Pattern IRE10-IRE90 passen) Man kann sich aber dennoch relativ gut behelfen, da die Werte-Scala von 0-1024 reicht, der exakte Punkt für das Pattern IRE10 also auf der Werteachse bei 101 liegt, bei IRE50 also 511, usw.

Dadurch findet man auch bei 64 Punkten die jeweils entsprechenden Anfasserpunkte für die zugespielten Pattern IRE10-90. Die Adjust Area wird auf 7 eingestellt, dann werden die 3 Punkte links und rechts davon, abgeschwächt auch angepasst. Wenn das nicht ohnehin schon zu einem guten Ergebnis führt, dann würde ich etwaige kleine Dellen zwischen den Anfasserpunkten in der Kurve angleichen.

Beginnen würde ich aber indem ich zuerst die 1-Punkte-Kurve einstellen und das IRE50-Pattern zuspielen würde, und mit Real-Time so justieren, dass die Zielhelligkeit für IRE50 gut passt. Damit hat die ganze Kurve schon mal eine gut passende Durchbiegung. Weitere Feinjustierung dann mit der 64-Punkte-Kurve.

Ich habe das in dieser Form aber selbst noch nicht ausprobiert. Wenn Du damit zu keinem guten Ergebnis kommst, vergiss es, dann wähle den Weg wie in der Beschreibung des Image Director.

Wenn Du noch Fragen hast schicke mir eine PN.


[Beitrag von Armin289 am 31. Jul 2019, 18:46 bearbeitet]
Impatient
Stammgast
#17 erstellt: 01. Aug 2019, 13:51
Hiermit teile ich meine Kalibrationserfahrungen meines Sony HW65ES mit der SW Sony Projector Calibration Pro Version 1.0.1.1 mit historischen und aktuellen Messungen.

Alle Kontrastmessungen mit einem Voltcraft MS-1500 in Richtung Projektorlinse (Abstand etwa 1,06 Meter), zur Vermeidung von Raumeinflüssen.
Alle Whiteblance und Gamut-Messungen in Richtung Rahmenleinwand mit Abstand etwa 30 cm mit einem profiliertem i1Display Pro (EODIS3) und der Software ChromaPure Standard.

Farbrikneu - 0 Stunden - Referenzmodus - Vor Kalibrierung - Lampe Low

Kontrast:
- nativ 6170:1 (0,47: 2900)
- ANSI 389:1 (7,7: 3000)

Grayscale:
HW65ES Grayscale 0hours Reference

Gamut:
HW65ES Gamut 0hours Reference

Farben und Gamma ziemlich gut auf den Punkt, Whitebalance auch im Neuzustand (hier noch leicht) zu kalibireren.

Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits eine BCF-Linse hatte, habe ich nur diesen Modus kalibriert, Kontrast nach grober Kalibrierung der Whitebalance:
- nativ 9090:1 (0,33: 3000)
- ANSI 343:1 (9,2:3160)

Nach 3 Jahren - 1840 Stunden - Referenzmodus - Keine Kalibrierung - Lampe Low

Grayscale:
HW65ES Grayscale 1840hours Reference

Gamut:
HW65ES Gamut 1840hours Reference

Massiver Gamma Drift und Blauüberschuss. Selbst mit Gamma 2.6 und BCF Linse war in diesem Zustand keine für mich zufriedenstellende Kalibrierung mehr möglich.

Also kam jetzt die Sony SW ins Spiel.

Netzwerkverbindung

Ich hatte meinen HW65ES bereits im Netzwerk zur Steuerung über das ADCP Protocol. Wie in der Anleitung von Sony beschrieben, funktioniert der Connect über das bestehende Netzwerk, es besteht kein Bedarf mit einer dedizierten LAN Verbindung oder mit Cross-Over-Kabeln zu hantieren. Der Laptop mit der Kalibriersoftware muss per LAN/WLAN lediglich im gleichen Netzwerk sein.

Die Fehlermeldung "Network timeout. Please check the network environment.(e1)" bedeutet, die IP Adresse ist nicht erreichbar aus aktueller Netzwerkverbindung.
Die Fehlermeldung "Network timeout. Please check the network environment.(e2)" bedeutet, der PJTalk Dienst läuft nicht unter Port 53484.

Auf Port 80 horcht ein Webserver beim HW65ES über den der PJTalk Dienst und dessen Port konfiguriert werden kann.

Kalibrierung - IRE100 D65

Bisher habe ich mit der roten BCF-Linse den Farbraum Custom5 verwendet. Custom5 ist sehr hell und hat einen hohen Grün/Blau Überschuss. Die rote Linse gleicht diesen "Fehler" im einigermaßen normgerechten Zustand sehr gut aus.

Jetzt war das Blau so stark, dass ich mit dem zusätzlichen Blau von Custom5 mit roter BCF Linse zuwenig Rot hatte. Die Gain Einstellung im Projektormenü hat in dem aktuellen Driftzustand keinen Effekt mehr. Ich konnte Rot gegen das starke Blau nicht mehr boosten.

Ich habe daher Custom3 verwendet, dies basiert auf D65. In Kombination mit der roten BCF Linse hatte ich einen Rot Überschuss, den ich nur leicht senken musste. Sollte das irgendwann nicht mehr reichen, habe ich noch Custom4, basierend auf D55, mit noch mehr Rot.

Als ich nun IRE100 wieder auf D65 hatte, habe ich festgestellt, dass die Helligkeit im Low Modus für 16 fL nicht mehr ausreicht. Seit Kalibrierung läuft die Lampe nun auf High, bis diese auch dort zu dunkel ist und ersetzt wird. Aktuell habe ich so noch über 24 fL.

Kalibrierung - Advanced Gamma

Ich bin grundsätzlich so vorgegangen wie von Armin289 vorgeschlagen. Klappte sehr gut mit dem 2-stufigen Vorgehen (zuerst alle Farben, dann Feintuning).

In der ersten Stufe über alle Farben konnte ich das Gamma 2.2 wieder auf den Punkt bringen. In der zweiten Stufe mit Feinjustierung der Farben musste ich je IRE-Level nur etwas Blau zurücknehmen zur Korrektur der Whitebalance mit einem DeltaE unter 1.

Folgendes habe ich dabei beobachtet:
- Die Kalibrierung der einzelnen Farbkanäle ist etwas frickellig, hier muss jeder Klick auf der Maus oder dem Keyboard sehr behutsam passieren. Öfters ist es mir passiert, dass ich den Fokus im falschen Fenster hatte und dann mit den Pfeiltasten unbeabsichtigt das Target-, Quell-Gamma oder von Blau-Korrektur auf "Alle Farben" zurück gesprungen bin. In diesen Fällen musste ich den Durchlauf jeweils wiederholen, da die SW dann die vorherigen IRE Einstellungen scheinbar "verloren" hatte.
- Die Whitebalance Kalibrierung ist über das Tool "Advanced Gamma" keine exakte Wissenschaft. Nur weil das DeltaE bei Echtzeitmessung bei jedem IRE-Level bei unter 0.5 liegt, heißt dies noch lange nicht, dass dies in der finalen Graustufen Messung widergespiegelt ist.

Anbei die angepasste 2.2 Gammakurve:
Adanced Gamma 2.2 HW65 1840hrs with BCF, D65

Anbei die Graustufenmessung nach Advanced Gamma Kalibrierung:
HW65ES Grayscale 1840hours BCF Advanced Gamma

Klar, könnte nun per Bias/Offset das durch Seiteneffekte wieder entstandene zu viel Blau bei IRE10 rausgenommen werden, dann stimmen aber IRE20, IRE30 und IRE40 nicht mehr. Also habe ich es so gelassen.

Anbei die Gamutmessung nach Kalibrierung des Gammas:
HW65ES Gamut 1840hours BCF Advanced Gamma

DeltaE je Farbe unter 5, von daher bin ich soweit zufrieden, auch wenn ich gerne etwas mehr Grün hätte.
Die im Projektor eingebaute "Color Correction" hatte in meinem Kalibrierlauf leider keinerlei Effekt mehr auf Grün.

Kontrast nach Advanced Gamma

Kontrast:
- nativ 5000:1 (0,54: 2700)
- ANSI 616:1 (4,38: 2700)

Wie erwartet ist der native Kontrast schlechter geworden, auch nach BCF Optimierung. Mit dem nun perfekten 2.2 Gamma ist der ANSI Kontrast erfreulicherweise gestiegen.

Fazit

Das Tool Sony Projector Calibration Pro ist einfach bedienbar (wenn man mit dem Fokus ein bisserl aufpasst) und ist aus meiner Toolbox bei einem driftenden Sony Projektor zukünftig nicht mehr wegzudenken. Ich denke damit kann ich meinen HW65 noch bis Ausmusterung wegen attraktiverem Neugerät betreiben.
Ich bin mit dem Kalibrierergebnis und Bildeindruck sehr zufrieden.

Wenn mir langweilig ist, probiere ich im Sony Projector Calibration Pro noch die Tools "Advanced Color Correction" und "Advanced Whitespace" aus, vermutlich kann hier analog auch noch mehr aus dem Projektor geholt werden als mit dem Inbuild Menü im Projektor.


[Beitrag von Impatient am 01. Aug 2019, 21:30 bearbeitet]
MoDrummer
Inventar
#18 erstellt: 01. Aug 2019, 14:44
Super Bericht. Danke.
Verstehe ich das dann richtig, das nach der ganzen Einstellerei der Schwarzwert schlechter geworden ist bei gleichzeitig weniger Helligkeit.
Was der Lampenalterung zuzuschreiben sein dürfte, aber bei korrekten Farben.
...............
Farbrikneu - 0 Stunden - Referenzmodus - Vor Kalibrierung - Lampe Low

Kontrast:
- nativ 6170:1 (0,47: 2900)
- ANSI 389:1 (7,7: 3000)
................
Konstrast nach - Advanced Gamma

Kontrast:
- nativ 5000:1 (0,54: 2700)
- ANSI 616:1 (4,38: 2700)

Wie erwartet ist der native Kontrast schlechter geworden, auch nach BCF Optimierung. Mit dem nun perfekten 2.2 Gamma ist der ANSI Kontrast erfreulicherweise gestiegen.


[Beitrag von MoDrummer am 01. Aug 2019, 14:49 bearbeitet]
George_Lucas
Inventar
#19 erstellt: 01. Aug 2019, 14:52
Sehe ich das richtig nach der Kalibrierung, dass der Kontrast von 9000:1 (Neu) auf 5000:1 (nach 3 Jahren) eingebrochen ist?
Impatient
Stammgast
#20 erstellt: 01. Aug 2019, 15:03
Ja, wie Armin289 auch geschrieben hat steigt der Blauwert sicherlich auch beim Schwarz = IRE00. Dieses zuviel Blau ist weder durch Advanced Gamma noch durch die Bias Regler beeinflussbar.

Die Maximalhelligkeit ist trotz Wechsel von Low auf High Lampenmodus u.a. auch gesunken da ich auf Grund des Drifts den röteren / dunkleren D65 Farbraum nutzen muss, da der hellere Custom5 Modus mit BCF Linse nicht mehr kalibrierbar ist.

Sobald ich unter 16fL komme, tausche ich die Lampe, dann mess ich natürlich nochmal alles nach.

D.h. selbst wenn man einen lampenbasierten Sony Projektor über die hier beschriebenen Techniken über lange Zeit nah der Norm betreiben kann, ist es vermutlich nur eine Frage der Zeit bis der Kontrast DLP Niveau erreicht hat...

Ich hoffe ich habe bis dahin ein Nachfolgegerät. Ich werde dies natürlich im Auge behalten. Noch ist der Zustand nach 3 Jahren gut akzeptierbar.


[Beitrag von Impatient am 01. Aug 2019, 18:42 bearbeitet]
*StefanoZ*
Stammgast
#21 erstellt: 01. Aug 2019, 18:57
Hallo,
auch ich bedanke mich für die detaillierten Beschreibungen und Erfahrungen zur Kalibrierung der Sony Projektoren. Ich habe vor zwei Tagen Sony angeschrieben bzgl. der Projector Calibration Pro Software und warte auf weiteres.

Da ich bisher keine Erfahrungen mit Kalibrierungen habe, wollte ich mal fragen, ob diese Software für sämtliche Messungen und Einstellungen ausreicht oder ob ich eine weitere oder besser andere Software ( DisplayCal, HCFR) verwenden sollte? Oder reicht auch die Elite-Software zu meinem kürzlich erworbenen SpyderX?

Gibt's denn im Raum Köln/Bonn jemanden, der sich gut mit Kalibrierungen auskennt und mich hier unterstützen würde? Oder kennt jemand jemanden, der jemanden kennt? Oder der ist das alles kein Hexenwerk?

Weil mir viele Begrifflichkeiten und Handgriffe im Moment noch nicht ganz klar sind, ist mein Selbstbewusstsein noch nicht sehr ausgeprägt. Ich möchte ja keinen Totalschaden an meinem HW65 einstellen.

Danke euch im Voraus.

BG Stefan
Wolf352
Inventar
#22 erstellt: 01. Aug 2019, 19:07

toto8080 (Beitrag #13) schrieb:
Das war also jetzt eine Messung mit Spyder5 Richtung Objektiv (4280cd/m² ), na ob das mit dem Spyder so funktioniert ohne Korrekturmatrix und dann den Raum und die Leinwand ausblenden
Der ON/Off sieht auch nicht gerade "gesund" aus :?


Die Frage möchte ich wiederholen!
4280 Nit.
Wow, da steigt eigentlich so fast jedes Colorimeter aus - ein EODIS Revision 2 aka C6 HDR zb bei 2000 Nit.
Wieviel verträgt ein Spyder?
Armin289
Stammgast
#23 erstellt: 01. Aug 2019, 19:55
Ich weiß nicht wie weit er geht, aber wenn ich den Abstand von ca. 2,5 Meter auf 2 Meter reduziere, dann steigt er mir bei IRE100 aus.

Ist das wichtig? Dann probiere ich es beim nächsten mal aus.


[Beitrag von Armin289 am 01. Aug 2019, 20:17 bearbeitet]
Impatient
Stammgast
#24 erstellt: 01. Aug 2019, 21:18

*StefanoZ* (Beitrag #21) schrieb:

[...] wollte ich mal fragen, ob diese Software für sämtliche Messungen und Einstellungen ausreicht oder ob ich eine weitere oder besser andere Software [...] verwenden sollte?

Die Software von Sony kann fortgeschrittene Einstellungen am Projektor vornehmen, wenn die Hausmittel nicht mehr ausreichen (und Testpatterns anzeigen, dieses Feature habe ich jedoch nicht genutzt, sondern die AVS 709 HD Pattern Blu-ray in einer auf Limited HDMI Output eingestellten Playstation 4). Ich sehe keine Mechanismen in der Sony SW externe Messgeräte anzusprechen oder Echtzeitmessungen anzuzeigen.

D.h. in jedem Fall wird passend zum eigenen Chroma-Meter kompatible Messsoftware zur Echtzeitmessung benötigt. Armin289 hat mit der OpenSource Lösung HCFR gearbeitet, ich mit der kommerziellen ChromaPure Lösung. Guides zur Basisnutzung gibt es im Netz jede Menge.

Die Messsoftware am Besten wie von Armin289 vorgeschlagen als Vollbild einstellen und dann die relevanten Sony SW Fenster überlagern. Bei Advanced Gamma sind die beiden Fenster klein genug, dass ausreichen Sicht auf die Echtzeitmessung zur Kontrolle der Einstellungen verbleibt.

Wieder back on topic:

Ich habe gerade nochmal in das Handbuch von Sony zur SW geschaut.

Die Adanced Color Space Correction sieht auch sehr interessant / mächtig aus. Das probiere ich bei nächster Gelegenheit aus, vielleicht bekomme ich darüber wieder mehr Grün.

Von der Advanced White Balance Adjustment verspreche ich mir hingegen Nichts, diesen Test spare ich mir. Dies basiert offensichtlich auf Standardmechanismen zur Gain und Bias Anpassung und einem Workflow der z.B. in ChromaPure besser abgebildet ist, der Name "Advanced" scheint mir hier nicht passend zu sein. Außerdem beisst sich die Anpassung von Gain und Bias mit obigem Advanced Gamma Vorgehen (welches eben auch das White Balance kalibriert).


[Beitrag von Impatient am 01. Aug 2019, 21:40 bearbeitet]
Armin289
Stammgast
#25 erstellt: 01. Aug 2019, 21:32

*StefanoZ* (Beitrag #21) schrieb:
Oder reicht auch die Elite-Software zu meinem kürzlich erworbenen SpyderX?

Ich möchte ja keinen Totalschaden an meinem HW65 einstellen.



Hallo Stefano, die Elite-Software zum SpyderX ist leider für diese Kalibrierungszwecke nicht geeignet. Der SpyderX ist eine Neuentwicklung die den Spyder5 abgelöst hat. Sicher ein guter Sensor. Leider ist dieser aber aktuell bei der kostenfreien Software HCFR noch nicht verwendbar. Ich vermute, dass er erst mit der nächsten Version von HCFR integriert sein wird.

Es wäre sicher von Vorteil, wenn Dich jemand mit passendem Equipment bei der ersten Kalibrierung maßgeblich unterstützt. Das Risiko, dass man den Projektor verstellt ist durchaus gegeben.
Armin289
Stammgast
#26 erstellt: 01. Aug 2019, 22:38
@Impatient

Eine schöne Zusammenfassung der Ergebnisse deiner Gamma-Justage. Man sieht, dass es in Kombination mit Chromapure ebenso gut funktioniert - was auch zu erwarten war. Das ergänzt die Anleitung um praktische Ergebnisse und Erfahrungen und gibt dem ganzen Futter.

Die leichte Schrumpfung des Farbraums könntest Du sicher auch noch korrigieren, wenn Du möchtest.

Farbraumkorrektur

Ein Weg dazu ist sicher die Adanced Color Space Correction in PCP - die ich aber auch noch nicht kenne. Sowie ich die PCP-Anleitung auf Seite 18/19. Pkt. 8 lese, trägt man in PCP die gemessenen x/y-Koordinaten für RGB ein und PCP stellt dann automatisch die Korrektur im ColorManagementSystem ein. Aber auch ein manueller Modues ist möglich. Ich würde das aber nur tun, wenn ich vorher wie in PKt 4.1.2 beschrieben, dass komplette CMS per Export-File gesichert hätte.

Ich finde das manuelle Vorgehen mit Live-Messung in HCFR und Einstellung am Beamer per FB auch einfach, und man hat selbst die volle Kontrolle. Bei HCFR hat man dabei den Blick auf das Farbdreieck. Man sieht durch die Live-Messung wohin sich die entsprechende Farbe an den Eckpunkten des Dreiecks bewegt, wenn die Regler im Farbmanagement verändert werden. Dadurch hat man eine schnelles Feedback der Wirkung. Bei der VW-Serie (vermutlich auch beim HW65) hat man neben Bias und Gain für die Graubalance, noch 2 unterschiedliche ColorManagementSysteme.

1. Die Farbraum-Anpassung, die man unter Experten-Einstellungen/Farbraum/ findet.
Dort lassen sich die Primaries RGB justieren. Das sind die Regler:

rot
Grün
Blau

Fehlen ab einer gewissen Degeneration des Projektors typischerweise etwas Grün und Rot im Farbdreieck, erhöht man die Werte der entspechenden Farbe. Der andere Regler beeinflusst die Querachse - also ob sich Rot z.B. mehr in Richtung Grün (eher Orange) oder Richtung Magenta bewegt. Die passende Farbe zum Regler im PJ muss man für die Live-Messung natürlich manuell zuspielen.

2. Die Farbkorrektur die man unter Experten-Einstellungen/Farbkorrektur findet.
Dort können RGB + CMY und in sehr engem Rahmen auch die Helligkeit eingestellt werden. Hier lauten die Regler Farbton / Sättigung /Helligkeit

Rot2

Beide CMS funktionieren für die Farbraumkorrektur. Ich würde aber nur eines dieser ColorManagementSysteme auswählen.

Falls für BT709 die Regelbereiche nicht mehr ausreichen sollten, kann man Farbraum 3 einstellen und nativ nutzen, oder diesen auf BT709 verkleinern oder annähern, wenn man eher Norm-gerechtere, etwas geringer gesättigte Farben haben möchte.

George Lucas hat insbesondere die Unterstützung über die HCFR-Livemessung anhand eines Benq-Beamers recht anschaulich erläutert. Das Farbmanagement des Benq-Beamers ähnelt eher der Farbkorrektur (2.) bei Sony, hat aber dennoch andere Bezeichnungen. Bezüglich des Vorgehens in HCFR lest Euch diese Anleitung durch - präziser kann man es nicht beschreiben!

https://rehders.de/p...rung-fuer-anfaenger/


Dies als Ergänzung, falls die Gamma-Korrektur alleine nicht ausreicht und auch der Farbraum einer Korrektur bedarf.


[Beitrag von Armin289 am 02. Aug 2019, 09:35 bearbeitet]
*Mori*
Inventar
#27 erstellt: 02. Aug 2019, 09:16

Impatient (Beitrag #17) schrieb:

Fazit

Das Tool Sony Projector Calibration Pro ist einfach bedienbar (wenn man mit dem Fokus ein bisserl aufpasst) und ist aus meiner Toolbox bei einem driftenden Sony Projektor zukünftig nicht mehr wegzudenken. Ich denke damit kann ich meinen HW65 noch bis Ausmusterung wegen attraktiverem Neugerät betreiben.
Ich bin mit dem Kalibrierergebnis und Bildeindruck sehr zufrieden. .

Gratulation zum positiven Ergebnis und vor allem auch für die Mühen, das hier so ausführlich zu dokumentieren.

Noch ein paar Bemerkungen quasi in eigener Sache:
Ich hatte in der Vergangenheit wiederholt geschrieben - und das seit Jahren - wie wichtig es ist, bei den Sony Projektoren insbesondere das Gamma regelmässig zu prüfen und wenn nötig zu korrigieren. Aus guten Grund nutze und schätze ich PCP seit Jahren. Wiederholt hatte ich in diesem Zusammenhang auch geschrieben, dass mit PCP entsprechende Korrekturen relativ einfach und ohne teure Sensoren möglich sind. Ich kam mir hier vor wie der einsame Rufer in der Wüste und ärgerte mich ab und zu, wenn wiederholt und mit bemerkenswerter Hartnäckigkeit, das Gegenteil behauptet wurde. Gut zu wissen doch nicht ganz verrückt geworden zu sein und in Zukunft auf diesen Thread verweisen zu können, den Armin289 hier verdankenswerterweise gestartet hatte.

Die Vorteile liegen für mich klar auf der Hand: Real Time Messungen und Einstellungen, die man selber mit einer von PCP unabhängigen Kalibrationssoftware parallel überprüfen kann. Bei einer Autokalibrationslösung und einer "all in one Lösung" finde ich mich immer unwohl, da das immer eine Art Black Box ist, wo man kaum Einflussmöglichkeiten hat. Am Schluss muss man bei einer Automation das Ergebnis mehr oder weniger akzeptieren - wenn die SW verbugt ist, habe ich dann die Wahl zwischen Pest und Cholera. Das ist auch der Grund, warum ich bspw. um die Autokalibrationslösung beim 760er einen grossen Bogen mache.


[Beitrag von *Mori* am 02. Aug 2019, 09:21 bearbeitet]
*StefanoZ*
Stammgast
#28 erstellt: 02. Aug 2019, 09:52
Sollte ich dann besser die Zusendung der Sony Projector Calibration Pro Software abwarten, um mich in das Thema Kalibrieren einzuarbeiten und die Elite-Software vom SpyderX beiseite legen?

Das den SpyderX bereits unterstützende DisplayCal würde ich dann "on Top" benutzen, um zu überprüfen. Oder besser auf eine neue Version von HCFR warten? Sind die beiden Progs eigentlich soooo unterschiedlich?


[Beitrag von *StefanoZ* am 02. Aug 2019, 09:55 bearbeitet]
Armin289
Stammgast
#29 erstellt: 02. Aug 2019, 10:22
Hallo Stefano,

die Möglichkeiten von DisplayCal kenne ich leider noch garnicht. Der User toto8080 kennt diese wohl sehr gut. Vielleicht fragst Du ihn an, ob damit eine Live-Messung, ähnlich HCFR möglich ist.

Bis HCFR in einer neueren Version den SpyderX aufgenommen hat, das kann durchaus noch dauern - vielleicht erst im Jahr 2020.

Die Software Chromapure bedient den SpyderX auch schon. Interessant ist auch was dort auch zu den Unterschieden zu i1Display Pro und Spyder 5 beschrieben ist. U. a. die mehr als 10-fach höhere Schwarz-Empfindlichkeit gegenüber Spyder 5, dafür - oder auch deshalb - kein Diffusor für eine Messung in Richtung PJ.


https://chromapure.com/newgear-new.asp


Für die Software Sony Projector Calibration Pro kannst Du Dir schon mal den Download-Link zuschicken lassen. Früher oder später wirst Du sie benötigen.


[Beitrag von Armin289 am 02. Aug 2019, 10:51 bearbeitet]
Impatient
Stammgast
#30 erstellt: 02. Aug 2019, 10:41
DisplayCal wie auch die SpyderElite SW sind geeignet zur automatischen Kalibration eines Displays in welches das Profil der Kalibration in eine Lookup-Table geschrieben werden kann, typischerweise Monitore bzw. dessen Grafikkartentreiber.

Projektoren wie die Sony HW Serie haben keine LUT und sind daher manuell zu kalibrieren, Tools wie HCFR, Calman oder Chromapure bieten die dafür passenden Workflows.


[Beitrag von Impatient am 02. Aug 2019, 11:42 bearbeitet]
Omardris
Stammgast
#31 erstellt: 02. Aug 2019, 13:35

Wolf352 (Beitrag #22) schrieb:
Wieviel verträgt ein Spyder?

Hi,
Das Spyder 5 hat einen speziellen Diffusor in Form eines "Wabengitters" vor der eigentlichen Optik, der im Gegensatz zu den Cosinusdiffusoren anderer Colorimeter, die nur im Bedarfsfall (Illuminanzmessung) montiert werden, immer vor der Optik bleibt. Das ist eine Besonderheit von DataColor und dadurch kann das Spyder 5 bis ca. 5000 Nits messen, ist aber im dunklen Bereich recht unempfindlich. Damit eignet sich dieser Sensor auch besonders für Messungen in Richtung Projektor. Man muss aber darauf achten, dass bei einer solchen Messung im Bereich des Projektors und hinter ihm keinerlei fremde Lichtquellen (Betriebs-LEDs des Projektors abdecken) das Ergebnis beeinflussen.

Das Spyder 5 von Armin wurde von mir mit einem frisch zertifizierten Jeti 1501 Spektralradiometer profiliert und die daraus berechnete FCCM (FourColorCorrectionMatrix) von ihm in HCFR gespeichert. Damit erreicht das Spyder eine ordentliche Messgenauigkeit.

Hier ein Beispiel eines Spyder 5, dass ich vor ca. einer Woche profiliert habe und dessen Daten noch parat sind:
Die Messungen wurden reflektiv von einer mattweißen Leinwand mit einem Sony VW760ES gemacht. Weiß lag bei ca. 70 Nits und man sieht, dass das Spyder 5 unterhalb von IRE10 nichts mehr messen konnte.
Links zeigt den - in der Realität nicht ganz perfekten - Graustufenverlauf mit dem Jeti, die Mitte zeigt den Verlauf mit dem profilierten Spyder und rechts den mit dem Spyder ohne Profil.
Man erkennt gut, wie positiv das Spyder auf die Korrekturmatrix reagiert und sich sein Ergebnis dem des Jetis angleicht..

Vergleich Jeti1501 mit Spyder5

Gruß
PF

@Armin
Super, dass Du eine Anleitung für das "geliebte" PCP gemacht hast. Das Teil ist doch etwas angenehmer zu bedienen als der garstige ImageDirector.
audiohobbit
Inventar
#32 erstellt: 02. Aug 2019, 21:59

Kontrast nach Advanced Gamma

Kontrast:
- nativ 5000:1 (0,54: 2700)
- ANSI 616:1 (4,38: 2700)

Wie erwartet ist der native Kontrast schlechter geworden, auch nach BCF Optimierung. Mit dem nun perfekten 2.2 Gamma ist der ANSI Kontrast erfreulicherweise gestiegen.

Hi Impatient,

wie ich dir schon geschrieben hatte, kann das nicht sein. Der ANSI-Kontrast hat erstmal mit dem Gamma nix zu tun.
Dass der nach einer Kalibrierung STEIGT ist auch eher unmöglich.
Aber allein schon der Wert von 600:1 sollte hier stutzig machen. Das schafft kein Sony nativ.

Ich würde hier dem Luxmeter nicht trauen, gerade im schwarz.

Messe die Kontraste besser mit dem EODIS3 im Lichtweg.
Der ANSI im Lichtweg nahe am Projektor ist dann nochmal zusätzlich etwas tricky.



Zum Farbraum:
Wenn der Rec709 geschrumpft ist und man einen erweiterten verwendet und dessen Eckpunkte (100 % Sättigung) wieder schön korrigiert ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die untersättigten Farben, quasi alles INNERHALB des Farbraums (was viel wichtiger ist als die Eckpunkte) nicht mehr stimmt.
Bitte unbedingt Sättigungs- (und Helligkeits-)stufen sowie Color-Checker vermessen!

Nach Überfliegen der PCP-Anleitung bin ich der Meinung dass damit auch nicht mehr geht als die Eckpunkte wieder hinzubiegen. Man müsste schon eine neue LUT einspielen können und das kann nur der Service.
Außer man hat natürlich Gerätschaften um eine LUT selbst zu erstellen und von extern (Lumagen, madVR etc.) zu nutzen. Dann ist man auch fein raus.


@Armin:
Erstmal super Arbeit!

Zum Farbmanagement aber noch eine Anmerkung (zusätlich zur obigen auch die Farben innerhalb des Farbraums unbedingt zu prüfen):

ei HCFR hat man dabei den Blick auf das Farbdreieck. Man sieht durch die Live-Messung wohin sich die entsprechende Farbe an den Eckpunkten des Dreiecks bewegt, wenn die Regler im Farbmanagement verändert werden.

Das ist so ein wenig ein Problem von HCFR: Die Farbhelligkeiten, die enorm wichtig sind, werden nach wie vor nicht grafisch dargestllt, daher vergisste man die gerne mal. Es reicht eben NICHT nur die xy-Koordinaten der Eckpunkte hinzuschieben. Es handelt sich um einen RAUM und der hat 3 Koordinaten. Neben x und y in der Ebene auch noch Y (die Helligkeit) in der Hochachse.
Andere Programme wie Chromapure (und sicher auch Calman) stellen das bspw. als HSL-Balken in einer Livemessung dar (H = Hue, Farbton, S=Sättigung, L= Lightness, Helligkeit).
Man kann aber auch andere Darstellungsformen wählen, je nach dem CMS das der Pj verwendet.
Die gängigsten sind eben Farbton, Sättigung und Helligkeit.
Korrekt implementiert beweg der Farbtonregler den Punkt im Kreis um den mittleren Weißpunkt, der Sättigungsregler verschiebt den Punkt radial nach außen von weiß weg oder zu weiß hin und der Helligkeitsregler verschiebt den Punkt in der Hochachse, die man im üblichen Farbsegel halt nicht sieht.

Das Auge ist auf Farbhelligkeiten empfindlicher als auf Sättigung. Wichtiger noch als die Punkte optisch im Diagramm treffen zu wollen ist das delta E zu betrachten, das ist ein Maß dafür wie der Mensch die Farbabweichung empfindet (grob vereinfacht gesprochen).

Und selbst wenn dann für die Eckpunkte alles passt, kann es innerhalb nach wie vor nicht passen. So war das bei meinem farbraumgeschrumpften HW50 als ich den erweiterten Farbraum probierte.
toto8080
Inventar
#33 erstellt: 03. Aug 2019, 00:23
DisplayCal dürfte für Leute interresant sein die eine LUT-Box wie eeColor oder einen HTPC mit madVR benutzen, es gibt natürlich noch andere Hardware würde jetzt aber zu weit führen.
Grundsätzlich gibt es ja bei madVR mehr Wege, entweder sagt man z.B. madVR der Projektor ist schon kalibriert oder man gibt madVR ein LUT-File mit, auf das es dann zugreift, also Signal läuft durch den HTPC mit madVR und das LUT Tabel sorgt dafür das Farben , Gamma etc. im Lot sind einfach ausgedrückt.
2
Bei einem LUT-File muss man wissen ein Farbraum kann nicht größer gemacht werden, kleiner machen ist kein Problem, also der ALGO der Software braucht schon etwas "Spielraum" um die Graustufen und Farben auf die x,y,Y Koordinaten zu "schubsen" . Am besten man macht zuerst eine 2Punkte Kalibrierung (Gain und Offset) vielleicht noch Wihte und Black Clipping einstellen , dann geht es weiter in DisplayCal.
DisplayCal unterstützt alle gängigen Colorimeter/Spectro`s die auch unter Argyl und HCFR laufen.
Die Software hat eine Menge an Funktionen da sollte man sich die Dokumentation auf der Webseite anschauen was,wie ,wo eingestellt wird. Sorry dafür bin ich nicht der Richtige DisplayCal unterstützt Farbräume über REC709,BT2020, DCI-P3 bis zur HDR Kalibrierung mit X Parametern.
2
Sind alle Testpattern durchgelaufen wird am Ende automatisch ein LUT-File erstellt was ich dann auf dem HTPC speichern kann und im madVR Pfad (siehe Oben) auswählen kann. Ob alles glatt gelaufen ist überprüft man am besten noch mal mit HCFR. Auch die Saturationspunkte kann man mit HCFR schnell messen.
1
Das schöne an so einem LUT-File ist das alle Farbkoordinaten,Helligkeiten und Weißpunkt/Graustufen automatisch korrigiert werden, am Anfang sollte man eine nicht so große (Testpattern) Patch Sequenz wählen, sonst kann die Messung je nach Sensor schon mal 1 Stunde laufen
p.s. geht bei der ganzen Geschichte mal etwas daneben und das Videobild entspricht nicht den Erwartungen, auch kein Beinbruch. Das LUT-File einfach löschen und auf ein Neues.


[Beitrag von toto8080 am 03. Aug 2019, 00:33 bearbeitet]
DrWhy
Inventar
#34 erstellt: 03. Aug 2019, 07:21
Armin289
Stammgast
#35 erstellt: 03. Aug 2019, 13:52
@ toto8080,

interessante Erläuterungen zu DisplayCal, 3D-LUT-Speicher-Möglichkeiten, HomeTheaterPCs und madVR als universelles Tool zur Bildoptimierung sind das. Ich würde das als absolutes HIghEnd der Bildkalibrierung bezeichnen. Für manche Profis hier im Forum sind das alltgägliche Werkzeuge, für jemand der das erste oder zweite Mal sein Gamma- und Farbraumdefizit am Sony-Beamer beheben möchte, könnte sich eventuell eine leichte Überforderung einstellen.

Aber die Frage nach DisplayCal wurde im Thread gestellt, also - alles Okay - Danke, dafür.


@ audiohobbit,

Du hast naürlich recht, mit dem was Du schreibst, dass auch die teilgesättigten Farben und die korrekten Farbhelligkeiten zum Norm-gerechten Bild gehören und nicht unbeachtet bleiben sollen. Aber man sollte bedenken, für wen diese Anleitung geschrieben wurde und was damit erreicht werden soll. Ich sehe es vereinfacht so:

Ein Beamer, dessen Leisungsvermögen durch unkorrigierte Gamma- und Farbraumdrift auf 10-50% gefallen ist, wird mit den von mir bisher beschriebenen Mitteln wieder auf 80% gebracht. Eine manuelle, messtechnische Annäherung von Teil-Farbsättigungen und Farbhelligkeiten - wie von Dir erläutert, bring ihn auf 90% - und für die letzten 10% werden solche Werkzeuge genutzt wie eine 3D-LUT-Generierung und -Integration.

Bitte lasst uns jetzt aber nicht über meine subjektiven Prozentangaben streiten. Wir können gerne diesen Thread zukünftig um weitere Anleitungen ergänzen. Ich fände es nur schade, wenn jemand deshalb ganz darauf verzichtet, diese fürs Bild so wichtigen Korrekturen zu machen, weil ihm die Komplexität und der Aufwand schon von Beginn an zu hoch erscheint.


Weil bisher noch nicht genannt - alle wichtigen Testpattern für HCFR, Chromapure und Calman findet man übrigens hier - die AVS709 Testsuite:

https://www.avsforum...mp4-calibration.html


[Beitrag von Armin289 am 03. Aug 2019, 15:15 bearbeitet]
toto8080
Inventar
#36 erstellt: 03. Aug 2019, 16:34
@Armin
Darum nur eine Kurzfassung

@all
...zu den Testpattern , die von Armin verlinkten AVS Testpattern sind ideal zur Wiedergabe über einen Blurayplayer, die Testpattern sind kostenlos und gibt es für DVD, Blueray zum "brennen" und USB-Stick.
Software wie Calman, Cromapure und HCFR bringen aber auch einen eigenen Testpatterngenerator mit.
Wer also ein Laptop mit HDMI Anschluß oder Displayport (dafür gibt es Adapterkabel auf HDMI) hat kann auch die Software internen Pattern verwenden. Z.B. bei HCFR kann als Bildquelle "Automatik" oder "DVD manuell" gewählt werden, bei Automatik wird dann der Interne Patterngenerator verwendet.
Wer den Automatik Modus wählt muss noch den richtigen Videolevel auswählen.
Die Einstellung des Videolevel am Zuspieler und am Display/Projektor müssen übereinstimmen.
Für Full HD Geräte und REC709 ist dieser 16-235. Bitte nachlesen Klick .Am einfachsten prüft man den Videolevel vorher mit einem Schwarzbild 0IRE , bei falschen Videlevel wird das Schwarz sichtbar drastisch aufgehellt. Leider verwendet jeder Hersteller bei seinen Geräten verschiedene Bezeichnungen z.B. YUV 4:2:0 oder limit Range , limit RGB, etc. , da muss man sich vor der Messung schlau machen, oder am besten ein Bild von den Einstellungen posten.
HCFR Patterngenerator Einstellungen:
4
George_Lucas
Inventar
#37 erstellt: 04. Aug 2019, 13:05

audiohobbit (Beitrag #32) schrieb:

Das ist so ein wenig ein Problem von HCFR: Die Farbhelligkeiten, die enorm wichtig sind, werden nach wie vor nicht grafisch dargestllt

In der Tabelle von HCFR werden die Farbluminanzen aufgeführt. Ich nutze diese Werte im Rahmen der Live-Messung, um Primär/Sekundärfarben (x, y und Y) einzustellen. Sogar die Luminanz-Abweichungen in Prozent sind in der Live-Messung ablesbar - und "korrigierbar"
Das geht sehr gut.


[Beitrag von George_Lucas am 04. Aug 2019, 13:07 bearbeitet]
Armin289
Stammgast
#38 erstellt: 04. Aug 2019, 13:34

George_Lucas (Beitrag #37) schrieb:

In der Tabelle von HCFR werden die Farbluminanzen aufgeführt. Sogar die Luminanz-Abweichungen in Prozent sind in der Live-Messung ablesbar - und "korrigierbar"
Das geht sehr gut.


Das habe ich auch schon gesehen. Die benötigten Werte sind vorhanden, nur grafisch aufbereitet habe ich sie noch nicht entdeckt. Mir ist nur aufgefallen, dass 100%-RGB beim Sony in der Farbkorrektur nur ganz geringfügig auf den Helligkeitsregler reagiert. Ich werde das bei nächsten mal mit den 75%/50%/25%-Sättigungen nochmals testen. Da wäre es ja noch wichtiger, dass es dort passt.


[Beitrag von Armin289 am 04. Aug 2019, 13:38 bearbeitet]
toto8080
Inventar
#39 erstellt: 04. Aug 2019, 14:57
So einfach wie George das beschreibt ist es auch nicht Die Anzeigen sind in der Tabelle vorhanden aber eben "nur" als Zahlenwerte, nicht grafisch wie zB. in Calman wo sich in Echzeit "Balken" bei jedem Dreh bewegen. HCFR zeigt Y und Y Target für die Farbhelligkeiten. Y ist der aktuell gemessene Wert (Dauermessung) und Y Target der von HCFR erwartete Luminanzwert und das immer bezogen auf Weiss (Weiss= R+G+B). Dazu gibt es noch delta L als Abweichung in % für die Luminanz vom Ziel.
Jetzt kommt aber noch die "Eigenart" von jedem Colormanagement dazu bei Sony RPC. Es reicht eben nicht aus im CM oder Sony RPC die Farbhelligkeit zu erhöhen o. senken, das ist bei den Grundfarben immer ein Zusammenspiel von Farbsättigung + Helligkeit. Ich kann eine Farbe nicht "nur" in der Helligkeit anheben wenn mir in HCFR zu wenig Luminanz angezeigt wird, damit senke ich gleichzeitig die Sättigung und verschiebe die Farbe in der x,y Koordinate. Ergo muss man bei HCFR auch immer in der Tabelle x,y im Auge behalten.
Bei Calman , ? Cromapure ist das besser gelöst, dort kann man anhand der Grafik bei jedem "Dreh" im Colormanagement sehen was es bewirkt. Farbe zu dunkel/ zu hell , untersättigt/übersättigt oder in der Phase verschoben.
5


[Beitrag von toto8080 am 04. Aug 2019, 14:58 bearbeitet]
Armin289
Stammgast
#40 erstellt: 05. Aug 2019, 20:37
Teilgesättigte Farben und Farbhelligkeiten:

Die Pattern liegen in der AVS709-Suite unter ColorHCFR Fields/ Saturation. 30 Film-Dateien insgesamt für RGB+YMC, jeweils die Sättigungen 0/25/50/75/100-Prozent. Sie sind entsprechend benannt, dass diese im Player genau in der richtigen Reihenfolge abgespielt werden wie sie von HCFR benötigt werden. Wenn die jeweilige Einzel-Messung durch ist, skip, am Player

Die direkte Zuspielung über HCFR ist, wie im Beitrag #36 beschrieben, natürlich ebenso möglich.

Die Messung wird über das HCFR-Menue mit Sättigung - Primary and Secondary colors aufgerufen

Im Farbdreieck ist dann während des Durchlaufs der 30 Pattern gut zu sehen, wo die Sättigungspunkte im Verhältnis zum Referenzpunkt zum liegen kommen.

Es gibt auch weitere grafische Aufbereitungen der Messergebnisse in HCFR, der drittletzte und der vorletzte Tabellen-Reiter in HCFR.
Die Tabellen heißen Saturation Sweep Luminance und Saturation Scan Shifts. Im Mouse-Over als Histogram Sättigung - Helligkeit und Histogram Sättigungsverscheibung bezeichnet. Ich finde beide Grafiken weniger anschaulich als die sichtbare Verschiebung im Farbdreieck kombiniert mit der prozentualen Abweichung in der Tabelle.

Die Farbkorrektur im Beamer-Menue "Erweiterte Einstellung" erlaubt eine Korrektur je Farbraum. Man hat also die Möglichkeit sowohl BT709 per Korrektur zu erweitern, und ebenso Farbraum1/2/3 zu verkleinern. Das erlaubt einen Vergleich.

Der schon etwas geschrumpfte Farbraum BT709 ließ sich bei mir gut einstellen, sogar über die BT709-Grenzen hinaus.

Farbraum3 ließ sich ebenfalls auf die selben, von mir bevorzugten, leicht erweiterten Eckpunkte bringen. Im direkten Vergleich konnte ich mit diesem Farbraum noch ein etwas besseres visuelles und auch meßtechnisches Ergebnis erzielen. Die Sättigungen 25/50 wurden trotz immer noch vergrößerten Farbraum kaum angehoben, damit bleiben Hauttöne und natürliche Farben sehr authentisch, während 75/100, wie von mir gewünscht, erkennbar kräftiger als die Norm ausfielen.

Die Herausforderung ist, wie toto8080 schon schrieb, die 4 Sättigungspunkte 25/50/75/100 sowohl von der Sättigung, wie auch von der Farbhelligkeit an den Zielwert anzunähern. Es steht aber jeweils nur ein Farb-und Helligkeits-Regler für alle 4 Sättigungspunkte zur Verfügung. Das heisst, man wird eine Annäherung versuchen, sowohl mit der Helligkeit, wie auch mit der Sättigung. Das lässt sich gut machen, und damit mit Sicherheit auch noch eine weitere, signifikante Verbesserung erzielen. Perfektion wird sich auf diesem Weg nur schwer erreichen lassen. Das ist dann die Welt der 3D-LUTs.

Falls jemand diese Kalibrierungen durchführen möchte und noch Fragen hat, gerne an dieser Stelle. Mehr soll es von mir zunächst nicht sein.


[Beitrag von Armin289 am 06. Aug 2019, 09:07 bearbeitet]
stfnrohr
Inventar
#41 erstellt: 09. Dez 2019, 21:02
Gibt es irgendwo eine Anleitung wo steht wie ich den spyder x Pro in HCFR einbinde?

Da braucht man doch irgendwie spezielle Treiber ?
DrWhy
Inventar
#42 erstellt: 09. Dez 2019, 21:05
Spyder x geht im Moment nicht mit HCFR...
stfnrohr
Inventar
#43 erstellt: 09. Dez 2019, 21:29
😱, hatten den Spyder x pro gerade letzt für 99 Euro bei Amazon geschossen . Weiß man wann das implementiert wird?

Wollte ihn frühestens Ende nächsten Jahres Kalibrieren , kann aber noch umtauschen bis Ende Januar ..
Blade57
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 10. Dez 2019, 02:02
Hallo,
Spyder X läuft mit der neuen HCFR Software 3.5.2

MfG Michael
DrWhy
Inventar
#45 erstellt: 10. Dez 2019, 09:53

Spyder X läuft mit der neuen HCFR Software 3.5.2

Danke! Habe ich verpasst...
DrWhy
Inventar
#46 erstellt: 10. Dez 2019, 12:29
Wo kann ich 3.5.2 downloaden?
Bei SourceForge liegt immer noch Version 3.5.1.4 vor...
stfnrohr
Inventar
#47 erstellt: 10. Dez 2019, 14:06
Ne da gibt es die aktuelle Version , habe gerade installiert , gib bei suche hfcr 3.5.2 ein.

Frage: ich habe diesen Rotfilter auf meinem 570 von der advance Edition hkr.

Beim Kalibrieren muss ich den ja dann drauf lassen , muss ich was besonderes beachten ?
DrWhy
Inventar
#48 erstellt: 10. Dez 2019, 17:05
Man muss HCFR 2019 suchen.
stfnrohr
Inventar
#49 erstellt: 26. Jan 2020, 21:12
Gibts schon Erfahrungen bezüglich der Kalibrierung? Kenne es noch vom JVC da habe ich es als gemacht aber traue mich noch nicht dran. Software und Spyder x habe ich schon.
Sturmkrähe
Stammgast
#50 erstellt: 08. Feb 2020, 11:47
Hallo Armin,

erstmal vielen lieben Dank für deine tolle Beschreibung des Themas. Dicken Respekt von mir.

Ich habe meinen HW65 mit dem Programm wieder problemlos einstellen können.

Bei mir waren Gamma sowie der Farbraum schon wieder geschrumpft. Und das nach gerade mal 700 Betriebsstunden.

Ich konnte das Gamma und den Farbraum mit dem Regler des 65 schon einmal wieder einstellen.
Aber nun waren beide schon wieder eingebrochen.
Ich frage mich wie lange das noch so weiter geht, und ob andere Technologien wie DLP auch solche Probleme haben?
Ist es nur die Alterung der Lampe? Das Panel?

Jedenfalls bin ich überglücklich dass ich meinen HW65 mithilfe dieses Threads wieder rinstellen konnte.

Messungen füge ich bei Bedarf gerne heute Abend ein.

Liebe Grüße


[Beitrag von Sturmkrähe am 08. Feb 2020, 11:48 bearbeitet]
toto8080
Inventar
#51 erstellt: 08. Feb 2020, 16:41

Ich frage mich wie lange das noch so weiter geht, und ob andere Technologien wie DLP auch solche Probleme haben? Ist es nur die Alterung der Lampe? Das Panel?


Irgendwann ist der Regelbereich am Ende. Bei einem ? 21 Band GammaEQ sind es Stufen in 5IRE und ist der Drift zu groß überschneiden sich die Bereiche . Das selbe bei den Reglern im CM die von/bis gehen, geht der Drift weiter sind sie einmal am Ende oder Anschlag
Eine UHP verändert im laufe der Zeit nur gering ! das Farbspektrum, aber da ein Austausch der UHP Lampe den Farbraum nicht wieder herstellt liegt es an den Panel`s .
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